verliebt, verlobt, verheiratet... ab wann und wie zieht man zusammen?

Benutzer22419 

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könnt ihr nicht in einen vorort ziehen? da sind die mieten meistens billiger.. ich kenn das nur aus münchen da sind die wohnmieten direkt in der stadt sehr hoch und deswegen ziehen die meisten auch in vorstädte und nicht direkt in die stadt.
War auch erst mein Gedanke. Aber zum einen hat die TS keinen Führerschein und ist somit auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen und zum anderen sind die Mieten rund um HD (wenn sie diese Stadt meint) auch kaum günstiger als in der Stadt. Es sei denn, man zieht aufs Dorf, aber da ist dann wieder die Verkehrsanbindung miserabel.

ne 2 zimmerwohnung rate ich von ab.. meistens sind sie so klein und auch nur für eine person gemacht. war jedenfals bei uns das der vermieter meinte das er in der wohnung nur eine person haben will statt 2. und überhaupt wäre das ziemlich eng wenn man besuch über nacht bleibt. na klar kommt es immer auf den schnitt an aber die meisten 2 zm wohnungen waren einfahc zu klein
Schon. Aber als Übergangslösung bis sie mit dem Referendariat fertig ist und deutlich mehr verdient, wäre das doch denkbar. Muss ja nicht alles vom ersten Tag an perfekt sein.
 

Benutzer63318 

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das stimmt allerdings auch wieder.. ich mein es kommt ja auch imemr auf den schnitt der wohnung drauf an. es gibt auch große 2 ZW aber die muss man erstmal finden..
naja vorort ist halt vielleicht nicht gerade günstig wegen verbindungen aber vielleicht wohnt ja jemand in der nähe der sie mitnehmen kann oder halt man beißt in den sauren apfel und muss sich den verkehrsverbindungen anpassen. zu not auch mit rad fahren..
ist ja nur so eine idee.. ich weiß natürlich nicht wie mies die verbindungen da sind.
 

Benutzer45886 

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einige Zeit zusammen sein - zusammen ziehen - lange zusammen sein und dann verloben, wenn man vor hat, in absehbarer Zeit (1 Jahr bis max. 2 Jahre) zu heiraten.

Ratschläge anhören, darüber nachdenken und dann selbst entscheiden, was für einen gut/wichtig ist.
 

Benutzer83758  (38)

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Also das mit den 2-3 Jahren, liebe TS war keine allgemeine Zahl, das empfinde ich nur für mich persönlich als angemessene Zeitspanne wo ich sehe, passt es oder nicht? Ich könnte einfach nicht gleich nach nem halben Jahr zusammen sein schon zusammenziehen bzw. mich gleich verloben.

Du und dein Schatz, Threadstarterin werdet ja nun sicher alles abgewogen haben und auch nachgerechnet und alles was halt dazugehört, geh ich mal von aus.

Ich kann mir aber auch Paare vorstellen, die haben nichts dergleichen gemacht. Keine gemeinsamen realistischen Zukunftspläne, wie man die Wohnung und die Lebenshaltungskosten zahlen kann. Nein, da ist nur der Punkt gewesen: ach jetzt kann ich mit meinem Schatz zusammen wohnen. Brauche ja wohl nicht zu erwähnen, dass solche Beziehungen die ersten Wochen in einer gemeinsamen Wohnungen meist zum Scheitern verurteilt sind bzw. nen schwereren Stand haben weil man halt in der Verliebtheit mit der rosaroten Brille jeglichen Verstand und Verantwortung ausgeschalten hat. Wenn die erstmal weg ist und man die Fehler und Macken sieht und damit gar nicht klarkommt dann gibts sicherlich Probleme. Dann kommen die Streits und die Ratlosigkeit, wie man alles bezahlen soll und wenn das Geld anfängt zu bestimmen weil nicht mehr genug da ist, gibt es öfter Streit. Ja, sicher den hat man auch wenn man vorher schon länger zusammen war. Aber wenn man so gar nix erspartes hat oder einfach so ins Blaue hinein zusammenzieht ohne das Konsum- und Sparverhalten des Partners zu kennen ist einfach keine Grundlage da. Dann muss man sich entweder zusammenraufen oder die Beziehung wird beendet, die Wohnung wieder gekündigt und man muss den Eltern/Freunden/Bekannten das Zugeständnis machen dass sie doch recht hatten und einfach die nötige Reife gefehlt hat.
 
G

Benutzer

Gast
Ich würde erstmal zusammenziehen. Selbst habe ich soooo viele Macken, da müsst ich erstmal sehen, ob der Typ damit klarkommt :zwinker: Wenn er es eine Weile mit mir ausgehalten hat und mich dann tatsächlich heiraten möchte, kann ich mir sicher sein, dass er es ernst meint :-D

Im Moment finde ich dabei das WG-Modell auch total super. Ich weiß, dass ich manchmal einfach Zeit brauche, und auch einen Platz, wo mich keiner stört, der sozusagen mein "Revier" ist. Wo ich die Tür schließen kann und dann eben mal eine Weile nicht da bin. Genauso hätt ich auch gerne ein Zimmer für ihn, damit ich sagen kann "Du nervst, geh mal 'ne Runde in dein Zimmer" :-D

Mein bester Freund und seine Ex haben das auch so gemacht. Jeder ein kleines Wohn- oder Arbeits- oder Musizierzimmer und ein gemeinsames Schlafzimmer. Fand ich toll :smile:
 

Benutzer69282 

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Wie siehst du es denn?
Geht das Zusammenziehen ohne Trauschein eigentlich auch schon gegen deine Moral- und Wertvorstellungen? Oder ist es wirklich nur die Angst vor der Ablehnung der anderen?
früher dachte ich, dass es normal sei, erst zusammenzuziehen, wenn man heiratet. Ich hatte aber auch meist eher Angst davor und war daher mit dieser Vorstellung nicht ganz unzufrieden. Meien Beziehungen damals waren aber auch (nachträglich gesehn) immr ziemlich verkörkst, aber irgendwie hat mich da halt in Bezug auf meine Moralvorstellungen meine Umwelt ziemlich geprägt.
Ich hab mir aber dann halt in letzter Zeit(auch vor der heutigen Beziehung) viel GEdanken um das Thema gemacht und rausgefunden, dass die Meisten das entweder aufgrund der wideren Umstände machen, oder weil sie Anhänger der Kein-Sex-Vor-Der-Ehe-Fraktion sind. Ich aber eben nicht. Also widerspricht es nicht meinen Moralvorstellungen, obgleich andere Moralvorstellungen von meiner Umwelt erwartet werden.

Natürlich sind drei Zimmer besser als zwei, aber tut es nicht notfalls für die Dauer des Refs auch eine kleinere Wohnung mit Arbeitsecke im Wohn- oder Schlafzimmer? Was größeres könnt ihr euch immer noch suchen, wenn du "richtig" arbeitest.
Ich kann nur schwer abschalten von dem was ich mit Herz tue. Im Ref ist man eh ständig mit Schule beschäftigt. Es ist eher ein Selbstschutz das Ganze so besser handlen zu können, wenn ich einfach die Tür zumachen kann. Das Zimmer müsste also nicht gross sein, sondern einfahc nur nr Tür haben, wo mein Arbeitszimmer draus werden soll.

Off-Topic:
Upps, hab grad im Profil deinen Wohnort entdeckt - ist die Stadt mit den extrem hohen Mieten HD?
nein aber ein ähnliches Preisniveau.

Was wiegt für dich denn nun schwerer - die Angst, dass das Geld nicht reicht oder die Angst vor der Reaktion des Umfelds?
finanziell mach ich mir keine Sorgen. Das hab ich immer hinbekommen. Zur Not geh ich Babysitten etc. Ich hab glaub eher Angst, dass sowohl Familie als auch Umfeld komisch reagieren.

Also das mit den 2-3 Jahren, liebe TS war keine allgemeine Zahl, das empfinde ich nur für mich persönlich als angemessene Zeitspanne wo ich sehe, passt es oder nicht? Ich könnte einfach nicht gleich nach nem halben Jahr zusammen sein schon zusammenziehen bzw. mich gleich verloben.
hab ich früher auch so ähnlich gedacht. Heute denk ich, dass es davon abhängt, ob man von anfang an den richtigen Partner hat oder nicht.

Aber wenn man so gar nix erspartes hat oder einfach so ins Blaue hinein zusammenzieht ohne das Konsum- und Sparverhalten des Partners zu kennen ist einfach keine Grundlage da.
denke so ähnlich. In Sachen Sparsamkeit sind wir aber ähnlich unterwegs und wir haben nicht nur in Sachen Wochenende (ie verbrignen wir komplett zusammen, als würden wir zusammenleben) und auch in Sachen Urlaub die Erfahrungen gemacht, dass es einfach passt un grössere Probleme nicht zu erwarten sind. Sind ähnlich erzogen, beide sparsam und genügsam. Wenn eine solche GRundlage nicht dawäre würde ich das Zusammenziehen gar nciht in Erwägung ziehen.

Im Moment finde ich dabei das WG-Modell auch total super. Ich weiß, dass ich manchmal einfach Zeit brauche, und auch einen Platz, wo mich keiner stört, der sozusagen mein "Revier" ist. Wo ich die Tür schließen kann und dann eben mal eine Weile nicht da bin.
seh ich eigentlich genauso. Mein Freund ähnlich, aber ich hab jetzt von meinen besten Freunden (einer m eine w) da total negatives Feedback bekommen. Die fänden das doof, weil es nichts richtiges und nichs Ganzes ist und wenn man wirklich probieren wolle, ob man zusammenleben kann solle man das doch dann auch so machen, wie man es später vor hat.
Ich weiss nicht was ich davon halten soll. Ich denk, dass unser Beweggrund zusammen zu ziehen nicht die Frage eines "Probezusmamenwohnens" ist, denn das denk ich bekommen wir hin, sondern vielmehr einfach die Situation, die ansonsten nochmals bedeutet, dass wir 2 weiter Jahre getrennt leben und uns nur am WE sehen. Das finden wir beide ziemlich doof, da dann die WEs so vollgestopft sind und man unter der Woche viele Dinge allein machen muss, die sonst viel lustiger zu zweit wären(zb Essen/Kochen etc)

ach so, was mir noch einfällt. Das Thema "verliebt, verlobt verheiratet", ist nicht nur in Bezug auf die Erwartungshaltung unseres Umfelds gewählt. Wir wollen heiraten. Das wissen wir bereits jetzt. Die Frage ist halt nur, ob man sich besser dann verlobt bevor man zusammenzieht, u.U auch wg des Umfelds, oder ob das üblicherweise dann 1 Jahr vor der Hochzeit sein sollte.
 

Benutzer69138 

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Aber zusammenziehen würd ich auch nicht sofort. Das ist so grad der große Fehler vieler sehr junger Paare. Die ziehen schon nach 2-3 Monaten zusammen und dann isses vorbei. Man kann ja auch mal längere Zeit jeweils beim Partner bleiben um zu sehen ob man länger als ein Wochenende miteinander leben kann. Ok, wenn natürlich noch einer oder beide Partner bei den Eltern wohnen geht das schlecht. Sollte schon bei einem Partner ne eigene Wohnung vorhanden sein. Eine gemeinsame Wohnung ist halt schon ein Lebensabschnitt und daher sollte schon ne Grundlage da sein. Sprich: stabile Beziehung, die ersten Krisen sollten schon überwunden sein. Und es müsste ne Wohnung sein, die auch von einem bezahlt werden könnte. Man will nix böses denken, sondern realistisch sein, es könnte ja doch in die Brüche gehn und dann steht man auf der Straße weil sich einer allein die Bude ne leisten kann. Aber ich bin mir sicher du wolltest eher die optimale Reihenfolge wissen von uns und ich führ hier so Dinge auf, die vielleicht gar net reingehören.

Du sagst es ist ein fehler, schnell zusammen zu ziehen.
Hätte die Beziehung denn länger gehalten, wenn man jahre wartet bis man zusammen zieht?

was habe ich davon, wenn ich jahre "verplempere" und dann feststelle, oh, ein gemeinsames Leben funktioniert nicht?
also da denke ich ökonomisch, die macken will ich gleich zu beginn wissen, und die erkennt man eben am besten, wenn man "aufeinander hockt".
so weis ich wen ich vor mir habe, und kann mich gegebenenfalls schneller trennen, und mir einiges ersparen.

Deine Theorie würde ich nur bekräftigen, wenn beide partner noch überhaupt nicht reif sind, eine beziehung zu führen. sei es weil sie zu jung sind, oder es nie gelernt haben. dann halte ich warten für sinnvoll.

aber wenn man von zwei, erwachsenen, menschen ausgeht, die wissen wer sie sind, wohin sie wollen, und was sie an ihrem gegenüber schätzen, dann halte ich warten für unnötig.

genauso seh ichs beim heiraten. man sollte ein jahr zusammengelebt haben, und wenn die gemeinsame planung fürs leben übereinstimmt, seh ich auch keinen grund zu warten. außer der vorfreude vielleicht :schuechte

Die wohnung sollte von einem allein finanzierbar sein, das stimmt, aber die zeit für den anderen, der sich eine neue bleibe zu suchen muss für mich selbstverständlich. wenn man beschließt zusammen zu leben, muss man sich auch vorstellen können,im falle einer trennung es evtl. auch ein mal drei monate getrennt und mit streitigkeiten aushalten zu können. das kann man von einem erwachsenen menschen verlangen.

für mich ist die optimale reihenfolge: zusammen leben für mindestens ein jahr während dessen verloben, und innerhalb eines weiteren jahres heiraten.

eine beziehung beginnt erst richtig, wenn man zusammen lebt.

aber jahre warten würde ich persönlich nicht.
 

Benutzer22419 

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Wenn ich mir deine Beiträge noch mal so durchlese, komm ich immer mehr zu der Ansicht, dass euer Problem zum großen TEil selbst gemacht ist bzw. es eigentlich gar keines gibt.

Ihr habt mit gutem Grund gewisse Ansprüche an eine Wohnung, also wird es finanziell eng, aber du sagst selbst, es wird gehen. Prima.

Dann das mit den Eltern und dem sozialen Umfeld.
Ich würde in so einem Fall die familiäre Harmonie hinten an stellen und das tun, was ich für richtig halte - also ohne Verlobungsgedöns zusammenziehen. Wenn ihr das nicht wollt, spricht doch aber auch wirklich nichts dagegen, dass ihr euch halt in Gottes Namen doch jetzt schon verlobt, lange Verlobungszeit hin oder her. Wenn ihr das doch eh vorhabt, warum dann nicht jetzt und alle sind glücklich? Wenn ihr Angst habt mit Variante 1 die Verwandschaft zu verprellen, dann verlobt euch halt.
Zwei Jahre bis zur Heirat sind lang, ohne Frage. Aber auch dafür scheint es Gründe zu geben, wie du oben erwähnt hast. Diese Gründe sind vermutlich auch der Verwandschaft bekannt, oder?

Je länger ich drüber nachdenke, desto weniger sehe ich euer PRoblem :schuechte_alt:
 

Benutzer4590 

Planet-Liebe ist Startseite
Das Thema "verliebt, verlobt verheiratet", ist nicht nur in Bezug auf die Erwartungshaltung unseres Umfelds gewählt. Wir wollen heiraten. Das wissen wir bereits jetzt. Die Frage ist halt nur, ob man sich besser dann verlobt bevor man zusammenzieht, u.U auch wg des Umfelds, oder ob das üblicherweise dann 1 Jahr vor der Hochzeit sein sollte.

Wenn ich das richtig verstanden habe, ist deine eigene Ansicht doch inzwischen, dass man ruhig erst zusammen wohnen sollte, bevor man sich verlobt und heiratet - wenn du dich also jetzt mit deinem Freund verlobst, bevor ihr eine gemeinsame Wohnung habt, dann tust du das im Endeffekt nur, um die Erwartungen anderer zu erfüllen. So eine Entscheidung sollte man aber nicht treffen, weil andere das wollen.

Überhaupt spielt das bei euch offenbar eine sehr große Rolle, was die anderen denken, was sie von euch erwarten - ihr scheint euch schon ziemlich davon unter Druck setzen zu lassen. Fühlst du dich in diesem Umfeld denn überhaupt wohl? Auf mich macht es den Eindruck, als wären eure Freunde ziemlich intolerant und ließen keine andere Meinung als ihre eigene zu, und ganz ehrlich: Leute, die mich nicht so sein lassen, wie ich bin, sind für mich persönlich keine Freunde.

Meine Meinung ist da ganz klar: Es ist euer Leben und eure Beziehung, und ihr müsst die Dinge so machen, wie ihr es für richtig haltet. Ratschläge anderer kann man sich ja ruhig anhören, aber die Entscheidung ist eure, und nur eure. Lasst euch da nicht den Willen anderer aufzwingen, damit werdet ihr sicher nicht glücklich! Und wenn jemand nicht akzeptieren kann, dass ihr eure eigenen Entscheidungen trefft und euren Willen nicht den Vorstellungen anderer anpasst, dann habt ihr an so jemandem nicht viel verloren.
 

Benutzer69282 

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Wenn ich mir deine Beiträge noch mal so durchlese, komm ich immer mehr zu der Ansicht, dass euer Problem zum großen TEil selbst gemacht ist bzw. es eigentlich gar keines gibt.

das ist richtig. Ich sehe es nicht als Problem an sondern vielmehr als eine Sache, über die ich gerade nachdenke und zu deren Entscheidung ich gern auch andere Meinungen hören wollte. Hab ich auch oben erwähnt:
eigentlich ist es kein Problem, sondern vielmehr Gedanken, die ich mir mache.

Je länger ich drüber nachdenke, desto weniger sehe ich euer PRoblem :schuechte_alt:
wie gesagt gibt es auch keines, sondern einfach die Frage der Entscheidung und das Interesse, wie andere darüber denken und wie andere entscheiden würden.
Überhaupt spielt das bei euch offenbar eine sehr große Rolle, was die anderen denken, was sie von euch erwarten - ihr scheint euch schon ziemlich davon unter Druck setzen zu lassen. Fühlst du dich in diesem Umfeld denn überhaupt wohl?
ja, aber nicht unbedingt wegen der Meinungsverschiedenheiten oder dem Andspruch der Leute, ihre eigenen Maßstäbe an anderne anzulegen bzw zu erwarten, dass andere diese genauso leben. Habe mir da zb den Satz anhören müssen, dass es bedenklich sei, wenn jemand mehrere lange Beziehungen gehabt habe, bevor er heirate....

Auf mich macht es den Eindruck, als wären eure Freunde ziemlich intolerant und ließen keine andere Meinung als ihre eigene zu, und ganz ehrlich: Leute, die mich nicht so sein lassen, wie ich bin, sind für mich persönlich keine Freunde.
Ja, genau so ist es. Sie leben in ihrer eigenen selbst gemachten Welt, man könnte es auch Subkultur oder so nennen. Dass Dich das nicht begeistert, dass sie so sind versteh ich. Den Teil mag ich an ihnen ja auch ned, aber es gibt ja auch andre Gründe warum wir viel miteinander zu tun haben und befreundet sind.

Und wenn jemand nicht akzeptieren kann, dass ihr eure eigenen Entscheidungen trefft und euren Willen nicht den Vorstellungen anderer anpasst, dann habt ihr an so jemandem nicht viel verloren.

einfacher gesagt als getan. Es gibt durchaus zb in unseren Familien Kandidaten, die es schaffen, sich so stark über so eine Sache aufzuregen, dass es in einem Herzinfarkt endet. Soviel dazu....
Generell bin ich ja der absolut gleichen Meinung. Die Frage ist eher die der Umsetzung und ob es in der Realität praktikabel ist.
 

Benutzer22419 

Sehr bekannt hier
wie gesagt gibt es auch keines, sondern einfach die Frage der Entscheidung und das Interesse, wie andere darüber denken und wie andere entscheiden würden.
Okay, dann Entscheidung :zwinker:

ja, aber nicht unbedingt wegen der Meinungsverschiedenheiten oder dem Andspruch der Leute, ihre eigenen Maßstäbe an anderne anzulegen bzw zu erwarten, dass andere diese genauso leben. Habe mir da zb den Satz anhören müssen, dass es bedenklich sei, wenn jemand mehrere lange Beziehungen gehabt habe, bevor er heirate....
Huch. MIt welcher Begründung bitte das?


Den Teil mag ich an ihnen ja auch ned, aber es gibt ja auch andre Gründe warum wir viel miteinander zu tun haben und befreundet sind.
Das wiederum kann ich absolut nachvollziehen und ich finde es auch als ein Zeichen von Toleranz deinerseits. Man muss nicht alles an seinen Freunden lieben, nur eben die Eigenheiten respektieren und schauen wie man damit umgeht.
Wenn sie dir ihren Lebensstil nicht aufdrängen, umso besser. Aber irgendwie scheint dich das ja doch sehr zu beschäftigen.

einfacher gesagt als getan. Es gibt durchaus zb in unseren Familien Kandidaten, die es schaffen, sich so stark über so eine Sache aufzuregen, dass es in einem Herzinfarkt endet. Soviel dazu....
Autsch. Im Ernst? Woher weißt du das? Drohen sie damit :-D? Oder ist tatsächlich schon mal was in der Richtung vorgefallen?

Die Frage ist eher die der Umsetzung und ob es in der Realität praktikabel ist
Vermutlich ist es das in deinem Fall nicht. Jedenfalls nicht so, dass ein zufriedenstellendes Ergebnis dabei rausspringt.
Hab vorhin mal quer gelesen und in einem anderen Thread schreibst du, dass du einen sehr hohen Perfektionsanspruch an dich hast und dich oft von außen unter Druck gesetzt fühlst, weil immer alle meinen, dir fliege alles zu.
Außerdem erwähnst du dein ausgeprägtes Harmoniebedürfnis und die Angst, dass die Laune deiner Schwiegermutter eure Beziehung beeinflusst.

Habs oben schon mal geschrieben - ich würde auf die Meinung der ganzen Bande scheißen. Sorry für die derben Worte, aber hier sind sie angebracht. Du tolerierst deren Einstellungen ohne mit der Wimper zu zucken, bemühst dich um Verständnis und Harmonie.... und was kommt zurück? Dankts dir einer?

Aber an deiner Stelle... Ich glaube kaum, dass du es schaffen wirst, dich in nächster Zeit so von diesem Wunsch nach Friede, Freude, Eierkuchen lösen kannst, dass du es übers Herz bringst, dich gegen den Willen von Familie und Bekannten zu stellen. Und ich muss ganz ehrlich sagen, es erschreckt mich fast noch mehr, dass dein Freund mit 32(!) sich in einer so grundlegenden, nur sein Leben betreffenden (lassen wir die angebliche Gefahr eines Herzinfarkts mal außen vor) Entscheidung noch so von den Eltern gängeln lässt.

Und deshalb würde ich euch raten es zu lassen.
Lasst es mit dem Zusammenziehen oder zieht zusammen und heiratet.
Wenn du fürchten musst, mit so einer Aktion einen endgültigen Keil zwischen dich und dein Umfeld zu treiben, würde ich es nicht tun. Dann gebt ihnen halt dieses eine Mal noch ihren Willen und emanzipiert euch langfristig auf eine schonendere Art und Weise. Wie das dann aussehen soll, keine Ahnung. Vermutlich tauchen dann beim nächsten Problem die gleichen Fragen wieder auf.

Ich meins wirklich nicht böse, aber ihr schwebt da irgendwie zwischen zwei Welten, du nennst es ja selbst eine "Subkultur".
Dauerhaft geht das wahrscheinlich nicht gut.

Ich liebe meine Eltern auch und das letzte was ich will, ist sie zu enttäuschen oder zu verletzen. Aber meine Eltern lassen mich halt auch machen, helfen ohne sich aufzudrängen und haben mir 27 Jahre lang das Gefühl gegeben, dass sie mich lieben, auch wenn ich Mist mache oder was verbocke oder nicht nach ihren Vorstellungen handle.
 

Benutzer69282 

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*nachdenklich*

Liebe Miss Marple ich muss sagen, Dein Post hat mich ganz schön nachdenklich gemacht. DANKE dafür!
Huch. MIt welcher Begründung bitte das?
keine ahnung, um ehrlich zu sein. Ich glaube es hat was mit einer Art Hochmut zu tun, mit dem Absolutheitsanspruch alleine richtig zu liegen mit Meinung Moral etc.

Wenn sie dir ihren Lebensstil nicht aufdrängen, umso besser. Aber irgendwie scheint dich das ja doch sehr zu beschäftigen.
Aber sie tun das es irgendwie doch. Die Tatsache, dass ich es mit mir nicht machen lasse funktioniert nur dadurch, dass ich eben in meinem Privatleben sozusagen tue und mache was ich denke und davon die Leute nichts mitbekommen. Nenn es Doppelleben, aber eigentlich ist es das nicht, nur ist es so, dass ichs nicht drauf angelegt habe, aber mich auch nicht dazu verpflichtet gefühlt habe, das klarzustellen bzw. es ist viel einfacher es für sich zu behalten und den Konflikten aus dem Weg zu gehen.

Autsch. Im Ernst? Woher weißt du das? Drohen sie damit :-D? Oder ist tatsächlich schon mal was in der Richtung vorgefallen?
vorgefallen noch nicht, aber es wurde schon gedroht bzw die Gefahr auch von anderen schon wahrgenommen.

Du tolerierst deren Einstellungen ohne mit der Wimper zu zucken, bemühst dich um Verständnis und Harmonie.... und was kommt zurück? Dankts dir einer?
Good point! Ein richtiger Eye-opener! Danke. Sollte das öfters mal bedenken.

Und ich muss ganz ehrlich sagen, es erschreckt mich fast noch mehr, dass dein Freund mit 32(!) sich in einer so grundlegenden, nur sein Leben betreffenden (lassen wir die angebliche Gefahr eines Herzinfarkts mal außen vor) Entscheidung noch so von den Eltern gängeln lässt.
oh das ist aber anders, was ich aber bisher noch nicht schrieb. Ihm sind seine Eltern ziemlich egal Er hat da kein Problem mit Konflikten etc. Ihm wäre eher wichtig nicht durch das Zusammenziehen uns mit meinen Eltern zu überwerfen, da er wirklich gute Absichten hat - auch in familiärer Hinsicht!

Dann gebt ihnen halt dieses eine Mal noch ihren Willen und emanzipiert euch langfristig auf eine schonendere Art und Weise. Wie das dann aussehen soll, keine Ahnung. Vermutlich tauchen dann beim nächsten Problem die gleichen Fragen wieder auf.
letzteres befürchte ich um ehrlich zu sein auch. Daher neige ich eher dazu mittlerweile meine eigenen Entscheidungen zu treffen und versuche mich nicht zu sehr von der Umwelt dafür fertig machen zu lassen.
Ich liebe meine Eltern auch und das letzte was ich will, ist sie zu enttäuschen oder zu verletzen. Aber meine Eltern lassen mich halt auch machen, helfen ohne sich aufzudrängen und haben mir 27 Jahre lang das Gefühl gegeben, dass sie mich lieben, auch wenn ich Mist mache oder was verbocke oder nicht nach ihren Vorstellungen handle.
Ich liebe meine Eltern auch und ich mag meine zukünftigen Schwiegereltern echt sehr. Ich hätt es wirklich glaub ned besser treffen können.
Eltern gehen halt unterschiedlich mit ihren Kindern um. Meine Eltern neigen dazu stark kontrollíeren zu wollen. Das macht es leider nicht leichter. Vielleicht mach ichs mir gerade daher so schwer, denn wenn man sich kontrolliert oder manipuliert fühlt, dann fühlt man sich nicht frei, egal ob man gleich handeln würde oder nicht. In Ketten ist in Ketten. Egal in welche Richtung es geht.
Mir hat jemand neulich gesagt, dass man irgendwann erwachsen genug sein muss, einfach das Leben so zu leben, wie man es haben will und es einfach wichtig ist, sich selbst treu zu sein. Ich glaub das ist nicht so einfach, aber ich möcht es trotzdem tun, ggf. auch, wenn es zu Konflikten und Widerständen führt. Schliesslich kann ich ja zb für meine Eltern nicht immer das Dreijährige Kind bleiben....
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Frage Dich, was Du willst, was Dein Freund will - und aus welcher Motivation heraus. Weils gut für Euch ist? Weil "man" es erwartet? Wollt Ihr Erwartungen entsprechen, tut Euch das gut?

Es gibt praktische und soziale Erwägungen, was Zusammenziehen, Verloben, Heiraten angeht. Frage Dich, welche Argumente für Dich welche Priorität haben, frag Deinen Freund, welche Argumente er wofür und wogegen hat - und dann findet heraus, welchen Weg Ihr beide gehen wollt.


Ich habe mit meinem Freund mehrere Jahre in derselben Stadt, aber in verschiedenen WGs gewohnt. Seit Mai wohnen wir in einer Dreieinhalbzimmerwohnung in einem verrufenen, aber schönen Bezirk. In der Wohnung hat jeder seine Rückzugsräume und darf den anderen "rauswerfen" (wovon wir noch keinen Gebrauch gemacht haben). Es gibt ein gemeinsames Schlafzimmer, ein Sofalümmelmusikhörfernsehguckzimmer mit seinen Regalen und Büchern, dann noch ein schönes Zimmer mit Balkon, in dem mein Arbeitstisch und meine Bücherregale stehen - und das halbe Zimmer, in dem er seinen Arbeitsplatz und Rechner hat. Keine klassische Paarwohnung, aber auch kein WG-Modell, eine Mischung - wie es für uns gut ist. Bislang läuft es super. Er wohnt zum ersten mal mit einer Frau zusammen - also abgesehen von früheren WGs.
Ob wir mal heiraten, wissen wir nicht.

Was unsere Familien erwarten, darum mach ich mir nicht so direkt Gedanken - wir sind beide erwachsen und leben so, wie es uns gut tut. Meine Eltern stellen da auch keine Ansprüche, dass sie Enkelkinder erwarten oder dergleichen - sie wollen, dass ihre Töchter glücklich sind.

Sicherlich ist es schwieriger, wenn es da konkrete und sehr feste Erwartungen gibt und ein Abweichen vom Lebensmodell der Familie als Katastrophe empfunden wird. Frage Dich, ob und wann Du Dich abnabeln willst und inwiefern es für Dich wichtig ist, Regeln zu entsprechen, die Dir und Deinem Freund eigentlich nicht liegen.

Ich seh es so: Liebe ist mir zu kostbar, um sie nach Regeln anderer zu gestalten. Eheversprechen eingehen, weil andere das erwarten, obwohl ich ggf. gar nicht überzeugt bin von bestimmten Konzepten? Aus welchem Grund? Um Konflikten aus dem Weg zu gehen? "Wir verloben uns erst und ziehen dann in eine Wohnung, damit unsere Eltern uns nicht böse sind" - hm, so richig "schön" klingt das für mich nicht.

Wenn Du eh das Heiraten anstrebst: super. Aber bei Euren Entscheidungen, wie Ihr Euer Zweierleben gestaltet, sollte nicht im Vordergrund stehen, was "man" tut - speziell, was man in Eurem Umfeld eben so tut, sondern was Ihr tun wollt, weil es für EUCH gut ist.

Wenn Ihr Euch am wohlsten fühlen solltet, wenn Ihr Euch an den Regeln Eurer Familien orientiert, dann ist das ja okay. Das sollte der entscheidende Faktor sein: Was tut EUCH gut?
 

Benutzer80359 

Benutzer gesperrt
Also ich finde heute sollte niemand mehr verlobt oder verheiratet sein müssen, "nur" um zusammenziehen zu können. In der Generation unserer Eltern sah das ja teilweise noch anders aus.

Im Gegenteil, ich finde man sollte unbedingt schon zusammen gelebt haben, bevor man sich dazu entscheidet zu heiraten. Es ändert sich doch einiges, wenn man sich den ganzen Tag auf der Pelle hängt. Für viele ist das bestimmt ein großer Unterschied zum ab und an treffen...

Verloben ist für mich zudem die Absicht in nächster Zeit (innerhalb eines Jahres) heiraten zu wollen. Sich also "mal eben so" zu verloben, weil man jetzt zusammenziehen und irgendwann mal vielleicht zu heiraten finde ich quatsch.
 

Benutzer83758  (38)

Verbringt hier viel Zeit
ja genau das mein ich.. Hey, wir leben nich in den USA gottseidank (oh, kleiner Wortwitz) wo die Eltern nicht erlauben, ohne Ehering eine Wohnung zu teilen. Ok, viele machen es trotzdem aber da isses gesellschaftlich verpönt wegen der allgemeinen prüden Moralvorstellungen.

Aber hier sind wir ja glücklicherweise in einem Land wo es jedem freisteht in wilder Ehe zusammenzuleben. Und warum schon heiraten und alles bevor man ne gemeinsame Wohnung nimmt? Insofern schon richtig, erst zusammen zu wohnen und dann Verlobung und Heirat. Denn heiraten->zusammenziehen..hmmm das wär mir zu fix und wenn es nicht passt kann man nicht eben sagen, so ich nehm meine Sachen mit. Denn sobald man verheiratet ist und den Hausrat gemeinsam anschafft ist im Falle einer Scheidung Gütertrennung. Da is nix mit mein Zeug und dein Zeug. Und daher soll es in einer Zeit, wo jede dritte Ehe geschieden wird, wohlüberlegt sein, den zweiten vor dem ersten Schritt zu tun.
 

Benutzer48619  (36)

Verbringt hier viel Zeit
selbstverständlich zuerst zusammen ziehen! :ratlos:

also für mich ganz klar :zwinker:

evt lebt man ja auch zusammen 20 jahre in der gemeinsamen wohnung UNverlobt und UNverheiratet.

oder man ist verheiratet und lebt nicht (evt nie) in der gleichen wohnung!
kenn ich auch, so ein paar!! :grin:

das eine ist vom anderen nicht abhängig.

meine familie könnte schon was dazu sagen. schlussendlich mach ich eh das was ich will und natürlich für mich am besten finde. :zwinker:
 
L

Benutzer

Gast
Ich würde es so machen, wie es am besten ist. Man muss nicht unbedingt vorher zusammenziehen und dann heiraten oder umgekehrt. Ich mache das nicht an "Regeln" fest.:zwinker:
 

Benutzer46933  (40)

live und direkt
wir sind einfach zusammengezogen, ohne uns die frage mit dem heiraten gestellt zu haben. vermutlich tun wirs gar nicht. ist ja auch teuer und so, ne?
 

Benutzer69282 

Verbringt hier viel Zeit
wir sind einfach zusammengezogen, ohne uns die frage mit dem heiraten gestellt zu haben. vermutlich tun wirs gar nicht. ist ja auch teuer und so, ne?
ja haste schon recht, aber die Frage ist für mich nciht so sehr "ob"sondern "wann", denn das OB und die Frage nach dem WEN sind bereits beantwortet.

Für mich ist das Heiraten immer noch die Grundlage für eine gemeinsame Familiengründung.
 
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