Unser Wunder

einStueckchenGlueck  

Sorgt für Gesprächsstoff
Vorweg kurz was von mir/uns:
Ich bin 26, habe seit einem halben Jahr mein Studium abgeschlossen und arbeite. Ich bin mit dem Göttergatten verheiratet und habe einen fast 2-jährigen Sonnenschein zum Sohn.

Mittwoch, 23.03.11 - ehM+16
Ich glaube, ich bin schwanger :jaa:
Heute habe ich ordentliche Unterleibsschmerzen gehabt – und trotzdem keine Regel bekommen :smile: Ist heute ES+16 – es sei denn, mein Eisprung war erst am 07.03. aber eigentlich war dort die ehM. Bei den Unterleibsschmerzen ist es mir richtig schwer gefallen, nicht ständig an meinen Bauch zu fassen. Aber das wäre wohl ungünstig auf Arbeit.
Der Göttergatte hat noch gar keine Ahnung. Und ich hab keine Ahnung, wie ich es ihm sagen will. Einfach so? Ich überlege auch, ihm einen Termin für den 27.11. in sein Outlook zu setzen, mit einer Erinnerung für irgendeinen Abend demnächst?
Hmmm… Ob ich morgen einen Test kaufe? Ich denke, noch nicht :grin:

Donnerstag,24.03.11 - ehM+17
Ich habe es mir anders überlegt, wie ich es dem Göttergatten verklicker. Jeden Abend legt er sich zum Kuscheln mit seinem Kopf auf meine Schulter. Dabei habe ich gestern seine Hand auf meinen Bauch gelegt. Keine Reaktion -.- Außer, dass er die Hand nach kurzer Zeit weg genommen hat, weil es ihm unbequem wurde. Aber ich bin grausam und habe seine Hand noch mal hingezogen :tongue: Hat aber immer noch nichts geändert. Heute früh habe ich ihm dann wieder die Hand dahin gelegt. Nö, sturer Bock - keine Reaktion :grin:

Beim Frühstück habe ich es dann nicht länger ausgehalten: „Duuuu? Hast du kapiert, was ich dir sagen wollte?“ – „Ja.“ Ey! Mit sowas kann er mich doch nicht abspeisen!
„Wann hast du es denn kapiert?“ – „Gestern abend schon – als du meine Hand auf deinen Bauch gelegt hast.“ – „Und warum hast du nichts gesagt?“ – „Na, weil du eh noch nicht getestet hast. Da kannst du mir eh nur sagen, dass du glaubst, schwanger zu sein und dann steigerst du dich wieder rein und bist traurig, wenn die Regel doch noch kommt.“ Der Kerl ist sooooo doooooooof :tongue: (Und hat in den letzten Zyklen meine Gefühlswelt gut studiert, wie es scheint :ashamed:)
Meine Mens habe ich heute auch nicht bekommen, hatte keine Gelegenheit, nen Test zu kaufen und hatte es zum Glück geschafft, auf Arbeit nicht dämlich zu grinsen :grin:
Heute Abend habe ich den Göttergatten gefragt, ob er sich freut. Nach einigem Zögern: „Ja.“ (heute früh wollte er ja darauf noch gar nicht antworten, damit ich mich nicht zu sehr reinsteiger – also schon eine Besserung :grin:) – „Musstest du wirklich so lange überlegen?“ – „Ich kann es noch nicht wirklich realisieren.“

So, mal ein Rückblick auf die bisherigen Anzeichen:
Meinen Eisprung hatte ich wohl am 06.03. (Link wurde entfernt), am 12.03., also ES+5, war ich selbst überrascht: Ich hatte Mensziehen! :eek: So früh ging meine Hibbelzeit sonst nie los! Habe dabei auch festgestellt, dass ich „pappigen“ Schleim hatte (normalerweise bin ich – wenn ich nicht grad Eisprung habe oder kurz vor der Mens bin - staubtrocken). Also das erste Mal in diesem Zyklus google angeschmissen :grin: „In der 2.ZH kommt es noch einmal zur Östrogenproduktion, was die Temperatur wieder fallen lässt, sogar bis unter die CL. 1-2 Tage lang hat man auch cremigen ZS. Dies passiert etwa eine Woche nach dem ES. Dieses Phänomen kann man in der Einnistungszeit beobachten, es hat jedoch mit der Einnistung selber rein gar nichts zu tun, es kommt auch bei nicht-schwangeren Frauen genauso vor, wie bei Schwangeren.“ (Unterschiede im Schleimmuster), aber!!! auch diesen Link konnte ich finden: Ergebnis zur Umfrage: Ich habe die Einnistung (ES+5-13) gesprt :smile:
Der Sonnenschein hatte jedoch schon am Tag davor Fieber und dann erwischte es auch mich mit nem grippalen Infekt. Das hat jegliches Hibbeln im Keim erstickt, weil ich eh alles (Müdigkeit, Appetitlosigkeit) auf die Krankheit schieben konnte. Dennoch habe ich über Google versucht, rauszufinden, ob mein Immunsystem durch den grippalen Infekt eher mit einem „Ich greife jetzt einfach ALLES an, was ich nicht identifizieren kann!“ oder mit einem „Dafür habe ich jetzt nicht auch noch Zeit, darum kümmer ich mich später!“ auf den Fremdkörper „befruchtete Eizelle“ reagiert. Habe aber weder in die eine, noch in die andere Richtung was gefunden. Bei ES+13 gingen meine Mensschmerzen leicht los (normalerweise gehen sie früher los) und bei ES+16 waren die teilweise recht stark. Heute (ES+17) hatte ich auch mal kurz relativ starke Schmerzen. Aber ansonsten fühle ich mich recht unschwanger. Wenn man davon absieht, dass ich den Eindruck habe, im Kreis grinsen zu müssen :grin:
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

einStueckchenGlueck  

Sorgt für Gesprächsstoff
Freitag, 25.03.2011 - ehM+18
Wenn ich gerade nichts zu tun habe, also nicht abgelenkt bin, merke ich ein leichtes Ziehen im Unterleib :smile:
Und ich bekomme ein schlechtes Gewissen, weil mir meine Sünden der letzten Zeit einfallen :ashamed: Während des grippalen Infekts habe ich drei Mal Nasenspray genommen. Und eine Wärmesalbe.
Und vorgestern habe ich vergessen, dass ich keine Salami mehr essen darf. Daran muss ich mich erst wieder gewöhnen. Zum Glück ist es eigentlich nicht viel, auf was ich verzichten muss. Alkohol habe ich 2008 das letzte Mal getrunken, Rohmilchkäse esse ich auch nie (nur Mozarella, aber das kann man ja auch gratinieren). Aber dass ich keine Salami, Teewurst oder gewürfelten Schinken essen darf, macht den Göttergatten ganz schön schadenfroh *grummel* Darf ich eigentlich rohes Ei essen? Ich erinner mich noch daran, dass ich damals Mayonnaise und ähnliches vermieden habe und weiß gar nicht mehr, ob ich damit dem Ungeborenen schaden kann, oder ob ich damals übertrieben habe :hmm:
Dafür darf der Göttergatte demnächst wieder unter Stimmungsschwankungen leiden. Auch, wenn ich mich daran nicht erinnern kann :engel: , hatte mir der Göttergatte letztens das Herz ausgeschüttet, dass die Erinnerung daran ihm Angst macht…
Hoffen wir für ihn das Beste :tongue:

Samstag, 26.03.2011 - ehM+19
Das Wunder ist inzwischen 2mm groß, sein Gehirn, sein Rückenmark und seine Sinnesorgane werden entwickelt. Es ist schon ein tolles Wunder, dass da in meinem Bauch geschieht :herz:

Jeden Abend bringen der Göttergatte und ich unseren Sonnenschein gemeinsam ins Bett, jedoch geht der Göttergatte bereits vor mir aus dem Zimmer raus (das kommt noch aus der Zeit, als ich den Sonnenschein in den Schlaf gestillt habe). Und seit Ewigkeiten verabschiedet er sich mit den Worten „Gute Nacht, ihr drei!“ Es ist ein traumhaftes Gefühl, dass das keine Floskel mehr ist, sondern dass wir jetzt wirklich zu dritt (plus Göttergatte) sind :herz:
Obwohl… vielleicht hatte ich ja irgendwelche Störfaktoren und ich hatte den Eisprung erst viel später? :tongue: Aber ich glaube nicht daran :smile: Ich bin mir einfach keiner Störfaktoren bewusst :smile:
Heute hat es schon recht stark im Unterleib gezogen, hatte schon Angst, auf Klo Blut zu entdecken. Und ich fange an, mir Gedanken zu machen, wie die Schwangerschaft wird – insbesondere wie mein Umgang mit dem Sonnenschein sich durch die Schwangerschaft ändert :hmm:.
Ich habe gestern auf dem Rücken gelegen und der Sonennschein hat mit mir gekuschelt. Dabei lag er auf mir drauf und hat sich immer mal wieder aufgesetzt. Nach einiger Zeit wurde das leicht unangenehm. Und spätestens, wenn ich rund werde, wird er da nicht mehr einfach so drauf sitzen können. Auch das Rumtoben erschöpft mich sehr (wobei es gut sein kann, dass das nur mit meiner Kondition und nicht mit der Schwangerschaft zu tun hat :ashamed:), aber auch da wird es irgendwann soweit kommen, dass ich mit ihm nicht „ich gucke kopfüber zwischen meinen Beinen durch“ spiele, sondern das Repertoire auf „Hoppe Reiter“ begrenze… Last, but not least: Der Sonnenschein kann in letzter Zeit sehr schlecht mit Aggressionen umgehen. Wenn ich ihm z.B. was verbiete, dann schlägt er im besten Fall mit der der Hand auf den Tisch (um direkt im Anschluss zu mir zu kommen, damit ich seine Handflächen puste oder selbst den Tisch zu pusten). Alternativ haut er sich selbst mit der Hand auf den Kopf. Manchmal scheint es auch so, dass er einfach nur gar nicht weiß, wohin mit seiner ganzen Energie. Und in solchen Momenten fängt er an, mir ins Gesicht zu pieken, mich im Bauch zu kneifen oder dort zu beißen. Ich habe Angst, dass er irgendwann bewusst aggressiv gegen meinen Bauch und später das Baby wird :frown: Ach Mensch… Hoffentlich wird das in nächster Zeit besser…
 

einStueckchenGlueck  

Sorgt für Gesprächsstoff
Sonntag, 27.03.2011 - ehM+20
Heute früh hatte ich den ersten Wadenkrampf (im Fuß) dieser Schwangerschaft. Ich hatte in der Schwangerschaft mit dem Sonnenschein auch recht viele Wadenkrämpfe und meine Frauenärztin war schockiert, als sie hörte, wie viel Magnesium ich nahm. Mal sehen, wie es diesmal wird. Wenn die Schwangerschaft meiner letzten Schwangerschaft ähnlich wird, kann ich mich aber glücklich schätzen. Ich hatte damals am Anfang ein paar Mal die Kloschüssel umarmen müssen (ich denke, das waren 10 - 15 mal), aber war ansonsten bis zum Schluss fit :smile: Nur die Geburt darf anders verlaufen (Kaiserschnitt) :tongue:
Ich bin schon fleißig am Namen überlegen. Wenn ich danach gehe, wie viele Probleme wir bei der Namensfindung vom Sonnenschein hatten, hätte ich gar nicht noch mal schwanger werden dürfen :grin: Aber der Göttergatte hat wieder die Ruhe weg und wird sich vermutlich wieder sträuben, über das Thema nachzudenken, bevor die 20. Woche rum ist.
Und langsam habe ich den Eindruck, dass sich die Schwangerschaft auf meinen Appetit auswirkt. Wäre schön, wenn ich mich irre. Auf jeden Fall hoffe ich, dass es auf Arbeit nicht auffällt. Denn der Gedanke, es meinem Chef zu sagen, macht mir jetzt schon ganz schön viel Angst.

Dienstag, 29.03.11 - ehM+22
Wenn ich auf Arbeit bin, merke ich die Unterleibsschmerzen fast gar nicht. Nur, wenn ich mich gerade nicht konzentriere, z.B. in der Mittagspause, kann ich sie definitiv nicht leugnen :smile:

Mittwoch, 30.03.11 - ehM+23
Letzte Nacht war mies. Bin erst spät ins Bett, kaum habe ich eine halbe Stunde geschlafen, da kam der Göttergatte von Arbeit – mit Redebedarf :rolleyes: Und als ich ihm endlich erklärt habe, dass ich gerade in einer Tiefschlafphase stecke, wurde der Sonnenschein wach, der sich auch nicht vom Göttergatten beruhigen ließ, sondern unbedingt Mama wollte. Er landete schließlich bei uns im Schlafzimmer und ich konnte nicht schlafen, weil er ständig (im Schlaf) irgendwie vor sich hin grummelte (ich habe mich ganz schön an die Stille im Schlafzimmer gewöhnt, seit er ausgezogen ist). Halb 12 bin ich dann ins Wohnzimmer umgezogen und wurde dennoch alle zwei Stunden wach. Gehen jetzt schon die Schlafprobleme los? :hmm:
Aaaber :smile: als ich auf dem Bauch lag, habe ich wieder gemerkt, dass ich schwanger bin :smile: Es hat nicht weh getan, aber es hat sich so angefühlt, als ob ich ein flaches Kissen unter dem Bauch hatte :smile:
 

einStueckchenGlueck  

Sorgt für Gesprächsstoff
Donnerstag, 31.03.11 - ehM+24
Letzte Nacht war wieder besser :smile: Ich kann also vielleicht noch nicht alles auf die Schwangerschaft schieben. Außer vielleicht, dass ich heute aufstoßen musste? :hmm: :tongue:
Heute nachmittag hab ich dann mal ins Becherchen gepinkelt. Muss ja sein, bevor ich mich bei der Frauenärtzin melde, oder? Und außerdem will ich mich nicht verquatschen und am Ende ist gar nix.
Ein positiver Test hat aber auch Nachteile. Dann geht die Angst los. Dass was schief gehen kann. Andererseits könnte ich mir jetzt auch nicht mehr einreden, dass es eine verspätete Mens wäre, wenn es zu Blutungen käme. Naja :smile: Der erste Strich war deutlich zu sehen, noch bevor der Urin beim zweiten Feld angekommen war. Link wurde entfernt
Ich bin schwanger!

Freitag, 01.04.2011 - ehM+25
Morgen werden wir zu meinen Eltern und dann zu meinen Schwiegereltern fahren. In der letzten Schwangerschaft habe ich mich das erste Mal übergeben, als ich bei meinen Eltern zu Besuch war. Hoffentlich unterscheiden sich die Schwangerschaften in diesem Punkt :grin:
Wir haben schon überlegt, ob wir es jetzt schon verkünden, aber: Nö. Das muss noch warten.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

einStueckchenGlueck  

Sorgt für Gesprächsstoff
Sonntag, 03.04.11 - ehM+27
Zurück vom Wochenende bei Eltern und Schwiegereltern. Wir haben es niemandem gesagt, aber vielleicht hat ja doch jemand was gemerkt? :hmm: Ich war nämlich huuuuundemüde und habe nur rumgehangen. Samstag habe ich Mittagsschlaf gemacht und bin abends mit dem Sonnenschein ins Bett gegangen. Der ist dummerweise (weshalb auch immer? Aufregender Tag? Zahnschmerzen? Bauchschmerzen wie der Göttergatte?) stündlich, ab Mitternacht zweistündlich wach geworden. Aufstehen war dann um 7 angesagt und um 9 habe ich wieder im Bett gelegen :ashamed: Der Göttergatte war aber der Meinung, nach einer Stunde nachsehen zu müssen, wie´s mir geht und nach einer weiteren Stunde war er der Meinung, ich müsste aufstehen :rolleyes: Als der Sonnenschein dann 12:40Uhr sich zum Mittagsschlaf legte, habe ich mich dazu gelegt :ashamed: bin aber nach einer halben Stunde aufgestanden, weil ich nicht einschlafen konnte. Und vom Göttergatten durfte ich mir dann anhören: „So viel zu schlafen ist ja auch nicht gesund.“ :mad: Das nächste Mal wird er geschwängert, so!
Der Ärmste war das ganze Wochenende total rattig und ich bin so müde, dass ich nicht mal Lust auf Küssen habe. Hoffentlich wird das demnächst wieder besser. In der letzten Schwangerschaft habe ich bis zum Mutterschutz damit gekämpft, noch die Tagesschau zu schaffen…
Außerdem bin ich recht schnell ko. Wenn ich den Sonnenschein ein bisschen durch die Gegend trage und so. Und das Thema essen frustet mich. Es ist doch viel mehr, als gedacht. Kein geräucherter Fisch! Kein Streichsalat mit Mayonnaise. Keine Salami oder Teewurst. Was bleibt denn da außer Käse, Kochschinken und Mortadella übrig??? Heute hat mir der Göttergatte aus Mitleid sogar schon ein Schnitzel auf das Brot gepackt :grin:
Und ich habe mich heute auf die Waage von den Schwiegereltern gestellt :frown: Hätte ich mal besser nicht gemacht, bin seitdem echt deprimiert. Wenn ich irgendwann die Muße finde, meinen alten Mutterpass zu suchen, kann ich ja mal schauen, wie viel mehr ich zum Ende der letzten Schwangerschaft gewogen habe. Ich tippe auf drei Kilo :frown:
Ach ja: Ich spüre schon seit mindestens einer Woche ab und zu den das Wunder. :tongue: (Vielleicht, aber auch nur ganz vielleicht, sind es aber auch nur Blähungen.)
Ach ja, die zweite: Damit ich das das nächste Mal schriftlich habe: Meine Vorahnung sagt mir, dass es ein Junge wird. Das letzte Mal hatte ich ja auch die Vorahnung, aber im Nachhinein glaubt einem das ja keiner :grin:

Dienstag, 05.04.11 - ehM+29
Inzwischen muss ich aufpassen, dass ich regelmäßig esse (also auch mal zwischen den Mahlzeiten Joghurt essen). Wenn ich darauf achte, geht es aber eigentlich ganz gut.
Gestern war die Sekretärin auf Arbeit kindkrank. Beim Mittagessen meinte dann der Chef (der dabei hauptsächlich die kinderlosen Kollegen von mir anschaute, kein Grund zur Paranoia) „Bekommt bloß keine Kinder!“ und ruderte schnell zurück „Das habe ich nicht gesagt. Nicht, dass ich noch Ärger bekomme.“ Dazu muss ich sagen, dass er das EIGENTLICH nicht so meint. Er hat selbst zwei Kinder und schiebt sie auch gerne als Grund vor, dass er sich keine Serientermine setzen lässt, die länger als bis 17 Uhr gehen. Aber andererseits ist er Chef und meint das aus dieser Rolle heraus schon so, wie er es gesagt hat. Vor wenigen Monaten hatten wir uns beim Essen über Bauchnarben unterhalten und als ich mit meiner Kaiserschnittnarbe „geprahlt“ habe, hatte mich die Sekretärin „beruhigt“, dass bei der nächsten Geburt wieder diese Narbe aufgemacht wird und keine neue Narbe entsteht. Daraufhin meinte ich, dass ich ja hoffe, dass die nächste Geburt kein Kaiserschnitt wird. Mein Chef hat daraufhin schockiert reagiert „Aber du wirst doch hoffentlich nicht in den nächsten zwei Jahren schwanger??? :eek:“ Dazu muss man sagen, dass überhaupt nicht geplant ist, dass ich länger als diese zwei Jahre bei ihm angestellt bin. Das hieße, danach könnte ich mir die nächste befristete Stelle suchen und darauf HOFFEN, dass diese unbefristet wird. Dann vielleicht noch mal aus Anstand ein halbes Jahr warten, dann Verhütung absetzen und dann dauert es vielleicht wieder ewig, bis ich überhaupt schwanger werde (von den neun Monaten Schwangerschaft mal abgesehen)???
Ehrlich gesagt sehe ich es überhaupt nicht ein, meine Lebensplanung an seinen Plänen zu orientieren. Aber dennoch sorgen diese Szenen dafür, dass ich überhaupt keine Lust habe, von der Schwangerschaft vor Ende der 38. Woche zu erzählen :frown:
Gestern habe ich angefangen, meine Aufzeichnungen aus der vorherigen Schwangerschaft zu lesen und bin dabei darauf gestoßen, dass ich damals neongrünen Schleim hatte. Ratet mal, was ich heute im Toilettenpapier gefunden habe :grin:
 

einStueckchenGlueck  

Sorgt für Gesprächsstoff
Samstag, 09.04.11 - ehM+33
Morgen bin ich schon in der 8. Woche :eek: Wow, geht das schnell! :smile:
Aber ich bin sooooooo müde! Ich habe mich heute noch vor dem Sonnenschein zum Mittagsschlaf hingelegt :ashamed: Habe sogar das Mittagessen dafür ausfallen lassen und über drei Stunden geschlafen. Und zu den 8-Uhr-Nachrichten werde ich es wieder nicht schaffen, da schlaf ich garantiert auch schon wieder :ashamed:
Ich bin schon richtig mit Planen beschäftigt :smile: Wie habt ihr das mit euren „großen“ Kindern gemacht, als das neue Geschwisterchen kam? Waren sie einige Zeit nicht im Kindergarten, sondern haben mit euch gemeinsam „Flitterwochen“ gemacht? Als der Sonnenschein letztens mal ne Woche nicht in den Kindergarten durfte, um sich mal richtig auszukurieren (wirklich krank war er nicht, nur Dauerschnupfen und Dauerhusten) hat man nach einer Woche gemerkt, dass er nicht wirklich ausgelastet ist. Momentan kann ich mir also gut vorstellen, ihn eine Woche zu Hause zu lassen und ihn dann wieder in den Kindergarten zu schicken. Und ich habe die Hoffnung, dass er sich dann wieder auf den Kindergarten (und seine Freunde) freut und sich nicht abgeschoben fühlt.
Auch über die Elternzeit vom Göttergatten mache ich mir schon Gedanken. Aber diese lohnen sich wirklich noch nicht, denn da hängt vieles von meinem Chef ab. Mein Vertrag läuft nämlich so ziemlich genau am ET aus…

Erinnert ihr euch an Aurinias zweiten Geburtsbericht? Sie hatte von Hypnobirthing berichtet und zuerst dachte ich ja noch: Nee. Das wäre nichts für mich. Aber noch beim Weiterlesen, habe ich meine Meinung geändert. Es schadet ja nichts und probieren kann man´s ja. Es schließt ja die Anwesenheit von Ärzten und Co. nicht aus und wenn es nicht klappt, kann ich ja immer noch umschwenken und mir die PDA erbetteln :grin: Einziger Nachteil ist, dass ich mir natürlich wieder eine Traumvorstellung von der Geburt aufbaue und die Gefahr der Enttäuschung besteht. Aber diese Traumvorstellung wird sicherlich auch ohne Hypnobirthing entstehen.
Auf den ersten Blick klangen die Geburtsberichte alle ganz toll: Nirgends was von Schmerzen zu lesen, wow! Und dann habe ich irgendwo gelesen, dass man bei Hypnobirthing statt von Schmerzen und Wehen von Druck und Wellen spricht :grin: Mal schauen. Eigentlich kann ich mich solchen Dingen schlecht öffnen und kann mich schlecht fallen lassen. Aber probieren geht über studieren :smile:

Sonntag, 10.04.11 - ehM+34
Heute habe ich endlich mal meinen Mutterpass gesucht. Vor dem Umzug wusste ich noch genau, wo er ist, aber nun steckte er noch in einem der vielen Kartons. Der Göttergatte hat ihn gefunden :smile: Und nun kann ich morgen bei der Frauenärztin anrufen, um einen Termin auszumachen. Diese Woche geht aber noch nicht, dann könnte der Göttergatte nicht dabei sein.
Ach ja: Das erste, was ich gemacht hatte, als ich den Mutterpass hatte: Ich habe mir angesehen, was ich gewogen hatte :grin: Und ich war damals genauso fett wie heute.
 

einStueckchenGlueck  

Sorgt für Gesprächsstoff
Montag, 11.04.11 - ehM+35

Heute früh habe ich den Termin beim Frauenarzt ausgemacht :smile: Nächste Woche Dienstag, also heute in 8 Tagen.
Und ich habe mich mal wieder über meinen Chef aufregen können. Die Sekretärin hatte beim Essen vom „Essen für zwei“ gesprochen, meinte dabei allerdings, dass zwei Kantinenfrauen das Essen auf den Teller packen, statt einer oder drei. Mein Chef hat sofort schockiert gemeint „Bist du schwanger?“ Der ist da echt panisch. Und das macht mich panisch. Ich habe tierische Angst vor dem Moment, an dem ich ihm verrate, dass ich schwanger bin.
Am liebsten würde ich es ihm gar nicht sagen. Mein Vertrag läuft eh so ziemlich genau am ET aus. Einfach nichts sagen und keinen Verlängerungsvertrag unterschreiben. Dann erspare ich mir seine Reaktion… *träum*

Dienstag, 12.04.11 - ehM+36
So schlimm wird das wohl doch nicht, es meinem Chef zu sagen. Letzte Nacht habe ich davon geträumt, dass ich es ihm sage. Er hat überhaupt nicht so schlimm reagiert, wie ich gedacht hätte. Er hat es nur als selbstverständlich angesehen, dass ich bereits in den 8 Wochen nach der Geburt von zu Hause aus die 8 Stunden pro Tag arbeite. Hat es ansonsten als „Ok, passiert halt.“ aufgefasst und es gab auch keinen Psychoterror á là Augenrollen, Aufstöhnen oder in den Folgemonaten immer wieder laut darüber nachzudenken, welche Folgen das denn nun für sein Projekt hätte. Und ich habe mir solche Sorgen gemacht! Völlig unnötig.
 

einStueckchenGlueck  

Sorgt für Gesprächsstoff
Mittwoch, 13.04.11 - ehM+37
Eigentlich wollte ich heute schreiben, dass meine Beschwerden sich sehr im Rahmen halten. Ich bleibe abends wieder (zu) lange auf und ich weiß zwar manchmal nicht, was ich essen soll, weil ich trotz knurrendem Magen auf nichts Appetit habe. Aber es ist sehr human.
Und eben habe ich mal in meinen alten Aufzeichnungen nachgesehen, wann ich beim Sonnenschein das erste Mal gekotzt habe: Bei 7+4 :grin: Wenn mein ET der 27.11. ist, dann bin ich heute bei 7+3 :smile:
Es ist aber sowieso gefährlich, zu behaupten, dass es mir magentechnisch gut geht. In der letzten Schwangerschaft hat mir mein Körper jedes Mal das Gegenteil bewiesen, wenn ich behauptet habe, dass mir nicht mehr schlecht wäre.

Freitag, 15.04.11 - ehM+39
Ob meine Kollegen was merken? :hmm:
Ich habe heute zu meinem Kollegen (der in letzter Zeit eigentlich (fast) nie beim Mittagessen dabei war) gemeint, dass er aufessen müsse, damit das Wetter am Wochenende schön wird. Darauf meinte er „Das musst du gerade sagen.“ Und es ist tatsächlich so: Vor der Schwangerschaft kam es eigentlich nie vor, dass ich nicht aufgegessen habe :ashamed: Inzwischen passiert das schon ab und zu. Aber wenn selbst ihm das auffällt, obwohl er fast nie dabei ist? Oder reden die Kollegen schon untereinander über mein Essverhalten? Der Kollege teilt mit mir ein Büro und bekommt daher mit, was ich so im Laufe des Tages esse… Vor der Schwangerschaft war das ein Joghurt und ein Stück Obst (meist eine Banane). Jetzt ist es ein trockenes Brötchen, von dem ich über den gesamten Vormittag immer mal ein Stück abbeiße…
Gerade habe ich auch eine gesunde Phase :eek: Habe Appetit auf rohes Gemüse (Paprika, Tomate, Salatgurke, Radieschen) en masse und auf die Nutella früh verzichte ich schon seit einiger Zeit… Aber ich war heute auch böse :ashamed: Habe mir ein Bismark-Brötchen gekauft – obwohl ich mir dessen bewusst war, dass das roher Fisch ist :ashamed:
 

einStueckchenGlueck  

Sorgt für Gesprächsstoff
Samstag, 16.04.11 - ehM+40
Heute vormittag habe ich mir ein paar Gedanken zu viel gemacht. Habe angefangen darüber nachzudenken, ob am Dienstag vielleicht was… doofes rauskommt. Man merkt ja nicht immer jede Fehlgeburt :frown: Und die Anzeichen halten sich wirklich in Grenzen… Habe mit dem Gedanken gespielt, morgen früh meine Temperatur zu messen. Aber irgendwie hätte mir wohl weder eine hohe, noch eine niedrige Tempi Sicherheit gegeben.
Wenn ich aber gerade bemerke, wie unangenehm meine rechte Brust doch spannt, fühle ich mich gleich wieder richtig beruhigt. Hoffentlich merke ich bald (echte) Kindsbewegungen. Dann brauche ich kein Ultraschall, um zu wissen, dass alles in Ordnung ist :smile:

Montag, 18.04.11 - ehM+42, 8+1
Kaum zu glauben, meine Hosen werden eng :eek: Ich kann sie definitiv noch zu machen und ohne Gürtel geht es auch noch nicht. Aber es ist definitiv unangenehm, wenn ich lange sitze. Und am Wochenende – wo ich normalerweise auch den ganzen Tag Jeans trage – habe ich sonntags meine Jogginghose getragen, weil ich einfach keine Lust auf die unbequeme Jeans hatte.
Noch einmal schlafen und dann kann ich mir das Wunder anschauen :herz: Wenn ich nicht auf Arbeit einschlafe :grin: Dann müsste ich noch zwei mal schlafen :grin:
Komme mir schon komisch vor, dass mir eigentlich gar keine Frage einfällt :hmm: Ich bin gespannt, was für einen ET sie ermittelt. Und ich werde sie mal fragen, ob und wie man einer Schwangerschaftsdiabetes vorbeugen kann. Ich gehöre zwar (bis auf etwas Übergewicht) nicht zur Risikogruppe, aber der Sonnenschein wurde wegen Übertragung eingeleitet und kam letztendlich per Kaiserschnitt. Wenn ich wieder eingeleitet werden muss, ist das wohl anspruchsvoller für die Narbe und es kann passieren, dass sie mich wieder aufschneiden, weil die Narbe zu reißen droht. Deshalb würde es mich ärgern, wenn ich bei ET+0 wegen Schwangerschaftsdiabetes eingeleitet werde, obwohl ich es durch bewusstes Essen z.B. hätte verhindern können. Sonst fällt mir keine Frage ein :hmm:
Apropos Essen: Ich habe heute gelesen, dass die Rügenwalder Teewurst (andere Sorten auch?) gekocht ist. Zum Glück hatten wir eine Packung (sogar noch ungeöffnet) da. Denn ich hatte inzwischen lieber Hunger als das zu Essen, was wir ansonsten da haben :geknickt: Da gab es gleich noch Gewürzgurken dazu :grin:
 

einStueckchenGlueck  

Sorgt für Gesprächsstoff
Dienstag, 19.04.11 - ehM+43

Tja, heute über den Tag sind mir doch noch ein paar Fragen eingefallen: Wieso habe ich heute den ganzen Tag über ein Stechen in der Gebärmutter und im Muttermund und muss ich mir Sorgen machen? Außerdem: Sind die Schilddrüsenwerte, die der Hausarzt ermittelt hat, in Ordnung oder müssen sie durch die Schwangerschaft anders liegen?
Um 17:15Uhr war es dann endlich so weit: Der Termin nahte. Erst mal durfte ich einen riesen Stapel an Fragebögen beantworten. Auch, weil ich bei dieser Ärztin noch nie war. Dann durfte ich ins Becherchen pinkeln – und es wollte einfach nix! :grin: Das dürften am Ende 4 Tropfen gewesen sein :ashamed: Aber sie haben wohl gereicht. Nachdem die Schwester das Stäbchen wieder raus genommen hatte, hat sie mich gefragt „Haben Sie schon einen Schwangerschaftstest gemacht?“ – „Ja“ – „Und? Positiv?“ Ich hab erst mal Angst bekommen, ob der Test eben was anderes gesagt hätte *schwitz* Aber sie hatte mich gleich beruhigt, dass so schnell gar kein Schwangerschaftstest reagiert hätte und dass das gar kein Test war. Macht Sinn :grin:
Dann haben wir (der Göttergatte war dabei) uns erst mal mit der Frauenärztin unterhalten. Habe wegen der Schilddrüsenwerte gefragt und sie meinte „Da muss man in der Schwangerschaft pauschal schon mal mind. so-und-so-viel mehr Thyroxin nehmen.“ Komisch, in meiner letzten Schwangerschaft habe ich die ganze Zeit die selbe Menge genommen, wie direkt davor auch :hmm: Und ich solle noch mal zu meinem Hausarzt gehen, ihm sagen, dass ich schwanger bin und mir von ihm die Werte nochmal überprüfen lassen. Ähm… Ich habe mir extra eine Frauenärztin gesucht, die eine endokrinologische Zusatzausbildung hat, damit sie die Besonderheiten durch die Schwangerschaft abschätzen kann :hmm:
Habe ihr auch meine Kurve gezeigt und sie war mit mir einer Meinung, dass mein Eisprung pi-mal-Daumen am 07.03. war.
Es folgte Brustabtasten zwecks Krebsvorsorge und der Abstrich und dann durfte der Göttergatte zum Ultraschall rein kommen.
„Hmm… 9. Woche ist das noch nicht.“ Welche Woche ist das dann?, dachte ich mir.
„Da ist die Fruchtblase, da ist der Dottersack und da ist das Mäuschen. Ca. 5./ 6. Woche. Da war der Eisprung wohl doch etwas später.“
„Aber ich hatte doch kurz später positiv getestet.“
Das hat sie ignoriert. Und mir erklärt, dass ich vermutlich nach dem gemessenen Eisprung drei Wochen später noch mal einen Eisprung gehabt hätte, ohne eine Blutung dazwischen :kopfwand
Die Alternative wäre, dass die Schwangerschaft nicht intakt ist, aber "So sieht es nicht aus. Es sieht nach einer intakten Schwangerschaft aus. Da kann man sogar das Herzschlagen erahnen.“ Ich habe nichts gesehen. Allerdings habe ich beim Sonnenschein auch quasi nie (oder überhaupt nie?) das Herz schlagen sehen. Das muss nix heißen.
Also warte ich jetzt ab. Entweder erweist sich am 19. Mai, dass sich das Wunder weiter entwickelt hat, oder es wird Schmerzen und/oder Blutungen geben, die mich dazu bringen, doch vorher zu nem Arzt zu gehen…

Sonntag, 24.04.2011 - ehM+48
Ostern liegt jetzt quasi hinter uns, der Sonnenschein hatte ein bescheidenes Wochenende mit Zahnen, Fiebern, Schnupfen und ganz viel an und auf Mama hängen und ich war ordentlich abgelenkt.
Ich spüre eigentlich recht wenig Anzeichen – um nicht zu sagen, gar keine. Mein Essen ist momentan komisch. Aber mir ist nicht schlecht oder flau. Ich habe nur schon viel zu früh nen Riesen-Knast und habe dann trotzdem stark zu kämpfen, meinen Teller leer zu bekommen, weil ich mich so schnell randvoll fühle. Müde bin ich auch, aber das kann problemlos an den letzten Nächten vom Sonnenschein liegen. Nicht mal Mittagsschlaf ist mir vergönnt, da er da entweder im 20-Minuten-Takt wach wurde oder nach einer Stunde vom Schlafen nichts mehr wissen wollte. Und in der Fremde (bei Eltern und Schwiegereltern) schläft es sich ja sowieso nicht so gut…
Und Kindsbewegungen spüre ich in letzter Woche wieder ab und zu :rolleyes: Wenn es dann irgendwann mal richtige Kindsbewegungen sind, werde ich mir selbst nicht glauben…
Ich habe mir gestern einen Clearblue Schwangerschaftstest mit Wochenanzeige gekauft (der Preis war relativ human, obwohl ich es nur in der Apotheke bekommen habe: 8,95€) und werde ihn morgen früh machen.
Wenn er weniger als 3 Wochen Schwangerschaft anzeigt (was dann hieße, dass ich noch nicht in der 6. Schwangerschaftswoche wäre, weil Clearblue erst bei 2+0 mit dem Zählen anfängt), fahre ich morgen ins Krankenhaus. Denn dann liegt der HCG-Spiegel wohl sogar unter dem, was die Frauenärztin am Dienstag im Ultraschall gesehen hat.
Wenn meine Befürchtung, dass ich eigentlich in der inzwischen 10. Schwangerschaftswoche sein müsste, aber die Entwicklung vor inzwischen 4 Wochen stehengeblieben ist, stimmt, müsste der HCG-Spiegel inzwischen weit unter dem sein, der vor 4 Wochen (also in einer 6. Schwangerschaftswoche) vorliegen müsste. Wenn da 3 oder sogar 3+ Wochen steht, versuche ich, erst mal ordentlich durchzuatmen und der Natur zu vertrauen (und vielleicht schaffe ich es sogar, der Ärztin zu vertrauen).
Ach ja. Heute bin ich noch auf ein „Schwangerschaftsanzeichen“ gestoßen, welches ich damals beim Sonnenschein auch hatte :grin: Mir tut nach längerem Sitzen der Ar*** weh! Hab ich auch :jaa: Macht also Hoffnung :smile:
 

einStueckchenGlueck  

Sorgt für Gesprächsstoff
Montag, 25.04.2011 - ehM+48
Der Test gab heute früh 3+ Wochen zurück :smile: Ich bin also wieder optimistisch und gespannt, was denn nun bei dem nächsten Ultraschall als ET raus kommt. Der Sonnenschein kam ja exakt am Geburtstag des Göttergatten. Wenn der Termin doch drei Wochen nach meiner Berechnung kommt, dann hat der Fussel sogar doppelte Chancen: entweder den Geburtstag vom Onkel oder (was ich dann wahrscheinlicher finde, weil es „schlimmer“ ist) Weihnachten.
Was ich noch nicht erwähnt habe: Nicht nur das Ultraschallgerät bei der Frauenärztin gibt blöde Werte zurück, sondern auch ihre Waage :mad: Die Waage von meinen Schwiegereltern gefällt mir viel besser!
Und was ich auch noch loswerden wollte: Der Sonnenschein ist echt ein super-tolles Kind. Er macht uns so oft so unendlich stolz und lässt unser Herz überquillen. Der Gedanke, dass wir mal zwei solche… Wunder haben dürfen, ist echt unglaublich und bringt mein Herz fast zum Platzen.

Samstag, 30.04.2011 - ehM+53
Hab ja lange nichts mehr geschrieben :smile:
Da auch nicht viel passiert ist, hol ich einfach nur ein paar Sachen nach, die ich sowieso mal erzählen wollte:
So ungefähr seit dem Termin bei der Ärztin sprießen meine Pickel wieder. Vorher hatte ich (was ungewöhnlich ist) eine super Haut. Welches Hautbild muss ich nun nehmen, um zu analysieren, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird? Experten, äußert euch mal :grin:
Und ich habe mal heute nachgerechnet. Die Ärztin meinte ja, dass ich 5. oder 6. Woche wäre. Nehmen wir mal den letzten Termin der 6. Woche. Wenn wir dann zurückrechnen, kommen wir auf einen (angeblichen) Eisprung am 23.März. Da ich am 31.März getestet hatte, hätte ich also bei dieser Annahme bei ES+8 fett positiv mit Abendurin getestet. So fett, dass der Schwangerschaftsbalken schon da war, bevor der Urin überhaupt bis zum Kontrollstreifen durchgesuppt ist und dass der Schwangerschaftsbalken sogar fetter als der Kontrollstreifen war. So hier sehen Tests üblicherweise bei ES+8 aus: Klick
Bin mal echt gespannt, was beim nächsten Termin raus kommt. Ob sie bei ihrem Termin bleibt oder doch nach oben korrigiert.
Ich schleime!!! Das ist wieder so ein milchiges neon-grün und so was von spinnbar! Das brauche ich gar nicht ausprobieren, das sehe ich allein daran, wie es im Klopapier landet, dass es spinnbar ist. Ich glaube, bei der nächsten Schwangerschaft verzichte ich auf den Test. Einfach warten, ob ich grünen Schleim bekomme :grin:
Heute habe ich mich das erste Mal nach bequemerer Kleidung umgesehen. Zu Hause ist meine erste Handlung inzwischen nämlich, den Gürtel und den Hosenknopf zu öffnen :ashamed: Ich habe aber tierischen Schiss, dass auf Arbeit jemand auf die Idee kommt, dass ich schwanger bin. Deshalb kommen Schwangerschaftshosen (die so ein Bauchband haben) für mich nicht in Frage, weil das könnte ja jemand aus Versehen sehen und dann als Schwangerschaftshose erkennen. *paranoid bin*
Habe einen Rock gekauft, der einen dehnbaren Bund hat :smile: Ich habe schon Eeeeewigkeiten keinen Rock mehr getragen. Ich hatte auch zwei schöne Leinenhosen gesehen, die einen dehnbaren Bund hatten und (durch das Material) nicht nach Jogginghose ausgesehen haben. Aber die zweite hat leider nicht gepasst. Die erste konnte ich nicht anprobieren, da ich zu dem Zeitpunkt gerade den Sonnenschein auf dem Rücken hatte. Ach ja: Das Tragen klappt eigentlich auch noch recht gut. Nur dadurch, dass das Tragen sowieso seltener wird (weil er selbst laufen kann und weil ich wieder arbeiten bin), halte ich auch nicht mehr so lange durch. Aber da merke ich nur, dass die Kondition nicht ausreicht. Bauchtechnisch gibt es da noch gar keine Probleme.
Hehe, da fällt mir das nächste ein :grin: Ich glaube, meine Brüste produzieren wieder (mehr?) Milch. Nicht so, dass ich mir Sorgen machen muss, dass es durchsuppt. Aber so, dass der Sonnenschein die Milch riecht. Ich schlafe nachts oberkörperfrei. Und wenn der Sonnenschein dann früh zu uns ins Bett zum Kuscheln kommt, ist es in letzter Zeit schon zwei Mal vorgekommen, dass er plötzlich an meinen Brüsten trinken wollte :eek: Ich habe da inzwischen etwas Angst, dass er es verlernt hat und deshalb zubeißt. Bin deshalb immer etwas panisch, wenn er Anstalten macht. Aber das ist unnötig. Er saugt ne Sekunde dran. Setzt ab und macht „hmmm“ und reibt sich den Bauch. Manchmal macht er auch "Bäh" :grin: Dann wiederholt er das gleiche noch mal an der anderen Brust :grin:
Manchmal bin ich plötzlich wie aus der Puste. Während ich am Frühstückstisch sitze (!), z.B. Das fühlt sich dann so an, als ob in meinem Unterleib gerade etwas total anstrengend wäre und nach einer Minute ist es vorbei. Das war bisher maximal 10 Mal, also vermutlich nichts dramatisches.
Letzte Woche habe ich in dem Hypnobirthing-Buch weitergelesen. Da hatte ich lange pausiert, weil es schwer fällt, ein Buch zu lesen, dass die Vorfreude auf die Geburt vermitteln soll, während man selbst gerade zweifelt, ob es überhaupt zu einer Geburt kommt :frown: Naja, diese Woche hatte ich etwas weiter gelesen. Ich saß währenddessen im Kinderzimmer vom Sonnenschein, welcher direkt neben mir eine Kiste ein- und ausräumte. In dem Buch war eine Übung beschrieben und mein Körper hatte sofort, nur beim Lesen, darauf reagiert. Normalerweise soll man diese Übungen in völliger Entspannung machen und dabei auf dem Rücken liegen usw. Ich saß nun im Kinderzimmer und hatte den Sonnenschein im Auge. Und trotzdem war das echt deutlich. Ich bin beeindruckt! Normalerweise fängt man mit den Hypnobirthing-Übungen ca. in der 20. Woche an. Ich befürchte aber, dass ich ein Mensch bin, der sich nur schwer auf etwas einlässt und fallen lässt. Deshalb fange ich bewusst jetzt schon an. Und bei der „Regenbogenentspannungs-CD“ konnte ich wirklich nicht entspannen. Musste ständig irgendwie meine Liegeposition verbessern, wurde durch meine verstopfte Nase abgelenkt und hatte Probleme mit den „Bildern“, die die CD vermitteln will („Stellen Sie sich einen Regenbogen auf, den Sie wie ein Magnet aufsaugen.“ Vielleicht bin ich da zu wissenschaftlich, aber in dem Moment werde ich abgelenkt, weil ich anfange darüber zu grübeln, was ein Magnet mit dem Licht eines Regenbogens zu tun hat :hmm: )
Daher war ich sehr überrascht, dass die letzte Übung mir zeigte, dass ich doch nicht ganz verkorkst bin :smile: Ich sollte mir vorstellen, dass an meinem Handgelenk ein Luftballon hängt. Da hat mein Handgelenk (nur dadurch, dass ich das gelesen habe, ich hatte nicht vor, die Übung durchzuführen) gleich nach oben gezuckt. Als ich ein paar Zeilen später gelesen habe, dass genau das passieren sollte, habe ich mich richtig gefreut :smile: Mal sehen, vielleicht ist die Regenbogenentspannungs-CD auch einfach die falsche Übung für mich und ich habe mit den anderen Übungen mehr Erfolg :smile:
Generell könnte ich die Entspannungstechniken ganz gut gebrauchen. Übelkeit habe ich eigentlich gar keine mehr. Müdigkeit weiß ich nicht. Ich bin müde, aber ich kann abends nie einschlafen. Und nun weiß ich nicht, ob meine Müdigkeit an meinen Einschlafproblemen liegt oder daran, dass ich schwanger bin. Jedenfalls wäre es cool, wenn mir die Entspannungsübungen bei den Einschlafproblemen helfen würden. Dann wäre das ein schöner Nebeneffekt, selbst, wenn es bei der Geburt doch nicht klappt.
Nun ist der Eintrag doch wieder recht lang geworden, obwohl eigentlich gar nichts passiert ist. Ich gehe jetzt schlafen. Mal sehen, ob es klappt, denn da draußen ist ein Volksfest :rolleyes:
 

einStueckchenGlueck  

Sorgt für Gesprächsstoff
Sonntag, 08.05.11 - ehM+61
Ich hätte das mit den Pickeln eher schreiben sollen. Seitdem sind sie nämlich weg :grin: Naja, demnächst werde ich davon berichten, dass die Pickel wieder da sind und dann werde ich nichts mehr schreiben, damit sie – im Fall, dass sie wieder verschwinden – nicht wieder kommen :grin:
Und ich bilde mir weiterhin irgendwelche da-könnte-ich-doch-was-gespürt-haben ein :rolleyes: Das erschwert meine Einschlafprobleme, weil ich dann abends immer erst mal auf dem Rücken da liege und mit der Hand auf dem Bauch versuche, in mich rein zu horchen… Sollte mein Eisprung am 06.03. war, bin ich seit heute in der 12. Woche :herz:
Und noch 11 Tage bis zum nächsten FA-Termin. Habe ich schon erwähnt, dass ich gespannt bin, welchen Termin sie nun bestimmt? :tongue:

Montag, 09.05.11 - ehM+62
Direkt, nachdem ich das gestern geschrieben hatte, bin ich auf Klo gegangen.
Und fand braunen Schleim im Klopapier. Es war wirklich wenig, hat nicht mal die Schlüppi dreckig gemacht. Und war braun, also altes Blut. Besorgt war ich trotzdem. Deshalb bin ich heute früh dann doch eher, als geplant, zur Frauenärztin gegangen. Um 07:30Uhr ging ihre Sprechstunde los, meine Arbeit ist Gleitarbeitszeit mit Kernarbeitszeit ab 9Uhr, mal sehen, vielleicht schaffe ich das.
Ich kam sehr schnell dran, ich glaube, ich war sogar die erste. Ich durfte gleich auf dem Stuhl Platz nehmen und sie führte erst mal wieder ihr „Besteck“ ein. Stellte ebenfalls fest, dass es wenig und altes Blut ist. Tastete ab und führte dann den Ultraschallstab ein. Ich habe gleich gesehen, dass das Baby entschieden größer hätte sein müssen. Und auch die Ärztin fing an mit „Das letzte Mal gab es ja Zweifel, ob Sie in der 6. oder 9. Woche sind…“ Es war immer noch 6. Woche, diesmal aber definitiv kein Herzschlag mehr.
Wir gingen in ihren Besprechungsraum und sie gab mir eine Überweisung für´s Krankenhaus. Einen Termin für die Nachuntersuchung bei ihr. Eine Krankschreibung für den Arbeitgeber, bis nächste Woche Montag. „Kann ich die auch von meinem Hausarzt bekommen? Mein Arbeitgeber soll nicht auf die Idee kommen, dass ich schwanger war.“ – „Das können Sie schon machen. Aber er wird auch eine Bescheinigung vom Krankenhaus bekommen und da wird drauf stehen, dass Sie in der Frauenklinik in Behandlung waren. Und die Diagnose steht ja nicht drauf…“
Ich bin dann ins Krankenhaus gefahren (Wahnsinn, wie schlecht die Parkplatzsituation dort ist!) und habe die nächsten 4 ½ Stunden damit verbracht, dort für die Ausschabung morgen vorbereitet zu werden. Erst durch die Oberschwester, die mir Blut abnahm, mich wog, meinen Blutdruck maß (der schon viel besser war, als 2 Stunden vorher bei der Frauenärztin) und mich unaufgefordert versuchte, zu trösten, indem sie mir die Wange streichelte und meinte „Sie sind nicht die erste, der das passiert!“ Währenddessen bekam ich mit, dass eine andere Frau dort gerade wohl auf die Geburt ihres bereits toten Kindes wartete. Sie war in der 34. Woche. So doof das auch klingen mag, aber das hat mich wesentlich mehr getröstet, als die Worte der Stationsschwester. Ich hatte ja schon einige Zeit die Befürchtung und mich daher noch gar nicht wirklich auf die Schwangerschaft eingelassen. Diese Frau aber hat vermutlich schon zu Hause ein Babybettchen stehen. In zwei Wochen wird sie Post bekommen – der bestellte Kinderwagen ist da. Irgendjemand aus der entfernteren Verwandtschaft oder Bekanntschaft, der das gerade nicht mitbekommen hat, wird in 2-3 Monaten fragen „Und? Ist die Kleine schon da?“ Da habe ich noch Glück - wenn man das so nennen will...
Anschließend kam das Gespräch mit dem Gyn. Er war ganz angenehm. Noch recht jung und strauchelte etwas, als er über die Risiken der Ausschabung sprach. „In ganz seltenen Fällen kann es dazu kommen, dass wir durch Komplikationen bei der Ausschabung die Gebärmutter danach entfernen müssen. Das ist so selten, das ist mir hier noch nie passiert. Na gut, ich bin noch nicht lange hier. Aber auch so, habe ich das noch nicht erlebt.“ (Der Mann war allerhöchstens 35.) Und beim Thema „Aufklärung über Blutungen in der Schwangerschaft“ war er nicht ganz souverän. Eine andere Frau hätte sich vielleicht plötzlich wieder Hoffnungen gemacht, denn er erklärte mir, dass leichte Blutungen in der Frühschwangerschaft immer mal vorkommen können und überhaupt nichts zu sagen haben. Insbesondere, wenn es altes braunes Blut ist. Aber im Großen und Ganzen habe ich mich von ihm gut betreut gefühlt. Anschließend saß ich eine gefühlte Ewigkeit auf dem Flur. Wartete auf den Oberarzt. Als der dann endlich kam, wurde ich noch mal geschallt. Dabei anwesend waren dann der Oberarzt, eine mir unbekannte Schwester, der Gyn und die Stationsschwester. Ja, irgendwie kam ich mir präsentiert vor :ratlos: Sie unterhielten sich untereinander, aber sprachen nicht mit mir und auf den Bildschirm konnte ich auch nicht zu sehen – wäre ja eh kein Herzschlag gewesen, gell?
Als ich mich wieder angezogen hatte, wurde noch diskutiert, ob ich anschließend wieder nach Hause fahre, oder dort über Nacht bleibe. Ich fahre. Gibt ja für mich keinen Grund, mich zu schonen. Und so kann ich den Sonnenschein wieder sehen und mich von ihm trösten lassen. Er sprach dann noch über die Nachuntersuchung durch die Frauenärztin „… und dann ist der Fall erledigt.“ Ob er überhaupt merkt, wie sensibel er ist? :hmm: Ich habe ihn noch – ebenso wie meine Frauenärztin und den Gyn (die Hoffnung stirbt zuletzt) – gefragt, ob das nicht medikamentös gemacht werden könne. Bei Abtreibungen ginge das doch auch und da das Baby in der Entwicklung erst bei der 6. Woche ist, dürfte das doch kein Problem sein? Den Grund habe ich ehrlich gesagt immer noch nicht verstanden. Aber wenn mir drei verschiedene Ärzte eine Absage erteilen, wird da schon was dran sein… Irgendwie behagt mir der Gedanke nicht, dass da mit einem Instrument mein Muttermund aufgezwängt wird. Und dass durch dieses Instrument weitere Verletzungen (neben der Kaiserschnittnarbe) entstehen können, welche die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein befruchtetes Ei bei mir einnistet, erneut senken…
Überhaupt geht mir das ganze Drumherum auf den Keks. Das Medizinische. Und dass ich eine Woche krank geschrieben bin. Kann man die Ausschabung nicht am Wochenende machen? Und ich gehe bis dahin und danach arbeiten? Da bin ich noch nicht mal (erfolgreich) schwanger und falle schon aus… hmpf…
Es folgte ein EKG, ewiges Warten und anschließend das Aufklärungsgespräch beim Narkosearzt.
Um 13.45Uhr bin ich dann nach Hause gefahren. Seit meinem ersten Arzttermin waren über 5 Stunden vergangen und das waren erst die Vorbereitungen… Morgen wird mir ein Zäpfchen gelegt, damit der Muttermund weich wird. Das soll dann erst mal 3 Stunden wirken. Dann kommt der Eingriff, der selbst 10-30Minuten dauern wird. Und anschließend wollen sie mich noch vier Stunden zur Beobachtung da behalten.
Den Göttergatten hatte ich bereits nach dem Frauenarzttermin angerufen. Weiß gar nicht mehr genau, was er gesagt hat. Irgendwas in Richtung „Schei*e“ vermutlich… „Und was jetzt? Kommst du nach Hause?“
Heute nachmittag habe ich dann den Sonnenschein vom Kindergarten abgeholt. War mit ihm Laufrad fahren, habe mit ihm Pusteblumen gepustet und war mit ihm einkaufen (inklusive Baggerbesichtigung). Er ist ein echter Goldspatz und ich glaube, ich kann mich wahnsinnig glücklich schätzen, ihn zu haben. Der mir zeigt, dass ich nicht mit meinem Schicksal hadern muss. Denn es hat mir ihn beschert.
 

einStueckchenGlueck  

Sorgt für Gesprächsstoff
Dienstag, 10.05.11
Gestern Nachmittag gingen Mensschmerzen los. Dachte erst noch, dass ich mir das jetzt einrede, weil ich mich gerade besonders auf meinen Unterleib konzentriere. Später entdeckte ich auch, dass inzwischen frisches Blut kam. Zwar mehr, als bisher, aber immer noch recht wenig. Gegen 20 Uhr wurden die Schmerzen sehr stark und als ich auf Klo ging, fiel ein Stück Schleim in die Toilette. Ca. zwei Zentimeter groß. Ich ging zum Göttergatten und sagte ihm mit Tränen in den Augen, dass ich wohl gerade unser Wunder weggespült hätte. Die Schmerzen blieben und irgendwann ging mir durch den Kopf, dass die Frauenärztin früh sowas gemeint hätte, wie „Wenn Sie stark bluten würden, müssten Sie sofort ins Krankenhaus, aber so wird die Ausschabung erst morgen statt finden. Weiter aufschieben sollten Sie es nicht, dann haben Sie es eher hinter sich und Sie können besser damit umgehen.“ Hmmm… Die Ärzte im Krankenhaus haben mich gefragt, ob ich Schmerzen oder starke Blutungen habe. Haben aber nicht gesagt, ob sich dadurch was ändern würde… :hmm: Also bat ich den Göttergatten darum, den Notarzt anzurufen und ihm die Situation zu schildern. Punkt 21 Uhr fuhr der Notarztwagen los, während ich drin lag. Meine Schmerzen haben quasi sofort aufgehört?!? Ich denke, das war eine Kombination aus dem Paracetamol 500, das ich vorher genommen habe, der Tatsache, dass der Großteil der „Arbeit“ getan war und dem Adrenalin. Kam mir richtig komisch vor, mit dem Krankenwagen zu fahren, obwohl ich inzwischen nur noch Schmerzen hatte, wenn der Fahrer bremste (und später wenn ich über Türschwellen geschoben wurde). Die Schwester im Krankenhaus meinte aber, es wäre richtig gewesen, bei diesen Blutungen sofort ins Krankenhaus zu kommen.
Gestern früh fand ich es noch irgendwie… unpassend von den Schwestern, dass sie nicht nur Alltag, sondern auch gute Laune ausstrahlten, obwohl aktuell auf dieser Station eine Frau auf die Totgeburt ihres Kindes wartete, welches 6 Wochen später lebend auf die Welt hätte kommen sollen. Aber zu diesem Zeitpunkt war mir die gute Laune der Schwester sehr willkommen. Als ich das Zimmer einräumte, hatte ich öfters den Eindruck, dass mir schwallartig das Blut raus kam. Sie bot mir eine Einlage an, die ich ablehnte: Zu klein! Das war eine Standardeinlage, ohne Flügel und ohne Klebestreifen! Aktuell trug ich so ein Surfbrett, welches ich noch aus der Wochenbettzeit hatte. Als ich das der Schwester sagte, kam sie mit einer noch größeren und sie wollte den Inhalt meiner aktuellen Einlage sehen. Sie fuhrwerkte kurz mit einem Becherchen herum und hatte letztendlich einen etwa golfball-großen Schleimklumpen in diesem Becher. Sie meinte, dass es nur Plazentareste wären und dass sie diese in das Labor gibt, damit diese untersucht werden, um ggf. die Ursache für die Fehlgeburt zu ermitteln. Kurz darauf wurde ich von der Frauenärztin untersucht. Sie schallte mich – das dritte Mal an diesem Tag – und stellte fest, dass inzwischen fast alles abgegangen wäre. In 30 bis 40 Minuten hätte ich dann die abschließende Ausschabung. Ob das jetzt so eilig war, weil der Abbruch spontan war, oder wegen irgendwelcher Regeln, weil ich mit Notarzt kam, weiß ich nicht. Es dauerte letztendlich noch eine weitere Stunde, bis die Schwester mich für den OP fertig machte. Ich musste bereits im Krankenwagen gegen das Einschlafen kämpfen. Jetzt erst recht. Und jedes mal, wenn ich in diesen 1:40h jemanden draußen hörte, schrak ich wieder aus meinem Dämmerzustand auf, weil ich dachte, dass es jetzt in den OP ginge. In der Zwischenzeit sagte ich meinem Körper, dass ich stolz auf ihn bin. Weil er das jetzt doch selbst regelte. Daran habe ich nicht mehr geglaubt. Ich hatte schon damit gerechnet, dass mein Körper das Wunder für sich behalten hätte, wenn es die heutige Medizin nicht gäbe. Und ich war froh, dass das Wunder auf diese Art von mir gehen konnte und nicht einfach ausgeschabt wurde. Auch, wenn es sowieso schon tot war.
Letztendlich ging es Punkt Mitternacht in den OP. Das Thema Fehlgeburt hatte ich – für den Moment – erst mal abgehakt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch Schiss vor der OP selbst. Auch ohne Aufklärungsgespräch ist mir ja klar, dass da Risiken drin sind. Dass die Gebärmutter perforiert werden kann. Dass im Schlimmsten Fall die Gebärmutter entfernt werden muss. Sah das OP-Team müde aus? Es war Mitternacht, da mussten sie müde sein. Eine Schwester hatte ich auch tatsächlich beim Gähnen erwischt. Als mir die Nase anfing zu jucken und die Narkoseschwester meinte, dass das am Narkosemittel lag, meinte ich noch schnell: „Viel Erfolg!“
Irgendwann bekam ich mit, wie ich durch die Gänge geschoben wurde und mit dem Aufzug transportiert wurde. „Gab es Komplikationen?“ – „Nein.“ Ich muss noch auf dem Weg wieder eingeschlafen sein, denn ich kann mich nicht daran erinnern, wie ich wieder in das Zimmer geschoben wurde. Den Rest der Nacht kam die Schwester im Stundentakt zu mir und maß meinen Blutdruck. Ich selbst traute mich nicht, mich zu bewegen, denn ich hatte keine Ahnung, wie sehr ich nun blutete und welche Folgen es für mein OP-Hemd usw. hätte, wenn ich auf der Seite o.Ä. schlief. Trinken durfte ich laut Schwester auch erst, wenn sie es mir erlaubte, denn es könnte sonst passieren, dass ich durch die Narkose alles gleich wieder ausspucke.
Um 06:45Uhr kamen die Schwestern zum Wecken rein. Sie gaben mir ein Handtuch, nahmen mir meine Ängste, mich zu bewegen (ich hatte fast nur noch Schmierblutungen – kein Blutbad, wie ich es befürchtet hatte) und ich ging duschen. Den Vormittag konnte ich mich recht gut mit einem Buch ablenken. Nur ab und zu schweiften meine Gedanken doch ab. Am Vorabend hatte mein Göttergatte meinen Bauch gestreichelt, weil ich solche Schmerzen hatte. Er hätte ihn ein paar Monate später streicheln sollen, weil der Bauch sich wölbt und weil er weiß, dass darin unser Kind wächst. Ich musste an unseren Sonnenschein denken und daran, wie toll er ist. Und daran, wie toll das Wunder geworden wäre. Ist es vielleicht doch schlimmer, eine Fehlgeburt zu haben, wenn man bereits ein Kind hat? Weil man dann weiß, was für eine ungeheure Liebe man zu diesem Kind aufbauen kann? Man sagt, die Kinder suchen sich ihre Eltern aus. Heißt das auch, dass sich das Wunder entschieden hat, nicht bei uns sein zu wollen?
Heute nachmittag habe ich meine Mama angerufen. Ob sie denn morgen nachmittag Zeit hätte. Denn beim Sonnenschein lohnt es sich morgen wegen der U7 nicht, in den Kindergarten zu gehen und ich selbst bin krank geschrieben. Da würden wir sie gerne nachmittags mal besuchen. Wieso ich denn krank geschrieben bin? Ich hatte eine Ausschabung.

Montag, 16.05.11
Heute war die Abschlussuntersuchung bei der Frauenärztin. Ein gewisser Oberarzt ist der Meinung, jetzt ist der „Fall erledigt“ :wuerg:
Die Laborergebnisse sind noch nicht da, jedoch meinte die Frauenärztin, dass sie sich nicht erinnern kann, das überhaupt schon mal erlebt zu haben, dass dort ein Befund raus gekommen wäre. Sie könnten/ würden wohl „nur“ darauf untersuchen, ob ich irgendwelche Entzündungen in der Gebärmutter gehabt hätte.
Sie empfing mich mit den Worten „Wie geht es Ihnen?“ und als ich meinte „Das ist ein Auf und Ab.“ meinte sie „Ich meine körperlich.“ Naja, vermutlich muss man als Arzt so sein…
Wenn ich Zeit habe, darüber nachzudenken, zieht es mich ganz schön runter. Ich wollte mal, dass meine Kinder einen geringen Abstand zueinander haben, Traumvorstellung waren 18 Monate. Wenn es sofort wieder klappen würde (wenn ich die drei Monate gewartet habe, die die Ärzte als Minimum fordern [manche Ärzte fordern auch 6 Monate Wartezeit]), wären meine ersten zwei Kinder 3 Jahre auseinander :frown: Sie werden kaum miteinander spielen. Kasperletheater und Kaufmannsladen machen doch nur mit Geschwistern richtig Spaß! Es werden zwei Einzelkinder und keine zwei Geschwister :frown: Könnt ihr mir bitte ein paar Vorteile von drei (oder vier – ich bin Pessimist) Jahren Altersabstand nennen?
Meist bin ich aber abgelenkt und denke nicht so sehr daran. Ich denke wohl, dass ich damit klar komme… und hoffe, wenn ich in 3 Monaten wieder mit Basteln anfange, schnell wieder schwanger werde (und fast am liebsten mit Zwillingen, das erspart mir den Druck beim dritten Kind).
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren