Vegetarier oder nicht?

Benutzer39498 

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...und B12 kann man sich als Veganer gut aus Nährhefe holen, hier auch bekannt als hippie dust :grin:
Für Protein reichen Hülstenfrüchte, Nüsse und diverse Samen (z.B. Chia) absolut aus. Niemand braucht ein Steak.
 

Benutzer84435 

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Nein, geht es nicht, denn ein Mensch ist kein Tier.

Selbstverständlich ist jeder Mensch ein Tier :hmm: Genau genommen gehören wir zur Untergruppe der Trockennasenaffen.

Spezieismus - Auch ein nicht uninteressantes Diskussionsthema.

Ich habe noch eine Frage an die praktizierenden Vegetarier und Veganer: Eßt ihr "Ersatzwaren" (gemeint sind vegane Frikadellenimitate und so)? Wenn ja, wieso? Und findet ihr es schwer, euch vegetarisch oder vegan zu ernähren?

Fleischersatz finde ich ziemlich eklig. Gibt da nur wenige Sachen, die mir schmecken. Und nö, ich finde es ausgesprochen leicht und lecker, so zu leben.

Das ist Quatsch und genau diese Menschenfeindlichkeit, die Sitjojo hier auch schon kritisiert hat. Zu einem Menschen baue ich eine Beziehung auf, zu einem Tier nicht. Das Tier wird für die Ernährung gezüchtet. Aber du bezeichnest wahrscheinlich auch Jäger als Mörder.

Das ist keine Menschenfeindlichkeit, sondern eine Erweiterung der Freundlichkeit, nämlich gegenüber allen Lebewesen.
 
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Benutzer75087 

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Nein, geht es nicht, denn ein Mensch ist kein Tier.

Ich habe noch eine Frage an die praktizierenden Vegetarier und Veganer: Eßt ihr "Ersatzwaren" (gemeint sind vegane Frikadellenimitate und so)? Wenn ja, wieso? Und findet ihr es schwer, euch vegetarisch oder vegan zu ernähren?

für mich ist der mensch genauso ein tier wie ein regenwurm oder ein blauwal.....

und ja ich esse "ersatzwaren" z.b hotdogs mit diesen wiener--> klick
sehr lecker.
und von valessdie "schnitzel" schmecken auch sehr gut.
den normalen tofu esse ich nicht, schmeckt mir einfach nicht.

vegetarisch leben kann ich ohne probleme, vegan würde ich aber nicht schaffen.
 
S

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Gast
Dann stell dir mal vor jemand tötet einen Freund von dir. Magst du diese Person dann noch? :rolleyes:
Klar ist etwas abgemildert aber in diese Richtung geht es!

Heißt jedes Tier auf erden hat ein freundschaftliches Verhältnis zu dir? Und du zu dem Tier? Würde mich wundern, wenn ein Krokodile oder Hai als passable Nahrung ausmacht. Ich schätze die fragen dich nicht vorher ob sie dich essen dürfen. Wenn wir also auch "Tiere" sind, wieso sprechen wir uns selber das Tierverhalten ab? Das da nämlich heißt der Stärkere gewinnt. Ich kann ja nachvollziehen, dass man gegen echt unwürdige Haltung etwas hat und entsprechend die Nahrung von den Herstellern nicht kauft. Ich kann ebenso verstehen, das es manchen einfach nicht schmeckt. Was ich aber nicht nachvollziehen kann, wie man sich über das Gesetz der Natur hinwegsetzen kann. Grundsätzlich "Leben" diese Tiere nur aus einem einzigen Grund, den stärkeren, in dem Sinne die Menschheit satt zu bekommen. Das da manch einer Gewissenbisse bekommen mag ist ja durchaus legitim.

Und ich glaube keiner der Fleischesser könnte es nicht nachvollziehen, dass man gegen nicht artgerecht Haltung ist. Denn die meißten Fleischesser legen ebenso Wert auf Qualität. Ich schmeiß mir auch mal im Jahr für 500-600 Euro die Truhe mit besten argitinischem Fleisch zu. Oder bezahle auch mal horende Preise für Cobe-Rind oder ähnliches. Früher in der Familie haben wir von Bauern immer ein komplett zerlegtes Rind bekommen, das wurde eingefroren. Wenn man es aufgetaut hat, dann nur soviel das man auch nichts weggeschmissen hat. Dafür ist sowas auch einfach zu schade. Fleisch stellt für mich einen Geschmacksträger da. Was für den Vegetarier/ Veganer die Moral hinter dem Fleischverzicht ist, ist dem Fleischesser eben sein Geschmack. Wenn ich also als Fleischesser meine Bezugsquellen habe, von denen ich selber nachvollziehen kann wie und wo das Fleisch herkommt. Dann ist es mir halt schleierhaft, warum eben die Massentierhaltung und nicht artgerechte Haltung ein Thema ist.

Ob nun Fisch aus dem Bekanntenkreis vom Hochseeangler, Wild vom Jäger oder Fleisch vom Bauern. Sind Bezugsquellen wo ich sicher gehen kann, dass dort kein Schindluder getrieben wird. Natürlich kann ich das nicht, wenn ich Kochschinken, Leberwurst, Zwiebelmett oder was auch immer im Supermarkt kaufe und mir gelingt es sicher auch mal einen Hersteller zu erwischen der eben jene Produktion zur Gewinnoptimierung nutzt. Nur bin ich wirklich als Konsument schuld, wenn ich mal Ware kaufe deren Bestimmung ich nicht bis zur Geburt nachvollziehen kann? Oder ist es vielmehr ein Symptom er Rafgier von Menschen? Das lässt sich nämlich auch einwandfrei auf andere Dinge im Leben zurück verfolgen. Ganz gegen wehren wird man sich da nie gegen können und ich finde es auch ok, wenn eben manche den Schritt zu Vegan oder Vegetarieren vollziehen und danach leben. Bedeutet aber eben nicht das jeder Fleischesser sich grundsätzlich schadhaft ernährt.
 

Benutzer84435 

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Was ich aber nicht nachvollziehen kann, wie man sich über das Gesetz der Natur hinwegsetzen kann.

Das funktioniert bei den meisten Menschen ganz gut. Wir vergewaltigen und ermorden uns nicht gegenseitig, setzen uns also über "das Gesetz der Natur" hinweg.

Denn die meißten Fleischesser legen ebenso Wert auf Qualität.

98 Prozent des Fleisches, das in Deutschland verzehrt wird, stammt aus Massentierhaltung. Diese Aussage ist folglich falsch.
 
S

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Das funktioniert bei den meisten Menschen ganz gut. Wir vergewaltigen und ermorden uns nicht gegenseitig, setzen uns also über "das Gesetz der Natur" hinweg.

Wirds eigentlich jemals ein Statemant von mir geben, dass du nicht mit einer Gegen-These zitierst? Wir können natürlich jetzt anfangen und die Diskussion auf kleinkarriertem Niveau fortführen. Aber ich wende das mal ab und sage von vornerein schon "Ja du hast recht. *auf die Kniefall*."


98 Prozent des Fleisches, das in Deutschland verzehrt wird, stammt aus Massentierhaltung. Diese Aussage ist folglich falsch.

Soviel dazu, dass Vegetrarier im Stande sind wertungsfreie Statemant von sich abzugeben... Aber auch hier wieder, du hast Recht :zwinker:.
 

Benutzer84435 

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Wirds eigentlich jemals ein Statemant von mir geben, dass du nicht mit einer Gegen-These zitierst? Wir können natürlich jetzt anfangen und die Diskussion auf kleinkarriertem Niveau fortführen. Aber ich wende das mal ab und sage von vornerein schon "Ja du hast recht. *auf die Kniefall*."

Sry, aber wenn das Bullshit-Barometer anschlägt... Musst ja nicht darauf antworten :zwinker:

Soviel dazu, dass Vegetrarier im Stande sind wertungsfreie Statemant von sich abzugeben... Aber auch hier wieder, du hast Recht :zwinker:.

Fleisch aus Massentierhaltung hat immer eine extrem minderwertige Qualität. Um das zu erkennen, muss man kein Vegetarier sein. Wenn 98% des Fleischverbrauchs aus Massentierhaltung stammt, kann die Aussage, die meisten Fleischesser würden Wert auf Qualität legen, nicht stimmen. Das ist doch keine Logik, für die man Mathematik studieren müsste? :hmm:
 
S

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Off-Topic:
Es hat ja nicht viel gebraucht um dich von deiner eigenen Auffassung abzubringen. Ich dachte du seiest kein missionierender Vegetarier.... Man muss nur stark genug glauben was man redet, dann wird's zu mindestens für einen selber zur Wahrheit...
 

Benutzer82466  (42)

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Ich esse gerne Fleisch, aber nicht täglich. Momentan habe ich eine Phase, wo ich mehrere Tage am Stück bewusst vegetarisch esse, dafür freue ich mich dann umso mehr drauf, wenn ich dann wieder was Fleischiges esse. Hängt damit zusammen, dass mein Freund jeden Tag Fleisch (auch mal Fisch) möchte und es mir zu viel geworden ist. Jetzt esse ich Fleisch, weil ich es möchte und nicht, weil er es so will :zwinker: Koche einfach vegetarische Beilagen, mit denen ich pur auskomme und er bekommt noch Schnitzel & Co. dazu. Die Zubereitung stört mich nicht.
 
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rowan schrieb:
Niemand braucht ein Steak.

Ich verstehe ja deinen Grundgedanken, aber der Mensch "braucht" Vieles nicht. Und trotzdem möchte man's haben, weil's gut tut. Essen bedeutet schließlich auch Genuss und Leidenschaft, das wirkt sich ja aufs Wohlbefinden aus.

Ich find's auf eine gewisse Art und Weise beneidenswert, wenn Menschen die Inhaltsstoffe sämtlicher Nahrungsmittel kennen. Aber ich koche gerne danach, was mir schmeckt, statt nach den Vitaminen, die mein Körper noch braucht. Das klingt mir zu anstrengend.

Aber du "verkaufst" deinen geringen Fleischverzehr/hohen vegetarischen Anteil in der Ernährung wenigstens sympathisch und so, dass ichs nachvollziehen kann.
 

Benutzer65590 

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Interessant, dass dieses Thema immer so schnell eskaliert.

Die Art Homo sapiens ist ein Allesfresser - wo ist das Problem, wenn sich der Mensch von Pflanzen und Tieren ernährt?

Fleisch aus Massentierhaltung ist ungesund - Gemüse vom freundlichen Pestizidbauern von nebenan auch. Wer gewinnt?

Fleischkonsum ist ein ungerechtes Privileg der Ersten Welt - schrieb er am Laptop (Mikrochips produziert von chinesischen Lohnsklaven), in seiner warmen Wohnung (Heizungsgas proudly presents by Lupenreiner Demokratenkonzern Gazprom) sitzend, gekleidet in Jeans (gefertigt in Bangladesch, von Samir, 12), Sneakers (Indien. Kostenpunkt 12 pro Paar. Also, Cent, natürlich) und Baumwollhemd (Textilfabrik in Rumänien. Faire Arbeitszeiten garantiert). Da macht die Frikadelle den Ungerechtigkeitsbraten nicht fett.

Insgesamt eine, wie ich finde, recht vernachlässigbare Diskussion. Ein besserer Mensch wird man wohl nicht alleine durch sein Essverhalten...
 
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Benutzer3277 

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Ich bin kein Vegetarier, esse aber wenig Fleisch. Das einzige sind unterwegs mal eine Boulette, Currywurst o.ä. oder zu Hause etwas Salami aufs Brot.
Schnitzel, Steak, Braten usw. gibts bei mir nicht.
 

Benutzer6874  (35)

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Fleischkonsum ist ein ungerechtes Privileg der Ersten Welt - schrieb er am Laptop (Mikrochips produziert von chinesischen Lohnsklaven), in seiner warmen Wohnung (Heizungsgas proudly presents by Lupenreiner Demokratenkonzern Gazprom) sitzend, gekleidet in Jeans (gefertigt in Bangladesch, von Samir, 12), Sneakers (Indien. Kostenpunkt 12 pro Paar. Also, Cent, natürlich) und Baumwollhemd (Textilfabrik in Rumänien. Faire Arbeitszeiten garantiert). Da macht die Frikadelle den Ungerechtigkeitsbraten nicht fett.
Das tönt mir zu sehr nach "Erbsünde" aus der wir Menschen uns nicht lösen können.

Es geht um die Optimierung, nicht um Vollkommenheit. Anpassung der Konsumgewohnheiten im Hinblick auf die Bedürfnisse anderer Menschen. Die Einschränkung des Fleischkonsums ist so gesehen sinnvoll.
Man könnte auch die Kleider länger tragen, damit wir nicht mit Baumwoll-Anbau die Nahrungsproduktion verdrängen. (Wobei dann die Frage ist, wovon Samir, 12 in Bangladesh leben soll...)

Off-Topic:
Übrigens, ob der Mensch ein Tier sei oder nicht, ist eine etwas komplexere Frage.
Biologisch gesehen ist die Antwort relativ klar. Einfach gesagt: er ist keine Pflanze, er ist kein Pilz, er ist ein Tier.
Aber ist der Mensch auch ein Tier wenn er Geige spielt? oder ein Gedicht schreibt?
Für den allgemeinen Wortschatz sind fast nie die Spezialisten allein zuständig
 

Benutzer113076 

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Ich find's auf eine gewisse Art und Weise beneidenswert, wenn Menschen die Inhaltsstoffe sämtlicher Nahrungsmittel kennen. Aber ich koche gerne danach, was mir schmeckt, statt nach den Vitaminen, die mein Körper noch braucht. Das klingt mir zu anstrengend.
Ich achte null auf die Nährstoffe der jeweiligen Mahlzeit...sogar "schlimmer" noch: ich koche nicht mal.
Trotzdem klappt vegetarisch leben ohne Probleme!
 

Benutzer39498 

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Ich verstehe ja deinen Grundgedanken, aber der Mensch "braucht" Vieles nicht. Und trotzdem möchte man's haben, weil's gut tut. Essen bedeutet schließlich auch Genuss und Leidenschaft, das wirkt sich ja aufs Wohlbefinden aus.

Ich find's auf eine gewisse Art und Weise beneidenswert, wenn Menschen die Inhaltsstoffe sämtlicher Nahrungsmittel kennen. Aber ich koche gerne danach, was mir schmeckt, statt nach den Vitaminen, die mein Körper noch braucht. Das klingt mir zu anstrengend.

Aber du "verkaufst" deinen geringen Fleischverzehr/hohen vegetarischen Anteil in der Ernährung wenigstens sympathisch und so, dass ichs nachvollziehen kann.

Mit viel Nachdenken hat das nichts zu tun: einfach so bunt wie möglich essen. Ist dir mal aufgefallen wie Essen in der Kantine oder der Mensa aussieht? Farblos. Grau. Beigetöne. Paniertes Fleisch, Nudeln, Kartoffeln,.. Alles beige.
Stattdessen esse ich möglichst viele Farben. Nudeln mit dunkelgrünem Pak Choy, gelben Paprika, rotem Curry, grünem Spargel. Und so weiter, das Prinzip ist ja denke ich klar. Viele Menschen vergessen, auf ihren Körper zu hören und tatsächlich darauf zu achten, wie man sich fühlt. Fühlst du dich gut, fit, vital und lebendig nach einem Burger, Pommes und Cola? Ich nicht. Ich fühle mich dann voll und träge und fettig. (was nicht heißt, dass ich das nicht manchmal in Kauf nehme) Man merkt schon ganz gut was einem wirklich gut tut und was nicht, wenn man nur bereit ist, darauf zu hören.
Das ich Essen selbst auch mit Genuss, Leidenschaft und Spaß verbinde, weißt du ja vermutlich, sonst würde ich keine Kochblogs schreiben und mich kulinarisch verkünstigen. Aber du wärst vielleicht überrascht, mit welcher Vielfalt man ohne Fleisch kochen und genießen kann! Wenn ich könnte, würde ich dir mal ein Menü kochen :grin:

Das mit dem "man braucht vieles nicht" ist für mich ganz einfach: es gibt Dinge die ich nicht brauche aber will, mit denen richte ich verhältnismäßig wenig Schaden an (sowohl an meinem eigenen Körper als auch an der Umwelt und an anderen Menschen). Beispielsweise Schokolade, Kaffee, eine besonders tolle teure Matratze, ein Vollbad. Dann gibt es Dinge die ich nicht brauche aber will, die sind verhältnismäßig schädlich. Fleisch, Alkohol, Gras, eine Flugreise, ein neues Elektronikspielzeug, Benzin.
Da ich weder der perfekte Mensch noch ein Asket bin, konsumiere ich so gut wie Alles von dieser Liste. Aber ich setze Prioritäten. Ich weiß, das mein Körper mit Fleisch nicht viel anfangen kann. Über die gesundheitlichen Vorteile einer vegetarischen Ernährung reden viele Leute nicht gerne, weil es eben eine Einschränkung bedeuten würde. Aber ich gehe eben nicht nur nach dem Geschmack, wenn ich das tun würde, wäre ich dick und krank - so wie übrigens aktuell fast 50% der Menschen in Deutschland! Denn ich finde neben Gemüsepfannen auch Burger, in Butter pochiertes Huhn und Rehrücken ganz großartig.
Wenn meine Priorität ist, viel von der Welt zu sehen und Auto zu fahren, so kann ich nicht gleichzeitig die Umwelt durch Transportmittel belasten UND viel Fleisch essen. Die moderne Fleischproduktion hat einen wahnsinnig großen negativen Einfluss auf die Umwelt - es gibt zahlreiche aktuelle Studien dazu, wie man Probleme des Klimawandels in den Griff bekommen könnte wenn sich ein größerer Anteil der Bevölkerung vegetarisch ernähren würde. Mir ist das sehr wichtig. Also esse ich selten Fleisch, und wenn, dann nur aus artgerechter Tierhaltung oder Wild was auch tatsächlich wild geschossen wurde. Oder eben Fisch, solcher, der nicht überfischt wird.

Da ich mir schwer vorstellen kann das ein gesellschaftlicher Wandel durch Moral herbeigeführt werden kann - besonders nicht beim Thema Fleisch - wäre in meinen Augen die beste Lösung, artgerechte Haltung und ökologisch sinnvolles Futter rechtlich zu verankern und Fleischprodukte mit einer hohen Steuer zu belegen. Hersteller müssen dazu gezwungen werden, gutes Fleisch zu produzieren und die Massentierhaltung abzuschaffen. Und Verbraucher müssen dazu gezwungen werden, darüber nachzudenken, ob man wirklich ein Kilo Fleisch pro Person und Woche essen muss - denn wenn man vor die Wahl gestellt wird, ob man sich Fleisch ODER Zigaretten ODER Benzin leisten kann, lernt man vielleicht, mit Genussmitteln verantwortungsvoll umzugehen. Kostet ein Steak 15 Euro, so kauft man es sich nur noch alle zwei Wochen, kann sich dann aber über gutes Fleisch aus artgerechter Tierhaltung freuen und es genießen. Fleisch kann und darf ein Nahrungsmittel sein (in meinen Augen), aber kein Grundnahrungsmittel.
 

Benutzer49007  (34)

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Ich achte null auf die Nährstoffe der jeweiligen Mahlzeit...sogar "schlimmer" noch: ich koche nicht mal.
Trotzdem klappt vegetarisch leben ohne Probleme!
Da muss ich jetzt aber schon sagen das lässt mich grad arg an dir zweifeln. Du redest immer so extrem neunmal klug und wehe andere essen anderst oder trinken andere Dinge als du dann Gnade ihm Gott. Aber kochst nichtmal selber. Dabei ist das fast das wichtigste.
 
S

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Gast
Ich persönlich finde ja, dass man sich als Vegetarier nicht wie ein Weltverbesserer aufspielen braucht: Tierleid verursacht man nämlich trotzdem noch durch den Konsum von Eiern (Massentötung von männlichen Küken) und Milchprodukten. Deshalb kann ich das per se schon nicht richtig ernstnehmen, wenn mir jemand erzählen möchte, er als Vegetarier liebe Tiere über alles und möchte ihnen deshalb nicht schaden.

Über die gesundheitlichen Vorteile einer vegetarischen Ernährung reden viele Leute nicht gerne, weil es eben eine Einschränkung bedeuten würde. Aber ich gehe eben nicht nur nach dem Geschmack, wenn ich das tun würde, wäre ich dick und krank - so wie übrigens aktuell fast 50% der Menschen in Deutschland!

Interessant, dass aktuell "fast 50%" der Menschen in Deutschland "dick und krank" sind. Es ist vielmehr so, dass diese einen BMI über 25 haben, also nicht automatisch fettleibig sind, sondern teilweise "nur" leichtes Übergewicht haben. Ein BMI zwischen 25 und 30 kann unter Umständen sogar besser sein, als einer unter 20 beispielsweise. Darüberhinaus ist ein BMI nur ein grober Anhaltspunkt und für einige Menschen überhaupt nicht aussagekräftig (Schwangere, Bodybuilder, besonders kleine oder große Menschen).

Da ich mir schwer vorstellen kann das ein gesellschaftlicher Wandel durch Moral herbeigeführt werden kann - besonders nicht beim Thema Fleisch - wäre in meinen Augen die beste Lösung, artgerechte Haltung und ökologisch sinnvolles Futter rechtlich zu verankern und Fleischprodukte mit einer hohen Steuer zu belegen.

Gerne. Dann aber auch bitte "Billig-Airlines" verbieten. Man braucht doch nicht die Welt sehen?
 
L

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salexi schrieb:
Ich achte null auf die Nährstoffe der jeweiligen Mahlzeit...sogar "schlimmer" noch: ich koche nicht mal. Trotzdem klappt vegetarisch leben ohne Probleme!

Na dann bin ich jetzt mal gespannt, wie du dich ernährst und sicherstellst, dass deine Speisen frei von Pestiziden oder Genmanipulation sind? Aber jede Nonne hat halt ein Laster...

rowan schrieb:
Ist dir mal aufgefallen wie Essen in der Kantine oder der Mensa aussieht? Farblos. Grau. Beigetöne. Paniertes Fleisch, Nudeln, Kartoffeln,.. Alles beige.

An diesem Punkt schlittern wir nun leider von einem Extrem ins andere: Mittelmäßiger bis häufiger Fleischkonsum bedeutet schließlich nicht gleich beliebiges Fleisch mit Pommes/Ketchup und dazu ne Cola. (Davon abgesehen ist ein Burger mit hochwertigen Zutaten nicht ungesünder als so mancher Salat mit fettem Dressing).

Was ich viel eher meine, ist die Tatsache, dass ich vegetarische Zutaten wie Nüsse und Samen nicht gern esse und daher die positiven Inhaltsstoffe auch nicht kenne. Gemüse jeglicher Art esse ich eigentlich immer und bunt ist mein Teller auch :zwinker:

rowan schrieb:
Wenn ich könnte, würde ich dir mal ein Menü kochen :grin:

Wann führt dich deine Weltreise Richtung Hamburg? :zwinker:
 

Benutzer54399 

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An diesem Punkt schlittern wir nun leider von einem Extrem ins andere: Mittelmäßiger bis häufiger Fleischkonsum bedeutet schließlich nicht gleich beliebiges Fleisch mit Pommes/Ketchup und dazu ne Cola. (Davon abgesehen ist ein Burger mit hochwertigen Zutaten nicht ungesünder als so mancher Salat mit fettem Dressing).
Das ist oft einer der Knackpunkte der Diskussion. Verglichen wird oft der Fast-Food-Fleischesser mit dem Ernährungs-Pro-Vegetarier. Wenn sich ein Fleischesser stark mit der Ernährung auseinandersetzt und sich entsprechend ernährt, dann glaube ich nicht, dass er vom gesundheitlichen Standpunkt merklich schlechter abschneiden wird.

Meine persönliche Ernährung wird sicherlich ungesünder sein als die von z.B. rowan, weil einfach meine Prioritäten anders liegen. Trotzdem esse ich deshalb nicht total ungesund, sondern versuche eine für mich ideale Mischung aus Genuss und Gesund zu finden.
 

Benutzer42853 

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Mal etwas zum Nachdenken für alle Fleischesser:

Ich bin Vegetarierin mit Tendenz zu vegan und ich kann gar nicht mehr an einer Hand abzählen WIE OFT ich schon Diskussionen geführt habe, wie oft ICH mich für meine Ernährungsweise vor Fleischessern rechtfertigen und verteidigen musste. Und warum? Nicht weil ich mein Gemüse esse und allen anderen auf die Finger haue, die Fleisch anfassen, nein! Ich werde angesprochen, nach Gründen gefragt.. und wenn ich diese dann nenne (falls ich das überhaupt noch tue. Oft sag ich einfach schon, dass ich nicht darüber reden will), dann schauen mich viele an und sagen: "Also ich esse ja auch sehr wenig Fleisch! Und wenn, dann nur Bio oder da, wo ich weiß, dass die Tiere gut gelebt haben".. An dieser Stelle bitte mal ein kräftiges Stöhnen einfügen!! Natürlich, deshalb gibt es Konzerne wie Wiesenhof und Co., weil jeder wusste und immer noch weiß, dass sein Tier auf dem Teller ein gutes Leben geführt hat. Und sowieso... die Currywurst, der Döner, das Salamibrötchen oder der Hot Dog für unterwegs kommt aaaaaalllleeessss aus guter Tierhaltung vom Bauern nebenan!
Und anscheinend kriegen Fleischesser auch sofort ein schlechtes Gewissen, wenn sie mir damit entgegen kommen, dass sie ja "auch nicht so viel Fleisch essen". Ganz interessant dabei: Ich habe nicht einmal danach gefragt. Ich werde zu meinem Essverhalten befragt, ich antworte, Schluss - eigentlich - aber nein, jetzt muss mir mein Gegenüber erstmal erklären warum ER denn Fleisch isst bzw. dass er nur ganz wenig davon isst. Die Frage nach den Proteinen danach bleibt natürlich auch nicht aus. Ganz beliebt auch: "Was isst du denn dann noch?" ...und da werde ICH gefragt, ob ich auch genügend Proteine zu mir nehme, wenn viele nicht einmal wissen, was sie kochen sollen so ganz ohne Fleisch?!?! Oder dass ALLE Nährstoffe, die man im Fleisch findet, auch in pfanzlichen Lebensmitteln zu finden sind? Wer sollte sich denn hier mal um seine Ernährung kümmern?

Protein- und Eisen in Fleisch und pflanzlichen Lebensmitteln
VERGLEICH
100g Schweinefleisch enthält 22g Eiweiß und 1,7mg Eisen
100g Tofu enthält 9g Eiweiß und 5,4mg Eisen
100g Linsen enthalten 24g Eiweiß und 8 mg Eisen
100g Haferflocken enthalten 13g Eiweiß und 5,1mg Eisen
Quelle: http://www.wdr.de/tv/vorkoster/sendungsbeitraege/2012/0507/index.jsp

Und wenn ich dann auf die Diskussion einsteige und nicht alles so im Raum stehen lassen will, was mein Gegenüber sagt, weil ich einfach eine andere Meinung dazu habe, dann heißt es gleich: "Hör auf mich zu bekehren! Dass ihr Vegetarier immer andere Menschen missionieren wollt! Leben und leben lassen!" (sehr witzig übrigens, dass dieser Spruch ausgerechnet von Fleischessern kommt)
Diskussionen gibt es hauptsächlich bei diesen Argumenten: Menschen müssen doch Fleisch essen; Wir haben das schon immer gemacht; so ganz ohne geht doch gar nicht; aber Fisch ist doch kein Fleisch ..oder: Sag dem Löwen doch mal, er soll Vegetarier werden - die Natur hat das für uns auch so vorgesehen! AHA, erst darf man den Menschen nicht mit Tieren vergleichen, denn der steht über allem und jedem und sowieso, die KRONE DER SCHÖPFUNG, und dann bringt man das Raubkatzen-Argument! Ich hoffe, jeder sieht ein wie albern das ist und absolut nichts mehr mit dem 21. Jahrhundert zu tun hat. Und wenn ihnen DANN nichts mehr einfällt, dann kommt: Pflanzen sind auch Lebewesen! - Klar, und mit ihrem zentralen Nervensystem leiden sie so sehr! Dass mir das nicht früher eingefallen ist. Manche Menschen sollten echt nicht vergessen, dass Tiere LEIDENSFÄHIGE Lebewesen sind (ja, Fische auch)!

Und nicht zu vergessen die ganzen Witze und Sprüche, die ich mir anhören darf. Beim gemeinsamen Essen: "Hast du ein Problem damit, wenn ich Wurst auf mein Brötchen lege?" - (Tofuwurst auf dem Grill) "Leg die Würstchen am Ende auf den Grill, damit die noch den Geschmack des Fleisches annehmen können! (kichern)" - "Veggis essen meinem Essen das Essen weg!" (ja nee, is klar.. als ob diese Tiere jemals Grünzeug zu Gesicht bekommen) - "Hast du nicht manchmal noch Lust auf ein schönes, saftiges Schnitzel?" - "Isst du denn noch Fleischtomaten?" ..und so weiter...

Es NERVT, NERVT, NERVT, NERVT!!

Das oben von mir geschilderte sind meine persönlichen Erfahrungen. Das soll nicht für die Allgemeinheit gelten, aber da kann sich doch jeder vorstellen, wie schwer man es als Vegetarier in dieser Welt hat, oder? Es gibt sicher auch militante Veggis, die Streit suchen, aber ich begegne meistens nur Fleischessern, die mal wieder einen Weg suchen, sich über Vegetarier lustig zu machen.
 
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