Versprechen/Verlobung 18J. alt

Benutzer166982  (22)

Ist noch neu hier
Hallo,
Ich habe mich extra hier angemeldet um mir den Kummer von der Seele zu reden.
Ich fange mal ganz vorne an.
Ich w, 18 mache momentan mein Abitur. Mein Wunsch ist es danach Medizin zu studieren
Mein Freund m, 19 ist Soldat.

Dann beginne ich mal. Holt euch eine Tüte Chips und was zu Trinken. Könnte länger dauern.

Ich beginne mit meinem Leben. Ich hatte eine schöne Kindheit. Meine Eltern waren sehr jung und haben einiges falsch gemacht, aber sie haben mich und meine jüngere Schwester immer geliebt. Ich war ein sehr verträumtes, aber aktives Kind. Mein Leben wandelte sich einige Tage nach meinem 12ten Geburtstag. Ich war gemeinsam mit meiner damaligen besten Freundin in der Stadt um ein bisschen was einzukaufen. Wir wollten mit dem Zug zurückfahren. Am Bahnhof würden wir von einer viel älteren, großen Gruppe Mädchen bedroht und anschließend verprügelt. Besonders schlimm war damals für mich, dass wir Passanten baten uns zu helfen, aber alle weggeschaut haben. In Folge dessen verbrachte ich viele Stunden beim Anwalt und der Polizei. Das ganze war sehr groß in den Medien und da Kinder sehr grausam sein können wurde ich von meinen Mitschülern geärgert, da diese behaupteten ich hätte nur Aufmerksamkeit gewollt. Dies spitze sich immer weiter zu. Ich bekam Schlafstörungen und Wahnvorstellungen. Ich hatte jede Nacht Albträume. Ich fing an traurige Lieder zu hören und stieß auf Videos, wo sich Menschen selbst verletzten. Ich probierte es selbst und tat es ab dann für mehrere Jahre. Ich dachte immer über den Tod nach, Depressionen gehörten für mich dazu. Ich wollte mich umbringen. Irgendwann fanden meine Eltern mich, ich hatte mich selbst verletzt, viel zu tief. Sie ließen mich einweisen. Danach war unsere Familie sehr zerrüttet. Ich warf meinen Eltern vor, dass sie mir nicht helfen konnten und meine Eltern warfen mir vor, dass ich nichts gesagt hatte. Es kam immer wieder zum Streit, das Verhältnis wurde schlecht. Ich hatte das Gefühl meine Eltern würden sich hilflos zurückziehen und meine Schwester bevorzugen, da ich ja das schwarze Schaf war. Zu dem Zeitpunkt lernte ich meinen ersten Freund kennen. Ich war mit ihm drei Jahre zusammen. Er war sehr eifersüchtig und Besitzergreifung. Wenn ich einen Rock trug schlug er mich dafür. Ich war zu jung um den Mut aufzubringen mit ihm Schluss zu machen. Er betrog mich und verließ mich. Danach hatte ich immer wieder Freunde, immer wurde ich von Ihnen verlassen. Ich gebe es zu, ich entwickelte mich irgendwann zu einem Flittchen. Ich schlief mit Allem und Jedem. Dazu kommt die Trennung meiner Eltern, die Tode meiner beiden Urgroßväter, der Tod meiner Uroma und der Tod meiner Oma. Die tagelangen Gerichtsverhandlungen, wegen dem Bahnhofsvorfall und immer wieder Kleinigkeiten die jeder kennt.
Vor einem halben Jahr lernte ich völlig überraschend meinen Nils kennen.
Er schrieb mich auf Lovoo an, wollte ein Date, ich ging davon aus, dass dieser Kerl völlig schnöselig sein musste. Ich hatte nicht besonders Lust auf ein Date mit ihm, die Nacht davor hatte ich noch einen ONS. Nils schrieb mir völlig überraschend am nächsten Morgen, dass er seit ein paar Stunden in einem Restaurant auf mich wartet. Ich war zu gutherzig ihm abzusagen. Ich traf mich mit ihm, wir unternahmen den ganzen Tag was. Er lud mich ein und sprach mit mir, so als wäre ich ein Mensch und kein Lustobjekt. Er rief mich von da an täglich an. Ich begann ihm von mir zu erzählen und stieß auf sehr viel Verständnis. Wir tauften meine Depressionen zum Beispiel auf den Namen "schwarzer Hund". Er half mir in allem, er sah mich an und wusste wie es mir geht. Unsere Familien verstanden sich blendend, also beschlossen wir ein Paar zu sein. Er zog ziemlich schnell bei mir und meiner Familie ein (Haus mit zwei Wohnungen). Alles war perfekt, ich kümmerte mich in der Woche oder wenn er auf Übung war um seine Sachen und am Wochenende wusch er unsere Wäsche und räumte für mich auf. Wir unternahmen viel, waren im Urlaub. Wir hatten einen Autounfall und haben uns bei den Folgen unterstützt. Wir bzw. Ich sind auf einem Dorffest Opfer von Gewalt geworden. Mir ging es sehr schlecht, hatte stark mit der Erinnerung an das Geschehene als ich 12 war zu kämpfen. An ihm ging es auch nicht spurlos vorbei. Wir halfen uns gegenseitig wo es ging.
Vor einigen Wochen dann der Bruch. Mein Schwiegervater hat ein Pferd, meine Schwester hatte es einige Male geritten. Dem Pferd ging es schlecht, meine Mutter schrie durchs Haus sie würde Nils Vater verklagen und ihm alles wegnehmen. Nils hatte Angst um seinen Vater und warnte ihn. Sein Vater erwirkte eine einstweilige Verfügung gegen meine Eltern. Infolge dessen haben meine Eltern Nils rausgeschmissen. Ich sagte nur wenn er gehen muss, gehe ich mit. Seit dem leben wir in einer Ferienwohnung bis wir eine richtige gefunden haben.
Meine Eltern sind sehr sauer darüber dass ich ausziehe, sie behaupten ich würde sie ihm Stich lassen, verstehen mein Verlangen Erwachsen zu werden wollen nicht. Sie enthalten mir mein Erbe und Schmerzensgeld vor. Sie bevorzugen meine Schwester, verlangen von mir Lehramt oder Medizin zu studieren sonst sei ich nicht mehr ihre Tochter. Nils halten sie für den schlechtesten Menschen der Welt. Sie sagen er würde mich manipulieren. Ich sehe es eher so, dass er mir viel Selbstbewusstsein gibt und mich sein lässt wie ich bin. Seit einigen Monat gehe ich wieder ungeschminkt vor die Tür, dass wäre für mich ohne Nils unvorstellbar gewesen. Ich fühle mich mit ihm frei und ausgefüllt. Ich fühle mich so als sei ich mit mir im Reinen.
Ich habe alle meine "Freunde" verloren. Sie konnten es nicht verstehen, dass ich Nils gerne mitbringen wollte, wenn wir was unternehmen, da ich ihn ja nur am Wochenende sehe. Hinzu kamen viele Lästereien über mich und ihn.
Nun zu meinem eigentlichen Titel. Ich habe mit Nils schon viel über die Zukunft gesprochen. Gestern fragte er mich welcher Ring mir gefallen würde. Dass er mich heiraten will, weiß ich. Ich will ihn auch heiraten. Für uns bedeutet es sehr viel in Ehe zu leben. Wir haben für uns beschlossen, dass ganze nicht Verlobung zu nennen, da es ohnehin nicht ernst genommen wir das und wir es nur für uns tuen wollen. Er will mir diesen Ring schenken um mir etwas zu geben von ihm, dass ich immer bei mir habe. Für uns ist es eher das Versprechen "ich bleibe bei dir, auch wenn die Probleme wachsen, ich bleibe bei dir auch wenn du mal wieder im Bett liegst und weinst, ich bleibe bei dir auch wenn ich Wochen von dir getrennt bin" Natürlich auch ohne Kniefall, so offizielle Sachen sind nicht unser Ding. Wir sind lieber für uns im Wald an einem wunderschönen Ort. Ich war nun heute leider so dumm und habe meiner verbliebenen Freundin von dem Ring und unserem Versprechen erzählt. Sie war entsetzt. Sagte man könne es nicht ernst nehmen und Heiraten, besonders so früh, sei ohnehin ein Fehler. Ich war sehr geknickt, ich wollte unseren Plan gerne mit jemandem Teilen und hatte nicht so eine Reaktion erwartet. Ich komme mir vor wie ein junger, dummer Teenager, die auch immer sagen sie wollen heiraten. Ich würde ihn sehr gerne in einem halben Jahr heiraten. Besonders aus rechtlichen Gründen. Im Falle eines Unfalls oder sonstigem möchte ich darüber entscheiden was mit ihm geschieht, da ich genau weiß was er will. Zu dem kommt, dass die Ehe für mich einen sehr hohen symbolischen Wert hat. Ich fange schon wieder an mich rechtzufertigen. Damit wollte ich aufhören. Ich werde meinen Freund in spätestens einem Jahr heiraten.
Eigentlich habe ich auch keine Frage o.Ä. Es muss auch niemand hier drauf antworten. Letzen Endes ist es alles Jammern auf hohem Niveau. Ich wollte nur kurz einfach schreiben, was mir in den Kopf kommt.

Liebe Grüße & eine gute Nacht
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ein paar Fragen zum Verständnis:
Vor einigen Wochen dann der Bruch. Mein Schwiegervater hat ein Pferd, meine Schwester hatte es einige Male geritten. Dem Pferd ging es schlecht, meine Mutter schrie durchs Haus sie würde Nils Vater verklagen und ihm alles wegnehmen. Nils hatte Angst um seinen Vater und warnte ihn. Sein Vater erwirkte eine einstweilige Verfügung gegen meine Eltern. Infolge dessen haben meine Eltern Nils rausgeschmissen
Wieso ist deine Mutter sauer auf deinen Schwiegervater, weil dessen Pferd krank ist? Wie ist das denn so schnell eskaliert, von einem Rumbrüllen im Haus bis zur einstweiligen Verfügung, obwohl sich vorher alle gut verstanden habe?
Zu dem kommt, dass die Ehe für mich einen sehr hohen symbolischen Wert hat.
Natürlich auch ohne Kniefall, so offizielle Sachen sind nicht unser Ding.
Einerseits sind offizielle Sachen nicht euer Ding, andererseits ist die offizielle Ehe für dich sehr wichtig und zwar nicht nur rechtlich, sondern auch symbolisch? Was verbindest du denn symbolisch mit der Ehe? :smile:
Ich war sehr geknickt, ich wollte unseren Plan gerne mit jemandem Teilen und hatte nicht so eine Reaktion erwartet. Ich komme mir vor wie ein junger, dummer Teenager, die auch immer sagen sie wollen heiraten.
Also ich sag's mal so. Du bist 18 und kennst (!) deinen Freund erst seit einem halben Jahr. Das ist wirklich eine kurze Zeit. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine Hochzeit eher eine Schnapsidee ist, weil ihr euch einfach noch nicht so lange kennt und noch so jung seid, ist hoch.
Aber: Zum einen gibt es einige Beziehungen, die halten seit Teenagerjahren. Zum anderen ist sowieso nichts im Leben sicher. Wenn sich heiraten jetzt für euch richtig anfühlt, euch das gegenseitig Halt und Sicherheit gibt – why not. Das geht letztendlich ja nur euch beide etwas an.
 

Benutzer166982  (22)

Ist noch neu hier
Hallo,
Größtenteils ist es eskaliert, weil meine Schwester das so wollte. Sie ist völlig angefangen, hat sich behauptet es sei ja eigentlich ihr Pferd, weil sie es einige Male geritten ist. Da sie so traurig wurde und meinen Eltern, das leid tut haben sie sofort bei einem Anwalt angerufen und den Veterinäramtstierarzt alarmiert und einen gemeinsamen Termin ausgemacht. Mein Schwiegervater hatte Angst, deshalb die einstweilige Verfügung. Ich verstehe auch nicht Recht, warum mein Freund ich da überhaupt mit reingezogen wurden. Wir hatten mit diesem Pferd nie was zu tun und fanden die Aktionen von beiden Parteien lachhaft. Zu dem kommt, dass das Pferd zwar wirklich nicht mehr gut aussieht, aber auch schon 27 Jahre alt ist.
Das Offiziell war für mich auf das Öffentliche bezogen und die auf die Aufmerksamkeit. Wenn wir heiraten, würde ich es auch nur zu zweit machen. Eine Anzeige in der Zeitung würde ich auch nicht wollen.
Für mich persönlich ist das Leben einfach unglaublich schnelllebig, mit vielen Sachen kam ich immer nicht hinterher. Für mich war das Leben auch immer sehr gefährlich und in meinem Kopf ist fest verankert, wie schnell es vorbei sein kann. Die Ehe ist für mich etwas zwischen zwei Menschen, wer eine fette Party will okay, aber für mich gehören da nur Mann und Frau dazu. Die Ehe ist für mich mehr als nur ein Versprechen, denn Versprechen sollte man sich jeden Tag in dem man eine Beziehung führt. Ich will mich auf niemand anderen mehr verlassen müssen, außer auf ihn. Ich will nicht, dass ständig Leute behaupten können sie hätten Macht über mich. Das wichtigste ist für mich, dass ich Entscheidungsgewalt habe nach seinem Ableben oder einem Unfall. Ich will auch nicht, dass meine Eltern jemals wieder etwas für mich entscheiden dürfen. Nur wir beide sollen existieren, ohne dass jemals wieder irgendwelche Leute sich darin einmischen können. Zu dem was mir Ehe bedeutet später mehr, ich muss jetzt los.
 

Benutzer161594 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo,
Ich will mich auf niemand anderen mehr verlassen müssen, außer auf ihn. Ich will nicht, dass ständig Leute behaupten können sie hätten Macht über mich. Das wichtigste ist für mich, dass ich Entscheidungsgewalt habe nach seinem Ableben oder einem Unfall. Ich will auch nicht, dass meine Eltern jemals wieder etwas für mich entscheiden dürfen. Nur wir beide sollen existieren, ohne dass jemals wieder irgendwelche Leute sich darin einmischen können.

Verlass dich nicht in erster Linie auf ihn. Verlass dich in erster Linie auf dich. "Denn du bist die wichtigste Person, die du je treffen wirst/Der einzige Mensch, der dich jemals retten wird" ("Gelernt" Käptn Peng & Die Tentakel von Delphi). Du bist 18. Volljährig. Vor dem Gesetz bist du allein für dich verantwortlich, niemand hat Macht über dich. Niemand kann bestimmen, was du studierst, was du tust, wie du lebst. Es sei denn, du bist wirtschaftlich von anderen Menschen abhängig, aber daran würde eine Ehe ja erstmal auch nichts ändern?
Dass du schreibst, nur ihr beide sollt existieren, stimmt mich sehr nachdenklich. Erstens wird das ohnehin nie der Fall sein und zweitens halte ich das für so enorm ungesund. Mach ihn nicht zum Mittelpunkt deines Lebens. Sei du der Mittelpunkt deines Lebens. Mach du dich nicht abhängig von ihm und eurer Beziehung. Lass ihn ruhig die Kirsche auf der Torte sein. Aber bitte nicht die Torte.
 

Benutzer166982  (22)

Ist noch neu hier
Abhängig mache ich mich nicht von ihm. Ich kann ohne ihn leben, will es aber nicht. Ich bin auch ohne ihn lebensfähig, bin ja meist die Woche über auch alleine. Wir machen viel mit anderen Menschen zusammen. Selbstverständlich ist das alles früh, dass würde ich auch nie abstreiten. Vielleicht ist es sogar dumm und nichts weiter als Jugendlicher Wahnsinn. Ich würde von mir nicht behaupten, dass ich reif oder erwachsen bin. Ich war in vielem immer sehr früh, ich hatte als erste einen Freund, ich war die erste die ausgezogen ist, die erste die einen Aushilfsjobs hatte etc. Ich war schon immer sehr schnell darin flügge zu werden. Bevor das Verhältnis zu meinen Eltern schlecht wurde, hatten wir vor in drei, vier Jahren zu heiraten. Vielleicht ist es deshalb auch ein bisschen aus Trotz. Nach dem Motto: guckt mal Mama, Papa, ihr habt immer gesagt ich würde es nicht schaffen, aber ich habe immer gemacht, gekämpft und gesiegt. Ich sehne mich nach einem Lob seitens meiner Eltern, dafür dass ich eine der Jahrhangsbesten bin, einen Job habe, mich um alle Angelegenheiten, die das Erwachsensein mit sich bringen alleine und gut erledige. Aber es wird nur gesagt, wenn du nicht Medizin oder Lehramt studierst bist du nicht mehr unsere Tochter. Vielleicht ist das jetzt alles der Größte Fehler den ich mache, vielleicht ist es auch genau das richtige. Ich Male mir gerne meine Zukunft aus, aber habe auch immer wieder feststellen müssen, dass das Leben nicht den Weg geht, den man gerne hätte. Ich weiß nur dass der Weg meiner Eltern, der letzte ist, den ich einschlagen würde. Schulden über Schulden, jeder in meiner Familie betrügt seinen Partner, viele sind abhängig, haben Schulden etc. Ich habe das Gefühl niemand um mich herum hätte mir je ein Vorbild sein können. Wenn meine Eltern mir etwas vom Leben erzähle finde ich das lachhaft, am liebsten würde ich ihnen ins Gesicht schreien, dass ich weiß, dass ich nur nicht ausziehen sollte, weil sie schlecht auf das Kindergeld verzichten können. Letzen Endes werde ich meinen Weg gehen. Völlig egal, wie ich mich jetzt entscheide. Klar kann es sein, dass man sich scheiden lässt, aber das kann mir auch passieren, wenn ich 50 bin und 20 Jahre mit dem Menschen zusammen war. Es gibt doch für nichts eine Versicherung.
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Ich habe so den Eindruck, als sei er dein Ausweg aus der "Eltern- Falle". Kann man nutzen, find ich in dem Alter auch verständlich und legitim, muss aber nicht unbedingt durch eine Hochzeit tun.
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Für mich persönlich ist das Leben einfach unglaublich schnelllebig, mit vielen Sachen kam ich immer nicht hinterher. Für mich war das Leben auch immer sehr gefährlich und in meinem Kopf ist fest verankert, wie schnell es vorbei sein kann. Die Ehe ist für mich etwas zwischen zwei Menschen, wer eine fette Party will okay, aber für mich gehören da nur Mann und Frau dazu. Die Ehe ist für mich mehr als nur ein Versprechen, denn Versprechen sollte man sich jeden Tag in dem man eine Beziehung führt. Ich will mich auf niemand anderen mehr verlassen müssen, außer auf ihn. Ich will nicht, dass ständig Leute behaupten können sie hätten Macht über mich. Das wichtigste ist für mich, dass ich Entscheidungsgewalt habe nach seinem Ableben oder einem Unfall. Ich will auch nicht, dass meine Eltern jemals wieder etwas für mich entscheiden dürfen. Nur wir beide sollen existieren, ohne dass jemals wieder irgendwelche Leute sich darin einmischen können.
Kann ich irgendwo nachvollziehen, halte es jedoch ein bisschen für fraglich, ob eine rechtliche Ehe die Lösung für deine Probleme sein wird: Denn im Endeffekt ändert sich für euch im Alltag eigentlich nichts, eine Trennung wird aber deutlich komplizierter.
Ich würde vielleicht noch warten, bis ihr beide eine richtige Wohnung gefunden, euch eine Weile eingelebt und du dich von deinen Eltern etwas abkapseln konntest. Eine Hochzeit aus Trotz ist doch auch irgendwie schade, wenn ihr das dann gar nicht genießen könnt.
 

Benutzer18741 

Meistens hier zu finden
Wenn ihr heiratet, macht vorab einen Ehevertrag.
Das mag unromantisch klingen, ist aber sinnvoll, und es ist am günstigsten, wenn man nichts hat, da sich die Kosten nach dem Vermögen richten.

Wir haben auch nur zu zweit geheiratet.
Keine Trauzeugen, keine Eltern, niemand.

Standesamt, Ehe unterschrieben, Foto, dann nach Hause, Essen vom Chinesen und wild rumgemacht, am Montag dann wieder zur Arbeit.

Das ist jetzt elf Jahre her und zwei Kinder her und die Ehe hält.
Wir waren aber vorher auch 7 Jahre verlobt, plus ein Jahr unverlobt zusammen.

Und denke darüber nach psychologische Unterstützung zur Aufarbeitung Deiner Vergangenheit aufzusuchen. Dein Partner wird Dir helfen wollen und im gewissen Rahmen auch können, aber es wird dringend davon abgeraten, den Partner als Therapeuten zu missbrauchen.
Es gibt dafür viele Gründe und führt häufig zur Trennung. Das ist kein Vorwurf, nur ein Hinweis.
Ich empfehle dazu einen Blick in folgendes Buch:
Missbrauch Traumata überwinden - ISBN 978-3828892675



Letzten Endes ist es Dein Leben und Du musst mit Deinen Entscheidungen leben, also sorge dafür, dass es Deine Entscheidungen sind, bleibe Du selbst, aber versuche Kritik von Anderen zu zulassen. Und Du wirst derzeit Deine Eltern nicht mögen, aber als mittlerweile Vater kann ich Dir sagen: Eltern lieben ihre Kinder und wollen nur ihr Bestes, sie liegen mit ihren Vorstellungen nur sicher nicht immer richtig.
Versuche, sobald Du es emotional wieder kannst, den Kontakt zu ihnen wieder aufleben zu lassen.
 

Benutzer166982  (22)

Ist noch neu hier
Ein Ehevertrag ist für mich selbstverständlich. Wie gesagt, es gibt für nichts eine Versicherung. Heiraten ist geplant in einem halben Jahr bis Jahr. Wir haben momentan schon eine Wohnung alleine, es ist eine Ferienwohnung, haben so schnell nichts richtiges gefunden, dass uns gefällt. Ich freue mich sogar richtig, dass es jetzt voran geht und ich endlich mal das tue, was ich für richtig halte.
Danke auch schonmal, dass trotzdem so viele Leute geantwortet und zugehört haben. Das bedeutet mir viel, auch wenn ihr Fremde seid.
[doublepost=1504112397,1504109562][/doublepost]Und zu Kennwort,
Ja heiraten zu zwei das ist auch unser Traum...
Ich hätte gerne ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern, ich biete Ihnen regelmäßig an gemeinsam wandern zu gehen o.Ä. Leider wird darauf nicht reagiert.. inzwischen bin ich überdrüssig noch mehr zu versuchen
 
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