Unterschiedliches Lustempfinden

Benutzer182469  (26)

Ist noch neu hier
Hallo ihr Lieben,

kurz zu mir bin 26 Jahre alt, männlich und seit fast 1 1/2 Jahren in einer Beziehung. Vor 2 Monaten sind wir zusammengezogen.

Zwischen uns läuft wirklich alles super und wir sind beide absolut glücklich, wenn da nicht das Thema Sex wäre.

Grundsätzlich hat sie öfter Lust als ich.
Sie kennt meine Vergangenheit und weiß, dass ich dort nur lockere Geschichten hatte wo es nur um Sex ging. Je öfter ich darüber machdenke desto eher wird mir klar, dass ich auch dort einigemale aus falschen Gründen Sex hatte, wie z.B. Netflix and chill bedeutet sie erwartet, dass es Sex gibt und ich bin kein richtiger Mann wenn es jetzt keinen Sex gibt.

In unserer Beziehung ist das regelmäßig ein Problem, nicht die Vergangenheit, aber die Vergangenheit in Kombination mit meinem lustempfinden macht ihr echt Sorgen. Sie fragt mich manchmal ob ich sie noch Liebe oder ihr genug bin.
Ich antworte ihr jedesmal und das meine ich absolut ehrlich ja und ja.
Wie gesagt ich hätte keine bessere finden können, sie ist meine Traumfrau und ich stelle mir auch vor mit ihr mal eine Familie zu gründen.
Sie braucht den Sex auch irgendwo auch als Bestätigung, dass ich sie noch attraktiv finde. Nur ich versuche manchmal krampfhaft Lust zu haben das klappt auch manchmal, aber für mich keine gesunde Lösung.

mich will einfach nur, dass wir beide glücklich sind und zufrieden mit unserem Sexualleben...

Bin gespannt auf eure Meinung

Bitte spart euch dumme Aussagen, Danke!😊
 

Benutzer59943  (39)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Ich verstehs nicht ganz.

Sie will öfter Sex als du, darum geht's oder?

Deine Vergangenheit hat damit jetzt was genau zu tun?

Und wieviel mehr Sex als du will sie?
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Wo genau liegt jetzt das Problem? Kannst du da etwas konkreter werden?
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Wie gut könnt ihr denn darüber reden?

Verstehe ich es richtig dass du einfach nicht so das hohe Sexbedürfnis hast, während sie wiederum vor allem deshalb Schwierigkeiten hat, weil ihr die Bestätigung fehlt?

Und sie glaubt dir nicht wirklich, dass Sex dir nicht so wichtig ist, auf Grund deiner Vergangenheit?
 

Benutzer151729 

Sehr bekannt hier
War das von anfang an so oder ist das erst mit der Zeit so gekommen?
 

Benutzer182469  (26)

Ist noch neu hier
Ja genau richtig und mit der Zeit wurde es etwas weniger. Grundsätzlich können wir aber über alles ganz offen reden auch über dieses Thema.
 

Benutzer75021 

Beiträge füllen Bücher
Sie braucht den Sex auch irgendwo auch als Bestätigung, dass ich sie noch attraktiv finde
Das lese ich hier im Forum recht häufig und ich verstehe das nie so ganz.
Wenn man sich liebt und im Alltag zeigt, wenn man sich zeigt/sagt das man sich gegenseitig attraktiv findet warum braucht man dann Sex als Bestätigung für sein Ego?
Für mich klingt das nicht gesund.
Ich mache so mein Selbstwertgefühl von meinem Partner abhängig, ergo ohne ihn oder ohne regelmäßigen Sex fühle ich mich nicht attraktiv?
Das ist überhaupt nicht meins.

Generell ist es ja ziemlich normal das einer mehr Lust hat, als der andere Partner.
Wir sind halt keine Maschinen.
Redet darüber offen, auch über ihr selbstwertproblem. Ihr habt ja anscheinend Sex. Nur nicht so häufig wie sie sich das wünscht und das will sie anscheinend nicht mal aus wirklicher Lust sondern eher für ihre Bestätigung.
So lese ich das raus.
Sie sollte verstehen das Lust (also deine) völlig unabhängig von ihrer Attraktivität ist. Es ist einfach nur die Lust, die der eine Mensch häufiger und der andere seltener verspürt.
Egal wie attraktiv der Partner ist und wie sehr man sich liebt.
 

Benutzer181473  (33)

Ist noch neu hier
Ich denke, dass vor allem wir Frauen dazu neigen, unsere Attraktivität oder das Interesse des Partners infrage zu stellen, wenn er weniger Lust auf Sex hat, als wir. Er ist ja schließlich ein Mann und Männer haben schließlich immer Lust und wenn nicht, dann mache ich was falsch. Blödsinn. Es gibt Männer, die öfter Lust haben und Männer die weniger Lust haben und bei Frauen das gleiche. Ich spreche hier aus Erfahrung, da ich auch wesentlich öfter Lust habe, als mein Partner und das von meinen früheren Partnern gar nicht kannte, dass die mal keine Lust hätten. Aber wie dem auch sei, das hat nichts damit zu tun, dass man den Partner nicht attraktiv genug findet. Gerade wenn man ein Kopfmensch ist, kann man oft nicht abschalten, oder man ist müde, erschöpft... gibt tausend Gründe dafür. Du wirst es sicher schaffen, deiner Partnerin auch so das Gefühl zu geben, dass du sie toll findest.
 

Benutzer174836 

Verbringt hier viel Zeit
Wenn man sich liebt und im Alltag zeigt, wenn man sich zeigt/sagt das man sich gegenseitig attraktiv findet warum braucht man dann Sex als Bestätigung für sein Ego?
Weil Worte nunmal das eine sind und Taten das andere, und Worte alleine reichen nunmal nicht aus um sich begehrt zu finden. :hmm:

Ich denke, dass vor allem wir Frauen dazu neigen, unsere Attraktivität oder das Interesse des Partners infrage zu stellen, wenn er weniger Lust auf Sex hat, als wir. Er ist ja schließlich ein Mann und Männer haben schließlich immer Lust und wenn nicht, dann mache ich was falsch. Blödsinn. Es gibt Männer, die öfter Lust haben und Männer die weniger Lust haben und bei Frauen das gleiche. Ich spreche hier aus Erfahrung, da ich auch wesentlich öfter Lust habe, als mein Partner und das von meinen früheren Partnern gar nicht kannte, dass die mal keine Lust hätten. Aber wie dem auch sei, das hat nichts damit zu tun, dass man den Partner nicht attraktiv genug findet. Gerade wenn man ein Kopfmensch ist, kann man oft nicht abschalten, oder man ist müde, erschöpft... gibt tausend Gründe dafür. Du wirst es sicher schaffen, deiner Partnerin auch so das Gefühl zu geben, dass du sie toll findest.

Naja, das ist geschlechterunabhängig. Ein Mann der sich in der Beziehung nicht begehrt fühlt, dem geht das auf Dauer genauso aufs Gemüt....
 

Benutzer182101  (42)

Benutzer gesperrt
Weil Worte nunmal das eine sind und Taten das andere, und Worte alleine reichen nunmal nicht aus um sich begehrt zu finden. :hmm:



Naja, das ist geschlechterunabhängig. Ein Mann der sich in der Beziehung nicht begehrt fühlt, dem geht das auf Dauer genauso aufs Gemüt....
Kann ich nicht bestätigen.
Ich will mich geliebt fühlen, Das ist mir wichtig. Das meine Frau sehr selten Sex möchte und leidenschaftliches Begehren oder Verlangen nicht wirklich vorkommt macht mir nichts aus. Weil ich mich geliebt fühle und allein das ist (mir) wichtig.
 

Benutzer75021 

Beiträge füllen Bücher
Weil Worte nunmal das eine sind und Taten das andere, und Worte alleine reichen nunmal nicht aus um sich begehrt zu finden.
Das ist mir schon klar- in der Theorie.
Ich denke aber, das man dann ein Selbstwertproblem hat, wenn man darauf angewiesen ist das der Partner/die Partnerin einem das Gefühl des begehrt werdens durch Sex geben soll.
Ist einfach nur meine persönliche Meinung. Ich hab das so noch nie empfunden und oft hier gelesen, kann das aber wirklich nicht verstehen.
 

Benutzer174836 

Verbringt hier viel Zeit
Ich denke aber, das man dann ein Selbstwertproblem hat, wenn man darauf angewiesen ist das der Partner/die Partnerin einem das Gefühl des begehrt werdens durch Sex geben soll.
Nun, der Gedanke sei dir unbenommen, er ist halt nur nicht wahr. :grin:

An dem Thema hat sich die Paar- und Beziehungspsychologie nahezu totgearbeitet, und da sind zwei Erkenntnisse unbestritten:

1.) Braucht jeder geistig u psychisch auch nur halbwegs gesunde Mensch das Gefühl des Begehrtwerdens durch das Zielgeschlecht, isb. durch den eigenen Sexualpartner, um ein positives psychosexuelles Selbstbild aufrechterhalten zu können. Du zäumst hier also das Pferd von hinten auf - nicht Selbswertschwache Leute brauchen dieses Gefühl, sondern jeder braucht es und Leute die es nicht bekommen werden entweder Selbstwertschwach oder aggressiv gegen die gesamte Umwelt.

2.) Brauchen Menschen allgemein zur Befriedigung aller sozialer Bedürfnisse mehr als schöner Worte, nämlich und insbesondere auch Taten die diesen Worten folgen. Denn immer wiederholte schöne Worte ohne kongruente begleitende Handlungen erweisen sich früher oder später, und eher früher als später als leere Worte, und das kneißen Menschlein durchaus.
 

Benutzer182101  (42)

Benutzer gesperrt
Nun, der Gedanke sei dir unbenommen, er ist halt nur nicht wahr. :grin:

An dem Thema hat sich die Paar- und Beziehungspsychologie nahezu totgearbeitet, und da sind zwei Erkenntnisse unbestritten:

1.) Braucht jeder geistig u psychisch auch nur halbwegs gesunde Mensch das Gefühl des Begehrtwerdens durch das Zielgeschlecht, isb. durch den eigenen Sexualpartner, um ein positives psychosexuelles Selbstbild aufrechterhalten zu können. Du zäumst hier also das Pferd von hinten auf - nicht Selbswertschwache Leute brauchen dieses Gefühl, sondern jeder braucht es und Leute die es nicht bekommen werden entweder Selbstwertschwach oder aggressiv gegen die gesamte Umwelt.

2.) Brauchen Menschen allgemein zur Befriedigung aller sozialer Bedürfnisse mehr als schöner Worte, nämlich und insbesondere auch Taten die diesen Worten folgen. Denn immer wiederholte schöne Worte ohne kongruente begleitende Handlungen erweisen sich früher oder später, und eher früher als später als leere Worte, und das kneißen Menschlein durchaus.
Na dann bin ich halt weniger als halbwegs geistig u. psychisch gesund.
Tja ... seis drum. Ich bin glücklich und zufrieden, nicht im aggresiv und absolut mit meiner sexuell unbegehrten aber als Person geliebten Situation völlig im reinen. :cool:
 

Benutzer164451 

Meistens hier zu finden
Ich denke aber, das man dann ein Selbstwertproblem hat, wenn man darauf angewiesen ist das der Partner/die Partnerin einem das Gefühl des begehrt werdens durch Sex geben soll.

Das heißt das wäre für dich total okay, wenn dein Partner dich nicht sexuell begehren würde?

Ich bin da ja so ein bisschen in der Situation der Partnerin des TE. Zu 95% initiiere ich den Sex und ich hab sowieso mehr Lust als er. Das geht irgendwann ganz schön an die Nieren. Wenn ich dann noch merke, dass jeder Mann mit dem ich flirte mir mehr sexuelles Begehren entgegenbringt als mein eigener Mann, dann ist das schon ziemlich frustrierend. Und ich hab eigentlich ein sehr gutes Selbstbewusstsein.
 

Benutzer72433 

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Das heißt das wäre für dich total okay, wenn dein Partner dich nicht sexuell begehren würde?
solange er nicht stattdessen einen anderen menschen sexuell begehrt? ich weiß doch selber nur zu gut, dass es nicht an der person liegt, wenn man einfach keinen sex will. klar, wenns garkeinen sex gäbe wäre das schon schade (und das hätte ich vor nem jahr noch anders gesehen, unter hormonellen einfluss war sex nichts, was ich auch nur ansatzweise haben wollte). aber ich bin nicht wegen sex mit jemandem zusammen, also ja, es wäre total okay. auch jetzt noch, wo ich wieder eine existente und manchmal übereifrige libido habe.
 

Benutzer182101  (42)

Benutzer gesperrt
solange er nicht stattdessen einen anderen menschen sexuell begehrt? ich weiß doch selber nur zu gut, dass es nicht an der person liegt, wenn man einfach keinen sex will. klar, wenns garkeinen sex gäbe wäre das schon schade (und das hätte ich vor nem jahr noch anders gesehen, unter hormonellen einfluss war sex nichts, was ich auch nur ansatzweise haben wollte). aber ich bin nicht wegen sex mit jemandem zusammen, also ja, es wäre total okay. auch jetzt noch, wo ich wieder eine existente und manchmal übereifrige libido habe.
Sehe das ähnlich.
Ich bin ja auch nicht blöd. Ich weiß das ich nicht Gottes Geschenk an die Frauen bin und Adonis nicht nach meinem Abbild geformt wurde. Das meine Frau nicht gleich einen feuchten Schlüpfer bekommt wenn sie mich auf dem Weg in die Dusche nackt sieht ist daher nichts was an mir nagen würde.

Aber sie liebt mich als Persönlichkeit und ist gern mit mir zusammen. Und dann verschwimmt das Bild eh. Wenn man liebt mag man auch leiden ob nun ein paar Kilo dazugekommen sind, ob die Haare weniger. Da speist sich die attraktivität aus dem Gesamtbild und die reine Optik macht da eh nur einen winzig kleinen Teil davon aus.

Und alles steht und fällt erstmal ja auch mit der Libido. Meine Frau hat scheinbar eine geringe. Wir haben alle paar Monate mal Sex, jetzt schon seit Mai letzten Jahes nicht mehr. Aber ich habe deswegen keine selbstzweifel. Zum einen weil ich weiß das sie mich unvermindert liebt und ich glaube das es auch nicht mehr wäre wenn ich nach ihren Idealvorstellungen gebacken worden wäre.
Ich weiß das sie mich als Rundumpaket liebt, auch ganz bestimmt mich auch optisch so mag wie ich bin, aber sich die Finger lecken bei meinem Anblick damit ich mich begehrt fühle ist überflüssig oder das sie mich andauernd bespringt.
Ich beziehe ihr sexuelles verhalten nicht auf mich. Weder wenn sie mich jede Woche einmal vernaschen würde, würde ich nicht denken was für ein geiles Stück Menschenfleisch ich bin. Noch wenn es wie jetzt 1-2 mal im Jahr zum Sex kommt, hab ich auch keine Befürchtung das ich sie anekel und wie Quasimodo aussehe.
Denn es gibt ja auch noch den normalen Alltag. Wo man sich umarmt, mal an den Hintern fasst oder sich küsst. Das ist viel eher der Gradmesser und nicht wie oft jemand aufbocken will.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Ich beziehe ihr sexuelles verhalten nicht auf mich.
und genau das ist der springende punkt. die vorstellung, dass jeder mensch eine vorhandene bis große libido hat und deshalb regelmäßig / viel sex will wenn das gegenüber nur attraktiv (genug) ist, die ist einfach falsch.

ich kanns verstehen, wenn menschen sex fehlt, wenns keinen / wenig gibt. ich kann nicht verstehen, wie das am selbstwertgefühl nagen können soll.
 
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