Unehrlickeit beim Blutspendefragebogen

Benutzer149613  (27)

Benutzer gesperrt
Als bisexueller Mann ist man, wie den meisten sicher bekannt ist, grundsätzlich vom Blutspenden ausgeschlossen. Haltet ihr es für verwerflich, diesbezüglich die Unwahrheit zu sagen wenn man mit 100%iger Sicherheit sagen kann, dass man sich keinem Infektionsrisiko ausgesetzt hat?
 

Benutzer121281  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
Nö, halte ich absolut nicht für verwerflich.

Viel verwerflicher finde ich den Ausschluss von Personen, die einer statistischen Risikogruppe angehören, aber keinerlei riskantes Verhalten an den Tag legen.
 

Benutzer147252  (35)

Sorgt für Gesprächsstoff
Blutspenden soll Leben retten! Bei sowas lügt man nicht!
[DOUBLEPOST=1420143102,1420143053][/DOUBLEPOST]Wobei ich den Ausschluss einer best. Personengruppe auch verwerflich finde. Ehrlich sollte man trotzdem sein.
 

Benutzer142054 

Verbringt hier viel Zeit
Ich sehe die Tatsache dass Homosexuelle/Bisexuelle Männer nicht Spenden dürfen schon als eine Art Diskriminierung an.Allerdings wird Man(n) dieses Problem nicht dadurch in den Griff bekommen im Fragebogen eine nicht wahrheitsgemäße Antwort anzugeben. Darum denke ich schon dass es verwerflich ist, auch wenn man sich eigentlich sicher ist. Es widerspricht schließlich weiterhin dem Gesetz.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Ja halte ich für verwerflich.
Es hat schon seinen Grund, warum die Vorschriften so sind, auch wenn sie natürlich den ein oder anderen zu unrecht von der Spende ausschließen. Aber es ist eben so.
 

Benutzer147252  (35)

Sorgt für Gesprächsstoff
Und genau daher sehe ich es eben nicht ein, dass ein gesunder Mensch ausgeschlossen wird, nur weil er eben auch Männer anziehend findet.
Deswegen auch mein 2. Beitrag, dass der Ausschluss einer best. Personengruppe verwerflich ist. Jedoch berechtigt das meiner Ansicht nach nicht zum Lügen.
 

Benutzer135551  (37)

Sorgt für Gesprächsstoff
Das hab ich persönlich jetzt noch nie gehört, ist das echt so dass man da ausgeschlossen ist? Aber zur Sache: Ja, es besteht Wahrheitspflicht, das gilt als Urkundenfälschung sonst. Auch wenn man über Sinn/Unsinn/Nachprüfbarkeit unendlich streiten könnte
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Auch wenn ich es scheiße finde, dass man grundsätzlich ausgeschlossen ist, würde ich der Ehrlichkeit halber keine falschen Angaben machen. Ich würde mich eher dafür engagieren, dass diese Regelung mal überarbeitet wird.
 

Benutzer137374  (49)

Benutzer gesperrt
Als bisexueller Mann ist man, wie den meisten sicher bekannt ist, grundsätzlich vom Blutspenden ausgeschlossen. Haltet ihr es für verwerflich, diesbezüglich die Unwahrheit zu sagen wenn man mit 100%iger Sicherheit sagen kann, dass man sich keinem Infektionsrisiko ausgesetzt hat?

Die Regelung ist absurd, daher ist es nicht verwerflich, die Unwahrheit zu sagen. Gerade Penner und Junkies spenden Blut, weil sie auf das Geld angewiesen sind und diese sind eher HIV-positiv als ein bisexueller Mann.
 

Benutzer96776 

Beiträge füllen Bücher
Verwerflich, unehrlich, fahrlässig - wie auch immer man es betiteln will - man muss sich schließlich auf die 100% ehrlichen Angaben des Spenders verlassen können, das ist eine sehr, sehr ernste Sache und deshalb sollte man da auch bedingungslos ehrlich sein!
 

Benutzer111070 

Team-Alumni
Die Gefährdung anderer Menschen finde ich verwerflich, Unehrlichkeit an sich in diesem Zusammenhang erst mal nicht. Wer also sicher (!) weiß, dass er gesund ist, soll in dem Fragebogen meinetwegen lügen, bis sich die Balken biegen. Je nachdem finde ich es sogar bewundernswert, beispielsweise als Homosexueller nicht zu denken "Wer nicht will, der hat schon", sondern trotz dieser Diskriminierung durch eine Blutspende helfen zu wollen.
Wenn aber tatsächlich ungeschützt durch die Weltgeschichte gevögelt und die Spende dann als Test auf Krankheiten genutzt (und dann eben zu diesem Zweck gelogen) wird, finde ich das durchaus verwerflich.
 

Benutzer149690 

Sorgt für Gesprächsstoff
Meiner Meinung nach, sollte man bei gesundheitlichen Sachen nicht lügen
 
T

Benutzer

Gast
soviel ich weiß ist es in Deutschland ohnehin PFLICHT, jede Blutspende auf alles zu testen....
Daher, wenn du 110% sicher bist, dass du dich in den letzten drei Monaten nicht angesteckt haben kannst (unter drei Monaten ist HIV nicht zuverlässig im Test nachweisbar), indem du mit Männern nur mit Kondom geschlafen hast und/oder ihr euch bereits zuverlässig habt testen lassen, finde ich es eigentlich unsinnig, dich selbst von der Spende auszuschließen. Also verwerflich finde ich es an sich nicht, allerdings auch sehr risikobehaftet, wenn unzuverlässigere Homo-/bisexuelle so denken......
Ich persönlich finde allerdings, dass der grundsätzliche Ausschluss von der Blutspende, nur weil Mann mit einem(!) oder mehreren Männern Sex hat, unsinnig. Homosexuelle Männer, die wie ein Großteil aller anderen monogame Beziehungen eingehen, gründlich verhüten / sich checken lassen, stellen ein so großes Risiko bei der Spende da wie heterosexuelle Frauen.
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Wenn du trotz Bisexualität noch nie homosexuellen Verkehr gehabt hattest (also maximal Küssen, Fummeln, Petting), dann sehe ich kein Problem darin. Sobald Orlalsex oder sogar Analverkehr hattest, würde ich nicht lügen. Ich finde die Regelungen zwar auch sehr bescheiden, trotzdem würde ich es dann dabei belassen.
 

Benutzer68557  (31)

Sehr bekannt hier
Redakteur
Wenn ich mich recht erinnere, geht es in dem Fragebogen um homosexuelle Kontakte in der Vergangenheit, nicht um eine bestimmten sexuelle Ausrichtung.
Die Bewertung lasse ich mal sein.
 

Benutzer149613  (27)

Benutzer gesperrt
Ich war vor zwei Jahren Blut spenden als ich mich noch als heterosexuell bezeichnet habe. Ich würde jetzt gerne wieder regelmäßig spenden gehen, bezeichne mich jetzt aber selbst als bi bzw. pansexuell und habe einen festen Partner. Das ist der einzige Unterschied zu damals und ich sehe nicht, warum das irgendeinen Unterschied bezüglich des Infektionsrisikos bestimmter Krankheiten haben sollte. Weder habe ich ständig wechselne Sexpartner, noch habe ich ungeschützen Geschlechtsverkehr. Ich habe nicht mal AV, weder geschützt noch ungeschützt. Aus diesem Grund sehe ich es nicht ein, warum ich nicht spenden sollen dürfte.
 
B

Benutzer

Gast
In der Schweiz läuft das ja gleich & ich bin sehr darüber empört! Hier werden auch Leute mit Intimpiercing von Blutspenden ausgeschlossen, das hat rein gar keine Relevanz, sondern beruht einzig und allein auf Vorurteilen.

So viel Selbstjustiz darf man da meiner Meinung nach walten lassen, an deiner Stelle würde ich ohne Gewissensbisse lügen.

Wie erwähnt, muss man auf die schlimmsten Infektionen ohnehin alle Proben durchtesten. Diese Tests sind leider teuer und so werden meist mehrere Blutproben zusammen getestet und dann auch kollektiv ausgeschlossen im Falle einer Infektion. Deswegen schliesst man auch manche Menschen direkt aus. Hatte man ungeschützten GV mit Partnern egal welchen Geschlechts, darf man für mehrere Monate nicht spenden gehen (was auch Sinn macht).
 
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