Freunde Von bester Freundin enttäuscht

Benutzer151418 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo liebes Forum,

sorry schonmal für den langen Text, aber ich schreibe hier, um mal eine Meinung von euch zu hören, die vielleicht etwas objektiver ist als meine, bzw. die meiner Freunde.
Es geht um die Freundschaft zwischen mir (m, 23) und meiner besten Freundin (22). Wir kennen uns jetzt seit vier Jahren und haben uns über die Jahre angefreundet. Wenn wir uns treffen, verstehen wir uns super gut, reden viel miteinander und haben auch echt Spaß zusammen. Wir sind im Moment beide ohne Partner.
Was sehr wichtig zu erwähnen ist ist, dass wir zwei sehr verschiedene Typen sind. Sie ist eher offen, kontaktfreudig, redselig und hat viele weitere Freunde
(und somit auch einen vollen Terminkalender), ich dagegen bin eher zurückhaltend und ruhiger und mein Freundeskreis beschränkt sich auf eine kleinere Anzahl
guter Freunde.

Soviel zur Situation, jetzt zu meinem Problem: Seitdem wir beide vor etwa zwei Jahren aus der Schule sind, wo wir uns täglich gesehen und gesprochen haben, haben sich unsere Wege leider etwas getrennt (Studium...), weswegen wir jetzt für ca. ein Jahr etwa 400 Kilometer auseinander gewohnt haben. In dieser Zeit haben wir es geschafft, uns etwa alle 5 Wochen mal für ein paar Stunden zu sehen. Bei ihr war es schon immer so, dass sie einen sehr vollen Terminkalender und viel zu tun hat, weswegen es teilweise mühsam war, überhaupt mal einen Termin zu finden. Das Problem dabei ist, dass der Vorschlag, sich überhaupt mal wieder zu sehen, dabei so gut wie immer von mir kam.
Dann ist es meistens eine echte Prozedur, bis wir uns mal auf einen Termin einigen können, da sie ständig für andere Termine und Freunde verplant ist.
Ehrlich gesagt, habe ich unsere Freundschaft bis vor ein paar Monaten auch nur für eine "normale" Freundschaft zwischen uns gehalten, bis sie mir hin und wieder
sagte, dass ich für sie ihr bester Freund geworden sei, was sie mittlerweile auch für mich ist. Sollte es nicht bei BESTEN Freunden viel einfacher und
spontaner sein, sich mal zu sehen? Ich frage mich, warum das bei anderen immer so leicht scheint und bei uns auf meinen Vorschlag hin für sie immer ein
größerer Akt zu sein scheint (und das auch wenn sie mal für längere Zeit bei ihren Eltern hier in meiner Nähe ist):/
Wir schreiben uns fast täglich und reden dabei aber meist auch nur über belanglose Dinge. Deswegen kann es vorkommen, das auch mal zwei Wochen kein Kontakt besteht, da solche Smalltalk Konversationen per Handy halt manchmal einfach enden. Dann bin es aber wiederum meist ich, der an sie denkt und sie dann wieder anschreiben muss. So geht das jetzt schon einige Monate, in denen ich sie dann auch häufiger auf ein Treffen angesprochen habe. Daraufhin haben wir uns auch getroffen und haben uns wieder super verstanden. Die Initiative ist dabei aber nie von ihr ausgegangen, stattdessen schreibt sie mir oft, dass sie mit anderen ins Kino geht, zum shoppen fährt oder andere Termine hat.

Inzwischen wohnen wir beide wieder nah beieinander (20km), ich bin aber dazu übergegengen, sie nicht mehr danach zu fragen, gemeinsam Zeit zu verbringen, da ich hoffte, dass sie nun wieder mehr Zeit für mich haben würde und von sich aus auf mich zukommt. Doch das ist nicht passiert. Sie lebt einige Orte weiter und scheint überhaupt kein Interesse daran zu haben, mich wieder mal zu sehen, den Smalltalk bei Whatsapp gibt es aber weiterhin täglich. Mir fällt das allerdings sehr schwer sie so lange nicht zu sehen (teilweise 2 Monate) und ich bin langsam echt sauer, dass sie scheinbar nicht merkt, wie sehr ich als ihr bester Freund hinten anstehen muss, ich hingegen gebe mir immer wahnsinnig Mühe, bin für sie da wenn sie mal Hilfe braucht (dann meldet auch sie sich mal!).
Vor etwa drei Wochen hat sie dann nicht mal die Zeit gefunden mir für ein Treffen abzusagen. Vorher ist das auch schonmal bei einem Urlaub passiert,
in den ich sie mitnehmen wollte. Erst war sie begeistert, doch dann hat sie ihre Antwort darauf einfach totgeschwiegen und ich musste ne Menge Geduld aufbringen und sie immer wieder Freagen, ob sie denn nun mitkommen wolle. Natürlich hat es diesen Urlaub dann nie gegeben.
Jedenfalls habe ich ihr vor kurzem dann endlich mal gesagt, was ich von ihrem Verhalten halte, dass ich immer den nächsten Schritt machen muss, dass ich mich auf sie nicht mehr verlassen kann und ich mich fühle, als wäre ich ihr gar nichts wert. Das hat sie nach eigener Aussage auch ziemlich getroffen und sie konnte es nachvollziehen. Sie hat sich bei mir dafür entschuldigt und mir versprochen, sich für mich nun mehr Zeit zu nehmen und mehr für unsere Freundschaft zu tun, ich sei ja nun mal ihr bester Freund.
Seitdem sind drei Wochen vergangen, wir haben im Moment beide frei (demnach hat auch sie wieder mehr freie Zeit) und sie fragt mich jetzt öfter mal wie es mir geht und was ich so mache. Interesse, sich endlich mal zu treffen, gemeinsam Zeit zu verbringen oder zu reden oder das von ihr nichtmal abgesagte Treffen nachzuholen gibts es scheinbar nicht. Stattdessen erzählt sie mir wieder, dass sie mit anderen Freunden ne ganze Menge zu unternehmen scheint.

So stell ich mir beim besten Willen keine BESTE Freundschaft vor. Ich habe nichts dagegen, dass sie etwas mit anderen Freundinnen unternimmt (das tue ich natürlich auch) aber ich fühle mich so, als würde ich da ständig hinten anstehen. Merkt sie das nicht, wenn sie ständig von ihren Unternehmungen mit anderen spricht? Und es macht mich traurig und ich bin sehr enttäuscht, dass sie das auch nach meinen deutlichen Worten nicht zu verstehen scheint.

Wie würdet ihr die Situation einschätzen? Was soll ich tun? Im Moment habe ich beschlossen, einfach abzuwarten, keine Initiative mehr
zu zeigen und darauf zu warten, dass sie ihre Versprechungen nach mehr Initiative ihrerseits wahrmacht. Wahrscheinlich kann ich da noch Jahre warten. Ich bin ein sehr geduldiger und verständnisvoller Mensch, doch das ist jetzt bei mir auch langsam am Ende. Und dennoch möchte ich sie nicht verlieren, dafür hab ich sie einfach viel zu gern und wenn wir uns mal sehen, bedeutet mir das auch wirklich ziemlich viel. Bei ihr zweifel ich aber gerade daran :/

Sorry für den langen Text, aber es musste einfach mal raus. Ich bin über jede Reaktion und jeden Tipp von euch wirklich dankbar!

Einen schönen Abend ;-)
 

Benutzer156650  (27)

Ist noch neu hier
Könntest du dich vielleicht nochmal Kurzfassen(nur das relevanteste schreiben).Hab nach lesen des Textes die Hälfte vergessen.
Würde dir da gerne helfen (wenn du dich Kurzfassen könntest).
 

Benutzer100557 

Meistens hier zu finden
Habe zZ so ein ähnliches Problem mit einer Freundin. Ich habe sowieso kaum frei Zeit und wenn dann ist die auch nicht vollgepackt mit Termin sondern wird spontan genutzt um mich eben mit Freunden zu treffen. Bei ihr ist das ähnlich außer eben das sie (wie es auch bei dir ist) keine Zeit hat sich mit mir zu treffen. Kommt aber dann jedesmal mit dem Thema an wenn ich gerade hunderte Kilometer weit von zuhause weg bin.


Ich habe deshalb schon öfters mal den Kontakt eine gewisse Zeit abgebrochen aber geändert hat sich bis heute nicht wirklich was. Deshalb ist es auch einer der Gründe warum ich sie aus meinem engeren Kreis "degradiert" habe, zu meinen engsten Freunden gehören eben nur Menschen auf die ich mich verlassen kann und denen ich nicht egal bin.



Ich glaube nicht das es da jetzt eine größere Änderung bei euch gibt wenn du sie nochmals darauf ansprichst (man sieht ja das es beim ersten mal schon nicht geklappt hat). Mit ihr reden würde ich aber dennoch nochmal, ihr klar machen das du unter Freundschaft etwas anderes verstehst und es nicht einsiehst das sie scheinbar ständig mit anderen Freunden unterwegs ist aber du immer hinten anstehen musst. Sollte auch das nicht fruchten würde ich den Kontakt vorläufig auf Eis legen.
 

Benutzer151418 

Sorgt für Gesprächsstoff
Danke für eure schnelle Reaktion.

Hier das ganze nochmal in Kurzfassung: Ich mag meine beste Freundin wirklich gerne, wenn wir uns mal treffen, verstehen wir uns super. Leider geht die Initiative für Verabredungen meistens von mir aus. Dazu kommt, dass ich mich in letzter Zeit kaum noch auf sie verlassen kann, sie sagt mit nicht mal mehr ab, ist nicht spontan und ihr scheint nicht klar zu sein, dass ich mich als ihr bester Freund etwas benachteiligt fühle. Sie erzählt mir davon, dass sie mit anderen Freunden etwas unternimmt, mich aber fragt sie nicht. Vor einigen Wochen habe ich ihr gesagt, dass ich enttäuscht von ihr bin und mich fühle als wäre ich ihr nichts wert. Das hat sie verstanden und mir versprochen, mehr für unsere Freundschaft tun zu wollen. Bis heute hat sich aber nichts verändert, außer dass ich endgültig die Lust verloren habe, immer wieder selbst die Initiative zu ergreifen und deshalb einfach darauf warte, bis etwas von ihr zurückkommt :frown:

Ich habe auch schon überlegt, ob es vielleicht einfach nicht "passt" mit uns beiden, da wir ja wie erwähnt wirklich verschieden sind. Ich habe wenige gute Freunde und habe deswegen vielleicht auch eher das Bedürfnis sie zu sehen. Sie hat ja eine größere "Auswahl" an Freunden, vielleicht vergisst sie mich deshalb, und ihr ist der Kontakt nicht ganz so wichtig.

Reden will ich auf jeden Fall nochmal mit ihr, im Moment wollte ich aber einfach mal abwarten, damit sie vielleicht merkt, dass nicht immer ich derjenige bin, der nach kurzer Zeit wieder den Kontakt zu ihr aufnimmt. Das fällt mir zwar schwer, aber ich denke, dass es im Moment das Beste ist. Oder was meint ihr?
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
Wie würdet ihr die Situation einschätzen? Was soll ich tun? Im Moment habe ich beschlossen, einfach abzuwarten, keine Initiative mehr
zu zeigen und darauf zu warten, dass sie ihre Versprechungen nach mehr Initiative ihrerseits wahrmacht.

Ich kann Deinen Frust sehr gut verstehen - ich könnte ein Buch über die Leute schreiben, die von sich aus nie, wirklich nie den Arsch hochkriegen...

Zwei Möglichkeiten: Wenn Du auf ihre Gesellschaft Wert legst, akzeptierst Du, daß sie es von sich aus nicht auf die Reihe kriegt, rufst sie an und denkst Dir nix dabei. Sie tut es vermutlich auch nicht.

Oder Du bist - mit Fug und Recht - angefressen und machst einen Haken an die Sache. Ich habe es immer so gehalten, daß ich mehrere Anläufe machte - wenn von den betreffenden Leuten aber gar nichts kam, habe ich sie irgendwann zu den Akten gelegt.

Ich verstehe, daß manche Leute viel um die Ohren haben, sei es, weil sie einen großen Bekanntenkreis/Familie/viel Arbeit haben. Aber wenn es jemand nicht mal alle halbe Jahr auf die Reihe kriegt, sich zu melden - dann bin ich demjenigen offensichtlich nicht wirklich wichtig und rühre mich dann auch nicht mehr.
 

Benutzer154408  (28)

Sorgt für Gesprächsstoff
So wie sich das anhört geht die Freundschaft wirklich nur von dir aus. Und das sollte ganz bestimmt nicht so laufen. Ich finde es gut dass du ihr das auch offen gesagt hast, aber es hat ja leider nicht das geringste gebracht. Ist dir die Freundschaft mit ihr wirklich so wichtig oder hängst du da so sehr dran weil du an dem Wort 'beste Freunde' hängst?
Sie hat vielleicht viel zu tun, aber für Menschen die einem wichtig sind hat man immer Zeit, so einfach ist das. Aber sie setzt ihre Prioritäten anscheinend wo anders, vielleicht solltest du dann auch nochmal darüber nachdenken wie wichtig dir diese Freundschaft ist und wie viel du aufzugeben bereit bist.
 
1 Monat(e) später

Benutzer151418 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo ihr Lieben, danke für eure Antworten und sorry, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Ein kleines Update: vorneweg muss ich sagen, dass wir uns seitdem ich das letzte Mal hier geschrieben habe, noch immer nicht getroffen haben. Ich habe ihr vor etwa einer Woche nochmal geschrieben, was mich stört und dass ich mir wünschen würde, nochmal mit ihr persönlich darüber zu sprechen. Das hat sie auch akzeptiert, ich habe allerdings nicht das Gefühl, dass sie es wirklich ernst nimmt. Sie wollte sich melden, wenn sie Zeit hat. Nach einer Woche ist nichts passiert. Ich hätte mir dafür sofort Zeit genommen :/

Nunja, jetzt habe ich entschieden den Kontakt ruhen zu lassen. Von mir kommt da jetzt mit Sicherheit erstmal nichts mehr, darauf habe ich wirklich keine Lust mehr. Das Problem ist jedoch, dass nächste Woche eine Veranstaltung stattfindet, für die wir uns schon vor einem halben Jahr verabredet hatten. Ich könnte mir vorstellen, dass sie sich deswegen melden wird. Aber ehrlich gesagt, ist mir im Moment die Lust auch darauf vergangen. Was meint ihr, ist es wohl richtig jetzt erstmal nichts zu tun und ihr nicht nachzutrauern? Ich habe mich jetzt zumindest schonmal damit abgefunden.
Einen schönen Abend! :smile:
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
auch wenn du deine entscheidung nun schon getroffen hast möchte ich noch eine kleinigkeit anmerken: für mich besagt die definition "bester freund" in keinster weise, dass ich mit diesem menschen ständig kontakt haben möchte, geschweige denn ihn ständig sehen will. es ist nur eine aussage darüber, wie gern ich den menschen habe, wie sehr ich ihm vertraue, wie gut wir uns verstehen wenn wir denn kontakt haben.

mit dem menschen den ich als meinen besten freund bezeichne habe ich oft monate, teils sogar jahre keinen kontakt gehabt, wir haben uns in all den jahren (12 sind es jetzt) 5 mal gesehen... aber ich habe das glück, dass er nicht meint, mir sei die freundschaft nichts wert, nur, weil ich mich nicht ständig melde.

mir reicht das wissen, dass da ein mensch ist, mit dem ich jederzeit wieder kontakt aufnehmen kann, mit dem ich mich dann so gut verstehe wie eh und je - und ebenso kann er jederzeit kontakt aufnehmen wenn er was bequatschen oder sich einfach nur melden will. es ist eher dieses ruhige, sichere gefühl "in der hinterhand".

ich stimme dir allerdings zu, dass deine entscheidung wohl richtig war: ihr habt da offenbar zu verschiedene definitionen und erwartungen. du sagst jetzt im prinzip "wenn du mich als bester freund bezeichnest erwarte ich ein gewisses verhalten von dir, da du das nicht zu bringen bereit bist beweise ich dir jetzt, dass ich nicht dein bester freund bin" - damit geht das, was vorher passte, jetzt kaputt. schade, aber wenn du dich so nicht wohl fühlst wohl die beste möglichkeit.

eines verstehe ich allerdings garnicht: wieso es so schlimm sein soll, wenn sich immer nur einer meldet. menschen sind eben unterschiedlich, und wenn man zwei zusammensetzt von denen sich einer gerne immer wieder meldet während der andere eher passiv ist, dann passt das doch auch? so wie... nut und feder. es passt zusammen und das ergebnis ist gut. solange, bis sich der, der sich immer meldet, irgendwie vernachlässigt fühlt und dem anderen dann vorwürfe macht (oder alternativ: der passivere sich bedrängt fühlt)... dann passts halt nicht mehr. ich verstehe nur nicht, wieso es dazu kommt. aber gut, das kann man wohl unter "menschen ändern sich" abhaken.
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
eines verstehe ich allerdings garnicht: wieso es so schlimm sein soll, wenn sich immer nur einer meldet.
Bin zwar nicht der TS - aber ich kann ihn sehr gut verstehen...

Es ist eine Sache, sich nur sporadisch zu melden. Aber wenn vom Gegenüber überhaupt nichts kommt, fragt man sich irgendwann halt mal, ob man den Leuten wirklich wichtig ist und zieht aus deren Verhalten die Konsequenzen.
Das Problem dabei ist, dass der Vorschlag, sich überhaupt mal wieder zu sehen, dabei so gut wie immer von mir kam. (..)
Die Initiative ist dabei aber nie von ihr ausgegangen
So ein Benehmen ist mindestens gedankenlos und unhöflich.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Es ist eine Sache, sich nur sporadisch zu melden. Aber wenn vom Gegenüber überhaupt nichts kommt, fragt man sich irgendwann halt mal, ob man den Leuten wirklich wichtig ist und zieht aus deren Verhalten die Konsequenzen.
verstehe ich dich richtig: du definierst daran wie oft sich jemand bei dir meldet ob bzw. wie wichtig du jemandem bist?

für mich ist das eine sehr absurde vorstellung. meine eltern und ich habens z.b. jahrelang so gehandhabt, dass nur ich angerufen habe. schlicht und einfach aus dem grund, dass ich a) wenig daheim bin und b) dann nicht unbedingt zeit habe. sie hingegen sind a) meist erreichbar, b) haben meist zeit und lust zu quatschen wenn ich mich melde und c) wenn dem einmal nicht so sein sollte können sie es mir problemlos sagen ohne dass ich mich abgewiesen fühle.
für uns war das schlicht eine sehr praktikable lösung und ich wäre nie auf den gedanken gekommen dass ich ihnen nicht wichtig wäre, nur, weil sie sich nie gemeldet haben. ganz im gegenteil wäre es doch unpraktisch gewesen wenn sie mich immer wieder angerufen und mich dann wahlweise nicht erreicht oder ich keine zeit gehabt hätte - den aufwand kann man sich doch sparen.

wäre ich an stelle der bekannten des TS gewesen hätte mich umgekehrt sein verlangen nach ständigen melden sehr genervt: wenn er sich schon öfter meldet als ich es von mir aus tun würde, wieso sollte ich mich dann auch noch melden? mal davon ab, dass ich "melden müssen" sowieso als sehr abschreckend empfinde. ich bin da allerdings auch recht konsequent und stecke da früh meine grenzen ab: ich melde mich, wenn mir danach ist, und wem das nicht passt, der sollte eben nichts mit mir zu tun haben.
 

Benutzer11466 

Sehr bekannt hier
verstehe ich dich richtig
Nein.
du definierst daran wie oft sich jemand bei dir meldet ob bzw. wie wichtig du jemandem bist?
Nicht, wie oft sich jemand meldet ist relevant. Sondern ob die Leute überhaupt jemals den Arsch bzw. den Telefonhörer hochkriegen. Wenn die Initiative (wie beim TS) ausschließlich von mir ausgeht, hat sich's halt irgendwann mal.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Off-Topic:
Nicht, wie oft sich jemand meldet ist relevant. Sondern ob die Leute überhaupt jemals den Arsch bzw. den Telefonhörer hochkriegen. Wenn die Initiative (wie beim TS) ausschließlich von mir ausgeht, hat sich's halt irgendwann mal.
verstehe ich nicht. ich sehe es als rücksichtnahme wenn man mir nie (möglicherweise) auf die nerven geht sondern abwartet ob ich mich melde... aber gut, ich hab auch nie gesagt "meld du dich doch auch mal, ich find das doof so". genaugenommen sage ich eher mal explizit "du kannst dich auch gerne melden" um meinem gegenüber die hemmungen zu nehmen wenn ich wirklich kein problem damit habe, wenn jemand sich meldet... aber das betrifft dann nur menschen die auch damit umgehen können wenn ich sie mit einem "sorry, keine zeit, ich meld mich" abwürge.

naja gut, menschen sind verschieden. ist nicht das erste mal dass ich feststelle warum ich mit den wenigsten menschen kompatibel bin :grin:
 

Benutzer149825 

Öfters im Forum
Ich war nach der Schulzeit in einer ähnlichen Situation wie du. Mein bester freund (der mir auch mehrfach gesagt hat dass ich seine beste Freundin sei) hat sich einfach nicht mehr bei mir gemeldet. Jeglicher Kontakt kam von mir und treffen wollte er sich auch nicht mit mir weil er immer nur 2-3 wochen in meiner Stadt war und die zeit schon verplant hatte bevor ich überhaupt wusste dass er da sein wird.
Ich hab ihn auch darauf angesprochen. Seine Antwort war damals allerdings er habe nicht eine beste Freundin sondern viele beste Freunde und ich wäre natürlich eine davon.
Ich habe genau das gemacht was ich dir raten würde und was du ja anscheinend auch vor hast, nämlich dich genauso nicht mehr melden. Entweder den Menschen ist der Kontakt dann wichtig oder es ist kein bester freund/keine beste Freundin.
Freundschaft ist nun mal nicht einfach da. Man muss sie pflegen und kann nicht einfach erwarten dass man sich monatelang nicht meldet/nicht trifft/den anderen nicht an seinem leben teilhaben lässt und der Kontakt unverändert bestehen bleibt. Das geht bei bekannten aber nicht bei besten Freunden.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Freundschaft ist nun mal nicht einfach da. Man muss sie pflegen und kann nicht einfach erwarten dass man sich monatelang nicht meldet/nicht trifft/den anderen nicht an seinem leben teilhaben lässt und der Kontakt unverändert bestehen bleibt. Das geht bei bekannten aber nicht bei besten Freunden.
das sehe ich eigentlich genau umgekehrt: echte freundschaften gehen nicht kaputt, nur, weil man sich mal nen jahr nicht hört. das ist für mich ein echtes qualitätsmerkmal... was deswegen kaputt geht, das war maximal ne bekanntschaft, aber sicher keine freundschaft.
 

Benutzer146142 

Benutzer gesperrt
Freundschaft ist nun mal nicht einfach da. Man muss sie pflegen und kann nicht einfach erwarten dass man sich monatelang nicht meldet/nicht trifft/den anderen nicht an seinem leben teilhaben lässt und der Kontakt unverändert bestehen bleibt.
echte freundschaften gehen nicht kaputt, nur, weil man sich mal nen jahr nicht hört. das ist für mich ein echtes qualitätsmerkmal...
Konträrer könnten die Ansichten kaum sein. Wobei ich mir dennoch sicher bin, dass Myrma Myrma Freunde hat, von denen sie schon längere Zeit nichts gehört hat und Nevery Nevery hin & wieder weniger als ein Jahr benötigt, um sich bei Freunden zu melden. Merke: jede Freundschaft ist anders.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
und Nevery Nevery hin & wieder weniger als ein Jahr benötigt, um sich bei Freunden zu melden.
vollkommen korrekt. allerdings pflege ich keine freundschaften von denen ich nicht überzeugt bin, dass sie nen jahr (oder mehr) funkstille verkraften könnten ohne schaden zu nehmen.
 

Benutzer102673 

Beiträge füllen Bücher
Ich glaube, es ist auch möglich, beides parallel zu leben.
Und heutzutage, wo man seinem Job hinterherziehen muss und mit seiner spärlichen Freizeit zwischen Familie, eigenen Bedürfnissen und vielleicht mehreren Freunden hin- und herjonglieren muss, ist es vielleicht auch nicht so einfach, die m.E. nach mehr werdenden Distanz-Freundschaften zu pflegen.

Wichtig für das Funktionieren ist doch aber einfach nur, ob beide Seiten damit einverstanden sind. Sobald sich einer unwohl fühlt, sollte man handeln - wie auch immer das dann im Endeffekt aussieht: reden, ändern, Freundschaft beenden.

P.S: Ich persönlich kann mit diesen Qualitätsunterschieden "bester" Freund usw. eh nichts anfangen. Weil damit immer ein Anspruchsdenken zusammenhängt mit Kriterien, die niemals explizit genannt werden. Und sofern man nicht zufällig genau gleich tickt, gibts dann logischerweise Probleme, wenn herauskommt, dass unterschiedliche Kriterien angesetzt werden.

ODER aber dann, wenn sich einer distanziert und die Freundschaft eigentlich "auslaufen" lassen möchte.
 

Benutzer149825 

Öfters im Forum
Wobei ich mir dennoch sicher bin, dass Myrma Myrma Freunde hat, von denen sie schon längere Zeit nichts gehört hat

Jein... ich habe von mehreren Freunden aus der Schulzeit sehr lange nichts mehr gehört. Mittlerweile sehe ich diese Leute aber eben nur noch als Bekannte an. Sprich ich bin bei facebook mit ihnen befreundet und wenn sie mir schreiben antworte ich auch gerne. Aber ich werde solchen Leuten sicher nicht mein Herz ausschütten oder wenn sie Probleme hätten wäre ich die falsche Anlaufstelle (was sicher hart klingt aber mich nehmen Probleme von anderen extrem selber mit weshalb ich da dann lieber mich selber schütze)
Andersrum habe ich eine Freundin auch noch aus der Schulzeit mit der ich noch regelmäßig schreibe. Wir sehen uns zwar auch selten dennoch habe ich da das Gefühl man hat noch Anteil am leben des anderen. Das ist für mich dann eben Freundschaft.
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Dir fällt es sehr schwer, sie zwei Monate nicht zu sehen, du trauerst ihr nach ... kann es sein, dass die Sache für dich mehr war oder ist als Freundschaft?
 
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