Verhielt sich mein Freund "schlecht" oder normal?

K

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Gast
Hallo.
Ich würde gerne mal wissen, wie ihr das sehen würdet.
Das Thema ist in meiner Partnerschaft zwar schon vom Tisch, aber ich würde gerne im Nachhinein wissen, was "richtig" gewesen wäre.

Ich habe eine Oma, mit der ich seit 4 Jahren absolut keinen Kontakt mehr hatte. Ich war keines ihrer Lieblings-Enkelkinder, und deswegen redete sie immer sehr schlecht von mir, ich sei ein Versager und nichts wert.
Dabei wußte sie gar nichts über mich, und das war verletzend.
Deswegen haben meine Eltern den Kontakt zu ihr abgebrochen. Für mich war das Thema abgeschlossen und meine Oma gab es für mich nicht mehr.

Nun hatte ich vor einem Monat erfahren, daß meine Oma sterben wird, weil sie an Krebs erkrankt ist.
Sie hatte nochmal den letzten Wunsch, mich und meinen Bruder zu sehen, weil sie uns lange nicht mehr gesehen hatte.

Für mich war es nicht einfach. Obwohl sie mir immer egal war, war das eine andere Situation. Sie erforderte Respekt und Anstand.
Ich bin deswegen hingekommen, damit sie mich nochmal sah und um mich zu "verabschieden".

Mein Bruder war auch gekommen, und hatte seine Freundin dabei, für eine seelische Unterstützung (die brauchte er später, weil er danach vor der Tür geweint hatte).

Ich habe meinen Freund gebeten, daß es mir wichtig wäre, wenn er mitkommen würde. Ich kannte meine Oma kaum noch, aber wußte, es würde nicht einfach sein, einen sterbenden Menschen vor sich zu haben.
Mein Freund hatte sich permanent dagegen gestellt und wollte absolut nicht. Er wollte keinen sterbenden Menschen sehen (weil er vor 8 Jahren seinen Vater sterben sah).

Die Freundin meines Bruders konnte auch kaum einen sterbenden Menschen sehen, ist aber trotzdem mit meinem Bruder gekommen. So stand ich ziemlich alleine da.

Ich habe dann mit meiner besten Freundin telefoniert und ihr erzählt, daß meine Oma sterben wird, und daß mein Freund nicht mitkommen wollte.
Sie hat sich sehr über ihn aufgeregt. Sie sagte: "Eigentlich ist das die Sache deines Freundes, daß er dich begleitet und dir beisteht. So hätte er einiges wieder gutmachen können. Er ist überhaupt nicht für dich da. So ein schlechter Freund. Ich könnte mich wieder so aufregen."

(Meine beste Freundin hätte mich stattdessen begleitet, aber sie war zum Zeitpunkt krank mit Fieber im Bett).

Ich muß zugeben, ich war auch sehr enttäuscht von meinem Freund.
Er hingegen erklärte mir eingehend, daß er nun mal keine sterbenden Menschen sehen will, und meine beste Freundin hätte keinen Schimmer.
Außerdem hätte meine Oma eh schlecht über mich geredet und so jemand wollte er nicht kennenlernen (ich denke, das war noch eine "bequeme" Ausrede).

Die Sache ist zwar einen Monat her und vom Tisch.
Aber was war eigentlich "richtig" in der Situation?

War ich "zurecht" von meinem Freund enttäuscht, daß er mich sehr "hängen" ließ, weil ich ihn wirklich gebraucht hätte?

Oder sollte ich da meinen Freund verstehen, weil er keine sterbenden Menschen sehen kann und deswegen nicht wollte?

Hatte meine Freundin Recht, daß mein Freund da eigentlich "für mich da zu sein" hatte?

Ich bin mir sehr unsicher.
 

Benutzer50283 

Sehr bekannt hier
Ich finde, dass er für dich da zu sein hat. Das wäre ich für jeden Menschen, der mir wichtig ist. Deshalb finde ich die Aussage deiner Freundin, das sei "Sache deines Freundes" nicht sinnvoll. Gleichzeitig würde ich nicht von meinem Freund erwarten, dass er sich in Situationen begibt, die ihm absolut nicht behagen. Ich hätte mich vermutlich auf "du wartest vor der Tür" geeinigt. Naja, zu spät jetzt.
Was meint deine Freundin denn damit, dass sie sich "wieder" über ihn aufregen könnte? Was sollte er gutmachen?

Merkwürdig finde ich, dass du jetzt überlegst, ob du sauer zu sein hättest - bist du es denn? Oder war es doch nicht so schlimm für dich?
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Deine Enttäuschung kann ich verstehen, aber auch die Ablehnung von deinem Freund.
Es ging ja nicht um deine Mutter oder einen anderen dir sehr nahe stehenden Menschen, den du verlieren wirst, sondern um eine für dich nicht mehr existente Oma. Da sehe ich einen Unterschied. Der Abschied von einer Person, zu der man keinen Bezug hat, dürfte um einiges leichter sein und es ist dann sicherlich auch eher zu verschmerzen, wenn der Partner nicht mitkommt.

Dein Freund hat da anscheinend etwas negatives und evtl. auch schockierendes mit seinem Vater erlebt und wollte keine alten Wunden aufreißen. Dafür solltest du auch ein bisschen Verständis haben.
 

Benutzer75021 

Beiträge füllen Bücher
Natürlich hätte er in der Situation für dich da sein und mitkommen müssen, finde ich.
Ich kann allerdings verstehen das er keinen sterbenden Menschen sehen kann/möchte. Das ist nicht jedermans Sache und ich vergesse auch oftmals das es für die meisten Leute nicht so "selbstverständlich" ist, wie für mich.

Ihr hättet einen Kompromiss finden können:
Er kommt mit, hält dir vor der Türe noch Händchen, bleibt aber draussen und wäre so direkt wieder für dich da gewesen...nun ist es zu spät.
 

Benutzer37284 

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Ich sehe das anders.
Es ging nicht um eine nahestehende Person, sondern um eine Oma, die dir nicht viel bedeutet hat und dein Freund kann keine sterbenden Menschen sein - was ich absolut nachvollziehen kann.

Ich hätte auch so gehandelt wie dein Freund, wieso hätte er mitkommen sollen? Ich verstehe das nicht so ganz...er kann dich doch auch danach "auffangen" wenn es dir schlecht geht.
 
K

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Gast
Da es von Euch schon geschrieben worden ist:

Ich habe ihm gesagt, daß es mir reichen würde, wenn er vor der Tür wartet. Er bräuchte nicht mit rein zu kommen.
Aber das wollte er auch nicht. Er wollte gar nicht mitkommen.

Ich mache mir darüber jetzt noch Gedanken, ob meine Freundin nicht Recht hatte, daß ein "guter" Freund zumindest mit zur Tür kommt, ohne reinzugehen. Und mit "Wiedergutmachen" war gemeint, daß er in unserer Beziehung schon zu viel "vermasselt" hat (worauf ich nicht näher eingehen möchte, weil es nicht das Thema ist, sondern eine Erklärung dazu).

Daß es nicht jedermanns Sache ist weiß ich. Und daß er seine alten Wunden da hat.
Aber es ist irgendwie sehr ernüchternd gewesen. Wir sprachen "vor der Tür".

EDIT: Ich mache ihm keinen Vorwurf mehr. Das Thema ist gegessen.
Ich denke noch darüber nach.
Und ob er mich beim nächsten Mal wieder im Stich lassen würde.
 
G

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Ihr hättet einen Kompromiss finden können:
Er kommt mit, hält dir vor der Türe noch Händchen, bleibt aber draussen und wäre so direkt wieder für dich da gewesen...nun ist es zu spät.

Genau, das wollte ich auch gerade schreiben. Er hätte wenigstens bei dir sein können, wenn du ihn vorher und nachher gebraucht hättest. Einfach als Stütze in einem schweren Moment.

Aber hinterher noch über ein Richtig oder Falsch zu sprechen ist auch eher müßig. Ich würde ihm deswegen nun im Nachhinein keinen Vorwurf mehr machen.
 

Benutzer53592 

Planet-Liebe ist Startseite
Deine Freundin scheint ja nicht den besten Eindruck von deinem Freund zu besitzen...kommt es vielleicht daher, dass du ihr ständig erzählst, wie sehr er dich immer wieder enttäuscht und verletzt und sich deshalb auf deine Seite begibt, weil sie dir die Augen öffnen möchte?
Und deine Verunsicherung kommt auch meistens zustande, weil du doch sehr viele Menschen fragen musst, was jetzt in deiner Beziehung richtig oder falsch ist.

Im Prinzip hat sich doch dein Freund auch nicht anders verhalten, wie du es eh schon von ihm gewohnt bist, wobei ich niemals von meinem Partner erwarten würde, dass er sich in das Zimmer einer sterbenden Person begibt, die er nicht einmal kennt und eigentlich nur auf dem Blatt Papier zu deiner Familie zählt.

Natürlich wäre es schön gewesen, wenn er dich zumindest begleitet und dir seelischen Beistand geleistet hätte...aber vielleicht hat er sich auch gedacht, dass du dort alleine hingehen sollst, um endlich auch einmal selbstständig zu werden, die Labilität bisschen abzulegen und deine Erwartungshaltungen/Ansprüche, die er ohnehin nie wirklich befriedigen kann, herunterzuschrauben.

Alles in Allem finde ich es sinnlos, sich über Dinge einen dermaßenen Kopf zu machen, die bereits in der Vergangenheit liegen und die nicht mehr rückgängig gemacht werden können.
Entweder du liebst deinen Freund mit all seinen Eigenheiten, die ja nichts wirklich Neues darstellen und kommst endlich damit zurecht oder du musst dich endlich ernsthaft hinterfragen, ob du mit diesem Mann tatsächlich glücklich wirst, wenn du dich permanent im Stich gelassen fühlst oder einen Blick auf andere Beziehungspartner wirfst, die sich so verhalten, wie du es gerne hättest, aber zu Hause leider nicht vorfindest.
Manchmal habe ich nämlich schon den Eindruck, dass du einfach gewisse Dinge nicht wahrhaben möchtest und ständig darauf wartest, dass sich dein Verlobter ändert, was aber leider nicht passiert und dich deshalb immer wieder zweifeln lässt.
Zurecht? Nun, diese Frage musst du dir selber beantworten, denn diese Geschichte ist ja nur ein Mosaiksteinchen...
 

Benutzer13408 

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Ich kann verstehen, dass Du enttäuscht warst. Das wäre mir an Deiner Stelle auch so gegangen - immerhin hast Du ihn um etwas gebeten, wo Du ihn gebraucht hättest (sogar mit einem Kompromiss dabei - dass er eben nicht mit hineingehen braucht, sondern vor der Tür warten kann).

Ich finde, es spielt keine Rolle, ob Du Deiner Oma nah warst oder nicht. In Deinem Fall kommen ja ganz andere Emotionen hinzu: Du bist verletzt, weil Du nie die "Lieblingsenkelin" warst, weil sie schlecht über Dich gesprochen hat. Das macht es doch nicht einfacher! Und wenn es eine Verwandte ist, dann ist es doch klar, dass sie Dir nicht egal ist.

Meiner Meinung nach hat sich Dein Freund nicht korrekt verhalten. Und es ist nachvollziehbar, dass Du jetzt darüber nachdenkst, ob das nicht wieder passieren wird. Mein Exfreund hätte sich auch so verhalten (nämlich sein Problem wichtiger gemacht als Deins) - ich bin froh, dass ich jetzt einen Partner habe, der wirklich für mich da ist - ohne wenn und aber.
 

Benutzer37284 

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Aber man kann doch für den Partner auch da sein wenn man nicht mitgeht, oder?

Als mein Opa damals gestorben ist, war mein Freund auch nicht bei der Beerdigung dabei (er hat ihn nicht gekannt) und ich fand das absolut und völlig ok. Nicht alle Menschen können mit solchen Situationen gut umgehen - er hat mich trotzdem aufgefangen und war für mich da.
 

Benutzer13408 

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Als mein Opa damals gestorben ist, war mein Freund auch nicht bei der Beerdigung dabei (er hat ihn nicht gekannt) und ich fand das absolut und völlig ok.

Aber es ist ein Unterschied, ob Du wolltest, dass Dein Freund dabei ist (oder das Gefühl hattest, Du brauchst ihn dabei) oder ob für Dich von Anfang an beides ok ist.

Mein Freund war auch beim Begräbnis meiner Oma auch nicht dabei. Ich hab ihn auch nicht gefragt, ob er mitkommt, weil er sie a) nicht kannte und b) es nicht notwendig war, dass er sich das "antut".

Hätte ich ihn jedoch darum gebeten, mitzukommen, dann hätte ich auch erwartet, dass er das mir zuliebe macht.
 

Benutzer86199 

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Dein Freund hat dir doch den Tod seines Vaters als Erklärung gegeben.
Kann es nicht auch sein, dass ihn das damals so sehr mitgenommen hat, dass er Angst hatte, dass alte Wunden aufreißen, wenn er dich begleitet? In diesem Fall wäre er dir wohl kaum eine Stütze gewesen, sondern du hättest ihn in dem Moment womöglich noch stützen müssen. Wenn er das von sich weiß, ist es dann nicht fair, dass er es dir im Voraus sagt und du so die Möglichkeit hast, deine beste Freundin als Unterstützung mitzunehmen?
 
G

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Als mein Opa damals gestorben ist, war mein Freund auch nicht bei der Beerdigung dabei (er hat ihn nicht gekannt) und ich fand das absolut und völlig ok.

Du fandst es aber auch von vornherein ok und hast es dir deswegen auch nicht von deinem Freund gewünscht, oder? Vielleicht kamst du ja auch allein ganz gut mit der Situation klar.
KleineJuli hat sich in der Situation mit ihrer Oma aber nicht wohl gefühlt und brauchte Unterstützung von ihrem Freund. Und da finde ich es irgendwie schon blöd, wenn er sie nicht einmal mit zum Krankenhaus begleitet, sondern sie ganz allein damit lässt. Und das, wo er merkt, wie wichtig es für sie wäre. Ich finde nicht, dass es für ihn so viel Anstrengung gekostet hätte, einfach mitzugehen und draußen zu warten. Das hätte ihr immerhin ein sicheres Gefühl gegeben und ihr viel bedeutet.
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
es nicht notwendig war, dass er sich das "antut".

Und darum geht es ja im Prinzip. Ist es nicht auch egoistisch von seinem Freund zu verlangen, dass er mitgeht und sich das antut?
Sie ist ja anscheinend auch so ganz gut damit klargekommen, oder? Und, wie gesagt, man kann für seinen Partner auch dasein wenn man nicht vor der Tür Händchen hält...

orbitohnezucker schrieb:
Hätte ich ihn jedoch darum gebeten, mitzukommen, dann hätte ich auch erwartet, dass er das mir zuliebe macht.

Ich kann verstehen, dass die TS enttäuscht ist. Ich wäre das wahrscheinlich auch aber ich kann eben auch den Freund verstehen, der das nicht wollte.
 

Benutzer85806  (46)

Verbringt hier viel Zeit
Hey kleine Juli,

wie sagt ein Sprichwort so schön:

"ERwartungen sind vorgeplante Enttäuschungen".

klar wäre es schön gewesen, wenn er Dir den Halt hätte geben können... aber doch nur, wenn er das aus Überzeugung und aus freien Stücken tut.

Er hatte ein schlimmes Erlebniss mit sterbenden, und daß er nicht in eine solche Situation möchte, finde ich nachvollziehbar.

Im Allgemeinen handhabe ich es so, daß ich, wenn ich Halt, eine Begleitung auf einem schweren Gang oder ähnliches brauche, ich meinen freund frage, und wenn er sich dabei nicht gut fühlt, behme ich eben jemanden aus meinem Freundeskreis mit.

Mit meinen Freunden gehe ich seit vielen Jahren durch dick und dünn, und ich habe lieber eine stabile Freundin an meiner Seite, als meinen Partner, der ein Nervenbündel ist, weil er mit der Situation nicht umgehen kann.

Man darf auch nicht von sich auf andere schliessen, ich wäre in jedem Fall mitgegangen, aber jeder Mensch hat andere Erwartungen in eine Partnerschaft, nicht jeder ist gleich stabil, jeder hat andere Auffassungen darüber was "muß", "kann", "darf".

Ich wünsch Dir alles Gute,

Silv
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Dein Freund hätte ja nichtmal direkt vor der Tür, sondern nur in schnell erreichbarer Nähe warten können.
Ich finde es nicht gut, dass er dich nicht begleitet hat.
 

Benutzer96994 

Öfters im Forum
Ich finds auch nicht gut, dass er nicht zumindest vor der Tür gewartet hat. Ich würde wohl auch nicht mit ins Zimmer gehen wenn da eine totkranke Person liegt die ich gar nicht kenne, ich würde das unpassend finden. Aber vor dem Zimmer zu warten sollte ja wirklich kein Problem sein.
 

Benutzer99273 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo liebe kleine Juli,

ich habe eine ähnliche Situation erst vor genau 2 Wochen hinter mir. meine oma ist verstorben. Wir hatten zwar Kontakt- mein freund kannte sie auch- sie hat aber auch nicht immer nur positives in unsere ohnehin schon kleine Famile gebracht.
Nun ist sie plötzlich bei einer OP verstorben, meine Eltern riefen an udn fragten, ob ich mich verabschieden wolle im Krankenhaus (machen viele nach dem Tod)... Ich fuhr hin. Zu dem Ztpkt. war mein Freund nicht zu Haus. Als er dann nachts kam, sagte ich es ihm... Meine Trauer verarbeitete ich anders. Ich lachte auch, lenkte mich ab, redete etc., sprach aber auch viel mit ihm über den Tod, dass ich finde, es gehört zum Leben und ich auch niemand bin, der an ein Grab gehen MUSS, sondern wichtig finde, dass man an jemanden denkt.
Jedenfalls hat er mir dann erzählt, dass er es bewundert,wie ich mit den DIngen umgehe und er könne das nicht (er ist generell ein typ,der seine Oma/Opa nicht so schätzt,nicht oft anruft mit der fadenscheinigen Begründung, dass er keine Nähe aufbauen will, weil die bald sterben- und die sind echt noch COOL drauf!!!)...
Naja er kam jedenfalls auch nicht mit zur Beerdigungmeiner Oma, da er es einfach niciht wollte/kann

War ich "zurecht" von meinem Freund enttäuscht, daß er mich sehr "hängen" ließ, weil ich ihn wirklich gebraucht hätte?
ICH war enttäuscht, habe es aber akzeptiert. Als meine ELtern dann aber das 5. Mal nachfragte, ob er mitkomme und das an der Kaffeetafel und er (typisch) dasaß, die Arme verschränkt und mit den Schultern zuckte, weil er einfach nicht den A** in der Hose hatte, sich diskret zu entschuldigen.... DA war ich enttäuscht. Habe ihn aber dennoch in SChutz genommen und am Ende noch behauptet, es wäre meine Idee gewesen. Obwohl es für micih absolut anstandslos ist.

Oder sollte ich da meinen Freund verstehen, weil er keine sterbenden Menschen sehen kann und deswegen nicht wollte?

Ja, du solltest ihn verstehen. Aber man muss es auch lernen,mit soetwas umzugehen, da es jeden tangiert. (auf ihn bezogen). SO sehe ich das.Auf meinen Freund bezogen ebenso wie auf Deinen!
Mein freund meinte, er dneke dann immer an den "toten Menschen" im Sarg und wie er verwest...Tja, aber das ist nunmal so. und solange er kein trauma hat, KANN man daran arbeiten, damit umzugeheb, MUSS aber nicht, da es ein sehr sehr intimes und sensibles Thema ist.

Hatte meine Freundin Recht, daß mein Freund da eigentlich "für mich da zu sein" hatte?

Die Meinung deiner Freundin zählt bei solchen intimen Beziehungsinternern nur wenig...


Wie ist dein Freund denn sonst so`? Steht er zu dir/ist für dich da?
 

Benutzer34625  (50)

Meistens hier zu finden
Dein Freund hat gar nichts müssen - finde ich. Er wollte nicht - und das ist zu akzeptieren. Punkt. Er wird seine Gründe gehabt haben.
Natürlich wäre es schön, nett, was auch immer, gewesen, wenn er mitgekommen wäre. Dies aber zu erwarten, halte ich nicht für angemessen.
Ich denke auch, dass er keine grosse Hilfe oder Unterstützung gewesen wäre, wäre er aus Zwang oder um gutes Wetter zu machen dort gewesen wäre.
 
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