Unser Frühlings-Nesthäkchen

Benutzer75021 

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So, wir sind wieder da-seit Mittwoch zu Hause :smile:
Es geht uns allen sehr gut, wir leben uns grad wieder ein und die kleine Maus ist ein absoluter Engel.
Die schläft wie ein Stein, wird nachts 1x wach und schreit so gut wie nie :grin:
Die Bestellung war also diesmal richtig *gg*
P. ist ein total lieber, großer Bruder.
Alles prima also und der Geburtsbericht kommt die Tage auf jeden Fall. Dafür muss ich noch Zeit finden :zwinker:

Mal sehen wie weit ich komme, Madame schläft gerade...

11.4.2013

Um 13:30 Uhr meldete ich mich im KH im Schwesternzimmer an.
Die Gesichter kamen wir teilweise ziemlich bekannt vor und ich durfte mich direkt im Familienzimmer breit machen.
Dann folgten CTG im Kreissaal, Gespräch mit Anesthesist, Gespräch mit Ärztin und dann wartete ich auf meinen Mann.
Der kam dann abends nach der Arbeit zu mir ins KH.
Man sagte uns das wir am nächsten Tag um ca.11 Uhr den Termin für die Sectio hätten...das erfreute mich weniger. So spät...und dann wartet man so lange und wird immer nervöser und das alles auf nüchternen Magen...

12.04.2013

Ich kann jetzt rückblickend nur noch sagen: hört auf euer Bauchgefühl! Auch wenn andere Leute eure Entscheidungen vielleicht nicht immer verstehen, ich würde immer auf den Bauch hören.
Es gibt tatsächlich sowas wie weibliche Intuition!!
Wir haben beide sehr gut geschlafen und um 7:15 Uhr kommt eine Hebamme rein und nimmt mich zum CTG mit "wir müssen uns beeilen, Sie sollen gleich runter"
"Wiiiiie? Ich bin doch um 11 Uhr dran? Ich muss doch noch duschen!"
Hebamme schaut mich verwirrt an und hängt mich an's CTG "Ich geh noch mal bei den Schwestern nachfragen!"
Ich entspanne mich und denke, die kommt gleich eh rein und sagt "stimmt, war ein versehen".
Nach dem CTG soll ich in Ruhe duschen und somit war für mich klar, die haben sich vertan.
Ich komme grad aus der Dusche, da stürmt die Hebamme erneut unser Zimmer und sagt "wir müssen JETZT runter, ziehen Sie bitte das OP Hemd und die Thrombose Strümpfe an"
Ich schaue meinen Mann an, der guckt auch verdutzt, wir lachen noch über mein sexy Outfit und schon liege ich im Bett und werde von Hebamme und meinem Mann runter gefahren.
Eigentlich super, denn durch den "Überfall" hatte ich keine Zeit noch nervös zu werden, das ging einfach zu schnell.
Im OP Bereich wurden mein Mann und ich dann getrennt, er wurde von einem jungen Mann weg geführt der ihm seine OP Kleidung gab.
Ich kam in die "Schleuse",wo ich dann auf den OP Tisch kam.Man karrte mich in einen hochinteressanten Raum, klein und schmal mit vielen Geräten und Kabeln.
Der Anesthesist vom Vortag kam mit einem jungen, netten Kollegen rein.
Ich wurde ziemlich verkabelt, bekam Zugänge für Infusionen gelegt, man legte mir eine Blutdruckmanschette um den Arm und dann sollte ich mich mit den ganzen Verkabelungen, hochschwanger und unbeweglich auch noch auf diesem wackeligen, schmalen OP Gestell/Bett-was auch immer hinsetzen damit man mir die Spinalanesthäsie legen konnte.
Die Haut wurde zuerst lokal betäubt und somit merkte ich den Einstich der spinalen gar nicht. Ein kurzer, komischer Druck unten im Rücken aber es war nicht schmerzhaft.
Dann sollte ich mich hinlegenund wurde in den OP geschoben.
Die Beine wurden heiß, taub und alles fühlte sich untenrum komisch an.
Man testete mit einem kalten Spray, ob ich auf dem Bauch was fühle.
Dann wischte eine Frau mir den Bauch mit Iod ab und ich fragte "fühle ich das jetzt SO die ganze Zeit?"
"Ja, der Schmerz ist zwar weg, aber sie spüren die ganze Zeit etwas"
Urgs, das machte mir Angst, aber weglaufen konnte ich jetzt eh nicht mehr. Das grüne Tuch hing auch schon vor mir.
Rechts und links an meinem Kopf versammelten sich plötzlich Menschen mit grünen Hauben...da war auch mein Mann dabei :smile:
Ich war so froh ihn endlich zu sehen denn die ganze Vorbereitung lief so nüchtern ab, das machte mir Angst.
Ich redete mit ihm und da hörte ich hinter dem grünen Tuch "Wir haben übrigens mit der OP schon begonnen!"
Ohje, das wollte ich doch nicht wissen...kurz darauf ruckelte es und ich höre Babygeschrei.
Das war dann doch ein emotionaler Moment im OPund mir kullerten die Tränen runter.
Ich durfte die Kleine kurz beäugen und schnell kuscheln, dann ging es für sie mit Papa und Hebamme in den warmen Kreissaal.
Mein Mann durfte dann nach der U1 mit ihr kuscheln bis ich oben im Zimmer war.
Für mich ging es dann weiter "Möchten Sie immer noch die Sterilisation, NOCH können Sie sich umentscheiden"
"Ja, auf jeden Fall. Bitte machen, wir sind fertig" :grin:
An meinem Kopfende wurde es nun leer, einer nach dem anderen verpisste sich und ich fühlte mich etwas einsam. Gottseidank hielt der nette, äußerst hübsche Anesthesist die Stellung und quatschte mich fröhlich voll "Ihr Mann ist der Held des Tages. Der hat grad mit mir die Kaffeemaschine repariert!"
"Hä, wann das?"
"Vor der OP. Wir wollten doch noch nen Kaffee trinken etc.pp."
Der Typ war echt gut. Zwischendurch schaute er hinter das grüne Tuch und erklärte mir was da hinten ab geht.
Ich hörte die Ärzte irgendwas von Blinddarm nuscheln "den hab ich schon lange nicht mehr" meinte ich nur.
"Okay, dann brauchen wir ja nicht suchen. Wir schauen uns immer ein wenig um, der ist ja oft entzündet beim Erwachsenen und man merkt es nicht. Jetzt kommen wir grad überall dran"
Na suuuper :rolleyes: da machen die noch ne kleine Tour durch meinen Bauch.
Aber dann wurde ich wieder zugenäht, was länger dauerte als alles andere vorher.
Trotzdem war ich nach ca. 30-45min wieder oben in meinem Zimmer und mein Mann kam dann mit unserer Tochter dazu. Wir durften nun die Ruhe genießen...obwohl Ruhe..?
Die Schwestern kamen anfangs ständig rein und wollten Blutdruck messen, Fieber messen usw. Die Beobachtung nach der OP ist halt ziemlich engmaschig.
Mein Mann meinte dann zu mir "schau mal, die kleine hat ne Art Beule am Kopf, ziemlich heftig. Die hat wohl komisch gelegen..."
Zuerst hab ich das gar nicht gesehen, vor lauter Haaren und sie hatte auch ein Mützchen auf.
Aber dann war ich echt etwas baff, sowas hab ich noch nicht gesehen. Der Kopf hat auf einer Seite eine nach innen gewölbte Beule.
Die Maus hat viele Wochen ziemlich blöd verkantet mit dem Kopf im Becken gelegen und kam da anscheinend nicht raus um tief ins Becken zu rutschen. Die Senkwehen hatten sie noch mehr in die blöde Lage gequetscht.
Die Ärzte und Hebammen meinten später zu mir, das sie so nie da raus gekommen wäre und es unter einer normalen Geburt wohl zu Komplikationen gekommen wäre...
Daher bin ich froh das mein Bauch mir zum Kaiserschnitt geraten hatte. Das war für die Maus der bessere Weg.
Ihr geht es aber gut, die Beule ist nur ein optischer Makel der sich wohl rauswachsen wird. Organisch ist alles okay.

Der OP Tag war dann die Hölle-nicht wegen dem KS, die Narbe hab ich von Anfang an kaum gemerkt. Klar, das ziept und man ist die ersten Tage dadurch recht unbeholfen in der Bewegung, aber es tut nicht wirklich weh.
Ich persönlich fand die Schmerzen (Dammschnitt, Beckenboden) nach der normalen Geburt immer viel schlimmer.
Aber, ich hatte saumäßige Nachwehen. Erst am nächsten Tag ging es wieder, dank Schmerzmittel.
Ich durfte auch am nächsten Tag schon wieder aufstehen, der Blasenkatheder kam raus und mir ging es dann auch richtig gut.
Am Mittwoch sind wir dann wieder nach Hause gefahren.
Die Maus ist echt lieb, schläft wie ein Stein (nachts 1x füttern), schreit wenig und trinkt gut.
Die beiden großen (vor allem meine Tochter) sind völlig verliebt. P. ist ganz fasziniert, bisher wittert er aber anscheinend noch keine Gefahr von M. da sie ja noch viel schläft und kaum Ansprüche stellt.
Also alles gut gelaufen:smile:
 
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