Verliere die Liebe meines Lebens

Benutzer102997 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo,

ich weiß gar nicht, wo ich so recht anfangen soll. Ich bin 26 und habe mich letzten Dezember von meiner Freundin getrennt. Das ist eigentlich auch der Hauptgrund, weshalb ich hier meine Geschichte schildern möchte.
Eigentlich liebe ich diese Frau über alles. Wir haben uns kennengelernt und es hat auf anhieb sofort gefunkt. So gut, dass sie schon ab der erste Woche permanent bei mir war, bis sie dann sogar ein halbes Jahr später zu mir gezogen ist. Nun kam es aber leider so, dass sie mir bereits nach 9 Monaten Beziehung einen Heiratsantrag gemacht hat. Ich wusste, dass ich mit dieser Frau zusammenbleiben will, aber es hat mich doch ein wenig umgehauen. Im ersten Moment habe ich ja gesagt, aber irgendwie hat mir das nicht gepasst. Keine Ahnung weshalb. Auf jeden Fall war sie damals am Boden zerstört und tat mir richtig Leid. Wir beide haben darunter sehr gelitten. Eines Tages nahm ich dann meinen Mut zusammen und hab ihr zu Liebe erneut selber einen Antrag gemacht. Ich dachte mir, ach was soll, du liebst sie und es würde sie so doch freuen und glücklich machen. Irgendwann würde auch ich gefallen dran finden, verlobt zu sein, dachte ich mir zumindest. Ich mein, sie ist meine absolute Traumfrau, dass weiß ich. Ich hatte schon viele Beziehungen und Begegnungen mit Frauen und keine hat mich so bezaubert wie sie. Aber dem war leider nicht so. Ein paar Wochen später habe ich ihr dann erneut klar gemacht, dass ich mich noch nicht dafür bereit fühle. Ich zerbrach ihr erneut das Herz. Sie war dann eine zeitlang mit ihren Eltern im Urlaub und ich wusste nicht, was ich in dem Moment machen sollte. Also wartete ich zu Hause auf sie, schrieb ihr einen leider relativ kalten und nüchternen Brief mit eigentlich fadenscheinigen Begründungen, weshalb ich noch nicht heiraten will (Freunde, was erleben, was erreichen etc. das übliche halt). Im Nachhinein weiß ich selber nicht, weshalb ich so einen Murks zusammengeschrieben habe. Auf jeden Fall kam sie irgendwann wieder zurück nach Hause und wir haben lange über das Thema gesprochen und uns darauf geeinigt, dass ich mich darauf vorbereiten soll, wenn ich es immer noch will. Ich fand das alles total abgedreht, dass eine Frau, die so verletzt wurde, immer noch zu mir hält. Ich wusste, dass wir uns sehr lieben, aber dazwischen stand leider diese Hochzeitsgeschichte, eigentlich der einzige Punkt, bei dem wir uns unklar waren. Sonst war es immer eine super Beziehung. Wir haben uns so gut wie nie gestritten, lebten sogar, also bis Dezember, fast 2 Jahre in einer 1-Zimmer-Wohnung und wir sind uns nie auf den Senkel gegangen, es war einfach nur traumhaft. Aber ab dem besagten Zeitpunkt hat sich vieles geändert. Sie hat das Thema Hochzeit regelmäßig angesprochen, sie wollte mich damit zwar nie unter Druck setzten, aber ich fühlte mich da völlig eingeengt, auf jeden schönen Moment folgte immer ein „ach, was wäre wenn“, „ich verstehe dich, aber versteh mich doch mal“ oder sie hat dann oft angefangen zu weinen. Wir haben uns zwar immer wieder vertragen, aber dadurch, dass es immer wieder zu einem Gespräch kam, habe ich mich immer weiter von ihr entfernt. Es ist mir gar nicht so recht aufgefallen, das war eher ein schleichender Prozess. War oft nicht mehr zu Hause, teilweise ganze Wochenenden und mit Freunden unterwegs, um den Kopf frei zubekommen. Das ging soweit, bis ich sogar bei unseren gemeinsamen Urlaub mit Freunden eine Art Schutzwall um mich gebaut habe. Die Mädels haben sich überhaupt nicht verstanden und oft gestritten. Sie hing dann weinend alleine auf ihrem Zimmer rum und ich saß bei den anderen, ohne sie zu trösten oder mal in den Arm zu nehmen. Das tut mir heute so weh, wenn ich nur dran denke, was für ein Arsch ich war. Naja, das ging dann noch ein paar Wochen gut, bis ich merkte, dass sie sich auch anfängt, sich von mir zu entfernen. Durch Zufall habe ich erfahren, dass sie einen Mann kennengelernt hat, ich weiß nicht was da war. Es kam mir aber komisch vor, weil sie mir davon nichts erzählt hatte und auf einmal ihr Handy wie ihren Augapfel beschützt hat. Ich weiß auch nicht so recht, wie dann alles ablief. Zudem Zeitpunkt wollte ich eigentlich alles mit ihr klären, mich bei ihr entschuldigen und sagen, wie wichtig sie mir ist und dass sie nicht mehr lange auf mich warten muss. Doch dann kam der nächste Paukenschlag. Ich erfuhr von einem Kumpel, dass sie, als wir auf einer Feier waren, von einem Kumpel die Handynummer ausgetauscht hat und am nächsten Tag haben sie sogar telefoniert. Auch das hatte sie mir nie erzählt, ich Frage mich warum. An dem Punkt bin ich völlig ausgerastet. Ich bin zu ihr gegangen und habe ihr alles vor den Kopf geworfen und dann Schluss gemacht und bin dann einfach für mehrere Stunden aus der Wohnung gegangen. Ich wusste nicht mehr, was ich tun sollte. Ich wollte um diese Frau kämpfen und mich für die ganzen letzten Monate entschuldigen und erfahre, dann, dass sie hinter meinem Rücken Bekanntschaften schließt. Nicht, dass ich da was gegen haben, ganz im Gegenteil. Aber wir erzählen uns alles, jede Kleinigkeit und sie hat nun mal auch leider nicht so viele Freunde. Daher hätte ich angenommen, dass sie mir das hätte einfach erzählen können, wenn‘s nicht schlimm wäre.
Naja, nun sind wir seit einem Monat getrennt, gleich eine Woche nach der Trennung hat ihr der eine Typ ne neue Wohnung besorgt, was ich auch schon wieder sehr merkwürdig finde, aber egal, momentan weiß ich einfach nicht mehr weiter. Ich liebe diese Frau so sehr und nun ist sie fort. Während der Trennungsphase haben wir oft darüber gesprochen und geweint. Es tat uns beiden sehr Leid, wie es gelaufen ist und ich wollte wieder zurück zu ihr, aber das hat sie abgeblockt. An Weinachten haben wir auch ein paar mal telefoniert, dass ging sogar soweit, dass sie mich Anfang Januar anrief und meinte, sie vermisse meine Stimme. Wir wollten uns sogar noch mal treffen, um über alles zu reden. Ich freute mich tierisch. Doch dann kam der Schock. Sie schrieb mir einen langen Brief. Sie könnte mich jetzt noch nicht sehen und würde es nicht verkraften. Sie bräuchte eine Pause, um wieder mit ihrem Leben klarzukommen. Sie hat mir eine Pause von 3 Monaten vorgeschlagen, damit wir uns beide darüber Gedanken machen sollen, was wir eigentlich wollen.
Nun hänge ich in der Luft und weiß nicht weiter. Sie ist fort und ich habe keinen Plan, was sie momentan treibt und wie es ihr geht.

Ich komme nun eigentlich zu meinen Problem: Wieso habe ich diese Frau so behandelt und verletzt? Jeder Außenstehende würde sofort sagen, mach mit dem Kerl Schluss. Das kann ich auch verstehen. Aber ich kann mir nicht erklären, weshalb ich so gehandelt habe. Sie ist meine absolute Traumfrau und sie hat mir oft genug gesagt, dass ich auch ihr Mann fürs Leben bin, also, wo liegt bei mir das Problem.
Bin ich Beziehungsunfähig? Habe ich eine innere Blockade? Ich weiß es nicht. Ich denke oft in letzter Zeit darüber nach und finde keine Antwort darauf.
Mag sein, dass es an meinem familiären Umfeld liegt, wo entweder alle geschieden sind oder in einer unglücklichen Beziehung leben. Ich wollte nie auch dieselben Fehler machen, das habe ich mir geschworen.
Am ehesten glaube ich aber, dass es an mir selber liegt. Ich kann mich unglaublich schwer für bestimmte Dinge festlegen und habe gerne alles Optionen auf dem Tisch. Ich denke, es liegt an meinem kaputten Selbstwertgefühl bzw. Selbstbewusstsein. Ich bin oft sehr ruhig in Gegenwart vor anderen, sacke in mich ein und denke vor mich hin. Wenn alle feiern und Spaß haben, bin ich derjenige, der nur dabeisteht. Teilweise fühle ich mich unwohl, und das obwohl ich gerne feiern bin und unter Menschen gehe. Aber dann fehlen mir oft Punkte zum mitreden, ich werde schüchtern und bringe gegen den Rest keinen Ton mehr raus. Fühle mich hilflos und einsam.
Woran liegt das alles? Wieso kann ich nicht zu der Frau stehen, die ich über alles liebe? Wieso fühle ich mich oft so einsam, obwohl ich es nicht bin?
Ich habe ein gutes Studium abgelegt, habe einen tollen Job, 2 super Schwestern und eine tolle Mutter, viele Freunde und ich hatte sogar die beste Frau, die man sich nur wünschen kann. Und dennoch war ich oft unzufrieden, wusste nicht, wie ich mit meiner Liebe zu ihr umgehen soll, bis ich sie verloren habe...und jetzt ist alles halbwegs klarer geworden und ich erreiche sie nicht mehr...
Ich will nun alles dran setzten, damit ich aus diesem Strudel wieder rauskomme und diese Frau nicht verliere.
Hat jemand einen Rat für mich?
 

Benutzer2160 

Beastialische Beiträge
nein, leider keinen rat, aber ich denke das hier:

und habe gerne alles Optionen auf dem Tisch.
is dein problem.
du lässt dir immer gerne ein hintertürchen offen.. und mit einer heirat hast du dir den rückzug quasi verbaut.
und jedesmal, wenn dir das aufgegangen is, hast du sie aufs neue enttäuscht.

tja und nun dreht sie den spieß um.

diesmal ist sie diejenige, die sich ein hintertürchen offen lässt.
wahrscheinlich schaut sie gerade, wie es mit dem anderen typen läuft oder laufen könnte.. und wenn nich, dann nimmt sie dich zurück.

drum prüfe, wer sich ewig bindet....
 

Benutzer102997 

Sorgt für Gesprächsstoff
ich weiß, dass dies eine große Macke von mir ist. Ich würde aber gerne die Gründe dafür wissen. Es kann doch nicht sein, dass ich mir immer alles dadurch verbaue. Ich konnte sonst damit immer gut leben. Aber sie und uns dadurch ins Unglück zu stürzen ist zu viel... :schuettel:
Da muss ich dringend ablegen und mich endlich mal auf das Wahre konzentrieren, dass was ich wirklich will!!
 

Benutzer2160 

Beastialische Beiträge
ich denke, du hast dich schon ganz gut selbstreflektiert.

wenig selbstbewustsein könnte schon ein grund dafür sein. dadurch, dass du dir ein hintertürchen offen lässt, kannst du auch dein fähnchen in den wind hängen.

wie gesagt, ich hab leider keinen tipp für dich.. mal sehen, was die anderen sagen
 

Benutzer102211 

Öfters im Forum
Frage:

Wieviele dauerhafte Beziehungen hast Du bisher gehabt ?
 

Benutzer80965 

Meistens hier zu finden
Ganz ehrlich: Nach 9 Monaten Beziehung wäre ich auch noch nicht bereit für eine Heirat! Ich kann absolut verstehen, dass du dich unter Druck gesetzt gefühlt hast. Und ich bin auch der Meinung, dass eine Heirat nicht eilt. Denn: Was verändert sich dadurch alles? Vor allem rechtliche Dinge natürlich, was Erbregelungen, Regelungen für eine eventuelle Trennung und auch Informationen, falls einem von beiden was passieren sollte beeinhaltet. Der letzte Punkt ist natürlich sehr wichtig schon früh in einer Beziehung, allerdings finde ich es nicht ausreichend, um so früh zu heiraten. Wenn die Hochzeit etwas Besonderes sein soll, muss sie auch wohlüberlegt sein (auch wenn ich euch glaube, dass die Beziehung supertoll war, aber dennoch ist es doch nicht schlecht, mal abzuwarten, wie sich das Ganze über längere Zeit entwickelt.)

Nun denkst du aber, dass es dein Fehler war, nicht heiraten zu wollen. Du musst dich wohl zuerst fragen, ob du nicht heiraten wolltest aus verständlichen Gründen, da du noch nicht bereit warst, oder ob du tatsächlich dir noch Optionen freihalten wolltest... Was aber noch wichtiger ist: Offenbar hat eure Kommunikation nicht so gut funktioniert, was das angeht. Da könntest du ansetzen. Schreib ihr einen Brief oder sag ihr auch per Telefon, wie es dir jetzt geht, welche Einsichten du hattest, aber nimm nicht die ganze Schuld auf dich! Bleib du selbst und sag nichts, nur um sie zu besänftigen und zurückzubekommen!

Du sagst, du hast wenig Selbstwertgefühl. Eine Folge davon könnte sein, dass du zu wenig zu deinen Entscheidungen stehen kannst. Anstatt ihr ehrlich zu sagen, dass es dir zu früh für eine Heirat ist, schreibst du ihr, dass du dich noch nicht ausgetobt hast. Vertraue dir mehr selbst! Wäge Entscheidungen ab, dann kannst du auch gute Argumente dafür vorbringen! Gib dich selbst nicht auf! Und auch wenn ihr nicht mehr zusammenfinden solltet (und du solltest bedenken, ihr habt beide Fehler gemacht. Das kann auch einen etwaigen Neuanfang belasten!), hast du bestimmt etwas Wertvolles gelernt, und kannst es das Nächste mal besser machen. Und ab und zu voller Wärme und vielleicht etwas Wehmut an die Beziehung denken, die dir soviel bedeutet hat und hoffentlich auch gezeigt hat, was für dich wichtig ist!
 

Benutzer2160 

Beastialische Beiträge
nein, sein fehler war: ja zu sagen, obwohl er nicht will.. ZWEI MAL!!
 

Benutzer102997 

Sorgt für Gesprächsstoff
Nicht, dass ihr mich missversteht. Mit "mit ausleben" meinte ich nicht Frauengeschichten. Ich hatte schon ein paar Beziehungen vorher, sogar 2 langjährige. Was das angeht, darüber bin ich hinaus, "Erfahrung sammeln" etc.

Auch mit der Option, mir etwas offen zu halten, kann ich nicht sagen, dass ich irgendwann vlt. jemanden besseren für mich finden könnte. Darüber habe ich nie nachgedacht, für mich war es eigentlich relativ schnell klar, dass ich diese Frau nicht so schnell aus meinem Leben lassen will und mir auch überlegt hatte, sie irgendwann sogar sehr gerne zu heiraten. Es waren eher, wie schon Sawya geschrieben hatte, Dinge, die einen eher rational durch den Kopf gehen und dass es nach 9 Monaten doch eher recht früh ist. Wir hatten uns kennengelernt, da hatte sie mal gerade nach einer Woche ihren Freund verlassen (3,5 Jahre Beziehung). Und da sie dahingehend keine wirkliche Auszeit hatte, war ich oft derjenige, der ihr dann geholfen hat, darüber hinweg zukommen. Und nach 9 Monaten, wo das Thema noch nicht vom Tisch war, hatte sie mir dann den Antrag gemacht, bei dem sie sogar noch kurz vorher ihren Ex erwähnt hat. Das hat mir damals lange Zeit zu denken gegeben, wieso er sogar beim Antrag noch eine Rolle spielte. Ihre Mutter, zu der sie ein sehr gutes Verhältnis hat, spielt da sicherlich auch noch eine Rolle, aber das ist eine andere Geschichte.
Ja, es war in der Tat mein Fehler, dieses 2 mal zu wiederholen. Ich hätte von vorne herein sagen sollen, dass mir das zu schnell geht. Aber sie ist leider ein extrem emotionaler Mensch, der nicht wie ich noch immer seinen Verstand oder Zweifel einschaltet oder rational über die Sache denkt. Sie handelt oft sehr aus dem Herzen heraus und das liebe ich auch so an ihr. Das war auch einer der Gründe, weshalb ich es auch 2 mal versucht habe. Doch dann kamen immer wieder die Zweifel - wir sind noch so jung und so kurz zusammen, es passt zwar alles wunderbar, aber wieso warten wir nicht noch eine Weile, festigen uns, bis wir es uns beide wünschen. Aber das ist nunmal leider passiert. Ich würde mir lieber wünschen, zu erfahren, ob man sowas bei einer Frau überhaupt noch mal wieder in Ordnung bringen kann und vor allem wie.
Ich habe ihr auch schon diesen Standpunkt erzählt, seit dem wir uns getrennt haben. Habe ihr Briefe geschrieben. Leider habe ich jedes mal die Schuld auf mich genommen und um Verzeihung gebeten. Aber wie du schon sagtest, Sawya, ist das nicht der richtige Weg.
Ich weiß nicht, ob man sagen kann, dass man nicht zusammen passt, nur weil man sich in diesem Punkt unterscheidet bzw. andere Zeitebenen berücksichtigt, ich will das einfach nicht wahrhaben, dass so was eine Beziehung kaputt machen kann.
Ich denke mir oft, dass da noch mehr sein muss, außer meiner eigenen Unsicherheit oder meines angeknacksten Selbstwertgefühls. Wieso kann ich mich so schwer entscheiden, obwohl die Antwort klar vor mir steht?
Ich will auch nicht sagen, dass ich die alleinige Schuld trage. Sie hat sicherlich auch ihren Teil dazu beigetragen. In den letzten Monaten war ich im Büro kaum in der Lage normal zu arbeiten. Und als ich dann noch erfahren habe, dass sie heimlich neue Bekanntschaften macht, fühlte ich mich direkt in die Lage ihres letztens Ex-Freunds versetzt.
Bis auf Briefverkehr habe ich leider keine andere Kontaktmöglichkeit zu ihr, weil Telefonate und Treffen für diese 3 Monate ausschließt. Jetzt habe ich ihr vorgestern wieder so einen schuldaufnehmenden Brief geschrieben, geantwortet hat sie noch nicht. Wie kann ich ihr den deutlich machen, dass wir beide darüber klarer reden sollten?

Vielen Dank übrigens für die Antworten!
 

Benutzer2160 

Beastialische Beiträge
also nur für den fall, dass es falsch rüber kam: ich finds völlig in ordnung, dass du noch nich heiraten willst.
is halt nur blöd, dass du zwei mal gesagt hast, dass du willst und es dann zurückgenommen hast.

ich würde sie einfach jetzt mal in ruhe lassen.
sie hat so keine möglichkeit, sich mal ihre eignen gedanken zu machen. außerdem hat das was von hinterherlaufen und anbiedern.

wenn sie zurückwill, dann wird sie es dir mitteilen.... ansonsten hast du es eben verkackt und machst es durch permanente anwesenheit nich besser, sondern eher schlimmer
 

Benutzer102997 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ja, ich denke, das wird das Beste sein. Wenn ich sie jetzt noch unter Druck setzte führt das wohl mehr oder weniger zu meiner damaligen Situation...
Jetzt heißt es abwarten, Tee trinken und mich so gut es geht abzulenken und nochmal klar und deutlich über alles nachzudenken.

Übrigens: Großartiges Zitat von Barney Stinson's in deiner Signatur, so was brauche ich jetzt :smile:
 

Benutzer102211 

Öfters im Forum
Abwarten und Nachdenken reicht noch nicht ganz

Zit. Beastie:
... wenn sie zurückwill, dann wird sie es dir mitteilen.... ansonsten hast du es eben verkackt und machst es durch permanente anwesenheit nich besser, sondern eher schlimmer ...
So sehe ich das auch. Sie wird nicht zurück wollen, denn sie wird
an ihrem neuen Typen einige Seiten entdeckt haben, die sie bei
Michael vermisst.
Aus, vorbei, es ist Zeit, nach vorne zu schaun und Konsequenzen
zu ziehen.
Leider wird das jetzt etwas schmerzhaft werden.


zit. Michael:
Nicht, dass ihr mich missversteht. Mit "mit ausleben" meinte ich nicht Frauengeschichten. Ich hatte schon ein paar Beziehungen vorher, sogar 2 langjährige. Was das angeht, darüber bin ich hinaus, "Erfahrung sammeln" etc. ...

Offensichtlich – so lese ich es jedenfalls aus obigen Beiträgen
heraus – hast Du diese Erfahrungen aber bis heute nicht bis zur
vollen Konsequenz verarbeitet. Das ist aber durchaus normal,
denn viele Männer schaffen das gar nicht.
Die Folge ist entweder ein Lebensweg durch viele zerstörte
Beziehungen oder eine nicht so sehr glückliche Zweckbeziehung.

Wie kann man es besser machen?

Zunächst möchte ich einmal den Fall „Glück gehabt“ aisschließen.
Ich sage, daß die meisten Glücklichen Beziehungen mit viel Einsatz
und Hingabe erarbeitet werden müssen.

Zuerst muß man sich einmal darüber im Klaren sein, wirklich eine
erstklassige Frau an seiner Seite haben zu wollen.
Solche Frauen sind sehr anspruchsvoll und sie wollen sich auch
weiter entwickeln.
Der Partner muß diesen Ansprüchen gerecht werden wollen und
100%-ig mitziehen.

Das bedeutet: geben wollen – und zwar mehr geben wollen, als man
zu nehmen in der Lage ist.
So lange man diese Einstellung noch nicht hat, ist man noch nicht
reif für die „Richtige“.
In der Praxis bedeutet dies, man wird sie verlieren und die nächste
ebenfalls usw.

Eine anspruchsvolle Frau möchte einen Mann, der u.a.
- gesund und sportlich ist und entsprechend gut aussieht,
- erfolgreich und geachtet ist,
- intelligent, kompetent, nett und charmant ist,
- einen sehr guten Sex bieten kann usw.


Das sind aber nur die Äußerlichkeiten, das ist leider noch nicht
alles.

Auf Dauer braucht eine anspruchsvolle Frau einen Partner, der
bereit ist, sich mit ihr zusammen zu entwickeln.
Das bedeutet maximale Kompromißfähigkeit und den Willen,
sich selbst für sie zu verändern. Das beinhaltet u.a. auch,
einige liebgewonnene Dinge für immer aufzugeben oder bereit zu
sein, völlig neue Wege einzuschlagen.

Also – mit o.g. Äußerlichkeiten kann man sich einer anspruchsvollen
Frau nähern. Aber nur mit bedingungslosere Selbstaufgabe kann man
sie auf Dauer behalten.

Beispiele dafür findet jeder in der eigenen Umgebung,
z.B. Männer, die schon wegen Äußerlichkeiten bei den
Frauen durchfallen.
Andere Beispiele liefern uns die Medien, z.B. die vielen
geplatzten Beziehungen der Prommies.

Vorläufiges Fazit für Michael:
1.) die verflossene Beziehung abhaken, die kommt nicht wieder,
2.) Kompromißfähigkeit lernen ( beginnt mit Theorie ),
3.) in der nächsten Beziehung mußt du bereit sein, Dich für sie
zu verändern bis zur Selbstaufgabe.

Das Faultier
 

Benutzer99399 

Beiträge füllen Bücher
Aber nur mit bedingungslosere Selbstaufgabe kann man
sie auf Dauer behalten.

...

3.) in der nächsten Beziehung mußt du bereit sein, Dich für sie
zu verändern bis zur Selbstaufgabe.

Äh... sich Mühe geben und in die Beziehung einbringen und Kompromisse eingehen ist ja alles schön und gut.

Bedingungslose Selbstaufgabe? Ein absolutes No Go!
 

Benutzer102728 

Verbringt hier viel Zeit
es wird schwer sein hier noch einen Neuanfang zu wagen, wobei sie da den Schritt gehen müßte.... momentan liest es sich nicht so. Aber vielleicht hast du Glück und wie heißt es so schön "Wenn es wahre Liebe war, kehrt sie zu dir zurück". Aber, ja ein aber gibt es, sie hat viel erlebt mit dir. Sicherlich auch Gutes und Schönes, aber oft merkt sich der Mensch nur das Negative bzw. so zwei Anträge sind halt doch schon heftig

jedenfalls solltest du an dir arbeiten, weil man für seinen Partner/in da sein muss... wenn sie weint in einem Zimmer und du in einem anderen Zimmer bei deinen Freunden sitzt, sorry das ist nicht akzeptabel. Da müßte dir doch selbst ein Licht aufgehen, sowas ist "nicht nett". Man kann nicht immer richtig reagieren, aber wenn deine Partnerin niedergeschlagen ist, darfst du sie nicht alleine lassen. Hier geht es um auch in schlechte Zeiten für sie da zu sein.

Bis zur Selbstaufopferung kann man streiten, ob man soweit gehen soll... ich würde sagen ja, wenn man überzeugt ist von der Liebe. Ansonsten gibt es natürlich noch die aggressive Möglichkeit, sie anzurufen, Breife schreiben usw., andererseits kann das 2 Folgen haben: entweder sie sieht das positiv, das du an ihr hängst oder sie zieht sich weiter von dir zurück.

arbeite an dir, mach dir Gedanken was du falsch gemacht hast, schreib es auf und schreib auf was hättest du stattdessen machen sollen. Wende dich an gute Freunde und erzähl ihnen das oder an eine gute Freundin von ihr und (das kann dann manipulierend wirken) erzähl was du für ein"Arsch" warst.

Ich drück dir die Daumen, wenn du dich änderst und es wieder was werden sollte. Aber bitte, denk daran das du dich ändern musst, außer du suchst dir eine Partnerin die damit umgehen kann
 

Benutzer83875 

Öfters im Forum
Ich kann gut verstehen, dass du sie nicht gleich heiraten wolltest.

Der Fehler war, dass du ihr nicht klar gemacht hast: "Ich will dich heiraten - aber im Moment fühle ich mich dazu noch nicht bereit, lass uns mit der Verlobung noch etwas warten." - Denn das ist, nach allem was du hier erzählst, ja dein Plan.

Für sie muss sich das aber eher so angefühlt haben, als ob du sie eigentlich nie heiraten willst - und nur zwei mal Ja gesagt hast um sie (noch) nicht zu verlieren.

Ihr müsstet auch mal an eurer Streitkultur arbeiten. Nach dem, was du beschreibst, waren eure Diskussionen zermürbend und haben zu nichts geführt. Ihr habt nur eure Standpunkte gegenseitig klargestellt und wurdet dabei immer unglücklicher. Vielleicht liest du mal einen Ratgeber darüber, wie man streitet. Wenn es einen Punkt gibt, an dem ihr nicht zusammenkommt, müsst ihr nach einem Kompromiss suchen.
 

Benutzer102997 

Sorgt für Gesprächsstoff
Danke für eure Antworten, ich war das Wochenende unterwegs und konnte leider nicht antworten.

Für sie muss sich das aber eher so angefühlt haben, als ob du sie eigentlich nie heiraten willst - und nur zwei mal Ja gesagt hast um sie (noch) nicht zu verlieren.

Diese ganze Sache ist einfach aus dem Ruder gelaufen. Hätte ich ihr von Anfang an klar gesagt, was ich denke und wie ich mich dabei fühle, wäre die ganze Geschichte anders gelaufen. Ich hätte mich dann auch nie von ihr so distanziert, weil es die ganzen, wie du schon richtig gesagt hast, zermürbenden Gespräche darüber bei mir immer ins Gegenteil geschlagen sind, statt mich wieder näher zu ihr zu bringen. Aber das war's dann auch leider schon mit den großen negativen Dingen, die uns bzw. mich so gestört und angegriffen haben. Im Nachhinein ist man immer schlauer und weiß, wie an hätte eigentlich handeln sollen. Ich bin da leider oft sehr impulsiv und schütte mich aus, bevor ich über das Gesagte konkret nachdenke. Das hat mir leider schon zu oft gezeigt, wie sehr das nach hinten losgehen kann.

es wird schwer sein hier noch einen Neuanfang zu wagen, wobei sie da den Schritt gehen müßte.... momentan liest es sich nicht so. Aber vielleicht hast du Glück und wie heißt es so schön "Wenn es wahre Liebe war, kehrt sie zu dir zurück". Aber, ja ein aber gibt es, sie hat viel erlebt mit dir. Sicherlich auch Gutes und Schönes, aber oft merkt sich der Mensch nur das Negative bzw. so zwei Anträge sind halt doch schon heftig

Ich weiß nicht, ob es so unmöglich ist, ich gehe da von einer 50 50 Chance aus. Sie hat mir immerhin in dem letzten Brief gesagt, wenn wir die Zeit bestehen (also die 3 Monate) und ich immer noch an unsere Liebe glaube, dann soll ich auch wissen, dass sie es auch tut und es immer noch eine Frau gibt, die daran glaubt.
Ich lese da immer noch heraus, dass sie damit ebenfalls noch nicht abgeschlossen hat.
Deswegen fällt es mir auch unmöglich, mit dem Thema abzuschließen.

Was das Thema Selbstaufgabe betrifft, bin ich der Meinung, dass sie irgendwann zu einem Bruch des Selbst führt.
Sich für den anderen aufopfern und seine eigenen Interessen für die Beziehung und sie nicht mehr an erster Stelle stehen zu haben, finde ich eher angebrachter. Selbstaufgabe hat im Namen schon so etwas selbstzerstörerisches und hoffnungsloses. Das kann nicht der richtig Weg sein und führt auch auf Dauer bei einer Partnerschaft nicht zum Erfolg, da es ja auch bedeutet, selber nicht mehr glücklich zu sein.
Für den anderen da zu sein, wenn es im schlecht geht, ja, das gehört definitiv dazu, Kompromisse schließen, ja. Aber wenn man ständig alles hinterfragt, leidet darunter irgendwann die Liebe. Klar muss man an einer Beziehung arbeiten und sich dafür aufopfern, eine Beziehung ist ja kein Egotrip, aber man sollte immer alles mit sich selbst vereinbaren können, immer das Richtige zu tun, für den Partner und für sich.
Lange Zeit habe ich in der Beziehung nur an mich gedacht - was ist das Beste für mich - wie fühle ich mich am sichersten. Ich habe das natürlich immer mit ihr zusammen im Hinterkopf überlegt.
Mein Problem ist einfach meine Art, welche es nur schwer zu lässt, sich voll und ganz auf andere Leute zu verlassen. Ich bin nicht egoistisch, aber es fehlt mir nicht leicht, mich in einer Beziehung fallen zu lassen. Dadurch ist schon die ein oder andere Beziehung zu Bruch gegangen. Aber in dem Fall hier, kann es nicht so weiter gehen. Ich muss mich nicht nur ändern, sondern will es auch. Ich bin an einem Punkt, wo ich selber merke, dass mir das nicht gut tut und noch viel schlimmer, dass ich damit Menschen verletzte, die ich liebe.

Auf Dauer braucht eine anspruchsvolle Frau einen Partner, der
bereit ist, sich mit ihr zusammen zu entwickeln.
Das bedeutet maximale Kompromißfähigkeit und den Willen,
sich selbst für sie zu verändern. Das beinhaltet u.a. auch,
einige liebgewonnene Dinge für immer aufzugeben oder bereit zu
sein, völlig neue Wege einzuschlagen.

Also – mit o.g. Äußerlichkeiten kann man sich einer anspruchsvollen
Frau nähern. Aber nur mit bedingungslosere Selbstaufgabe kann man
sie auf Dauer behalten.

Ich stimme dir da in vielen Punkten überein. Aber den Punkt bedingungslosere Selbstaufgabe kann ich so nicht unterschreiben. Die Gründe hatte ich ja schon weiter oben beschrieben. Kompromißfähigkeit ja, aber wie soll man durch die persönliche Selbstaufgabe selber jemals glücklich werden, auch wenn man den Partner noch sehr liebt und alles für ihn tut?

Ich habe noch die Hoffnung nicht aufgegeben. Mein Dilemma besteht immer noch darin, wie ich mich ihr gegenüber verhalten soll - Briefe schreiben ja oder nein? Ich gehe schon von aus, dass sie sich tatsächlich Gedanken über uns macht. Aber würde eine Intervention meinerseits die Sache verschlimmern oder verbessern?
 
2 Woche(n) später

Benutzer102211 

Öfters im Forum
Selbstaufgabe endet nicht in Zerstörung

Dieser Thread hat sich etwas beruhigt und es ist auch etwas
Zeit vergangen. Darum will ich hier mal zwei Details etwas
ausführlicher darstellen.

Michael:
... Ich habe noch die Hoffnung nicht aufgegeben. Mein Dilemma besteht immer noch darin, wie ich mich ihr gegenüber verhalten soll - Briefe schreiben ja oder nein? Ich gehe schon von aus, dass sie sich tatsächlich Gedanken über uns macht. Aber würde eine Intervention meinerseits die Sache verschlimmern oder verbessern? ...

Meine Erfahrung lautet, daß Du diese Beziehung durch Dein Verhalten
zerstört hast. Du selbst bist gerade auf dem Wege, das zu erkennen.
Sie versteht es wahrscheinlich gar nicht und handelt nach Gefühl.

Beziehungen zwischen Mann und Frau beginnen mit einem kurzen
Augenkontakt. Beide Partner haben sich vorher unterbewußt
abgecheckt und mit dem Blick in die Augen kommt die Bestätigung,
daß dann der Flirt beginnen kann.
In der Regel sieht ein Mann, was eine Frau braucht. Wenn dies
zu ihm selbst passt, dann geht er auf sie zu.
Die Wahrscheinlichkeit ist relativ hoch, daß Deine Freundin in der
nächsten Zeit irgendeinem Mann begegnet, der ihren Gefühlszustand
auf einen Blick erkennt, spontan ein belangloses Gespräch beginnt
und dann auch schon direkt auf sie eingeht.
Das passiert einfach und sie erkennt an ihm etwas, was sie an Dir
vermisst hat.
Egal, was Du jetzt unternimmst, der Andere wird einfach die
besseren Karten haben, denn mit ihm verbindet sie noch nichts,
was ihr wehgetan hat.
Fazit:
Tu nichts, hake diese Beziehung ab und stehe ihr nicht weiter
im Wege.
Offen ist nur noch eine Variante:
Sie nimmt das Ruder in die Hand und erobert Dich zurück und
wird Dich so erziehen wollen, wie sie Dich haben will.


Michael:
...Was das Thema Selbstaufgabe betrifft, bin ich der Meinung, dass sie irgendwann zu einem Bruch des Selbst führt.
Sich für den anderen aufopfern und seine eigenen Interessen für die Beziehung und sie nicht mehr an erster Stelle stehen zu haben, finde ich eher angebrachter. Selbstaufgabe hat im Namen schon so etwas selbstzerstörerisches und hoffnungsloses. Das kann nicht der richtig Weg sein und führt auch auf Dauer bei einer Partnerschaft nicht zum Erfolg, da es ja auch bedeutet, selber nicht mehr glücklich zu sein...
... Aber den Punkt bedingungslosere Selbstaufgabe kann ich so nicht unterschreiben. Die Gründe hatte ich ja schon weiter oben beschrieben. Kompromißfähigkeit ja, aber wie soll man durch die persönliche Selbstaufgabe selber jemals glücklich werden, auch wenn man den Partner noch sehr liebt und alles für ihn tut? ...

Dies ist anspruchsvoller.
Kennst Du die Grundgesetze der Dialektik ?
Wenn nicht, Google das mal. Jetzt geht es um Negation der Negation.

In Kurzform:
Er gibt sich zunächst vollständig auf für sie,
d.h. er ist zunächst bereit, für sie an sich alles zu ändern.
Sie liebt ihn aber so, wie er ist ( Ausnahme Zweckpartnerschaft
ohne Liebe ).
Durch ihr Verhalten fordert sie von ihm genau das ab, was sie
an ihm besonders liebt und das entwickelt er dann an sich weiter
und zwar ausschließlich in dem neuen Zusammenhang.
Die hoffentlich wenigen Dinge, die sie nicht so sehr liebt,
die verblassen natürlich dann bei ihm und genau das sichert
eine lange glückliche Beziehung.
Einige andere Dinge entstehen aus gemeinsamen Interesse neu
und dafür müssen Zeit u.a. Ressourcen frei gemacht werden.

Ein Beispiel:
Geldsack verliebt sich in Konsumsüchtige.
Normalerweise wäre solch eine Partnerschaft zum Scheitern
verurteilt, weil er niemals bereit wäre, sein Vermögen für
sie zu opfern.
Er würde also eine sichere Variante konstruieren, die etwa so
funktioniert, daß er ihr monatlich, wöchentlich oder täglich
das zum Verjubeln gibt, was er entbehren kann.
Er erwartet i.d.R. von ihr Anwesenheit, Schönheit, Sex.
Irgendwann aber produziert sie Skandale, nimmt Kredite auf,
treibt es mit dem Masseur usw. und die Beziehung ist kaputt.

Wäre er aber von Beginn an bereit, die volle Verantwortung
für Einkommen, Vermögen und Ausgaben mit ihr zu teilen,
dann ständen die Chancen wohl besser.
Geld wäre das Thema des Abends. Genau dafür liebt sie ihn ja auch.
Vermutlich gäbe es einigen Streit und manchmal heftigen Sex
danach.
Im Ergebnis würde sie aber seine Prinzipien des Vermögensmanagments
übernehmen, weil sie ja das Geld an ihm am meisten liebt.
Anders ausgedrückt – nur wenn er bereit ist, das Risiko der eigenen
Zahlungsunfähigkeit einzugehen, kann er langfristig erreichen,
daß sie verantwortungsvoll mit seinem Vermögen umgeht und nur so
hat diese Beziehung eine Chance auf Dauerhaftigkeit.
Es ist natürlich an ihm, diesen Entwicklungsprozeß clever zu
steuern.

Das Beispiel Vermögen ist vielleicht am prägnantesten.
Alle anderen Dinge, die sich mit einer festen Beziehung ändern
bzw. die aufgegeben werden, laufen ähnlich.
Nichts, was wertvoll ist, geht wirklich verloren. Es gelangt
nur in gemeinsame Verantwortung und wird gemeinsam meißt sogar
noch besser weiter entwickelt.

Umd jetzt stellt sich die Frage nämlich plötzlich ganz anders.
Glaubst Du, daß sie wirklich die Richtige ist, um mit Dir
alles zu teilen, und mit Dir gemeinsam die Verantwortung für
Euer Leben zu übernehmen ?
Glaubst Du, daß Du selbst schon weit genug für diese
Verantwortung bist?

Nach allem, was Du geschrieben hast, denke ich, daß erhebliche
Zweifel bestehen.
Also ist es ganz natürlich, daß Eure Beziehung jetzt auseinander
geht. Ihr werdet aber beide dadurch reifer.
Spätere Beziehungen werdet Ihr dann mit anderen Voraussetzungen
beginnen.
Es ist in unserer modernen Gesellschaft völlig normal, daß
Beziehungen kaputt gehen bzw. daß jeder Mensch nacheinander
mehrere unterschiedliche Beziehungen hat.
Auch normal ist, daß ein junger Mensch noch nicht alles ist
und kann, was für eine dauerhafte Beziehung wichtig ist.

Das Faultier
 

Benutzer81102 

Meistens hier zu finden
Also ich weiß ja nicht -
aber so oft in diesem Forum denke ich, dass es das Beste wäre, den erstellten Thread mit allen Meinungen, Postings und Reaktionen dem Partner zu zeigen.

Und auch in diesem Fall. Denn ich finde es eigentlich eindeutig, dass deine Freundin, lieber TS, dich sehr geliebt hat und sich nur aus Ängsten, Unsicherheiten und Verletztheit getrennt hat.
Sie wollte dich heiraten. Für sie war das nicht nur einfach eine der Beziehungen, die man in jungen Jahren hat und irgendwann wieder beendet.
Und warum hat sie sich getrennt? Weil sie das Gefühl hatte, diese Liebe, die sie vielleicht für dich empfindet, so nicht bekommen zu können. Und deswegen hat sie sich auch gegen Ende zu anderen Männern hinorientiert, weil ihr die Bestätigung vielleicht gefehlt hat und sie das Gefühl brauchte, dass es einen Menschen gibt, der sie bedingungslos haben will. So könnte ich mir das zumindest vorstellen und ganz ehrlich? Ihre Bekanntschaften verstehe ich total gut.
2mal nach einem Heiratsantrag wieder abgewiesen zu werden, muss mörderisch weh tun und unglaublich verunsichern.

Und das Schlimme ist, dass ihr das nichtmal vernünftig geklärt habt (dass es für dich einfach noch zu früh ist), sondern du irgendwelchen Mist als Grund vorgeschoben hast.

Ich möchte hier garnicht über die jeweiligen Fehler reden, sondern einfach nur nahelegen, ihr diesen Thread zu zeigen, indem du ihr vielleicht den Link dazu schickst.

Sie hatte starke Gefühle für dich und die Trennung und die vorherige Distanzierung geschah eher aus einer Not heraus und nicht, weil sie dich nicht wollen würde.

Natürlich kann es sein, dass der Zug jetzt abgefahren ist - unter solchen Aktionen leidet das Vertrauen bestimmt enorm und vielleicht ist alles zu spät.

Aber man liest aus jeder deiner Zeilen heraus, wie sehr du sie liebst und wie verzweifelt du bist.
Und das ist es doch eigentlich, was sie die ganze Zeit über immer spüren und erfahren wollte von dir.

„Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“
Berthold Brecht

Ich würde es versuchen. Und dieser Thread hier beherbergt die ehrlichsten Worte, die tiefsten Gefühle, die du ihr geben kannst.
Und dann würde ich ihr Zeit geben.
Und warten (und ihr das auch so sagen).

Wenn sie nicht mehr will, dann kannst du leider nichts mehr verändern, aber du hast es wenigstens versucht.
Dann musst du es als bittere Erfahrung in deinem Leben verbuchen und daraus für die Zukunft lernen.

Aber ich sehe hier durchaus noch Chancen.
 

Benutzer102997 

Sorgt für Gesprächsstoff
Nach allem, was Du geschrieben hast, denke ich, daß erhebliche
Zweifel bestehen.
Also ist es ganz natürlich, daß Eure Beziehung jetzt auseinander
geht. Ihr werdet aber beide dadurch reifer.

Ich denke für einen Ausstehenden ist das alles schwer zu durchschauen. Ich kann hier leider nicht wirklich alle Umstände beschreiben, das würde einfach den Rahmen sprengen. Was ich aber sagen kann, ist, dass sie nicht der Mensch ist, der sowas leicht aufgeben wird. Ich habe mit ihr noch relativ regelmäßigen Kontakt. Nichts konkretes, aber viele Indizien, die mir zeigen, dass sie momentan hart mit sich kämpft und damit noch nicht abgeschlossen hat. Sie ist unglaublich traurig, lässt aber hin und wieder durchblicken, dass noch nicht alles vorbei ist. So versuche ich das zumindest zu verstehen.
Ich kenne auch das Grundgesetze der Dialektik. Eine ständige gegenseitige Angleichung und auch eine Art der Selbstaufgabe, aber im positiven Sinne, quasi eine Weiterentwicklung, die alles zusammenfasst und festhält.
Glaubst Du, daß sie wirklich die Richtige ist, um mit Dir
alles zu teilen, und mit Dir gemeinsam die Verantwortung für
Euer Leben zu übernehmen ?
Glaubst Du, daß Du selbst schon weit genug für diese
Verantwortung bist?
Dieser Gedanke kam mir leider viel zu spät. Ich war so sehr mit mir selbst beschäftigt, dass ich all dies ausgeblendet habe, obwohl es das naheliegendste war. Ja, eigentlich war ich schon die ganze Zeit bereit dafür. Es ist dumm zu sagen, man merkt dies im eben erst im Nachhinein, aber in meinem Fall ist es leider so und lässt mich mehr oder weniger wie einen Dummkopf dastehen. Aus diesem Grund kann ich damit auch nicht abschließen und werde alles daran setzten, diese Frau wiederzubekommen, auch, falls es nicht klappen sollte, der Fall zu Boden umso schmerzhafter sein wird.
Sie hatte starke Gefühle für dich und die Trennung und die vorherige Distanzierung geschah eher aus einer Not heraus und nicht, weil sie dich nicht wollen würde.
Das ist ein weiterer Punkt, ich glaube nicht, dass sie uns bereits aufgegeben hat. Dafür war alles, auch wenn es noch so schwere Phasen gab, viel zu gut und zu schön, als dass man jetzt alles hinwerfen könnte, ohne wenigsten einmal darüber im klaren gesprochen zu haben.
Ich weiß nicht, ob deine Idee mit dem Link zu diesem Thread helfen würde. Ich habe ihr oft gesagt, was ich denke und empfinde in den letzten Wochen, eigentlich noch mehr, als ich hier gesagt habe. Aber wie du schon erwähnt hast, die Wunde ist enorm tief und kann nicht einfach verheilen. Es ist in den letzten Monaten viel passiert. Ich könnte es verstehen, wenn es nie wieder so wir früher sein wird. Andererseits kann ich mir durchaus vorstellen, falls es doch tatsächlich klappen sollte und wir wieder zueinander finden, die Liebe umso intensiver sein wird. Unsere momentanen Dialoge, die zwar kurz sind und auch sehr weh tun, lassen mich indes immer noch hoffen.
 

Benutzer103149 

Sorgt für Gesprächsstoff
scheiss drauf, warum sollst du sie nach 9 monaten schon heiraten, wenn die frau so rumzickt dann hättest du keine Freude an ihr gehabt, sei froh !!!^^
 
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