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Benutzer230171 (30)
Ist noch neu hier
- #1
hallo, ihr lieben!🤗
habe mich hier angemeldet, nachdem ich bisher nur mitgelesen habe und ich hoffe die Community hier kann mir bei meiner Sache helfen.
(Sorry schonmal im Voraus für den langen Text)
Ich (w, 29) bin jetzt seit knapp zwei Jahren mit meinem Freund (m, 30) zusammen. An sich läuft die Beziehung wirklich gut, wir schaffen es, viel miteinander zu unternehmen, trotz häufigen Zeitmangels.
Er ist in vielerlei Hinsicht verständnisvoll und zeigt seine Liebe sowohl mit Worten, als auch mit Taten. Trinkt nicht, zieht nicht ständig um die Häuser, hat Ambitionen und hat viel Humor. Bisher kann ich sagen, dass es wohl die beste und vielversprechenste Beziehung ist, die ich je hatte. Deshalb würde ich das mit ihm ja auch gerne weiter führen, ich liebe ihn ja...
Allerdings gibt es ein Problem, das mich immer wieder beschäftigt und das mich irgendwie in der Luft hängen lässt.
Wir kommen aus der gleichen Region, leben allerdigns an zwei grundverschiedenen Orten. Der Arbeit wegen hat er eine Unterkunft in meiner Nähe, dadurch haben wir uns auch kennen gelernt.
Es handelt sich bei mir um eine Wahlheimat. Hier ist es recht warm, die Winter sind mild; wenn Schnee fällt, dann nie so viel, dass man Ketten montieren muss oder so... Ich bin keine 10 Minuten von meiner Arbeit entfernt und die nächste Stadt ist mit Auto oder Bus in der gleichen Zeit erreichbar. Trotzdem handelt es sich offiziell dabei um ein Dorf. Es ist also sehr ruhig, wo ich selbst wohne. Trotzdem kann ich gängige Erledigungen alle zu Fuß erledigen. Außerdem liegen ringsum Wälder und Seen. Ich wollte schon immer hierher ziehen und vor etwa fünf Jahren war es dann soweit.
Auch mein gesamtes Sozialleben ist hier. Alles in allem, für mich der perfekte Ort zum Leben.
Er kommt aus einem Teil der Region, wo so ziemlich alle Dinge, die ich aufgezählt habe, dem Gegenteil entsprechen. Der Ort liegt etwa 2-2,5 Stunden entfernt.
Versteht mich nicht falsch, der Ort ist wunderschön, aber wenn man nicht gerade dort ist, um Ski zu fahren oder zu wandern, hat er leider nicht allzu viel für jemanden wie mich zu bieten.
Die nächste Stadt ist etwa 30-40 Minuten entfernt. Für alles, wirklich alles braucht man ein Auto, da der Hof etwas außerhalb vom Dorf liegt.
Das ist der nächste Punkt. Es ist ein relativ kleines Dorf. Typisches "Jeder kennt jeden".
Ich bin selbst in so einem Dorf aufgewachsen und habe es gehasst. Ich bin etwas alternativ und genieße deshalb auch die gewisse Anonymität und die (größere) Offenheit in meinem Ort. Hinzu kommt noch, dass seine Familie quasi nebenan wohnt. An sich ja nichts Schlimmes, ich mag seine Familie, aber ich lebe lieber mit etwas Abstand zu allem, ehrlich gesagt.
Nun zum eigentlichen Problem:
Er hat vor, den Hof zu übernehmen. und das soll auch recht bald passieren. Er würde in der ersten Zeit zwar (noch) nicht hier leben, aber es wäre seins.
Ich wusste das auch von Anfang an. Habe ihm auch nach nicht einmal drei Monaten aber auch klar gemacht, dass ich definitiv niemals vor haben werde, zu ihm zu ziehen, sollte dies jemals Thema werden.
Klar, nach drei Monaten war es vielleicht noch recht früh, darüber zu reden, aber ich wollte, trotz meiner Gefühle für ihn, klar stellen, dass das mit uns keine Zukunft hat, wenn er verlangt, dass ich jemals dort hin ziehe.
Damals meinte er noch "darüber müssen wir noch nicht reden. Wir brauchen nicht über etwas zu diskutieren, was noch nicht ist und von dem wir noch nicht wissen, ob es jemals sein wird."
"Macht Sinn", hab ich mir gedacht.
Über den Zeitraum, in dem wir zusammen waren hat er immer wieder über Dinge gesprochen, die man auf dem Hof so machen könnte, dass er so gern einen Hund hätte ecc... Hab ihn dann nach etwa 8 Monaten wieder darauf angesprochen, dass ich es manchmal etwas beklemmend finde, wenn er über diese Dinge redet, weil ich immer das Gefühl habe, er spricht von einer Zukunft ohne mich.
Er war dann recht verdutzt und meinte, dass er mit mir natürlich eine Zukunft sieht und dass es ja vielleicht alles anders kommt und man ggf. schon eine Lösung findet.
Ich war natürlich skeptisch, hab mir aber gedacht, dass er sich schon was dabei denken wird.
Einmal in den letzten Monaten haben wir nochmal darüber gesprochen, aber irgendwie kriege ich nie wirklich einen Plan oder so.
Er beschäftigt sich momentan mit so vielen Dingen auf dem Hof, redet manchmal wieder darüber, wie man was wo machen könnte usw.
Hab ihm gesagt, dass sich meine Meinung nicht geändert hat und ich nicht will, dass ich am Ende vor vollendete Tatsachen gestellt werde.
So a la: "ja gut, jetzt hab ich hier alles vorbereitet, jetzt müssen wir hierher ziehen."
Er hat mir versichert, dass er mich versteht und dass er mich nie zwingen würde, dorthin zu ziehen. Er spricht auch öfters darüber, wie glücklich er mit mir ist und dass er eine Zukunft möchte. Oft wirft er auch mal ein "....wirst sehen, sobald wir mal zusammen wohnen, machen dies und das..."
Ich verstehe aber nicht, wie er sich das vostellt. Habe mir auch schon überlegt, ob ich die Sache beende, weil ich irgendwie ahne, dass das alles in Schmerz endet, aber dafür liebe ich ihn dann doch zu sehr. Ansonsten passt ja schließlich alles, aber die Sache beschäftigt mich einfach so sehr, dass ich mich irgendwie auch nicht traue, noch mehr Gefühle zu zulassen, da ich am Ende nicht noch mehr verletzt werden will.
Freunde von mir raten mir allesamt ab, dorthin zu ziehen. Sie wissen, dass ich nicht an diesen Ort passe. Das ist, als würde man einen Kaktus in den Sumpf setzen und erwarten, dass er sich wohl fühlt und aufblüht.
Meine Befürchtung ist, dass er insgeheim denkt, dass ich meine Meinung dann schon ändern würde und ich auch der Verführung, keine Miete mehr zahlen zu müssen und außerdem Tiere haben zu können, so viele ich will, nicht widerstehen würde. Er hat andererseits auch mal gesagt, dass er keine Lust hätte, ein Bauer zu sein und er eigentlich Leute einzustellen will, die sich um alles kümmern. Trotzdem kommen aber eben immer wieder diese Aussagen von ihm, die eher darauf hindeuten, dass er sich in seinem Heimatdorf etwas aufbauen will.
Möchte dazu noch sagen, dass ich es ihm ja absolut gönnen würde und ich ihn auch nicht davon abhalten würde. Aber ich würde eben auch nicht einsehen, dass ich alles, was ich (außer ihn) liebe und schätze, aufgeben muss, um irgendwo hinzuziehen, was das genaue Gegenteil von dem ist, was ich will.
Mich würden jetzt eben mal die Meinungen von völlig Außenstehenden interessieren. Natürlich müsste man über alles reden, allerdings kommt dann eh immer nur die gleiche Antwort von ihm, dass wir "das schon irgendwie machen".
Soll ich einfach alles auf mich zukommen lassen? Schließlich habe ich meinen Standpunkt ja schon lange klar gemacht.
Denke ich zu viel nach? (er findet, ich tue das)
Was würdet ihr an meiner Stelle tun?
Lg🍀☀️🍀
habe mich hier angemeldet, nachdem ich bisher nur mitgelesen habe und ich hoffe die Community hier kann mir bei meiner Sache helfen.
(Sorry schonmal im Voraus für den langen Text)
Ich (w, 29) bin jetzt seit knapp zwei Jahren mit meinem Freund (m, 30) zusammen. An sich läuft die Beziehung wirklich gut, wir schaffen es, viel miteinander zu unternehmen, trotz häufigen Zeitmangels.
Er ist in vielerlei Hinsicht verständnisvoll und zeigt seine Liebe sowohl mit Worten, als auch mit Taten. Trinkt nicht, zieht nicht ständig um die Häuser, hat Ambitionen und hat viel Humor. Bisher kann ich sagen, dass es wohl die beste und vielversprechenste Beziehung ist, die ich je hatte. Deshalb würde ich das mit ihm ja auch gerne weiter führen, ich liebe ihn ja...
Allerdings gibt es ein Problem, das mich immer wieder beschäftigt und das mich irgendwie in der Luft hängen lässt.
Wir kommen aus der gleichen Region, leben allerdigns an zwei grundverschiedenen Orten. Der Arbeit wegen hat er eine Unterkunft in meiner Nähe, dadurch haben wir uns auch kennen gelernt.
Es handelt sich bei mir um eine Wahlheimat. Hier ist es recht warm, die Winter sind mild; wenn Schnee fällt, dann nie so viel, dass man Ketten montieren muss oder so... Ich bin keine 10 Minuten von meiner Arbeit entfernt und die nächste Stadt ist mit Auto oder Bus in der gleichen Zeit erreichbar. Trotzdem handelt es sich offiziell dabei um ein Dorf. Es ist also sehr ruhig, wo ich selbst wohne. Trotzdem kann ich gängige Erledigungen alle zu Fuß erledigen. Außerdem liegen ringsum Wälder und Seen. Ich wollte schon immer hierher ziehen und vor etwa fünf Jahren war es dann soweit.
Auch mein gesamtes Sozialleben ist hier. Alles in allem, für mich der perfekte Ort zum Leben.
Er kommt aus einem Teil der Region, wo so ziemlich alle Dinge, die ich aufgezählt habe, dem Gegenteil entsprechen. Der Ort liegt etwa 2-2,5 Stunden entfernt.
Versteht mich nicht falsch, der Ort ist wunderschön, aber wenn man nicht gerade dort ist, um Ski zu fahren oder zu wandern, hat er leider nicht allzu viel für jemanden wie mich zu bieten.
Die nächste Stadt ist etwa 30-40 Minuten entfernt. Für alles, wirklich alles braucht man ein Auto, da der Hof etwas außerhalb vom Dorf liegt.
Das ist der nächste Punkt. Es ist ein relativ kleines Dorf. Typisches "Jeder kennt jeden".
Ich bin selbst in so einem Dorf aufgewachsen und habe es gehasst. Ich bin etwas alternativ und genieße deshalb auch die gewisse Anonymität und die (größere) Offenheit in meinem Ort. Hinzu kommt noch, dass seine Familie quasi nebenan wohnt. An sich ja nichts Schlimmes, ich mag seine Familie, aber ich lebe lieber mit etwas Abstand zu allem, ehrlich gesagt.
Nun zum eigentlichen Problem:
Er hat vor, den Hof zu übernehmen. und das soll auch recht bald passieren. Er würde in der ersten Zeit zwar (noch) nicht hier leben, aber es wäre seins.
Ich wusste das auch von Anfang an. Habe ihm auch nach nicht einmal drei Monaten aber auch klar gemacht, dass ich definitiv niemals vor haben werde, zu ihm zu ziehen, sollte dies jemals Thema werden.
Klar, nach drei Monaten war es vielleicht noch recht früh, darüber zu reden, aber ich wollte, trotz meiner Gefühle für ihn, klar stellen, dass das mit uns keine Zukunft hat, wenn er verlangt, dass ich jemals dort hin ziehe.
Damals meinte er noch "darüber müssen wir noch nicht reden. Wir brauchen nicht über etwas zu diskutieren, was noch nicht ist und von dem wir noch nicht wissen, ob es jemals sein wird."
"Macht Sinn", hab ich mir gedacht.
Über den Zeitraum, in dem wir zusammen waren hat er immer wieder über Dinge gesprochen, die man auf dem Hof so machen könnte, dass er so gern einen Hund hätte ecc... Hab ihn dann nach etwa 8 Monaten wieder darauf angesprochen, dass ich es manchmal etwas beklemmend finde, wenn er über diese Dinge redet, weil ich immer das Gefühl habe, er spricht von einer Zukunft ohne mich.
Er war dann recht verdutzt und meinte, dass er mit mir natürlich eine Zukunft sieht und dass es ja vielleicht alles anders kommt und man ggf. schon eine Lösung findet.
Ich war natürlich skeptisch, hab mir aber gedacht, dass er sich schon was dabei denken wird.
Einmal in den letzten Monaten haben wir nochmal darüber gesprochen, aber irgendwie kriege ich nie wirklich einen Plan oder so.
Er beschäftigt sich momentan mit so vielen Dingen auf dem Hof, redet manchmal wieder darüber, wie man was wo machen könnte usw.
Hab ihm gesagt, dass sich meine Meinung nicht geändert hat und ich nicht will, dass ich am Ende vor vollendete Tatsachen gestellt werde.
So a la: "ja gut, jetzt hab ich hier alles vorbereitet, jetzt müssen wir hierher ziehen."
Er hat mir versichert, dass er mich versteht und dass er mich nie zwingen würde, dorthin zu ziehen. Er spricht auch öfters darüber, wie glücklich er mit mir ist und dass er eine Zukunft möchte. Oft wirft er auch mal ein "....wirst sehen, sobald wir mal zusammen wohnen, machen dies und das..."
Ich verstehe aber nicht, wie er sich das vostellt. Habe mir auch schon überlegt, ob ich die Sache beende, weil ich irgendwie ahne, dass das alles in Schmerz endet, aber dafür liebe ich ihn dann doch zu sehr. Ansonsten passt ja schließlich alles, aber die Sache beschäftigt mich einfach so sehr, dass ich mich irgendwie auch nicht traue, noch mehr Gefühle zu zulassen, da ich am Ende nicht noch mehr verletzt werden will.
Freunde von mir raten mir allesamt ab, dorthin zu ziehen. Sie wissen, dass ich nicht an diesen Ort passe. Das ist, als würde man einen Kaktus in den Sumpf setzen und erwarten, dass er sich wohl fühlt und aufblüht.
Meine Befürchtung ist, dass er insgeheim denkt, dass ich meine Meinung dann schon ändern würde und ich auch der Verführung, keine Miete mehr zahlen zu müssen und außerdem Tiere haben zu können, so viele ich will, nicht widerstehen würde. Er hat andererseits auch mal gesagt, dass er keine Lust hätte, ein Bauer zu sein und er eigentlich Leute einzustellen will, die sich um alles kümmern. Trotzdem kommen aber eben immer wieder diese Aussagen von ihm, die eher darauf hindeuten, dass er sich in seinem Heimatdorf etwas aufbauen will.
Möchte dazu noch sagen, dass ich es ihm ja absolut gönnen würde und ich ihn auch nicht davon abhalten würde. Aber ich würde eben auch nicht einsehen, dass ich alles, was ich (außer ihn) liebe und schätze, aufgeben muss, um irgendwo hinzuziehen, was das genaue Gegenteil von dem ist, was ich will.
Mich würden jetzt eben mal die Meinungen von völlig Außenstehenden interessieren. Natürlich müsste man über alles reden, allerdings kommt dann eh immer nur die gleiche Antwort von ihm, dass wir "das schon irgendwie machen".
Soll ich einfach alles auf mich zukommen lassen? Schließlich habe ich meinen Standpunkt ja schon lange klar gemacht.
Denke ich zu viel nach? (er findet, ich tue das)
Was würdet ihr an meiner Stelle tun?
Lg🍀☀️🍀