unmögliches verhalten fremder leute

Benutzer48909 

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Also irgendwie habe ich hier langsam das Gefühl, es darf nichts in eine Richtung unterschiedliche Meinung gesagt werden und hier ticken manche Leute vollkommen aus. Das hat schon nichts mehr damit zu tun, dass man seine Meinung sagt, das geht darüber hinaus und greift an :kopfschue (meine Meinung)

Off-Topic:
Ich hab nicht das Gefühl, dass hier irgendwer von uns unsachlich wird... Wir diskutieren doch nur.
 

Benutzer37  (36)

im Ruhestand
haribob schrieb:
Der Mensch ist nunmal so und das ist auch völlig legitim: warum sollen andere einen Vorteil mir gegenüber haben wo ICH warten muss, sind die anderen denn was besseres als ich?
Dies halte ich, mit Verlaub, für eine ziemlich abscheuliche Denkweise. Ich predige keinen bedingungslosen Altruismus, aber es ist mir absolut unverständlich, wie man jede zwischenmenschliche Situation, in der jemand anders einen Vorteil hat, gleich auf die Frage, ob andere was Besseres sind, runterbrechen kann. Wenn ich beim Arzt sitze und jemand, der nach mir gekommen ist, vor mir dran ist, breche ich deswegen doch nicht gleich eine Grundsatzdiskussion vom Zaun, schreie Ich,ich,ich und frage melodramatisch nach, ob Andere mehr wert sind. Das mache ich vielleicht, wenn ich schon seit vier Stunden da sitze (Na gut, in der Wortwahl eigentlich nicht einmal dann), aber doch nicht wegen so einer Kleinigkeit. Dass Menschen zu ihrem eigenen Vorteil denken, finde ich auch in Ordnung - aber nicht, dass viele offenbar der Ansicht sind, dass sie bei jeder noch so blöden Kleinigkeit, bei der andere besser dastehen, gleich volle Geschütze auffahren dürfen und jede noch so übertriebene Reaktion gerechtfertigt ist.

Also 1:1 unentschieden.
Ungefähr genauso unentschieden, als hätte mein Mitbewohner meine Kaffeetasse kaputtgemacht und ich dafür sein Zimmer angezündet. Man kann nicht sagen, wenn zwei Leute sich gegeneinander blöde verhalten, sind sie quitt, unabhängig davon, was sie eigentlich jeweils getan haben.
 

Benutzer48909 

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Off-Topic:
habe ich jemand persönlich angesprochen? Ich denke nicht!

Off-Topic:
Ich hab doch auch niemanden persönlich angesprochen, nur allgemein auf deinen Post geantwortet. Du musst doch das Gefühl gehabt haben, sonst hättest du das doch nicht gepostet, oder?


Ungefähr genauso unentschieden, als hätte mein Mtbewohner meine Kaffeetasse kaputtgemacht und ich dafür sein Zimmer angezündet. Man kann nicht sagen, wenn zwei Leute sich gegeneinander blöde verhalten, sind sie quitt, unabhängig davon, was sie eigentlich jeweils getan haben.

Für mich ist egoistisches Verhalten und darüber einen blöden Spruch ablassen (der nicht rassistisch geprägt ist; ich denke, darüber waren wir uns die ganze Zeit einig, dass der Spruch nicht okay war) 1:1. Ich sehe da keinen Unterschied.
 

Benutzer28689 

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Dass Menschen zu ihrem eigenen Vorteil denken,
wenn das aber zum Nachteil anderer geht ist das Egoismus, wie Schmusekatze05 schon ausgeführt hat.

Und mit dem Wartezimmer beim Arzt kannst du das garnicht vergleichen, denn da sitzen die Patienten aus unterschiedlichen Gründen, an der Kinokasse geht es aber ausschließlich um Kinokarten auf die jeder das gleiche Recht hat.
Bei einem meiner früheren Hausärzte hing sogar ein Schild (eigentlich nur ein Blatt Papier) im Wartezimmer: Der Aufruf der Patienten erfolgt NICHT nach der Reihenfolge ihres Eintreffens in der Praxis, sondern ihrem individuellen Behandlungsbedarf.
Gut, zwei Blatt Papier.

PS: Und dass die Frau den Jungen dumm angemacht hat sollte dem Vater ein extra Denkzettel sein. Würde mich mal interessieren, hat er denn daraus irgendwerlche Lehren gezogen, Dickes P?
 

Benutzer505 

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Öhm, es geht hier um einen Achtjährigen, der vermutlich totaaaaaaaal stolz ist, dass er sowas Tolles wie Anstellen schon alleine kann. Was er nicht kann, ist die Plätze auswählen und die Karten bezahlen, das macht dann der Papa. Und ob der vorher hinten gestanden und gewartet hat und dann dazu kommt oder nebenan stand und dann dazu kommt, ist doch völlig schnuppe für alle Beteiligten, da keiner einen Nachteil hatte.

Klar, wenn eine Gruppe Erwachsener alle 12 Kinoschalter besetzt und sich dann da einfindet wo man am schnellsten dran kommt, ist das zum Kopfschütteln und man könnte sich fragen, ob das Alter auf dem Perso denn auch dem geistigen Alter entspricht - aber hier gehts um ein KIND von 8 Jahren, das die ganze Aktion vermutlich total lustig fand, weil der Papa nebendran stand und das Ganze eine Art Wettlauf war. Zumindest bis ihm ein rassistischer Spruch aller erste Güte um die Ohren geknallt wurde, den er nicht mal wirklich begreifen kann.


Sowohl das doppelte Anstellen als auch eine heftige Reaktion darauf ist Kindergarten. Allerdings a) steht einem 8jährigen eine Kindergartenaktion besser zu Gesicht als einer erwachsenen Frau (und warum als Elternteil so einen völlig harmlosen Spaß nicht einfach mitmachen) und b) überschreitet es die Grenzen von Kindergarten, ein Kind dann so und mit diesen Worten anzubrüllen.

Vermutlich hatte die Dame einen schlechten Tag. "Wenn ich pinkeln will, finde ich schon ein Bein.."
 

Benutzer48909 

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Es soll sich nicht so anhören, als ob ich dem Kind irgendeinen Vorwurf machen würde. Der Kleine weiß es nicht besser. Keine Frage, dass es nicht korrekt war ihn anzuschnauzen.

Ich jedoch hätte meinen 8jährigen Kind erklärt, dass er sich gerne anstellen kann und ich dann dazukomme, wenn er mit dem bezahlen dran ist, aber, dass es nicht korrekt den restlichen Menschen gegenüber ist, wenn wir uns beide anstellen. So bin ich erzogen worden und so finde ich es auch richtig.
Mich wundert es ehrlich gesagt, dass das hier viele so anders sehen.

Aber, ich denke, wir werden nicht auf einen Nenner kommen. Ich bleibe bei meiner Meinung, kann die anderen Meinungen akzeptieren, aber nicht gut heißen. Sollte mir jemand so im realen Leben kommen wird er sich höchstwahrscheinlich einen blöden Spruch fangen. Wir finden uns dann gegenseitig blöd und im Unrecht und gut ist. Meine Kinder werde ich auf jeden Fall anders erziehen.
 

Benutzer28689 

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Indirekt geht es doch aber auch um das Miteinander und dass man nicht allein (=Egoismus) auf dieser Welt ist, was der Vater seeinem Sohn aber doch nichtmal nicht beigebracht hat.
Was ich sagen will: der Junge hatte ein Erfolgserlebnis, das ist ja auch völlig in Ordnung. Gleichzeitig hat sein Vater ihm doch aber auch "gelehrt" (sorry, mir ist grad kein besseres Wort dafür eingefallen), dass man sich egoistisch verhalten kann.

In zwei Jahren ist der Junge zehn. Stellt euch mal vor er geht dann mit Freunden mal Comics im Supermarkt nebenan kaufen. An jeder Kasse ist ne Schlange. Der Junge schickt seine Freunde dann jeden an eine andere Kasse (wie damals mit Papa) und wer am schnellsten vorne ist zu dem gehen sie dann alle bezahlen.
Was glaubt ihr, werden die anderen in der Schlange tun?
Schlimmer noch: was, wenn in dieser Schlange zufälllig ein paar elf-jährige stehn und zwar HINTER den Freunden??


Genau Schmusekatze05, nichtnur die Frau hat Mist gebaut, sondern auch der Vater! Und der Junge darfs ausbaden...
 

Benutzer79369 

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In zwei Jahren ist der Junge zehn. Stellt euch mal vor er geht dann mit Freunden mal Comics im Supermarkt nebenan kaufen. An jeder Kasse ist ne Schlange. Der Junge schickt seine Freunde dann jeden an eine andere Kasse (wie damals mit Papa) und wer am schnellsten vorne ist zu dem gehen sie dann alle bezahlen.
Was glaubt ihr, werden die anderen in der Schlange tun?

ich würde das in dem fall nicht ok finden, weil wohl viermal abgerechnet würde... geht alles auf eine rechnung, ist das quasi ein einkauf und es wäre mir völlig egal, was da vorher für ein spielchen getrieben wurde.
 

Benutzer505 

Team-Alumni
Ein Kind heißt Kind, weil es sich benimmt wie ein Kind.

Das schließt kleine "Dummheiten" mit ein und diese muss man einem Kind auch zugestehen. Es ist ja nun nicht so, dass er sich vorgedrängelt und der Frau vors Schienbein getreten oder sich sonstwie völlig daneben benommen hat - er hat einen Spaß gemacht, der bei einem Erwachsenen sicherlich nicht lustig (allerdings auch nicht welterschütternd tragisch) gewesen wäre, aber für ein Kind nunmal normal ist.

Erziehung heißt nicht, dass man einem Kind vorschreibt sich so zu benehmen, wie es ein Erwachsener tun würde, sondern dass man ihm Grundregeln des Zusammenlebens mit anderen Menschen beibringt. Rücksichtnahme ist da ein wichtiger Punkt, aber ich sehe diesen Punkt hier nicht mehr verletzt, als beim ballspielenden Kind im Hof - das gehört nunmal bei Kindern dazu und als Erwachsener kann man so ein harmloses Spiel durchaus mitspielen.


Es gab keinen Geschädigten - wo ist das Problem?
 

Benutzer37  (36)

im Ruhestand
wenn das aber zum Nachteil anderer geht ist das Egoismus, wie Schmusekatze05 schon ausgeführt hat.
Mein Zitat aus dem Zusammenhang reißen war in dem Fall eher blöde, weil das so ziemlich die einzige Stelle in meinem Beitrag war, an dem ich dir zugestimmt habe :tongue: - "Dass Menschen zu ihrem Vorteil denken, finde ich auch legitim" war eine Reaktion auf dein "Der Mensch ist nunmal so und das ist auch völlig legitim: warum sollen andere einen Vorteil mir gegenüber haben wo ICH warten muss, sind die anderen denn was besseres als ich?"

Und mit dem Wartezimmer beim Arzt kannst du das garnicht vergleichen, denn da sitzen die Patienten aus unterschiedlichen Gründen, an der Kinokasse geht es aber ausschließlich um Kinokarten auf die jeder das gleiche Recht hat.
Dann nimm halt irgendein anderes Beispiel. Das Bürgeramt oder was weiß ich, irgendwas, wo "eigentlich" jeder die gleichen Rechte hat. Meinetwegen auch die gute, alte Kinokasse. Auch da würde ich wegen so einer Kleinigkeit definitiv nicht so einen egozentrischen Aufstand veranstalten. Ich wiederhole einfach nochmal den Satz, der hier ebenfalls meiner Menung entspricht (und nicht nur im Zusammenhang mit dem Arztbeispiel): "Dass Menschen zu ihrem eigenen Vorteil denken, finde ich auch in Ordnung - aber nicht, dass viele offenbar der Ansicht sind, dass sie bei jeder noch so blöden Kleinigkeit, bei der andere besser dastehen, gleich volle Geschütze auffahren dürfen und jede noch so übertriebene Reaktion gerechtfertigt ist."


haribob schrieb:
In zwei Jahren ist der Junge zehn. Stellt euch mal vor er geht dann mit Freunden mal Comics im Supermarkt nebenan kaufen. An jeder Kasse ist ne Schlange. Der Junge schickt seine Freunde dann jeden an eine andere Kasse (wie damals mit Papa) und wer am schnellsten vorne ist zu dem gehen sie dann alle bezahlen.
Was glaubt ihr, werden die anderen in der Schlange tun?
Sich beschweren, uns diesmal tatsächlich zu Unrecht. Erklärung ein paar Beiträge weiter oben, Kinokasse durch Supermarktkasse ersetzt:
Wenn ich selbst in der Schlange gestanden hätte, in der auch der Junge stand, wäre ich durch diese Aktion selbst nicht langsamer vorangekommen - ob der Junge selbst vier Comichefte kauft oder noch jemand dazukommt und sie es zusammen tun, kann mir doch vollkommen egal sein.

Wenn ich in einer der anderen Schlangen gestanden hätte, wäre ich durch diese Aktion selbst ebenfalls nicht langsamer vorangekommen - da stehen dann zwar drei Leute an, wodurch die Schlangen länger wird, aber die verlassen die Schlangen ja, bevor sie die Kasse erreicht haben, alle anderen rücken nach, niemand ist aufgehalten worden. Voilá, Problem hat sich in Luft aufgelöst, niemand wird aufgehalten, niemand hat einen Nachteil, und ich verstehe nicht so ganz, warum diese Aktion jetzt moralisch verwerflich war.
 

Benutzer28689 

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@wellenreiten: ob viermal abgerechnet würde oder alles auf eine Rechnung ginge stellt sich dann erst beim tatsächlichen Bezahlenn heraus. Wenn man die Jungs dann darauf ansprechen würde würden sie doch einfach schulterzuckend gehen. Und es beim Nächstenmal wieder so machen, weils ja funktioniert! Und zwar egal, ob dann viermal oder alles zusammen bezahlt würde. Wenn bei diesem zweiten Mal aber viermal anstatt wie beim ersten Mal alles zusammen gezahlt würde, wie würde man das finden?
Deswegen wäre mir diese Überlegung im Vorfeld zu blöd und ich würde gleich beim ersten Mal sagen: Jungs, so geht das aber nicht, einer steht an und die anderen drängeln sich dann einfach vor. Ihr habt euch Hinten anzustellen, wie alle anderen auch.

@Serenity: Ich stimme dir da völlig zu. Es war nicht richtig, dass die Frau das Kind angefahren hat. Denn wie du richtig sagst machen Kinder solche Dummheiten, ohne das überhaupt zu merken, schon garnicht mit Absicht. Aber (u.a.) genau aus diesem Grund, weil Kinder oft nicht Verantwortungsfall handeln -weil es ihnen dazu schlicht an der nötigen Lebenserfahrung fehlt- ist eine Aufsichtsperson -i.d.R. sind das die Eltern- für sie verantwortlich. In diesem Falll also der Vater, der -meiner Meinung nach- verantwortungslos gehandelt hat indem er sich in die andere Schlange gestellt hat. Oder hat er alle anwesenden, die das betroffen hat darüber informiert, dass er seinem Kind ein Erfolgserlebnis als erzieherische Maßnahme zuteil -ich sitz grad aufm Schlauch wg der Grammatik- lassen will? Ich glaube eher nicht.

Um es nochmal ganz klarzustellen: Wir stimmen doch alle darüber ein, dass erstens die Wortwahl der Frau völlig daneben war und der Junge auch der falsche Ansprechpartner. NICHT falsch -finde zumindest ich- dagegen war, DASS sie etwas gesagt hat und dass der Vater nicht weit genug vorrausgedacht und damit seine Fürsorgepflicht vernachlässigt hat.
 

Benutzer505 

Team-Alumni
... und dass der Vater nicht weit genug vorrausgedacht und damit seine Fürsorgepflicht vernachlässigt hat.
Was um Himmels Willen hat es mit Fürsorgepflicht zu tun, wenn der Vater seinem 8jährigen Sohn einen kleinen Spaß lässt, bei dem absolut niemand auch nur im Geringsten geschädigt wurde?

Man kann Kindern nicht alles verbieten - und wozu auch? Spaßverbot bekommen sie noch früh genug und solange niemand einen Schaden davon hat, ist das doch kein Thema. Ich verstehe nicht, warum man sich wegen so einer Lapalie ärgern muss. Ich hätt mir eins gegrinst, wenn der Kleine dann stolz wie Oskar vorne am Tresen gestanden hätte und gerufen hätte: "ERSTER!!" - auch dann, wenn ich dahinter gestanden hätte.
 

Benutzer28689 

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@Serenity: praktisch ist niemand zu Schaden gekommen, aber moralisch. Nochmal: Es ist doch so, dass man in einer Schlange ansteht, weil mehrere Leute auf weniger -ich nenn' es mal Bedienpunkte- treffen und nicht alle gleichzeitig bedient werden können. In diesem Fall haben alle das gleiche Anliegen, nämlich eine Eintrittskarte zu erwerben. Wenn ich jetzt in der Schlange stünde und warten müsste, weil die Leute vor mir auch eine Kinokarte erwerben wollen ist das akzeptabel und ich warte halt bis ich dran bin. Wenn ich aber -kurz, bevor ich dran bin- feststellen müsste, dass der vor mir garnicht aus diesem Grund ansteht sondern nur als Platzhalter fungiert hat würde ich mich natürlich darüber beschweren und käme mir doch -auf gut deutsch- verarscht und hintergangen vor.

Weil dieser "Spass" auf Kosten (im Sinne von Verarsche) anderer ging. Und das finde ich ist die Fürsorgepflicht, einem Kind beizubringen, dass man keine Späße auf Kosten anderer macht. Es ist doch mindestens der Frau eine Schaden daraus entstanden?

@Liza: Beim Bürgeramt stehen (sitzen) die Leute auch aus verschiedenen Gründen, aber da muss jeder eine Nummer ziehen, und zwar genau aus diesem Grund, dass sich keiner Vordrängeln kann.


Kennt ihr "Animal Farm"?: Alle sind gleich... aber einige sind gleicher.
 

Benutzer28689 

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und nochmal @Serenity: wenn der Junge vor mir am Thresen "ERSTER" gerufen hätten und dann wäre ein Mann von wo auch immer dazugekommen wäre hätte ich dem ins Gesicht gesagt: "Sie stellen sich gefälligst hinten an, wie alle anderen auch."

muss kurz wohin, gleich wieder da.
 

Benutzer10736 

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Off-Topic:
Was um Himmels Willen hat es mit Fürsorgepflicht zu tun, wenn der Vater seinem 8jährigen Sohn einen kleinen Spaß lässt, bei dem absolut niemand auch nur im Geringsten geschädigt wurde?
Haribob ist da persönlich vorbelastet und dehnt den Begriff der "Fürsorgepflichtverletzung" gerne mal etwas weit aus...


@topic: Ich finde es grundsätzlich auch nicht in Ordnung, sich gleichzeitig an zwei Schlangen anzustellen. Ist dasselbe Prinzip, wie wenn sich im Supermarkt einer gleich an die Kasse stellt, während der andere noch alles zusammensammelt und dann gleich mit den ganzen Waren nach vorne kommt. Sorry, sowas finde ich dummdreist. In dem Fall ist es ärgerlich, weil man länger warten muß. An der Kinokasse macht es, was die Wartezeit angeht, keinen Unterschied, weil es egal ist, ob der Junge die Karten alleine kauft oder der Vater sie bezahlt und dafür in der anderen Schlange "wegfällt".

Dafür kann es da unter Umständen einen Unterschied machen, wenn man sich, indem man zwei Kassen "belegt", z.B. die letzten zusammenhängenden Plätze sichert. Alle anderen haben das Risiko, daß die andere Kasse schneller ist, sie erst später drankommen, als wenn sie sich auf der anderen Seite angestellt hätten, und so nicht mehr die Karten kriegen, die sie wollten - wer sich in zwei Schlangen anstellt, hat dieses Risiko nicht (natürlich bleibt immer ein Risiko, daß man nicht die Karten bekommt, die man wollte, aber jedenfalls den Faktor "hätte ich mich an der schnelleren Kasse angestellt, hätte ICH die letzten Karten bekommen" fällt weg). Wobei es da meiner Meinung nach auch einen Unterschied macht, ob man das genau zu DIESEM Zweck macht, oder ob es eben ein harmloses Spiel mit dem Sohn ist, wer zuerst drankommt.

Aber na ja, wegen so einem Quatsch und irgendwelchen Reaktionen darauf einen Thread zu starten, finde ich doch etwas übertrieben.
 

Benutzer28689 

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der moralische, dass sie warten musste und der Mann (mit seinen anderen Kindern) nicht.
Das Zitat ist völlig fehl am Platze, Kinder sind nunmal keine Erwachsenen und folglich kann man da auch nicht die gleichen Maßstäbe anlegen.
Das sehe ich ganz anders, und zwar aus folgendem Grund:
Ich prangere hier nicht das Fehlverhalten des Kindes an, sondern das des Vaters (und dass er dafür sein Kind eingesetzt hat, deswegen "mißbraucht" oben).


"Gleich" waren in der Schlange alle, weil sie alle das gleiche Anliegen (Erwerb einer Eintrittskarte) hatten und dafür den gleichen Preis, nämlich Warten in der Schlange dafür gezahlt haben.
Nur kam dann einer daher und hatte zwar das gleiche Anliegen, hat aber nicht den gleichen Preis dafür bezahlt. Und damit hat er sich über die anderen gestellt.
 
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