Verbote in Beziehungen

Benutzer99229 

Sorgt für Gesprächsstoff
Mir ist aufgrund einer frischen Beziehung zwischen zwei Menschen in meinem Bekanntenkreis eine Frage aufgekommen:

Was hält ihr selber vom verbieten innerhalb einer Partnerschaft?

Es wäre schön, wenn ihr auch eure Meinungen begründen könntet zB warum verbieten gar nicht geht und wenn doch, warum
oder eben was okay ist.

Wäre für mich ganz interessant. Werde nachher selber sagen, was ich selber denke zu dieser Thematik.
 

Benutzer46910 

Meistens hier zu finden
Nun, davon halte ich rein gar nichts. Wenn ich meinen Partner liebe, möchte ich, dass es ihm gut geht. Wenn ich ihm etwas verbiete, schränke und enge ich ihn ein und das tut eben nicht gut. Man muss seinem Partner auch vertrauen können.
Und selbst wenn es einen triftigen Grund gäbe, z.B. harte Drogen, was soll ich ihm da verbieten? Wenn er es tun will, wird er es tun, da nutzt es auch nichts, wenn ich es ihm verbieten will. Man kann nur versuchen, ihn von gefährlichen Situationen abzuhalten, aus Selbstschutz für ihn. (Könnte man dann möglicherweise als Verbot sehen)

Was man meiner Meinung nach machen kann, um dem Partner verständlich zu machen, dass man etwas nicht möchte: Man kann ihn darum bitten.
Er ist ein selbständiger, vernünftig denkender Mensch (meistens) und muss für sich selber entscheiden, was er in und für eine Beziehung tun möchte, damit diese bestehen bleibt.
Und wenn man sowieso gänzlich unterschiedliche Ansichten hat, z.B. in puncto Treue, helfen Verbote auch nicht mehr viel.
 
S

Benutzer

Gast
Was meinste denn genau mit Verbote?
Ich verbiete meinem Freund nix. Er kann machen, was er möchte, wenn er die entsprechenden Konsequenzen trägt (also z.B. bei Untreue oder so).

Aber ich verbiete ihm z. B. unter Alkoholeinfluss Auto zu fahren.

Alles andere sind Dinge, ich ihm nicht verbiete, aber die ich nicht möchte, dass er sie macht (z. B. Bügeln oder Wäsche waschen).
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Es kommt immer auf die Begründung und auch die Art wie man es vermittelt an.

"Ich verbiete dir, dass du nach 22 Uhr noch auf der Straße bist, weil ich das so will." <- Nicht akzeptabel.

"Ich hätte eigentlich nicht gerne, dass du mit Alberto, der seit 2 Jahren scharf auf dich ist und bekannt dafür ist, dass er seine Finger nicht bei sich behalten kann, die Nacht im selben Bett verbringst." <- Verständlich

Wenn man es schon als Verbot definiert, dann fängt es irgendwie schon falsch an. Wenn es allerdings um Wünsche geht, die der Partner an mich hat, dann kann man da drüber reden.
 
L

Benutzer

Gast
Wir haben keine ernsthaften Verbote. Wenn mal eins ausgesprochen wird, dann ist das im Spaß.

Ich finde es unmöglich, wenn man dem Partner etwas verbietet.

Das steht mir vl bei den mir anvertrauten Kindern zu, aber nicht bei einem erwachsenen Mann Mitte 20, für den ich nicht die Verantwortung trage. :ratlos:
 
G

Benutzer

Gast
Ich verbiete meinem Freund nichts, aber es gibt gewisse Dinge, die ich nicht akzeptiere und bei denen ich mich entsprechend trennen würde.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Monsieur und ich leben in einer offenen Partnerschaft. Da bedarf es besonderer Regeln. Zum Beispiel 'verbiete' ich ihm, mit Mitbewohnerinnen unserer WG Sex zu haben und er 'verbietet' mir, mit seinen Kumpels Sex zu haben. Des Weiteren hat er mir verboten ihm einfach Essen in den Mund zu schieben (doofe Angewohnheit...) und er darf nicht mehr den Finger anlecken, bevor er die Seite umblättert oder politisch unkorrekte Worte verwenden. Ich denke, dass ist vollkommen nachvollziehbar und nichts, was uns wirklich einschränkt. ;-)
 

Benutzer75021 

Beiträge füllen Bücher
Ich habe meinem Freund noch nie etwas verboten, aber es gibt gewisse Regeln an die wir beide uns in der Beziehung halten (ehrlichkeit, treue etc) und wer sich nicht dran hält bekommt evtl Konsequenzen (zb Trennung bei fremdgehen) zu spüren.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Ich verbiete meinem Hund oder meinen Kindern etwas, aber doch nicht meiner Partnerin :zwinker:

Allerdings erwarte ich, dass sie sich an Regeln unserer Beziehung hält. Dazu gehören dann auch Dinge, die nicht erlaubt sind. Typischerweise werden diese dann aber gemeinsam beschlossen (Musterbeispiel: sexuelle Treue) und nicht von einem Part diktiert. Insofern kann man da meiner Ansicht nach nicht von einem Verbot sprechen.

Ansonsten kann man natürlich im Bett zum Lustgewinn oder zur Schmerzvermeidung mal die eine oder andere Sache verbieten... :zwinker:
 

Benutzer91132  (35)

Meistens hier zu finden
Das ist bei uns nicht anders. Warum sollte ich meinem Freund etwas verbieten, nur weil ich es nicht mag. Ich sage ihm zwar ganz klar, was ich davon halte, aber ich würde niemals auf die Idee kommen, ihm das zu verbieten. Wenn ihm etwas Spaß und Freude macht, dann muss ich wohl oder übel damit umgehen und das akzeptieren.
Allerdings halten wir uns natürlich an die Regeln in der Beziehung zb Treue,... Und jeder von uns weiß auch, dass man sich daran halten sollte oder mit den dementsprechenden Konsequenzen leben muss.
 

Benutzer78109 

Sehr bekannt hier
Verbieten tu ich nichts, das wäre doch der Anfang vom Ende. Zumindest, wenn man mir irgendwas verbieten wollen würde. Sowas kann ich gar nicht ab.

Manchmal sage ich, was ich vielleicht nicht so gerne mag, aber überlasse ihm selbst dann die Entscheidung, ob er es ändert oder eben nicht.
 

Benutzer56469  (36)

Beiträge füllen Bücher
Also verbieten tun wir uns gegenseitig nix. Davon halte ich nichts. Bei uns ist das eher so dass wenn er zb was machen möchte wovon ich nicht begeistert bin dann sag ich ihm das. Meistens besprechen wir von Haus aus Sachen miteinander. :zwinker: Wenn cih davon aber nicht begeistert bin dann besprechen wir das.
 
A

Benutzer

Gast
Ich verbiete meinem Hund oder meinen Kindern etwas, aber doch nicht meiner Partnerin
Exakt so sieht es aus.

Logisch, dass man in Beziehungen auch Grenzen setzt und Abmachungen trifft. Was bei Überschreitungen ggf. auch Konsequenzen nach sich zieht. Aber etwas zu verbieten, bedeutet Unmündigkeit. Und ich wollte keinen unmündigen Partner.
 

Benutzer59713 

Benutzer gesperrt
Ich "verbiete" ihm nur die Sachen, die laut Gesetz unter Strafe gestellt werden. Also verbieten ist eigentlich das falsche Wort, ich will einfach nicht das er es tut (was er aber natürlich von sich aus auch nicht macht :grin:). Weiterhin "verbiete" ich ihm, mit anderen Leuten Sex zu haben, oder Petting, andere Leute zu küssen und mit weiblichen Personen, außer mir natürlich, im selben Bett zu schlafen. Wobei auch hier das Wort "verbieten" es nicht ganz trifft... Ich will nicht dass er es macht, weil es mich verletzen würde, aber er macht es auch ganz freiwillig nicht.
 

Benutzer11128 

Beiträge füllen Bücher
Ist mal wieder ein Definitionsproblem.

Ein Verbot ist eine Grenze, bei deren Überschreitung eine Strafe droht.

Wenn man Streit und Trennung als Konsequenz einer unerwünschten Handlungsweise als Strafe definiert, dann gibt es keine Beziehung ohne Verbote.

Klammert man das aus, dann sollte es in einer Beziehung keine Verbote geben.

Denn mit was will man den Partner denn bestrafen ? Fernsehverbot ? Liebesentzug ? Streichung des Taschengeldes ? Sexverweigerung ? Spielzeug wegnehmen ? Hausarrest ? .... Alles nicht gerade geeignete Mittel.

Insofern sind unter dieser Voraussetzung Verbote so nutzlos wie unnötig.
 

Benutzer15352 

Beiträge füllen Bücher
Bin ich seine Mutter :grin:?!
Nein, ich verbiete meinem Partner nichts - und erwarte das auch im Gegenzug. Natürlich klärt man am Anfang einer Partnerschaft ab, wie beide zum Thema Treue, etc. stehen und macht dazu quasi "Spielregeln" aus, an die sich beide halten sollten, wenn die Beziehung von Dauer sein soll, aber das heißt dennoch nicht, dass ein explizites Verbot ausgesprochen wird. So etwas wie "Du darfst Dich nicht mit Deiner Exfreundin treffen!" oder "Um Mitternacht biste mir aber wieder zu Hause. Und trink nicht so viel!!!!" erachte ich persönlich als albern und bevormundend.
 

Benutzer93590 

Benutzer gesperrt
Monsieur und ich leben in einer offenen Partnerschaft. Da bedarf es besonderer Regeln. Zum Beispiel 'verbiete' ich ihm, mit Mitbewohnerinnen unserer WG Sex zu haben und er 'verbietet' mir, mit seinen Kumpels Sex zu haben.

So ähnlich ist's bei uns auch, in der Hinsicht haben wir auch ein paar Regeln.
Aber Verbote kann man das nicht nennen, eben einfach Regeln, auf die wir uns beide einvernehmlich geeinigt haben.
"Verbote" seinerseits oder meinerseits gibts nicht, das würde auch keiner von uns akzeptieren. Ausserdem, wenn Verbote "nötig" wären, dann würde das ohnehin bedeuten, dass ein zu großes Stück Vertrauen fehlt.
 

Benutzer84947 

Verbringt hier viel Zeit
Aber ich verbiete ihm z. B. unter Alkoholeinfluss Auto zu fahren.
Solange du nicht dabei bist ist das aber alleine seine Sache.


Ich habe leider Verbot zu kiffen, wenn sie rausfindet, dass ich das getan habe, trennt sie sich angeblich.

Finde ich bekloppt....aber was solls....
 
D

Benutzer

Gast
Off-Topic:
Nein, sie darf nicht mit dem Stuhl wippen, sie darf nicht mit den Fingern essen, sie darf nicht ohne ein Taschentuch das Haus verlassen, sie muss immer ein Unterhemd tragen, sie darf sich nicht auf die kalten Steine setzen, sie darf nicht die Musik so laut machen, sie darf nicht bis Mitternacht fern sehen, sie darf nicht bei anderen Übernachten, sie darf........


Alles Dinge, die ich selbst meiner Tochter nicht verboten habe. Meiner Partnerin erst recht nicht. Oder soll man der Bequemlichkeit wegen auch Verbotsschilder zu Hause aufstellen? Müsste ich den Partner auch bestrafen, Hausarrest für den Partner, wenn er etwas verbotenes macht?
Über Regeln und Rücksicht auf andere kann man reden und sich einigen.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren