Und plötzlich ist alles anders

Benutzer38494 

Sehr bekannt hier
wie oft wird man gefragt wie es einem geht und man sagt so dahin "gut" oder "geht schon"?
natürlich ist es öfter so, das man das sagt was der andere wohl gern hören mag ... und gleichzeitig etwas, was einem eine art freifahrtsschein gibt, sich nicht über seine eigenen emotionen äussern zu müssen.

Sie fragt immer wie es mir geht und ich sage dann dass es mir "gesundheitlich gut geht" - das ist durchaus nicht falsch
und gleichzeitig ganz bewusst gelogen!

zur gesundheit gehört nicht nur die körperliche gesundheit sondern auch die, wie es mir im kopf geht!

du magst das vielleicht anders sehen ... ich jedenfalls nicht.
eigentlich aber glaube ich, das du dir darüber sehr wohl im klaren bist, das es auch eine andere gesundheit gibt.
ein psychisches gleichgewicht ... das schreibst du ja auch so.

weil ich mir darüber im klaren war, das ich da alleine nicht mit klar komme war ich auch bereits vor einiger zeit als meine frau so krank wurde und sich abzeichnete das sie an ihrer erkrankung sterben wird auf der suche nach proffesioneller hilfe.
nein, sie hilft nicht immer ... sie hilft aber zumindest erstmal dabei sich darüber klar zu werden, das man ein problem hat!
diese erkenntnis allein ist aber schon mal sehr viel wert.
eben sich einzugestehen, das es eine emotion gibt die man von sich vorher noch nicht kannte und mit der man sich mit jemandem auseinandersetzen muss, weil man selbst und alleine dazu nicht in der lage ist.
ist doch eigentlich nur allzu verständlich!

ja ich habe mehr zeit mit der situation umzugehen und auch sehr viel mehr zeit als du abschied zu nehmen!
ich bin darüber froh, das es nicht so plötzlich passiert und meine frau und ich die dinge regeln können ... uns gegenseitig stützen können und dem anderen eine hilfe sein können.
uns bleiben noch ein paar jahre.

es ist kein vergleich zu der situation die euch überrollt hat und genau deswegen muss man sich doch mal an den kopf fassen und sich selbst die frage stellen:
"bist du dir nicht darüber im klaren, das du professionelle hilfe benötigst?"

trauer ist richtig und wichtig!
ständig in einem emotionalen loch zu hocken ist aber ein zeichen dafür das man jemanden benötigt, der einem zeigt wie man eine leiter bauen kann, um aus eben diesem loch heraus zu kommen.

man darf nur nicht glauben, das man 5 oder 20 mal zur therapie geht und dann wirds schon irgendwie besser.
das ist ein langer prozess mit viel (kopf)arbeit.
 

Benutzer2610 

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Meines Erachtens würde Dir das Sprechen darüber und auch eine Therapie gut tun, dafür ist allerdings essentiell, daß DU dies auch wirklich möchtest und bereit dazu wärst, was ich derzeit noch nicht bei Dir sehe.
Ja, das würde es vielleicht bzw. sogar höchst wahrscheinlich, aber wie Du ja bereits geschrieben hast - das würde nur etwas bringen wenn ich dazu bereit wäre.
Das bin ich aber nicht, ich lehne eine Therapie ab und ich denke auch nicht dass sich das in absehbarer Zeit ändern wird.

es ist kein vergleich zu der situation die euch überrollt hat und genau deswegen muss man sich doch mal an den kopf fassen und sich selbst die frage stellen:
"bist du dir nicht darüber im klaren, das du professionelle hilfe benötigst?"
Ich denke dass ich mir durchaus sehr bewusst bin dass professionelle Hilfe gut wäre.
Aber wie bereits zuvor geschrieben lehne ich dies ebenso bewusst ab.
 

Benutzer136760 

Beiträge füllen Bücher
Ja, das würde es vielleicht bzw. sogar höchst wahrscheinlich, aber wie Du ja bereits geschrieben hast - das würde nur etwas bringen wenn ich dazu bereit wäre.
Das bin ich aber nicht, ich lehne eine Therapie ab und ich denke auch nicht dass sich das in absehbarer Zeit ändern wird.


Ich denke dass ich mir durchaus sehr bewusst bin dass professionelle Hilfe gut wäre.
Aber wie bereits zuvor geschrieben lehne ich dies ebenso bewusst ab.
Da du Hilfe anlehnst (was dein gutes Recht ist) : siehst du denn einen anderen Lösungsweg?
 
G

Benutzer

Gast
Ich frage dich mal provokativ - warum lehnst du eine Therapie bewusst ab?
 

Benutzer168169 

Öfters im Forum
... das würde nur etwas bringen wenn ich dazu bereit wäre.
Das bin ich aber nicht, ich lehne eine Therapie ab und ich denke auch nicht dass sich das in absehbarer Zeit ändern wird.
Ich denke dass ich mir durchaus sehr bewusst bin dass professionelle Hilfe gut wäre.
Aber wie bereits zuvor geschrieben lehne ich dies ebenso bewusst ab.

Womit Du den Wunsch Deiner, von Dir geliebten Frau, völlig ignorierst! :rolleyes::schuettel:
Meine Frau wollte dass ich meine Leben im Fall des Falles auch ohne Sie weiterlebe und glücklich werde.
Das ist auch nicht einfach eine Vermutung, sondern ich weiß dass es so ist, denn wir haben auf Ihren Wunsch hin wiederholt (man könnte schon fast sagen regelmäßig) über diese Situation gesprochen.

Wenn Du es nicht für Dich tust, dann tu es für sie, denn das ist das, was sich die Frau, die Du über den Tod hinaus liebst, für Dich gewünscht hat!

Es ist ja nicht so, daß Du Deine Frau dadurch mit einer anderen ersetzt...

Sie war, ist und wird immer ein wesentlicher Bestandteil Deines Lebens sein! Das bedeutet allerdings nicht, daß DU Dein Leben jetzt aufgeben sollst, denn genau das wollte Deine Frau, wie Du uns ja im obigen Zitat selbst gesagt hast, nicht!

Vielmehr sehe ich es als einen neuen Lebensabschnitt...

Deine Frau war ein wesentlicher Bestandteil im ersten Teil Deines Lebens und sie wird immer einen Platz in Deinem Herzen und Deinen Gedanken haben, aber auch sie wollte, daß Dein Leben nach ihrem Tod weitergeht...

Warum sträubst Du Dich so sehr dagegen, der Frau, die Du so sehr liebst, ihren vielleicht wichtigsten Wunsch abzuschlagen?

Versetze Dich einmal in ihre Lage! - Wenn DU derjenige gewesen wärst, der hätte sterben müssen, hättest DU dann gewollt, daß sie KEIN neues Glück findet, daß sie ewig trauert und sich dem Leben nach Deinem Tode verschließt?

In meinen Augen zeugt das Verhalten Deiner Frau von wahrer Liebe!

Sie beweist damit, daß sie Dich wirklich geliebt hat und gerade deswegen wollte, daß Du auch nach ihrem Tod wieder glücklich wirst... Und zwar nicht obwohl, sondern weil Du ihr so wichtig warst!

Es war ihr Wunsch, ihr letzter Liebesbeweis für Dich, den Du gerade mit Füßen trittst!

Wenn Du sie wirklich liebst, so gewähre ihr diesen Wunsch, der ihr so wichtig war...
...denn wir haben auf Ihren Wunsch hin wiederholt (man könnte schon fast sagen regelmäßig) über diese Situation gesprochen.
und fang endlich wieder an zu leben!
 
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Benutzer2610 

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Da du Hilfe anlehnst (was dein gutes Recht ist) : siehst du denn einen anderen Lösungsweg?
Ich weiß nicht ob es eine "Lösung" gibt, ich suche aber ehrlich gesagt auch keine.

Vielmehr denke ich einfach dass die Zeit zeigen wird wie es weitergeht, entweder in der Zukunft geschieht irgend etwas was mein Leben dahingehend beeinflusst dass ich neue Prioritäten/Ziele/Whatever finde oder eben nicht.

Auch im zweiten Fall wird die Natur ihren Lauf nehmen und ich werde weiterleben bis irgendwann einmal auch meine Zeit gekommen ist.

Ich frage dich mal provokativ - warum lehnst du eine Therapie bewusst ab?
Ich habe in der Vergangenheit keine allzu positiven Erfahrungen mit "Therapien" gemacht.

Womit Du den Wunsch Deiner, von Dir geliebten Frau, völlig ignorierst! :rolleyes:
Auch da hast Du recht. Aber wie auch schon weiter oben steht (glaube ich?), habe ich ihr schon zu Lebzeiten gesagt das ich ihr diesen Wunsch wahrscheinlich nicht erfüllen können werde.

Versetze Dich einmal in ihre Lage! - Wenn DU derjenige gewesen wärst, der hätte sterben müssen, hättest DU dann gewollt, daß sie KEIN neues Glück findet, daß sie ewig trauert und sich dem Leben nach Deinem Tode verschließt?
Sicherlich nicht, ich würde mir wünschen dass Sie wieder glücklich wird und ihr Leben weiterführen kann.
Aber ich hätte vollstes Verständnis dafür wenn ihr das nicht gelänge, ehrlich gesagt würde ich wahrscheinlich sogar damit rechen.
Und ich denke ihr ging es genauso, sie hat vmtl. gespürt dass ich das nicht kann - und es eben darum wiederholt angesprochen.
 
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Benutzer

Gast
Ich habe in der Vergangenheit keine allzu positiven Erfahrungen mit "Therapien" gemacht.

Okay, verständlich. Aber warum willst du von der Vergangenheit auf die Zukunft schließen? Es dauert oft, bis man den richtigen Therapeuten findet. Vielleicht waren die vorigen einfach ein Griff ins Klo für dich? Vielleicht hast du dich damals ihnen auch schon innerlich versperrt?

Mir ist bewusst, dass das unangenehme Fragen sind, aber glaub mir, ich will dir wirklich nur weiterhelfen. :rose:
 

Benutzer168169 

Öfters im Forum
Ich weiß nicht ob es eine "Lösung" gibt, ich suche aber ehrlich gesagt auch keine.

Vielmehr denke ich einfach dass die Zeit zeigen wird wie es weitergeht, entweder in der Zukunft geschieht irgend etwas was mein Leben dahingehend beeinflusst dass ich neue Prioritäten/Ziele/Whatever finde oder eben nicht.
Mir geht gerade durch den Kopf, ob Dein Verhalten noch gleichgültig, oder bereits depressiv ist.
Auch im zweiten Fall wird die Natur ihren Lauf nehmen und ich werde weiterleben bis irgendwann einmal auch meine Zeit gekommen ist.
Leben? Nennst Du das Leben?

Hätte sie das Leben genannt???

... sie hat vmtl. gespürt dass ich das nicht kann - und es eben darum wiederholt angesprochen.

Und... Meinst Du ernsthaft, sie hätte es so oft und unerbittlich angesprochen, wenn es ihr egal gewesen wäre?

Vielmehr sehe ich in ihrem Verhalten, daß sie wollte, daß Du Dich wie ein Phönix aus der Asche erhebst und wieder aufstehst und nicht ein gebrochenes Stück Elend bist, sondern wieder der Mann wirst, in den sie sich verliebt hat, voller Lebensfreude und Tatendrang (zumindest vermute ich einmal, daß Du vor ihrem Tod nicht so eingeigelt warst; ob Du früher schon so zurückgezogen und perspektivlos warst, können aber sicher sowohl andere hier, die Dich bereits länger kennen, als auch Du selbst, besser beurteilen).

Ansonsten hätte sie, meines Erachtens, keine weitere Energie in immer wieder erneute Versuche, Dir klarzumachen, wie wichtig es ihr ist, daß DU nach ihrem Tod wieder zurück ins LEBEN findest, unternommen!

Denk mal darüber nach!
 

Benutzer2610 

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Vielleicht waren die vorigen einfach ein Griff ins Klo für dich? Vielleicht hast du dich damals ihnen auch schon innerlich versperrt?
Ja das waren Sie und ja ich habe mich auch damals schon dagegen gewehrt und meine Erlebnisse/Erfahrungen habe meine ursprüngliche Einschätzung/Ablehnung bestätigt.
Die Therapeuten hatten ihre Chance - eine zweite werde ich ihnen nicht geben.

sondern wieder der Mann wirst, in den sie sich verliebt hat, voller Lebensfreude und Tatendrang
Ich glaube "voller Lebensfreude und Tatendrang" war ich noch nie so wirklich, also zumindest mal nicht seit meinem 7. Lebensjahr.
Natürlich gab es da immer mal wieder kurze Phasen in denen ich motiviert war, Ziele hatte, etc. - langfristig/dauerhaft war nichts davon.
Ist in gewissem Maße eine Art Schutzmechanismus, denn wenn ich mir nichts größeres vornehme kann auch nichts größeres schiefgehen, ich kann nicht enttäuscht/verletzt werden.
 
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Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich weiß nicht ob es eine "Lösung" gibt, ich suche aber ehrlich gesagt auch keine.
Du bist doch gerade mal knapp an die 40, selbst wenn es gesundheitlich mit dir bergab geht, hast du eventuell noch zwanzig, dreißig beschissene Jahre vor dir...Wenn du nix dran änderst. Ist da der Versuch einer Therapie nicht das kleinere Übel? Wenn es nicht klappt, hast du ja nix verloren - Sorry das so sagen zu müssen aber dein Leben klingt gerade ja eh trostlos am absoluten Limit :ninja:
Vielmehr denke ich einfach dass die Zeit zeigen wird wie es weitergeht, entweder in der Zukunft geschieht irgend etwas was mein Leben dahingehend beeinflusst dass ich neue Prioritäten/Ziele/Whatever finde oder eben nicht.
Was soll sich denn ändern, wenn du du nichts änderst?
 

Benutzer164664 

Verbringt hier viel Zeit
Ja das waren Sie und ja ich habe mich auch damals schon dagegen gewehrt und meine Erlebnisse/Erfahrungen habe meine ursprüngliche Einschätzung/Ablehnung bestätigt.
Die Therapeuten hatten ihre Chance - eine zweite werde ich ihnen nicht geben.

Weißt du, und genau diese "schwarz-weiß" Einstellung, die sich bei dir nicht nur in dieser Hinsicht zeigt, macht dir das Leben noch schwerer, als es durch diesen Schicksalsschlag sowieso schon ist. Wir haben nicht in der Hand, welche Karten uns das Leben in die Hand spielt, aber wir können beeinflussen, ob wir die Karten in die Hand nehmen, sie mischen, aufdecken, verteilen. Du hingegen nimmst die Karten noch nicht mal in die Hand.

Mein Leben ist nun auch meilenweit davon entfernt, wie ich mir mein Leben erträumt habe. Ja, das ist oft demotivierend, das macht mich traurig und ich werde auch mal bitter/ungerecht. Dennoch weiß ich, dass sich Dinge nur ändern können, wenn ich selbst etwas ändere. Ich kann keine anderen Gefühle erwarten, wenn mein Verhalten das Gleiche bleibt. Und das trotz all der Ungerechtigkeiten, die mir in meinem Leben widerfahren sind.

Soll heißen: Wenn mir ein Therapeut nicht zusagt, dann gehe ich halt zu einem anderen. Es gibt so viele unterschiedliche Charaktere, da gibt es auch jemanden, der zu dir passt. Vielleicht wäre es auch hilfreich, zu einer männlichen Person zu gehen.

Davon mal ab bleibt es natürlich deine Entscheidung. Und es ist auch nicht verkehrt, mal innezuhalten und zu schauen, welche neuen Ziele sich ergeben könnten, denn erzwingen lässt sich nichts. Aber dafür sollte man neue Dinge ausprobieren und das machst du ja gar nicht. So wird sich nichts ändern.

Deine passive Haltung nimmt dir die Lebensqualität, nicht der Tod deiner Frau. Viele Menschen haben solche abrupten Trennungen hinter sich (verlassen zu werden ist ja nicht viel anders). Irgendwie muss es doch weitergehen?
 

Benutzer168169 

Öfters im Forum
Die Therapeuten hatten ihre Chance - eine zweite werde ich ihnen nicht geben.
Hast Du Deinen Therapeuten denn eine ernsthafte erste Chance gegeben?

Denn dies wäre nur der Fall, wenn Du Dich auch darauf eingelassen hättest!

Das soll nicht heißen, daß es nicht vielleicht wirklich der falsche Therapeut für Dich war, aber in solch einem Falle ist es an Dir, den Therapeuten zu wechseln und nach einem Therapeuten zu suchen, dem gegenüber DU Dich öffnen kannst, nicht an ihnen!

Kein Therapeut der Welt kann Deine Bereitschaft zur Mitarbeit und dazu, Dich möglichen Lösungen zu öffnen, erzwingen und alle Therapeuten dafür zu verurteilen, daß Du Dich vielleicht nicht öffnen konntest oder sogar wolltest, wäre echt unfair von Dir!
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator

Benutzer164664 

Verbringt hier viel Zeit
Also das zweite Buch ist ja eh mein Favorit. :tongue: Aber ganz ehrlich.... es ist eine Menge Willen und Selbstdisziplin notwendig, um eigenständig mit Hilfe solcher Bücher zu arbeiten. Zusammen mit einem Therapeuten ist es vermutlich einfacher. So oder so braucht man Änderungsbereitschaft. Oder sagen wir so: Es ist normal, jetzt zu glauben, dass nichts in der Welt diesen Schmerz beenden könnte. Aber ein bisschen Vertrauen in einen Arzt, Therapeuten oder Freunde zu haben, das wäre hilfreich.
 

Benutzer168169 

Öfters im Forum
Vielleicht wäre es auch hilfreich, zu einer männlichen Person zu gehen.
Da wäre ich mir nicht einmal sicher, vielleicht schafft es eine Frau auch eher, ihm aufzuzeigen, wie wichtig es seiner Frau war, daß er wieder zurück ins Leben findet.

Letzten Endes ist aber meines Erachtens nicht das Geschlecht des Therapeuten wichtig, sondern erst einmal, daß er sich überwindet, den Wunsch seiner Frau zu akzeptieren und sich einer Therapie zu öffnen!
Viele Menschen haben solche abrupten Trennungen hinter sich (verlassen zu werden ist ja nicht viel anders).
Doch, das ist es (es ist unwiederbringlich und es gibt keine Chance, durch kämpfen oder ähnliches seine große Liebe wiederzugewinnen)! - Aber, es ist kein Grund, sich selbst aufzugeben, ganz im Gegenteil!

Seine Frau hat das erkannt, nur er sträubt sich noch dagegen, was ich sogar bis zu einem gewissen Grad nachempfinden kann (auch ich habe eine ganze Zeit gebraucht, mich davon zu "erholen" und meine Frau wird immer ein Teil meines Lebens sein!), aber um wieder zu leben, muß er sich von sich aus darauf einlassen!

Stillstand ist der Tod! - Also genau das, was sich seine Frau nicht für ihn gewünscht hat :cry:
 
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Benutzer2610 

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Soll heißen: Wenn mir ein Therapeut nicht zusagt, dann gehe ich halt zu einem anderen.
Ich sehe das eben anders. Ich habe mich, nach viel äußerem Druck, einmal darauf eingelassen eine Therapie zu veruchen - hat erwartungsgemäß nicht funktioniert und somit meine Meinung bestätigt.
Daher werde ich das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht noch einmal machen.

Viele Menschen haben solche abrupten Trennungen hinter sich (verlassen zu werden ist ja nicht viel anders). Irgendwie muss es doch weitergehen?
Das ist mit Sicherheit ein (großes) Stück weit vergleichbar und ich kann mir vorstellen dass die Fühle des Verlassenen ähnlich sind (wirklich beurteilen kann ich es aber nicht, ich war nie in dieser Situation).
Es gibt aber einen meine Meinung nach ganz entscheidenden Unterschied der diese Situation leichter macht:
Das Wissen dass der Verlassende die Beziehung beenden wollte, einen nicht mehr so geliebt hat wie man selbst.
Das ist hart, es tut unglaublich weh - aber dieses "er wollte mich nicht mehr" hilft denke ich sehr damit zurechtzukommen.
Dies ist beim Tod eines Partners nicht gegeben, keiner der beiden wollte eine Trennung.

Aber ein bisschen Vertrauen in einen Arzt, Therapeuten oder Freunde zu haben, das wäre hilfreich.
Meiner Erfahrung nach sollte man das nicht tun - alle genannten Personen haben mich bisher in er einen oder anderen Form enttäuscht.
Nein, die einzige Person auf die ich mich verlassen kann bin ich selbst.

Hast Du Deinen Therapeuten denn eine ernsthafte erste Chance gegeben?
Nein. Und das werde ich auch in Zukunft nicht.
Es hieß ich solle unbedingt eine Therapie machen und das würde mir helfen, habe ich gemacht, hat nicht geholfen.
Einen weiteren Versuch wird es nicht geben.
Verurteilen tue ich niemanden, ich bin lediglich nicht gewillt einen weiteren Versuch zuzulassen.

Im übrigen möchte ich noch einmal darauf hinweisen dass ich die ganzen Ratschläge überaus schätze, aber bitte seid mir nicht böse wenn ich diese nicht annehme.
Es geht mir hier nicht darum Hilfe zu suchen, ich wollte mit meinem og. Beitrag lediglich den Frust über den Kommentar meiner Mutter niederschreiben.
 
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Benutzer168169 

Öfters im Forum
Nein. Und das werde ich auch in Zukunft nicht.
Wirklich schade, daß Du so denkst und damit den letzten großen Liebesbeweis und Wunsch Deiner Frau mit Gleichgültigkeit abstrafst :depri: sie hatte ja ganz klar geäußert, daß sie sich etwas anderes für Dich gewünscht hat!

Solltest Du Deine Meinung irgendwann einmal ändern und bereit sein, Dich zu öffnen oder einfach nur Erfahrungen mit jemandem, dem ähnliches nach ähnlicher Beziehungszeit im selben Alter passiert ist, austauschen wollen, kannst Du Dich gerne bei mir melden.

Mein Angebot steht, aber ich weiß auch, wie Du Dich im Moment fühlst und spüre, daß Du, zumindest derzeit, (noch) nicht bereit dazu bist, Dich wieder dem Leben zu widmen, was mich ehrlich traurig macht, gerade weil es Deiner Frau so wichtig war!

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen viel Kraft und hoffe ehrlich, daß Du Deiner Frau irgendwann ihren wichtigsten Wunsch für Dich erfüllen können - und Dich wieder Deinem Leben widmen kannst!
 

Benutzer164664 

Verbringt hier viel Zeit
Das ist mit Sicherheit ein (großes) Stück weit vergleichbar und ich kann mir vorstellen dass die Fühle des Verlassenen ähnlich sind (wirklich beurteilen kann ich es aber nicht, ich war nie in dieser Situation).
Es gibt aber einen meine Meinung nach ganz entscheidenden Unterschied der diese Situation leichter macht:
Das Wissen dass der Verlassende die Beziehung beenden wollte, einen nicht mehr so geliebt hat wie man selbst.
Das ist hart, es tut unglaublich weh - aber dieses "er wollte mich nicht mehr" hilft denke ich sehr damit zurechtzukommen.
Dies ist beim Tod eines Partners nicht gegeben, keiner der beiden wollte eine Trennung.

Jein. Es liegt ja erstmal die gleiche Aufgabe vor: Mit gewissen Lebensträumen abzuschließen und sich neu zu orientieren. Mich macht es auch sehr traurig, dass mit großer Wahrscheinlichkeit niemals ein Kind in meine Augen blicken wird und "Mama" zu mir sagen wird. Glaub mir, dieser Gedanke zerschmettert mich regelrecht und ich kann es verstehen, wenn mir jemand sagt, dass er nicht die Energie hat, irgend etwas an seinem Leben zu ändern. Nur ich denke mir halt, dass ich keine Lust hätte, mein restliches Leben mit negativen Gefühlen zu verbringen. Einfach, weil ich es nicht ertragen, mich durchgehend schlecht zu fühlen. Deshalb muss ich etwas ändern. Und Therapie ist eine wunderbare Möglichkeit, Änderungen zu überlegen und auszuprobieren. Aber das muss halt jeder selbst wissen, ob er das annehmen möchte.

Meiner Erfahrung nach sollte man das nicht tun - alle genannten Personen haben mich bisher in er einen oder anderen Form enttäuscht.
Nein, die einzige Person auf die ich mich verlassen kann bin ich selbst.

Das ist schade, dass du deine bisherigen Erfahrungen so rigoros generalisierst. Auch das ist leider eine weitere depressionsförderliche Einstellung. :/
 

Benutzer27300  (44)

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Im Grunde bestätigt sich hier, was ich dir vor gerade mal 2 Tagen schon in deinem anderen Thread Link geschrieben hatte. Es ist schwierig dir Ratschläge zu geben, wenn du nicht dazu bereit bist und dich weigerst, diese anzunehmen oder in irgendeiner Form für dich umzusetzen.

Finde es sehr traurig, was dir wiederfahren ist und wie du darauf reagierst. Trauer ist gut und normal. Sie gehört dazu. Aber du bist zu jung, um dich für den Rest deines Lebens in einer Blase aus Selbstmitleid zu verkriechen. Irgendwann musst du auch wieder irgendwie in ein für dich normales Leben zurückfinden.

Ich bin persönlich bin sicherlich kein Verfechter dieser Tendenzen, dass heutzutage alles immer gleich mit psychotherapeutischer Begleitung aufgearbeitet werden muss. Aber in deinem Fall wäre das wahrscheinlich wirklich zu empfehlen. Aber was hilft das, wenn du selbst nicht dazu bereit bis und dich ausdrücklich dagegen entscheidest? Auch bin ich der Meinung, das es eigentlich Nebensache ist, ob es der Wunsch deiner Frau war, dass du möglichst schnell wieder normal weitermachst. Viel relevanter ist, dass du kurz oder lang für dich und nur für dich wieder einen Weg finden musst, deinem Leben eine Perspektive und einen Sinn zu geben, den Kopf wieder aus dem Sand zu ziehen und einen Neuanfang zu wagen.

Ich hoffe und wünsche dir, dass du die Kraft dazu eines Tages wiederfindest.
 

Benutzer2610 

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Nur ich denke mir halt, dass ich keine Lust hätte, mein restliches Leben mit negativen Gefühlen zu verbringen. Einfach, weil ich es nicht ertragen, mich durchgehend schlecht zu fühlen.
Ich fühle mich ja nicht durchgehend schlecht, die meiste Zeit empfinde ich eigentlich einfach gar nichts.
Blöd sind Wochenenden, Feiertage und Urlaub da diese zuviel freie Zeit generieren, aber gut - ist halt so.
Ich kompensiere das dann meist dadurch dass ich an solchen Tagen möglichst wenig wach bin, was eigentlich auch ganz gut funktioniert.

Das ist schade, dass du deine bisherigen Erfahrungen so rigoros generalisierst. Auch das ist leider eine weitere depressionsförderliche Einstellung. :/
Viel zu fördern gibt es da mMn nicht mehr, ich weiß ja dass ich mir im Grunde schon mein ganzes Leben selbst im Weg stehe.
Es ist ein Stück weit das was mein "Ich" ausmacht und ich habe Angst davor mich selbst zu verlieren wenn ich zulasse dass sich da etwas ändert.
Wenn mir jemand garantieren könnte dass ich mich nicht verändern würde, dann würde ich ggf. eine Therapie in Betracht ziehen.
Aber das kann irgendwo nicht funktionieren, denn es wäre ja genau das Ziel einer solchen, nämlich eine Veränderung zu bewirken.
 
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