Vorsorgeuntersuchungen bei jungen Männern

Benutzer185449  (21)

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Hallo zusammen,
ich habe gestern mit einem Freund über das Thema Vorsorgeuntersuchungen gesprochen. Wir Frauen gehen ja schon recht früh regelmäßig hin, aber bei Männern gibt es unter 35 kein wirkliches Angebot. Wäre es nicht total sinnvoll, dass Männer ab 16 oder so wie wir Frauen auch regelmäßig zur Untersuchung von Hoden, Prostata, etc. gehen? Es gibt ja durchaus viele junge Männer, die da auch Tumore entwickeln.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Selbst abtasten :zwinker:

Und Prostatatumore bei Männern unter 35 sind meines Wissens seltener als ein Sechser im Lotto.
 

Benutzer184056  (16)

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Ich meine das ab dem 40 Lebensjahr empfohlen wird sich jährlich die Prostata untersuchen zulassen, weil das Risiko höher ist dort an Krebs zuerkranken als jüngere Männer.

Aber sonst muss man da nicht hin. Ich persönlich war auch noch nie beim Urologen und habe auch nicht vor da mal hinzugehen.🤷‍♂️
 

Benutzer172636 

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Die Frage wäre auch, ob es dafür auch genügend Kapazitäten auf der Seite der urologischen Praxen gibt.
Eine regelmäßige Untersuchung wäre vielleicht eher interessant, um die Angst vor urologischen Untersuchungen abzubauen und damit es für Männer normaler wird, auch wegen schambehafteten Dingen zum Arzt zu gehen. Womöglich wäre dann aber eine Untersuchung auf STDs sinnvoll, wobei man dann wahrscheinlich eher einen Blick auf die Hautarztpraxien werfen müsste.
Außerdem könnten auch Verhütungsfragen angesprochen werden, ansonsten gäbe es dafür auch noch die J2.
 

Benutzer20341 

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Aber sonst muss man da nicht hin. Ich persönlich war auch noch nie beim Urologen und habe auch nicht vor da mal hinzugehen.🤷‍♂️
Mit 16 denkt man so, klar. Aber werd erstmal älter, bekomm mal Nierensteine oder sowas dann gehst du auch zu Vorsorgeuntersuchungen beim Urologen. Ich hatte dieses Jahr grade eine OP deswegen daher brauch ich da jetzt noch nicht wieder hin aber spätestens nächstes Jahr wollt ich das vorsorglich nachgucken lassen. Sowas will man nicht mehrmals durchmachen :zwinker:
 

Benutzer184056  (16)

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Mit 16 denkt man so, klar. Aber werd erstmal älter, bekomm mal Nierensteine oder sowas dann gehst du auch zu Vorsorgeuntersuchungen beim Urologen. Ich hatte dieses Jahr grade eine OP deswegen daher brauch ich da jetzt noch nicht wieder hin aber spätestens nächstes Jahr wollt ich das vorsorglich nachgucken lassen. Sowas will man nicht mehrmals durchmachen :zwinker:
Kann mir auch vorstellen das das sehr unangenehm ist. Mein Opa hatte das mal er hat auch gesagt das ,das kein Spaß ist. Aber solange ich ja nichts habe muss ich da ja nicht hin oder nicht?
 

Benutzer179726 

Sorgt für Gesprächsstoff
Mach nur, ungesunde Entwicklungen verlaufen immer besser und folgenlos, je länger man sie ignoriert oder nicht bemerkt und im Idealfall stellt man fest, dass man ein Problem hat, ist aber zu feige zum Dok zu gehen. Aussitzen ist dann optimal.

Läuft.
 

Benutzer20341 

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Man muss natürlich nicht. Das ist schon freiwillig. Aber eine Vorsorgeuntersuchung hat ja eigentlich zum Ziel mögliche Beschwerden zu erkennen bevor sie eintreten und darum gehts ja hier.
 

Benutzer184056  (16)

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Mach nur, ungesunde Entwicklungen verlaufen immer besser und folgenlos, je länger man sie ignoriert oder nicht bemerkt und im Idealfall stellt man fest, dass man ein Problem hat, ist aber zu feige zum Dok zu gehen. Aussitzen ist dann optimal.

Läuft.
Meinst du mich oder jemand anderen?
 

Benutzer87573 

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Ich fände es sehr sinnvoll, wenn es auch bei Männern 1x/Jahr zur Untersuchung ginge, allein schon wegen der Aufklärung über die HPV-Impfung, regelmäßige Test auf STDs und vor allem wegen des Risikos für Hodenkrebs, der besonders häufig bei jungen Männern auftritt.

Das regelmässige Abtasten ist wirklich wichtig und nicht jeder Mann macht das auch konsequent. Es wäre also gut, wenn das zumindest einmal im Jahr jemand professionell macht.
 

Benutzer172636 

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Ist das bei den Frauen so? Das geht doch erst deutlich später los.
Da viele Frauen im Alter zwischen 14 und 17 anfangen, hormonell zu verhüten, ist das tatsächlich so. Davon ab schadet es nicht, nach ersten sexuellen Aktivitäten regelmäßig zum Arzt zu gehen, um z.B. einen HPV-Ausbruch und entsprechende Gewebeveränderungen feststellen zu lassen. Außerdem sind gerade junge Frauen bis etwa 24/25 besonders gefährdet, sich mit Chlamydien zu infizieren, die unbehandelt zu Unfruchtbarkeit führen können.
 

Benutzer3277 

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Ich gehe eigentlich nur zum Arzt, wenn ich ein ernsthaftes Problem habe. An Vorsorge habe nicht nur mal einen Hautkrebs-Check machen lassen - Ergebnis negativ.
 

Benutzer32843 

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Mit Vorsorgeuntersuchungen ist das so eine Sache: Man muss da wissen, dass man a) Krankheiten entdeckt, wo es Sinn macht, sie früh zu entdecken, weil es die Prognose ändert, die b) einigermassen häufig sind, und c) wo die Krankheiten, die man entdeckt, häufiger sind, als Zufallsbefunde zu entdecken, die zu sinnlosen Abklärungen etc. führen.
Da gibt es nicht allzu viele Dinge, die dazu gehören.

Bei den Frauen eben der PAP-Abstrich (schon das Brustkrebsscreening ist umstritten bei gesunden Frauen ohne Vorbelastung), das Darmkrebs-screening ab 50, und solche Dinge. Die sind aber relativ rar gesät. Bei Männern gibt es schlicht keine Untersuchungen, die die Prinzipien oben abdecken - eine regelmässige urologische Untersuchung ist daher nicht indiziert, über das PSA-Screening für Prostatakrebs wird auch debattiert, weil das in vielen Fällen nicht sinnvoll ist.
Für die anerkannten Vorsorgeuntersuchungen ist die Evidenz aber super, und das wäre jedem zu empfehlen. Es sollte (meiner Meinung nach) auch jeder einen Hausarzt haben, der Impfpass etc. regelmässig überprüft.
 

Benutzer168370 

Planet-Liebe-Team
Moderator
regelmäßig zur Untersuchung von Hoden, Prostata, etc. gehen?
Hoden macht in jungen Jahren Sinn, kann man(n) aber auch selber abtasten. Wichtig ist, bei den ersten kleinen Veränderungen, Schmerzen etc. zum Arzt zu gehen, dann hat Hodenkrebs eine super Prognose. Aus Scham nicht zu gehen tötet.
Aber Prostatakrebs tritt erst in höherem Alter auf. Eine Vorsorgeuntersuchungsempfehlung ist immer auf das Alter ausgelegt, wo die Epidemiologie sagt, da steigt das Risiko. Deshalb z.B. die Darmkrebsvorsorge auch erst ab 50 Jahren glaube ich. Und Gebärmutterhalskrebs bzw. seine Vorstufen, worauf die hauptsächliche Vorsorge beim Gyn ausgelegt ist, tritt nunmal in jüngerem Alter auf. Rein gesetzlich ist eine Brustabtastung auch erst ab 30 in der Vorsorgeuntersuchung enthalten, eine genauere Untersuchung, die Mammographie erst ab 50. Weil Brustkrebs, wenn nicht genetisch bedingt, auch erst später, häufig postmenopausal auftritt. Für die familiär vorbelasteten gelten dann natürlich andere Vorsorgeempfehlungen.
 
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