Verhütungsprobleme der kleinen Schwester

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Gast
Hi squibs,
ich denke Du kannst da nix mehr machen.
Sie wird irgendwann merken, auch wenn es zu spät ist, das sie auf Dich hören hätte sollen. Sie wird daraus lernen, wie wir alle aus unseren Fehlern lernen mussten.
Laß sie ziehen!
 

Benutzer65590 

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Ich hab Angst um sie. Ich hab Angst, dass sie auf ihn reinfällt, dass er ihr mehr wehtut als alles andere, was sie bis jetzt erlebt hat. Ich habe Angst, dass sie nicht mehr wegkommt von ihm, über ihn immer tiefer hineinrutscht in die Vergänglichkeit, in seine Selbstzerstörung. Ich habe Angst, dass sie sich selber damit wehtut. Ich weiß nicht, wie ich sie davor schützen kann, wie ich sie vor sich selber schützen kann.

Ok, jetzt verstehe ich deine Situation besser, und ich nehme auch die meisten meiner Vorwürfe zurück: so, wie sich eure familiäre (?) Situation darstellt, hast du natürlich wenig Möglichkeiten, deinen Einfluss und deine Erfahrungen in der Sache nutzbringend einzusetzen - und angesichts der Zerrissenheit der Familie würde ich auch mal vermuten, dass das Mädel keine allzu intime Beziehung zu ihren Eltern hat und sich von ihnen nicht in dieser Sache beraten lassen würde - dass sie im Gegenteil vielleicht dazu neigt, sich an eine Person etwas zu klammern, die nur ihr gehört, nämlich ihren neuen Freund.

Mit anderen Worten: sie ist jung, unerfahren und vermutlich sehr liebesbedürftig, also das perfekte Opfer für einen Kerl wie ihren Neuen. - Wenn dazu noch kommt, wie du sagst, dass er vielleicht nur mit ihr zusammen ist, um dir eins auszuwischen, dir wehzutun, dann nimmt das Ganze natürlich fast schon tragische Züge an.

Ich fürchte aber, dass du wirklich wenig wirst tun können. Du hast, wie du sagst, keinen echten Einfluss auf das familiäre Umfeld deiner "Schwester", also müsstest du entweder auf sie direkt oder auf ihren "Freund" einwirken. Er wird sich von dir (zumal, wenn er dir eigentlich eins auswischen will) nichts sagen lassen, und sie wird vermutlich jetzt schon stark von ihm beeinflusst sein. Das würde dann leider bedeuten, dass du in der Sache von niemandem gehört werden würdest.

Meiner Einschätzung nach (die natürlich nur auf dem basieren kann, was du schreibst, also auch auf deiner Sicht der Dinge...) bleiben dir 3 realistische Möglichkeiten:

1) Deiner "kleinen Schwester" ultimativ ins Gewissen reden: da besteht aber das Risiko, dass du sie nervst, dass sie ihm schon mehr glaubt als dir oder generell nichts hören will, was ihre neue Liebe zerstören könnte (zumal, wenn sie als "typisches" Scheidungskind in die erste Liebe etwas zu viel Hoffnung legt).
2) Trotz allen Risikos versuchen, die Mutter deiner "Schwester" anzusprechen. Hier ist natürlich, wie du schon sagst, das Problem, dass für dich persönlich etwas auf dem Spiel steht - und natürlich, dass besagte Mutter vielleicht gar keinen Einfluss auf deine "Schwester" nehmen kann, oder dir auch einfach gar nicht glaubt.
3) Dich aus der Sache heraushalten. Als Ex-Stiefschwester hast du, finde ich, keine direkte und dringende Fürsorgepflicht diesem Mädel gegenüber; dass du trotzdem so empfindest, spricht für dich, aber du musst im Rahmen deiner Möglichkeiten bleiben. Wenn du keinen heilsamen Einfluss auf sie nehmen kannst, dann musst du das akzeptieren und sie ihre Fehler machen lassen. Das gehört leider zum Erwachsenwerden dazu: wer sich nicht helfen lässt, der muss aus seinen Fehlern lernen.
- Diese Sicht hat natürlich 2 Probleme: erstens, dass deine "Schwester" offenbar überhaupt niemanden hat, der ihr in der Situation helfen könnte. Man könnte also meinen, dass du sie sozusagen ganz im Stich lassen würdest. Aber, so hart es klingt: hier wären dann nun einmal die Eltern in der Pflicht. - Zweitens ist es aber nun doch so, dass du über die Person des "Freundes" irgendwie über das normale Maß hinaus in die Sache involviert bist. Meiner Meinung nach spielst du in dem ganzen eine gewisse Rolle, an der du keine direkte Schuld trägst (die Initiative, Schaden zu bewirken, geht ja von ihm aus), die du aber beachten solltest (wenn es in dem Ganzen auch irgendwie darum geht, dir eins auszuwischen, kannst du das nicht ignorieren; außerdem hast du, wenn ich das richtig gelesen habe, die beiden ja irgendwie in Kontakt miteinander gebracht?). Vielleicht solltest du diesen Faktor nicht für dich behalten?

Im Fazit bleiben, glaube ich, zwei Positionen übrig. Entweder sagst du dir: "Ich habs versucht, man hört nicht auf mich - dann muss sie leider ihre eigenen Erfahrungen machen." Wäre angesichts deinre persönlichen Lage und Risiken eine nachvollziehbare Entscheidung.
Oder du sagst: "Ich bin so sehr in die Vorgeschichte der Sache involviert, dass ich mich jetzt nicht zurück ziehen kann: das verbietet mir mein Gewissen/mein Verantwortungsgefühl. Ich werde, obwohl ich weiß, dass ich da eigentlich nur verlieren kann, entweder mit meiner "Schwester" oder deren Mutter doch noch einmal reden und alle Karten auf den Tisch legen müssen." Das ist natürlich für dich persönlich dann sehr riskant, und ich würde mir an deiner Stelle verdammt genau überlegen, ob du damit überhaupt eine Aussicht auf Erfolg hast: setz dich nicht mit allem, was du hast, für eine schon von vornhinein verlorene Sache ein!
 
2 Woche(n) später

Benutzer62819 

Verbringt hier viel Zeit
Danke an euch alle nochmal, besonders an many--, du hast mir doch sehr geholfen mit deinen Beiträgen.

Meine Schwester war gestern im Spital, dort Ultraschall machen lassen, und sie ist nicht schwanger.
Ich hab ihr jetzt gerade gesagt, dass es mir leid tut, dass ich so ne Panik gemacht hab, aber sie hat gemeint, dass war eigentlich ganz gut so. :herz:
 

Benutzer86536 

Sorgt für Gesprächsstoff
Schön dass das ganze in diese Richtung läuft!
Ich kann mir vorstellen wie du dich fühlst..ich kann mir auch vorstellen wie deine schwester sich fühlt..
ich hatte in dem alter auch so einen "traumtypen"..der hat mich aber nicht zum sex überredet..
ich wollte auch auf niemanden hören..dann hab ich mein praktikum gemacht und mir gedanken (gaz wichtig: von MIR aus!!) über meine zukunft gemacht und mir wurde klar dass das mit ihm nix wird..also hab ich schluss gemacht..

als hilfreiche idee fiel mir jetzt noch eine talkshow ein..eine wo die lütten nicht erzählen das sie selbst ein kind wollten und super damit zurecht kommen..
überlege dir (vielleicht auch durch andere medien/menschen) wie du sie dazu kriegst es selbst zuverstehen, ohne das du viel dazu sagst..

ich hab damals einiges an mist gebaut und hab auf NIEMANDEM gehört der mir erzählt hat dass das nicht gut ist..egal ob das lehrer, die polizei oder meine eltern waren-da bin ich dann aus trotz gegen an gegangen und WOLLTE es nicht hören!
Ich musste es von mir aus verstehen..

ich hoffe dass das hilfreich ist...(ich beschäftige mich viel damit..wie kann man da durchdringen und etwas bewirken..)

viel erfolg!
 
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