Verbote in einer Beziehung

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Off-Topic:
Ich hab ihn darauf angesprochen, ob es ihn nervt und er hat gemeint, ein Bekannter um eine Ecke von ihm ist letzte Woche beim Fallschirmsprung gestorben - alle drei Fallschirme sind nicht aufgegangen :frown:
Off-Topic:
So etwas ist tragisch, aber wenn ich daraus nun entscheiden würde, welche Sportarten und Freizeitgestaltungen ich mache und welche nicht, sähe es ganz schön mau aus. Ein Mitschüler ist zum Beispiel beim Klettern um's Leben gekommen, das ist für mich aber kein Grund, nicht mehr Klettern zu gehen. Eine Freundin hat sich als ich 12 war in meiner Anwesenheit beim Reiten beide Beine gebrochen (Pferd ist gestiegen und nach hinten umgekippt), trotzdem habe ich nie aufgehört zu Reiten. Das Leben ist tödlich - und viele Alltagsdinge sind viel, viel gefährlicher als "Extremsportarten". Nunja, letztendlich ist es Typsache ob man sich verängstigen lässt oder nicht.
 
A

Benutzer

Gast
Off-Topic:
So etwas ist tragisch, aber wenn ich daraus nun entscheiden würde, welche Sportarten und Freizeitgestaltungen ich mache und welche nicht, sähe es ganz schön mau aus.

Na das ist mir schon klar :zwinker: Trotzdem denkt man sich nicht "oh ich sollte bald mal Fallschirm springen oder Bungee Jumping gehen", wenn man sowas mitbekommt. Darum hab ich auch geschrieben, dass es eine Weile vom Tisch ist.
 

Benutzer111070 

Team-Alumni
In meiner Beziehung sind mein Partner und ich gleichwertig und einander ebenbürtig, da ist man doch gar nicht in der Lage, dem anderen etwas zu verbieten. :ratlos:

Wir legen beide großen Wert auf Ehrlichkeit; hat also Partner A etwas an Partner B auszusetzen, ist seitens Partner B gewünscht, dass Partner A das artikuliert. Dann entscheidet Partner B, ob er sich nach Partner A richtet, ob man einen Kompromiss schließt oder ob er sagt "Nein, aus diesen und jenen Gründen bleibt/wird das so". Und bisher sind wir immer sehr schnell auf einen Nenner gekommen.

Was grundsätzliche Dinge anbelangt (z.B. Treue), kennt man einfach die Einstellung des anderen. Ich verlange in einer Beziehung Monogamie - das heißt aber nicht, dass ich ihm das Fremdgehen "verbiete", sondern das Treusein muss er selbst wollen, und wenn dem nicht so sein sollte, wären ihm die Konsequenzen ( -> Trennung) bekannt. Dann hätte er eine Entscheidung getroffen und ich anhand derer wiederum eine zweite, das hat aber auch nichts mit Vorschriften zu tun, weil damit jeder nur über sich selbst bestimmt.

Extremsport betreibt keiner von uns. Einmal hab ich ihm beiläufig von der Macke meines Vaters erzählt, der mir bereits mein ganzes Leben lang eintrichtert, ich solle zur Bundeswehr gehen, und mein Freund sagte, dass der Gedanke ihm nicht gefiele, weil er da Angst um mich hätte. Ich fand das süß, wir haben da aber auch nicht großartig drüber diskutiert, weil das eh nicht in Frage käme. :grin:
 
V

Benutzer

Gast
Ich habe noch nie ein Verbot ausgesprochen und habe es auch nicht vor.
Mein Freund steht schon teilweise auf "gefährliche" Freizeitaktivitäten und ich fürchte dann schon mal um sein Leben. Aber ich bin nicht in der Position, ihm etwas zu verbieten und so beiße ich halt die Zähne zusammen und hoffe einfach, dass nichts passiert.
 

Benutzer98383 

Verbringt hier viel Zeit
Ein wirkliches Verbot? Nein, hab ich noch nicht versucht glaube ich. :zwinker:
Dinge wie fremd gehen, andere Frauen (oder ich Männer) heimlich treffen, anfassen usw. sind einfach so "verboten". Also ganz klare Punkte, die einfach so feststehen - für uns beide.
Andererseits würde ich es nicht wollen, dass er lange ins Ausland oder allgemein beruflich mehrere Monate weg geht, so dass man sich gar nicht sehen kann. Das tut einer Beziehung nicht gut und ich habe das auch gleich am Anfang gesagt, eine Fernbeziehung kommt NICHT in Frage - wenn man es irgendwie umgehen kann. Das sieht er aber genauso.
Würde er aber von der Bundeswehr aus z.B. nach Afghanistan wollen, dann würde ich tatsächlich versuchen es zu verbieten. Damit könnte ich gar nicht umgehen. Meiner Meinung nach gefährliche Sachen, wie zur Übung Panzerfaust schießen und was weiß ich was die da noch alles so schießen :zwinker: will ich nicht "verbieten" - ich sag nur "sei bitte vorsichtig", auch wenn ich weiß, dass er es eh ist. Ich hoffe dann einfach, dass die Anderen es auch sind - auch wenn man diesbezüglich manchmal haarstreubende Dinge über die Unfähigkeit mancher Menschen zu hören kriegt.
Allerdings hat er mir letztens "aus versehen" erzählt, dass man im neuen Auto des Kumpels gar nicht mitbekommt, wenn dieser aufeinmal über 250km/h fährt, weil das Auto dabei so ruhig auf der Straße liegt. Da überlege ich tatsächlich ihm irgendwie zu "verbieten" :rolleyes: mitzufahren und ihn notfalls selber hin zu fahren, wenn ich das Auto an dem Tag auch brauche. Ich finde es einfach nur schwachsinnig und verantwortungslos so schnell zu fahren, wenn man das Auto voller Leute (!!!) hat und somit auch die Verantwortung für deren Leben - mal von den anderen Verkehrsteilnehmern abgesehen. Ich habe dann immer den Opa vor Augen, der auf der Autobahn plötzlich mit 80km/h rüber zieht. :ratlos: Seitdem ich weiß, wie bekloppt der Mensch fährt, mache ich mir da wirklich Gedanken drum.
Aber letztendlich kann ich meinem Partner auch das Mitfahren nicht verbieten - er ist schließlich ein erwachsener Mann.
 

Benutzer113076 

Verbringt hier viel Zeit
Ich würde auch einen Freund nicht haben wollen, der nur aus dem Kick der Gefahr heraus Auto fährt.
Da muss keiner beim Autofahren Adrenalinjunkey sein um es gefährlicher zu machen als Fallschirmspringen, da reicht ein an die Verkehrsregeln haltender Sonntagsfahrer, der lebt bereits wesentlich gefährlicher.
 

Benutzer78489 

Sehr bekannt hier
Schwieriges Thema.


Mein Prinzip ist, dass ich nichts verbieten will, ich bin nicht seine Mama und will diese Rolle nicht haben. Aber wie Chelle und aiks schon deutlich machen, es gibt Grenzen. Und Dinge, die ich nicht tolerieren würde. Ich würde ihm darlegen, dass ich das nicht gut fände und ihn bitten, es zu unterlassen. Bzw. würde ich eher an seinen Verstand appellieren und das diskutieren, als rundweg zu verbieten. Wenn ihm Verstand und meine Gefühle/Sorge um ihn egal wären, dann muss er damit rechnen, dass ich das nicht lange mit mache. Einen dummen, verantwortungslosen Partner würd ich nicht haben wollen.

Ansonsten muss man doch in erster Linie schauen, dass man auf einer Linie ist. Was zB das Risikoempfinden angeht, was Fremdgehen usw angeht, was die Abenteuerlust angeht...usw usf. Wenn das total unterschiedlich ist, dann kommt man sowieso nicht auf einen Nenner und einer wird unglücklich. Entweder der, der verzichtet oder der, der dann bibbernd dabei steht.

So Kleinigkeiten wie Kleidung usw. würd ich nur "verbieten", wenn es mir wichtig wäre. ZB den Freunden vorstellen und er sieht aus wie Thomas Gottschalk. Dann würd ich sagen, dass das mal gar nicht geht oder ich ihn so nicht mitnehme. Aber da zeigen Männer sich recht einsichtig.
Ansonsten sowas wie Bier oder Schokolade...Da kann man generell mal ins Gewissen reden und das Gespräch suchen, wenn man sich Sorgen macht und/oder der Partner zu dick wird oder sowas. Aber jedes Mal ne Bemerkung ablassen oder jedes Mal maßregeln: Da kann man zusehen, wie die Zuneigung und der Respekt verschwindet. Bringt auch nichts.

Also prinzipiell will ich nichts verbieten, ich würde ihn selber entscheiden lassen. Ich würde aber wollen, dass er auf meine Bedenken hört und wir miteinander reden können. Ich höre mir seine Meinung ja auch an, wenn ich was vorhabe, was er nicht gut findet.
 

Benutzer89584 

Meistens hier zu finden
Wer sich in Gefahr begibt kommt darin um.
:totlach: Also bin ich schon mehrfach gestorben. :grin:

Meine Freundin zickt auch jedes Mal rum, wenns ums Motorrad fahren geht... Ich würd ja sterben und so... -.- Aber ich kauf mir dennoch bei Gelegenheit eine... Muss sie mit leben, ich verbiete ihr schliesslich auch nichts... Und wegen so Kleinigkeiten mach ich nicht schluss.
 
D

Benutzer

Gast
Verbote sind das falsche Wort. Aber sie weiß, wenn sie bestimmte Sachen tut, dass das nicht sonderlich beziehungsförderlich ist (andersherum ebenso). Ist ja auch normal. Wenn sie jetzt anfängt Fleisch zu essen und jedes Wochenende zu trinken und Party zu machen, verbiete ich es ihr sicher nicht, ich beende aber die Beziehung, da sich dann scheinbar unsere grundsätzliche Lebenseinstellung zu sehr auseinander bewegt.

Gegen Fallschirmspringen hätte ich aber nichts, glaube ich.
 
A

Benutzer

Gast
Off-Topic:
Da muss keiner beim Autofahren Adrenalinjunkey sein um es gefährlicher zu machen als Fallschirmspringen, da reicht ein an die Verkehrsregeln haltender Sonntagsfahrer, der lebt bereits wesentlich gefährlicher.

Ja, aber man springt nicht Fallschirm, um von A zu B zu kommen, sondern um einen Kick zu spüren. Und diese Motivation ist mir persönlich zuwider.
 

Benutzer114034 

Sorgt für Gesprächsstoff
Verbote haben in einer Partnerschaft nichts zu suchen. Ein richtiger Partner äussert Bitten und\oder Wünsche.
 

Benutzer90422 

Verbringt hier viel Zeit
Was ich oben über einen Auslandsaufenthalt gelesen habe - klar war ich nicht begeistert, dass mein Mann ein dreiviertel Jahr auf einen anderen Kontinent geht, aber wenn ich ihm sage, bleib da, wird er mir das irgendwann vorhalten, da es schon immer sein Traum war. Klar ist aber für uns beide: ein zweites Mall mache ich das nicht mit.
Motorradfahren hat ein Freund seiner Frau zuliebe aufgehört und ich find's gut. Wir alle haben zu viele schwere Unfälle im Bekanntenkreis erlebt.
Und Autofahrten auch unter geringem Alkoholeinfluss toleriere ich grundsätzlich nicht, lieber fahr ich zum Abholen los.
Verbieten kann ich einem erwachsenen Menschen nichts, aber ich kann meinen Standpunkt klarmachen, wenn ich mit etwas nciht einverstanden bin, und wir können eine Lösung finden, mit der beide leben können.
Wenn beide den Standpunkt des anderen kennen und akzeptieren, dann braucht es auch keine Verbote finde ich.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich habe nie was verboten und werde nie was verbieten, weil ich von dem irrsinnigen Glauben an Eigenverantwortlichkeit geleitet werde :link:

Ich will an meiner Seite keinen Kerl, bei dem ich aufpassen muss, dass er nichts Blödes macht, das wäre mir viel zu anstrengend - wenn ich Kinder will, werd ich schwanger^^
Ich äußere lediglich meine Meinungen, aber er hat eigentlich nie Konsequenzen für etwas zu befürchten, wenn er etwas tut, ICH so nicht tun würde.
Sei es irgendein wahnsinniger Sport oder horrende Ausgaben für Sinnlosigkeiten.
Ich will meinen Partner nicht erziehen, zu einem der irgendetwas besser macht, da mir gar nicht zusteht zu bewerten was besser und was schlechter für IHN ist.

Wie gesagt, Grundvoraussetzung, dass ich überhaupt eine Beziehung mit jemandem führe ist, dass er bewusst die Verantwortung für sich udn seine Entscheidungen trägt. Nehm ich ihm nicht ab, in dem ich Verbote ausspreche oder Regeln aufstelle.
Und wenn er etwas gerne tut, das mir nicht taugt, wer bin ich, ihm dreinreden zu müssen?

Wäre es ein für mich sinnloser Hang zur Lebensmüdigkeit, dann müsste ich für mich wissen ob ich damit leben kann und will. Ich denke, wenn ich den Kerl wirklich haben und behalten will, toleriere ich viel.

Ganz generell käme ich mir albern vor, in einer Beziehung bewusst Regeln zu machen und auf deren Einhaltung zu Pochen. Entweder die Einstellungen gehen so zusammen, dass jedem einleuchtet, warum man das jetzt so handhabt, oder man kann zumindest tolerieren, dass die eigene nicht die einzige einstellung zum Glück ist. Oder man überdenkt, ob das wirklich langfristig Sinn macht.

Gilt für alles, sprich, für die Art der Treue, für Lebensgefahren und Risiken, Berufe, Hobbys etc.
Entweder ich will ihn wie er ist, ohne ihn zu jemandem zu machen, der mir besser gefällt, oder ich will ihn eben nicht.

Ich würde aus Prinzip nämlich auch schon das große Trotzen kriegen, wenn man mir explizit etwas VERBIETEN wollte...
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Wieso ist es unrealistisch, sich ein Haarem zu verbieten? Genau das haben mein Partner und ich nämlich irgendwie getan. Wir leben in eine offenen Beziehung, aber wir sind einander König und Königin, es darf keine anderen gleichberechtigten Partner neben uns geben.
 

Benutzer96881 

Benutzer gesperrt
Direkt verbieten tu ich nichts, weil es in den meisten Fällen nicht nötig ist. Mein Mann fährt vernünftig Auto, fährt nicht betrunken, fährt kein Motorrad, geht keiner "gefährlichen" Sportart nach. Täte er es, würde ich meinen Unmut äußern und im Zweifelsfall auch die Frage stellen, ob unsere Lebenseinstellung noch kompatibel sind. Leben ist gefährlich genug, da muss man sich nicht noch zusätzlich unnötigen Gefahren aussetzen. Ich will ja auch möglichst lange was von meinem mann Haben! ;-) Gilt umgekehrt übrigens genauso. Ich habe auch schon Sachen aufgegeben, weil er es nicht wollte. Kompromisse gehören halt auch dazu, und die Sorge des Partners um den anderen ist doch ein guter Grund, mal was aufzugeben.
 

Benutzer94422 

Meistens hier zu finden
Verbote? Nö... Wozu? Der andere ist erwachsen?
 

Benutzer100759 

Sehr bekannt hier
Mutwillig. Hm, da können die individuellen Einschätzungen ziemlich weit auseinander gehen.

Richtig. Mit einem Raser, Klippenspringer, Soldaten, oder Ölfeldfeuerwehrmann könnte ich nichts anfangen.

Für andere mag das annehmbares Risiko sein, für mich nicht.


Was verstehst Du unter knallhart? (rote Karte i.d.B.?)

Ich setze sehr auf konsensuale Beziehungsführung, aber wenn notwendig kan ich extrem durchsetzungsstark sein. Gäbe er sich bewußt in Gefahr, würde meine Durchsetzungsstärke zum Tragen kommen.
 
A

Benutzer

Gast
Off-Topic:
Versteh ich nicht, was ist daran schlimm? :hmm:

Diese Einstellung ist mir einfach komplett zuwider, dassm an sich für irgendeinen Kick der Lebensgefahr aussetzt. Free-Climbing, Bungee-Jumping, etc. sind für mich die dämlichsten Freizeitaktivitäten, die ein Mensch machen kann. Wenn das Freunde von mir mal machen, sag ich ja nix und wünsch ihnen viel Spaß (und denk mir meinen Teil). Aber bei einem Partner wär dann eben die Beziehung zu Ende.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren