Vater Mitspracherecht bei Abtreibung!? Diskussionsrunde

Benutzer72433 

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Weil kein Lebewesen das Recht hat ein anderes, aus anderen Gründen ausser das eigene Überleben zu sichern, zu töten. Egal ob eigenes Kind, Nachbar, Kollege, Hund oder Kuh.
oder spinne? oder baum? oder ratte?

prinzipiell stimme ich dir zu - aber ich verstehe nicht, warum menschen so viel töten, der bequemlichkeit halber, aber die entfernung eines zellhaufens auf einmal dramatisch sein soll. ich trauere jedenfalls mehr um einen großen, wundervollen baum der vielen anderen wesen zuflucht geboten hat, aber gefällt wird weil er "dreck" macht, als um einen zellhaufen - und bedenke dabei auch: jedes aus guter haltung stammende (ergo: befruchtete!) hühnerei was ich esse ist genau das gleiche. es wurde der keim für leben gelegt, und ich vernichte es. weil: es ist erst der keim, die option... nicht anders, als wenn ich eine haselnuss esse, was auch ein keim ist.

anders sähe es natürlich aus, wenn aus dem zellhaufen schon ein minimensch geworden ist, aber eine abtreibung ist ja nunmal nur innerhalb der ersten wochen legal möglich... in einem zeitraum, wo sich auch noch viele schwangerschaften von selber beenden.
 
M

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Weil kein Lebewesen das Recht hat ein anderes, aus anderen Gründen ausser das eigene Überleben zu sichern, zu töten. Egal ob eigenes Kind, Nachbar, Kollege, Hund oder Kuh. Wenn ich keine Kinder möchte ist das wohl kaum ein lebensbedrohlicher Zustand. Nur weil es mir bequemer ist darf ich noch lange nichts töten, was im Begriff ist sich zu Leben zu entwickeln.
Diese Lebewesen befinden sich aber nicht in mir und sind anschließend von mir abhängig. Für mich ist das Äpfel mit Birnen verglichen. Im übrigen befinden wir uns EBEN NICHT in einer Welt, in der wir eben KEINE geborenen und ungeborenen Lebewesen töten. Und erinnere ich mich falsch oder sprachst nicht Du einmal von Wurstbrot? Also moralisch SO argumentieren und Wurstbrot essen, finde ich nicht so leicht vereinbar.
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Weil kein Lebewesen das Recht hat ein anderes, aus anderen Gründen ausser das eigene Überleben zu sichern, zu töten. Egal ob eigenes Kind, Nachbar, Kollege, Hund oder Kuh. Wenn ich keine Kinder möchte ist das wohl kaum ein lebensbedrohlicher Zustand. Nur weil es mir bequemer ist darf ich noch lange nichts töten, was im Begriff ist sich zu Leben zu entwickeln.
Im übrigen ging es eben NICHT um die moralische Frage, DARF man abtreiben u.a.
Es ging mehr um den mir unverständlichen Automatismus, pro Kind hieße zwangsläufig pro Leben. Es gibt aber keinen objektiven Grund dafür, dass das so sein muss.
 
G

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aber die vorstellung, so einen "parasiten" in mir zu haben den ich nie haben wollte, der quasi besitz ergreift von meinem körper, der unter umständen macht dass es mir monatelang scheisse geht - jetzt mal ab von dem parasitengefühl ansich... nee. ist nicht, dazu zwingt mich niemand.

aber - ja, dafür verhüte ich natürlich auch gewissenhaft, denn ich möchte nicht abtreiben, auf garkeinen fall... fast so wenig, wie ich aktuell ein kind möchte. zu zeiten als es die pille danach nur auf rezept gab hab ich auch öfter mal nen frauenarzt angelogen um ein entspechendes rezept zu bekommen und das teil parat und haltbar liegen zu haben, für den notfall, denn mir sind schon kondome geplatzt - und einmal die diskussion mit einem fa dass ich die garnicht bräuchte und er sie mir nicht verschreibt hat mir gereicht. ist nen ziemlich beschissenes gespräch, wenn es quasi um jede minute geht.

Ist eine gewisse Überheblichkeit, die man sich, wie so oft, nur erlauben kann, wenn man nicht betroffen war oder ist
Mag sein, dass du das überheblich findest. Ich finde es überheblich, dass du mir unterstellst, ich hätte sowas noch nicht durch gemacht, ohne mich wirklich zu kennen. Aber seis drum: es ist ein statistisches rechenexempel. Wie sicher ist die Pille bei richtiger Anwendung? 99,98%, wenn ich mich nicht irre. Kondom bei richtiger Anwendung (platzt meist nämlich auch nur bei fehlanwendung)? Auch über 99%. Wie viel Frauen werden um die zeit des Eisprungs schwanger?
Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel - aber wenn man ein bisschen aufpasst, ist es schon sseeeeehr unwahrscheinlich.
unter pilleneinnahme gibts garkeinen eisprung - und die pille wird frau auch nicht ewig verschrieben
Weiß ich - mir geht es aber um den Fall, eine fehleinnahme dann doch nochmal abzusichern.
So wie es reed reed schon geschrieben hat, selbstverständlich muss eine Mutter ganz genauso Unterhalt an das Kind bezahlen, wenn es nicht bei ihr lebt. Es heißt ja auch elterliche Unterhaltspflicht und nicht väterliche Unterhaltspflicht. Gibt es übrigens nicht nur rein formal, sondern durchaus auch real.
Bis zum Tode muss man das aber nur sofern das Kind schwer behindert ist oder man stirbt, bevor das Kind 18/ausgebildet oder über 25 ist
Auch das war mir bewusst. Mir ging es an der Stelle um eine ausgleichende Gerechtigkeit, weil Frau eben einen körperlichen/psychischen Schaden davontragen kann, eine Gefahr, die dem Mann eben nicht blüht. Sieh es als Reparationszahlungen des Mannes.
Ja und? Ändert sich dadurch, was sich schrieb?
Nein, ich fand nur deine Darstellung zu einseitig und wollte es der Vollständigkeit halber dazufügen.
Warum? Das erklärst Du nicht damit, dass eine Mutter AUCH ein Arsch sein kann!
Das erkläre ich sehr wohl: weil ein Schaden eines Körpers oder einer Psyche trotzdem keinen Mord erlaubt, wenn das ermordete Kind zusätzlich auch noch gewollt ist, wenn auch einseitig. Ich verstehe, dass du das anders siehst, das sagte ich bereits anfangs. Aber so sehe ich es eben.
So eine Regelung wäre ausschließlich dann überdenkenswert, wenn man die befruchtete Eizelle entnehmen und übergeben könnte, ansonsten ist das einfach surreal
Das geht meines Wissens sogar schon. Ist allerdings noch in der Laborphase und rechtlich in noch keinem Land erlaubt, wenn ich recht informiert bin.
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Weil kein Lebewesen das Recht hat ein anderes, aus anderen Gründen ausser das eigene Überleben zu sichern, zu töten. Egal ob eigenes Kind, Nachbar, Kollege, Hund oder Kuh. Wenn ich keine Kinder möchte ist das wohl kaum ein lebensbedrohlicher Zustand. Nur weil es mir bequemer ist darf ich noch lange nichts töten, was im Begriff ist sich zu Leben zu entwickeln.
Wie Nevery Nevery schon schrieb: Wo ist die Grenze?
Und: Bist du Vegetarier? Oder ist Fleisch essen okay, weil ich das Lebewesen nicht selbst töte, sondern töten lasse? Eine Abtreibung lasse ich ja auch durchführen und mache sie nicht selbst.
(Anmerkung: Ich bin kein Vegetarier. Aber deiner Logik nach hat jeder, der Fleisch isst, kein Recht dazu. Denn man kann sein Überleben hier auch ohne Fleisch sichern.)
 

Benutzer164526 

Verbringt hier viel Zeit
Weil kein Lebewesen das Recht hat ein anderes, aus anderen Gründen ausser das eigene Überleben zu sichern, zu töten.
Lebewesen? Lebwesen?? Meinst Du wirklich Lebewesen???
Auch Pflanzen, Pilze und Einzeller sind Lebewesen. Insofern halte ich das in dieser Verallgemeinerung schlichtweg für unpraktikabel.
Da braucht man schon ein Unterscheidungsmerkmal, welche Lebewesen man töten darf und welche nicht. Und ein naheliegendes Kriterium wäre zum Beispiel die Empfindungsfähigkeit. Aus dieser Perspektive wäre dann aber so ziemlich jedes höher entwickelte Tier schützenswerter als ein ungeborenes Kind zu Beginn der Fetalperiode.
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aber ich verstehe nicht, warum menschen so viel töten, der bequemlichkeit halber, aber die entfernung eines zellhaufens auf einmal dramatisch sein soll. ich trauere jedenfalls mehr um einen großen, wundervollen baum der vielen anderen wesen zuflucht geboten hat, aber gefällt wird weil er "dreck" macht, als um einen zellhaufen
Sehe ich sehr ähnlich. Mit dem Baumbeispiel gehe ich nicht ganz konform, aber zumindest mal eine Ratte ist mit Sicherheit schützenswerter als ein menschlicher Fötus vor der zwölften SSW.
 

Benutzer72433 

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Off-Topic:
Mit dem Baumbeispiel gehe ich nicht ganz konform, aber zumindest mal eine Ratte ist mit Sicherheit schützenswerter als ein menschlicher Fötus vor der zwölften SSW.
ich finde, ein baum ist extrem schützenswerter. nicht nur, dass er so viele jahre mehr lebt, nein, er gibt auch allen möglichen anderen lebenswesen ein raum zu existieren. er ist lebensgrundlage für so viele wesen...
 
M

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. Ich finde es überheblich, dass du mir unterstellst, ich hätte sowas noch nicht durch gemacht, ohne mich wirklich zu kennen.
Ich habe Dir nicht unterstellt, dass Du so etwas noch nicht erlebt hast, ich sage
Aber ich bin überzeugt davon, wenn man wirklich kein Kind möchte, dann weiß man das auch zu vermeiden (doppelte Verhütung durch Pille und Kondom, zudem kein Sex bevor/kurz nach dem eisprung). Und wenn man eben so fahrlässig war und es doch zu einer ungewollten Schwangerschaft
ist überheblich.
Nur weil es mir bequemer
Stell doch mal in einem Kinder- und Babythread zur Diskussion, dass es nur etwas unbequem ist Kinder zu haben. :ninja:
Vielleicht ist es umgekehrt ja auch gut, wenn jemand glaubt, dass es eben nicht so einfach ist, Kinder zu bekommen und großzuziehen.
Makealongstoryshort wie zuverlässig die Pille danach ist, steht auch im Beipackzettel. Ich musste sie mal nach ca. 70h nehmen und habe die nächsten Wochen gelitten, gewartet und gehofft, dass ich nicht schwanger bin.
Es kommt ja noch hinzu, wenn Du dann NICHT schwanger warst, heißt es ja nicht einmal, dass es an der Pille danach lag!
Übrigens halte ich das für sehr begrüßenswert, dass man die Pille danach heute einfacher bekommt als früher. Was das früher für ein Theater war, bei dem natürlich sehr wertvolle Zeit verloren ging, ist wirklich unerträglich gewesen!
 
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Benutzer161456 

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Ich persönlich könnte mir gar keinen schlimmeren Vertrauensbruch vorstellen, als dass meine Freundin mit der Schwangerschaftsnachricht nicht erst mal zu mir käme.
Und dann kann man ja zusammen beraten wies weiter geht. Wir haben zusammen gepoppt, also werden wir hier auch zusammen eine Lösung finden.
Ob mit oder ohne Schwangerschaft. Aber bitte gemeinsam.

...alles andere:
würde mich echt fertig machen.
 
M

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Ich persönlich könnte mir gar keinen schlimmeren Vertrauensbruch vorstellen, als dass meine Freundin mit der Schwangerschaftsnachricht nicht erst mal zu mir käme.
Und dann kann man ja zusammen beraten wies weiter geht.
Eigentlich verstehe ich das schon eher so, dass es nicht um eine Schwangerschaft IN einer Beziehung geht.
 

Benutzer138994  (40)

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Wie Nevery Nevery schon schrieb: Wo ist die Grenze?
Und: Bist du Vegetarier? Oder ist Fleisch essen okay, weil ich das Lebewesen nicht selbst töte, sondern töten lasse? Eine Abtreibung lasse ich ja auch durchführen und mache sie nicht selbst.
(Anmerkung: Ich bin kein Vegetarier. Aber deiner Logik nach hat jeder, der Fleisch isst, kein Recht dazu. Denn man kann sein Überleben hier auch ohne Fleisch sichern.)
Nein ich bin kein Vegetarier und ich schrieb auch nichts von einem Wurstbrot. Töten um es zu essen ist für mich vertretbar aber töten weil es mir jetzt nicht in meinen Lebensentwurf passt finde ich rücksichtslos. Oder weil mir das Fell so gut gefällt. Das ist eben meine Meinung dazu. Und ich bin auch nicht der Meinung, dass das Kind der Mutter gehört nur weil es in ihrem Körper heranwächst. Das Kind gehört nur sich selbst.
 
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Benutzer161456 

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Nein ich bin kein Vegetarier und ich schrieb auch nichts von einem Wurstbrot. Töten um es zu essen ist für mich vertretbar aber töten weil es mir jetzt nicht in meinen Lebensentwurf passt finde ich rücksichtslos. Oder weil mir das Fell ao gut gefällt. Das ist eben meine Meinung dazu. Und ich bind auch nicht der Meinung, dass das Kind der Mutter gehört nur weil es in ihrem Körper heranwächst. Das Kind gehört nur sich selbst.

Es ist aber vor allem auch das Leben der Mutter, welches sich fundamental ändert, und in dem Falle ohne Solidarität des Vaters und der Gesellschaft.

Denn gerade in Deutschland gilt:
Ein alleinerziehendes Kind zu haben bedeutet ein hohes Armutsrisiko und sehr viel Entbehrungen.
Solange hier die Gesellschaft nicht mehr solidarität zeigt, kann ich jeder Frau ohne Partner verstehen, die auf einen besseren Zeitpunkt für die Mutterschaft warten will.
 
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Ein alleinerziehendes Kind
Puh. Wenn man schon als Kind alleinerziehend ist, ist das auch wirklich heftig! :grin:

[doublepost=1507326563,1507326366][/doublepost]Ist schon krass, wenn ein Kind haben angeblich nur ein bisschen unbequem sein soll, aber etwas anderes essen und so großes Leid verhindern in den Bereich des Unmöglichen geschoben wird. :hmm:
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Nein ich bin kein Vegetarier und ich schrieb auch nichts von einem Wurstbrot. Töten um es zu essen ist für mich vertretbar aber töten weil es mir jetzt nicht in meinen Lebensentwurf passt finde ich rücksichtslos. Oder weil mir das Fell so gut gefällt. Das ist eben meine Meinung dazu.
Jedem seine Meinung, aber kannst du durch irgendwas begründen, warum töten LASSEN weil dir Wurstbrot besser schmeckt als Käsebrot okay ist, wegen des Fells aber nicht?
 
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Ich werte das als: "Da fällt mir jetzt nichts mehr ein, was ich dagegen sagen könnte." Da muss ich Dir einfach sagen, dass ich das als eine Doppelmoral empfinde. Du kannst selbst nicht schwanger werden und magst keinen Pelz (ich hoffe Du achtest auch bei Pelzbesätzen an Jacken und Schuhen darauf!), da ist das einfach zu sagen: Abtreibung und Pelztragen ist unmoralisch. Dich selbst betrifft das Fleischessen und vermutlich auch Leder (Leder ist KEIN Abfallprodukt wie so gerne behauptet wird) und da ist es dann plötzlich ganz anders. Dabei wäre das extrem leicht zu lösen. Ein Kind ist eine sehr, sehr, SEHR viel größere Lebensumstellung (und ja, auch Einschränkung!).
Eine ethische Abwägung ist immer wichtig und da auch die Schwangere selbst die Abtreibung durchführen lassen muss (und sie sich auch beraten lassen muss), tut sie das auch, aber derart den Stab zu brechen über eine Frau, die diese Entscheidung trifft, ist unangemessen (insbesondere da wir hier ja nicht von Spätabtreibungen sprechen, das ist etwas anderes). Das sage ich, obwohl für mich eine Abtreibung nicht in Frage kam.
Und, ach ja, das mit dem Wurstbrotbrötchen hattest Du natürlich nicht hier geschrieben, sondern im Thread zum Frauentag, dass Du ihn ohne Salat und so magst. Das warst doch Du!? Daher nahm ich an, dass Du kein Vegetarier bist.

Du bist allerdings auf den Aspekt, den ich ja eigentlich meinte (ich hatte es nochmals erklärt) gar nicht eingegangen.
Weshalb muss denn die Entscheidung pro Kind zwangsläufig pro Leben heißen? Entscheide ich mich zum Beispiel mein Tier einschläfern zu lassen, ist das eine Entscheidung contra Leben, muss aber nicht zwangsläufig contra Tier heißen.
 
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