Völlig verzweifelt und verletzt

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Benutzer6428 

Doctor How
Mir ist es aber wichtig, nochmal auf das Zitat hier aufmerksam zu machen und hinzuzufügen: Menschen mit einer psychischen Störung sind nicht "unnormal".
Generell stimme ich dir zu, auf das Zitat von @deejay1983 bezogen allerdings nicht.

Wenn hier jemand solche Geschichten schreibt, ist es häufig egal was hinterher diagnostiziert wird. Fakt ist an der Stelle: Der Partner hat ein großes großes Problem und ist zumindest in dieser Zeit (meistens mehrere Jahre) nicht in der Lage eine Beziehung zu führen. Zumindest nicht mit dem Threadstarter und definitiv nicht glücklich oder gleichberechtigt. Das hat deejay ausgesagt und nicht viel mehr und da muss ich ihm recht geben.
Dir gebe ich Recht darin, dass es auch leichte Ausprägungen gibt, die eine Beziehung und einen anderen Menschen nicht unbedingt zuerstören, sondern lediglich für regelmäßige, kleinere Probleme sorgen. Nur werden diese Menschen häufig hier keine Threads eröffnen und vermutlich nicht in diesem tiefen Strudel gefangen sein, in dem der TS sich noch aufhält und aus dem er erstemal langsam hervor kommen muss.

Ums auf den Punkt zu bringen: Es kommt so rüber als ob jemand sagt "ich wurde vergewaltigt" und du sagst "nicht alle Kerle sind Vergewaltiger!". Auch wenn das jetzt etwas polemisch ist, es bringt rüber was ich sagen will: Jemand hat ein Problem und du sagst, dass es dir nicht gefällt, dass mehrere Menschen in einen Topf geworfen werden. Das ist zwar richtig und sollte gesagt werden, aber nicht unbedingt hier, denn hier geht es um ekimbo und darum, dass er doch heftig gelitten hat.
 

Benutzer120916 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hey,

also von Schubladendenken bin ich weit entfernt. Ich hatte immer schon das Gefühl gehabt "das da was nicht stimmt"
aber sie nicht damit stigmatisiert. Ich habe halt oft mitbekommen wie sie unter ihrem eigenem Verhalten leidet und hatte
versucht zu helfen wo ich konnte. Klar, auf Dauer kann auch ich irgendwann die ganzen Verletzungen und Enttäuschungen
nicht mehr aushalten, obwohl man denkt zu wissen der Partner liebt einen tief und innig, auch wenn das Verhalten immer
sehr widersprüchlich war. Von meiner Seite aus habe ich immer offen mit ihr geredet, ihr des öfteren sogar gesagt das
nicht die Trennung an sich das schlimme wäre(also natürlich schon, aber nicht so schlimm wie der Dauerzustand) sondern diese ganzen Spielchen und da meinte sie immer es täte ihr so leid
und sie will es besser machen, naja so habe ich dann auch fast 3 Jahre noch gehofft das es irgendwie klappt, aber als sie die
Diagnose bekam und abbrach, da war für mich der Geduldsfaden gerissen. Den Weg zurück hat sie sich "zum Glück"
selbst verbaut, auch wenn ich weiß das sie im moment eher der Spielball ihrer inneren Zerissenheit ist.

Ich glaube es war wirklich allerhöchste Zeit für die Trennung, ob nun von ihr oder mir aus.
Habe bei den ganzen Gedanken die immer nur um sie kreisten wirklich vergessen/verlent auf meinen eigenen Körper zu hören. Es war halt meine erste richtige Beziehung und ich hatte immer gedacht das ist vielleicht einfach so, man muss hart
dafür arbeiten, dann hat man eine glückliche Beziehung. Leider war diese Gleichung immer nur sehr einseitig und auch
das verstehe ich erst langsam das es WIRKLICH anders geht.

Wie geagt, ich werde mich um mich kümmern und es fällt mir gar nicht mal so schwer wie es früher immer war.
Erstmal ne Runde Bouldern :smile:
 

Benutzer144428  (27)

Verbringt hier viel Zeit
Vielleicht ist es ja auch für deine Ex das Beste. Jahrelang fielen ihre Probleme nie auf sie zurück, weil du immer alles aufgefingst. Sie hatte immer jemanden an den sie sich wenden konnte, deswegen litt sie unter ihrer Störung viel weniger, als sie es ohne dich getan hätte. Das führte dann leider dazu, dass sie es nicht als Problem sah und auch nicht wirklich etwas ändern wollte. Nun aber hat sie dich nicht mehr, alles was sie tut hat nur Konsequenzen, die sie selbst tragen muss.
Vielleicht ist es das was nötig war, damit sie etwas tut.

Bouldern klingt sehr gut. Umgib dich mit Leuten, die dir gut tun. Mach vielleicht einen Kochkurs oder so. Alles was dir ein Gefühl von Stärke und Genuss gibt ist im Moment vermutlich richtig.
Eine solche Trennung geht niemals einfach so vorbei, aber ich glaube, so wie du hier schreibst, lernst du daraus und kannst es dann hinter dir lassen.
Ich wünsche dir viel Glück dabei.
 

Benutzer116861 

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich hatte mich mit meinem Beitrag auf das Zitat bezogen, und nicht auf den Theread-Starter. Deswegen sollte es nicht so klingen, als wollte ich hier irgendetwas klein reden oder hinstellen, als sei es nicht so schlimm. Ich nahm nicht Stellung zu der Ex-Parternerin sondern generell zu Personen mit einer Borderlinstörung und der Differenzierung zwischen "normalen" und Borderline-Menschen, die ich nicht angebracht finde. Denn das klingt für mich dann auch eher wie eine Entschuldigung für ihr Verhalten, im Sinne von "Die ist nicht ganz normal" (siehe unten). Wobei die Ex-Freundin hier in diesem Fall ja auch eine histrionische PS hat und der Fokus und die Probleme somit woanders liegt als bei den "Bordis", wenngleich sie auch Borderlinezügen hat (welche vermutlich durch das SVV zum Ausdruck kommen).

Ich will es nochmal sagen: Ich bin wirklich froh für Dich, ekimbo, dass du diesen Schritt geschafft hast. Ihren Umgang und die ganzen Spielchen die sie abgezogen hat, sind nicht mit einer Diagnose zu "entschuldigen" und Diagnosen tun da auch nichts zur Sache, da stimme ich Damian zu. Falls es so in meinem Beitrag rüber kam, tut mir das wirklich leid. Der Ansatz und den Glaubenssatz, dass eine Beziehung harte Arbeit sei, der ist wohl nicht ganz falsch, allerdings gibt es auch da Grenzen. Und sie war deutlich über diese Grenze hinaus, das konntest du nicht mehr packen und das ist es dann auch nicht wert. Das ist das, was ich auch in Bezug auf Borderline meinte. Auch, wenn man eine Diagnose hat, ist man "normal" (wo deejay1989 ja einmal in normale Menschen und in Borderliner unterschied) und sehr wohl verantwortlich für die Dinge, die man tut.

Es mit einem Vergewaltigungs-Beispiel zu vergleichen, finde ich nicht ganz angebracht. Denn a) wie gesagt wollte ich nie etwas klein reden oder etwa die Ex in Schutz nehmen, im Gegenteil, ich möchte mich nochmals entschuldigen, falls ich mich da schwammig ausgedrückt habe. b) Basieren viele Borderlinestörungen auf traumatischen Erfahrungen, z.B. auch oft auf Vergewaltigung. Würde ich da solche Aussagen treffen, wie die, die du als Beispiel angebracht hattest, würde sich das mit meinem Interesse schneiden, dass ich lediglich darauf aufmerksam machen wollte, bitte keine Vorurteile gegenüber Borderlinern zu haben.

Wie schön ist es auch zu lesen, dass ekimbo sich nun um sich selbst kümmert. Du scheinst dich da bereits gut distanziert zu haben. Dafür auch nochmal großen Respekt, das ist ein riesiger Schritt. Ich möchte hier jetzt auch wirklich keine weitere große Diskussion durchtreten sondern dem Thread-Steller einfach nur nochmal alles Gute wünschen und es dabei belassen. :knuddel:
 

Benutzer120916 

Sorgt für Gesprächsstoff
Das war immer meine Sorge gewesen, aber loszulassen fiel mir damals sehr schwer.
Doch jetzt hoffe ich natürlich genau das, auch wenn sie sich mittlerweile wieder in die nächste
Beziehung geflüchtet hat...
Das macht mir ehrlich gesagt am meisten zu schaffen. Denn ich wünsche ihr das beste und möchte das
es ihr gut geht, aber dafür muss sie sich diesem Dämon stellen und davor rennt sie immer wieder weg.

Also ich finde das HSP´s Bordis, etc. weder normal noch unnormal sind, denn normal ist in meinen Augen nur
ein anderes Wort für den Mittelwert aller Wesenszüge und Wertevorstellungen der Gesellschaft, also einem ständigen Wandel unterworfen- naja mehr oder weniger konstant, ich denke ihr wisst was ich meine :zwinker:

Ihr Verhalten hat eine Ursache und diese zu finden/ damit lernen umzugehen wünsche ich jedem Betroffenem, und das
ist für mich ein guter Anker, denn unabhängig von außenstehenden Personen muss dieser Konflikt selbst ausgetragen werden, das Problem ist nur das man als emotional verbundener Partner da einiges durchmachen muss.
Das verletzt und enttäuscht, auch wenn man weiß es ist nicht der Partner, sondern sein Krankheitsbild. Deswegen
habe ich das wohl auch so lange mitgemacht... Doch als sie dann die Therapie beendet hat war für mich Schluss, denn das
war immer der Motivator zu weiterer Hoffnung gewesen und ich unterstelle ihr schon das sie reif genug ist um diese Entscheidung ganz bewusst zu treffen.

Ich bin auf jeden Fall froh das ich mich mal ein bischen ausheulen konnte:zwinker:

Danke euch allen !
 

Benutzer144428  (27)

Verbringt hier viel Zeit
Du hast sie so lange unterstützt, ihr so lange Halt geboten und jedes ihrer Probleme mitgemacht.
Das sagt mir, dass du eine sehr liebe und geduldige Person bist.
Ich bin mir sehr sicher, dass du zu einer harmonischen, liebevollen und lange anhaltenden Beziehung fähig bist, du brauchst nur eine andere Partnerin dafür.
Aber erstmal musst du gegenüber dir selbst natürlich geduldig und lieb sein, aber das kriegst du hin.
Ich hoffe dein Studium/deine Ausbildung/dein Beruf läuft gut.
 
2 Jahr(e) später

Benutzer6428 

Doctor How
Ähhmm..ich weiß gar nicht was ich zu einem solchen Beitrag sagen soll...
Vielleicht handelt es sich um jemand anderen?
Vielleicht hat er auch damals etwas falsch verstanden?
Vielleicht ist auch sehr viel mehr schief gegangen...
Faktisch ist es so lange her, dass ich keinerlei Erinnerung an diesen Thread hatte. Es ging um eine Trennung die, wie die meisten Trennungen, nicht sonderlich schön verlaufen ist. Sie war offenbar von diversen Problemen gespickt und deine Umschreibung von deiner Freundin ist, mit Verlaub, extrem Anstrengend und ich stehe nach wie vor dazu, dass sie in meinen Augen nicht wie jemand klingt, der es schafft eine Beziehung zu führen, die auf Augenhöhe stattfindet und nicht ständig von unnötigen Konflikten durchzogen ist. Faktisch eine Beziehung, die bei den ersten ernsthaften Problemen schnell überlastet werden kann, weil die sich zu den künstlich erzeugten hinzu addieren.

Sollte es sich bei der Person tatsächlich um die von dir vermutete handeln, dann hat der TS einiges falsch angegeben oder verstanden. Das ist sicherlich auch nicht ganz sauber und würde in diesem Fall auf einiges an Problemen hindeuten, jedoch an den allgemeinen Aussagen nichts ändern.

Fakt: der TS war zu dieser Zeit so alt wie du, du warst ca. 16. Was genau hast du also in live mitbekommen? Was wurde dir erzählt? Von wem?

Und: Was bewegt dich dazu hier so einen Beitrag zu senden? Wem nutzt das? Meinst du nicht auch, dass man in eurem Alter durchaus mal Fehler machen kann? Warum mischst du dich in diese Sache überhaupt ein? Welche Gerechtigkeit forderst du für eine anonyme Person ein?

Sollen jetzt alle, die damals geschrieben haben denken "oh mein Gott..ich hab zu schnell geurteilt und schreibe das nächste Mal lieber nix?" Das wird nicht passieren. Gerade weil dann niemand mehr irgendwem einen Rat geben oder helfen könnte.
 

Benutzer91827 

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Jetzt bin ich verwirrt... und neugierig... aber vor allem verwirrt.
 
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