Unglückliche Mütter - Sie wollen ihr Leben zurück

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich könnte mir vorstellen, dass Muttersein einfach "Typsache" ist. Manchen "liegt" es eben nicht.
Dass das in der Gesellschaft verschrien ist, ist natürlich auch irgendwo logisch, schließlich ist Fortpflanzung vermutlich ein tief verwurzelter Instinkt.

Andererseits muss man sich im Angesicht der Überbevölkerung wirklich keine Sorgen um das Überleben der Menschheit machen.
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Hmm, ich glaube, das liegt zum Teil auch daran, dass das Babykriegen und das ganze Drumrum so "hochgehyped" wird und sich das Bild von Kindheit und Erziehung in den letzten Jahrzehnten drastisch verändert hat.

Du musst dies tun als Mama, sollst das tun, still dein Kind, trag dein Kind, kauf bio, koch nur selber, bleib so lange wie möglich zuhause, geh zum Pekip...
Tust du das nicht und dreht sich beim Mamatreffen nicht jedes Gespräch um die Kinder, wirst Du schief angeguckt. Das macht Druck.
Man gibt eben für die ersten Jahre auch einen großen Teil von sich selbst auf bzw. legt ihn auf Eis. Es dreht sich alles nur noch um den Nachwuchs. Das ist nicht jedermanns Sache. Kann ich bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen.
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Mir tun solche Frauen wirklich Leid. Es ist eine Entscheidung die man nicht zurücknehmen kann. Einen Hund kann man zur Not (auch wenn ich das nicht gutheiße) ins Tierheim bringen, ein Haus verkaufen, einen Surfurlaub abbrechen, etc. Aber selbst wenn das Kind wie im Artikel beschrieben, beim Vater lebt und man es nur unregelmäßig sieht, ist und bleibt man Mutter bis zu dem Tag an dem man stirbt.
Vor allem fürchterlich, weil es in der Gesellschaft wirklich kaum Akzeptanz gibt, wenn man das versucht mitzuteilen.
[DOUBLEPOST=1428346164,1428346010][/DOUBLEPOST]
Hmm, ich glaube, das liegt zum Teil auch daran, dass das Babykriegen und das ganze Drumrum so "hochgehyped" wird und sich das Bild von Kindheit und Erziehung in den letzten Jahrzehnten drastisch verändert hat.

Du musst dies tun als Mama, sollst das tun, still dein Kind, trag dein Kind, kauf bio, koch nur selber, bleib so lange wie möglich zuhause, geh zum Pekip...
Tust du das nicht und dreht sich beim Mamatreffen nicht jedes Gespräch um die Kinder, wirst Du schief angeguckt. Das macht Druck.
Man gibt eben für die ersten Jahre auch einen großen Teil von sich selbst auf bzw. legt ihn auf Eis. Es dreht sich alles nur noch um den Nachwuchs. Das ist nicht jedermanns Sache. Kann ich bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen.
Ja, das sehe ich ganz genau so. Sieht man das Kinderkriegen als etwas, was einfach im Leben passiert, bei dem man Fehler (Erziehungsfehler) machen darf und man sich trotzdem noch selbstverwirklich darf, dann ist der (selbstgemachte) Druck sicherlich nicht so hoch.
Ich sprach neulich mit einer Dänin: Dort ist es normal seine Masterarbeit mit Babybauch abzugeben, mit 30 das 3. Kind zubekommen und jedes Kind noch vor den ersten Geburtstag in die Kita zu geben. Solche Frauen werden durch mehr als nur Muttersein definiert.
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Ich sprach neulich mit einer Dänin: Dort ist es normal seine Masterarbeit mit Babybauch abzugeben, mit 30 das 3. Kind zubekommen und jedes Kind noch vor den ersten Geburtstag in die Kita zu geben. Solche Frauen werden durch mehr als nur Muttersein definiert.

Ja, das klingt wesentlich entspannter.
Ich kenne es aus meinem Bekanntenkreis zum großen Teil so, dass die Mamas sich komplett hintenanstellen und ganz zuhause bleiben, zum Teil ihre Ausbildung/ihr Studium nicht zuende führen und ihren erlernten Beruf zugunsten einer stundenweisen Aldikassenstelle aufgeben.
Meins wärs nicht, ganz ehrlich...

Aber zum Teil wird uns das hierzulande auch sehr erschwert, da die Betreuungsmöglichkeiten unter aller Kanone sind.
KiGa und OGTS schließen bei uns um 16 Uhr - wie soll man da arbeiten gehen, wenn man noch Wegstrecke hat?
U3 ist auch noch nicht so weit ausgebaut, wie es nötig wäre - Anspruch hin oder her... Aber gut - es wird auch kaum nachgefragt hier. Ich bin eine der ganz wenigen Mamas bei uns im KiGa (vielleicht vier oder fünf in drei Gruppen?), die mehr als halbtags arbeitet. Da beißt sich die Katze in den Schwanz :zwinker:

Ist ein sehr umfängliches Thema.
 

Benutzer18168 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich sprach neulich mit einer Dänin: Dort ist es normal seine Masterarbeit mit Babybauch abzugeben, mit 30 das 3. Kind zubekommen und jedes Kind noch vor den ersten Geburtstag in die Kita zu geben. Solche Frauen werden durch mehr als nur Muttersein definiert.
kenn ich aus norwegen.. dort wird man vom chef schonmal gefragt ob es denn nicht langsam zeit für das nächste kind ist :zwinker:

mein landkreis war letztens in einer statistik der erstplazierte.. 99,7% aller 2 jährigen sind in der kita.. glaub der landkreis garmisch war letzter wo nur 2,7% in einer kita waren
hier ist es ganz selbstverständlich das frauen arbeiten und trotzdem kinder haben
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Gab's übrigens schon zu DDR-Zeiten.
bringt nur nix, wenn man in NRW wohnt. Meine Tochter (2) habe ich in insgesamt 15 Kitas zur U3-Betreuung angemeldet und wurde überall abgelehnt. Ich habe nur in der privaten Uni-Kita nur für 20 Std die Woche mit ganz viel betteln einen Platz bekommen (9 Plätze, für den GESAMTEN Universitätsbetrieb, Studenten wie Angestellten). Erst ab 3 wird es dann entspannter. Und dann hat man 2 Kinder eins Ü3 eins, unter 3 und muss dafür zu 2 KiTas fahren... Das ist wirklich SCHEISSE in Deutschland.
 

Benutzer94839 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo Community,

heute bin ich auf einen Text gestoßen indem eine Studie vorgestellt wird, in welcher Mütter ihre Mutterschaft bereuen.
http://www.stern.de/familie/kinder/...terschaft-und-stossen-debatte-an-2186928.html

Ich würde gerne einmal eure Meinungen dazu hören. Seht ihr soetwas ähnlich? Was bedeutet das für euch? Liebt man seine Kinder nicht, wenn man die Mutterschaft bereut? Was würde für euch bedeuten die Mutterschaft zu bereuen? Und und und.....

Also ihr seid gefragt :zwinker:

Edit: Danke an diejenige oder denjenigen Mod, der meinen Beitrag hierher verschoben hat. Ich habe den Thread vorher nicht gesehen gehabt :frown:
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Off-Topic:
Ich hab die Threads mal zusammengeführt.

[DOUBLEPOST=1429027541,1429027346][/DOUBLEPOST]Ich hab Angst vor der Mutterschaft, weil ich immer die Sorge habe, mal so eine Mutter zu werden. Mir wird immer gesagt "Neinnein, wenn du mal Mutter bist, dann werden sich alle diese Zweifel in Luft auflösen." Und ja, ich kann mir vorstellen, dass das bei vielen Müttern tatsächlich auch so gewesen ist. Aber die Studie zeigt ja, es gibt auch welche, bei denen das nicht so ist. Ich stelle mir das ganz furchtbar vor.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das finde ich ehrlich gesagt sehr befremdlich und sehe dafür nur zwei Ursachen, die mir beide äußerst suspekt sind:
1. Die Frauen haben einfach Kinder bekommen, ohne sich vorher darüber Gedanken zu machen, ob es überhaupt etwas für sie ist, tatsächlich Kinder zu haben, die entsprechende Verantwortung zu tragen, usw.
2. Diese Frauen hatten vorher keine Ahnung, was sie wollen, wo ihre Interessen, Bedürfnisse, Ängste, Sorgen, usw. liegen.

Letztendlich tun mir aber einfach nur die Kinder leid, die mit einer derart unglücklichen Mutter aufwachsen müssen.
 

Benutzer121281  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich habe eine Frau in meinem erweiterten Bekanntenkreis, die mir derlei mal im Vertrauen erzählt hat. Für sie ist das extrem hart. Sie hat zwei Kinder, im Abstand von 2 Jahren. Beides Wunschkinder, inzwischen im frühen Teenageralter. Bis heute fehlt ihr diese "Mutterliebe", von der immer gesprochen wird. Sie hat einfach nicht diese extreme emotionale Bindung zu ihren Kindern wie andere Mütter und es frisst sie auf.
Ihre Kinder versucht die das nicht spüren zu lassen, sie engagiert sich viel, ist meiner Meinung nach eine sehr gute Mutter. Aber sie bereut ihre Entscheidung und fragt sich, was mit ihr "falsch" ist, dass sie nicht "normal" fühlt.

Ich kann mir nur ansatzweise ausmalen, welch eine emotionale Belastung das für einen Menschen ist und mir tut diese Frau sehr leid. Zumal sie sich von den wenigen Menschen, denen sie vor mir davon erzählt hat, eben Vorwürfe wie "Das hättest du wissen müssen, BEVOR du Kinder in die Welt setzt!" anhören musste. Wer kann schon genau wissen, wie die Gefühle gegenüber den eigenen Kindern aussehen, bevor diese auf der Welt sind?
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Das finde ich ehrlich gesagt sehr befremdlich und sehe dafür nur zwei Ursachen, die mir beide äußerst suspekt sind:
1. Die Frauen haben einfach Kinder bekommen, ohne sich vorher darüber Gedanken zu machen, ob es überhaupt etwas für sie ist, tatsächlich Kinder zu haben, die entsprechende Verantwortung zu tragen, usw.
2. Diese Frauen hatten vorher keine Ahnung, was sie wollen, wo ihre Interessen, Bedürfnisse, Ängste, Sorgen, usw. liegen.

Woher soll man denn vorher wissen, wie man sich nachher fühlt? Woher soll man vorher wissen, was nachher auf einen zukommt. Und, Interessen, Bedürfnisse, etc. ändern sich mit der Zeit, das ist auch bekannt. Ich denke, die meisten wissen nicht, was mit der Elternschaft auf einen zukommt, oder sie schätzen es falsch ein. Bei den meisten wird das aber eben am Ende auch kein Problem darstellen. Ich glaube, wenn alle, die Zweifel haben, tatsächlich keine Kinder bekommen würden, dann wäre die Geburtenrate in Deutschland noch mal ein großes Stück niedriger.
 

Benutzer65590 

Beiträge füllen Bücher
Off-Topic:
Gab's übrigens schon zu DDR-Zeiten.

...und genau das ist der Grund, warum die Kita-Versorgung in der neuen Bundesrepublik so miserabel ist. Kita, das ist kommunistisches Teufelszeug, Ein Kind Gehört Zur Mutter, so machen wir das im richtigen Deutschland! - Diese Einstellung wird man aus den Köpfen einer gewissen Politikergeneration und -richtung nur schwer herausbekommen.
 

Benutzer151857  (36)

Benutzer gesperrt
Hallo!


Also ich finde diesen Artikel sehr interessant.


Ich denke die Probleme sind weit gestreut.


Fangen wir mal bei der Vorstellung des ersten Kindes an. Was wird durch die Medien gezeigt?

Eine Frau läuft Top-gestylt durch ihre Wohnung, ihre AUFGERÄUMTE Wohnung, wiegt ihr Baby und dieses ist ganz lieb und schaut sie durch liebe Kulleraugen an.


Also bei uns war das anders – sie schrie, sie hatte Koliken, die Wohnung war meist ein Schlachtfeld und ich sah eher aus wie ein Zombie.

Und dann denkt man sich „Ich versage!“

Andere können es ja auch, warum ich nicht – und man bereut seine Entscheidung.

Eine Mutter muss heutzutage so vieles können. (Papas im übrigen auch)#

Dazu muss sie immer gut aussehen, sich für alles interessieren und ganz schnell wieder arbeiten gehen.


Ganz ehrlich? Ich finde ein scheiß muss sie.

Frauen dürfen das Muttersein nicht mehr genießen, es wird noch erwartet.

Erwartungen an die unmöglichsten Dinge – wer hat denn darauf noch bock?


Wie einige hier mitbekommen haben, läuft es bei uns ja ganz anders – ich gehe arbeiten und mein Mann ist zu Hause.

Ich bin die Rabenmutter und er der Versager der seine Familie nicht ernähren kann.

Ich bin gleich nach dem Mutterschaftsurlaub (8 Wochen) wieder arbeiten gegangen und er hat komplett die Elternzeit genommen.

Was für unsere Gesellschaft noch immer ein Unding ist und ich von vielen Frauen Anfeindungen bekomme.


Ich denke vor allem Frauen sind da teils sehr intolerant. Und genau daher, weil so vieles Erwartung wird, wird vielen Frauen eben genau das kaputt gemacht.

Keine Frau ist mit Geburt an eine Mutter – das ist etwas was jede einzelne Frau für sich lernen muss.

Aber ich habe das Gefühl, heutzutage muss es einfach sein.


Traurig.


Mir tun solche Frauen sehr leid.
 

Benutzer147358  (27)

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
Gab's übrigens schon zu DDR-Zeiten.
Naja, die DDR als Staat konnte es sich auch schlichtweg nicht Leisten auf 50% ihrer Arbeitskräfte zu verzichten.
Wenn der Staat auf alle angewiesen ist, kann eine flächendeckende Kinderbetreuung schön möglich sein. Da ist die Motivation dann hoch genug :zwinker:
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich denke vor allem Frauen sind da teils sehr intolerant.
Ja, gerade, was Kinder kriegen, Arbeiten gehen und auch die Kindererziehung angeht. :hmm: Das sind meiner Erfahrung nach meistens Frauen, die ihren Weg schon größtenteils hinter sich haben, er relativ gut geklappt hat und dann meinen, jedem ihr Weltbild aufzwingen zu müssen. Da freue ich mich ja schon drauf, sollte ich mal Mutter sein :whistle:
 

Benutzer147358  (27)

Sehr bekannt hier
Das finde ich ehrlich gesagt sehr befremdlich und sehe dafür nur zwei Ursachen, die mir beide äußerst suspekt sind:
1. Die Frauen haben einfach Kinder bekommen, ohne sich vorher darüber Gedanken zu machen, ob es überhaupt etwas für sie ist, tatsächlich Kinder zu haben, die entsprechende Verantwortung zu tragen, usw.
2. Diese Frauen hatten vorher keine Ahnung, was sie wollen, wo ihre Interessen, Bedürfnisse, Ängste, Sorgen, usw. liegen.
Puh, ich denke es gibt auch Frauen die sich einfach nicht so im klaren darüber waren das es gerade bei der Mutterrolle doch relativ wenig akzeptierten Interpretationsspielraum gibt. Die selbst meinen sie müssten jenes oder dieses erfüllen und im Endeffekt unglücklich mit der Rolle sind, aber nicht unbedingt mit dem Kind an sich.

Letztendlich tun mir aber einfach nur die Kinder leid, die mit einer derart unglücklichen Mutter aufwachsen müssen.
Na, die Mütter machen das wohl kaum extra und sind auch wie im Artikel beschrieben nicht notzwingend schlechte Mütter.
Klar tun mir die Kinder auch Leid, aber sicher nicht nur...
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Klar tun mir die Kinder auch Leid, aber sicher nicht nur...

Ich weiß nicht, ob so eine Studie auch nur irgendwas über die Qualität des Elternseins aussagt. Ich bezweifle es. Eine unglückliche Mutter muss keine schlechte und unfürsorgliche sein. Alle Kritiker scheinen hier automatisch die egoistische Rabenmutter im Kopf zu haben.

Außerdem gibt's ja immer noch nen Vater, der 50% der Elternrolle innehat. Eigentlich müsste man mal eine Parallelstudie über unglückliche Väter machen. Ich bin mir so gut wie sicher, dass der Aufschrei nicht mal annähernd so groß wäre. Da sieht man, dass gesellschaftlich emotional gesehen immer noch der Hauptteil des Elternseins der Mutter angelastet wird. Dabei handelt es sich bei den Frauen in der Studie nicht mal nur um solche, die die klassische Mutterrolle an sich genommen haben:
Die eine, einfache Ursache, die dazu führt, dass Tirtza und die anderen Frauen so fühlen, gibt es Donath zufolge nicht. Auch die Geschlechterrollen spielen eher keine Rolle: Bei einigen der Frauen kümmerte sich hauptsächlich der Vater um Kinder und Haushalt, in anderen Fällen lebten die Kinder sogar beim Vater.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren