Vasektomie/Sterilisation als endgültige und hormonlose Verhütung in einer Partnerschaft

Benutzer186438 

Ist noch neu hier
Aktuell ja.
Ärzte nehmen es nicht ernst.

Einer hat ein Dauerziehen in der Leistengegend.
Der andere hat Probleme beim Samenerguss
Wie durch eine Vasektomie Probleme beim Samenerguss entstehen sollten ist mir erstmal ein Rätsel... Ziehen in der Leistengegend möglicherweise ein Nervschmerz, der "ausstrahlt"...
 

Benutzer186438 

Ist noch neu hier
Mir auch, dass der dann intensiver sein soll.
Da ist sicher viel "Kopfsach" dabei. Im Bewusstsein zu leben, dass der Samenerguss "nur" noch für den Spaß erlebt wird und nicht mehr latent/unterwusst wahrgenommen das "Risiko" besteht, ein Kind zu zeugen - das kann schon zu noch mehr Freude und Lockerheit beim Erleben des Samenerguss beitragen.
 

Benutzer172677 

Sehr bekannt hier
Wie durch eine Vasektomie Probleme beim Samenerguss entstehen sollten ist mir erstmal ein Rätsel... Ziehen in der Leistengegend möglicherweise ein Nervschmerz, der "ausstrahlt"...
Das ist bislang auch noch nicht gut erforscht, wird aber als eines der möglichen Symptome beim Post-Vasektomie-Syndrom beschrieben.
Bei meinem Ex waren schmerzhafte Ejakulationen eines der beiden problematischen Symptome.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Das ist bislang auch noch nicht gut erforscht, wird aber als eines der möglichen Symptome beim Post-Vasektomie-Syndrom beschrieben.
Bei meinem Ex waren schmerzhafte Ejakulationen eines der beiden problematischen Symptome.
Haben sich die Symptome denn wieder ergeben bzw. sind die weg gegangen oder geblieben?
 

Benutzer174969  (29)

Verbringt hier viel Zeit
Wenn er sich einer Vasektomie unterziehen wollen würde, würde ich das ziemlich hart diskutieren. Ich würde es nicht wollen würden, vor allem wenn es alternativen gibt, die ebenso effektiv oder effektiver sind. 🤷‍♀️

Einfacher wird Sex dadurch nicht, zumindest nicht einfacher als wir ihn jetzt haben können. 🙃
 

Benutzer172677 

Sehr bekannt hier
Hat er dir gesagt, wo die Schmerzen waren?
Klar, vermutlich im Bereich der Nebenhoden, so ganz auf den Punkt lässt sich das in der Situation aber eher schlecht eingrenzen.
Haben sich die Symptome denn wieder ergeben bzw. sind die weg gegangen oder geblieben?
Bis eineinhalb Jahre danach hat sich der Schmerz bei Ejakulation verringert, der häufige Druckschmerz ist geblieben.
Es sollte nachoperiert werden, das habe ich aber nicht mehr mitbekommen.
 

Benutzer174969  (29)

Verbringt hier viel Zeit
Weshalb? Heißt es nicht auch sein Körper, seine Entscheidung?
Jua, nicht bei uns. Da werden solche Entscheidungen als Paar besprochen und abgewägt. Die Ängste, Befürchtungen und Kritik des anderen werden gehört und ernst genommen. Wenn ich mir ein Piercing durch die Klit jagen wollen würde, würde er genauso ein Veto einlegen und das hart diskutieren. 🤷‍♀️

Andere Paare handhaben das anders, ist auch okay. Wir handhaben vieles eben im "wir" und weniger im "ich und du". Und da gehören so gravierende Entscheidungen mit dazu.

Sterilisation der Frau? :what: Oder was meinst du hier?
Implanon. Hat ein leicht besseren Perl-Index, ich vertrage das gut und wir können genauso Sex ohne Kondom haben. Vor allem kann es wieder rausgenommen werden ohne dass ich komplett die Fruchtbarkeit verliere.
 

Benutzer183007 

Sorgt für Gesprächsstoff
Vasaektomie:
Die Vasektomie ist die zuverlässigste Verhütungsmethode für den Mann. Die Versagerrate bei perfekter Anwendung beträgt 0,1 Prozent, bei typischer Anwendung 0,15 Prozent.
Implanon:
Die Versagerrate beträgt sowohl bei perfekter als auch bei typischer Anwendung 0 bis 0,5 Prozent. Beim Hormonstäbchen kann es nicht zu Anwendungsfehlern kommen, deswegen hat es auch unter Alltagsbedingungen eine sehr hohe Sicherheit.

Bestimmte Arzneimittel schränken den Empfängnisschutz des Implantats ähnlich wie bei der Pille ein. Dazu gehören unter anderem Medikamente gegen Epilepsie und gegen Viruserkrankungen sowie Johanniskraut. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, wie Sie sich trotzdem zuverlässig vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen können.


Ist für mich schon höher. :grin: Viel teurer ist es auch, bei mehr als einer Anwendung.
Obwohl ich bei beiden Varianten davon ausgehe, dass nichts passieren würde. Aber ich wollte ja auch, dass sie keine Hormone mehr nehmen braucht.
 

Benutzer174969  (29)

Verbringt hier viel Zeit

Ich halte profamilia für eine seriöse Quelle. Daher habe ich meine Infos zum Perl Index.

Wir - also ich und mein Lebensgefährte - sind da eh einer Meinung und er möchte sich da auch nichts durchschnippeln lassen :zwinker: Daher wäre es eh nur eine fikitive Diskussion. Ich würde aber wie gesagt dagegen ein Veto einlegen.
 

Benutzer175298 

Öfter im Forum
Das Schöne ist ja auch, dass man als Mann sicher sein kann und das Thema selbst in die Hand nehmen kann. Vertraut haben ja schon viele…
 

Benutzer186405 

Klickt sich gerne rein
Das Schöne ist ja auch, dass man als Mann sicher sein kann und das Thema selbst in die Hand nehmen kann. Vertraut haben ja schon viele…
Wobei da umgekehrt schon auch ein großes Vertrauen von der Frau gegeben sein muss. Natürlich, das Thema heißt ja " ... und hormonlose Verhütung in einer Partnerschaft", da hoffen wir auf ein großes berechtigtes Vertrauen, aber so wie du sagst: vertraut haben ja schon viele.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Nur ein paar grundsätzliche Gedanken, die ich einwerfen möchte:

Jeder Mensch sollte für sich SELBST entscheiden, ob er einen Eingriff (egal was für einer) machen lassen möchte, oder nicht. Sich beraten in Partnerschaften ist völlig okay, die Entscheidung bleibt aber eine Persönliche. Ich halte hier die Annahme des Mitentscheidungsrechts einer anderen Person für unangebracht und maximal schädlich. Deutlich wird das, wenn man dieses Mitspracherecht für andere Eingriffe diskutieren würde: Abtreibung, Sterilisierung der Frau, Kaiserschnitt, Hüft-OP, Piercings könnte man fast auch dazu zählen, Leistenbruch oder Nasenscheidewandbegradigung (wenn man z.B. nicht so viel Luft bekommt durch die Nase).

Ein weiterer Aspekt wäre, dass hier nicht jeder in einer monogamen Beziehung lebt. Das macht das vermeidliche Mitspracherecht noch interessanter und gibt weiterhin interessante Implikationen zu a) Kinder bekommen und b) Vertrauen bzw. Auswirkungen einer ungewollten Schwangerschaft.
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Mein Mann ist aktuell wieder etwas abgerückt von seinem Plan. Er hat Angst vor Problemen mit Schmerzen hinterher – und vor Prostatakrebs. Sein Opa und Uropa sind daran gestorben, was ich nicht wusste – ich wusste nur, dass sie an Krebs gestorben sind. Wir recherchieren noch, aber Studien deuten ja doch auf ein erhöhtes Risiko für Prostatakrebs nach einer Vasektomie hin, und nun sitzt der Arme und grübelt.

Cool, dass wir in unserer Verhütungsfrage so gar nicht weiterkommen. 🙃
 

Benutzer84887 

Verbringt hier viel Zeit
Ich kann auch die normale Methode mit Skalpell empfehlen. Waren bei mir wirklich zwei Minikleine Schnitte, nach einem Jahr jetzt schon nicht mehr zu erkennen.

Es wurden die Samenleiter durchgeschnitten, die Enden umgeklappt und vernäht und es wurde ein kleines Hautstückchen zwischen die Enden gelegt um ein zusammenwachsen möglichst gut zu verhindern. Ich braucht nach dem nachlassen der lokalen Betäubung nicht einmal eine Schmerztablette. Absolut problemlose Wundheilung, als einziges waren die Hoden einige Monate lang nach der OP druckempfindlich, was aber immer mehr nachgelassen hat. Inzwischen merke und sehe ich absolut gar nichts mehr von der Vasektomie, auch der Orgasmus fühlt sich nicht anders an.

Ich sollte 2 und 4 Monate nach der OP eine Spermaprobe abgaben. Bei der ersten war noch ein totes Spermium zu finden, bei der zweiten war dann alles sauber. Ich denke wenn man nicht ausreichend durchspült vor den Spermiogrammen können auch bei erfolgreicher Vasektomie noch viele tote Spermien in der Probe sein, was natürlich zu unsicherheiten führen kann, da zumindest bei mir die Probe jetzt nicht frisch abgegeben werden musste sondern ich diese von Zuhause mitbringen durfte. Ich bin momanten nicht in einer Beziehung, würde aber dann zur Sicherheit vor dem weglassen der Kondome in einer neuen Beziehung auf jeden Fall nochmals ein Spermiogramm durchführen lassen.

Insgesamt kann ich die Vasektomie wirklich absolut weiterempfehlen und bin auch der Meinung, dies ist eine persönliche Entscheidung die man natürlich in einer Beziehung besprechen sollte aber die man immer für sich selbst und nicht für seinen Partner trifft. Genauso wenig wie ich meiner Partnerin vorschreiben würde ob sie die Pille nehmen "darf" würde ich mir von meiner Partnerin vorschreiben lassen ob ich eine Vasektomie vornehmen lasse.

Ich hatte bei meinem Urologen trotz Corona im Sommer 2020 absolut kein Problem mit der Wartezeit. Vom Vorgespräch bis zur OP waren es bei mir nicht mehr als 2 Wochen während ich bei Anrufen von anderen Patienten mitbekommen habe dass diese durchaus einige Monate auf einen Termin warten müssen. Wohl der Vorteil, wenn man selbst bezahlen muss. Bei mir waren es für die OP mit lokaler Betäubung 570€ und jeweils 12€ für die Untersuchung der Proben.
 

Benutzer179302  (27)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich finde, das ist eine gute Möglichkeit, sollte aber genau wie bei der Frau sehr gut überlegt sein. Wenn die Beziehung auseinander geht, könnte ja beiderseits mit dem neuen Partner doch noch ein Kinderwunsch entstehen.
Für uns aktuell mit nicht abgeschlossener Kinderplanung natürlich keine Option.
 
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