Vater Mitspracherecht bei Abtreibung!? Diskussionsrunde

Benutzer138994  (40)

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Ich werte das als: "Da fällt mir jetzt nichts mehr ein, was ich dagegen sagen könnte." Da muss ich Dir einfach sagen, dass ich das als eine Doppelmoral empfinde. Du kannst selbst nicht schwanger werden und magst keinen Pelz (ich hoffe Du achtest auch bei Pelzbesätzen an Jacken und Schuhen darauf!), da ist das einfach zu sagen: Abtreibung und Pelztragen ist unmoralisch. Dich selbst betrifft das Fleischessen und vermutlich auch Leder (Leder ist KEIN Abfallprodukt wie so gerne behauptet wird) und da ist es dann plötzlich ganz anders. Dabei wäre das extrem leicht zu lösen. Ein Kind ist eine sehr, sehr, SEHR viel größere Lebensumstellung (und ja, auch Einschränkung!).
Eine ethische Abwägung ist immer wichtig und da auch die Schwangere selbst die Abtreibung durchführen lassen muss (und sie sich auch beraten lassen muss), tut sie das auch, aber derart den Stab zu brechen über eine Frau, die diese Entscheidung trifft, ist unangemessen (insbesondere da wir hier ja nicht von Spätabtreibungen sprechen, das ist etwas anderes). Das sage ich, obwohl für mich eine Abtreibung nicht in Frage kam.
Und, ach ja, das mit dem Wurstbrotbrötchen hattest Du natürlich nicht hier geschrieben, sondern im Thread zum Frauentag, dass Du ihn ohne Salat und so magst. Das warst doch Du!? Daher nahm ich an, dass Du kein Vegetarier bist.

Du bist allerdings auf den Aspekt, den ich ja eigentlich meinte (ich hatte es nochmals erklärt) gar nicht eingegangen.
Weshalb muss denn die Entscheidung pro Kind zwangsläufig pro Leben heißen? Entscheide ich mich zum Beispiel mein Tier einschläfern zu lassen, ist das eine Entscheidung contra Leben, muss aber nicht zwangsläufig contra Tier heißen.
Nein ich war das nicht. Ich kann mich nicht erinnern jemals in diesem Thread was geschrieben zu haben.

Ich denke, dass eine gänzlich pfanzliche Ernährung ungesund für den Menschen ist.

Richtig. Es ist eine sehr große Lebensumstellung für die Frau. Aber, Na und?
Es geht um das Kind. Das neue Leben. Das ist in dem Moment das aller wichtigste. Auch wenn ich weiß, dass ich Vater werde, habe ich erstmal das Recht auf absolute Selbstentfaltung verloren. Weil ich eine Verantwortung habe. Damit rücken meine eigenen Interessen erstmal in den Hintergrund.

Ein Tier einschläfern zu lassen passiert doch aus dem Grund, weil es so krank ist, dass der Tod eine Erlösung wäre. Aber schwanger zu sein ist keine Krnakheit. Und die Abtreibung ist dann höchstens eine Erlösung für die Mutter als für das Kind.
 
M

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Ich denke, dass eine gänzlich pfanzliche Ernährung ungesund für den Menschen ist.
Dann denkst Du da nicht richtig. Und selbst, wenn Du etwas supplementieren müsstest, das müssen ganz viele Schwangere und Stillende auch. :zwinker:
Richtig. Es ist eine sehr große Lebensumstellung für die Frau. Aber, Na und?
Es geht um das Kind. Das neue Leben. Das ist in dem Moment das aller wichtigste.
Das Leben des Kindes ist aber mit dem Leben der Mutter verknüpft. Das Leben des Kindes wird wohl nicht so wahnsinnig toll, wenn die Mutter extrem unglücklich ist.
Damit rücken meine eigenen Interessen erstmal in den Hintergrund.
Vielleicht gibts dann keinen Hintergrund mehr, ein Kind ist nicht nur "ein kleines bisschen zurückstecken", das ist viel mehr.
Und die Abtreibung ist dann höchstens eine Erlösung für die Mutter als für das Kind.
Das weißt Du doch gar nicht. Warum muss automatisch Deine Annahme, dass das Kind auf jeden Fall leben möchte zwingend zutreffen?
 

Benutzer138994  (40)

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Das weißt Du doch gar nicht. Warum muss automatisch Deine Annahme, dass das Kind auf jeden Fall leben möchte zwingend zutreffen?
Richtig. Ich weiß es nicht. Deshalb zur Sicherheit für das Leben.
Wenn der neue Mensch nicht leben will, kann er das später immernoch selbst korigieren. Hat man die Entscheidung gegen das Leben getroffen, wird man niemals erfahren ob das Kind nicht doch lieber gelebt hätte. Es ist immer so wie die Kontrolle darüber übernehmen. Das geht nicht. Ein Kind oder ein Ungeborenes ist seinen Eltern ausgeliefert in jeder Hinsicht. Deshalb sollte nur zum Wohle des Kindes und nicht zum Wohle der Eltern entschieden werden.
 
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Richtig. Ich weiß es nicht. Deshalb zur Sicherheit für das Leben.
Aber warum? Weshalb wiegt diese Möglichkeit mehr als die andere?
Wenn der neue Mensch nicht leben will, kann er das später immernoch selbst korigieren.
Also bitte, echt jetzt? Das, was er vorher durchgemacht hat (als Mensch und nicht als befruchtete Eizelle) und beim Suizid etc. und falls der nicht "gelingt" und er landet in der Psychiatrie (oder die wahrscheinlichere Variante, er macht halt dennoch irgendwie weiter) das ist dann der hinzunehmende Kollateralschaden für eine irrige Annahme?
Es ist immer so wie die Kontrolle darüber übernehmen.
Eben. Wir übernehmen sie IMMER, GANZ GENAUSO BEI DER ENTSCHEIDUNG PRO LEBEN und wir wissen nicht ob es gut oder schlecht ist.
Ein Kind oder ein Ungeborenes ist seinen Eltern ausgeliefert in jeder Hinsicht.
Ganz genau deshalb ist es mir sehr viel lieber, dass sich jemand im Zweifelsfalle dazu entschließt eine befruchtete Eizelle abzutreiben, als dass ein Baby, ein kleines Kind leidet unter der Entscheidung der Eltern.

Dazu muss ich sagen, dass das eine Geschmaksache ist. Ich hasse zu üppig belegte Brötchen. Ich muss in unserer Kantine immer die Paprika und die Gurken herauspicken, weil ich das auf meinen Brötchen eben hasse. Wen ich ein Käsebrötchen essen will dann kein Brötchem mit Käse, Paprika, Gurken, Butter, Gewürz, Eier, Weißkraut. Nein!!!!!!!!!! Nur Brötchen , Butter, Käse.
Ach guck mal. Du bist aber erst in den letzten Monaten laktoseintolerant geworden. Dein moralisches Urteil, das Du fällst über Frauen, die abtreiben, obwohl Du doch ganz klar sagst, dass Du selbst den Grundsätzen, die Du aufgestellt hast, widrig lebst, das hast Du mir immer noch nicht schlüssig dargelegt.
 

Benutzer138994  (40)

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Aber warum? Weshalb wiegt diese Möglichkeit mehr als die andere?

Also bitte, echt jetzt? Das, was er vorher durchgemacht hat (als Mensch und nicht als befruchtete Eizelle) und beim Suizid etc. und falls der nicht "gelingt" und er landet in der Psychiatrie (oder die wahrscheinlichere Variante, er macht halt dennoch irgendwie weiter) das ist dann der hinzunehmende Kollateralschaden für eine irrige Annahme?

Eben. Wir übernehmen sie IMMER, GANZ GENAUSO BEI DER ENTSCHEIDUNG PRO LEBEN und wir wissen nicht ob es gut oder schlecht ist.

Ganz genau deshalb ist es mir sehr viel lieber, dass sich jemand im Zweifelsfalle dazu entschließt eine befruchtete Eizelle abzutreiben, als dass ein Baby, ein kleines Kind leidet unter der Entscheidung der Eltern.


Ach guck mal. Du bist aber erst in den letzten Monaten laktoseintolerant geworden. Dein moralisches Urteil, das Du fällst über Frauen, die abtreiben, obwohl Du doch ganz klar sagst, dass Du selbst den Grundsätzen, die Du aufgestellt hast, widrig lebst, das hast Du mir immer noch nicht schlüssig dargelegt.
Ich bin nicht erst in den letzten Monaten laktoseintollerant geworden. Ich weiß es erst seit en paar Monaten. Das ist wohl ein Unterschied. Tatsächlich hatte ich schon längere Zeit davor Probleme mit der Verdauen, wusste aber nicht, dass es damit was zu tun hat. Übrigens ist es als erwachsener Mensch normal, keine Milchproduke zuvertragen. Nur rund 1/4 der Weltbevölkerung verträgt Laktose. Und das hauptsächlich und Europa.
Ich lebe keineswegs widrig meiner Grundsätze.
Wieso denken alle, dass Vegetarier nichts töten? Planzen sind auch Lebewesen. Auch sie töten wir, wenn wir sie essen oder etwa nicht?
Nur aus dem Tod kann neues Leben entstehen. Aber man muss dem neuen Leben wenigstens die Chance geben.

Wenn du dem Leben eine Cahnce gibst, dann übernimmst du nur einen Teil der Kontrolle. Und das Leben kann selbst entscheiden. Klar ist es hart. Aber in meinen Augen besser als das Leben erst garnicht leben zu zulassen.
Das ist so in etwa als würde ich meinen Kindern meine Religion und moralischen Werte aufzwingen wollen oder sie diese Entscheidung völlig selbstständig treffen zu lassen.
Es steht mir nicht zu den Tod eines anderen Menschen, auch wenn er noch nicht geboren wurde, zu entscheiden.
[doublepost=1507340114,1507339671][/doublepost]Mich macht sowas traurig. Ich bin auch fassungslos gewesen als in einem der jüngsten Threads über eine Abtreibung die werdende Mutter einfach nur zum Schluss schrieb " weg :grin:".
Da kamen mir fast die Tränen.
 
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Wieso denken alle, dass Vegetarier nichts töten? Planzen sind auch Lebewesen. Auch sie töten wir, wenn wir sie essen oder etwa nicht?
Also Du hattest angeführt, dass wir kein Recht hätten ein anderes Lebewesen zu töten und da muss man einfach klar sagen, das erste und einfachste (und im Gegensatz zu nichts essen möglich) ist da kein Fleisch zu essen. Wer das nicht tut, ist auf jeden Fall nicht auf dem Weg des (von Dir aufgeführten) Grundsatzes.
Nur aus dem Tod kann neues Leben entstehen.
Also, wie gesagt, menschliches Leben entsteht und wird fortgeführt auch ohne Fleisch. Das auf eine metaphysische Ebene zu heben, in der irgendwie nichts möglich ist ohne Tod, ändert daran einfach nichts.
Wenn du dem Leben eine Cahnce gibst, dann übernimmst du nur einen Teil der Kontrolle. Und das Leben kann selbst entscheiden. Klar ist es hart. Aber in meinen Augen besser als das Leben erst garnicht leben zu zulassen.
Dass das in Deinen Augen so ist, das habe ich schon so verstanden. Du hast ja auch schon mehrfach geschrieben, dass Du um jeden Preis um Dein Leben kämpfen würdest, dass Du dankbar für Dein Leben bist, es toll findest usw. Das werden auch ganz viele nachvollziehen können, weil es für sie ebenso ist. Nur, weshalb es OBJEKTIV so richtiger sein sollte, nur weil Du es Dir nicht wirklich anders vorstellen kannst, das ist damit nicht geklärt. Mit welchem Recht "gewinnt" Deine Annahme?
Das geht nicht. Deshalb kann es in diesem Fall nur aus der Sicht der Eltern, ggf. der Mutter entschieden werden. Natürlich sorgfältig und unter der Berücksichtigung, dass hier Leben ENTSTEHT(!), aber die Entscheidung ist IMMER eine egoistische, die FÜR das Kind auch (vielleicht wollen ja auch bewusst gezeugte WUNSCHkinder nicht leben, auch das waren rein egoistische Entscheidungen der Eltern).
Es steht mir nicht zu den Tod eines anderen Menschen, auch wenn er noch nicht geboren wurde, zu entscheiden.
Aber über sein Leben dann genauso wenig.
. Ich bin auch fassungslos gewesen als in einem der jüngsten Threads über eine Abtreibung die werdende Mutter einfach nur zum Schluss schrieb " weg :grin:".
Da kamen mir fast die Tränen.
Langsam. Du hast gesehen, dass sie ihren Beitrag editiert hat? Ich denke eher, sie meinte: der BEITRAG ist JETZT weg!
 
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Weshalb muss denn die Entscheidung pro Kind zwangsläufig pro Leben heißen? Entscheide ich mich zum Beispiel mein Tier einschläfern zu lassen, ist das eine Entscheidung contra Leben, muss aber nicht zwangsläufig contra Tier heißen.
Das kann man nicht vergleichen, weil es zwei unterschiedliche Momente in einem Leben beschreibt, einmal den Anfang, einmal das Ende.
Ich will trotzdem versuchen, die deine Frage aus meiner Sicht heraus zu beschreiben: der Sinn hinter allen Existenzen, ob in Tierreich, bei de Vegetation oder bei uns, ist leben und sich fortpflanzen. Deshalb ist es in aller Regel ersteinmal natürlich, dass man leben will und deshalb halte ich es auch für richtig, denjenigen leben zu lassen. Ich spreche damit niemandem ab, dass es Fälle, auch in so jungen Jahren, gibt, in denen eine Existenz nicht leben will. Aber das halte ich für die absolute Minderheit. Es ist also meiner Meinung nach nicht nur menschlich, sondern vor allen natürlich, zu Beginn eines Lebens Leben erhalten zu wollen.
Bei einem Hund, dem am Ende seines vielleicht erfüllten Lebens geholfen wird, damit er sich nicht quälen muss, sondern friedlich und ohne weitere Schmerzen einschlafen kann, halte ich eine Einschläfung ebenfalls als menschlich. Hier ist es dann eben das Ende eines Lebens, weshalb es ebenfalls richtig ist, den Abschied so leicht wie möglich zu gestalten.
 

Benutzer140332  (33)

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mit dem Gefühl ungewollt zu sein?
Oder noch eine Ecke schärfer: gesagt und gezeigt zu bekommen, dass es schöner wäre, wenn es nie existiert hätte.

Da sind Gewaltexesse fast noch das netteste.

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Was ich alles schon in meiner beruflichen Praxis erleben durfte, dafür braucht es starke Nerven. :frown:
 

Benutzer161456 

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Ich finde Abtreibung ist erst mal keine Entscheidung gegen das Leben sondern vor allem Gegen den aktuellen Umstand.
Frau möchte halt nicht das Kind unter ungünstigen Vorzeichen aufziehen und das Risiko einer Zukunft in Armut.
In dem Falle ear die Schwangerschaft ein Unfall, nicht gewollt und stand gar nicht zur Debatte.
Das heisst doch nicht, dass frau Kinder ablehnt.
Im Gegenteil. Wenn sich die Vorzeichen ändern (zB. Der passende Partner bereit steht), wird sie sich für das Kind das Leben entscheiden.

Ich persönlich verstehen nicht, warum frau das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben verlieren sollte, nur weil beim Sex mal ein Unfall passierte. Der Persönliche Lebensentwurf Wunsch sollte der Massstab der moralischen Beretung sein.

Ansonsten wäre ja überspitzt gesagt jeder verhütete Sex und auch die SB des Mannes als Entscheidung gegen das Leben zu bewerten.
[doublepost=1507361298,1507360540][/doublepost]Aber zurück zum Thema.

Genau diese Entscheidung würde ich, weil sie für mich erst mal ergebnisoffen wäre, gemeinsam besprechen wollen.
Das würde ich von ihr schon erwarten.

Die Entscheidung selber ist natürlich zu aller erst mal ihre. Aber Emotional möchte ich hier gerne Verantwortung übernehmen und sie stützen.

...mit gepoppt, mitgefangen...mM.
[doublepost=1507362274][/doublepost]Zu dem Thema kann ich dieses Buch sehr empfehlen.
Toll geschrieben und packende Geschichte.
Auch das Hörbuch ist sehr fesselnd.
Ich liebe die Authorin.

https://www.amazon.de/So-oder-ist-das-Leben/dp/3596853591
 

Benutzer164526 

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Ich verstehe beim besten Willen nicht, warum ein Organismus, der noch nicht einmal über ein vollständig ausgebildetes Nervensystem verfügt, schützenswerter sein sollte als ein Rind oder Schwein, nur weil er das *Potenzial* besitzt, sich zu einem Menschen weiterzuentwickeln. Um es mal ganz klar zu sagen: Jedes Rind und jedes Schwein, ja sogar jede Ratte, hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um Größenordnungen mehr Bewusstsein als ein Fötus in der 12. SSW.
[doublepost=1507363525,1507362302][/doublepost]
Ein Tier einschläfern zu lassen passiert doch aus dem Grund, weil es so krank ist, dass der Tod eine Erlösung wäre.
Nun tu doch bitte nicht so, als würden hierzulande Tiere nur getötet, um sie zu "erlösen" oder Menschen vor dem Verhungern zu bewahren. Das hat doch mit der Realität nichts zu tun, und ich glaube das weißt Du auch. Es werden am laufenden Band ohne zwingenden Grund Tiere getötet, einfach weil es für uns bequemer ist.

Wir haben hier in der Nachbarschaft ein Rattenproblem, und wir lassen die von einem Schädlingsbekämpfer vergiften. Nicht weil es zwingend erforderlich wäre, sondern einfach nur deshalb, weil uns die Rattenlöcher nerven und wir nicht so ein gutes Gefühl haben wenn unsere kleinen Kinder im Garten spielen und wir wissen, dass da Rattenexkremente herumliegen können.

Und zum Beispiel Pferde werden hierzulande nicht in erster Linie geschlachtet, weil der Bedarf an Pferdefleisch so hoch ist, sondern einfach deshalb, weil sich niemand findet, der für ihr Gandenbrot aufkommen möchte. Also aus purer Bequemlichkeit.
 

Benutzer161456 

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So ist es mit allen Geschöpfen, die dem Menschen in irgend einer Weise hinderlich sind. ...Wölfe, Mücken...

Die westliche Denkweise (und das ist aktuell das Mass aller Dinge) hat für sich andere Moralkodexe entwickelt als für den Rest der Schöpfung. Er sieht sich nicht als integralen Bestandteil eines kosmischen Ganzen,
sondern die Umwelt als ihm unterstellten Selbstbedienungsladen als pures Mittel zum eigenen Zweck.

In dieser Selbstüberhöhung liegt auch die Ursache, dass er sein eigenes Leben bzw. das des Homo-Fötus so überbewertet.
Es ist kein Wunder, dass die Abtreibung gerade von der katholischen Kirche so wehement abgelehnt wird. Sie ist der Quell dieser Menatlität, die menschliche Vorherschaft im Kosmos sei von Gott gegeben.
 
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Benutzer138994  (40)

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Ich verstehe beim besten Willen nicht, warum ein Organismus, der noch nicht einmal über ein vollständig ausgebildetes Nervensystem verfügt, schützenswerter sein sollte als ein Rind oder Schwein, nur weil er das *Potenzial* besitzt, sich zu einem Menschen weiterzuentwickeln. Um es mal ganz klar zu sagen: Jedes Rind und jedes Schwein, ja sogar jede Ratte, hat mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um Größenordnungen mehr Bewusstsein als ein Fötus in der 12. SSW.
[doublepost=1507363525,1507362302][/doublepost]
Nun tu doch bitte nicht so, als würden hierzulande Tiere nur getötet, um sie zu "erlösen" oder Menschen vor dem Verhungern zu bewahren. Das hat doch mit der Realität nichts zu tun, und ich glaube das weißt Du auch. Es werden am laufenden Band ohne zwingenden Grund Tiere getötet, einfach weil es für uns bequemer ist.

Wir haben hier in der Nachbarschaft ein Rattenproblem, und wir lassen die von einem Schädlingsbekämpfer vergiften. Nicht weil es zwingend erforderlich wäre, sondern einfach nur deshalb, weil uns die Rattenlöcher nerven und wir nicht so ein gutes Gefühl haben wenn unsere kleinen Kinder im Garten spielen und wir wissen, dass da Rattenexkremente herumliegen können.

Und zum Beispiel Pferde werden hierzulande nicht in erster Linie geschlachtet, weil der Bedarf an Pferdefleisch so hoch ist, sondern einfach deshalb, weil sich niemand findet, der für ihr Gandenbrot aufkommen möchte. Also aus purer Bequemlichkeit.
Das macht es nicht besser.
 

Benutzer72433 

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Nevery Nevery : Interessante Ansicht mit dem Baum, Zellhaufen,.. Danke dafür. Von außen betrachtet würde ich auch zustimmen, aber durch die Leute in meinem Umfeld und die Schule wurde mir von Anfang an eingetrichtert, dass Abtreibung einem Menschen die Chance auf das Leben nimmt und deshalb schlecht ist. Ich wüsste nicht ob ich mit den Reaktionen meines Umfeldes klar käme. Ich hätte riesen Angst, dass mir andere im Nachhinein einreden, dass es der schlimmste Fehler meines Lebens war.
was man... vermeiden könnte, indem man es nicht erzählt, wenn man eine abtreibung vornehmen lässt. also, so in der theorie.
ich finds aber sehr beeindruckend, dass du meinen ansatz tatsächlich nachvollziehen kannst und sogar zustimmen würdest, wenn du mit solchen ansichten aufgewachsen bist.


Das macht es nicht besser.
aber das sind sachen, an denen du ganz persönlich etwas ändern könntest, wenn auch nur im kleinen. wenn dir der grundsatz, kein leben unnötig zu töten, wirklich so wichtig wäre, dann würdest du das tun.
 

Benutzer144187 

Sehr bekannt hier
Richtig. Es ist eine sehr große Lebensumstellung für die Frau. Aber, Na und?
Es geht um das Kind. Das neue Leben. Das ist in dem Moment das aller wichtigste. Auch wenn ich weiß, dass ich Vater werde, habe ich erstmal das Recht auf absolute Selbstentfaltung verloren. Weil ich eine Verantwortung habe. Damit rücken meine eigenen Interessen erstmal in den Hintergrund.
Ich finde das eine extrem traurige Einstellung zum Thema Elternschaft :schuettel:
Wenn du dem Leben eine Cahnce gibst, dann übernimmst du nur einen Teil der Kontrolle. Und das Leben kann selbst entscheiden. Klar ist es hart. Aber in meinen Augen besser als das Leben erst garnicht leben zu zulassen.
Aber das Leben kann eben nicht selbst entscheiden. Dir dürfte ja bekannt sein, dass Menschen eben nicht "fertig" im Sinne von "alleine überlebensfähig" auf die Welt kommen. Wann hat man dem neuen Leben gegenüber also seine Schuldigkeit getan? Das sind ja nicht nur 9 Monate, das sind unter Umständen Jahre, in denen man die Verantwortung für einen anderen Menschen hat.
Mich macht sowas traurig. Ich bin auch fassungslos gewesen als in einem der jüngsten Threads über eine Abtreibung die werdende Mutter einfach nur zum Schluss schrieb " weg :grin:".
Da kamen mir fast die Tränen.
Off-Topic:
Ich habe den Thread, den du meinst auch mitverfolgt und die TS hat einen langen, letzten Beitrag verfasst, wie es ihr jetzt geht. Diesen hat sie später eben so editiert.


Ich finde das echt heftig, wie du argumentierst - und dich dabei selbst in Widersprüche verstrickst. Das ganze Leben einer Frau für unwichtig zu erklären, ein Ungeborenes über sie, die bereits lebt zu stellen, das kann ich nicht nachvollziehen. Wir sollten froh sein, dass es die Möglichkeit gibt abzutreiben. Weisst du eigentlich, wie viele Frauen sich umgebracht haben, weil sie ungewollt schwanger waren? Weisst du, wie viele Frauen gestorben sind, weil irgend ein Pfuscher versucht hat das Kind abzutreiben?
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
Mir graust es schon vor den Nebenwirkungen der Pille danach.
Das scheint aber auch individuell sehr unterschiedlich zu sein. Ich kannte eine Frau, die schon zweimal die PD genommen hatte. Und sie hat nach eigener Aussage überhaupt nichts davon gemerkt. Einmal habe ich an den darauffolgenden Tagen sogar längere Zeit mit ihr verbracht. Und ich habe überhaupt kein Anzeichen dafür wahrgenommen, dass es ihr in irgendeiner Weise schlecht ging.

Und nein, sie hat die PD nicht meinetwegen nehmen müssen. Ich hatte keine intime Beziehung zu ihr.
 

Benutzer161456 

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Das scheint aber auch individuell sehr unterschiedlich zu sein. Ich kannte eine Frau, die schon zweimal die PD genommen hatte. Und sie hat nach eigener Aussage überhaupt nichts davon gemerkt. Einmal habe ich an den darauffolgenden Tagen sogar längere Zeit mit ihr verbracht. Und ich habe überhaupt kein Anzeichen dafür wahrgenommen, dass es ihr in irgendeiner Weise schlecht ging.

Dann hat sies wohl wegen dir genommen...:grin:
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Abtreibung ist für mich erstmal Mord.
Ein Schwangerschaftsabbruch innerhalb der 12-Wochen-Frist ist für mich mit Sicherheit kein Mord, weil ich einen Embryo bzw. Fötus in diesem frühen Entwicklungsstadium nicht als Menschen betrachte.
[doublepost=1507371165,1507371068][/doublepost]
Off-Topic:
Dann hat sies wohl wegen dir genommen...:grin:
Weil ich ahnte, dass sowas kommen würde, habe ich den Beitrag direkt nach dem absenden noch um den Nachtrag ergänzt, dass sie die PD nicht meinetwegen nehmen musste. :zwinker:
 

Benutzer161456 

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Abtreibung ist für mich erstmal Mord. Ich verstehe, dass es Fälle gibt, in denen es nicht anders geht und finde daher grundsätzlich richtig, dass Abtreibung dennoch legal ist. Für mich muss der Vater aber zwingend informiert werden und ein Mitspracherecht unter oben genannten Bedingungen haben. Man kann einen Mord nicht damit

Deine Argumentation ist nicht glaubwürdig.
Mord ist ein schlimmes Kapitalverbrechen.
Und das soll deiner Meinung nach bei bestimmten Fällen möglich sein (Vergewaltigung.zB.)???
Also entweder oder.

Sehr viele persönliche Entscheidungen entscheiden mittel oder unmittelbar über das Schicksal ander Menschen.

Warum ist es hier Mord, wo hingegen der Kauf von Billigkonsumgütern aus der 3. Welt moralisch ok sein soll. Er bewirkt wissentlich auch Elend und zT. Tod bei den Ausgebeuteten.
 

Benutzer164526 

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Off-Topic:
Kondom bei richtiger Anwendung (platzt meist nämlich auch nur bei fehlanwendung)? Auch über 99%.
Bezüglich des "Platzens" teile ich Deine Sichtweise. Mir ist genau einmal in meinem Leben ein Kondom gerissen, und da hatte ich schon beim Abrollen gemerkt, dass ich oben weniger Platz gelassen hatte als sonst. Seitdem gehe ich in solchen Fällen lieber auf Nummer sicher, schmeiße das Kondom weg und nehme ein neues. Soviel Zeit muss sein, und meistens klappt es ja auch im ersten Anlauf korrekt. Es muss oben über Eichel halt noch ausreichend Spielraum sein. Und es muss natürlich auch genüg Gleitmittel vorhanden sein (egal ob nun natürliches Vaginalsekret oder aus der Tube). Dann reißen Kondome auch nicht.
 
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