Vernachlässigen Frischverliebte ihre Freunde, weil sie egoistisch sind ?

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Besonders häufig taucht das Phänomen auf, wenn jemand frisch verliebt ist. Dann verbringt diese Person jede freie Minute mit dem neuen Partner und vernachlässigt oft Freundinnen und Kumpels. Die Freunde glauben dann häufig, dass man den Partner lieber mag als sie.

Aber kann es sein, dass dieses Phänomen eine rein egoistische Handlung ist? Dass man sich selber eben frisch verliebt bei dem Partner besser fühlt als einfach nur etwas mit Freunden zu unternehmen? Und das man eben wegen diesem Gefühl des "sich-besser-fühlens" viel mit dem Partner unternimmt, aber nicht des Partners wegen sondern um unser Selbstwillen? Weil man selber egoistisch ist und nach der größten Lust bzw. dem größten Lustgefühl strebt und dieses als frisch verliebte Person eben ausgerechnet mit dem neuen Partner verspürt? (Wobei Lust nicht in unserem heutigen Sinne zu verstehen ist.)
 

Benutzer71335  (53)

Planet-Liebe ist Startseite
Klar auch, aber ich finde es ein ganz gesunder, verständlicher Egoismus.
Die sehe ganz frühe Phase des Verliebtseins ist ja meist sehr kurz, sehr aufregend und auch noch sehr unsicher, da möchte man jeden Augenblick festhalten, weil man nicht weiß, wie lange es noch anhält.

Sobald man die Unsicherheit verliert, kann man auch wieder vertraut auf seine Umwelt eingehhen und den Partner mehr und mehr im Freundeskreis einbauen und etablieren.

Wirkliche Freunde haben da ja auch meist Verständnis für und lassen einem die Zeit der ersten Zweisamkeit.:zwinker:
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Off-Topic:
freunde, die dafür kein verständnis haben... naja, ihr pech. nicht meins. ist nicht das was ich unter freunden verstehe.
Es geht mir in diesem Thread nicht darum zu erfahren, ob wahre Freunde dafür Verständnis haben oder nicht. Ich möchte darüber diskutieren, ob es ein egoistisches Verhalten des Menschen ist. Und wenn ja, bis zu welchem Grad.
 
P

Benutzer

Gast
Ich bin gerade in so einer Situation (beste Freundin ist seit August das erste Mal seit Jahren in einer Beziehung und ich bin so ziemlich abgeschrieben). Natürlich gönne ich ihr alles Glück der Welt, aber ich finde, dass man bei aller Verliebtheit seine Freunde nicht völlig vergessen sollte.

Ich hab Verständnis dafür dass sie weniger Zeit hat, dass sie jetzt nur noch ein einziges Gesprächsthema hat (er will mich heiraten, wir wollen zusammen ziehen, seine Eltern sind so toll, wir waren zusammen bei IKEA, usw). Aber: noch bis einen Tag bevor sie ihn kennenlernte war sie eben meine beste Freundin, die mit der ich tagelang alle Männer verflucht habe die uns weh getan habe, mit der ich Rachepläne geschmiedet hab (die wir natürlich nicht in Wirklichkeit umgesetzt haben, wir sind ja nette Mädchen :zwinker:), mit der zusammen ich einfach nicht allein war. Naja. Und dann - scheint sie das innerhalb eines Tages alles völlig vergessen zu haben. Sie braucht jetzt nicht mehr bis nachts zusammen sitzen, Wein trinken und erzählen. Sie braucht nicht mehr mit mir im Auto rumfahren und schlechte Musik hören. Sie braucht jetzt nicht mehr zusammen bis nachmittags Frühstücken. Sie braucht jetzt auch nicht mehr unsere WG planen die wir fest vorhatten zu gründen. Sie braucht jetzt nicht mehr mit mir in den Urlaub fahren, sondern hat schon die Ferien in den USA mit ihm gebucht. Sie hat jetzt für alles ihn. Und geizt auch nicht damit, mir das sobald sie kann auf die Nase zu binden. Und versteht nicht, wie weh mir das tut - denn ich bin immernoch die Alte. Wenn wir uns mal eine Stunde lang zum Kaffee treffen ist das schon lang - und in der Zeit schreibt sie noch zwei SMS an ihn.

Ok ich bin abgeschweift :grin:. Ich wollte nur sagen dass ich dieses Verhalten ziemlich gedankenlos und verletzend finde. Das egoistische daran ist, dass sie scheinbar keine Sekunde darüber nachdenkt wie weh mir viel von dem tut was sie mir erzählt. Obwohl ich mich gleichzeitig natürlich für sie freue. Nicht falsch verstehen - ich wünsche ihr alles Glück der Erde - aber ich hätte eben auch gerne meine alte Freundin zurück.

Ich hab in meinen Beziehungen dazu geneigt mich (in Augen des Partners) zu selten mit meinem Freund zu treffen, sondern immer darauf zu achten, trotzdem viel Zeit mit meinen Freunden zu verbringen. Das gab richtige Streits, weil meine jeweiligen Freunde mir vorwarfen, mich zu wenig um sie zu kümmern. :ratlos: Aber mir sind Freundschaften nunmal mindestens genauso wichtig und wenn man seiner besten Freundin dann auf einmal auf alltäglicher Ebene ziemlich fremd wird, tut das schon weh.

Und klar liegt es im Interesse jedes Menschen, eine erfüllte Beziehung zu haben, darum halte ich ein solches Verhalten erst ab einer bestimmten Ausprägung für Egoistisch - und zwar dann wenn der frisch Verliebte über sein eigenes Glück vergisst, was er seinen Freunden mit seinem extremen Verhalten antut.
 

Benutzer49007  (34)

Sehr bekannt hier
Ja das hat etwas egoistisches. Aber ich denke da darf man schon mal für sich schauen. Frisch verliebt, Schmetterlinge im Bauch ist ja beinahe das schönste Gefühl welches es gibt. Und natürlich will man da selbst davon am meisten haben. Somit ist es egoistisch
 

Benutzer56469  (36)

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Ich hab die Erfahrungen bei meinen Freundinnen gemacht als sie ihren Freund kennen lernten und auch zusammen kamen. Sie hatten weniger Zeit für mich. Haben öfter was zu viert gemacht, am WE hatte plötzlich keiner mehr Zeit und wenn dann ging das nur mit dem Freund. :geknickt: Das war schon doof weil ich halt noch Single war.
Als ich dann auch einen Freund hatte haben wir uns überhaupt nicht mehr gesehen eine Zeitlang.

Mittlerweile ist es so dass wir was gemeinsam was unternehmen.

Ob es Absicht war damals weiß ich nicht. Bin mir aber schon oft blöd vorgekommen. :tongue:
 

Benutzer88491 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich denke, die allermeisten Frischverliebten sind einfach so egoistisch. Da ist man endlich zusammen und jeder will für sich jede einzelne Sekunde "auskosten".
Freunde sind etwas alltägliches, gerade wenn es eine neue/ vielleicht sogar erste Beziehung ist. Da ist soviel neu oder anders oder viel toller als Freundschaft.
Meine Meinung: Ja, die allermeisten verhalten sich egoistisch, was jedoch weder böse gemeint sondern eher ganz natürlich ist. Wahrscheinlich ist man in der Verliebtheitsphase so "vernebelt", dass dieser Egoismus gar nicht auffällt.
btw: viele Verliebte wollen das Glück mit einem teilen, sie merken kaum, dass es den Freunden vielleicht wehtut oder sie dieser vernachlässigen

Ich selber war schon oft der Situation, dass Freundinnen so gehandelt haben. Hab mich distanziert und mich mit anderen getroffen. Nach 3 Monaten bis auch einmal 1 1/2 Jahren war alles wieder normal (die Freundinnen kamen von selber wieder).
 

Benutzer29410 

Beiträge füllen Bücher
Ich war schon öfter sowohl in der Position der frischverliebten Egoistin als auch in der Position der zähneknirschenden Alltagsfreundin. :-D

Das Leben kommt in Phasen und mittlerweile hab ich gelernt, din den Phasen mitzuschwimmen bzw. sie bei anderen zu akzeptieren. Nichts bleibt ewig gleich, auch keine Freundschaft, deshalb sind besondere Momente ja so schön.

Ich bin momentan am gemeinsame-Wohnung-einrichten, Häuser-jagen, und Leben-umstellen (der kleine Sohn meines Freundes wird zeitgleich mit mir einziehen, da seine Mutter dauerhaft nicht in der Lage ist, sich um ihn zu kümmern); außer Teppiche, Tapeten, Möbelhäuser,Fundamente, Bausubstanz, Renovierungskosten, Bankkredite, Jugendamtsbesuche, Erziehungsratgeberlesen und Sorgerechtsgerichtstermine hab ich zur Zeit nicht wirklich viel zu erzählen, und Zeit für ausgedehnte Frühstücke und lange Discoabende auch nicht. Wird auch wieder anders werden! Bin ich egoistisch, weil ich grad Zeit für mich brauche? Nö. Stärken meine Freunde mir trotzdem den Rücken? Jau. Bin ich dankbar dafür und ist meine Toleranz für wenig-Zeit-haben-Phasen ihrerseits gestiegen? Auf jeden Fall.
 

Benutzer9517  (31)

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Ja. Ich habe es immer ein wenig als Zurücksetzung empfunden, wenn sich Freunde frisch verliebt hatten und dann für mich mehr oder weniger ausfielen.
Und seit ich verliebt bin, höre ich ab und zu, mit mir sei nichts mehr anzufangen. Dabei bin ich bloss ruhiger geworden :tongue:
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Als Single hat man natürlich prinzipiell mehr Freizeit und Zeit für die Freune, als wenn man dann auf ein mal wieder vergeben ist und auch Zeit für die Freundin braucht.
Da muss man einfach die Zeitplanung überdenken und gewisse Prioritäten setzen, wobei es für mich verständlich ist, wenn hier der neue Partner eine hohe Priorität hat.

Dieses hohe Priorität ist einerseits etwas egoistisch (weil es nun mal mehr Spaß macht, etwas mit der Freundin zu machen - insbesondere wenn man frisch verliebt ist), hat aber andererseits auch damit zu tun, dass man auch einfach etwas dafür tun muss, um eine Beziehung zu starten, eine Beziehung zu führen und eine frische Beziehung zu festigen, was einfach auch einen erheblichen Zeitbedarf bedeutet.
 

Benutzer6874  (35)

Benutzer gesperrt
Meine (jetzige) Freundin ist (anders als meine erste) ein geselliges unkompliziertes Wesen ohne exklusive Besitzansprüche an mich. Meine Kollegen haben sicher nicht das Gefühl dass ich sie vernachlässige, weil ich verliebt bin.

Ich weiss aber dass sich Singles von einem gewissen Alter an (wenn sich alles um sie herum gepaart hat) in eine Krise kommen, dass sie das Gefühl bekommen überall das 5. Rad am Wagen zu sein. Statt Zuwendung bekommen sie dan bloss noch Hochzeits und Geburtsanzeigen.....
 

Benutzer35070 

Meistens hier zu finden
ja ich mag rgade egoistisch sein, hatte jetzt zwei Wochenende immer Termine mit Freunden und neuem Freund und mag einfach auch mal Zeit mit ihm verbringen, die nicht erst nach 24.00 Uhr nachts ist oder halt noch mit Freunden dabei!
Vergessen tute ich dabei niemanden, aber eigentlich ist das auch eher locker mit meinen Freunden, wann wer wen sieht! da gibt es keine festen besitzansprüche auf 2-3 Kaffe pro Woche oder so etwas!
 

Benutzer87151 

Ibiza
Wenn man es von deinen Punkten aus sieht - würd ich dir zustimmen. Das hat schon etwas von Egoismus!

Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob man solch eine Sache - die also von 2 Personen ausgeht - als EGOismus bezeichnen könnte. Lässt sich schwer beschreiben, da die 2 zusammen (also als eins) glücklich sind. Vielleicht was in die Richtung zu zweit; allein glücklich - was wieder für Egoismus sprechen würde, hm...

Off-Topic:
Dualismus wäre wieder was anderes, oder? :schuechte
 
S

Benutzer

Gast
Natürlich ist das egoistisch, aber es ist ebenso egoistisch, dass man es einem anderen nicht gönnt, mehr Zeit mit seiner Partnerin/seinem Partner zu verbringen als mit einem selbst.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Also ik mach sowas nicht und ich finde dieses "Pantoffel"verhalten auch sehr asi. Meiner Meinung nach haben sich solche Leute einfach nicht richtig unter Kontrolle, wissen Freundschaften nicht zu schätzen und sind einfach dickste Opferkinder.
Ich glaube mit Egoismus hat das nicht so viel zu tun, solche Leute machen sich dazu einfach viel zu wenig Gedanken über die ganze Sache.
 

Benutzer79932 

Verbringt hier viel Zeit
Natürlich ist das egoistisch, aber es ist ebenso egoistisch, dass man es einem anderen nicht gönnt, mehr Zeit mit seiner Partnerin/seinem Partner zu verbringen als mit einem selbst.

Jep, sehe ich auch so.

Obwohl ich beim zweiten Satz anfügen muss: es muss sich irgendwann auch einpendeln. Das tut es aber bei vielen nicht.
 

Benutzer66580 

Meistens hier zu finden
Mein Partner wäre mir selbstverständlich hundertmal wichtiger als meine Freunde / engeren Bekannten. Er wäre ja nicht ohne Grund mein Partner und nicht nur ein Freund. Freunde können mir nichtmal zu einem Bruchteil so nahe stehen, wie es mein Partner könnte.

(Bei dem ganzen müsste man egtl "Freunde" auch nochmal definieren, nach der ganz engen Definition kann für mich eigentlich überhaupt nur mein Partner auch ein echter Freund sein ... hm.)

Genauso wie ein guter Freund selbstverständlich viel wichtiger ist als irgendwelche losen Bekanntschaften.
 

Benutzer79932 

Verbringt hier viel Zeit
Allerdings finde es nicht okay, wenn man sich über Monate verdünnisiert. Dann stelle ich nämlich die Freundschaft in Frage.
Ich laufe niemandem hinterher. Daher ist für mich die Sache auch recht schnell erledigt, wenn man sich überhaupt nicht mehr sieht, auch wenn der Partner gerade nicht anwesend ist, weil man ja noch 10.000 Dinge erledigen muss, da man sich ja am Wochenende wieder sieht und da alles so toll und perfekt sein muss.
Wenn man die Möglichkeit hat, den Partner eh jeden Tag zu sehen, dann geht meine Schmerzgrenze diesbezüglich nochmal nach unten. Da sind Sätze à la "Nö, sorry... Heute können wir uns nicht treffen. X kommt um 20 Uhr und auch noch Monika und Daniel... ach, kennst du ja garnicht... das sind zwei suuuuuper-nette Freunde von ihm... Wir machen 'nen Spieleabend." absolute Killer! An sowas hab ich dann kein Interesse mehr. Dann scheine ich nämlich einfach nicht gut genug für eine Freundschaft zu sein. :geknickt:

Gegen den Egoismus in der Phase der ersten Verliebtheit habe ich jedoch nix. :smile:

Off-Topic:
Hehe, geil, genau das meinte ich :-D Ich hatte da mal ein ganz übles Exemplar von "Freundin". Betonung auf hatte. Hat zu Singlezeiten buchstäblich an mir geklebt, konnte absolut nichts mehr ohne mich machen und obwohl wir uns fast täglich gesehen haben, hat sie mich zusätzlich tagtäglich mit E-Mails und SMS und Anrufen bombardiert. Irgendwann hatte sie nen Freund und ich hab sie ungelogen noch dreimal pro Jahr gesehen - selbstverständlich nur für nen Kaffee grad nach der Arbeit, Schatzibatzi hat ja zu Hause gewartet, da geht länger nicht. Irgendwann nach etwa drei Jahren haben sie sich getrennt und die hat ernsthaft geglaubt, sie könne von 0 auf 100 wieder an mir kleben. Nönö, nicht mit mir, was bin ich denn, zweitklassiger Ersatz und nur gut genug, wenn grad kein Partner vorhanden ist? Nö danke :-p
 
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