Ungeplant schwanger

Schattenkind  

Verbringt hier viel Zeit
Hallo,
ich brauche mal ein offenes Ohr. Ich bin am Ende und so fertig.

Ich bin mitten in meinem berufsbegleitenden Studium und jetzt ungeplant schwanger. Es ist eine absolute Katastrophe und ich weiß nicht wohin mit meinen Gefühlen.
Ich liebe Kinder und mein größter Wunsch ist es mal eine Familie zu grünen, allerdings ist jetzt der denkbar schlechteste Augenblick auf Grund meines Studiums.
Ich habe bisher erst meinem Freund davon berichtet, zu mehr habe ich mich noch nicht getraut und weiß auch gar nicht wie ich das machen soll.
Ich kann nicht abtreiben, ich bin da absolut gegen, aber ich will jetzt einfach kein Baby.
Mein Freund sieht das alles tiefenentspannt und freut sich wie verrückt, er ist richtig glücklich darüber und ich sitze den ganzen Tag daneben und heule. Er meint, dass wir das schon irgendwie schaffen und ich mein Studium weitermachen soll, aber mich überfordert das alles. Ich weiß nicht wie ich hochschwanger oder mit Baby ein Studium meistern würde (Vorteil hier ist aber dass das Studium nur am Wochenende ist).
Er ist mir da wirklich eine große Hilfe, aber ich bin dennoch einfach fertig, ich kann nichts essen, ich kann nicht schlafen, ich kann nicht lernen.
Dazu kommt, dass es mir einfach unsagbar peinlich ist. Man wird doch nicht einfach ungeplant schwanger und ich finde es richtig unangenehm und mache mir riesen große Selbstvorwürfe, dass das passieren konnte. Ich habe Angst vor Getratsche und den Reaktionen meiner Freunde, Bekannte, etc.
Eigentlich hatte ich jetzt entschieden noch ein paar Nächte darüber zu schlafen, bevor ich irgendwem etwas erzähle. Eben war ich aber kurz bei meinem Frauenarzt drin um einen Termin zu vereinbaren und genau da kam eine ehemalige Mitschülerin rein. Ich habe die Vermutung, dass sie das gehört hat und in nem kleinen Dorf wie meinem, weiß das sicher bald jeder. Jetzt fühle ich mich unter Druck gesetzt es schon mal zu erzählen. Aber ist das nicht viel zu früh bevor die Ärztin mich untersucht hat?

Ich bin fertig und weiß nicht was ich tun soll.

Vielleicht hat ja jemand ein offenes Ohr für mich oder ähnliche Erfahrungen, ich bedanke mich schonmal.
 

vry en gelukkig  

Planet-Liebe Berühmtheit
Hallo Schattenkind,

lass dich mal drücken. Klar, das ist erst mal ein Schock, wenn man ungeplant schwanger wird. Das ist verständlich. Seit wann weißt du denn, dass du schwanger bist? In welcher Woche bist du?
Und wie alt bist du?
Ich finde es erst mal super, dass dein Freund so hinter dir steht. Es gibt auch Männer, die ihre Freundin dann zur Abtreibung drängen, oder erst gar nichts von dem Baby wissen wollen - umso schöner, dass er für dich da ist.
Studieren mit Baby ist nicht unmöglich. Ich spreche hier nicht aus persönlicher Erfahrung, aber beispielsweise kenne ich eine Steuerberaterin, die während ihres Jurastudiums (und das ist ja alles andere als leicht) schwanger wurde - sie hat ein Jahr ausgesetzt - und dann weiter gemacht. Und die ist heute zweifache Mutter und hat einen tollen Job in einer Kanzlei.
Zumal du ja nicht alleine bist - du hast deinen Freund, der dich unterstützt. Wie sieht es mit deinen Eltern aus? Könntest du dir vorstellen, dass die dich auch unterstützen?
Peinlich muss dir das aber wirklich nicht sein. Klar, heutzutage gibt es viele Möglichkeiten sicher zu verhüten, aber gleichzeitig ist man halt auch mal "schludrig". Die einen vergessen ihre Pille - ich habe schon einige Kratzer in meinem Auto, weil ich beim Einparken nicht sorgfältig genug aufgepasst habe. Natürlich hat ein Kind weitreichendere Konsequenzen als mal gegen eine Wand zu fahren, aber da du schon studierst, bist du ja auch keine 14 Jahre alt mehr. Du hast einen festen Freund. Es gibt auch Frauen, die da geplant schwanger werden. Ich will dir damit nur sagen, dass du dich nicht noch zusätzlich fertig machen solltest.
Abtreiben könntest du natürlich auch. Auch, wenn das für dich erst mal gar nicht in Frage kommt. Es ist aber eine Option. Komplett zur Seite schieben würde ich sie wohl nicht.
Ich würde mit jemandem von einer Beratungsstelle sprechen. Hier z.B. kann man nach der PLZ suchen:
Beratungsstelle finden
LULU1234 LULU1234 und ihr Mann waren auch während des Studiums schwanger, soweit ich weiß. Vielleicht haben die ja noch einen Tipp.
Alles Gute für dich - egal, wofür du dich entscheidest.

vry
 

Schattenkind  

Verbringt hier viel Zeit
vry en gelukkig vry en gelukkig : Danke für deine lieben Worte.
Ich bin 24, meine Familie wird mich sicher unterstützen, aber vermutlich auch schockiert sein. Meine Mutter hat mir dieses Studium erst ermöglicht und dafür extrem zurückgesteckt. Es werden alle aus allen Wolken fallen.
Außerdem hatte ich noch so viel geplant, wir wollten nächstes Jahr nach Amerika fliegen, das geht nicht mit Mini-Baby, ich wollte mit einer Freundin ein Wochenende nach Mallorca, das geht nicht in hochschwanger. Ich hab einfach das Gefühl, dass ich noch nicht bereit dafür bin. Das ist so viel Verantwortung und ich glaube der bin ich nicht gewachsen. Das liegt aber vermutlich auch daran, dass ich absolut ins Kalte Wasser gefallen bin und das lieber alles geplant hätte und langsam angegangen wäre.

Ich habe aber auch Angst vorm Finanziellen, ich wohne bisher noch zuhause, also brauchen wir eine größere Wohnung, mein Gehalt fällt zu großen Teilen weg und ein Kind kostet ja auch. Da können meine Eltern mich nicht unterstützen.

Ich bin in der 5 ssw, den Test habe ich am Wochenende gemacht, geahnt habe ich es aber schon vorher. Es hat mich ehrlich gesagt nicht mehr überrascht, weil ich es im Gefühl hatte, aber es ist alles noch so unwirklich

Mein Freund ist wirklich das einzige was mich im Moment am Boden hält, aber mit einer Abtreibung würde ich uns beiden das Herz brechen. Ich käme da vermutlich auch niemals drüber weg.

Danke für die Beratungsstellen.
 

LULU1234  

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Ich schreibe dir heute Abend, es ist alles nu r halb so schlimm und sicher machbar! Nur Mut!
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Hallo,
ich brauche mal ein offenes Ohr. Ich bin am Ende und so fertig.

Ich bin mitten in meinem berufsbegleitenden Studium und jetzt ungeplant schwanger. Es ist eine absolute Katastrophe und ich weiß nicht wohin mit meinen Gefühlen.
Ich liebe Kinder und mein größter Wunsch ist es mal eine Familie zu grünen, allerdings ist jetzt der denkbar schlechteste Augenblick auf Grund meines Studiums.
Ich habe bisher erst meinem Freund davon berichtet, zu mehr habe ich mich noch nicht getraut und weiß auch gar nicht wie ich das machen soll.
Ich kann nicht abtreiben, ich bin da absolut gegen, aber ich will jetzt einfach kein Baby.
Mein Freund sieht das alles tiefenentspannt und freut sich wie verrückt, er ist richtig glücklich darüber und ich sitze den ganzen Tag daneben und heule. Er meint, dass wir das schon irgendwie schaffen und ich mein Studium weitermachen soll, aber mich überfordert das alles. Ich weiß nicht wie ich hochschwanger oder mit Baby ein Studium meistern würde (Vorteil hier ist aber dass das Studium nur am Wochenende ist).
Er ist mir da wirklich eine große Hilfe, aber ich bin dennoch einfach fertig, ich kann nichts essen, ich kann nicht schlafen, ich kann nicht lernen.
Dazu kommt, dass es mir einfach unsagbar peinlich ist. Man wird doch nicht einfach ungeplant schwanger und ich finde es richtig unangenehm und mache mir riesen große Selbstvorwürfe, dass das passieren konnte. Ich habe Angst vor Getratsche und den Reaktionen meiner Freunde, Bekannte, etc.
Eigentlich hatte ich jetzt entschieden noch ein paar Nächte darüber zu schlafen, bevor ich irgendwem etwas erzähle. Eben war ich aber kurz bei meinem Frauenarzt drin um einen Termin zu vereinbaren und genau da kam eine ehemalige Mitschülerin rein. Ich habe die Vermutung, dass sie das gehört hat und in nem kleinen Dorf wie meinem, weiß das sicher bald jeder. Jetzt fühle ich mich unter Druck gesetzt es schon mal zu erzählen. Aber ist das nicht viel zu früh bevor die Ärztin mich untersucht hat?

Ich bin fertig und weiß nicht was ich tun soll.

Vielleicht hat ja jemand ein offenes Ohr für mich oder ähnliche Erfahrungen, ich bedanke mich schonmal.
Da bin ich :grin:
Du bist grad durcheinander und das kann ich gut verstehen! Ich bin zurzeit mit meinem zweiten Wunschkind schwanger und trotzdem überfordern mich manchmal meine eigenen Gefühle. Manchmal ist mir das alles einfach zu viel: Die Verantwortung, die Veränderung, was mit meinem Körper geschieht, Zukunftssorgen, kurz: Einfach alles. Mit diesem Gefühl bist du nicht allein! Gerade wenn es ungeplant passiert ist das noch viel verständlicher.

Aber ich lese, dass du nicht abtreiben willst und das freut mich ganz persönlich. :smile: Daher gehe ich jetzt nur auf die Machbarkeiten ein:

Wie alt bist du und wie lange seid ihr zusammen?

Vom Gefühl würde ich es an deiner Stelle so machen: Gehe ein Jahr in Elternzeit, studiere so weit es eben geht weiter - wenn auch reduziert, dein Freund nimmt das Baby, wenn du an der Uni bist, arbeiten musst du in der Zeit ja nicht. Nach einem Jahr kommt das Baby zur Tagesmutter oder in die Kita und ihr könnt normal, wie jetzt, weitermachen.

Oder dein Freund bleibt ein Jahr ganz zuhause und du machst weiter wie bisher. Nur weil du die Mutter bist, musst du nicht diejenige sein, die die EZ macht! Gesetzlicher Mutterschutz vor und nach der Geburt steht dir ja trotzdem zu! Seit neustem Gesetzt gilt das MuSchG auch für Studentinnen.

Kind und normales Studium bekommt man relativ gut unter einen Hut. Ganz, ganz wichtig ist dabei eine an das Studium angepasste und verlässliche Betreuung. Mein Mann und ich hatten die Uni-Kita und die Großeltern. Melde dich JETZT (bzw. nach den ersten 12 Wochen) schon bei den Kitas an, wenn du dein Kind zeitnah zum ersten Geburtstag betreuen lassen willst. Das ist kein Scherz. Wartelisten, vor allem die der guten und uninahen Kitas sind begehrt. Gibt es einen Betriebskindergarten in deinem Job?

Thema "Peinlichkeit": Kinder sind nicht peinlich. Sie sind ein Geschenk - vor allem dann, wenn man sie "generell" möchte. Aber Geschenke können eben sehr überraschend sein und nicht jede Überraschung ist eine freudige :zwinker: Generell würde ich auf Fragen mit "war das etwa geplant?" immer mit "es ist eine besondere Überraschung", "Unverhofft kommt oft" oder "da hatte es eben jemand sehr eilig" und einem Augenzwinkern beantworten. Niemand geht es geplatztes Kondom oder eine vergessene Pille etwas an! Ich hatte das Problem übr. andersherum: "Wie kann man sooo jung (23/24) geplant Kinder bekommen?" Also habe ich manchmal einfach behauptet, dass eben "eine freudige Überraschung war". Das haben die Leute eher verstanden, als eine geplante Schwangerschaft - nur so am Rande :zwinker: Das wurde dann abgeknickt und damit war das Thema vom Tisch.

Viele Unis haben Elternbüros, sonst ist die Gleichstellungsbeauftrage deine Ansprechpartnerin. Wie das bei berufsbegleitenden Geschichten ist weiß ich nicht, aber ich würde mich da dringend beraten lassen, welche Möglichkeiten es speziell für deine Uni und deinen Studiengang gibt! Dinge die für Chemikerinnen gelten, gelten ja nicht zwingend für Juristen, etc. Gleiches gilt für die Studienberatung, Frauenreferat/ASTA und das Prüfungsamt. Dort kannst du dich über Prüfungsverschiebung, Prüfungsverlängerungen, Elternsemester, Betreuungsmöglichkeiten, etc informieren. Auch ist eine Schwangerschaftskonfliktberatung immer ratsam. Wir waren dort damals auch, in unserem Fall bei der AWO. Wir haben gleich gesagt, dass wir ein geplantes/gewünschtes Kind bekommen, so hat man uns über Elternzeit, Kindergeld, Betreuungsmöglichkeiten, Mutterschaftsgeld, Hartz4, Zuschüsse wie Wohngeld, etc, beraten und informiert. Die Dame war sehr nett und hat uns sehr geholfen.

Es gibt bei Prüfungen Härtefallregelungen: Als Schwangere unterliegst du einer Schutzbedürftigkeit, der die Uni nachgehen muss. Du kannst zum Beispiel Prüfungsverlängerungen beantragen, mit der Begründungen mehr Pause zu benötigen, weil du häufiger aufstehen musst oder zur Toilette musst. Du kannst auch einen anderen Stuhl beantragen. Eine Freundin hat Klausuren im Sekretariat geschrieben, damit sie auf einem Bürostuhl saß, eine andere hat ihren eigenen Stuhl mit in die Prüfung gebracht. Es gibt auch die Möglichkeit schriftliche Prüfungen durch kürzere mündliche zu ersetzen, etc.

Nein, lernen mit Baby ist nicht einfach. Es schlaucht sehr, Schlafmangel macht doof und in meinen Schwangerschaften war oder bin ich immer dermaßen neben der Spur, dass ich nicht prüfungstauglich war oder bin. Aber es sind auch nur 9 Monate. Und wenn man das Baby in einer guten Betreuungssituation beim Papa, der Oma oder der Tagesmutter weiß, dann ist die Trennung vom Baby zwischenzeitlich hart, aber machbar.

Und beim Thema Finanzen: Ich bin ja der Meinung, dass finanzielle Probleme nur so schlimm sind, wie man sie sich macht. Man bekommt in Deutschland immer Hilfen, hier muss keiner verhungern! Im schlimmsten Fall bezieht das Baby H4, ihr bekommt Wohngeld und einer von euch arbeitet. Das kann man schaffen!

Wenn du konkrete Fragen hast: Frag! Wenn du einfach nur jemanden zum Schreiben brauchst, dann schreibe hier einfach.
Dein Freund steht zu dir, er will dieses Kind: Du bist nicht alleine und zusammen kann man das wirklich schaffen!
 

Schattenkind  

Verbringt hier viel Zeit
Du bist grad durcheinander und das kann ich gut verstehen! Ich bin zurzeit mit meinem zweiten Wunschkind schwanger und trotzdem überfordern mich manchmal meine eigenen Gefühle. Manchmal ist mir das alles einfach zu viel: Die Verantwortung, die Veränderung, was mit meinem Körper geschieht, Zukunftssorgen, kurz: Einfach alles. Mit diesem Gefühl bist du nicht allein! Gerade wenn es ungeplant passiert ist das noch viel verständlicher.

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort :smile:
Genau das ist es bei mir auch, es macht einfach alles höllische Angst. Ich hab Angst davor es jemandem zu sagen, Angst davor dass mein Bauch riesig wird und sich mein Körper verändert, Angst davor, dass ich der Verantwortung nicht gewachsen bin und Angst davor, dass ich mein Studium nicht packe.

Wie alt bist du und wie lange seid ihr zusammen?

24 Jahre bin ich und zusammen sind wir fast 3 Jahre

Vom Gefühl würde ich es an deiner Stelle so machen: Gehe ein Jahr in Elternzeit, studiere so weit es eben geht weiter - wenn auch reduziert, dein Freund nimmt das Baby, wenn du an der Uni bist, arbeiten musst du in der Zeit ja nicht. Nach einem Jahr kommt das Baby zur Tagesmutter oder in die Kita und ihr könnt normal, wie jetzt, weitermachen.

Das wird darauf hinauslaufen müssen, allerdings studiere ich an einer privaten Hochschule, wo die Studiengebühren € 600 betragen und ich die im Moment nur zahlen kann, weil ich arbeite und noch zuhause wohne. Wenn ich ein Baby zu versorgen habe und dann noch länger als Regelstudienzeit studiere, wird es schwierig.

der dein Freund bleibt ein Jahr ganz zuhause und du machst weiter wie bisher. Nur weil du die Mutter bist, musst du nicht diejenige sein, die die EZ macht! Gesetzlicher Mutterschutz vor und nach der Geburt steht dir ja trotzdem zu! Seit neustem Gesetzt gilt das MuSchG auch für Studentinnen.

Vom Gedanken sicher richtig, aber mein Freund ist bereits fest im Beruf und verdient das 4 fache von mir, daher wäre das eher unklug. Auf dieses Gehalt sind wir angewiesen.

Kind und normales Studium bekommt man relativ gut unter einen Hut. Ganz, ganz wichtig ist dabei eine an das Studium angepasste und verlässliche Betreuung. Mein Mann und ich hatten die Uni-Kita und die Großeltern. Melde dich JETZT (bzw. nach den ersten 12 Wochen) schon bei den Kitas an, wenn du dein Kind zeitnah zum ersten Geburtstag betreuen lassen willst. Das ist kein Scherz. Wartelisten, vor allem die der guten und uninahen Kitas sind begehrt. Gibt es einen Betriebskindergarten in deinem Job?

Meine FH ist leider ziemlich weit weg vom Wohnort (fahre 1,5 Stunden hin) und extrem klein. Es gibt nicht mal ne Cafeteria, geschweige denn eine Kita. Der Vorteil ist aber, dass ich immer nur dann in die FH muss, wenn mein Freund Feierabend hat. Und sonst gibt es ja auch noch die Großeltern, da sehe ich eher keine Probleme. Aber mal erkundigen werde ich mich. Danke

Thema "Peinlichkeit": Kinder sind nicht peinlich. Sie sind ein Geschenk - vor allem dann, wenn man sie "generell" möchte. Aber Geschenke können eben sehr überraschend sein und nicht jede Überraschung ist eine freudige :zwinker: Generell würde ich auf Fragen mit "war das etwa geplant?" immer mit "es ist eine besondere Überraschung", "Unverhofft kommt oft" oder "da hatte es eben jemand sehr eilig" und einem Augenzwinkern beantworten. Niemand geht es geplatztes Kondom oder eine vergessene Pille etwas an! Ich hatte das Problem übr. andersherum: "Wie kann man sooo jung (23/24) geplant Kinder bekommen?" Also habe ich manchmal einfach behauptet, dass eben "eine freudige Überraschung war". Das haben die Leute eher verstanden, als eine geplante Schwangerschaft - nur so am Rande :zwinker: Das wurde dann abgeknickt und damit war das Thema vom Tisch.

Danke, die lieben Worte haben mir geholfen :smile:

Viele Unis haben Elternbüros, sonst ist die Gleichstellungsbeauftrage deine Ansprechpartnerin. Wie das bei berufsbegleitenden Geschichten ist weiß ich nicht, aber ich würde mich da dringend beraten lassen, welche Möglichkeiten es speziell für deine Uni und deinen Studiengang gibt! Dinge die für Chemikerinnen gelten, gelten ja nicht zwingend für Juristen, etc. Gleiches gilt für die Studienberatung, Frauenreferat/ASTA und das Prüfungsamt. Dort kannst du dich über Prüfungsverschiebung, Prüfungsverlängerungen, Elternsemester, Betreuungsmöglichkeiten, etc informieren.

Das gibts bei mir leider auch nicht, aber ne allgemeine Beratung, auch zum Finanziellen, werde ich aufsuchen.

Und beim Thema Finanzen: Ich bin ja der Meinung, dass finanzielle Probleme nur so schlimm sind, wie man sie sich macht. Man bekommt in Deutschland immer Hilfen, hier muss keiner verhungern! Im schlimmsten Fall bezieht das Baby H4, ihr bekommt Wohngeld und einer von euch arbeitet. Das kann man schaffen!

Da hast du vermutlich recht, das ist nur im MOment noch alles schwer abzuschätzen. Ich weiß gar nicht was auf mich zukommt.

enn du konkrete Fragen hast: Frag! Wenn du einfach nur jemanden zum Schreiben brauchst, dann schreibe hier einfach.
Dein Freund steht zu dir, er will dieses Kind: Du bist nicht alleine und zusammen kann man das wirklich schaffen!

Danke schön :smile: Es hilft mir schon sehr darüber zu reden und die Entscheidung "abtreiben oder bekommen" ist eh gefallen. Eine Abtreibung kommt nicht in Frage. Ich glaube ich brauche noch ein paar Tage und dann werde ich ml mit meiner Mutter sprechen, vor ihrer Reaktion habe ich am meisten Angst. Wenn ich sie auf meiner Seite habe und ihre Unterstützung kriege, wird es mir sicher besser gehen.

Ich bin auch so überfordert, weil ich mich noch nie mit dem Thema auseinander gesetzt haben. Ich weiß nicht was ich essen darf, was ich trinken darf, welche Aktivitäten ich noch machen darf, was ich erledigen muss, welche gesundheitlichen Vorkehrungen ich treffen muss. Ich fühle mich einfach ins Kalte Wasser geschmissen. Ich hab auch Angst, dass ich stark körperlich unter der Schwangerschaft leider und nicht mehr in die FH kann/ lernen kann/ arbeiten kann. Das ist alles so Ungewiss.

Vielen lieben Dank und alles gute für dich und deine Schwangerschaft!
 

celavie   (39)

Sehr bekannt hier
Schattenkind, Lulu hat schon viel Gutes gesagt. Auch ich möchte dir Mut machen. Ihr schafft das und Hilfe bekommst du bei den genannten Stellen. Dein Ärztin wird dir bei Fragen zur Seite stehen. Auch das Forum hier eignet sich. Du wirst sehen, dass ist ein Haufen starker Mamis hier, die sich gern helfen.

Ich habe meine zwei Kinder im Prinzip auch im letzten Ausbildungsabschnitt bekommen und stehe nun kurz vor der zweiten juristischen Staatsprüfung. Meine Schwester hat ein Kind im Studium und eins kurz vorm Lehramtsref bekommen. Das zu wissen nützt dir natürlich nicht viel - jeder ist unterschiedlich belastbar - aber es ist machbar und schön. Auch wenn du es dir jetzt nicht vorstellen kannst, ganz so schlecht ist der Zeitpunkt gar nicht.

Versuche dir ein Netzwerk von Studenteneltern zu aufzubauen. Helfen und Hilfe empfangen ist echt wichtig. Sprich persönlich mit den wichtigsten Profs und dem Prüfungsamt. Fast jeder hat dort ein Ermessen, welches natürlich wohlwollender ausgeübt wird, wenn man die betreffende Person persönlich kennt.
Glaub mir, ich weiß wovon ich spreche. Kenne das aus der Universität von beiden Seiten (wiss. Mit und Student) und auch aus dem Ministerium.
 
Zuletzt bearbeitet:

alycon  

Meistens hier zu finden
Bzgl. Finanzierung und Regelstudienzeit: Du hast meines Wissens an vielen Unis die Möglichkeit, ein Urlaubssemester einzulegen. Je nach Uni dürfen in diesem Urlaubssemester trotzdem Prüfungen abgelegt werden, dh du verlierst nicht so viel, das Semester wird dir aber in deiner Bilanz nicht angerechnet. An meiner Uni konnte man sich von den Semestergebühren befreien lassen, wenn man sich in der "Familienphase" befindet, also schwanger ist oder ein Kind großzieht. Und als kleinen Bonbon gabs an meiner Uni zum Abschluss nochmal einen kleinen Geldbetrag (ich meine irgendwas kleines, vierstelliges), wenn man sein Studium mit Kind abgeschlossen hat. Ob das in Regelstudienzeit geschehen musste, weiß ich allerdings nicht...
Alles Gute für euch, ihr packt das schon!
 

LULU1234  

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Ich kenne auch einige, die berufsbegleitend an FHs studiert haben. Die waren zwar alle sauteuer, aber mussten daher den Studenten auch etwas bieten und ein Unterbrechen des Studiums gehört dazu! Meist kann 2-4 Semester pro Kind problemlos und kostenlos aussetzen!
Gehört deine FH einem größeren Zusammenschluss an? Häufig gibt es da Netzwerke, vlt. gibt es an anderer Stelle eine passendere Beratung.
Wenn dein Freund gut verdient, dann würde ich mir zwecks Versorgungssicherheit für dich und das Kind, auch wenn das klingt als lebten wir im 18. Jahrhundert, Gedanken über eine Hochzeit machen. Allerdings würde ich das natürlich nur tun, wenn ihr das eh auf der Agenda hattet. Heiraten weil man das eben so macht, würde ich nicht.

Thema Mutter: Wie gesagt, ich bin verheiratet und habe bereits ein Kind (war beim ersten also so alt wie du). Bei beiden Kindern war die Reaktion meiner Mutter das, worauf ich am wenigsten Lust hatte. Aber nach dem ersten "Schock" haben sich meine Eltern recht schnell an den Gedanken gewöhnt. 2 Tage nach der "Offenbarung" lagen bereits die Kataloge mit Gartenspielzeug und Kinderschlafzimmern auf dem Küchentisch. Heute können sie sich beide ein Leben ohne ihre Enkelin hinten und vorne nicht mehr vorstellen. Daher habe ich u.a. meinen Eltern auch recht schnell von der zweiten Schwangerschaft erzählt. Das war wie Pflasterabziehen. Danach musste ich mir über den Mist keine Gedanken mehr machen.
Gib deinen Eltern Zeit sich an den Gedanken zu gewöhnen, evtl. werden sie auch deinem Freund gegenüber erstmal nicht gaaaanz so freundlich gegenüber sein, weil er dir das angetan hat. :zwinker: Aber das wird sich alles legen und einspielen. Du bist ihre Tochter und der Wurm in deinem Bauch ihr Enkelkind.

Gesundheit: Trinke keinen Alkohol, rauche nicht und esse keine Lebensmittel die leicht verderblich (selbstgemachte Majo) sind oder aus rohem Fleisch oder Fisch sind. (Sushi, Mett, Eischnee, geräucherter Fisch oder Schinken) Bei Medikamenten gibt es die Seite embryotox.de dort ist zu allen Medikamenten eine Info, ob man die nehmen darf oder nicht. Generell gilt: so wenig wie möglich, Schmerzmittel der Wahl sind am Anfang Ibu und Para, später nur noch Para.

Thema Körper: Kann ich gut verstehen: ich hatte und habe auch Angst vor bleibenden Schäden: Streifen, Gewicht, etc. Die meisten Frauen verlieren mit einem kleinen bisschen Disziplin in den ersten Monaten nach der Geburt einen Großteil des Gewichts wieder! Wirklich! Ich wog nach 3 Monaten wieder das gleiche wie zuvor, hatte aber auch nur 10 kg zugenommen. Eine Freundin von mir hat über 30kg zugenommen. Das Baby ist jetzt 7 Monate alt und sie sieht fast so aus wie vorher (zumindest in Kleidung).

Ich hatte in beiden Schwangerschaft zu Anfangs mit starker Übelkeit zu kämpfen und habe wirklich 12 Wochen nur im Bett gelegen oder gekotzt oder beides gleichzeitig. Es ist ekelig, es zieht einen runter, aber man übersteht das! Und irgendwann hört es auch wieder auf. Körperlich darfst du machen, was du kannst, vor allem in den ersten Wochen. Ist die Schwangerschaft zu anstrengend, dann lasse dich krankschreiben und lege ein Krankensemester ein!

Aktivitäten: Nur Sachen, bei denen schwere Stürze wahrscheinlich sind oder man schweren Erschütterungen ausgesetzt ist, würde ich lassen: Joggen, Radfahren in der Stadt, schwimmen, wandern, tanzen, etc das ist alles kein Problem. Downhill, Bungeejumping, Fallschirmspringen und Wildpferde einreiten würde ich jetzt nicht unbedingt :zwinker: Wenn der Bauch dicker wird, merkt man sehr schnell, was noch geht und was nicht.
 

Miau07  

Verbringt hier viel Zeit
Liebe Schattenkind,
Auch ich möchte dir hier nochmal Mut machen und dich unterstützen.
Natürlich ist deine Situation nicht ideal und ich will mir gar nicht vorstellen, was für ein Schock das für dich war/ ist.

Aber du bist in einer gefestigten Beziehung, dein Freund unterstützt dich und abgesehen von dem ungünstigen Zeitpunkt denke ich auch nicht, dass 24 zu jung für ein Kind ist.

Mein Mann ist 25 und ich bin jetzt gerade 26 und wir warten momentan auf unseren kleinen Mann, der eigentlich jeden Tag eintreffen sollte. Die Nachricht von dem Enkelkind hat in der Familie bei uns riesige Freunde ausgelöst, wir hatten es aber auch geplant und es ist für alle Großeltern und Urgroßeltern das erste (Ur-)Enkelkind.
Dafür wurden wir bei der Hochzeit mit 23 von allen schräg angeguckt und ich wurde gefühlt 1000 Mal gefragt, ob ich schwanger wäre.
Ich denke selbst wenn es auch für eure Familien erst einmal ein Schock ist, so werden sie diesen überwinden und euch bestimmt auch unterstützen. Selbst wenn die ersten Reaktionen nicht positiv sein sollten. Versuch es nicht zu schwer zu nehmen und gib euren Familien Zeit.

Und was das Studium in der Schwangerschaft angeht, so kommt es natürlich sehr auf dich und auch auf deinen Schwangerschaftsverlauf an, aber ich kann dir versichern, dass es auf jeden Fall machbar ist.
Ich bin momentan auch neben meinem Beruf noch an einer FH meinen Master am machen. Die Klausuren vom Wintersemester habe ich im Januar/Februar noch mit Kugel mitgeschrieben und ich plane auch meine letzten 3 Klausuren vom Sommersemester im Juli zu scheiben.
Ich habe mit allen meinen Dozenten persönlich gesprochen, ihnen meine Situation erklärt und mir die ganzen Unterlagen digital geben lassen. Tatsächlich konnte ich so in der Zeit vom Mutterschutz schon ein bisschen was 'vorlernen', auch wenn ich momentan nicht in die Vorlesungen gehe. Bin ganz glücklich damit, das hilft gegen die Langeweile und man hat noch ein anderes Thema mit dem man sich beschäftigen kann. So sehr ich meinen kleinen Kerln liebe, den ganzen Tag nur noch über Babys nachzudeken und zu reden ist auch irgendwann nervig.
Während der Klausuren wird mein Mann sich Urlaub nehmen und auf das Kind aufpassen.
Sobald der Kleine da ist, bin ich ein Jahr in Elternzeit, dass kann ich wunderbar nutzen, um in dieser Zeit auch meine Masterarbeit zu schreiben.
Ich denke, wenn ich das neben einem Vollzeitjob geschafft habe geht das auch mit Baby. Außerdem habe ich die doppelte Frist durch das Kind. Und auch Klausuren könnte ich im Zweifel schieben oder ein Semeser aussetzen, habe mich aber dagegen entschieden. Da kann die bestimmt eine Beratung an der Hochschule helfen. Vielleicht auch sowas wie Studienverlaufsberatung oder so?

Wie fit du während der Schwangeschaft sein wirst, wirst du sehen, aber rein körperlich ist so Mitte 20 eigentlich das perfekte Alter. Ich denke es ist auch vieles Einstellungs- und Typsache, wie schwer einem die Schwangerschaft fällt. Einfach möglichst enstpannt bleiben und dir so weig Stress wie möglich machen. Ihr habt jetzt 9 Monate Zeit alles zu klären und euch darauf einzustellen. Das ist zwar nicht so lange, aber es passiert auch nicht von Heute auf Morgen.

Zur Schwangerschaftsübelkeit, die sicherlich bald kommt, kann ich nur sagen, da war mir den ganzen Tag dauerhaft schlecht. Noch vor dem Aufstehen einen Keks knabbern und generell dauerhaft was zu knabbern hat mir sehr geholfen. Magen nie ganz leer, aber auch nicht zu voll. An Tagen, die ganz schlimm waren, war ich auch ein, zwei Mal Zuhause und hab mich krank gemeldet, aber ansonsten war ich die ganze Zeit normal arbeiten und auch an der FH. Zum Glück dauert das mit der Übelkeit nicht ewig (auch wenn es einem so vorkommen kann) und ab Woche 13 was es bei mir vom einen auf den anderen Tag weg.

Unseren Eltern, Geschwistern und meinem Chef auf der Arbeit haben wir es direkt erzählt. Allen anderen Verwandten, Freunden und Kollegen erst nachdem die drei Monate um waren. Man hört ja oft genug, dass in der Zeit das Risiko noch sehr hoch ist.
Dem Chef halt wegen Mutterschutzgesetz und auch wegen der Personalplanung so früh. Habe da auch direkt die Bescheinigung vom Frauenarzt abgegeben. Nur wenn der Arbeigeber Bescheid weiß, greift das Gesetz. Wenn du von deiner Schwangerschaft schon wusstest, es aber nicht mitgeteilt hast und gekündigt wirst ist es tatsächlich dein Problem, hast du es mitgeteilt greift das Mutterschutzgesetz und der Kündigungsschutz.

Ansonsten ist der Ratschlag sich frühstmöglich noch während der Schwangerschaft um KiTa Platz oder ähnliches zu kümmern auch sehr gut! Haben wir auch direkt gemacht und trotzdem ist es schwierig direkt nach einem Jahr einen Platz zu bekommen. Mein Mann hat ganz große Augen gemacht und konnte es gar nicht glauben, was das für Wartezeiten sind.

Ich wünsche dir wirklich von Herzen alles Gute, viel Unterstützung von euren Familien und positive Reaktionen sowie natürlich auch einen entspannten und unkomplizierten Schwangerschaftsverlauf.
 

Bria  

Toto-Champ 2008 & 2017
Ich hab momentan nicht so viel Zeit, will aber unbedingt das Stichwort Folsäure in den Ring werfen. Besorge dir so bald wie möglich Folsäuretabletten, gibts auch im Drogeriemarkt. Das ist, meine ich, besonders im ersten Drittel der Schwangerschaft wichtig, zu wenig Folsäure kann (muss nicht, also keine Panik :zwinker: ) zu Fehlbildungen führen.

Ansonsten wurde schon alles wichtige gesagt, auch ich denke, wenn der erste Schock sich gesetzt hat, werdet ihr einen Weg finden - dass momentan alles viel zu viel ist, kann ich gut nachvollziehen. Da bricht ein Sturm über dich herein, aber bald wird er zu einem starken Wind und dann einem lauen Lüftchen geworden sein. Ich drücke euch die Daumen und wünsche dir alles Gute!
 

Schattenkind  

Verbringt hier viel Zeit
Ich habe meine zwei Kinder im Prinzip auch im letzten Ausbildungsabschnitt bekommen und stehe nun kurz vor der zweiten juristischen Staatsprüfung. Meine Schwester hat ein Kind im Studium und eins kurz vorm Lehramtsref bekommen. Das zu wissen nützt dir natürlich nicht viel - jeder ist unterschiedlich belastbar - aber es ist machbar und schön. Auch wenn du es dir jetzt nicht vorstellen kannst, ganz so schlecht ist der Zeitpunkt gar nicht.

Danke, doch das zu wissen nützt mir tatsächlich etwas, weil ich absolut nicht einschätzen konnte, ob ich das wirklich hinkriegen kann. Ich bin über jedes Positivbeispiel dankbar.

Spreche persönlich mit den wichtigsten Profs und dem Prüfungsamt. Fast jeder hat dort ein Ermessen, welches natürlich wohlwollender ausgeübt wird, wenn man die betreffende Person persönlich kennt.

Das werde ich machen in den nächsten Monaten. Vielleicht kriege ich da auch noch ein paar Tipps.

Du hast meines Wissens an vielen Unis die Möglichkeit, ein Urlaubssemester einzulegen. Je nach Uni dürfen in diesem Urlaubssemester trotzdem Prüfungen abgelegt werden, dh du verlierst nicht so viel, das Semester wird dir aber in deiner Bilanz nicht angerechnet. An meiner Uni konnte man sich von den Semestergebühren befreien lassen, wenn man sich in der "Familienphase" befindet, also schwanger ist oder ein Kind großzieht. Und als kleinen Bonbon gabs an meiner Uni zum Abschluss nochmal einen kleinen Geldbetrag (ich meine irgendwas kleines, vierstelliges), wenn man sein Studium mit Kind abgeschlossen hat.

Ja, das Urlaubssemester kann ich kostenfrei machen, will es aber ungerne. Klar, im Ernstfall ist es gut die Möglichkeit zu haben, aber ich habe den Ehrgeiz das wie geplant in Regelstudienzeit zu erledigen. Abgesehen davon verstehe ich das Prinzip nicht ganz, da es meinen Studiengang nur einmal gibt und dieses Jahr auch nicht neugeben wird und ich mich frage wo ich dann wieder einsteigen kann? Die werden mich ja wohl kaum alleine in der Vorlesung parken.

Ergänzung: Habe gerade in meinem Vertrag nachgelesen. Ich habe keinen Anspruch darauf, dass die verpassten Veranstaltungen erneut angeboten werden, ich kann es in "vergleichbaren" Veranstaltungen nachholen. Aha, die gibt es leider nicht bei allen Modulen.

Ich kenne auch einige, die berufsbegleitend an FHs studiert haben. Die waren zwar alle sauteuer, aber mussten daher den Studenten auch etwas bieten und ein Unterbrechen des Studiums gehört dazu! Meist kann 2-4 Semester pro Kind problemlos und kostenlos aussetzen!

Ja, das Urlaubssemester kann ich kostenfrei machen, will es aber ungerne. Klar, im Ernstfall ist es gut die Möglichkeit zu haben, aber ich habe den Ehrgeiz das wie geplant in Regelstudienzeit zu erledigen. Abgesehen davon verstehe ich das Prinzip nicht ganz, da es meinen Studiengang nur einmal gibt und dieses Jahr auch nicht neu geben wird und ich mich frage wo ich dann wieder einsteigen kann? Die werden mich ja wohl kaum alleine in der Vorlesung parken. Aber das kann ich sicher in ein paar Wochen/ Monaten vor Ort klären.

Gehört deine FH einem größeren Zusammenschluss an? Häufig gibt es da Netzwerke, vlt. gibt es an anderer Stelle eine passendere Beratung.

Ja, ist sie. Da muss ich mich mal erkundigen, wer mir da helfen kann.

Gib deinen Eltern Zeit sich an den Gedanken zu gewöhnen, evtl. werden sie auch deinem Freund gegenüber erstmal nicht gaaaanz so freundlich gegenüber sein, weil er dir das angetan hat. :zwinker: Aber das wird sich alles legen und einspielen. Du bist ihre Tochter und der Wurm in deinem Bauch ihr Enkelkind.

Das wird schon, auf meinen Freund wird sie sicher nicht böse sein, ich glaube auch nicht, dass sie auf mich böse ist. Vielleicht enttäuscht. Aber sie hat schon eine Enkeltochter (Tochter meiner Schwester) und geht ganz in ihrer Omarolle auf.

Gesundheit: Trinke keinen Alkohol, rauche nicht und esse keine Lebensmittel die leicht verderblich (selbstgemachte Majo) sind oder aus rohem Fleisch oder Fisch sind. (Sushi, Mett, Eischnee, geräucherter Fisch oder Schinken) Bei Medikamenten gibt es die Seite embryotox.de dort ist zu allen Medikamenten eine Info, ob man die nehmen darf oder nicht. Generell gilt: so wenig wie möglich, Schmerzmittel der Wahl sind am Anfang Ibu und Para, später nur noch Para.

Danke, wie hast du es mit Kaffee gehalten?

Thema Körper: Kann ich gut verstehen: ich hatte und habe auch Angst vor bleibenden Schäden: Streifen, Gewicht, etc. Die meisten Frauen verlieren mit einem kleinen bisschen Disziplin in den ersten Monaten nach der Geburt einen Großteil des Gewichts wieder! Wirklich! Ich wog nach 3 Monaten wieder das gleiche wie zuvor, hatte aber auch nur 10 kg zugenommen. Eine Freundin von mir hat über 30kg zugenommen. Das Baby ist jetzt 7 Monate alt und sie sieht fast so aus wie vorher (zumindest in Kleidung).

Okay, ich hoffe ich habe die Gene meiner Schwester. Die sieht aus wie vorher. Ich habe aber auch Angst vor der Schwangerschaft allgemein... Also auch vor den Schmerzen, der Geburt, einfach alles irgendwie.

Ich hatte in beiden Schwangerschaft zu Anfangs mit starker Übelkeit zu kämpfen und habe wirklich 12 Wochen nur im Bett gelegen oder gekotzt oder beides gleichzeitig. Es ist ekelig, es zieht einen runter, aber man übersteht das! Und irgendwann hört es auch wieder auf. Körperlich darfst du machen, was du kannst, vor allem in den ersten Wochen. Ist die Schwangerschaft zu anstrengend, dann lasse dich krankschreiben und lege ein Krankensemester ein!

Ja, die Übelkeit kenne ich schon, aber nicht so schlimm wie bei dir. Ich habe es seit Montag. Anfangs dachte ich es wäre was psychisches, aber es hört nicht auf und geht von morgens bis abends.

Und was das Studium in der Schwangerschaft angeht, so kommt es natürlich sehr auf dich und auch auf deinen Schwangerschaftsverlauf an, aber ich kann dir versichern, dass es auf jeden Fall machbar ist.
Ich bin momentan auch neben meinem Beruf noch an einer FH meinen Master am machen. Die Klausuren vom Wintersemester habe ich im Januar/Februar noch mit Kugel mitgeschrieben und ich plane auch meine letzten 3 Klausuren vom Sommersemester im Juli zu scheiben.
Ich habe mit allen meinen Dozenten persönlich gesprochen, ihnen meine Situation erklärt und mir die ganzen Unterlagen digital geben lassen.

Wegen der Prüfungen mache ich mir auch am meisten Sorgen, denn die Geburt fällt mit großer Wahrscheinlichkeit genau in die Prüfungsphase und bei uns gibt es nur einen Nachschreibtermin. Da kann ich ja keine 4 Prüfungen nachschreiben? Weiß nicht wie ich das möglich machen soll.

Zur Schwangerschaftsübelkeit, die sicherlich bald kommt, kann ich nur sagen, da war mir den ganzen Tag dauerhaft schlecht. Noch vor dem Aufstehen einen Keks knabbern und generell dauerhaft was zu knabbern hat mir sehr geholfen. Magen nie ganz leer, aber auch nicht zu voll. An Tagen, die ganz schlimm waren, war ich auch ein, zwei Mal Zuhause und hab mich krank gemeldet, aber ansonsten war ich die ganze Zeit normal arbeiten und auch an der FH. Zum Glück dauert das mit der Übelkeit nicht ewig (auch wenn es einem so vorkommen kann) und ab Woche 13 was es bei mir vom einen auf den anderen Tag weg.

Ja, siehe oben :grin: Habe ich leider schon kennengelernt seit Montag von morgens bis abends :frown: Mal schlimmer, mal weniger schlimm, aber essen klappt nicht richtig.

Unseren Eltern, Geschwistern und meinem Chef auf der Arbeit haben wir es direkt erzählt. Allen anderen Verwandten, Freunden und Kollegen erst nachdem die drei Monate um waren. Man hört ja oft genug, dass in der Zeit das Risiko noch sehr hoch ist.

Ich werde es als nächstes meiner Mutter erzählen und nach der ersten Untersuchung beim Arzt auch den Eltern meines Freundes und meiner Schwester und anschließend schaue ich wie wir Lust haben.
Meinem Chef mag ich es noch nicht sagen eigentlich. Ich glaube nicht, dass der das für sich behät (auch wenn er muss). Bei uns ist alles sehr familiär und jeder erzählt allen alles. Seiner Frau (die nebenan arbeitet) erzählt er es sicher auch direkt und die dann wieder wem und so weiter. Da würde ich eigentlich gerne etwas warten... Kündigen wird er mich eh nicht, ich habe nur ein schlechtes Gewissen, weil er sich dann noch nicht nach wem neues umsehen kann bzw. weiter vorausplanen kann. Er geht davon aus ich bleibe bis zum Ende des Studiums
 
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rowan  

Planet-Liebe ist Startseite
Kaffee: du kannst 2-3 Tassen am Tag trinken, oder 5-6 Tassen Schwarztee. Mir hat mein Körper recht eindeutig gezeigt wenn es mal zu viel war. Dem Kind schadest du nur mit dauerhaftem extrem exzessiven Koffeingenuss - wenn's mal 'ne Cola zu viel war macht das nichts. Es gibt ganz viele "Regeln" aber du musst deine eigene Linie finden.

Urlaub: wir haben noch ein Fernreise nach Südkorea und Japan gemacht - mit Falträdern. Als wir abgeflogen sind war ich grade in der 12. Woche und wir waren 5 Wochen unterwegs. Ich hatte ab und zu mal Durchhänger, da haben wir dann etwas weniger Sightseeing gemacht und mehr Zeit im Café verbracht, aber generell war das echt ein toller Urlaub.
Eine Freundin von mir war in der 25. Woche in Japan und die sind richtig ambitioniert wandern gegangen (wir waren auch wandern und halt mit dem Rad unterwegs).
Auch in der 27./28. Woche waren wir noch über's Wochenende weg und sehr aktiv - jede Schwangerschaft ist anders! Es kann sein, das du kotzt, extrem müde bist (besonders im ersten Trimester, danach wird's besser) und keinen Bock auf gar nix mehr hast, aber es muss nicht sein, es kann auch sein das du eine total unkomplizierte Schwangerschaft hast (so wie ich) und deine Pläne nicht großartig umstellen musst so lange du schwanger bist.
Mach' auf jeden Fall noch mit deiner besten Freundin Urlaub!

Und was Urlaub mit Baby angeht, da scheiden sich hier im Forum die Geister, es gibt aber genug Menschen die mit kleinem Baby Urlaub machen. Kommt etwas drauf an wie entspannt und stressresistent ihr seid.
Wir planen im September und Oktober mit der Kleinen Urlaub zu machen und u.a. auch eine Woche nach New York zu fliegen (allerdings kennen wir uns da schon gut aus).

:knuddel:
 

LULU1234  

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Danke, doch das zu wissen nützt mir tatsächlich etwas, weil ich absolut nicht einschätzen konnte, ob ich das wirklich hinkriegen kann. Ich bin über jedes Positivbeispiel dankbar.



Das werde ich machen in den nächsten Monaten. Vielleicht kriege ich da auch noch ein paar Tipps.



Ja, das Urlaubssemester kann ich kostenfrei machen, will es aber ungerne. Klar, im Ernstfall ist es gut die Möglichkeit zu haben, aber ich habe den Ehrgeiz das wie geplant in Regelstudienzeit zu erledigen. Abgesehen davon verstehe ich das Prinzip nicht ganz, da es meinen Studiengang nur einmal gibt und dieses Jahr auch nicht neugeben wird und ich mich frage wo ich dann wieder einsteigen kann? Die werden mich ja wohl kaum alleine in der Vorlesung parken.

Ergänzung: Habe gerade in meinem Vertrag nachgelesen. Ich habe keinen Anspruch darauf, dass die verpassten Veranstaltungen erneut angeboten werden, ich kann es in "vergleichbaren" Veranstaltungen nachholen. Aha, die gibt es leider nicht bei allen Modulen.



Ja, das Urlaubssemester kann ich kostenfrei machen, will es aber ungerne. Klar, im Ernstfall ist es gut die Möglichkeit zu haben, aber ich habe den Ehrgeiz das wie geplant in Regelstudienzeit zu erledigen. Abgesehen davon verstehe ich das Prinzip nicht ganz, da es meinen Studiengang nur einmal gibt und dieses Jahr auch nicht neu geben wird und ich mich frage wo ich dann wieder einsteigen kann? Die werden mich ja wohl kaum alleine in der Vorlesung parken. Aber das kann ich sicher in ein paar Wochen/ Monaten vor Ort klären.



Ja, ist sie. Da muss ich mich mal erkundigen, wer mir da helfen kann.



Das wird schon, auf meinen Freund wird sie sicher nicht böse sein, ich glaube auch nicht, dass sie auf mich böse ist. Vielleicht enttäuscht. Aber sie hat schon eine Enkeltochter (Tochter meiner Schwester) und geht ganz in ihrer Omarolle auf.



Danke, wie hast du es mit Kaffee gehalten?



Okay, ich hoffe ich habe die Gene meiner Schwester. Die sieht aus wie vorher. Ich habe aber auch Angst vor der Schwangerschaft allgemein... Also auch vor den Schmerzen, der Geburt, einfach alles irgendwie.



Ja, die Übelkeit kenne ich schon, aber nicht so schlimm wie bei dir. Ich habe es seit Montag. Anfangs dachte ich es wäre was psychisches, aber es hört nicht auf und geht von morgens bis abends.



Wegen der Prüfungen mache ich mir auch am meisten Sorgen, denn die Geburt fällt mit großer Wahrscheinlichkeit genau in die Prüfungsphase und bei uns gibt es nur einen Nachschreibtermin. Da kann ich ja keine 4 Prüfungen nachschreiben? Weiß nicht wie ich das möglich machen soll.



Ja, siehe oben :grin: Habe ich leider schon kennengelernt seit Montag von morgens bis abends :frown: Mal schlimmer, mal weniger schlimm, aber essen klappt nicht richtig.



Ich werde es als nächstes meiner Mutter erzählen und nach der ersten Untersuchung beim Arzt auch den Eltern meines Freundes und meiner Schwester und anschließend schaue ich wie wir Lust haben.
Meinem Chef mag ich es noch nicht sagen eigentlich. Ich glaube nicht, dass der das für sich behät (auch wenn er muss). Bei uns ist alles sehr familiär und jeder erzählt allen alles. Seiner Frau (die nebenan arbeitet) erzählt er es sicher auch direkt und die dann wieder wem und so weiter. Da würde ich eigentlich gerne etwas warten... Kündigen wird er mich eh nicht, ich habe nur ein schlechtes Gewissen, weil er sich dann noch nicht nach wem neues umsehen kann bzw. weiter vorausplanen kann. Er geht davon aus ich bleibe bis zum Ende des Studiums
Arbeit: Du bist schwanger und somit unkündbar! Da brauchst du dir gar keine Gedanken machen!

Übelkeit: Es gibt einiges was ein bisschen hilft: Vor dem Aufstehen etwas süßes trinken, Traubenzucker essen oder ein Brot mit Honig, das puscht den Blutzucker. Scharfe Bonbons und Zähne putzen können auch hlefen, ebenso Ingwertee in Maßen, nicht in Massen. Generell essen wann immer und worauf man Lust hat, wenn man sonst nichts essen kann. ich habe wochenlang nur abends essen könne und dann nur Blödsinn. Tagsüber kam ich auf 2 Toast mit Nutella und Dosenpfirsiche. Alles andere kotzte ich sofort wieder aus. In Absprache mit dem Gyn kann man auch Vomex nehmen. Meistnes wird die Übelkeit ab der 12. Woche besser, ist aber meist in der 9. und 10. Woche besonders schlimm.

Kaffee: Ich trinke generell keinen Kaffee, seit der Schwangerschaft brauche ich den aber für meinen Blutdruck, der ist gerne mal bei 70/50. Man sagt, dass wenige Tassen am Tag okay sind. Eine Tasse zum Frühstück und eine mittags ist sicher kein Problem! Link wurde entfernt
 
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No Body  

Öfters im Forum
Hallo Schattenkind,

trotz allem erst einmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft.

Jetzt folgendes: Lulu 1234 hat Recht. Du genießt als Schwangere den besonderen Kündigungsschutz - ab dem Zeitpunkt, an dem Du dem Arbeitgeber die Schwangerschaft mitteilst! Ferner gelten seit einer Gesetzesänderung nicht nur für Dich als Arbeitnehmerin die Schutzfristen des Mutterschutzes sondern inzwischen auch für Dich als Studentin! Außerdem hast Du in beiden Fällen das Recht Elternzeit zu nehmen.

So "durch den Wind" wie Du momentan bist, wäre es vermutlich sinnvoll, Dich durch die Frauenärztin erst einmal krankschreiben zu lassen. Auch eine vorübergehende psychische Instabilität kann nämlich eine Arbeitsunfähigkeit rechtfertigen. Außerdem musst Du an Dich und das Kind denken.

Ich kann verstehen, dass Du Dich bzgl. finanzieller Sorgen und hinsichtlich Deines Studiums sorgst und Dich fragst, ob das alles zu wuppen ist. Es wird sicher nicht einfach - aber es ist zu schaffen. Insbesondere, da Du in einer stabilen Partnerschaft lebst und Dein Freund sich auf euer erstes gemeinsames Kind freut.

Setzt euch mal zusammen hin, legt eure Hände auf Deinen Bauch und sprecht mit dem Kind. Sagt ihm, dass ihr es liebt, aber euch sorgt, weil es sich unerwartet auf den Weg gemacht hat. Sagt ihm, dass Ihr - aber speziell du - erst einmal Zeit braucht, den Schreck zu verdauen. Aber sagt ihm auch, dass Ihr Euch trotz allem irgendwo auch auf euer Kind freuen könnt. Das ist das allerwichtigste!

Geht dann als nächstes mal zu einer Schwangerschaftkonfliktberatungsstelle. Die helfen nicht nur, wenn man den Schein für die Abtreibung braucht. Die können auch Trost spenden, materielle und immaterielle Hilfen geben bzw. Hilfsangebote vermitteln und längerfirstig als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Geht gemeinsam zur Frauenärztin und bereitet Euch in einem Kurs auch gemeinsam auf die Geburt vor. Das gibt Euch Sicherheit. Und so kann Dein Freund Dir auch in der vor Euch liegenden Zeit eine gute Stütze sein.

Ich selbst bin übrigens vierfacher Vater und für jedes meiner Kinder von Herzen dankbar. Wunschkinder sind sie alle - aber "Plankinder" waren die ersten Drei nicht - nur die Letzte. Auf die Erste haben wir mehrere Jahre waren müssen, bis es endlich geklappt hat. Nummer Zwei und Drei kamen dafür jeweils schneller als geplant hinterher. Nummer vier ist übrigens gerade erst ein paar Wochen alt. Ich weiß also was es bedeutet, Kinder zu haben. Und daher wünsche ich Dir viel Kraft und Euch dreien Gottes Segen.
 

Schattenkind  

Verbringt hier viel Zeit
Jetzt folgendes: Lulu 1234 hat Recht. Du genießt als Schwangere den besonderen Kündigungsschutz - ab dem Zeitpunkt, an dem Du dem Arbeitgeber die Schwangerschaft mitteilst! Ferner gelten seit einer Gesetzesänderung nicht nur für Dich als Arbeitnehmerin die Schutzfristen des Mutterschutzes sondern inzwischen auch für Dich als Studentin! Außerdem hast Du in beiden Fällen das Recht Elternzeit zu nehmen.

Danke, ja das weiß ich, aber wenn mein Chef den Laden dicht macht, während ich weg bin, bringt mir der Kündigungsschutz auch nichts. Ist im Grund auch egal, nen Job finde ich danach auch wieder. Das Studium unterbrechen will ich nicht.

So "durch den Wind" wie Du momentan bist, wäre es vermutlich sinnvoll, Dich durch die Frauenärztin erst einmal krankschreiben zu lassen. Auch eine vorübergehende psychische Instabilität kann nämlich eine Arbeitsunfähigkeit rechtfertigen. Außerdem musst Du an Dich und das Kind denken.

Danke für den Rat. Aber Ablenkung tut mir gut, die letzten Tage in der FH waren auch gut und ich war endlich mal abgelenkt und habe nicht ständig gegrübelt.


Insgesamt gehts mir schon besser. Es ist ein Auf und Ab. Mal sehe ich alles positiv und dann kriege ich wieder nen Heulanfall und sehe keine Perspektive.

Na ja ich habe mir gestern mal den Studienverlaufsplan für das ganze Studium besorgt. Es gibt gute und schlechte Infos. Das Baby wird laut voraussichtlichem Entbindungstermin zwei Wochen vor meiner Prüfungsphase kommen.
Ich schreibe 5 Prüfungen in dieser und werde wohl keine schreiben können und bei mir gibt es nur einen Nachschreibtermin. Das heißt ich muss 5 Prüfungen an einem Tag schreiben, was natürlich absurd ist. Daran verzweifel ich gerade etwas, weil ich auf keinen Fall ein Semester verlängern will. Ich hoffe ich kann Teile der Prüfungen ins nächste Semester schieben, wisst ihr ob das so einfach geht oder ist das von Studiengang zu Studiengang unterschiedlich?

Nach der Prüfungsphase habe ich aber ein Semester, in dem ich eine Hausarbeit schreiben muss und das vorlesungsfrei ist, da man da normaler Weise ein Praktikum macht. Das mache ich aber eh nicht, da ich ja nebenbei arbeite und somit brauche ich nicht in die Fh. Das ist natürlich perfekt für die ersten Monate. Und anschließend werden die Vorlesungen, wenn mein Baby 6 Monate alt ist, wieder dann stattfinden, wenn mein Freund freinehmen kann. Dann schaffen die zwei das hoffentlich die paar Stunden auch ohne mich.

Das was mir also am meisten Sorgen bereitet ist also das mit den 5 Prüfungen, wie soll das gehen? :frown:
[doublepost=1493481458,1493481217][/doublepost]Ach ja: gesagt habe ich es noch keinem, habe heute den ganzen Tag gegrübelt, ob ich es gegenüber meiner besten Freundin einfach mal raushaue, aber es ging nicht.
Meine Mama weiß auch noch nicht. Ich traue mich einfach nicht
 

Bria  

Toto-Champ 2008 & 2017
Das mit den 5 Prüfungen ist sicher nicht leicht - ABER: Kinder kommen in der Regel nicht direkt am ET. Wenn du in deinem Fall Glück hast, dann kommt der Knirps vielleicht schon ein, zwei Wochen früher, möglich ist alles. Dann - in welchem Zeitraum sind die Prüfungen? Vielleicht kannst du ja nur einen Teil schreiben und einen Teil verschieben, zB die ersten drei Prüfungen nachschreiben, die zweiten zwei zum normalen Termin oder so ähnlich. Und vielleicht kann dein Partner mit dem Knirps zur Uni mitkommen und draußen warten, damit du (unter anderem auch wegen eventuellem Stillen) auch nicht zu lange von deinem Kind getrennt bist.
Es werden sich Möglichkeiten finden. Ganz sicher. Vielleicht wirds nicht perfekt, vielleicht werden auch deine Noten nicht perfekt - aber nichts im Leben ist perfekt, und dafür werdet ihr eine kleine Familie haben. Wichtig wäre, dass du mit deinere Uni über alles sprichst. Irgendeinen Studentenberater gibt es überall, die werden dir die Möglichkeiten aufzeigen und Fragen klären können. Trau dich, da hin zu gehen, ich bin mir ziemlich sicher, dass da ein paar deiner Ängste genommen werden können. Diese Sachen sind alle kein Beinbruch - ungeschickt, ja, aber es gibt Lösungen.
 

Schattenkind  

Verbringt hier viel Zeit
Das mit den 5 Prüfungen ist sicher nicht leicht - ABER: Kinder kommen in der Regel nicht direkt am ET. Wenn du in deinem Fall Glück hast, dann kommt der Knirps vielleicht schon ein, zwei Wochen früher, möglich ist alles. Dann - in welchem Zeitraum sind die Prüfungen? Vielleicht kannst du ja nur einen Teil schreiben und einen Teil verschieben, zB die ersten drei Prüfungen nachschreiben, die zweiten zwei zum normalen Termin oder so ähnlich. Und vielleicht kann dein Partner mit dem Knirps zur Uni mitkommen und draußen warten, damit du (unter anderem auch wegen eventuellem Stillen) auch nicht zu lange von deinem Kind getrennt bist.
Es werden sich Möglichkeiten finden. Ganz sicher. Vielleicht wirds nicht perfekt, vielleicht werden auch deine Noten nicht perfekt - aber nichts im Leben ist perfekt, und dafür werdet ihr eine kleine Familie haben. Wichtig wäre, dass du mit deinere Uni über alles sprichst. Irgendeinen Studentenberater gibt es überall, die werden dir die Möglichkeiten aufzeigen und Fragen klären können. Trau dich, da hin zu gehen, ich bin mir ziemlich sicher, dass da ein paar deiner Ängste genommen werden können. Diese Sachen sind alle kein Beinbruch - ungeschickt, ja, aber es gibt Lösungen.

Danke :smile: das stimmt, darauf hoffe ich, aber bei so vielen Klausuren wird wohl eine oder zwei in einen anderen Zeitraum fallen. Aber wann lerne ich dann? Oh mann...

Ich würde mich wirklich gerne mit anderen schwangeren Studenten unterhalten/ treffen/ Erfahrungen austauschen. Wisst ihr wie man so was anzetteln kann? Ich kenne niemand anders und an meiner Fh gibt es so wenig Studenten, da gibt es vermutlich keine Zweite.
 

tiefblick77  

Verbringt hier viel Zeit
Ich kann nicht abtreiben, ich bin da absolut gegen, aber ich will jetzt einfach kein Baby.
Du schreibst, Du könnest die Schwangerschaft nicht abbrechen. Steht diese Entscheidung für Dich tatsächlich schon unverrückbar fest, oder haderst Du insgeheim doch noch damit?

Mein Freund sieht das alles tiefenentspannt und freut sich wie verrückt, er ist richtig glücklich darüber und ich sitze den ganzen Tag daneben und heule. Er meint, dass wir das schon irgendwie schaffen und ich mein Studium weitermachen soll, aber mich überfordert das alles.
Dass Dein Freund so tiefenentspannt reagiert, deutet für mich eher darauf hin, dass ihm noch nicht wirklich klar ist, was auf euch zukommen wird.

Klar, man kann das alles schaffen. Im Bekanntenkreis meiner Partnerin gibt es auch zwei Frauen, die in Deinem Alter ungeplant schwanger geworden sind und ihr Studium dennoch erfolgreich abschließen konnten. Aber entscheidend ist, ob Du Dir das zutraust. Darauf verlassen, dass Dein Freund im Ernstfall den Karren aus dem Dreck zieht, solltest Du Dich nicht.

Ich weiß nicht wie ich hochschwanger oder mit Baby ein Studium meistern würde (Vorteil hier ist aber dass das Studium nur am Wochenende ist).
Dann suche eine oder mehrere Beratungsstellen auf und lass Dich eingehend beraten. Und anschließend gehe in Dich und überlege, ob Du Dir das zutraust.
 

Schattenkind  

Verbringt hier viel Zeit
Du schreibst, Du könnest die Schwangerschaft nicht abbrechen. Steht diese Entscheidung für Dich tatsächlich schon unverrückbar fest, oder haderst Du insgeheim doch noch damit?

Das steht fest, das kleine Herzlein schlägt schon und ich werde nicht schuld sein, dass es wieder damit aufhört.
Aber obwohl die Entscheidung feststeht, heißt das nicht, dass ich 100 % glücklich damit bin. Aber da ich es nicht mehr ändern will, muss ich mich damit abfinden und das Beste daraus machen.

Dass Dein Freund so tiefenentspannt reagiert, deutet für mich eher darauf hin, dass ihm noch nicht wirklich klar ist, was auf euch zukommen wird.

Wer weiß das schon, bevor er das erste Kind bekommen hat? Abschätzen kann man das vorher nie, aber er freut sich von ganzem Herzen. Aber klar ist das auch noch alles unwirklich. Gerade für ihn, ich spüre wenigstens dass da was ist. Ich spüre das ziehen im Bauch und die Übelkeit und ich fühle einfach, dass es wahr ist. Mein Freund muss sich bisher auf nen doofen 5-Euro-Test und meine Worte verlassen. Dass es ihm da schwer fällt es zu realisieren ist denke ich klar.
Mein Freund hat aber auch eine ganz andere Art darauf zu reagieren. Er freut sich mega, aber geht das alles Schritt für Schritt an und will keine Pferde scheu machen, bevor ich nicht
beim Frauenarzt war will dann eins nach dem anderen planen. Wenn es nach mir ginge wäre schon alles von a - z durchgeplant, weil ich mich dann besser fühlen würde. Er sagt eben eins kommt nach dem anderen.

Klar, man kann das alles schaffen. Im Bekanntenkreis meiner Partnerin gibt es auch zwei Frauen, die in Deinem Alter ungeplant schwanger geworden sind und ihr Studium dennoch erfolgreich abschließen konnten. Aber entscheidend ist, ob Du Dir das zutraust. Darauf verlassen, dass Dein Freund im Ernstfall den Karren aus dem Dreck zieht, solltest Du Dich nicht.

Was meinst du mit aus dem Dreck ziehen? Schön zu hören, dass du zwei Erfolgsfälle kennst, aber ich weiß nicht inwiefern mein Freund "den Karren aus dem Dreck ziehen" soll. Ist ja schließlich eine gemeinsame Angelegenheit und wird gemeinsam angegangen.

Dann suche eine oder mehrere Beratungsstellen auf und lass Dich eingehend beraten. Und anschließend gehe in Dich und überlege, ob Du Dir das zutraust.

Danke, Beratungsstellen werde ich definitiv aufsuchen :smile: Die Frage, ob ich mir das zutraue und mich für das Kind entscheiden werde ist wie gesagt schon beantwortet
 

Adventskalender  

Verbringt hier viel Zeit
Schattenkind Schattenkind Ich bin sicher du schaffst das. Du bist jetzt noch ganz am Anfang, du hast jetzt einige Zeit dir einen Plan zu machen. Allein schon dir Hilfe zu holen, dir einzugestehen, dass es ganz allein nichts wird, zeugt von Stärke. Wenn du dich deiner Mama anvertraust, wird sie sicher erstmal überrascht sein, aber bestimmt nicht enttäuscht. Du wirst dich danach sicher besser fühlen und noch mehr auf das Abenteuer einlassen können. Macht gemeinsam Pläne. Sie wird dich bestimmt unterstützen.

T tiefblick77 Jemanden der überzeugt davon ist, keine Abtreibung in Erwägung zu ziehen, sollte man meiner Meinung nach nicht darauf hinweisen, dass das doch noch ne Überlegung wert ist. Ich persönlich finde das jedenfalls daneben.
 
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