Unselbstständigkeit des Freundes

A

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Gast
Also ich bin ja mit einem Mann zusammen, der aus einer Kultur kommt, in der sowas so ziemlich die Tagesordnung ist. Wobei er manches theoretisch schon selber machen kann. Er hat ja auch schon jahrelang im Ausland gewohnt, wobei ich ehrlich gesagt nicht wirklich weiß, wie er an saubere Wäsche gekommen ist und den Zustand seiner damaligen Wohnheimzimmer will ich auch nicht wissen :grin: Kochen/Handwerken kann er auch nicht. Dafür ist er was die Organisation seines Lebens angeht durchaus selbstständig.

Ich hab ihn so genommen und ich hab nie großartig versucht das zu ändern. Was bedeutet, dass ich den gesamten Haushalt schmeiße, leichte handwerkliche Tätigkeiten übernehme (bei denen ich ihm aber schon zeige, wie das geht, damit er das vielleicht mal übernehmen kann) und dafür sorge, dass das Essen auf dem Tisch steht. Witzigerweise übernehme ich auch die Arzttermine für ihn und begleite ihn - aber nur, weil er nicht so gut deutsch kann :grin:

Wenn ich z.B. mal krank bin, kauft er fertiges Essen/holt Take Away und sagt mir, dass die Wäsche/das Putzen warten kann, bis ich wieder gesund bin. Den Abwasch übernimmt er dann.

Ich finds nicht wirklich sinnvoll, dass er alles können muss,was ich kann. Er mag Haushalt halt nicht, darum haben wir beschlossen, dass er nunmal Vollzeit arbeiten muss, damit wir genug Geld haben, dass ich weniger arbeiten und mich darum kümmern kann. Ich finde es ist ein fairer Deal und es funktioniert ausgezeichnet.

Was mich stören würde, ist, wenn er seiner Mutter keine Grenzen aufzeigen würde und sie auch bei gemeinsamen Haushalt noch Dinge übernimmt. Bei meinem Exfreund war das so und hat ihm Tonnen von Essen eingepackt, weil ich anscheinend nicht genug koche :rolleyes: Dadurch dass meine Schwiegermutter aber an die 1500 km weit weg ist, hab ich das Problem zum Glück nicht.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
nurmal so als zwischenfrage: stört dich, dass er den kram im moment von mama&co erledigen lässt, oder stört dich der gedanke, dass er den kram selber nicht auf die reihe bekommt?

das ist in meinen augen ein großer unterschied - denn dass er die bequemere variante wählt... naja, das ist eben menschlich. es selber zu können sollte trotzdem drin sein, und da würde ich auch drauf bestehen dass er sich mit dem zeug auseinander setzt...
bei dem was du aktuell schreibst, da entsteht der eindruck, er möchte bei zeiten von "servicedame mama" zu "servicedame freundin" umsteigen, und das ist natürlich keine basis. persönlich würde ich also auf "zeig mir, dass du es kannst - tu es!" bestehen, bevor ich sowas wie "zusammenziehen usw." in erwägung ziehe... aber dass er es im moment lieber erledigen lässt solange er die möglichkeit hat, dafür habe ich noch verständnis. da musst du nur aufpassen, nicht in der ersatz-mama-rolle zu landen.
 
A

Benutzer

Gast
Na ja, aus meiner eigenen Erfahrung heraus würde ich das mit dem Aufräumen nicht so kritisch sehen...ich würde mich selbst als verdammt selbstständig bezeichnen, aber ich bringe meine Wäsche auch alle 2 wochen (manchmal auch nach mehreren Monaten) zu meiner Mutter und lasse sie oder meine Geschwister die bügeln (da ich es irgendwie nicht auf die Reihe bekomme, mir Bügeleisen und -brett anzuschaffen, weil ich hier etwas Platz haben will...nun gut, eigentlich gibt es da keine gute Ausrede für :grin:), und einmal im Jahr wird auch hier bei mir ein "Großputz" veranstaltet, wo meine Mutter dann immer irgendwas auszusetzen findet, obwohl ich eigentlich übersorgfältig beim Aufräumen und putzen bin (da ich nen leichten Waschzwang habe, kann ich das mit einiger Sicherheit sagen x) ). Waschen mache ich meistens selbst, aber wenn ich am Tag meiner Bahnfahrt Schmutzklamotten hab, nehme ich die halt mit und lasse das daheim machen. Das spart mir als Student Geld und Zeit.

Das mit dem Einkaufen ist was anderes. Was für Vorräte kriegt er denn, die er nicht selbst bei sich in der Nähe kaufen kann?
 

Benutzer146142 

Benutzer gesperrt
Probieren werde ich das auf jeden Fall, aber doch in Kombination mit einem Gespräch, sonst komme ich glaube ich bei ihm nicht weiter.
Nach gerade mal einem halben gemeinsamen Jahr und angesichts der hohen Meinung, die du sonst von ihm hast, würde ich das Thema vorläufig nicht zum Essential machen. Auch die Frage von Nevery Nevery ist interessant: nicht-können oder nicht-wollen? Fehlen ihm Kenntnisse/Erziehung oder isses nur Faulheit? Du könntest auch eine Strategie starten, die darauf abzielt, dass du selbermachen doch SOOO viel männlicher und anziehender findest :link:
 

Benutzer95608 

Planet-Liebe Berühmtheit
Trouserbond Trouserbond
Danke auch für deinen Erfahrungsbericht, das ist eine liebe Geschichte. :smile: Wobei ich sagen muss...
... dass ich schon glaube, dass es auf Dauer auch für ihn besser ist, wenn er lernt, alleine und ohne Mutti klar zu kommen bzw. überlebensfähig zu sein

Auf Dauer sicher, spätestens dann, wenn Mutti nicht mehr so großen Einfluss hat ... aber das hat ja noch Zeit ... ihr wollt doch erst in einem Jahr zusammen ziehen. Und spätestens dann, kannst Du regeln, dass sie bei Euch zu Hause nix verloren hat ... ;-)

Ich persönlich würde das Thema nicht jetzt schon "totdiskutieren" ... in einem Jahr kann viel geschehen.
Und ganz ehrlich? Es ist eigentlich seine Sache, wie er seinen Haushalt führt ... bzw. führen lässt.

Finde es sehr unglücklich, sich einen Mann zurechtzubiegen, dazu neigen viele Frauen ... leider.
Wenn Du mit seiner Art nicht leben magst - kein Thema. Aber Du willst die "Mamarolle" ja gar nicht - also nimm sie nicht ein, sondern warte ab, wie sich das entwickelt - er ist ja kaum aus dem Ei und es gibt doch einiges um was er sich sorgfältig kümmert - nach und nach wird das ein oder andere sicher dazu kommen, an Deiner "langen Leine" ... ;-)
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
hin und wieder ist es aber schon vorgekommen, dass er sich dann etwas fürs nächste Mal gemerkt hat.
Na dann besteht ja durchaus Hoffnung :zwinker:

Nur, wie du schon sagst... ich glaube, dieses Problembewusstsein existiert bei ihm nicht wirklich. Er sagt zwar immer, er müsse sich ändern in der Hinsicht, aber dass er es wirklich will, bezweifle ich stark.
Ist schon ein wenig so wie mit dem Rauchen. Jeder Raucher weiß auch, dass er sich in der Hinsicht bessern sollte, aber tut es dann meistens lange Zeit dennoch nicht. Denn es ist auf kurze Sicht eben verdammt unangenehm. Beim selbständigen Haushalt ist es so: plötzlich geht eine Menge Zeit drauf, Dreck zu beseitigen oder seine Unterbuchsen zu waschen, die man hätte mit angenehmeren Dingen zubringen können. Längerfristig muss er aber einsehen, dass Mutti nicht ewig da sein wird und das er - auf dem Wege zu einem Erwachsenenleben - auf eigenen Beinen stehen muss. Und dazu gehört, dass er sich zumindest selbst versorgen kann bzw. die Fähigkeiten hat, einen sauberen Haushalt zu führen. Man kann sich die Arbeit ja noch immer teilen, aber irgendwo gehört es zum Leben.

Und dass er das ernst nimmt, ebenfalls. Er merkt zwar, dass es mich stört und versucht dann mich "zufrieden zu stellen", aber für ihn ist die Sache nach dem Gespräch schon wieder erledigt glaube ich. Wenn ich Kritik übe, fühlt er sich entweder komplett verunsichert von mir oder zieht das Ganze ins halb-Lächerliche.. das ist ja irgendwie auch nicht mein Ziel, ich will eigentlich nur, dass er selbst merkt, dass sich auf Dauer was ändern muss :hmm:
Ja, wenn er diese Dinge nur dir zuliebe tut, kann er sie im Prinzip gleich sein lassen. Ich habe mich einfach irgendwann minderwertig vor meiner Freundin gefühlt und wollte mich nicht von ihr bedienen und verhätscheln lassen. Umgekehrt war Mutti aus dem Spiel, als ich zu ihr gezogen bin - das war einfach ein sauberer Schnitt. Sowas in der Richtung bräuchte er auch, denn sonst wird er sich wohl nur sehr langsam weiterentwickeln.

Im wesentlichen stimme ich hier auch den Leuten zu, die meinen, du solltest da nicht zu viel an ihm herumbiegen. Wenn du ihm jetzt nur unnötig das Leben vergällst, erreichst du auch nichts. Es spricht aber nichts dagegen, ihn auf die nüchternen Fakten hinzuweisen, wann er sich wie ein kleiner Pascha bedienen lässt. Allzu bequem würde ich es ihm nicht machen, denn sonst nimmt er die Situation irgendwann schweigend doch als gegeben hin.

Wirklich was ändern wird sich nur, wenn er aus dem Einflussbereich von Mutti herauskommt. Und das sollte er irgendwann dringlichst.

Darf ich fragen, ob das bei euch der Grund für die Trennung war damals? Aus deinem Text meine ich zu lesen, dass es bei dir ganz gut geklappt hat :smile:
Nein, meine Unselbstständigkeit war nicht der Grund der Trennung, hätte er aber sein können. Meine Ex ist sehr geduldig mit ihren Partnern und sie nimmt schon einiges auf sich, so lange sich in der Beziehung was bewegt. Ich wollte mich selbst ändern und habe das - über ein Jahr hinweg und recht schmerzlich - auch getan. Mittlerweile bin ich völlig selbstständig. Es gibt zwar noch immer Dinge, wo ich mich ineffizient fühle und die ich super gerne vernachlässige (z.B. Staubwischen), aber ich kann sie machen und mache sie auch, wenn es mir irgendwann auf den Senkel geht. :grin:
Sie hat gesehen, dass ich Fortschritte mache, und dann war es für sie aushaltbar, dass ich für einige Zeit noch Hilfe (bzw. Arschtritte) benötigte... :zwinker:

Ich bin mir aber sicher: hätte ich das nicht durchgezogen oder hinbekommen, hätte sie mich nach einem Jahr bereits verlassen. So hatten wir zumindest vier.
 

Benutzer162589 

Sorgt für Gesprächsstoff
Also hab ich ihn darauf angesprochen. Erst war er ziemlich verdattert, dann hat er mir gegenüber zugegeben, dass er noch viel zu lernen habe und er weiß, spätestens wenn er mal selbst Geld verdient, würde das aufhören müssen...

Wieso denkt er er sollte sich ändern wenn er selbst Geld verdient? Was ist für ihn der Zusammenhang? (ich würde eher sagen man übernimmt den Haushalt eher in dem Moment wenn man seine eigene Wohnung hat) Oder meint er, dass es dann eine bezahlte Hilfskraft ist und nicht seine Mutter?

Er hat dazu nur wieder gesagt, dass er wisse, dass er noch viel lernen müsse.

Er sagt zwar immer, er müsse sich ändern in der Hinsicht, aber dass er es wirklich will, bezweifle ich stark. Und dass er das ernst nimmt, ebenfalls. Er merkt zwar, dass es mich stört und versucht dann mich "zufrieden zu stellen", aber für ihn ist die Sache nach dem Gespräch schon wieder erledigt glaube ich.

Ich finde, wie Du ja selbst vermutest, dass er diese Aussage als Abspeisefloskel benutzt. Hört sich nett an, hat auch etwas von Selbstreflektion, aber es ist keine Intentionsbekundung. Er sagt nicht, dass er es vorhat. (Ich würde vielleicht nachfragen "Hast Du es vor? Was möchtest Du konkret ändern?"

An Deiner Stelle würde ich mich konkret nur auf die "Probleme" beschränken, die sein Verhalten in Eure Beziehung hervorruft, wie zB das sich nicht-öfters-sehen-können an den Wochenenden. Ich würde meinen Unmut darüber aussprechen und fragen ob es denn alternative Lösungen gibt, in etwa "Ich find's echt schade dass wir uns dieses Wochenende nicht sehen können. Möchtest Du Deine Eltern sehen oder ist es nur wegen Wäschewaschen? Das kannst Du doch schnell bei Dir erledigen und dann könnten wir xyz unternehmen.."

Ich würde mich aber sehr davor hüten ihm zu sagen welche Aufgaben er in seinem Haus zu erledigen hat oder dass er selbständiger werden soll, denn das ist meiner Meinung nach ebenso bevormundend, und man rutscht auch so in die Mutterrolle rein ohne es zu merken. Ich würde versuchen, ihn wie eine selbständige Person zu behandeln, und wenn mich etwas konkret stört in seiner Wohnung würde ich es sagen (und eventuell auch gehen wenn es mir zu krass ist, zB Klo/Dusche nicht sauber).

Einmal sagte er auch, dass er es toll findet, dass ich mit ihm zusammen bin, obwohl ich schon vorher wusste, wie er ist. Für mich heißt das: Ich bin eben so, versuch nicht, mich zu ändern.

Das finde ich auch etwas alarmierend.. Ich würde ihm antworten, dass ich ihn sehr mag und seinen Charakter sehr schätze, fragen worauf er anspielt und deutlich sagen dass seine Unselbständigkeit besorgniserregen ist/mir komisch vorkommt/peinlich ist /etc.

Ich finde es aber echt überfrüht Probleme einer gemeinsamen Haushaltsführung anzusprechen. Ihr seid gerade mal ein halbes Jahr zusammen. Wenn ihr konkrete Pläne hättet, könntest Du Deine Bedenken diesbezüglich aussprechen.

Off-Topic:
Ich würde ja versuchen ihn bei mir zuhause einzuspannen, so nach dem Motto "komm hilf mir mal, hier ist der Staubsauger.. Du musst ja bei dir nichts machen.."
 

Benutzer150539 

Sehr bekannt hier
Ich plaudere mal etwas aus meinem persönlichen Nähkästchen. Ich bin mit 21 Schritt für Schritt ausgezogen (längere Geschichte). Und ehrlich: Ich konnte nichts. Warum? Weil meine Eltern mir so ziemlich alles mit "ach, du machst das falsch" abnahmen. Einzig kochen konnte ich einigermassen. Aber schon bei der Spülmaschine happerte es, weil mein Papa da sein eigenes stures System hat, das man nur falsch machen konnte - und deshalb hatte ich nach kurzer Zeit keine Lust mehr, dass mir jemand hinterher räumt und stellte mein Geschirr nur noch gut gestapelt in die Küche. Wäsche? Laut Mama machte ich das eh nur falsch, also hatte ich irgenwann Waschküche-"Verbot".

Die Chaoten-Gene hab ich übrigens von meinem Papa. Ich komm mit meiner "Ordnung" ganz gut klar.
Aber Dinge wie "Steuern", "Behörden", "Versicherungen" oder "Auto" - hach, das lernte ich step by step mal so alle Jahre, wenn mal was neues akut war und dann mit grosser Mühe. Aber richtig aufs Leben vorbereitet war ich damit definitiv nicht.

Meine Mama hats mittlerweile aufgegeben (zum Glück), bei mir aufzuräumen. Anfangs hat sie das noch in meiner Bude getan (ist ne kompliziertere Geschichte, sie hat ein Zimmer bei mir und kommt regelmässig zur Arbeit vorbei). Grosse Dinge wie Fenster machen wir aber zusammen, geht einfach schneller. (Und das Internet weiss da ja auch 720'000 Tricks, sauber werden sie trotzdem nie :tongue: )

Ich bin nicht stolz drauf, aber ja, es gibt Menschen, die mit gewissen Dingen überfordert sind (ich hab z.B. ne gewisse Soziophobie wenn es um Telefonate und Verträge geht. Kann mir niemand erklären, warum das so ist).

Mein Mann hat sich anfangs drüber aufgeregt, mittlerweile versteht er micht zu nem gewissen Stück und nimmt mir teils die Angst, teils krieg ich den Tritt in den Hintern, es zu lernen oder zu ändern.

Hilfestellung: "Komm, Wäsche machen ist nicht soooo schwer!", nach jedem Essen Küche putzen oder gewisse Schemas unterbewusst beginnen :zwinker: Dann klappts auch immer besser mit der Selbständigkeit.
 

Benutzer147358  (27)

Sehr bekannt hier
Der Freund der TS hat vielleicht einen eigenen Mietvertrag, aber defakto wurde einfach sein Zimmer bei den Eltern ausgelagert, der wohnt noch zuhause.
So richtig raten wie die anderen kann ich da garnichts. Eine Beziehung zu jemandem mit dem ich mir nicht vorstellen kann zusammen zu ziehen würde ich nicht wollen. Mit jemandem zusammen zu ziehen der noch zuhause wohnt würde ich auch nicht wollen.
Bei jemandem der wirklich noch zuhause wohnt würde ich auch nur eine Beziehung eingehen, wenn irgendwie absehbar ist das er auszieht. Das Potenzial "ausziehen" hat der Freund aber scheinbar nicht.

Das einzige was mir einfallen würde ist das ihr dann alles zusammen macht wenn du da bist/ er bei dir ist. Sprich, du sagst nach dem Essen: Komm wir machen eben Ordnung in der Küche. Da wird er dich wohl weder alleine stehen lassen, noch Mutti anrufen das sie das mit dir macht. Sowas halt. Dann kann er das am Ende wenigstens.
 

Benutzer152743 

Verbringt hier viel Zeit
Von der Beschreibung her könnte das auch mein Freund sein. Mit dem einzigen Unterschied, dass meiner wirklich noch zuhause wohnt. Habe auch schon mitbekommen, dass seine Mama die Arzttermine macht (er beteuert zwar immer, das sei eine Ausnahme, es kommt aber öfter vor). Seine Mutter kommt ihm auch oft zuvor, z.B. er nimmt sich vor, sein Bett zu beziehen und wenn er heim kommt, ist es schon erledigt. Er kann es seiner Mutter einfach nicht klar kommunizieren, dass er es selber machen möchte. Was finde ich gar nicht geht, ist, dass seine Mutter ungefragt sein Zimmer aufräumt. Aber damit muss er leben, nicht ich.

Was mir Hoffung macht, ist, dass er es alleine schafft, wenn seine Eltern im Urlaub sind. Dann wohne ich immer bei ihm und plötzlich kann er alles selbst machen, kocht gerne, saugt freiwillig Staub, spült ab etc. Auch Arzttermine und Banksachen klappen plötzlich.

Ich denke, sobald Mama nicht mehr die Gelegenheit hat, ihrem Sohn alles abzunehmen, erledigt sich das oft von selbst. Wenn du mit ihm zusammenwohnst, kann man das ja klar stellen.
Ich würde aber vor dem Zusammenziehen klar kommunizieren, dass es eine Aufgabenteilung geben wird und er sich nicht bedienen lassen kann. In den Haushalt wächst man irgendwie rein, wenn man auf sich alleine gestellt ist. Die Erfahrung habe ich gemacht, als die Eltern im Urlaub waren. Spätestens wenn kein Geschirr mehr im Schrank ist, spült man ab, z.B. Er wird das schon lernen, wenn du ihm nicht alles abnimmst.
 

Benutzer163103 

Benutzer gesperrt
Liebe TE, du musst halt wissen, was du möchtest. Möchtest du einen Partner auf Augenhöhe, oder ein Kind? Letzteres würde dann wahrscheinlich irgendwann so enden, wie bei Sarah Lombardi.:ROFLMAO:
 
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