Verbote in einer Beziehung

Benutzer99630  (34)

Sorgt für Gesprächsstoff
Verbote gibt es bei uns nicht - wir trauen uns gegenseitig zu, auf uns aufzupassen und schwerwiegende Entscheidungen vorher mit dem anderen zu besprechen. Wenn ich irgenetwas, das er möchte, absolut schwachsinnig/gefährlich finde, dann wird das diskutiert und umgekehrt genauso.
Bisher haben wir dann auch immer eine Lösung gefunden, die für beide in Ordnung war.
Wobei wir aber eben auch ähnliche 'Toleranzschwellen' haben. Extremsport z.B. ist für uns beide nichts.
 

Benutzer117614 

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Verbote

Also direkt "verbieten" würd ich mal garnix, das hört sich so an als wären wir nicht gleichberechtigt. Zu sagen das dir was nicht gefällt oder du das nicht machen würdest wär wohl eher der richtige Weg :zwinker:
 

Benutzer87573 

Sehr bekannt hier
Ich verbiete nichts, mein Partner ist ja kein Kleinkind mehr. Ich äußere manchmal, wenn mich irgendwas stört oder unglücklich macht, zB kann ich nicht einen Raucher küssen, der gerade eine geraucht hat ohne dass er sich Zähne geputzt oder zmd den Mund ausgespült hat.
Sachen wie gefährliche Hobbies (Motorradfahren, Autorennen) etc. kenne ich zu genüge von meinem besten Kumpel und mir. Ich reite und ich fahre gern schnell Auto, also brauch ich da auch nichts zu sagen. Natürlich macht man sich schon Sorgen, aber ich schätze sowohl meinen Partner als auch meine Freunde als so besonnen ein, dass sie bei der Ausübung eines gefährlichen Hobbies so viel Sicherheitsvorkehrungen treffen wie möglich.

Andere Sachen wie zB Alkohol am Steuer ist für mich sowieso selbstverständlich, dass man das nicht macht und wäre ein Trennungsgrund.
 

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich verbiete nichts uns lasse mir auch nichts verbieten. Ich bin da noch sehr geprägt durch meine Kindheit. Da gab es nur Verbote - Süßigkeiten-Verbot, Hausarrest, Fernseh-Verbot. Heute lasse ich mir das also nicht gefallen.
Jeder soll tun und lassen dürfen, was er möchte, solange er anderen nicht damit schadet. Ob ich als Partner mit gewissen Dingen leben kann oder möchte, ist eine andere Sache. Ich tue meine Meinung kund und sage, was ich über gewisse Dinge denke. Und dann liegt es an meinem Partner, zu entscheiden, was er macht.
 

Benutzer113076 

Verbringt hier viel Zeit
Diese Einstellung ist mir einfach komplett zuwider, dassm an sich für irgendeinen Kick der Lebensgefahr aussetzt.
Aber da besteht doch so gut wie keine Lebensgefahr, das haben wir doch schon geklärt zumindest keine größere als eine Straße zu überqueren. Skifahren ist da wesentlich gefährlicher oder ist das auch verboten?
 
R

Benutzer

Gast
Ja, Rauchen würde ich zB verbieten bzw. mich eben trennen. Damit komme ich aus vielen Gründen nicht klar und einer ist ganz klar die bewusste Gefährdung der eigenen Gesundheit.

Motorradfahren wäre auch noch etwas, womit ich sehr große Probleme hätte, da ich jedes Mal panische Angst hätte, wenn er unterwegs wäre. Da wir in einem beliebten Gebiet für Motorradfahrer leben, sehe ich auch regelmäßig, welch riskante Manöver diese in engen Kurven hinlegen...nee, das würden meine Nerven nicht mitmachen.
 

Benutzer36171 

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Würdet Ihr bezüglich einer gefährlichen Sportart ein Verbot aussprechen?
Wenn ja, warum?
Verbieten würde ich das nicht nennen. Aber ich habe ihm zum Beispiel ganz klar gesagt, dass ich nicht will, dass er mit dem Motorrad die Schwarzwaldhochstraße entlang braust (dabei hat er gar kein Motorrad), weil in meinem Bekanntenkreis dort schon drei (!) Menschen verunglückt sind. Alles Leute, die ich persönlich kannte und deren Grab ich nun besuchen darf. Ich habe einfach keinen Bock halb krank vor Sorge zu sein; und solange das nicht sein Lebenstraum ist, dürfte es kein Hexenwerk für ihn sein, für mich darauf zu verzichten, oder?

Könntet Ihr mit jemanden zusammen sein, der sich in Euren Augen manchmal absichtlich in Lebensgefahr begibt (auch wenn derjenige es anders sieht)? Gegen einmaliges Fallspringen oder so habe ich nichts einzuwenden (auch wenn ich natürlich trotzdem durchdrehen würde, aber da muss ich durch :grin:). Aber jemand der regelmäßig Freeclimbing oder Cliff Diving betreibt, mit 200 km/h über die Autobahn donnert oder nur dort Ski fährt, wo Lawinenwarnungen ausgesprochen werden, ist nichts für mich. Geht nicht, passt nicht. Tschüss.


Letztlich spielt es doch keine Rolle, ob man sagt: "Ich verbiete dir das!" oder ob man sagt: "Wenn du das tust, passen wir einfach nicht zusammen und ich muss dich verlassen!". :zwinker: So gesehen verbietet jeder seinem Partner etwas (zum Beispiel fremdgehen). Die Grenzen werden nur unterschiedlich gezogen.
 
A

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Gast
Off-Topic:
Aber da besteht doch so gut wie keine Lebensgefahr, das haben wir doch schon geklärt zumindest keine größere als eine Straße zu überqueren. Skifahren ist da wesentlich gefährlicher oder ist das auch verboten?

Wie gesagt, geht es um die Motivation, die dahintersteckt. Schifahren will ich selber nicht und werde es auch nie tun, er geht ab und zu Schifahren, aber mir ist nie wohl dabei. Aber wenn ich in Österreich einen Mann finden wollen würde, der nie Schi fährt, dann wäre ich wohl noch mit 40 Single.
 
M

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Gast
Nein, ich würde keine Verbote aussprechen. Ich würde hoffen und von einem erwachsenen Menschen auch erwarten, dass er vernünftig genug ist, um in der ein oder anderen möglichen Gefahrensituation (wenn möglich vorher) die Risiken abzuwägen und sich entsprechend zu verhalten. Das - und die Bedingung, dass niemandem Schaden zugefügt wird - gilt eigentlich für alle Bereiche, dann kann er tun und lassen, was er will.

Zum Thema Sport: Alles, was ins Extreme geht, ist jetzt auch nicht unbedingt meins, trotzdem fahre ich z. B. Motorrad (ohne zu rasen oder in Kurven zu überholen) oder Ski (ohne abseits der Piste zu fahren), sowas kann man nämlich auch verantwortungsbewusst tun, indem man die Klammerinhalte einfach weglässt.

Off-Topic:
Mein Vater war vor meiner Geburt jahrelang Rennfahrer und obwohl meine Mutter nicht mal den Motorradführerschein hatte, hat sie ihn trotzdem machen lassen, weil das einfach seine Leidenschaft war. Erst als ich dann auf die Welt gekommen bin, hat er den Rennsport an den Nagel gehängt. Das finde ich okay so, gegenüber seinem Kind hat man noch mal eine andere Verantwortung als gegenüber dem Partner. Und ein bisschen Selbstverwirklichung wird ja wohl auch noch erlaubt sein. Es fiele mir also nie ein, jemandem etwas zu verbieten, woran sein Herz hängt.

Das Wichtigste ist für mich, jetzt wieder grundsätzlich, dass man sich nicht kopflos und ohne Rücksicht auf Verluste in alle möglichen Abenteuer/Situationen begibt.
 

Benutzer100759 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
Off-Topic:


Wie gesagt, geht es um die Motivation, die dahintersteckt. Schifahren will ich selber nicht und werde es auch nie tun, er geht ab und zu Schifahren, aber mir ist nie wohl dabei. Aber wenn ich in Österreich einen Mann finden wollen würde, der nie Schi fährt, dann wäre ich wohl noch mit 40 Single.
Ach geh. Mein Freund kommt aus einem bekannten Wintersportort und fährt seit den Studium kein Ski mehr :smile:
Sooo schlimm ist es also auch nicht mit den Österreichern.
 

Benutzer111034 

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Wenn er sich in Gefahr begibt, dann habe ich schon ein leicht mulmiges Gefühl, aber damit muss ich dann leben. Mit Extrem-Downhill als seinem Hobby wundere ich mich jedes Mal, dass er noch heil ist, wenn er zurück kommt und Feuerwehrmann ist auch kein ungefährliches Hobby. Für mich wäre ein Partner, der (in meinen Augen) übertrieben sicherheitsbedacht ist, auch gar nichts, weil ich in naher Zukunft Bungee und Fallschirm springen will und nächstes Jahr meinen Motorrad-Führerschein machen will.

Ich finde, es gibt einen Unterschied zwischen risikofreudig und verantwortungslos. Verantwortungslos ist, wenn er sich besoffen ins Auto setzt, verantwortungslos ist, wenn er über die Straße läuft, ohne zu gucken. Aber nicht, wenn er eben gerne Downhill fährt, wo man sich halt schnell mal was bricht. Er fährt nämlich verantwortungsvoll, mit Protektoren und Strecken, die er sich zutraut.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Von Verboten halte ich absolut nichts. Wenn er unbedingt was tun will, womit ich nicht umgehen kann/will, dann scheitert die Beziehung eben. Ebenso lass ich mir auch nichts verbieten. Man kann natürlich drüber reden und dann ein Kompromiss finden bzw. aus Liebe zum Partner auf etwas verzichten. Aber das alles ist freiwillig und soll nicht aus einem Zwang oder Erpressung heraus passieren. Darauf lass ich mich erst gar nicht ein.
 

Benutzer37188 

Meistens hier zu finden
Verbote sind nichts für mich; ich verbiete meinem Partner gar nichts. Bei gewissen Aktionen müsste er halt mit Konsequenzen rechnen, beispielsweise mit der Trennung, wenn er fremdgeht oder ähnliches. Ansonsten ist unser Konsens einfach so groß, dass es nichts zu verbieten gibt. Mal abgesehen davon bin ich ja nicht seine Mutter.. Wenn mir was gegen den Strich geht, dann reden wir darüber und finden nötigenfalls einen Kompromiss. Genau so will auch ich behandelt werden. Mir muss das Fremdgehen nicht verboten werden. :ratlos: Allein, wenn ein Partner sowas mir gegenüber aussprechen würde, würde das unser Verhältnis zumindest belasten, wenn nicht gar dauerhaft schädigen. "Ich verbiete es!" löst bei mir einfach schon per se so eine Trotzhaltung aus, selbst wenn ich ohnehin nicht vorgehabt hätte, das zu tun, was mir gerade verboten wird.
 

Benutzer44823 

Meistens hier zu finden
Nein, ich kann doch meinem Partner nichts verbieten.
Wünsche aussprechen kann ich und ich kann ihn um etwas bitten. Aber ich bin doch nicht in der Position, ihm etwas zu erlauben oder zu verbieten. Möchte ich auch gar nicht. Und ich würde mir auch nichts verbieten lassen. Ausnahme ist natürlich alles, was den Körper oder die Person selbst betrifft oder die gemeinsames Hab und Gut bzw. Geld betrifft.

Deswegen habe ich auch einen Ehemann, der wichtige Dinge so sieht wie ich, sonst hätte unsere Beziehung keine Zukunft. Insbesondere würde ich keinen Vater für meine Kinder wollen, der sein Leben leichtfertig und unnötig aufs Spiel setzt.
 

Benutzer101597  (63)

Sehr bekannt hier
Was ich hier auch ziemlich daneben finde, ist das mehrere Frauen ihrem Partner das MMotorradfahren verbieten wollen. Sie wollen ihn also nicht nur bevormunden, sondern tun das auch noch aufgrund des Vorurteils des "gefährlichen Motorradfahrens". Das finde ich irgendwie doppelt bescheuert.

Ein kleiner hinweis zum Nachdenken: In Deutschland sterben jährlich mehr Menschen im Haushalt als im gesamten Strassenverkehr.
Die meisten Unfälle passieren im Haushalt: Mehr Tote zu Hause als durch Verkehrsunfälle - Prävention hilft | Suite101.de
 

Benutzer20579  (37)

Planet-Liebe ist Startseite
Ein kleiner hinweis zum Nachdenken: In Deutschland sterben jährlich mehr Menschen im Haushalt als im gesamten Strassenverkehr.
Ach deshalb nehmen so viele Frauen die Hausarbeit selbstlos auf sich :zwinker:? Aber im Ernst: Die Statistik zu den Haushaltsunfällen beinhaltet vor allen Dingen auch Senioren und Kinder. Bei Männern im threadgegenständlichen Alter - zwischen 20-35 Jahren - dürften Unfalltode weitaus häufiger sein, als derartige im Haushalt.

edit sagt: Habe eben mal gegoogelt. Schwachsinn ist es jedenfalls nicht, von einer erhöhten Gefährlichkeit des Motorradfahrens auszugehen. Es kommt dort häufiger zu Todesfällen und die Zahlen der Unfalltoten auf Motorrädern steigen. Ob man deswegen dem Partner was verbieten sollte, steht auf einem anderen Blatt, aber es ist trotzdem nicht ungefährlich.

@Thema: Ich würde einem erwachsenen Menschen nichts verbieten, nie. So gesehen verbiete ich ihm auch keinen Sex mit anderen Frauen, keine Straftaten und keine Drogensucht (Reihenfolge zufällig!), aber bei bestimmten Dingen müsste man sich eben überlegen, ob es dann noch passt.

Ich bin aber insoweit auch in einer guten Situation, weil ich einen Freund habe, den man eher ermuntern, als irgendwovon abhalten muss :grin:
 

Benutzer36171 

Beiträge füllen Bücher
Was ich hier auch ziemlich daneben finde, ist das mehrere Frauen ihrem Partner das MMotorradfahren verbieten wollen. Sie wollen ihn also nicht nur bevormunden, sondern tun das auch noch aufgrund des Vorurteils des "gefährlichen Motorradfahrens". Das finde ich irgendwie doppelt bescheuert.

Ein kleiner hinweis zum Nachdenken: In Deutschland sterben jährlich mehr Menschen im Haushalt als im gesamten Strassenverkehr.
Die meisten Unfälle passieren im Haushalt: Mehr Tote zu Hause als durch Verkehrsunfälle - Prävention hilft | Suite101.de

Wenn ich aufgrund von persönlichen Erfahrungen nun einmal große Angst verspüre (auch wenn ich weiß, dass sie irrational ist), wenn sich ein geliebter Mensch auf das Motorrad setzt, kann eine Statistik daran nichts ändern. Wenn mein Partner auf diese Angst Rücksicht nimmt, ist das doch nichts Schlimmes.

Ganz ehrlich: zum Bevormunden gehören immer zwei. Einer, der bevormundet und einer, der es zulässt. Ich erwarte von meinem Partner, dass er seinen Mund aufmacht, wenn er mit meinem Wunsch, etwas zu lassen, nicht klar kommt. Ist doch ganz einfach. :smile: Ich denke, die meisten lassen mit sich reden, wenn ihr Partner auf einmal doch einen großen Wunsch für etwas "Gefährliches" entwickelt. Und wenn nicht, dann ist es dennoch ihr gutes Recht zu sagen: nein, damit kann ich nicht leben.
 

Benutzer111070 

Team-Alumni
Sie wollen ihn also nicht nur bevormunden, sondern tun das auch noch aufgrund des Vorurteils des "gefährlichen Motorradfahrens". Das finde ich irgendwie doppelt bescheuert.

Dass Motorradfahren gefährlicher ist als Autofahren, ist einfach eine Tatsache. Wer nun öfter Unfälle baut, weiß ich nicht, aber dass man im Zweifelsfall beim Zusammenprall auf dem Motorrad die schlechteren Karten hat, ist einfach logisch.

Versteh' mich nicht falsch, ich würde meinem Partner nie etwas verbieten wollen. Könnte ich auch gar nicht, er hat damals mit dem Motorradführerschein angefangen und als ihn ein Auto von der Straße geschoben hat und das einzige Motorrad der Fahrschule damit Schrott war, hat er es aufgegeben. Unglücklich bin ich darüber nun aber auch nicht.

Ein kleiner hinweis zum Nachdenken: In Deutschland sterben jährlich mehr Menschen im Haushalt als im gesamten Strassenverkehr.
Die meisten Unfälle passieren im Haushalt: Mehr Tote zu Hause als durch Verkehrsunfälle - Prävention hilft | Suite101.de

Kunststück:
Von allen Verunglückten eines Jahres sind im Schnitt 80 Prozent 65 Jahre alt und älter. Diese Zahl ist dreimal so hoch wie bei Verkehrsunfällen in diesem Alter.

Jeder Siebzigjährige lebt irgendwo, aber mit dem Auto geschweige denn dem Motorrad fahren die meisten davon eher weniger.
 
L

Benutzer

Gast
Ich kann einem erwachsenen Mensch doch nichts verbieten :ratlos: :kopfschue

Es gibt vielleicht Dinge, über die ich nicht so glücklich wäre, würde er z.B. einen risikoreichen Sport betreiben, aber ihn unglücklich machen, indem ich versuche es ihm zu verbieten!?! :ratlos:

Nee, damit treibt man den Menschen, den man liebt, doch nur von einem weg.
 

Benutzer56469  (36)

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Wr bee sn egenc s en e aes macen ren n es wr enem ncs verben aber ene enge sace gb es e c menem ren verbe aber es s m ega enn er möce es seber nc n s m eer: acen! aes anere s mr wsc.
 
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