Verhütung nach der Geburt

Benutzer22419 

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Meine Tochter ist jetzt 14 Monate alt und bisher haben wir mit Kondom verhütet. Das störte lange Zeit nicht wirklich, weil wir ohnehin so selten Sex hatten, dass sich die Pille für mich nicht "gelohnt" hätte.
So langsam beginnen die Dinger aber dann doch zu nerven und ich fange an, mir Gedanken über andere Formen der Verhütung zu machen. NFP fällt vorerst mal raus - 1. ist sowohl mein als auch vor allem das Vertrauen meines Partners in diese Methode ein bisschen erschüttert und auch wenn ich gerne später mal wieder drauf zurückkommen würde, ist im Moment das (gefühlte) Risiko zu groß und 2. habe ich noch keinen Zyklus.
Bleibt im Endeffekt nur die Pille, Spirale und Co kommen für mich aus verschiedenen Gründen nicht wirklich in die engere Wahl.

Was ich von euch gerne wüsste:

Wann habt ihr nach der Geburt wieder mit hormoneller Verhütung (Pille, Ring, Pflaster, Spirale...) begonnen?
Wenn Pille, welches Präparat? Klassische Mikropille oder Cerazette?
Habt ihr zu diesem Zeitpunkt noch gestillt?
Wie hat sich die hormonelle Verhütung auf Milchmenge etc ausgewirkt?
Hat sich sonst irgendwas verändert?

Ich hoffe, es kommen hier ein paar Antworten - irgendwie hab ich das Gefühl, ihr seid alle direkt in Basterunde zwei eingestiegen :ashamed:
 

Benutzer71335  (53)

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Wann habt ihr nach der Geburt wieder mit hormoneller Verhütung (Pille, Ring, Pflaster, Spirale...) begonnen?
Nach der ersten Geburt gar nicht, bin noch während des Vollstillens wieder schwanger geworden.:ashamed:
Nach dem zweiten Kind auf Druck meines Mannes und meines Frauenarztes, habe ich nach 8 oder 9 Monaten die Minipille genommen, was aber wegen der sehr, sehr pünklichen Einnahme auch nicht mein Ding war, ich hätte es auch gleich lassen können.:grin:
Da habe ich aber auch noch vollgestillt (11,5 Monate und 13,5 Monate teilgestillt), an der Milch konnte ich keine Veränderung feststellen, auch nicht an der Menge.




Wenn Pille, welches Präparat? Klassische Mikropille oder Cerazette?
Erst Minipille nachdem ich davon dauerblutungen bekommen habe und eh nicht mehr gestillt ahbe bin ich wieder auf meine alte Dreiphasenpille (mikropille) zurück, habe ich nach der Geburt aber nie mehr so vertragen wie vorher.
Aber die Depressionen waren besser einzuschätzen, ab der 2 Phasen war die Geafhr die ich für mich und meine Kinder darstellte besonders groß und ich meist unter Aufsicht, in den anderen Phasen ging es eigentlich, zumindest habe ich nicht versucht mich umzubringen.


Habt ihr zu diesem Zeitpunkt noch gestillt?
siehe oben, teilgestillt bis in den 14. Lebensmonat

Wie hat sich die hormonelle Verhütung auf Milchmenge etc ausgewirkt? gar nicht

Hat sich sonst irgendwas verändert?siehe oben.
 

Benutzer26916  (39)

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Nach dem ersten hab ich nach 5 Wochen wieder die Pille genommen, aber nur fuer 3 Monate, das Zeug macht mich zickig ohne Ende :smile:
Nach dem zweiten hat sich mein Mann sterilisieren lassen :smile:
 

Benutzer32811  (34)

...!
Ich hab nach etwa 8 Wochen mit der Cerazette angefangen.
Dauerblutungen waren die Folge, selbst nach dem Absetzen hats noch Wochen gedauert bis das weg war.
An der Milchmenge hats immerhin nix geändert.


Wir haben uns irgendwann für ein zweites Kind entschieden.
 

Benutzer8865  (34)

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Ich hab auch relativ flott wieder angefangen die Pille zu nehmen.. und tu das nun auch seit etwa 3 Jahren wieder. Allerdings gehen meine Überlegungen grade in Richtung Gynefix oder Spirale.
 

Benutzer69081  (35)

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nachdem es mit dem Diaphragma nicht so gut geklappt hat bei mir, bin ich nach etwa 8 Monaten auf die Cerazette umgestiegen. Habe da aber nur noch 1x täglich gestillt. Gleichzeitig mit dem Abstillen kam mein Zyklus in Gang (der wird ja durch die Cerazette nicht verhindert) und weil 5 Tage nach Mensende wieder starke Blutungen kamen, habe ich dann direkt auf eine normale Mikropille (Enriqa) gewechselt. Da bin ich gerade bei Tag 15 und hatte nun 2 Tage minimale SB. Aber da werde ich erstmal die 3 Monate abwarten denn bisher habe ich keine anderen Nebenwirkungen. :smile:
Ich spare aber so ganz langsam auf eine Sterilisation, dann ist das Thema erledigt und ich muss mich nicht mit Hormonen vollpumpen. Aber das wird noch dauern.

Wie wäre es denn mit einem Dia für dich?
 

Benutzer53568 

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@engelchen: Muss man für die Steri nicht ein gewisses Alter haben?
 

Benutzer69081  (35)

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nö, das liegt im Ermessen des Arztes.
Manche sperren sich unter 30 aber ich kanns ja mal versuchen :smile: wenn der Arzt es noch nicht machen will, dann gehe ich zum nächsten. Aber es gibt einige die unter 30 sind, teilweise sogar Anfang 20 und kinderlos und schon sterilisiert sind.
 

Benutzer75021 

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Bei jungen Leuten die noch keine Kinder haben, machen die Ärzte keine sterilisierung.
Wenn jedoch ein Ehepaar mit 2 Kindern den Wunsch nach einer Sterilisation hat, dann sieht das anders aus.
Ich persönlich würde auch die Sterilisation des Mannes bevorzugen (bzw NUR die kommt für uns in Frage), da der Eingriff für den Mann unproblematischer ist.
 

Benutzer53568 

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Wie läuft das denn bei der Frau ab?
Vollnarkase, großer operativer Eingriff?
 

Benutzer89091  (42)

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Wie läuft das denn bei der Frau ab?
Vollnarkase, großer operativer Eingriff?

Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose. Bei mir haben sie einen kleinen Schnitt im Bauchnabel gemacht. (keine Ahnung mehr, wie das genau bezeichnet wird)

Die Eileiter können entweder mit Filshieclipsen (wie bei mir) verschlossen werden oder auch mittels Strom durchtrennt werden.

An der Wirkung der weiblichen Hormone (Eisprung und Monatsblutung) verändert sich nichts. Die Regelblutung findet so wie immer statt. Die Eizelle, die jedes Monat zur Reifung gelangt, wird nach dem Eingang in die Bauchhöhle abgebaut.

An und für sich war es keine große Geschichte. Alles in allem hat es etwa 6 Stunden gedauert bis ich die Klinik wieder verlassen durfte und etwa 2 Tage bis ich mich wieder "normal" gefühlt habe. (ich war danach ziemlich schläfrig :confused:)
 

Benutzer35546 

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Wann habt ihr nach der Geburt wieder mit hormoneller Verhütung (Pille, Ring, Pflaster, Spirale...) begonnen?

Nach meiner ersten Schwangerschaft habe ich nach etwa 6 Wochen die cerazette bekommen. Nach dem Abstillen bin ich auf eine "normale" Pille umgestiegen.
Im Moment verhüten wir noch mit Kondom, da ich nicht mehr hormonell verhüten kann.

Wenn Pille, welches Präparat? Klassische Mikropille oder Cerazette?

Ich bekam die Cerazette.

Habt ihr zu diesem Zeitpunkt noch gestillt?

Ja, ich habe noch weitergestillt bis zum 8. Monat.

Wie hat sich die hormonelle Verhütung auf Milchmenge etc ausgewirkt?

Ich glaube, es hatte sich nichts verändert, ich konnte stillen wie vorher auch.

Hat sich sonst irgendwas verändert?

Ich hatte keine Zwischenblutungen, allerdings hatte ich weniger Lust auf Sex, aber das blieb mit der normalen Pille dann weiter so.



Ich bin momentan auch ganz arg am Überlegen, wie ich es mache, eben wegen der Hormone. Ich habe mich schon mit der hormonfreien Spirale auseinandergesetzt und zu dem entschluss gekommen, dass ich das nicht will.

Kondom und co sind aber auch doof, zumindest wenn man recht spontan ist und nicht in jedem Zimmer Kondome liegen hat.

Für mich kommt eine Sterilisation nicht in Frage, genauso möchte ich das meinem Mann nicht anbieten. Denn keiner von uns weiß, was in 5-10-15 Jahren ist.
 

Benutzer69081  (35)

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achso, die Milchmenge. Ich meine, die wäre unter der Cerazette etwas weniger geworden. Kann aber auch daran gelegen haben, dass ich eh kaum noch gestillt habe. Das war ja nur noch morgens und nicht mehr viel. Lässt sich also nicht wirklich sagen.

Off-Topic:
Little dragon, danke für deine Antwort. Mangels Erfahrung hätte ich jetzt auch nur einen Link posten können :zwinker:

sweety: für mich ist sicher, dass ICH keine Kinder mehr will, daher würde ich mich eher sterilisieren lassen. Mein Mann will zwar auch keine Kinder mehr aber da ich mich mein Leben lang (auch ggf falls wir uns mal trennen sollten irgendwann) nicht mehr drum kümmern will, ist für mich klar: "ich will keine Kinder, also lasse ich es machen".
 

Benutzer71335  (53)

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Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose. Bei mir haben sie einen kleinen Schnitt im Bauchnabel gemacht. (keine Ahnung mehr, wie das genau bezeichnet wird)

Die Eileiter können entweder mit Filshieclipsen (wie bei mir) verschlossen werden oder auch mittels Strom durchtrennt werden.

An der Wirkung der weiblichen Hormone (Eisprung und Monatsblutung) verändert sich nichts. Die Regelblutung findet so wie immer statt. Die Eizelle, die jedes Monat zur Reifung gelangt, wird nach dem Eingang in die Bauchhöhle abgebaut.

An und für sich war es keine große Geschichte. Alles in allem hat es etwa 6 Stunden gedauert bis ich die Klinik wieder verlassen durfte und etwa 2 Tage bis ich mich wieder "normal" gefühlt habe. (ich war danach ziemlich schläfrig :confused:)

Ich kann das auch nur kurz ergänzen, auch wenn das bei mir mit Strom verödet und getrennt wurde.
Es gab eine Überweisung vom Frauenarzt an eine gynäkologische Tagesklinik, dort ein kurzes Vorgespräch über Narkose und Risiken und dann sobald die nächste Menstruation rum war (das verlangen sie zumindest bei Frauen die bis zur Sterilisation nicht hormonell verhüten) direkt danach einen Termin (darf also kein neuer Eisprung in Sicht sein, halbwegs regelmäßiger Zyklus ist also schonmal Vorraussetzung), man wird mehrfach gefragt ob man sich der Entscheidung bewusst ist, ein letztes mal noch auf dem OP-Tisch.

Ich hatte gleich Morgens um 8 Uhr Termin und war um 11 oder 12 Uhr wieder Zuhause, musste halt in Begleitung sein da ich selber in keinster Weise am Straßenverkehr teilnehmen durfte (also auch nicht in der S-Bahn einpennen:grin:).
Man muss halt nur die Vollnarkose gut vertragen und einmal auf Toilette gehen können, letzteres ist wichtig weil eines der Hauptrisiken einer solchen OP, auch wenn extrem selten heutzutage, ist das ein Nerv getroffen wird, der zu einer Blasenlähmung führt.

Am Unangenehmsten ist noch das Gas das einem in den Bauchraum während der OP gefüllt wird und das sich dann in den nächsten 10 Tagen über die Haut (meist im Schulterbereich) abbaut und das tut etwas weh, ausserdem ist man etas müde und sollte in den ersten Tagen nicht schwer heben, die Narben sind unauffällig im Nabel und eine im Schambereich und winzig klein. Fäden werrden ca. 8 Tage nach der Op gezogen und ab da kann man auch sofort Sexhaben.

Achja das Risiko eine rEileiterschwangerschaft ist dennoch gegeben, wenn auch selten, daher muss man sofort nach ausbleiben der Regel auch wenn man sterilisiert ist testen.:zwinker:

Kosten liegen bei etwa 600-900 Euro bei einer Frau, bei einem Mann die Hälfte. Kosten werden nicht mehr von der KK übernommen, auch nicht in Teilen. Man sollte aber auf den Preis achten, da sind trotz gleicher OP z.T riesen Unterschiede.:zwinker:

Mir eht es seit der Sterilisation sehr sehr gut und ich habe das erste mal in meinem Leben einen wirklich regelmäßigen Zyklus der allenfalls mal um 8 Tage schwankt, da sist für meine Verhältnisse sensationell.
Eisprung ist immer noch sehr aktiv und auch sonst hormonell alles bestens. Sex ohne an was denken zu müssen ist natürlich auch klasse und auch sehr viel regelmäßiger geworden.

Und mein FA hat auch drei Kreuze gemacht, als ich endlich sterilisiert war.:grin::tongue:
Ich hätte es aber auch schon viiiiiiel früher machen sollen, hat sich echt gelohnt.

Das mein Mann sich sterilisieren lässt stand gar nicht groß zur Debatte, er hat sich auch nicht drum gerissen und auch gesundheitlich bin ich einfach fitter (also zumindest Herz-Kreislauf-Mäßig). Das mein Mann nämlich gerne noch Kinder hätte steht ausser Frage, traue ich ihm echt zu, aber bei mir war es sehr eindeutig, das ich weder von ihm noch von einem anderen Mann nochmal Kinder haben wollte, ich würde es auch nicht mehr überleben (wollen).
 

Benutzer75021 

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Meinen Sohn hab ich nicht gestillt und von daher auch direkt nach der Geburt meine alte Pille wieder genommen.
Nach der zweiten Geburt haben wir mit Kondomen verhütet (Pille lohnte sich damals einfach nicht, die Ehe war eh schon am Ende und von daher kaum GV).
Ich werde dieses Mal auch wieder auf Kondome zurückgreifen, da ich für uns keine andere alternative finde. Hormone will ich nicht mehr nehmen, Sterilisation ist zu endgültig. Wenn, dann lässt er sich sterilisieren und dann auch erst in ein paar Jahren wenn wir wirklich sicher sind das wir mit der Familienplanung abgeschlossen haben.
 

Benutzer25178  (35)

Verbringt hier viel Zeit
ich hatte nach ca. 8 wochen den nuvoring, den ich nicht vertragen hatte.

dann haben wir es mit einer spirale versucht, die ich aber "verlore" habe:tongue:

genau so war es mit der zweiten spirale:mad: weiß auch nich was meine gebärmutter dagegen hatte....

jetzt verhüte ich seit fast 3 jahren mit der pille
 

Benutzer59943  (39)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
dann haben wir es mit einer spirale versucht, die ich aber "verlore" habe:tongue:

genau so war es mit der zweiten spirale:mad: weiß auch nich was meine gebärmutter dagegen hatte....
Off-Topic:
Nur mal aus INteresse: Hast du dann also 2 Spiralen sozusagen fast umsonst bezahlt? :eek: Ist ja schon nicht ganz billig...
 

Benutzer25178  (35)

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Off-Topic:
Nur mal aus INteresse: Hast du dann also 2 Spiralen sozusagen fast umsonst bezahlt? :eek: Ist ja schon nicht ganz billig...

nein, ich habe eine spirale bezahlt, die zweite gab es dann qusai umsonst. dann als die auch nicht gehalten hatte habe ich ein paar packen von der pille bekommen. klar, ich habe drauf bezahlt, aber es gibt schlimmeres.
 
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