Verliebt in dasselbe Geschlecht

Findest du es 'normal' oder 'okay', wenn sich zwei Männer oder zwei Frauen lieben?


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    81

Benutzer117428 

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Was ist bei Alleinerziehenden? Bei Heimkindern? Dagegen erscheinen mir gleichgeschlechtliche Eltern geradezu ein Idealbild zu sein :zwinker:.

Ja, natürlich ist die Situation mit einem alleinerziehenden Elternpaar nicht ideal. Allerdings muss das ja auch nicht immer so sein. Sie können wieder einen neuen Partner finden und dann hätte das Kind wieder den entsprechend anderen Elternteil. Für Heimkinder ist die Situation natürlich auch nicht ideal, sie haben aber innerhalb des Heims normalerweise auch mit 2 Geschlechtern zu tun und es besteht die Möglichkeit, dass sie wieder eine normale Familie finden. Kinder die zu Homosexuellen kommen haben fast keine Chance dass sie irgendwann wieder einen Vater UND eine Mutter haben. Außerdem konkurrieren dann natürlich homosexuelle mit heterosexuellen Paaren um die Kinder, und die Wahrscheinlickeit Eltern mit unterschiedlichem Geschlecht zu bekommen sinkt.

Mich würde mal interessieren, ob diejenigen, die sagen homosexuellen Paaren sollte erlaubt sein Kinder zu adoptieren, wirklich lieber noch einen 2. Vater anstatt ihrer Mutter hätten.
 
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Benutzer121281  (32)

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Mich würde mal interessieren, ob diejenigen, die sagen homosexuellen Paaren sollte erlaubt sein Kinder zu adoptieren, wirklich lieber noch einen 2. Vater anstatt ihrer Mutter hätten.

Mir war das Geschlecht meiner Eltern egal. Ich brauchte da keine Rollenbilder oder sonstwas. Ich für mich(!) wüsste auch nicht, wozu. Meine Eltern haben mich in Punkto Erziehung übrigens kaum geprägt.

Dass andere Orientierungspunkte haben wollen, kann ich nachvollziehen. Aber es gibt eben nicht nur Eltern.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
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Mich würde mal interessieren, ob diejenigen, die sagen homosexuellen Paaren sollte erlaubt sein Kinder zu adoptieren, wirklich lieber noch einen 2. Vater anstatt ihrer Mutter hätten.
Erstmal geht es natürlich nicht um "lieber", sondern um "genau so lieb". Davon abgesehen finde ich die Frage so abstrakt schwer zu beantworten. Ich denke da zuerst daran, wie meine Eltern so sind, ihre Art, ihr Charakter, ihre Erziehungsweise - und das sind für mich eher individuelle Faktoren. Wichtiger als das Geschlecht wäre mir also eher, was meine Eltern allgemein für Menschen sind. Klar, beide Elternteile haben mir jeweils verschiedene Dinge mit gegeben - aber das hängt in meinen Augen eher an ihrer Persönlichkeit, als an ihren Geschlechtsorganen. Außerdem weiß ich eigentlich gar nicht so genau, was mir speziell ein männliches (oder weibliches) Elternteil mitgeben würde, was das andere Geschlecht nicht könnte. Geschlechterrollen vorleben oder dergleichen sehe ich nicht als wesentlich an, das würde im Übrigen auch das weitere Umfeld tun. Oder ein Ansprechpartner für typische Männerprobleme? Naja, die Aufklärung wurde eigentlich eh von meiner Mutter übernommen, und ansonsten vorwiegend in der Schule.

Gegenfrage: Was sind denn die konkreten Nachteile, die die von dir genannten Studien belegen?
 

Benutzer123446 

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sie haben aber innerhalb des Heims normalerweise auch mit 2 Geschlechtern zu tun und es besteht die Möglichkeit, dass sie wieder eine normale Familie finden.
Ich weiß ja nicht, was du für eine drollige Vorstellung von Heimen hast. Aber im Heim befinden sich in den meisten Fällen Kinder, die durchaus Eltern haben, deren Eltern allerdings nicht in der Lage sind, sie zu erziehen - aus verschiedenen Gründen.
Da hätten es die allermeisten ganz sicher bei einem homosexuellen Elternpaar besser.! Ich fände es auch wichtig, engen (erzieherischen) Kontakt zu beiden Geschlechtern zu ermöglichen - passiert das, sehe ich keine Probleme.

Ansonsten - meine Eltern sind meine Eltern. Ich kann die Frage nicht beantworten, ich bin froh, dass ich die beiden habe. Ich glaube nicht, dass es mir geschadet hätte, bei zwei Frauen oder zwei Männern aufzuwachsen - ich glaube nicht, dass es irgendeinem Kind schadet, sofern es geliebt wird.
 

Benutzer131194  (33)

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Wie kurios. Ich wusste nicht, dass man die Frage ob Bi- oder Homosexualität okay ist oder nicht heutzutage überhaupt noch stellen muss. Was soll denn daran ein Problem sein?

Jeder was er mag. Also wirklich :schuettel:[DOUBLEPOST=1372872239,1372871855][/DOUBLEPOST]
Off-Topic:
Ist aber mmn kein Problem nur nicht normal... genauso wie Pädophilie nicht normal ist... sie ist halt dagegen auch nicht ok

An dieser Stelle möchte ich mal kurz eine Lanze brechen. Pädophilie ist nur dann nicht okay, wenn man sie auslebt. Ob jemand Pädophil ist oder nicht, dafür kann er prinzipiell erst mal nichts. Die Frage ist, ob er damit richtig umzugehen weiß, keine Straftaten begeht und dafür sorgt, dass er (sofern notwendig) behandelt wird um auch nicht in die Situation zu kommen eine Straftat zu begehen. Ist dass der Fall, ist auch ein Pädophiler kein Monster, sondern im Zweifel sogar ganz arm dran, weil er nie die für sich sexuelle Erfüllung erleben kann.
[DOUBLEPOST=1372872615][/DOUBLEPOST]


Übrigens: Lesben sind auch Homos.

Also entweder: Lesben und Schwule
Oder: Homos/Homosexuelle Menschen
 

Benutzer117428 

Benutzer gesperrt
Mir war das Geschlecht meiner Eltern egal. Ich brauchte da keine Rollenbilder oder sonstwas. Ich für mich(!) wüsste auch nicht, wozu. Meine Eltern haben mich in Punkto Erziehung übrigens kaum geprägt.
Na, Du bist sowieso bei allem ne Ausnahme. Und ich weiß nicht, wie viele HarleyQuinns ne Gesellschaft vertragen kann.:grin:


Klar, beide Elternteile haben mir jeweils verschiedene Dinge mit gegeben - aber das hängt in meinen Augen eher an ihrer Persönlichkeit, als an ihren Geschlechtsorganen. Außerdem weiß ich eigentlich gar nicht so genau, was mir speziell ein männliches (oder weibliches) Elternteil mitgeben würde, was das andere Geschlecht nicht könnte.
Du meinst also das Geschlecht hat keinen Einfluss auf das Verhalten und es gibt keinen Unterschied beim Denken und somit Verhalten zwischen Männern und Frauen?

Geschlechterrollen vorleben oder dergleichen sehe ich nicht als wesentlich an, das würde im Übrigen auch das weitere Umfeld tun. Oder ein Ansprechpartner für typische Männerprobleme? Naja, die Aufklärung wurde eigentlich eh von meiner Mutter übernommen, und ansonsten vorwiegend in der Schule.
Ich sehe das als wesentlich an. Gerade weil die Eltern verschiedenen Geschlechtern angehören kommen verschiedene Aspekte in die Erziehung und das Kind hat verschiedene Bezugspunkte für verschiedene Dinge. Sexuelle Aufklärung finde ich in diesem Zusammenhang nicht besonders wichtig.

Was sind denn die konkreten Nachteile, die die von dir genannten Studien belegen?
Probleme bei der geschlechtlichen Identitätsfindung, schneiden schlechter in der Schule ab, leiden öfter unter Depressionen, werden öfter kriminell, usw.

Ich weiß ja nicht, was du für eine drollige Vorstellung von Heimen hast. Aber im Heim befinden sich in den meisten Fällen Kinder, die durchaus Eltern haben, deren Eltern allerdings nicht in der Lage sind, sie zu erziehen - aus verschiedenen Gründen.
Da hätten es die allermeisten ganz sicher bei einem homosexuellen Elternpaar besser.! Ich fände es auch wichtig, engen (erzieherischen) Kontakt zu beiden Geschlechtern zu ermöglichen - passiert das, sehe ich keine Probleme.
Warum ein Kind im Heim ist, ist erstmal egal. Am besten wäre es aber, wenn es zu einer verantwortungsvollen Mutter und einem verantwortungsvollen Vater kommen würde.

Ansonsten - meine Eltern sind meine Eltern. Ich kann die Frage nicht beantworten, ich bin froh, dass ich die beiden habe. Ich glaube nicht, dass es mir geschadet hätte, bei zwei Frauen oder zwei Männern aufzuwachsen - ich glaube nicht, dass es irgendeinem Kind schadet, sofern es geliebt wird.
So, das glaubst Du nicht? Ich glaube es aber. Wenn es erstmal genehmigt ist und es sich herausstellt, das diese Kinder vermehrt Probleme haben, dann ist es schon zu spät und man wird weder die Fehlentwicklung noch das Gesetz wieder rückgängig machen können.
 

Benutzer121281  (32)

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Na, Du bist sowieso bei allem ne Ausnahme. Und ich weiß nicht, wie viele HarleyQuinns ne Gesellschaft vertragen kann.:grin:

Ausnahmen unter den Tisch zu kehren bringt allerdings nichts. Und ich kenne genug Menschen mit ähnlichen Ansichten. :grin: Aber ich vermute jetzt mal, du bewegst dich auch was Freundeskreis und Co. angeht vermutlich in einem konservativeren Umfeld als ich.
 

Benutzer117428 

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Ausnahmen unter den Tisch zu kehren bringt allerdings nichts. Und ich kenne genug Menschen mit ähnlichen Ansichten. :grin: Aber ich vermute jetzt mal, du bewegst dich auch was Freundeskreis und Co. angeht vermutlich in einem konservativeren Umfeld als ich.
Fast jeder bewegt sich in einem konservativeren Umfeld als Du.:tongue:
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Du meinst also das Geschlecht hat keinen Einfluss auf das Verhalten und es gibt keinen Unterschied beim Denken und somit Verhalten zwischen Männern und Frauen?
Nein, ich denke es gibt keine fundamentalen Unterschiede. Ich glaube, dass bestimmte Denkweisen und Verhaltensmuster häufiger beim einen, bzw. beim anderen Geschlecht vorkommen, aber nicht, dass sie ausschließlich von einem Geschlecht gepachtet sind.

Ich sehe das als wesentlich an. Gerade weil die Eltern verschiedenen Geschlechtern angehören kommen verschiedene Aspekte in die Erziehung und das Kind hat verschiedene Bezugspunkte für verschiedene Dinge. Sexuelle Aufklärung finde ich in diesem Zusammenhang nicht besonders wichtig.
Verschiedene Bezugspunkte kommen auch dadurch, dass die Eltern generell zwei verschiedene Menschen sind, die unterschiedliche Dinge mitbringen. Und ein Vorleben von Rollenbildern erscheint mir, wie gesagt nicht wichtig, da ich Rollenbilder für überholt erachte.

Davon abgesehen: Wie du selbst sagst, haben Heimkinder männliche und weibliche Bezugspersonen. Die nicht ihre Eltern sind, bzw. zu denen sie auch niemals ein vergleichbares Verhältnis aufbauen werden. Die Kinder homosexueller Paare haben ja ebenfalls, normalerweise schon ab früher Kindheit, Bezug zu verschiedenen Personen.

Probleme bei der geschlechtlichen Identitätsfindung, schneiden schlechter in der Schule ab, leiden öfter unter Depressionen, werden öfter kriminell, usw.
Mit welchen Familien bzw. Kindern wurden diese Studien eigentlich durchgeführt? Gibt es derzeit überhaupt genug Kinder homosexueller Eltern, um repräsentative Untersuchungen durchführen zu können?

Schlechte Ergebnisse in der Schule, Depressionen, Kriminalität klingt natürlich erstmal nicht so schön. Die Probleme mit der geschlechtlichen Identitätsfindung hingegen werfen bei mir die Frage auf, wie genau das beurteilt wurde und bietet einen wunderbaren Ansatz für einen Bias der Studie. Die Frage, ob es in diesem Bereich Probleme gibt, kann ja z.B. stehen und fallen mit der Prämisse, dass feste, klar voneinander abgegrenzte Rollenbilder für Mann und Frau wichtig seien oder der gegenteiligen Prämisse.

m Endeffekt bin ich da wie gesagt reiner Laie, von daher kann ich so etwas nicht wirklich beobachten. Falls du einen Link zu einer Studie hast, wäre es allerdings trotzdem interessant, mal da rein zu schauen.
 

Benutzer120737 

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Wie kurios. Ich wusste nicht, dass man die Frage ob Bi- oder Homosexualität okay ist oder nicht heutzutage überhaupt noch stellen muss. Was soll denn daran ein Problem sein?

Jeder was er mag. Also wirklich :schuettel:[DOUBLEPOST=1372872239,1372871855][/DOUBLEPOST]
Off-Topic:


An dieser Stelle möchte ich mal kurz eine Lanze brechen. Pädophilie ist nur dann nicht okay, wenn man sie auslebt. Ob jemand Pädophil ist oder nicht, dafür kann er prinzipiell erst mal nichts. Die Frage ist, ob er damit richtig umzugehen weiß, keine Straftaten begeht und dafür sorgt, dass er (sofern notwendig) behandelt wird um auch nicht in die Situation zu kommen eine Straftat zu begehen. Ist dass der Fall, ist auch ein Pädophiler kein Monster, sondern im Zweifel sogar ganz arm dran, weil er nie die für sich sexuelle Erfüllung erleben kann.
[DOUBLEPOST=1372872615][/DOUBLEPOST]


Übrigens: Lesben sind auch Homos.

Also entweder: Lesben und Schwule
Oder: Homos/Homosexuelle Menschen

ok, hab ich wieder was gelernt. Ich habe es gefragt, weil ich in letzter Zeit öfters mit dem thema konfrontiert wurde und es mich interessierte, was andere dazu sagen und darüber denken. Ganz einfach.
 

Benutzer123446 

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Warum ein Kind im Heim ist, ist erstmal egal. Am besten wäre es aber, wenn es zu einer verantwortungsvollen Mutter und einem verantwortungsvollen Vater kommen würde.

Die meisten Heimkindern sollen zu ihren eigenen Eltern zurück oder kommen irgendwann in selbständigere Wohnformen. Aber gut, ist hier nicht das zentrale Thema.
Ich fände es nur wichtig, dass dir klar wird, dass es echt deutlich "schlimmere" Familienverhältnisse gibt, als bei einem homosexuellen Elternpaar aufzuwachsen.


Wenn es erstmal genehmigt ist und es sich herausstellt, das diese Kinder vermehrt Probleme haben, dann ist es schon zu spät und man wird weder die Fehlentwicklung noch das Gesetz wieder rückgängig machen können.
Ein Kind muss geliebt werden, anerkannt, es muss in seiner Persönlichkeit wertgeschätzt und gestärkt werden, es soll Heimat erfahren dürfen und nicht zu früh Verantwortung übernehmen müssen. Wenn all das gegeben ist, wird es ihm gut gehen.
Die Kinder mit Problemen, das sind nicht unbedingt diejenigen, deren Eltern sich nach einem bewussten Prozess dafür entschieden haben, ein Kind großzuziehen, sondern diejenigen mit unreifen, psychisch schwer kranken oder sonstwie "benachteiligten" Eltern.
 

Benutzer36171 

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Mich würde mal interessieren, ob diejenigen, die sagen homosexuellen Paaren sollte erlaubt sein Kinder zu adoptieren, wirklich lieber noch einen 2. Vater anstatt ihrer Mutter hätten.

Ich denke, dass Kinder ihre Eltern so nehmen wie sie sind und sie auch so lieben wie sind sind, sofern die Eltern ihnen Respekt und Liebe entgegen bringen. Ja, natürlich mag es sein, dass sich das ein oder andere Kind irgendwann einmal wünscht, eine enge männliche oder weibliche Vertrauensperson zu haben, aber das gehört zum Aufwachsen dazu. Ich habe mir als Kind gewünscht, dass mein Vater weniger introvertiert ist. Er war nie eine Person, der man seine innersten Sorgen anvertraut und kein guter Ansprechpartner für emotionale Probleme. ... Folglich hatten weder ich, noch meine Brüder einen "richtigen", männlichen Ansprechpartner - und jetzt? Wir alle lieben unseren Vater und wir sind nicht verkorkster als andere Kinder auch. :grin:

Die wenigsten Kinder haben "perfekte" Eltern, weder leibliche Kinder noch Adoptivkinder, und das ist auch gar nicht weiter schlimm. Liebe, Wertschätzung, Stabilität, ein Zuhause; das sind die Grundpfeile und wenn diese gegeben sind, ist alles andere tendentiell nebensächlich.
 
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Benutzer111669 

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Was ist schon normal?
Frauen waren schon immer anziehend für mich, soweit so normal. Aber ich bin schon lange - glücklich - mit einem Mann verheiratet, also ziemlich Bi. Auch noch sehr normal :smile:
Nun haben wir eine 3er Beziehung seit einem Jahr, also wir als "Ehepaar" haben eine gemeinsame Freundin. Sehr unnormal, aber sehr schön :zwinker:
 

Benutzer117428 

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Nein, ich denke es gibt keine fundamentalen Unterschiede. Ich glaube, dass bestimmte Denkweisen und Verhaltensmuster häufiger beim einen, bzw. beim anderen Geschlecht vorkommen, aber nicht, dass sie ausschließlich von einem Geschlecht gepachtet sind.

Doch, es gibt schon konkrete Unterschiede die man beobachten kann und die wissenschaftlich belegt sind.



Verschiedene Bezugspunkte kommen auch dadurch, dass die Eltern generell zwei verschiedene Menschen sind, die unterschiedliche Dinge mitbringen. Und ein Vorleben von Rollenbildern erscheint mir, wie gesagt nicht wichtig, da ich Rollenbilder für überholt erachte.

Davon abgesehen: Wie du selbst sagst, haben Heimkinder männliche und weibliche Bezugspersonen. Die nicht ihre Eltern sind, bzw. zu denen sie auch niemals ein vergleichbares Verhältnis aufbauen werden. Die Kinder homosexueller Paare haben ja ebenfalls, normalerweise schon ab früher Kindheit, Bezug zu verschiedenen Personen.

Ich finde es wichtig, dass Kinder sowohl dem männlichem Verhalten ihres Vaters als auch dem weiblichen Verhalten ihrer Mutter ausgestzt sind und somit zu sich selbst finden können. Ist das nicht der Fall, wird ihnen quasi ein geschlechtliches Vorbild entzogen.

Von welchem anderen Kontakten redest du mit denen die Kinder homosexueller Paare Kontakt haben?



Mit welchen Familien bzw. Kindern wurden diese Studien eigentlich durchgeführt? Gibt es derzeit überhaupt genug Kinder homosexueller Eltern, um repräsentative Untersuchungen durchführen zu können?

Schlechte Ergebnisse in der Schule, Depressionen, Kriminalität klingt natürlich erstmal nicht so schön. Die Probleme mit der geschlechtlichen Identitätsfindung hingegen werfen bei mir die Frage auf, wie genau das beurteilt wurde und bietet einen wunderbaren Ansatz für einen Bias der Studie. Die Frage, ob es in diesem Bereich Probleme gibt, kann ja z.B. stehen und fallen mit der Prämisse, dass feste, klar voneinander abgegrenzte Rollenbilder für Mann und Frau wichtig seien oder der gegenteiligen Prämisse.

m Endeffekt bin ich da wie gesagt reiner Laie, von daher kann ich so etwas nicht wirklich beobachten. Falls du einen Link zu einer Studie hast, wäre es allerdings trotzdem interessant, mal da rein zu schauen.

Mit Kindern bei denen ein leiblicher Elternteil später einen Partner des gleichen Geschlechts gefunden hat. Wo also noch mehr oder weniger Kontakt zum anderen leiblichen Elternteil bestand und zumindest in der Anfangsphase der Kindesentwicklung noch Vater und Mutter vorhanden waren. Dennoch gab es schon Auswirkungen. Die Auswirkungen wären sicher noch extremer, wenn z.B. das Kind von vornherein nur mit 2 nichtleiblichen Vätern aufwachsen würde, ohne jeglichen Mutterkontakt.
Die Studie habe ich übrigens schon vor einiger Zeit gelesen, die habe ich gerade nicht parat.

Ich fände es nur wichtig, dass dir klar wird, dass es echt deutlich "schlimmere" Familienverhältnisse gibt, als bei einem homosexuellen Elternpaar aufzuwachsen.
Dinge die schlecht sind könnten immer noch schlechter sein, trotzdem sind sie damit nicht gut.

Ein Kind muss geliebt werden, anerkannt, es muss in seiner Persönlichkeit wertgeschätzt und gestärkt werden, es soll Heimat erfahren dürfen und nicht zu früh Verantwortung übernehmen müssen. Wenn all das gegeben ist, wird es ihm gut gehen.
Die Kinder mit Problemen, das sind nicht unbedingt diejenigen, deren Eltern sich nach einem bewussten Prozess dafür entschieden haben, ein Kind großzuziehen, sondern diejenigen mit unreifen, psychisch schwer kranken oder sonstwie "benachteiligten" Eltern.
So einfach ist das nicht. Eltern können ein Kind lieben und es trotzdem falsch behandeln. Z.B. wenn sie es mit lauter Junkfood vollstopfen, weil es so gerne Hamburger und Pommes mag.
Wenn Eltern wirklich nicht dazu in der Lage sind, das Kind zu erziehen, dann muss es ihnen besser weggenommen werden. Es hilft dann aber nicht es dann wieder in eine andere schwierige Situation mit homosexuellen Eltern zu bringen.

natürlich mag es sein, dass sich das ein oder andere Kind irgendwann einmal wünscht, eine enge männliche oder weibliche Vertrauensperson zu haben, aber das gehört zum Aufwachsen dazu. Ich habe mir als Kind gewünscht, dass mein Vater weniger introvertiert ist. Er war nie eine Person, der man seine innersten Sorgen anvertraut und kein guter Ansprechpartner für emotionale Probleme. ... Folglich hatten weder ich, noch meine Brüder einen "richtigen", männlichen Ansprechpartner - und jetzt? Wir alle lieben unseren Vater und wir sind nicht verkorkster als andere Kinder auch. :grin:

Versteh ich nicht, was das jetzt beweisen soll. Du hattest doch einen Vater, auch wenn der nicht perfekt war. Für emotionale Probleme hattest Du dann wohl deine Mutter. Hättest du 2 mal so nen Vater gehabt, anstelle deiner Mutter, dann hättest Du niemand als Ansprechpartner gehabt. Also für mich ist dein Beispiel ein Argument für Eltern bestehend aus Vater und Mutter.
 

Benutzer131194  (33)

Verbringt hier viel Zeit
Versteh ich nicht, was das jetzt beweisen soll. Du hattest doch einen Vater, auch wenn der nicht perfekt war. Für emotionale Probleme hattest Du dann wohl deine Mutter. Hättest du 2 mal so nen Vater gehabt, anstelle deiner Mutter, dann hättest Du niemand als Ansprechpartner gehabt. Also für mich ist dein Beispiel ein Argument für Eltern bestehend aus Vater und Mutter.

Und wie funktioniert dein Argument, wenn die Mutter genau so drauf gewesen ist wie der Vater?
Und wie funktioniert es, wenn es 2 Väter gewesen wären, einer introvertiert, einer als Ansprechpartner für Emotionales? Was ist dann besser? Immer noch die introvertierten Eltern, weil es sind ja Mann und Frau?


Ich finde nicht, dass man da so leicht eine Grenze ziehen kann. Es gibt gute Eltern, und weniger gute. Unabhängig vom Geschlecht.
 

Benutzer36171 

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Versteh ich nicht, was das jetzt beweisen soll. Du hattest doch einen Vater, auch wenn der nicht perfekt war. Für emotionale Probleme hattest Du dann wohl deine Mutter. Hättest du 2 mal so nen Vater gehabt, anstelle deiner Mutter, dann hättest Du niemand als Ansprechpartner gehabt. Also für mich ist dein Beispiel ein Argument für Eltern bestehend aus Vater und Mutter.
Ähm, nein...? Ich hätte auch zwei Mütter wie meine Mutter haben können. Oder zwei Väter wie meine Mutter. Oder einen Vater wie meine Mutter und eine Mutter wie mein Vater. Oder einen Vater wie meinen Vater und eine Mutter wie mein Vater. (Introvertiertheit ist doch keine männliche Eigenschaft?) Es ist schon bezeichnend, dass in deinem Kopf das Zwei-Väter-Szenario gleich das "schlechtmöglichste" ist. :ratlos:

Ich finde es absolut bedenklich, aufgrund von irgendwelchen Vermutungen und "das muss ja schlecht sein"-Gedanken, angeblich "untermauert" durch Studien - wobei es genau so viele Studien gibt, die anderes besagen - ein Verbot zu fordern. Verbieten, vor allem wenn es sich um wichtige persönliche Freiheiten handelt, sollte immer das äußerste Mittel sein und nicht der erste Schritt. Ein Verbot wäre nur dann gerechtfertigt, wenn sich eine signifikante Benachteiligung zweifelsfrei nachweisen ließe. Das ist nicht der Fall, also gibt es überhaupt keine Berechtigung für ein Verbot.
 

Benutzer117428 

Benutzer gesperrt
Ähm, nein...? Ich hätte auch zwei Mütter wie meine Mutter haben können. Oder zwei Väter wie meine Mutter. Oder einen Vater wie meine Mutter und eine Mutter wie mein Vater. Oder einen Vater wie meinen Vater und eine Mutter wie mein Vater. (Introvertiertheit ist doch keine männliche Eigenschaft?) Es ist schon bezeichnend, dass in deinem Kopf das Zwei-Väter-Szenario gleich das "schlechtmöglichste" ist. :ratlos:

Das habe ich so nicht gesagt. Das 2 Mütter Szenario könnte genauso problematisch sein. Ich denke nicht, dass dein Vater dich nicht auch positiv beeinflusst hat. Ohne ihn zu kennen war er wohl eher der rationale Typ, vielleicht auch ein Ruhepol. Wenn Du z.B. einen Bruder hast oder hättest, könnte das 2 Mütter Problem auch noch mal weit größer sein. Dann wären da 3 Frauen gewesen und es hätte kein männlicher Gegenpol existiert. Es geht im übrigen nicht nur um Introvertiertheit sondern um viele Dinge. Männer und Frauen sind einfach unterschiedlich, das muss man auch einfach mal anerkennen.

Ich finde es absolut bedenklich, aufgrund von irgendwelchen Vermutungen und "das muss ja schlecht sein"-Gedanken, angeblich "untermauert" durch Studien - wobei es genau so viele Studien gibt, die anderes besagen - ein Verbot zu fordern. Verbieten, vor allem wenn es sich um wichtige persönliche Freiheiten handelt, sollte immer das äußerste Mittel sein und nicht der erste Schritt. Ein Verbot wäre nur dann gerechtfertigt, wenn sich eine signifikante Benachteiligung zweifelsfrei nachweisen ließe. Das ist nicht der Fall, also gibt es überhaupt keine Berechtigung für ein Verbot.

Im Gegenteil, aufgrund der weitverbreiteten politischen Einstellung "alle sind gleich" und "alle sollen alles dürfen" werden jegliche Bedenken in den Wind geschlagen, weil es nicht zur politischen Agenda passt. Du sagst es geht um wichtige persönliche Freiheiten und meinst damit die Freiheiten solcher homosexueller Paare. Was ist aber mit dem Anspruch eine Kindes auf Vater und Mutter? Hier werden nur aufgrund einer sozialpolitischen Agenda ernsthafte negative Auswirkungen auf das Kindeswohl in Kauf genommen. Die Entwicklung der Kinder ist zu wichtig als dass man damit experimentieren sollte. Das hat man in der Vergangenheit schon zu oft gemacht.
 
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