Job Vorstellungsgespräch

Benutzer18029 

Verbringt hier viel Zeit
So, nun hab ich endlich ne Einladung zum Vorstellungsgespräch (nächsten Montag) und es tun sich so einige Fragen auf... Ich hoffe mal, ihr könnt mir weiterhelfen. Also zunächst mal geht es um die Fahrtkosten, Bahnticket hin und zurück kostet immerhin 173 EUR. Zur Übernahme von Fahrtkosten gab es keine Aussage. Soweit ich weiß sind einladende Firmen ja eigentlich verpflichtet die Fahrtkosten zu übernehmen, aber funktioniert das in der Praxis auch? Vor allem wenn ich die Stelle dann nicht bekomme kann es ja gut sein dass die sich querstellen und keinen Bock haben einem ungeeigneten Kandidaten noch die Anreise zu bezahlen. Was habt ihr denn so für Erfahrungen gemacht? Klappt das mit den Fahrtkosten reibungslos oder gibts da oft Probleme? Und wie spreche ich das am besten an wenn von denen nix kommt? Ich will ja keinen schlechten Eindruck hinterlassen, so als ob es mir nur um die Fahrtkosten geht und nicht um die Chance auf nen Job. :hmm: Dann ist da noch die Sache dass es ja quasi am anderen Ende Deutschlands ist, die Stelle aber eigentlich ab Februar besetzt werden soll. Ich muss doch dann aber erst ne Wohnung finden und umziehen. Deswegen weiß ich nicht was ich sagen soll wenn die Sprache auf den möglichen Eintrittstermin kommt. Kann man da Entgegenkommen und Unterstützung erwarten oder interessiert das den Arbeitgeber erfahrungsgemäß nicht und man muss selbst zusehen wie man den Umzug möglichst schnell organisiert? Wäre ja was anderes wenn ich noch irgendwo arbeiten würde, aber im Moment bin ich ja arbeitslos, da darf ich vermutlich nicht sagen ich kann nicht sofort anfangen, oder? :confused:
Und dann sind da natürlich noch die ganzen Fragen die kommen könnten... Was mir vor allem Sorgen macht ist dass ich Null Praxiserfahrung habe, kein Praktikum oder Nebenjob oder sowas. Ich weiß nicht was ich da plausibles sagen soll, darauf ansprechen warum ich nicht im akademischen Betrieb bleibe und dann aber keine Praktika etc. gemacht habe, wird er mich bestimmt. Im Grunde liegt es daran dass ich viel zu lange dachte ich bleibe an der Uni und sowas daher nicht für nötig hielt. Und während der Doktorarbeit ist mir dann klar geworden dass ich für die Forschung nicht tauge, dann wars aber schon zu spät um Praxiserfahrung zu sammeln. Bloß so kann ich das bestimmt nicht sagen. :frown: Und was sagt man eigentlich warum man ausgerechnet beim Unternehmen XY anfangen will? Das Unternehmen ist mir im Grunde schnurz, die Beschreibung der Traineestelle klang interessant genug dass ich mich beworben habe, aber dass die nun bei XY und nicht bei ABC ist, spielt für mich überhaupt keine Rolle. :grin:
Und wie ist das mit den ganzen Fragelisten aus Bewerbungsratgebern etc., ich bin mir unsicher ob sich das lohnt sich da Antworten zurechtzulegen oder ob man nur so entscheidende Sachen wie Selbstpräsentation, Stärken-/Schwächenprofil etc. vorbereiten sollte. Ich meine halt so fiese Fragen wie "Was sollten wir besser nicht über Sie wissen?", "Welche Charaktereigenschaften zeichnen Sie besonders aus und welche würden Sie lieber ändern?", "Haben Sie sich auch woanders beworben?", "Was war ihr größter Erfolg und ihr größter Misserfolg?" usw. Gibt ja ne schier endlose Liste solcher Fragen. In Bewerbungsforen gibt es einerseits Leute, die meinen, man soll sich keine Antworten auf solche Sachen zurechtlegen weil man nicht mehr authentisch wirkt und sowieso ne andere Frage kommen wird als die wo man Antworten auswendig gelernt hat. Andere wieder behaupten das mit der Authentizität wäre nur in der Theorie so und oft würden die Personaler es als schlechte Vorbereitung auslegen wenn man auf solche Fragen gar nix antworten kann, so als hätte man das Vorstellungsgespräch nicht ernst genommen. Keine Ahnung, was ich nun machen soll. :hmm: Ich weiß nur dass ich sicher nicht viele Chancen bekommen werde mich irgendwo vorzustellen und es am Montag besser nicht versauen sollte...

Danke schonmal!

Dirac
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Off-Topic:
Schade, dass du so selten auf "Return" drückst.


Zur Übernahme von Fahrtkosten gab es keine Aussage. Soweit ich weiß sind einladende Firmen ja eigentlich verpflichtet die Fahrtkosten zu übernehmen
Also das wäre mir neu. Woher hast du denn diese Information?
Bist du derzeit arbeitslos gemeldet? Dann übernimmt das Amt normalerweise die Fahrtkosten. Musst du aber unbedingt vorher beantragen.
Ansonsten musst du davon ausgehen, die Kosten selbst zu tragen.
Ich habs nie erlebt, dass mir jemand Geld für Auto oder Bahnticket angeboten hat. Warum auch?
Du willst ja was und wenns dir zu teuer ist, hinzufahren, dann bleib zuhause.

Dann ist da noch die Sache dass es ja quasi am anderen Ende Deutschlands ist, die Stelle aber eigentlich ab Februar besetzt werden soll. Ich muss doch dann aber erst ne Wohnung finden und umziehen. Deswegen weiß ich nicht was ich sagen soll wenn die Sprache auf den möglichen Eintrittstermin kommt.
Wo du derzeit wohnst, ist aus deinen Unterlagen ja ersichtlich.
Und dass du erstmal eine Wohnung suchen musst, versteht sich von selbst. Also sag das einfach genauso, evtl. kann dir die Firma dabei behilflich sein, wenn sie wirklich ernsthaft Interesse haben.
Ansonsten sag einfach, dass du dich so schnell wie möglich um eine Wohnung kümmerst bzw. evtl. übergangsweise in ein Hotel oder eine Pension gehen könntest.

Wäre ja was anderes wenn ich noch irgendwo arbeiten würde, aber im Moment bin ich ja arbeitslos, da darf ich vermutlich nicht sagen ich kann nicht sofort anfangen, oder? :confused:
Dann übernimmt wie gesagt das Amt die Kosten. Du musst dir nur von der Firma bestätigen lassen, dass du dort warst.


Und dann sind da natürlich noch die ganzen Fragen die kommen könnten... Was mir vor allem Sorgen macht ist dass ich Null Praxiserfahrung habe, kein Praktikum oder Nebenjob oder sowas. Ich weiß nicht was ich da plausibles sagen soll, darauf ansprechen warum ich nicht im akademischen Betrieb bleibe und dann aber keine Praktika etc. gemacht habe, wird er mich bestimmt.
Das ist aus deiner Bewerbung doch ersichtlich. Du musst möglichst überzeugend wirken in dem Punkt, dass du schnell lernst, neuen Aufgaben gewachsen bist und trotz keiner Praxiserfahrung nicht ungeeignet bist.
Du bist frisch und unverbraucht und voller Tatendrang. :zwinker:
Und was sagt man eigentlich warum man ausgerechnet beim Unternehmen XY anfangen will? Das Unternehmen ist mir im Grunde schnurz, die Beschreibung der Traineestelle klang interessant genug dass ich mich beworben habe, aber dass die nun bei XY und nicht bei ABC ist, spielt für mich überhaupt keine Rolle. :grin:
Informier dich über das Unternehmen. Was zeichnet es aus? Marktführer, guter Ruf usw. Und dann bezieh dich darauf. Dass dir die Unternehmensphilosophie gefällt, dass die Firma einen guten Namen hat o.ä.
Und wie ist das mit den ganzen Fragelisten aus Bewerbungsratgebern etc., ich bin mir unsicher ob sich das lohnt sich da Antworten zurechtzulegen oder ob man nur so entscheidende Sachen wie Selbstpräsentation, Stärken-/Schwächenprofil etc. vorbereiten sollte.
Deine Stärken und Schwächen solltest du dir auf jeden Fall überlegen. Die Wahrscheinlcihkeit, dass du das brauchst, ist recht hoch. Und es schadet ja auch nicht. :zwinker:

Ansonsten eine beliebte Eingangsfrage: Erzählen sie was über sich.
Darauf musst du vorbereitet sein!

Ich weiß nicht, wie kommunikativ du bist und wie spontan du Fragen beantworten kannst.
Hast du jemanden, mit dem du üben kannst?
 
G

Benutzer

Gast
Ich steck auch gerade im Bewerbungsmarathon.

Fahrtkosten: Ja, einladende Firmen müssen die Anreise eigentlich übernehmen, es sei denn es wird mit der Einladung ausgeschlossen. Defacto macht es nicht jede Firma und ich habe auch nie nachgefragt, wenn es nicht angesprochen wurde. Das war aber vor allem in Firmen der Fall, bei denen es keine richtige Personalabteilung gibt.

Umzug: Du hast dir ja sicher Gedanken gemacht, wie schnell ein Umzug in die neue Stadt möglich wäre. In meinem Fall waren eigentlich alle diesbezüglich sehr verständnisvoll, eine Firma hätte mir auch ein "Umzugspaket" bereit gestellt (=1 Monat möbliertes Appartement, Umzugsunternehmen, Makler)

Fragen: Bereite dich vor. Je besser du auf alle Eventualitäten vorbereitet bist, desto entspannter kannst du ins Gespräch gehen.
Ich bin ja als Studienabbrecherin auch mit einem "Makel" behaftet. Ich sehe das so: Wenn du eingeladen wirst, ist die mangelnde Erfahrung schonmal kein absolutes K.O.-Kriterium. Irgendwas an dir muss schon geeignet sein für die Stelle. :zwinker: Das ist gut für den Hinterkopf. Ansonsten lege ich die Karten auf den Tisch und erzähle ehrlich wieso ich mich für dieses und jenes entschieden habe. Ich bin mit mir und meinem Weg zufrieden und das kann das Unternehmen auch ruhig wissen. Habe auch noch keine negativen Reaktionen erlebt, alle haben sich über meine Offenheit gefreut und interessiert gefragt, keinesfalls wurde ich deshalb in die Zange genommen o.ä.. Ich denke aber auch, dass es daran liegt, dass ich eben progressiv mit dem Thema umgehe und es auch von mir aus anspreche.

Auf Stärken/Schwächen-Fragen oder ähnliches habe ich mich stichpunktartig vorbereitet. Ich habe mir Gedanken gemacht, aber nichts auswendig gelernt. Auf Spontaneität würde ich mich in Vorstellungsgesprächen nur wenig verlassen. Ich jedenfalls bin immer nervös und eigentlich bin ich ein recht entspannter Mensch.

Sonstiges: Wichtig finde ich auch, selbst Fragen vorzubereiten. Das signalisiert Interesse und eigentlich gibt es ja immer irgendetwas, das einen als Bewerber interessiert.
 

Benutzer18029 

Verbringt hier viel Zeit
Also das wäre mir neu. Woher hast du denn diese Information?
Hmm, hatte danach mal gegoogelt und diese Info gefunden. Siehe z.B. Vorstellungsgespräch: Ersatz von Vorstellungskosten. Solange nicht ausdrücklich bei der Einladung schon gesagt wird, dass Fahrtkosten nicht erstattet werden können, sind sie angeblich dazu verpflichtet.

Bist du derzeit arbeitslos gemeldet?
Nein. Will mit dem Kram nix zu tun haben.

Das ist aus deiner Bewerbung doch ersichtlich. Du musst möglichst überzeugend wirken in dem Punkt, dass du schnell lernst, neuen Aufgaben gewachsen bist und trotz keiner Praxiserfahrung nicht ungeeignet bist.
Und genau darum gehts doch, wie ich das darstellen soll. :zwinker:

Informier dich über das Unternehmen. Was zeichnet es aus? Marktführer, guter Ruf usw. Und dann bezieh dich darauf. Dass dir die Unternehmensphilosophie gefällt, dass die Firma einen guten Namen hat o.ä.
Dummerweise gibt die Homepage nicht viel her, bietet sehr wenige Informationen. Kurzer Abriss der Unternehmensgeschichte und was sie machen, das wars. Aussagen zu Unternehmensphilosophie etc. gibts nicht wirklich. :frown:

Ansonsten eine beliebte Eingangsfrage: Erzählen sie was über sich.
Darauf musst du vorbereitet sein!
Das meinte ich mit "Selbstpräsentation". :zwinker: Ich schreib die Tage was dazu auf und stell das hier rein.

Ich weiß nicht, wie kommunikativ du bist und wie spontan du Fragen beantworten kannst.
Eher nicht besonders gut. :frown:

Hast du jemanden, mit dem du üben kannst?
Leider nicht. :frown:
 

Benutzer13901  (46)

Grillkünstler
Hinsichtlich Fahrtkosten gibt es keine gesetzliche Regelung und wird von FIrma zu Firma unterschiedlich gehandhabt bei sehr großen Firmen werden die in der Regel übernommen. Da die auch wissen wo du wohnst wissen sie auch das du umziehen mußt. Auch hier gilt wieder es kommt auf die Firma an. Bei der Firma wo ich mcih mal beworben hab sagten die klipp und klar wenn wir wollen das sie sofort hier anfangen ist ihr Umzug unser Problem sie bekommen ein Hotelzimmer gestellt bis wir ne Wohnung für sie gefunden und den Umzug organisiert haben aber das ist eher bei amerikanisch geprägten Konzernen so.

zudem Rest kann ich nur sagen verhalt dich natürlich das schlimmste im Vorstellungsgespräch sind auswendig gelernte Antworten
 

Benutzer18029 

Verbringt hier viel Zeit
Das war aber vor allem in Firmen der Fall, bei denen es keine richtige Personalabteilung gibt.
Scheint in meinem Fall auch so zu sein, kleines Unternehmen und Gespräch wird offenbar vom Abteilungsleiter selbst geführt.

Also lieber nicht nachfragen, auch nicht nach dem Gespräch? (Davor wäre sicherlich nicht ratsam und würde komisch aussehen) 173 Euro sind nicht wenig für mich im Moment. :frown:

Umzug: Du hast dir ja sicher Gedanken gemacht, wie schnell ein Umzug in die neue Stadt möglich wäre.
Also konkret geplant hab ich noch nix, keine Ahnung wie schnell es ginge... Hängt hauptsächlich davon ab wie schnell ich ne möblierte Wohnung (hab keine eigenen Möbel!) in Stuttgart fände. Im Hotel wohnen etc. wäre anfangs natürlich ne Option, da würde ich aber echt auf finanzielle Unterstützung seitens Arbeitgeber hoffen. :hmm:

In meinem Fall waren eigentlich alle diesbezüglich sehr verständnisvoll, eine Firma hätte mir auch ein "Umzugspaket" bereit gestellt (=1 Monat möbliertes Appartement, Umzugsunternehmen, Makler)
OK, klingt schon mal gut. :smile:

Wenn du eingeladen wirst, ist die mangelnde Erfahrung schonmal kein absolutes K.O.-Kriterium. Irgendwas an dir muss schon geeignet sein für die Stelle. :zwinker:
Vielleicht hat sich nur sonst bisher kein gescheiter Bewerber gemeldet... :grin:

Ich denke aber auch, dass es daran liegt, dass ich eben progressiv mit dem Thema umgehe und es auch von mir aus anspreche.
Hmm, man muss es wohl nur überzeugend verkaufen können...

Sonstiges: Wichtig finde ich auch, selbst Fragen vorzubereiten. Das signalisiert Interesse und eigentlich gibt es ja immer irgendetwas, das einen als Bewerber interessiert.
Da es keine Detailinformationen zum Traineeprogramm gibt drängen sich Fragen da geradezu auf. Kann aber natürlich sein, dass im Gespräch dann schon alles erklärt wird. Muss man denn unbedingt noch was haben was man fragen kann? Ich mein, wenn alle Fragen schon geklärt wurden, sollte man dann noch irgendwas in der Hinterhand haben auch wenn es einen gar nicht so sehr interessiert, nur um irgendwas fragen zu können? :hmm:
 
G

Benutzer

Gast
Scheint in meinem Fall auch so zu sein, kleines Unternehmen und Gespräch wird offenbar vom Abteilungsleiter selbst geführt.

Also lieber nicht nachfragen, auch nicht nach dem Gespräch? (Davor wäre sicherlich nicht ratsam und würde komisch aussehen) 173 Euro sind nicht wenig für mich im Moment. :frown:

Ich finde das total schwierig. Wie gesagt, ich habe selbst nicht nachgefragt, hatte aber nur sehr geringe Kosten. Sonst hatte ich zweimal schon bei der Einladung am Telefon gefragt, ob etwas übernommen wird und mich dann nach günstigen Alternativen umgesehen.


Also konkret geplant hab ich noch nix, keine Ahnung wie schnell es ginge... Hängt hauptsächlich davon ab wie schnell ich ne möblierte Wohnung (hab keine eigenen Möbel!) in Stuttgart fände. Im Hotel wohnen etc. wäre anfangs natürlich ne Option, da würde ich aber echt auf finanzielle Unterstützung seitens Arbeitgeber hoffen. :hmm:

Es wird sicher im Gespräch nochmal zum Thema werden. Man kann da ganz gut anschneiden à la: "Prinzipiell kann ich sofort anfangen, abhöngig davon, wann ich eine Wohnmöglichkeit in Stuttgart finde."


Hmm, man muss es wohl nur überzeugend verkaufen können...

Auf jeden Fall. Es sollte nicht sein "hmjoa ich hatte irgendwie auch gar keine Lust und wusste auch nicht so recht...bla." In deinem Fall finde ich ein "Lange Zeit habe ich meine Zukunft in der Wissenschaft/Forschung gesehen und meine Ausbildung ganz darauf ausgerichtet. Dann kam ich in die Situation, dass ..X.., deshalb möchte ich mich jetzt und zukünftig auf Y konzentrieren."

Ich würde sagen: Das ist ja nichts schlimmes, wenn man sich neu orientiert. Solange es nicht alle 2 Jahre vorkommt ist das nichts weiter als eine Kurskorrektur. Jeder kann sich mal verfahren. :smile: "Umwege erhöhen die Ortskenntnis" :zwinker:


Da es keine Detailinformationen zum Traineeprogramm gibt drängen sich Fragen da geradezu auf. Kann aber natürlich sein, dass im Gespräch dann schon alles erklärt wird. Muss man denn unbedingt noch was haben was man fragen kann? Ich mein, wenn alle Fragen schon geklärt wurden, sollte man dann noch irgendwas in der Hinterhand haben auch wenn es einen gar nicht so sehr interessiert, nur um irgendwas fragen zu können? :hmm:

Wie gesagt, bei mir gab es _immer_ etwas, und wenn es nur die Frage war, wie der Gesprächspartner selbst zur Firma gekommen ist. Du kannst natürlich auch schon im Gespräch Zwischenfragen stellen.
Für mich sind immer auch Fragen wichtig: Wie schnell kann/soll in welchen Bereichen Verantwortung übernommen werden? Woran wird Leistung gemessen? Gibt es Bestandteile variabler Vergütung? Auf welche Kompetenzen wird besonders Wert gelegt? Wie wird das Arbeitsklima beschrieben?
 

Benutzer7157 

Sehr bekannt hier
mit den fahrtkosten würde ich nach dem gespräch spontan entscheiden, ob ich das frage. mal schauen wie die stimmung ist und wie der abteilungsleiter so drauf ist. natürlich ist das viel geld für einen arbeitslosen, anderseits auch nicht so viel geld, als dass man den job damit riskieren wollte.
 

Benutzer18889 

Beiträge füllen Bücher
Würdest du dich arbeitslos melden, würde das Arbeitsamt dir auch die Kosten für die Bahnfahrt erstatten. Ich würde das also in Erwägung ziehen.
 

Benutzer32843 

Sehr bekannt hier
Und du sagst dass es eine Traineestelle ist, die werden im Allgemeinen ja nicht an Leute mit 10 Jahren relevanter Berufserfahrung vergeben, von da her würd ich mir keine allzu grossen Sorgen bezüglich deiner mangelnden Berufserfahrung machen...
 

Benutzer18029 

Verbringt hier viel Zeit
Ich finde das total schwierig. Wie gesagt, ich habe selbst nicht nachgefragt, hatte aber nur sehr geringe Kosten.
Bei mir ist es eben nicht so wenig, das fände ich schon ärgerlich auf den Kosten sitzen zu bleiben, zumindest dann wenn es nix wird mit dem Job. :frown:

Sonst hatte ich zweimal schon bei der Einladung am Telefon gefragt, ob etwas übernommen wird und mich dann nach günstigen Alternativen umgesehen.
Das wollte ich bewusst nicht, vorher schon fragen. Das macht doch sicher nen schlechten Eindruck. :eek:

Es sollte nicht sein "hmjoa ich hatte irgendwie auch gar keine Lust und wusste auch nicht so recht...bla."
Wäre aber authentisch. :totlach:

In deinem Fall finde ich ein "Lange Zeit habe ich meine Zukunft in der Wissenschaft/Forschung gesehen und meine Ausbildung ganz darauf ausgerichtet. Dann kam ich in die Situation, dass ..X.., deshalb möchte ich mich jetzt und zukünftig auf Y konzentrieren."
So einen plötzlichen Auslöser gab es nicht, war eher so ein schleichender Prozess. Ich hab einfach gemerkt, dass ich zu dumm für universitäre Forschung bin. An der Uni bleiben hat nur Sinn wenn man sicher es irgendwann Professor zu werden, sonst hat man nur befristete Stellen. Und ich werde nie Professor.

Du kannst natürlich auch schon im Gespräch Zwischenfragen stellen.
Ist das wirklich ratsam? Ich dachte immer, der Personaler ist derjenige der Fragen stellt und am Ende (und nur dann) hat man Gelegenheit eigene Fragen loszuwerden. :ratlos:

Wie schnell kann/soll in welchen Bereichen Verantwortung übernommen werden? Woran wird Leistung gemessen? Gibt es Bestandteile variabler Vergütung? Auf welche Kompetenzen wird besonders Wert gelegt? Wie wird das Arbeitsklima beschrieben?
Ja, klingt gut, danke. :smile: (Bis auf das mit dem Arbeitsklima, da wird doch niemand sagen "Das Arbeitsklima ist scheiße, die Kollegen mobben sich alle gegenseitig" sagen. :zwinker: Glaube kaum, dass man da ne ehrliche Antwort bekommen wird. Außer es ist wirklich alles toll.)

mit den fahrtkosten würde ich nach dem gespräch spontan entscheiden, ob ich das frage. mal schauen wie die stimmung ist und wie der abteilungsleiter so drauf ist. natürlich ist das viel geld für einen arbeitslosen, anderseits auch nicht so viel geld, als dass man den job damit riskieren wollte.
Also den Abteilungsleiter selbst fragen hatte ich ja auch nicht vor, das wäre denke ich in jedem Fall seltsam ihm mit sowas zu kommen. Ich dachte eher daran, nach dem Gespräch die Sekretärin mit der ich auch den Termin vereinbart habe mal zu fragen, wenn keine Aussage dazu kam. :zwinker:

Würdest du dich arbeitslos melden, würde das Arbeitsamt dir auch die Kosten für die Bahnfahrt erstatten. Ich würde das also in Erwägung ziehen.
Äh, also nur deswegen Hartz IV beziehen damit mir Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch erstattet werden? :ratlos: Nee, danke. Außerdem will ich kein Geld vom Staat für irgendwas. Dass der Arbeitgeber, der zum Gespräch eingeladen hat, bezahlt (oder sich wenigstens an den Kosten beteiligt) finde ich irgendwie nachvollziehbar und gerecht. Ist ja seitens des Arbeitgebers auch eine Investition in zukünftige Arbeitskräfte. Aber warum soll der Steuerzahler dafür aufkommen? Wer hat sich das denn überhaupt ausgedacht, dass das Amt dafür bezahlt? :ratlos: :rolleyes:

Und du sagst dass es eine Traineestelle ist, die werden im Allgemeinen ja nicht an Leute mit 10 Jahren relevanter Berufserfahrung vergeben, von da her würd ich mir keine allzu grossen Sorgen bezüglich deiner mangelnden Berufserfahrung machen...
Ja gut, das stimmt schon, aber es geht vor allem auch darum plausibel darstellen zu können warum man vom akademischen Betrieb weg und in den Bereich hineinwill ohne jemals durch Praktika o.ä. fundierte Einblicke ins Berufsleben erhalten zu haben. Ist doch jedem klar, dass das nix mit zielstrebiger Planung zu tun hatte. Wer von Anfang an nach Diplom oder Promotion plant in die Wirtschaft zu gehen von dem müsste man eigentlich doch erwarten können sich schonmal solche Einblicke verschafft zu haben. :confused:
 
G

Benutzer

Gast
Das wollte ich bewusst nicht, vorher schon fragen. Das macht doch sicher nen schlechten Eindruck. :eek:

Habe damit keine negativen Erfahrungen gemacht. Halt einfach am Ende des Gesprächs höflich nachgefragt wie es in der Firma gehandhabt wird und gut ist. Macht ja schon einen Unterschied ob man ICE fährt oder mit dem Länderticket.

Ist das wirklich ratsam? Ich dachte immer, der Personaler ist derjenige der Fragen stellt und am Ende (und nur dann) hat man Gelegenheit eigene Fragen loszuwerden. :ratlos:

:ratlos::ratlos: Das ist doch kein Verhör. Ich habe mittlerweile so viel Selbstbewusstsein, dass mir ein Vorstellungsgespräch nicht nur dazu dient, dass das Unternehmen mich auseinandernimmt und guckt ob ich zu denen passe. Ich frage auch was mich interessiert (und zwar dann, wenn es passt) und entscheide, ob das Unternehmen zu mir passt. Ist also ein gegenseitiges Kennenlernen. Wenn es bspw. bei einer Tätigkeit darum geht, dass man viel innerhalb des Unternehmens koordinieren muss frage ich schon direkt nach, ob es dafür formalisierte Abläufe gibt, oder "sich das so ergibt".

Ja, klingt gut, danke. :smile: (Bis auf das mit dem Arbeitsklima, da wird doch niemand sagen "Das Arbeitsklima ist scheiße, die Kollegen mobben sich alle gegenseitig" sagen. :zwinker: Glaube kaum, dass man da ne ehrliche Antwort bekommen wird. Außer es ist wirklich alles toll.)

Ich bilde mir ein, dass ich schon relativ gut abschätzen kann, ob jemand auf diese Frage wahrheitsgemäß/wahrheitsnah antwortet oder nicht. In Firmen, wo das Arbeitsklima nicht so tolle war, verlor man sich da schnell in Floskeln. Wenn wirklich alles super ist, sind die Leute bei dem Thema sehr entspannt und plaudern auch ein wenig.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Das Amt bzw. der Staat finanziert dir ja keine Urlaubsreise, sondern will dich dabei unterstützen, eine neue Arbeit zu finden. Deswegen bezahlt er eben mitunter auch Fahrtkosten, damit du dich in einem Vorstellungsgespräch um einen Job bemühen kannst.
Ich gehe nicht davon aus, dass du ein Schnorrer bist, der keinen Bock hat zu arbeiten. Was ist also verwerflich daran, Hartz IV zu beziehen? Die meisten Arbeitslosen können sich ein Leben ohne die Unterstützung vom Staat nicht leisten und das finde ich grundsätzlich auch keine Schande. Die Rechnung ist ja ganz einfach: Die Ausgaben bleiben, das Einkommen fällt weg.
Und in diese Situation kann letztlich jeder kommen!

Aber das ist jetzt mehr off-topic.

Die Problematik mit den Fahrtkosten kannst du pauschal nicht lösen.
Klar sind 173 Euro viel Geld, aber mit einer Frage nach Fahrtkostenerstattung kannst du eben auch ziemlcih ins Fettnäpfchen treten.
Warte einfach mal das Gespräch ab und dann siehst du schon wie es läuft, wie die Leute drauf sind, was für ein Gefühl du hast usw.
 

Benutzer18029 

Verbringt hier viel Zeit
Was haltet ihr vom folgenden Entwurf für die Selbstpräsentation am Anfang des Gesprächs? Kommt mir irgendwie zu lang vor (ich habs mal ausprobiert, da bräuchte ich so ca. 3 1/2 Minuten für, das ist zuviel, oder? Ich denke eher, da muss man in 1-2 Minuten das Wichtigste kurz und knackig auf den Punkt bringen, oder?), ich weiß aber auch nicht was ich da weglassen soll. Und der letzte Satz kommt mir auch irgendwie als Abschluss schwach vor, nur ich weiß nicht was man da sonst sagen könnte.

Inhaltlich soweit OK? Irgendwas zu lang/zu kurz dargestellt? Irgendwas unvorteilhaft ausgedrückt?

Mein Name ist xxx, ich bin 29 Jahre alt und kam als Sohn von Gastarbeitern aus dem ehemaligen Jugoslawien im münsterländischen xxx auf die Welt. Ich habe dort das Gymnasium besucht und schon während der Schulzeit wurde mir klar dass ich ein mathematisches oder naturwissenschaftliches Fach studieren möchte. 2001 hatte ich mein Abitur mit Note xxx bestanden und da ich wegen meiner kroatischen Staatsbürgerschaft nicht wehrpflichtig war, konnte ich bereits im folgenden Wintersemester mein Studium beginnen. Ich entschied mich für Physik als Studienfach weil ich es als Schulfach schon faszinierend fand und mir die Anwendung der Mathematik auf interessante und anspruchsvolle Fragestellungen besonders reizvoll erschien.
Im Hauptstudium habe ich als Schwerpunkt die theoretische Elementarteilchenphysik gewählt weil man sich dabei mit sehr fundamentalen Fragestellungen auseinandersetzt und ich das Gebiet faszinierend fand. In meiner Diplomarbeit befasste ich mich mit gewissen Aspekten der Physik des frühen Universums und musste mich dabei auch intensiv mit numerischen Rechnungen beschäftigen. Hierbei konnte ich auch erste Programmiererfahrungen in Fortran sammeln.
Da das Spektrum möglicher Forschungsthemen in Dortmund relativ eingeschränkt war, entschied ich mich die Doktorarbeit an einer anderen Universität anzufertigen. Ich habe mich bundesweit bei verschiedenen Arbeitsgruppen beworben und wurde schließlich am Internationalen Graduiertenkolleg Bielefeld-Paris als Doktorand angenommen. In meiner Dissertation konnte ich teilweise an meine Diplomarbeit anknüpfen, die Rechnungen waren aber methodisch weitaus anspruchsvoller und auch die numerische Behandlung stellte eine größere Herausforderung dar. Neben der Programmierung in Fortran und C/C++ habe ich hierbei auch intensiv vom Softwarepaket Mathematica Gebrauch gemacht. Als Stipendiat des Graduiertenkollegs konnte ich ferner durch einen Forschungsaufenthalt an unserem Partnerinstitut in Orsay bei Paris erste Auslandserfahrung sammeln. Zudem konnte ich wiederholt an Konferenzen und Workshops im In- und Ausland teilnehmen und meine Arbeit präsentieren.
Das Forschungsvorhaben war letztlich zu umfangreich und komplex um in dem vorgesehenen Zeitrahmen zum Abschluss gebracht zu werden und daher wurde ich noch für fünf Monate als wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt. In dieser Zeit konnten wir eine weitere Publikation fertigstellen und ich hatte darüber hinaus die Gelegenheit mehrere Bachelorarbeiten innerhalb der Arbeitsgruppe zu begutachten. Eine dieser Bachelorarbeiten, die thematisch eng an Teilaspekte meiner Dissertation angelehnt war, konnte ich ferner überwiegend eigenständig betreuen, wobei ich auch die Zielsetzung der Arbeit vorgeschlagen hatte. Mit Ablauf des Jahres 2010 lief mein Vertrag dann aus, das Kapitel Universität ist seitdem abgeschlossen und nun möchte ich mich neuen beruflichen Herausforderungen stellen.
 
G

Benutzer

Gast
Ich würde am Anfang kürzen - das kann man weitgehend deinem Lebenslauf entnehmen. Die letzten Abschnitte zu deiner Uni-Karriere (besonders der letzte Absatz) fand ich aber interessant zu lesen.
 

Benutzer18029 

Verbringt hier viel Zeit
:ratlos::ratlos: Das ist doch kein Verhör.
Aber auch kein Gespräch auf Augenhöhe. Im Grunde ist das doch vergleichbar mit einer mündlichen Prüfung an ner Uni. Stelle ich mir jedenfalls so vor. :ratlos: Zwischendurch schon nachhaken und Fragen stellen käme mir irgendwie zu forsch vor, keine Ahnung.

Ich frage auch was mich interessiert (und zwar dann, wenn es passt) und entscheide, ob das Unternehmen zu mir passt.
Wenn du es dir leisten kannst, prima. :zwinker: Ich brauche bald einen Job sonst bin ich pleite und kann mir nen Platz unter der Brücke reservieren.

Das Amt bzw. der Staat finanziert dir ja keine Urlaubsreise, sondern will dich dabei unterstützen, eine neue Arbeit zu finden. Deswegen bezahlt er eben mitunter auch Fahrtkosten, damit du dich in einem Vorstellungsgespräch um einen Job bemühen kannst.
Ich finde das geht den Staat nix an, ist Sache des Arbeitgebers und Arbeitnehmers.

Was ist also verwerflich daran, Hartz IV zu beziehen?
Hartz IV bzw. vergleichbares Geld fürs Arbeitslos-sein finde ich falsch und lehne es aus Prinzip ab. Aber das würde jetzt wirklich off-topic, lassen wir das bitte. Oder über PM...

Klar sind 173 Euro viel Geld, aber mit einer Frage nach Fahrtkostenerstattung kannst du eben auch ziemlcih ins Fettnäpfchen treten.
Ich suche ja nach ner möglichst diplomatischen Art das Thema zur Sprache zu bringen wenn es nicht von Seiten des Arbeitgebers kommt (was ja auch Nachlässigkeit sein kann und nicht unbedingt die Absicht nicht zahlen zu wollen). Ich hatte z.B. noch nachgefragt wie lange die Gespräche üblicherweise dauern, mit der Begründung ich müsste wissen wie ich die Bahnfahrt buchen soll. Eigentlich ging es mir nur darum die Sekretärin indirekt auf das Thema zu bringen um dann vielleicht eine Aussage dazu zu bekommen. Hat aber nicht funktioniert. :frown:

---------- Beitrag hinzugefügt um 22:21 -----------

Ich würde am Anfang kürzen - das kann man weitgehend deinem Lebenslauf entnehmen. Die letzten Abschnitte zu deiner Uni-Karriere (besonders der letzte Absatz) fand ich aber interessant zu lesen.
Ich komme ja gar nicht nach mit Antworten... :grin:

Was meinst du denn sollte ich weglassen? Erst beim Studium anfangen? Das kommt mir zu abrupt vor. :ratlos:
 

Benutzer7078 

Sehr bekannt hier
wenn du den text in 3 1/2 minuten runterleierst, dann ratterst du nur so dadurch, für das dingen brauchst du realistisch betrachtet knapp 10 minuten in einem gespräch.

davon abgesehen, wenn du das auswendig lernst, dann merkt der abteilungsleiter das.
Mein Name ist xxx, ich bin 29 Jahre alt und kam als Sohn von Gastarbeitern aus dem ehemaligen Jugoslawien im münsterländischen xxx auf die Welt. Ich habe dort das Gymnasium besucht und schon während der Schulzeit wurde mir klar dass ich ein mathematisches oder naturwissenschaftliches Fach studieren möchte. 2001 hatte ich mein Abitur mit Note xxx bestanden und da ich wegen meiner kroatischen Staatsbürgerschaft nicht wehrpflichtig war, konnte ich bereits im folgenden Wintersemester mein Studium beginnen. Ich entschied mich für Physik als Studienfach weil ich es als Schulfach schon faszinierend fand und mir die Anwendung der Mathematik auf interessante und anspruchsvolle Fragestellungen besonders reizvoll erschien.
Im Hauptstudium habe ich als Schwerpunkt die theoretische Elementarteilchenphysik gewählt weil man sich dabei mit sehr fundamentalen Fragestellungen auseinandersetzt und ich das Gebiet faszinierend fand. In meiner Diplomarbeit befasste ich mich mit gewissen Aspekten der Physik des frühen Universums und musste mich dabei auch intensiv mit numerischen Rechnungen beschäftigen. Hierbei konnte ich auch erste Programmiererfahrungen in Fortran sammeln.
Da das Spektrum möglicher Forschungsthemen in Dortmund relativ eingeschränkt war, entschied ich mich die Doktorarbeit an einer anderen Universität anzufertigen. Ich habe mich bundesweit bei verschiedenen Arbeitsgruppen beworben und wurde schließlich am Internationalen Graduiertenkolleg Bielefeld-Paris als Doktorand angenommen. In meiner Dissertation konnte ich teilweise an meine Diplomarbeit anknüpfen, die Rechnungen waren aber methodisch weitaus anspruchsvoller und auch die numerische Behandlung stellte eine größere Herausforderung dar. Neben der Programmierung in Fortran und C/C++ habe ich hierbei auch intensiv vom Softwarepaket Mathematica Gebrauch gemacht. Als Stipendiat des Graduiertenkollegs konnte ich ferner durch einen Forschungsaufenthalt an unserem Partnerinstitut in Orsay bei Paris erste Auslandserfahrung sammeln. Zudem konnte ich wiederholt an Konferenzen und Workshops im In- und Ausland teilnehmen und meine Arbeit präsentieren.
Das Forschungsvorhaben war letztlich zu umfangreich und komplex um in dem vorgesehenen Zeitrahmen zum Abschluss gebracht zu werden und daher wurde ich noch für fünf Monate als wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt. In dieser Zeit konnten wir eine weitere Publikation fertigstellen und ich hatte darüber hinaus die Gelegenheit mehrere Bachelorarbeiten innerhalb der Arbeitsgruppe zu begutachten. Eine dieser Bachelorarbeiten, die thematisch eng an Teilaspekte meiner Dissertation angelehnt war, konnte ich ferner überwiegend eigenständig betreuen, wobei ich auch die Zielsetzung der Arbeit vorgeschlagen hatte. Mit Ablauf des Jahres 2010 lief mein Vertrag dann aus, das Kapitel Universität ist seitdem abgeschlossen und nun möchte ich mich neuen beruflichen Herausforderungen stellen.

alles rote muß raus.

dann notiere dir stichpunkte und stelle dich vor einen spiegel und fange an frei zu reden, schau dich im spiegel an und versuche deine präsentation abzuhandeln. schau dabei am anfang auf die uhr und am ende und du wirst merken, das du immer noch deutlich mehr als 5 minuten reden wirst.

davon abgesehen. eine selbstpräsentation, gerne auch als erzählen sie etwas über sich selbst etc., soll immer auch die motivation für entsprechenden schritte enthalten. die hast du teilweise sehr gut mit drin. warum welches studienfach etc. aber den schluß mußt du besser verpacken, da ist der vorschlag der hier gemacht wurde schon sehr gut. es geht nicht immer nur um die pure wahrheit, sondern um etwas was auch glaubhaft klingt und vermittelt werden kann.
 

Benutzer84947 

Verbringt hier viel Zeit
Du machst dich unnötig total verrückt....wenn du das Gespräch hinter dir hast wirst du garantiert denken "hmm das wars schon?".

Kannst du denn insgesamt gut reden? Kannst du dich gut ausdrücken und hast keine Scheu mit Menschen allgemein zu reden? Dann wirst du bei einem Vorstellungsgespräch auch keine Probleme haben.
Wer da sozial einigermaßen kompatibel ist kann auch das Gegenüber einschätzen und dementsprechend auch locker zwischendurch Fragen stellen oder sogar auch mal einen lustigen Kommentar abgeben.

Mach dich nicht so verrückt, dass du dann einen Stock im Hintern hast, sondern sei locker und offen für alles was kommt. Ich würde die Selbstdarstellung auch nicht aufschreiben und dann trainieren, sondern vielleicht einmal im Kopf durchgehen. Niemand ist perfekt und niemand hat auf jede Frage die perfekte Antwort, Natürlichkeit und Authentizität sind wichtig, sei du selbst, nicht verstellen.

Wenn du es dir leisten kannst, prima. :zwinker: Ich brauche bald einen Job sonst bin ich pleite und kann mir nen Platz unter der Brücke reservieren.
Gut, dass in Deutschland niemand unter die Brücke muss.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Und dann sind da natürlich noch die ganzen Fragen die kommen könnten... Was mir vor allem Sorgen macht ist dass ich Null Praxiserfahrung habe, kein Praktikum oder Nebenjob oder sowas. Ich weiß nicht was ich da plausibles sagen soll, darauf ansprechen warum ich nicht im akademischen Betrieb bleibe und dann aber keine Praktika etc. gemacht habe, wird er mich bestimmt. Im Grunde liegt es daran dass ich viel zu lange dachte ich bleibe an der Uni und sowas daher nicht für nötig hielt. Und während der Doktorarbeit ist mir dann klar geworden dass ich für die Forschung nicht tauge, dann wars aber schon zu spät um Praxiserfahrung zu sammeln. Bloß so kann ich das bestimmt nicht sagen. :frown:
Sei doch in sofern ehrlich, dass du erst mal während dem Studium eher vor hattest, eine akademische Karriere zu machen. - Aber dann kannst du ja den Spieß rumdrehen: Gegen Ende des Studiums hast du bemerkt, dass es in der Wirtschaft deutlich attraktivere Möglichkeiten für dich gibt und dass dank dieser späten Erkenntnis eben leider keine Zeit mehr übrig war, um Praxiserfahrung zu sammeln.
Aber natürlich kannst du auch erwähnen, dass du bei der Promotion gemerkt hast, dass dir eine Uni-Karriere doch nicht so zusagt wie du es dir vorher vorgestellt hast.
Ich würde an deiner Stelle nur nicht erwähnen, dass du dich für zu blöd für eine Uni-Karriere hältst.
Äh, also nur deswegen Hartz IV beziehen damit mir Fahrtkosten zum Vorstellungsgespräch erstattet werden? :ratlos: Nee, danke. Außerdem will ich kein Geld vom Staat für irgendwas. Dass der Arbeitgeber, der zum Gespräch eingeladen hat, bezahlt (oder sich wenigstens an den Kosten beteiligt) finde ich irgendwie nachvollziehbar und gerecht. Ist ja seitens des Arbeitgebers auch eine Investition in zukünftige Arbeitskräfte. Aber warum soll der Steuerzahler dafür aufkommen? Wer hat sich das denn überhaupt ausgedacht, dass das Amt dafür bezahlt? :ratlos: :rolleyes:
Das ist doch eine ganz einfache Überlegung: Der Staat möchte, dass ihm der Arbeitslose möglichst bald nicht mehr auf der Tasche liegt - also zahlt er dem Arbeitslosen die Fahrtkosten, so dass fehlendes Geld für die Fahrtkosten kein Grund für den Arbeitslosen ist, nicht zum (weiter entfernten) Vorstellungsgespräch zu gehen.
Aber auch kein Gespräch auf Augenhöhe. Im Grunde ist das doch vergleichbar mit einer mündlichen Prüfung an ner Uni. Stelle ich mir jedenfalls so vor. :ratlos: Zwischendurch schon nachhaken und Fragen stellen käme mir irgendwie zu forsch vor, keine Ahnung.
Warum solllte das wie eine Prüfung für dich sein? - Das Unternehmen will dich kennenlernen, um zu wissen, ob du für die ausgeschriebene Stelle geeignet bist und du willst das Unternehmen kennenlernen, um zu wissen, ob das Unternehmen für dich in Frage kommt.
 

Benutzer18029 

Verbringt hier viel Zeit
wenn du den text in 3 1/2 minuten runterleierst, dann ratterst du nur so dadurch, für das dingen brauchst du realistisch betrachtet knapp 10 minuten in einem gespräch.
10 Minuten? Quatsch. :ratlos: Ich habs ja gestern ausprobiert und dabei auch nicht einfach nur abgelesen. Und das waren schon so ca. 3 1/2 Minuten. Ich sag dann ja inhaltlich wirklich nur das was da steht und schweife nicht ab und labere überall noch was dazwischen.

davon abgesehen, wenn du das auswendig lernst, dann merkt der abteilungsleiter das.
Also wortwörtlich auswendig lernen wollte ich das auch gar nicht, nur ich musste es halt mal einmal komplett ausformulieren um hier was zur Diskussion reinstellen zu können. :zwinker:


alles rote muß raus.
OK, also Abiturnote ist echt Unsinn, keine Ahnung warum ich das mit drin hatte. :grin: Ich dachte immer, Angaben zu Wehr- bzw. Zivildienst gehören bei männlichen Bewerbern immer mit dazu? Außerdem stolpert man doch darüber dass ich 2001 Abi gemacht und dann im selben Jahr schon studiert habe. Nicht dass da irgendwelche Spekulationen aufkommen ich hätte körperliche oder psychische Gebrechen und wäre ausgemustert worden. Deswegen wollte ich das erwähnen. :ratlos:
Warum soll ich das mit dem bundesweit auf Doktorandenstellen beworben weglassen? Ich hatte das erwähnen wollen um deutlich zu machen dass ich nicht einfach eine der nächstgelegenen Unis gewählt habe (von Dortmund nach Bielefeld, echt weit rumgekommen kann man sich ja denken...). Meinst du ich solle es so darstellen dass ich natürlich nur da hinwollte und es dann auch geschafft habe, oder wie? :hmm:
Und wie soll ich dann eigentlich anfangen? Mit dem Satz dass ich während der Schulzeit schon wusste was ich studieren will kann man doch keine Vorstellung anfangen, das klingt für mich total merkwürdig. :ratlos::ratlos::ratlos:

aber den schluß mußt du besser verpacken, da ist der vorschlag der hier gemacht wurde schon sehr gut
Welchen Vorschlag meinst du?

Kannst du denn insgesamt gut reden? Kannst du dich gut ausdrücken und hast keine Scheu mit Menschen allgemein zu reden?
Würde ich eher nicht von mir behaupten. :ashamed:

Niemand ist perfekt und niemand hat auf jede Frage die perfekte Antwort, Natürlichkeit und Authentizität sind wichtig, sei du selbst, nicht verstellen.
Wie gesagt, in Bewerbungsforen hab ich da eben auch gelesen dass das Gegenüber es oft auch als mangelnde Vorbereitung auslegt und denkt man hat das Gespräch nicht ernst genug genommen wenn man keine guten Antworten geben kann. Klar ist die Menge der denkbaren Fragen gewaltig aber auch von den komischen und fiesen Fragen kommen einige wohl oft vor und man sollte genau wissen was man da antworten kann und was nicht.

Gegen Ende des Studiums hast du bemerkt, dass es in der Wirtschaft deutlich attraktivere Möglichkeiten für dich gibt und dass dank dieser späten Erkenntnis eben leider keine Zeit mehr übrig war, um Praxiserfahrung zu sammeln.
Hmm, klingt an sich nicht schlecht, aber ich weiß nicht ob ich das überzeugend vortragen könnte. Außerdem legt es die Frage nahe, warum ich das dann erst so spät gemerkt haben will und ich vorher so gedankenlos durchs Leben gegangen will und gar nicht an die berufliche Zukunft gedacht habe. :hmm:

Aber natürlich kannst du auch erwähnen, dass du bei der Promotion gemerkt hast, dass dir eine Uni-Karriere doch nicht so zusagt wie du es dir vorher vorgestellt hast.
Wäre ehrlicher-nur wird er dann nicht fragen warum er davon ausgehen soll dass ich nicht im Laufe des Traineeprogramms wieder sage es ist nicht das Richtige und dann gehe? Sprich: Keine klaren Ziele und Vorstellungen, macht mal irgendwas und merkt dann hinterher dass er das nicht doch gar nicht machen will. :frown:

Ich würde an deiner Stelle nur nicht erwähnen, dass du dich für zu blöd für eine Uni-Karriere hältst.
LOL, nee, keine Sorge, so blöd bin ich nun nicht dass ich das sagen würde. :grin:

Warum solllte das wie eine Prüfung für dich sein?
Richtige Antworten gegeben und sich im Sinne des Arbeitgebers präsentiert => bestanden (man kriegt den Job), schlechte Antworten gegeben und sich unvorteilhaft präsentiert => durchgefallen (ein anderer kriegt den Job). Irgendwie klare Analogie. :zwinker:

Das Unternehmen will dich kennenlernen, um zu wissen, ob du für die ausgeschriebene Stelle geeignet bist und du willst das Unternehmen kennenlernen, um zu wissen, ob das Unternehmen für dich in Frage kommt.
Also solange sich das nicht als irgendein Mist herausstellt (Detailinfos zum Traineeprogramm gibt es ja wie gesagt auf der Homepage gar nicht, im Grunde weiß ich also noch gar nicht so recht was mich genau erwartet) der so gar nicht geht wäre ich schön blöd das nicht anzunehmen wenn ich die Stelle haben könnte. Den Luxus solange zu suchen bis ich den Traumjob gefunden habe kann ich mir nicht leisten, zumal ich nicht davon ausgehe noch viele weitere Chancen zu bekommen. :hmm:
 
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