Uni - Chance oder Aussichtsloser Versuch?

Benutzer20202 

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Allerdings hat die Columbia einen relativ grosse Prozentsatz internationaler Studenten, also wissen die auch, wie sie so was handhaben müssen, was sich u.U. wieder als Vorteil für dich erweisen könnte.
Für US-Unis sind Ausländer Geldquelle und Wirtschaftsfaktor, das macht es trotzdem nicht leichter.

Aber vergiss darüber nicht, dass du keine Arbeitsbewilligung haben wirst, sondern mit einem Studentenvisum lediglich on-campus arbeiten dürftest.
Genau. Und nicht viele freshmen sind schon TA oder RA.
Zudem musst du normalerweise als international student nachweisen können, dass du über mindestens die gesamten Studiengebühren zum Zeitpunkt des Studienbeginns verfügst -
Bin mir da nicht sicher, ich glaube man muss die Gebühren für ein Jahr nachweisen um das Visum zu beantragen, finde aber gerade keine Kopie meiner Unterlagen.
Ich befasse mich momentan selbst mit amerikanischen Unis, müsste allerdings bei den Unis, die in Frage kommen, mit inkl. Lebenshaltungskosten ca. USD 100'000 für ein zweijähriges Master-Studium rechnen. Da wirds also wohl dann eher am Geld scheitern...
MBA?
Ähnliches, bereits einiges schwieriger (v.a. der Verbal-Teil) gibts dann für Graduate-Programme in Form des GRE und die erweiterte Hardcore-Version GMAT für MBA-Programme.
Habe den GRE gemacht. Stimme Dir beim verbal Teil zu, der ist recht lustig. Multiple-Choice macht Spass, wenn man von 5 gegebenen Antworten 4 noch nie gehört hat. Da war ich auf meine 470/800 schon recht stolz, soviel wie der durchschnittliche amerikanische Ingenieursstudent laut Beiblatt. "Quantitative" und "Analytical" waren einfacher, da habe ich jeweils die vollen 800 Punkte gemacht, in erster Linie ein bischen Übung und Mathe von Klasse 10.
TOEFL ist nicht ganz einfach, da stimm ich zu. Und die Columbia dürfte - wenn ich das recht im Kopf habe - so um die 600-630 Punkte von 670 verlangen (paper-based) - das ist nicht unbedingt wenig...
Gibt es den paper based denn noch? Meine schon zu meiner Zeit gab es nur dieses Computer-Ding. Das fand ich aber auch nicht schwer, in erster Linie eine Frage guter Vorbereitung.

Der Punkt ist, dass ich ein breit gefächertes Abitur machen MUSS (Deutsch und Mathe als Pflichtfächer), in den USA kann man seinen High School Abschluss auch ohne Mathe und Naturwissenschaften machen. Deshalb ist das Abitur nicht 1:1 übertragbar, wie Dawn auch schon anmerkte.
Schon klar, aber trotzdem ist die Frage, ob Leute mit einseitiger Begabung zur Elite gehören. Und zur Zielgruppe eben jener Unis.
 

Benutzer29290 

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Ich würde es auf jeden Fall in den USA versuchen. Ich habe damals auch ein Stipendium bekommen (vom Rotary Club) und solange es nur eine noch so geringe Chance gibt, würde ich es auf jeden Fall probieren. Ich bin zwar froh jetzt in GB zu promovieren, aber meine Studienzeit in den USA möchte ich nicht missen.
Den TOEFL fand ich jetzt auch nicht sehr schwer. Ich habe direkt nach dem Abi ohne jegliche Vorbereitung 287 von 300 möglichen Punkten (computer-based TOEFL) erreicht.
Abstriche kann man im Leben immer noch machen und an eine deutsche Uni kommt man nachher immer. Ich promoviere auch lieber an einer Spitzenuni trotz hoher Studiengebühren (für die ich zum Glück ein Stipendium habe) und ohne Doktorandenstelle, als in Deutschland zwar eine Doktorandenstelle zu haben, aber dafür bei der Uni Abstriche machen zu müssen.

Bin mir da nicht sicher, ich glaube man muss die Gebühren für ein Jahr nachweisen um das Visum zu beantragen, finde aber gerade keine Kopie meiner Unterlagen.
Man brauchte einen Wisch von der Bank, dass man über Geld für ein Jahr verfügt. Das Geld muss man aber nicht wirklich haben. Ich habe den Brief bekommen, weil meine Eltern ein schuldenfreies Haus haben und die Bank wusste, dass sie da notfalls an Geld kommt.

In meinen ersten Semester habe ich alleine 450$ für vorgeschriebene text books ausgegeben, dabei war sogar ein Teil gebraucht und "reduziert". Und ist es den nicht auch so, dass viele US-Unis den undergrads vorschrieben (zu saftigen Preisen) in den dorms zu wohnen?
Da hast du Recht. Das war bei mir auch so, allerdings konnte man die Bücher am Semesterende auch wieder an den Buchladen zurück verkaufen und hat fast die Hälfte des Kaufpreises wieder bekommen. Der dorm war wirklich teuer. Ich habe $450 pro Monat für einen twin room bezahlt. Dafür, dass man nur ein halbes Zimmer und keine Privatsspäre hatte, war das happig. Die privaten Wohnungen waren allerdings kaum billiger.
 

Benutzer9234 

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Bin mir da nicht sicher, ich glaube man muss die Gebühren für ein Jahr nachweisen um das Visum zu beantragen, finde aber gerade keine Kopie meiner Unterlagen.

Für das Visum schon, aber für die Zulassung an der Uni braucht man soweit ich weiss den totalen Nachweis... Naja, ist vielleicht auch wieder von Uni zu Uni verschieden.

Trogdor schrieb:

Ist eine der Optionen, ja. Wobei ich da wohl noch über den genannten Betrag käme... Aber auch nen normalen MA, gute bis sehr gute Uni, Ostküste, Grosstadt, Studiengebühren für zwei Jahre USD 40'000, Lebenshaltungskosten nochmals so viel...

Trogdor schrieb:
Habe den GRE gemacht. Stimme Dir beim verbal Teil zu, der ist recht lustig. Multiple-Choice macht Spass, wenn man von 5 gegebenen Antworten 4 noch nie gehört hat. Da war ich auf meine 470/800 schon recht stolz, soviel wie der durchschnittliche amerikanische Ingenieursstudent laut Beiblatt. "Quantitative" und "Analytical" waren einfacher, da habe ich jeweils die vollen 800 Punkte gemacht, in erster Linie ein bischen Übung und Mathe von Klasse 10.

Gott da beruhigst du mich. Ich geh jetzt dann demnächst erst hin. Bei Übungen krieg ich bei den Verbal MCs die Krise. Englisch kann ich ja wie gesagt wirklich gut - aber da steh ich komplett an. Bin ich froh, dass es da allen gleich geht :grin:
Analytical ist einfach, da hast du recht.

Trogdor schrieb:
Gibt es den paper based denn noch? Meine schon zu meiner Zeit gab es nur dieses Computer-Ding. Das fand ich aber auch nicht schwer, in erster Linie eine Frage guter Vorbereitung.

Weiss ich gar nicht, mir gings aber mehr um die Veranschaulichung der Anzahl Punkte, die man für eine Top-Uni holen muss...
Ich würde den TOEFL auch sehr gut bestehen und fänd ich aus meiner Situation nicht schwierig, denke aber, dass ich ihn direkt nach Matura mit dem bescheidenen Schulenglisch (okay, ich hatte nur vier Jahre Unterricht - in D ist es wohl mehr) mit guten Punkten bestanden hätte...
 

Benutzer20202 

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Ist eine der Optionen, ja. Wobei ich da wohl noch über den genannten Betrag käme... Aber auch nen normalen MA, gute bis sehr gute Uni, Ostküste, Grosstadt, Studiengebühren für zwei Jahre USD 40'000, Lebenshaltungskosten nochmals so viel...
Jo, meine Uni hat vor 5 Jahren auch schon 17.000 $ für ein Jahr gekostet. Aber sollte ein normaler MA nicht auch in 1.5 Jahren machbar sein?

Gott da beruhigst du mich. Ich geh jetzt dann demnächst erst hin. Bei Übungen krieg ich bei den Verbal MCs die Krise. Englisch kann ich ja wie gesagt wirklich gut - aber da steh ich komplett an. Bin ich froh, dass es da allen gleich geht :grin:
Ich muss dazu sagen, mein GRE war Ende 2000, ich habe gehört der sprachliche Teil sei mittlerweile schwerer geworden, was ja insofern kein Problem ist, als es ja immer um die relative Punktzahl zu den anderen geht. Ich habe damals zusammen mit meinen Ergebnis ein Zettel bekommen, auf dem eine Einordnung der Punktzahl stand. Da stand dann dass bei einer Million Prüflingen der mittlere verbal score bei 472 lag (ich hatte 470, grrrr) und dann noch nach Fächerrn aufgeschlüsselt. "Humanities" hatten mit 537 am meisten, "Business" mit 439 am wenigstens, "Engineering" lag mit 468 ein Tick unter mir.
Wichtig ist, dass Du dich auf das für Deutsche eher ungewohnte Multiple-Choice-System vorbereitest. Es ist wichtiger in rascher Zeit eine vermutlich richtige Lösung anzukreuzen, als nach langem Überlegen zum richtigen Ergebnis zu kommen. Die jeweils 800 in den anderen Teilen hatte ich nur durch guter Übung vorher, zumindest damals waren die Fragen mehr oder weniger immer ähnlich.
 

Benutzer9234 

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Jo, meine Uni hat vor 5 Jahren auch schon 17.000 $ für ein Jahr gekostet. Aber sollte ein normaler MA nicht auch in 1.5 Jahren machbar sein?

Ja, ist möglich. Der MA, den ich momentan in Betracht ziehe, kostet USD 935 per point, man braucht 45 points, machbar innert 1.5-2 Jahren. Ich rechne nur lieber mit dem "worst case", weil ich - falls es denn überhaupt klappen sollte - nicht abschätzen kann, wie schwierig das Ganze tatsächlich ist, wie viel Zeit ich brauche, um mich einzuleben, wie mir das mit der Sprache von der Hand geht etc...

Trogdor schrieb:
Ich muss dazu sagen, mein GRE war Ende 2000, ich habe gehört der sprachliche Teil sei mittlerweile schwerer geworden, was ja insofern kein Problem ist, als es ja immer um die relative Punktzahl zu den anderen geht. Ich habe damals zusammen mit meinen Ergebnis ein Zettel bekommen, auf dem eine Einordnung der Punktzahl stand. Da stand dann dass bei einer Million Prüflingen der mittlere verbal score bei 472 lag (ich hatte 470, grrrr) und dann noch nach Fächerrn aufgeschlüsselt. "Humanities" hatten mit 537 am meisten, "Business" mit 439 am wenigstens, "Engineering" lag mit 468 ein Tick unter mir.
Wichtig ist, dass Du dich auf das für Deutsche eher ungewohnte Multiple-Choice-System vorbereitest. Es ist wichtiger in rascher Zeit eine vermutlich richtige Lösung anzukreuzen, als nach langem Überlegen zum richtigen Ergebnis zu kommen. Die jeweils 800 in den anderen Teilen hatte ich nur durch guter Übung vorher, zumindest damals waren die Fragen mehr oder weniger immer ähnlich.

Ich finde den sprachlichen Teil wirklich furchtbar... Ich hock jeweils da und denk mir nur "scheisse, das könnte chinesisch sein, ich würd gleich viel kapieren" :geknickt:
Ich brauch zwischen 1050 und 1200 Punkten, um an den für mich interessanten Unis überhaupt ne Chance zu haben. In Mathe rechne ich mal mit 650-700 (lieber mal nur mit 650), also muss ich immer noch recht viel im sprachlichen Teil haben... :geknickt: Beim Writing kann ich das Ganze zu wenig abschätzen, denke aber, da müsste ich auch eher im oberen Bereich liegen... Hoffe ich zumindest, ansonsten wirds dann knapp...
Mit MC hab ich auch noch so meine Mühe, da hast du schon recht, das ist ungewohnt. Obwohl wir das mittlerweile auch verstärkter haben in meinem Studium - was mir leider nicht so passt, weil ich da irgendwie am meisten verhaue, zumindest im Direktvergleich zu offenen Fragen...
 
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