Verhalten bei ungewollten Einblicken

Benutzer145348 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo,

Ich war sm Samstag in der Reinigung, um meine Sachen abzuholen. Die Bedienung auf der anderen Seite hatte (vermutlich) wegen der Hitze ihre Bluse einen Knopf mehr als normal geöffnet. Darunter trug sie einen Hartschalen-BH, der nicht komplett „gefüllt“ war. Das hat dazu geführt, dass ich zufällig aus einem ganz bestimmten Winkel komplett freien Blick hatte. Nun kann ich nicht 100% sicher wissen, ob sie das nicht mit Absicht gemacht hat, aber ich halte es für extrem unwahrscheinlich. Ich gehe davon aus, dass es ihr ganz einfach nicht bewusst war. Ok, in dem Fall nix besonderes, habe nur innerlich gegrinst.

Allerdings erlebe ich vergleichbare Situation auch immer mal wieder mit Bekanntinnen, die sich offensichtlich nicht darüber im Klaren sind, dass sie tiefer blicken lassen als sie glauben. Und da stehe ich immer so einem Zwiespalt, ob ich was sagen soll oder nicht. Wenn ich das tun würde, dann wäre das evtl. etwas peinlich und unangenehm. Und sie würde mich evtl. für einen Spanner halten oder es wäre ihr unangenehm, dass sie jetzt weiß, dass ich „was“ von ihr gesehen habe. Am einfachsten ist es natürlich nichts zu sagen und so zu tun, als ob nix wäre. Andererseits – wenn ich was sehen kann, dann kann jeder andere das auch. Und so gesehen sollte ich sie als Freund „warnen“. Aber das könnte dann wie oben beschrieben unangenehm sein.

Als ich so 12-13 Jahre alt war und im Sommer in kurzer Hose mal etwas breitbeinig auf einem Stuhl saß, hat mich eine Klassenkameradin dezent darauf aufmerksam gemacht, dass mir ein Ei aus der Hose hing. War mega peinlich, aber ich war ihr trotzdem sehr dankbar, dass sie es mir gesagt hat. Denn sonst hätte das noch 20 andere gesehen.

Ich selbst habe schon mal die eine oder andere mit einer kurzen dezenten Zeigefingerbewegung in die Richtung darauf aufmerksam gemacht, dass ihr ein Nippel aus dem Bikinioberteil raushängt, das war immer ok.

Aber vor etwa 15 Jahren hatte eine Arbeitskollegin mal im Sommer einen weißen langen Rock an. Gegen die Sonne konnte man sehr genau sehen, dass sie nichts drunter hatte. (Damals war Intimrasur eher noch nicht üblich, hüstel …). Sie hat wohl gemeint, weil der Rock sehr lang ist, kann niemand drunter schauen. Dass er aber in der prallen Sonne ziemlich transparent wird, war ihr sicher nicht bewusst. In dem Fall habe ich nichts gesagt. Im Job ist sowas sehr heikel, da wollte ich mir lieber nicht die Finger verbrennen, zumal mir die auch nichts bedeutet hat.

Aber jetzt an Euch:

Wie verhaltet Ihr Euch in so einer Situation ?

Würdet ihr jemanden aufmerksam machen oder eher nicht ?

Wie würdet ihr euch fühlen, wenn Euch jemand darauf aufmerksam machen würde ? Wäre es Euch eher lieber, dass der(die) andere nichts sagt ?
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Es gab vor nicht so langer Zeit schon mal so einen Thread, aber ich find ihn grad nicht...

Ich würde sagen, es kommt auf die Situation, auf den "Schweregrad" und auf das Verhältnis an, das man zur anderen Person hat.

Ich würde dir aber eher dazu raten, als Mann einer Frau diesbezüglich nichts zu sagen, es sei denn, ihr habt ein Vertrauensverhältnis. Am besten ist es, sowas zu ignorieren, das ist das höflichste, was man als Mann bei "Kleidungsmissgeschicken" einer Frau tun kann. Und am Ende ist es ja auch nicht so schlimm. Ist ja nur ein Busen, der tut niemandem weh. Je weniger man deswegen ein Fass aufmacht, desto besser.
 

Benutzer156506 

Meistens hier zu finden
Wenn es etwas ist, wo der Betroffene gleich etwas dagegen tun kann: vorsichtig und leise darauf hinweisen.

Wenn nicht, wie in dem Fall mit deiner zu transparent gekleideten Kollegin: schwierig, das hängt wirklich sehr davon ab, um wen es sich handelt und mit welcher Reaktion ich da rechnen müsste. Im Zweifelsfall kann man sich zurückhalten und darauf hoffen, dass eine andere Kollegin es ebenfalls sieht und sie darauf hinweist.
 

Benutzer63483  (41)

Sehr bekannt hier
Ich finde, es liegt aber durchaus auch an einem selbst, wo und wie sehr die Blicke wandern.
Oder ploppen Deine Augen wie von selbst ins offene Körbchen oder verheddern sich in so nem Kolleginnenbusch? :zwinker:

Und hey, kein Vorwurf, Mann ist nur ein Mann, aber der 2. Blick ist immer freiwillig - wegschauen wäre extrem höflich, den Rest merkt die idR. erwachsene Person zu gegebener Zeit durchaus von selbst :zwinker:
Und da ein Gentleman genießt und schweigt, behaupte ich ganz tollkühn, dass der TE durchaus einen Faible für solche Situationen hat :engel:.. (wer kanns verdenken? :zwinker: )
 

Benutzer145348 

Verbringt hier viel Zeit
@mj40: Richtig, der 2. Blick ist freiwillig. Und natürlich ist man Gentleman und schaut woanders hin. Aber wie Lotusknospe gesagt hat, es hängt auch vom "Schweregrad" und dem persönlichen Verhältnis ab. Im Fall der Reinigungsfrau war es ein "no brainer". Zum einen gab es den Einblick nur in einem ganz speziellen Winkel, war reiner Zufall so wie sie sich in dem einen Moment von mir weg gedreht und gleichzeitig vorgebeugt hat. Und da ich sie nicht kenne und ihr nix schuldig bin, sage ich natürlich nichts. Aber da hätte ich auch bei einer sehr guten Freundin meine Klappe gehalten. Einfach rein aus Höflichkeit.

Aber stell' Dir das andere Extrem vor: Du bist mit einer guten alten Bekannten im Schwimmbad. Sie steigt aus dem Becken und ihr hängt eine Brust komplett aus dem Badeanzug raus. (Ist mir zwar schleierhaft wie sowas passieren kann und vor allem wie frau sowas nicht selbst merkt, aber egal). Sie kommt auf Dich zu und plaudert freundlich mit Dir. Nun könntest Du auch hier kein Wort sagen und Ihr gaaanz tief in die Augen schauen. Aber nach 1 Minute kommt eine Freundin angerannt und weist sie darauf hin. Und jetzt ? Da kannst nun wirklich nicht mehr behaupten, das gaaaar nicht bemerkt zu haben. Und nur weil Du nichts gesagt hast, durfte das halbe Schwimmbad auch noch dran teilhaben, da wäre ich deren Stelle doch etwas sauer ...
 

Benutzer32843 

Sehr bekannt hier
Ich sage da dann einfach "du solltest mal dein Bikini/BH/Höschen/Boxershorts richten". Wenn man nämlich mit dem Verhalten klar macht dass das jetzt nichts tragisches ist, ist es auch für die "empfangende" Person massiv weniger peinlich.
 
A

Benutzer

Gast
Also Freunde können mich immer gerne darauf hinweisen, wenn bei mir irgendwas rausschaut.

Blöd wars bei mir in der Arbeit. Dafür, dass ich Verkäuferin war und mich somit auch oft bücken oder hinknien musste, um für Kunden in die Laden zu schauen oder Ware zu verräumen, habe ich sehr fein angezogen sein müssen (weil ich auch im Management war). Ein Großteil der Blusen, mit denen ich nicht komplett dämlich ausschau, hat allerdings einen extremen Ausschnitt, sobald ich mich nach vorn beuge. Wenn ich dann die Hande situationsbedingt vollhatte und mich trotzdem vornüber beugen müsste, hat man meinen gesamten Oberkörper gesehen, wenn man direkt vor mir gestanden ist :hmm: ich war froh, wenn dann die Kunden dezent weggeschaut haben.
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
Wie verhaltet Ihr Euch in so einer Situation ?
Wenn es offensichtlich ist, dann mache ich darauf aufmerksam. Bei Freunden und vertrauten Personen kommt ein flotter Spruch, bei Fremden würde ich eher dezenter vorgehen. "Ihr (passendes Kleidungsstück) ist verrutscht."

Bei weniger offensichtlichen Dingen, die ich nur in einem bestimmten Blickwinkel sehen kann, sage ich nichts.

Wie würdet ihr euch fühlen, wenn Euch jemand darauf aufmerksam machen würde ? Wäre es Euch eher lieber, dass der(die) andere nichts sagt ? Ich würde es lieber wissen wollen. Da ich aber darauf achte, dass so etwas nicht vorkommt, besteht da auch weniger die Gefahr. Probleme habe ich nur beim Sport im Bikini (Bäume klettern, Beachvolleyball, schwimmen), da kann es passieren, dass etwas verrutscht. Aber auch da bemerke ich es schnell. Ich bin ziemlich empfindlich an den Nippeln.:grin:
 
L

Benutzer

Gast
Für mich ist da entscheidend ob die Situation noch behoben werden kann. Als ich noch recht jung war ergab sich in einer Notfallsituation die Situation, dass ich gegenüber von ca. 8 Männer tief gebückt arbeitete (so Großbereich medizinische Versorgung). Anscheinend konnte man dabei praktisch alles von meinen Brüsten sehen (kein BH, ausgeschnittenes Shirt - keine Absicht). Einer der "freundlichen" Herrn machte mich nach getaner Arbeit breit grinsend darauf aufmerksam. Das ist mir echt noch heute unangenehm. In der Situation hatte ICH natürlich null darauf geachtet, hätte es nicht schlecht gefunden, wenn einer gefragt hätte ob er mein Shirt zurecht rücken darf ODER die glotzenden Männer beiseite geschoben hätte!
 

Benutzer122781 

Planet-Liebe ist Startseite
ich denke es käme mir drauf an, wie "schlimm" das ist, was man sehen kann und wer einen darauf aufmerksam macht...ohne jetzt 1000 situation zu kreieren kann ich das so pauschal echt nicht sagen.

ich hatte in der 9. klasse ne französisch-lehrerin mit einem recht oppulenten vorbau.
irgendwann hatte sie mal eine kurzärmelige bluse an (blusen sind bei solcher oberweite ja eh immer so ne sache...) und der knopf in der mitte, also genau bei den brüsten, stand offen. selbst wir mädels konnten kaum noch woanders hinsehen :grin:
der dame schien es aber nicht aufzufallen.
nach der stunde ging ich dann zu ihr hin und flüsterte ihr zu, dass der knopf offen steht.
ich glaub sie war sehr froh, dass ich sie drauf hingewiesen hab (und eben so diskret, wie es in der situation möglich war).
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
bei freunden/privaten bekannten würde ich schon einen dezenten hinweis geben, bei fremden oder arbeitskollegen tendiere ich zum höflich-wegsehen.

ich habe mir die frage allerdings auch schon gestellt - bei einer dame im bus, deren brüste man durch den ärmelausschnitt deutlich sehen konnte, sobald man hinter ihr stand. da habe ich dann aber letztlich auch nichts gesagt, denn das wäre nichtmal möglich gewesen ohne dass andere es mitbekommen und es mag ja in manchen fällen auch absicht sein.
 

Benutzer9517  (31)

Benutzer gesperrt
Jemand auf ein Versehen oder andauerndes Missgeschick aufmerksam machen, betrachte ich als Dienstleistung.
Das heisst: ich sage dann etwas, wenn es der betreffenden Person nützt und die Umstände günstig sind, und wähle die jeweils passende Form.

Ich habe also einen festen Grundsatz, von dem ich nur aus Bosheit oder Schadenfreude abweichen würde, und muss mich dafür im konkreten Fall flexibel verhalten. Fehleinschätzungen kann ich freilich nicht ausschließen...
 

Benutzer145348 

Verbringt hier viel Zeit
Jemand auf ein Versehen oder andauerndes Missgeschick aufmerksam machen, betrachte ich als Dienstleistung.
Das heisst: ich sage dann etwas, wenn es der betreffenden Person nützt und die Umstände günstig sind, und wähle die jeweils passende Form.

Ja, das sehe ich genauso. Ich betrachte es als meine Pflicht, Freunde/Bekannte darauf hinzuweisen, dass er/sie was zwischen den Zähnen hängen hat, der Hosenladen offen steht, eine Nudel an der Nase hängt o.ä.
Denn es geht dabei nicht um mich, sondern ich möchte nicht, dass er/sie sich gegenüber anderen blamiert oder gar irgendwelchen "Schaden" nimmt.

Aber jemanden auf so was hinzuweisen ist eine Sache, aber zu sagen "Hey, man kann von der Seite Deine Nippel sehen" ist halt eine etwas andere Sache ...
[doublepost=1471879379,1471877483][/doublepost]
Einer der "freundlichen" Herrn machte mich nach getaner Arbeit breit grinsend darauf aufmerksam. Das ist mir echt noch heute unangenehm.

Das ist einfach SUPER arschlochmässig. Tut mir echt leid für Dich ...
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Hm, also mir ist das nicht peinlich :grin:

Wenn es etwas ist das an meiner Seriösität nagt, obwohl eine solche angebracht ist, möge man mir das sagen, mit einem unanzüglichen Hinweis. Das ist aber die selbe Ebene wie wenn mir jemand sagt "Kragenschild richten!" Aber wenn seriös und professionell angebracht ist, dann hängt mir normalerweise auch keine Brust aus der Bluse^^ also, die Mögichkeit gibt gar nicht. Eher mal dass der Ausschnitt zu tief rutscht, dann kann man einen langen Blick anbringen. Räuspern. Etwas wie "tiefer Blick." anbringen.
Freunde dürfen dazu meinetwegen auch anzüglich sein.

Im Freizeitbereich passiert mir das als mal, klar, je nach Klamotten und Aktivität - da ist mir das aber irgendwie wurscht. Ich hab einen Freundeskreis der dann einen blöden Witz dazu macht und gut ist. Ist aber irgendwie keinem peinlich. Wir zeigen uns auch unsere neue Unterwäsche beim Tratschen im Café :grin:
Da sagt man etwas wie "Ohne BH weniger tief bücken" zu ner Freundin und grinst. Da ist nichts dabei.
In meiner Familie ist da sowieso jeder schmerzbefreit.

Fremde im Bus müssten mich jetzt nicht drauf aufmerksam machen, ob meine Kleidung aus jedem Winkel angebracht ist. Da kann man genießen und schweigen, oder wegschauen, wenns nicht gefällt. Ich finde grundsätzlich, fremde Menschen geht nichts an, wie ich warum angezogen bin.
Normalerweise bin ich nicht so gekleidet, dass man einer Belästigung durch ungewollte Einsichten nicht ausweichen könnte.


Off-Topic:
Mir hat in der Bahn mal eine pikierte Dame gesagt "also ihr Rock ist schon SEHR bunt." mit unverkennbaren Vorwurf. Äh. Ja. Richtig. Duschhaube gewonnen. Und jetzt??
 

Benutzer161456 

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Das Haus uns direkt gegenüber hat sein Badefenster direkt zu unserem Schafzimmerfenster.
Es ist mit Milchglas bestückt, man kann also weder rein noch hinaus schauen.
Tagsüber super. Aber Nachts...
Bei eingeschaltetem Badlicht ist es krass.
Der Nachbar denkt, er wäre vor Einblicken geschützt,
was aber nur teilweise stimmt.
Das Milchglas bricht die Schattenkonturen nicht.
Man sieht alles, alles als Schattenspiel.
Da das Fenster unglücklicher Weise auch noch direkt am Waschbecken/Spiegel liegt, sind ungewollte Einblicke in intime Details nicht zu verhindern.

Es ist, wenn gewünscht, wie ein abendliches Schattenspielkino.
Wir wissen z.B., wann und was der Nachbar in seinem Bad macht, wann seine Freundin sich bettfertig macht, wie sie ihre Haare nach dem Duschen hochsteckt
...einmal hätten wir im Schattenspiel sogar das Liebesspiel am Waschbecken erleben dürfen.
Aber wir sind ja diskret:zwinker:

Wir haben uns am Anfang auch mehrmals gefragt, ob wir ihn darauf aufmerksam machen sollen.
Haben uns dann aber dagegen entschieden.
Anstatt dessen machen wir nun bei Bedarf unsere Rollladen runter, oder schauen halt einfach nicht hin.

Unsere andere seitliche Nachbarin kann ihm auch ins Badfenster schauen.
Sie ist da weniger gelassen fühlt sich ein bisschen unwohl dabei.
Sie meinte, sie wolle da mal was sagen. Ob sie´s dann gemacht hat, weiß ich allerdings nicht.
Geändert hat sich jedenfalls bis heute nichts.
 
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Benutzer136760 

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Da das Fenster unglücklicher Weise auch noch direkt am Waschbecken/Spiegel liegt, sind ungewollte Einblicke in intime Details nicht zu verhindern
Die Konstellation habe ich auch, nur zum Glück gibts kein Haus auf der Seite.

Und als netter Nachbar muss man da ja nun wirklich nicht hinsehen, zumal es eh nur Schatten sind.
 

Benutzer161456 

Sehr bekannt hier
Und als netter Nachbar muss man da ja nun wirklich nicht hinsehen, zumal es eh nur Schatten sind.

selbstredend.
Der voyeurische Reiz ist im Laufe der Zeit eh schon längst verflogen.
Aber ganz verhindern kann man es halt doch nicht immer.

Wäre dort kein Milchglas verbaut, hätte der gute Nachbar vielleicht eine Jalousie oder Plissee verbaut, und alles wäre auch nachts verdeckt.
 

Benutzer150774 

Verbringt hier viel Zeit
Das ist völlig situationsabhängig. Bei Freunden, Bekannten, Verwandten habe ich da überhaupt kein Problem auf so etwas hinzuweisen. Je nachdem um wen es sich handelt, fällt der Hinweis entweder subtil aus oder es gibt einen lockeren Spruch. Kleine Geschichte dazu: wir waren bei Freunden zum Kartenspielen verabredet. Unserer Gastgeberin ist dann eben jenes Malheur passiert, dass sich der oberste Knopf ihrer Bluse gelöst hat und sie uns dadurch tiefe Einblicke in ihr Dekolleté gewährte und uns ihren überaus reizvollen BH präsentierte. Ich habe ihr daraufhin gesagt, dass ihr wohl jedes Mittel recht sei, um beim Kartenspielen zu gewinnen. Sie hat es erst nicht verstanden, aber als ich dann dezent auf ihren Ausschnitt zeigte und sagten "Na, ich meine Deine Ablenkungsmanöver!". Als sie dann den Knopf wieder zu machte konterte sie schlagfertig: "Man kann's ja mal versuchen!". Das Spiel gewonnen hat sie trotzdem!

Bei fremden Leuten ist das natürlich so eine Sache. Aber auch dann würde ich mit aller gebotenen Umsicht und Sensibilität darauf hinweisen. Denn wenn ich in so eine Situation käme, dann wäre ich auch froh, wenn mich einer darauf hinweisen würde. Mir ist es lieber, ich gerate dann eben nur bei dieser einen Person, die mich darauf hinweist, in eine peinliche Situation, als bei vielen, von denen mich keiner darauf hinweist.

Zwei Beispiele dazu: ich war mal bei einer beruflichen Veranstaltung. Dort bin ich einer mir unbekannten Frau begegnet, die eine weiße Hose getragen hat und die offensichtlich gerade ihre Tage hatte. Der Schritt ihrer Hose war völlig blutig, sie hat es offensichtlich nicht gemerkt, dass sie gerade "undicht" war. Ich fand es ziemlich heikel, wenn ich sie als Mann darauf hingewiesen hätte, auf der anderen Seite konnte ich die arme Frau nicht weiter so rumlaufen lassen. Ich habe dann einfach eine andere Frau angesprochen, sie darauf hingewiesen und sie gebeten, sie möge doch bitte die Dame mal dezent von Frau zu Frau ansprechen und ihr Bescheid sagen. Sie hat das auch sofort getan und damit konnten wir die Arme aus der Schusslinie holen.

Zweites Beispiel, das mich selbst betrifft: Ich bin mal mit offenem Hosenstall durch die Firma gelaufen. Ein Kollege hat das gesehen und hat daraufhin mit Humor reagiert. Er sagte zu mir: "Wissen Sie! Offen gestanden gefällt mir ihre Hose nicht!". Wir haben uns beide daraufhin schlapp gelacht.
 

Benutzer133456  (49)

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Ich gehe davon aus, dass Leute, die leger mit ihrer Verhuellung umgehen, auch nicht unbedingt kollabieren, wenn mal was rausblitzte. Insofern bleibe ich da dann auch eher kulant, und mir macht's sowieso nichts aus. Was ich schon alles gesehen habe.
 
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