Unerklärliche Verlustängste

Benutzer3806 

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Hallo zusammen,

vielleicht liegts daran, dass ich gerade in einer ziemlich stressigen Situation bin, dass ich mit dem Problem an euch herantrete, Fakt ist: es belastet mich immer.

Ich habe unerklärliche Verlustängste. Das zeigt sich jetzt nicht im Klammern in der Beziehung oder durch Eifersuchtsattacken - es ist viel mehr die Angst, geliebte Menschen durch schlimme Dinge zu verlieren.

Dabei habe ich überhaupt keine Erfahrung mit so etwas, und eigentlich auch keinen Anlass.

Trotzdem: wenn ich mal ungewohnt lange nichts von meinem Freund höre, dann dauert es - so bescheuert es auch sein mag - nicht lange und ich male mir Horrorszenarien aus, die passiert sein könnten, weshalb er sich nicht melden kann und so sehr ich mich auch zur Vernunft rufe, ganz weg geht das nicht.

Bei meinen Eltern ist es das gleiche. Ich mag auch gar nicht, dass sie lange Strecken fahren, aus Angst, sie haben einen Unfall. Mein Papa fährt viel Rad - ich habe natürlich ständig Angst, ihm könnte was passieren. Meine Mutter geht mit dem Hund spazieren, im Wald - wieder die Angst um sie.

Jetzt zum Beispiel auch: meine Mutter hat heute Vormittag gesagt, dass sie mir im Laufe des Tages eine Mail schickt. Ich tue (fast) nichts anderes, als immer wieder zu gucken, ob was eingegangen ist. Und natürlich ist es nicht die naheliegendste Vermutung, dass sie auf der Terrasse sitzt, und den Abend genießt und später mailt - nein, es sind einfach ganz furchtbare Bilder, die da in meinem Kopf sind.


Ja, vielleicht hat jemand einen Rat für mich. Und seht über meinen Seelenstrip hinweg.
 

Benutzer42876 

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Sind diese Ängste denn erst aufgetreten, also du in die aktuelle stressige Situation geraten bist, oder hattest du die schon vorher?
 
G

Benutzer

Gast
Ich drück dich :knuddel: Ich kenn das auch, aber ich weiß wenigstens woher das kommt bei mir.
 

Benutzer89980 

Öfter im Forum
Wenn es tatsächlich passieren sollte kannst du es nicht verhindern.
Lebe lieber, anstatt dir das Leben durch Ängste vermiesen zu lassen.
 

Benutzer92211 

Sehr bekannt hier
Hallo Chérie,

man soll keine Ferndiagnosen stellen, aber das klingt sehr nach Zwangsgedanken. Google mal danach, vielleicht entdeckst du noch mehr Symptome an dir. Ich hatte das früher auch über Jahre hinweg, mal stärker, mal weniger stark. Was mir zumindest ein bisschen geholfen hat, war Folgendes: Wenn solche Gedanken kamen, sagte ich - entweder laut, wenn keiner in der Nähe war, oder eben nur im Kopf - ganz deutlich "NEIN!". Das hat die Gedanken manchmal tatsächlich gestoppt.

Dann hat es mir geholfen, mit jemandem darüber zu sprechen - nicht mit einem Therapeuten, sondern mit meinem damaligen Freund. Er hatte irgendwas mitbekommen, bei dem ich mich "merkwürdig" verhielt und da sagte ich ihm alles. Das war sehr schwer und ich hatte dabei eigentlich nicht den Gedanken, dass es davon weggehen könnte. Im Nachhinein denke ich aber, dass das geholfen hat, denn danach wurde es weniger und heute ist es (fast) ganz weg.

Probier das doch mal - aber wenn es nicht hilft und dich sehr belastet, solltest du über eine Therapie nachdenken.

Alles Gute!
 
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