Versagt aufgrund unprofessionellem Verhalten und menschlicher Unreife :-(

Benutzer91227 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich finde es zutiefst positiv beeindruckend, daß Stormy eine solche Beziehung aufbauen konnte.

Dagegen zu halten, daß andere eifersüchtig wurden, halte ich für albern. Wie im gesamten restlichen Leben auch: Aus Sicht der Eifersüchtigen halte ich sowas für einen schäbigen Charakter, nicht aber aus Sicht des Zuneigenden. Wo kämen wir hin, wenn jedem Menschen alles verboten werden würde, wo die Gefahr bestünde, daß irgendein dahergelaufener anderer diesem eifersüchtig werden könnte?! Da könnten wir die gesamte Wirtschaft einmotten und Liebesbeziehungen sowieso. Ab zurück auf die Bäume!

Wenn ich das Element "Eifersucht" aus dem Beiträgen herausschneide, nimmt als nächstes das Element "Professionalität" den Hauptplatz der Argumentation ein. Ja, neee, nicht?! Haltet Ihr hier tatsächlich Abgebrühtheit, Emotionslosigkeit und Kaltherzigkeit für "Professionalität"?! Das glaube ich nicht!

Mann sollte DANKBAR sein, wenn in Pflege- und Altersheimen Angestellte herumlaufen, die es SCHAFFEN, trotz langjähriger Berufspraxis noch eine solche LIEBENSWÜRDIGKEIT in ihr Verhalten zu legen, daß es den alten Leuten eine Freude ist, dorthin zu kommen.

Wenn ich mal diese Scheinargumente rund um Professionalität aus den Beiträgen herauskürze, dann bleibt noch EIN EINZIGES LETZTES Element übrig, was als (in meinen Augen allerdings geringfügiger) Vorwurf bestehen bleiben könnte: Daß sie sich ZU SEHR auf einen einzelnen Patienten konzentriert habe. Als Vorwurf kann man das allerdings auch nicht pauschal stehen lassen, sondern daß muß in Relation betrachtet werden zu möglicherweise aus Neid und Eifersucht erwachsenden Vorwürfen dieser Art...

HAT sie TATSÄCHLICH die anderen Patienten gegenüber ihren vertraglichen Verpflichtungen vernachlässigt?
Oder ist es eventuell so gewesen, daß sie bei den anderen eben "nur" ihre vertraglichen Verpflichtungen (das aber noch ausreichend zur Erfüllung) nachgekommen ist und sie bei dem besonderen Patienten nur freiwillig mehr Zeit investierte?

Das ist alles für mich noch lange nicht aus den Diskussionsbeiträgen ersichtlich. Und ohne entsprechende Erkenntnisse wäre für mich eine Kritik von Stormy undenkbar. Von "Verurteilung" wollen wir gar nicht erst anfangen...

Wenn ICH mal alt werde, werde ich ZUTIEFST DANKBAR sein für eine solcherart NETTE und liebenswerte Betreuung!
Wenn ich einen alten Menschen zu pflegen hätte, würde ich mich, wenn es sich aus der Situation so ergibt, genau so nett und intensiv mit jemandem anfreunden!

DASS in der Mehrzahl die alten Leute von ihren Pflegern nicht dermaßen intensiv beturtelt werden können, ist zwangsläufig der Begrenztheit von Ressourcen geschuldet. Aber ABLEHNENSWERT ist sowas deswegen mitnichten!

Das Gegenteil kenne ich aus Schilderungen von Freunden und Bekannten eher: Daß alte Menschen wie Dreck behandelt werden, im Stich gelassen werden, gar ausgenutzt werden, indem Pfleger ihnen die Wohnung ausräumen und dergleichen Verbrechen.

Ich kenne AUCH die Probleme, die mit Demenz daherkommen. AUCH, daß alte Leute sich TROTZ nachweislich ausreichender Pflege im dementen Zustand des öfteren vernachlässigt FÜHLEN.

Und ich habe den Eindruck, daß im vorliegend beschriebenen Fall eine Reihe von Dingen zusammenkommen, namentlich dieses rein subjektive Vernachlässigtfühlen - egal, ob aus Demenz oder blankem Neid heraus geboren.

Fazit: Solange ihr nicht NACHGEWIESEN werden kann, daß sie andere ihrer Patienten auf Kosten dieser Zuwendung vernachlässigt hatte, ist jedes Schlechtmachen dieser Handlung für mich eine Schweinerei. Nicht das Gegenteil!
 

Benutzer98113 

Verbringt hier viel Zeit
Ich habe 9 Monate als Zivildienstleistender in einer Altenpflegeeinrichtung gearbeitet. Dabei hatte ich jeden Tag mit dementen Menschen zu tun, habe da vor allem Betreuung gemacht und andere Sachen. Ehrlich gesagt finde ich deine Ausführungen ziemlich bedenklich. Empathie in allen Ehren, aber lässt dich emotional zu sehr auf die Leute ein. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man diesen Job jeden Tag machen kann und dabei voller Mitleid jeden ansieht und abends zu Hause über das grausame Schicksal dieser armen Leute weint. Da braucht es wesentlich mehr Abgrenzung. Da muss klar sein, dass man gerne Spaß haben und sich gut unterhalten kann, aber du letztendlich da bei deiner Arbeit bist. Mehr nicht.
 

Benutzer4590 

Planet-Liebe ist Startseite
Wenn ich das Element "Eifersucht" aus dem Beiträgen herausschneide, nimmt als nächstes das Element "Professionalität" den Hauptplatz der Argumentation ein. Ja, neee, nicht?! Haltet Ihr hier tatsächlich Abgebrühtheit, Emotionslosigkeit und Kaltherzigkeit für "Professionalität"?! Das glaube ich nicht!

Mann sollte DANKBAR sein, wenn in Pflege- und Altersheimen Angestellte herumlaufen, die es SCHAFFEN, trotz langjähriger Berufspraxis noch eine solche LIEBENSWÜRDIGKEIT in ihr Verhalten zu legen, daß es den alten Leuten eine Freude ist, dorthin zu kommen.

Ich weiß nicht, woher du diese überdramatische Interpretation nimmst, ich kann hier im Thread nichts Entsprechendes finden. "Professionalität" bedeutet im Übrigen mitnichten "Abgebrühtheit, Emotionslosigkeit und Kaltherzigkeit", zumindest nicht in meinem Sprachgebrauch.

Niemand hat gesagt, dass Pflegepersonal sich gegenüber Klienten nicht nett und liebenswürdig verhalten darf, im Gegenteil, das ist - im vernünftigen Rahmen - ausdrücklich begrüßenswert und notwendig. Das Verhalten der TS und deine Klagen über Kaltherzigkeit sind aber die beiden Extreme, dazwischen gibt es eine ausgewogene Mitte aus Empathie und "fachgerechter Berufsausübung", und die muss man finden.
 

Benutzer120069  (40)

Benutzer gesperrt
Ich werde diesen Job weiter ausüben.
Mir ist auch völlig bewusst geworden, dass mein gut gemeintes Verhalten dem alten Herrn gegenüber unangemessen war.
Ich werde den Menschen im Altenheim auch weiterhin mit Freundlichkeit und Empathie begegnen, werde es aber nicht mehr zulassen, eine so innige Bindung zu jemandem aufzubauen.Denn letztendlich habe ich mich nicht nur bei den Kollegen unbeliebt gemacht, sondern auch mir selbst geschadet.
Ich habe so viel Selbstvertrauen in mich, dass ich weiß, ich werde das schaffen!
 

Benutzer97888 

Verbringt hier viel Zeit
Gibt es in der Ausbildung die du anstrebst auch den Bereich Selbsterfahrung bzw. eine Supervision?
(Eine Freundin von mir wird beispielsweise Kunsttherapeutin und muss beides während ihrer Ausbildung regelmäßig machen und auch meine Mutter hat diese Stationen in ihrer Ausbildung durchlaufen.)
Wenn es so etwas gibt denke ich, das du, durch diese Unterstützng, beste Chancen hast dich in Zukunft erfolgreich gegen zu viel Nähe abzugrenzen indem du z.B entsprechende Strategien entwickelst und auch deine Arbeit nicht jeden Tag emotional mit nach Hause nehemen musst.
 

Benutzer120224 

Sorgt für Gesprächsstoff
Als ehemaliger Altenpfleger kann ich dir sagen, dass dein Verhalten zwar nicht angemessen war- das Verhalten deiner MA aber auch nicht!
Von außen sollte man solch eine Beziehung wie die eure nicht bewerten. Wen kümmert es denn? Was kümmert es die Leitung, wenn ihr euch näher kommt? Was haben sich die Verwandten einzumischen? Der Typ ist doch schon tot!!!

Wie kann man professionelles Verhalten bei einer Praktikantin erwarten? Lächerlich.

Mein Tipp: Lehn dich entspannt zurück, spucke einmal über deine Schulter und schließ das Kapitel ab. Machste eben etwas anderes...
 
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