Verändert eine Ehe eine Beziehung?

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
Ich denke, solange man nicht verheiratet ist, kann man doch sowieso nicht genau wissen, was auf einen zukommt.

Mh. :ratlos: Das klingt so, als müsste man einen Vertrag unterschreiben ohne das man vorher das Kleingedruckte lesen darf. :geknickt:

Meine Gedanken dazu: Wenn man soweit ist, wird man das wohl einfach spüren. Man ist sich sicher.

Das wiederum klingt so, als wolle man das Kleingedruckte gar nicht lesen, sondern sich stattdessen lieber auf ein Gefühl verlassen. :ratlos: Klingt auch nicht so toll.

Ich sehe das alles etwas anders. Die Ehe selber ist eine ganz simple Sache mit einer begrenzten Anzahl an relativ klaren Regelungen über die man sich informieren kann (Unterhaltspflichten, Garantenstellung, Namensführung, Erbrecht, was auch immer...) Jeder der in der Lage ist und die nötige Reife besitzt einen Vertrag abzuschließen kann auch heiraten.

Das Problem ist ja etwas anderes, was mit der Ehe nur am Rand zu tun hat: Das Zwischenmenschliche und die Beziehung. :zwinker:

Das ist wesentlich komplizierter und geht wie man in den Statistiken nachlesen kann, mit schöner Regelmäßigkeit schief. Das ist mit oder ohne Ehe ja gar kein Unterschied. Der Unterschied ist nur, dass man dann zu den Regelungen stehen muss die damals unterschrieben wurden und das weckt dann meist eher nicht die gleichen romantischen Gefühle, wie am Tag der Hochzeit. :-D :cool1:
 

Benutzer26627 

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metamorphosen: *g*
Ist doch aber so. Kannst du jemandem garantieren, dass seine Ehe glücklich wird, oder auch das Gegenteil?
Nichts im Leben ist sicher und unumstößlich. Das wollte ich damit sagen.

Und ich nehme einfach an, dass der Wunsch nach einer Hochzeit dann am stärksten ist, wenn man sich in dieser Phase seines lebens mit dem Partner gerade sicher und geborgen fühlt.
Mehr meinte ich nicht. :smile:
 

Benutzer80359 

Benutzer gesperrt
Ich sehe das so:
Eine Beziehung kann praktisch jeder führen. Streng genommen geht man keine Verpflichtungen ein. Wenn man keine Lust mehr hat, kann man jederzeit gehen uns sich was anderes suchen ohne große Konsequenzen tragen zu müssen. Als Grundlage für das Zusammensein reicht es einfach verliebt zu sein.

(Das ist natürlich alles übertrieben. Auch in einer Beziehung wird man selten einfach so gehen, etc. Praktisch wäre das aber gar kein Problem.)

Bei einer Ehe ist das etwas ganz anders. Es reicht nicht einfach in den Partner verliebt zu sein, man muss den Partner wirklich lieben. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass man mit dem Partner durch Dick und Dünn gehen können muss. Man für sich selbst und den Partner Verantwortung tragen, für den Partner da sein, sich um ihn kümmer, für ihn einstehen. Für mich gehört eine sehr tiefe Verbundenheit einfach dazu.

Man muss natürlich nicht heiraten um diesen "Zustand" zu erreichen, dass geht auch prima ohne Eheschein, aber ich denke, dass dieser "Zustand" die Voraussetzung für eine sein sollte.

Das Problem der hohen Scheidungszahl erkläre ich mir damit, dass viele "nur" aus Liebe oder besser "nur" aus verliebt sein heiraten. Natürlich ist Liebe eine entscheidende Voraussetzung aber wie oben beschrieben gehört eben noch mehr dazu.

Ich denke es macht keinen Sinn zu heiraten damit die Parnerschaft diesen Zustand erreicht. Der sollte schon vorher erreicht sein... In diesem Sinne wird/sollte sich die Beziehung durch eine Hochzeit nicht ändern, dass sollte vorher schon so sein.

Ob man selbst und die Beziehung mit dem Partner schon soweit ist, kann nur jeder für sich selbst entscheiden. Für diese Entscheidung braucht man ein gewisses Maß an Verantwortung, sie sollte keinesfalls leichtfertig getroffen werden.

Ich habe nicht geheiratet, weil ich verliebt war, sondern weil ich mir sehr, sehr sicher war, dass ich mit meiner Frau sehr lange sehr glücklich zusammen sein kann, dass wir zusammen sicher auch größere Probleme und Kriesen meistern können, dass wir gerade auch dann zusammenhalten, wenn es mal kriselt und weil ich mit ihr zusammen meine Zukunft gestallten will. Ich bin mir sicher, dass wir für einander einstehen und sorgen können, und das sich der eine fest auf den anderen verlassen kann. Natürlich spielte auch Romantik und Liebe eine sehr große Rolle, aber ohne die anderen Punkte, hatte das alleine nicht gereicht.
 

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
metamorphosen: *g*
Ist doch aber so. Kannst du jemandem garantieren, dass seine Ehe glücklich wird, oder auch das Gegenteil?

Na wenn Du schon so fragst, dann garantiere ich lieber die unglückliche Ehe. Statistisch gesehen sind meine Chancen da besser. :tongue:

Ich sehe das so:
Eine Beziehung kann praktisch jeder führen.

Nö, wenn das jeder könnte, würde sich kaum einer trennen. :zwinker: Du meinst wohl eher, jeder kann es versuchen.

Streng genommen geht man keine Verpflichtungen ein. Wenn man keine Lust mehr hat, kann man jederzeit gehen uns sich was anderes suchen ohne große Konsequenzen tragen zu müssen. Als Grundlage für das Zusammensein reicht es einfach verliebt zu sein.

Bei einer Ehe ist das etwas ganz anders.

Du kannst auch bei einer Ehe zu jedem Zeitpunkt einfach gehen. Das ist weder theoretisch noch praktisch ein Problem. Du musst nur weiter die aus dem Vertrag resultierenden Verpflichtungen erfüllen. Aber die Ehe im Sinne einer zwischenmenschlichen Beziehung betreffen diese Verpflichtungen doch gar nicht und es kann weder jemand fordern dass Du die Frau liebst noch das Du mit ihr zusammen lebst. Wenn Du keine Lust mehr auf Deine Frau hast kannst Du wie jemand ohne Trauschein auch jederzeit gehen (wobei es allerdings ratsam wäre, vorher Deinen Anlageberater und Deinen Anwalt zu konsultieren. :engel: )

Beziehungstechnisch gesehen kann ich keinen Unterschied zwischen einer Beziehung ohne Trauschein und einer Ehe erkennen.
 

Benutzer80359 

Benutzer gesperrt
Na wenn Du schon so fragst, dann garantiere ich lieber die unglückliche Ehe. Statistisch gesehen sind meine Chancen da besser. :tongue:

Da halte ich dagegen. Es werden immer noch mehr Ehen nicht geschieden als geschieden...

Nö, wenn das jeder könnte, würde sich kaum einer trennen. :zwinker: Du meinst wohl eher, jeder kann es versuchen.

Du verstehst mich nicht. Mit "Jeder kann eine Beziehung führen" meine ich, dass sich jeder Problem los auf eine Beziehung einlassen kann. Es sind ja keine Konsequenzen damit verbunden, wenn es nicht klappt. Daher gehört auch keine große Verantwortung zu der Entscheidung "Ja, ich will eine Beziehung führen". Und genau das ist bei der Ehe nicht so...

(Und wieder gilt: Das ist natürlich nur pauschalisiert. Selbstverständlich gibt es auch in Partnerschaften Verantwortungen die man übernehmen muss. Auch Partnerschaften sollte man nicht leichtfertig führen, etc. Ich drücke dies absichtlich etwas überspitzt aus, um Unterschied zwischen Ehe und "normaler" Beziehung (die es meiner Meinung nach gibt) deutlich hervorzuheben.)


Du kannst auch bei einer Ehe zu jedem Zeitpunkt einfach gehen. Das ist weder theoretisch noch praktisch ein Problem. Du musst nur weiter die aus dem Vertrag resultierenden Verpflichtungen erfüllen. Aber die Ehe im Sinne einer zwischenmenschlichen Beziehung betreffen diese Verpflichtungen doch gar nicht und es kann weder jemand fordern dass Du die Frau liebst noch das Du mit ihr zusammen lebst. Wenn Du keine Lust mehr auf Deine Frau hast kannst Du wie jemand ohne Trauschein auch jederzeit gehen (wobei es allerdings ratsam wäre, vorher Deinen Anlageberater und Deinen Anwalt zu konsultieren. :engel: )

In einer normalen Beziehung kann ich meine Kofferpacken und gehen. Morgen habe ich dann keinerlei Verpflichtungen gegenüber meiner Ex-Partnerin. Ich habe mich nicht verpflichtet für Sie zu sorgen und mit ihr Verantwortung zu tragen. Man ist nur für sich selbst und nicht für den Partner verantwortlich. In seiner Entscheidung bleiben/gehen ist man daher vollkommen frei.

In einer Ehe kann ich genau das nicht. Wenn man geht, hat das in jedem Fall die Konsequenzen zu tragen.

Beziehungstechnisch gesehen kann ich keinen Unterschied zwischen einer Beziehung ohne Trauschein und einer Ehe erkennen.

Dann ließ dir nochmal durch, was ich in meinem letzten Beitrag alles geschrieben habe. Ich habe keine Lust das nochmal zu tippen :tongue:

Kurz zuammengefasst: Für eine Ehe brauche ich eine sehr tiefe Beziehung. Die Ehe ist natürlich keine Voraussetzung für eine tiefe Beziehung, die kann man auch ohne Ehe führen. Aber ohne tiefe Beziehung keine Ehe (abgekürzt formuliert...)
 

Benutzer82754 

Verbringt hier viel Zeit
Zitat von metamorphosen :
Na wenn Du schon so fragst, dann garantiere ich lieber die unglückliche Ehe. Statistisch gesehen sind meine Chancen da besser.

Da halte ich dagegen. Es werden immer noch mehr Ehen nicht geschieden als geschieden...

Ich stimme Metamorphosen vollkommen zu, denn dass mehr Ehen nicht geschieden werden heißt nicht, dass alle diese Ehen glücklich sind!!!
Ich hab da so einige Beisiele n der Familie..... unter anderem auch die Ehe meiner Großelern, die mittlerweile sogar ihre Goldene hinter sich haben...... eine glückliche Ehe sieht anders aus!

Also ob eine Ehe glücklich ist oder nicht kan man nicht anhand der Scheidungszahlen festmachen!!!
 

Benutzer31272  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Ich würde mal gern wissen ob ihr Verheiratet seid, wenn ja seid wann?
Ja seit dem 15.07.05

Und wie alt wart ihr und wie lange wart ihr mit eurem Partner vorher zusammen?
Ich grad mal seit 6 Tagen 21 und er wurde 4 wochen später 28, wir waren 2 Jahre und 8 Monate zusammen.

Hat sich nach der Heirat was verändert ist eure Bezihung besser oder schlechter geworden oder ist alles gleich geblieben.

Man sprach beim streiten viel schneller von scheidung und so und auch so denke war der unerfüllte Kinderwunsch auch etwas das uns belastet hat.
 
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