Beziehung beenden Trennung vor Reha

Benutzer177912  (48)

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Hallo,
meine Freundin wird bald zu einer psychosomatiscien Reha antreten. 8 Wochen.
Wir sind noch nicht so lange zusammen (9 Monate). Sie hat Depressionen, kann nicht nein sagen, sich nicht durchsetzten. (wurde mal vergewaltigt deswegen). Seit 5 Monaten haben wir auch keinen Sex mehr. Sie sagt es liege nicht an mir. Sie fühle sich selber nicht gut, dreckig fühle sie sich. Ich verstehe das nicht wenn man jemanden liebt .. sie sagt auch ich wäre ihr Seelenverwandter.
Nun habe ich damit ein Problem. Erstens habe ich riesig Angst das sie dort mich mit einem Kurschatten betrügt, was ja sehr oft vorkommt (hat mir auch mein Psychologe gesagt). Zweitens habe ich Angst das Sie zurück kommt und sich von mir trennt was ja auch überdurschnitlich vorkommt da die Patienten meisten ja dazu angehalten werden alles aus Ihrem alten Leben wegzuwerfen denn das hat ja meistens die Probleme hervor gebracht.
Ich habe riesige Angst. Wenn Sie zurück kommt wie wird es dann. Was wird passieren.
Da mir schon sehr oft weh getan wurde und ich eine neue Entäuschung nicht verkraften werde Frage ich mich ob ich vorher schluß machen soll und ausziehen. Ich weiß es am ende meine Entscheidung aber was würdet Ihr tun oder handeln?
 

Benutzer157013 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Du willst Schluss machen wegen Dingen, von denen du glaubst, dass sie eventuell vielleicht eintreten könnten? Oder sind das vorgeschoben Gründe, weil du in der Beziehung nicht mehr glücklich bist.

Wenn du nicht mehr glücklich bist und sich das nicht ändern lässt, dann sei ehrlich zu dir und ihr und mach deswegen Schluss.

Schluss machen aus den anderen Gründen (weil etwas sein könnte, was nie so eintreten muss) fände ich ziemlich albern.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer136760 

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Sie ist depressiv und wurde mal vergewaltigt...Das finde ich Gründe genug, Probleme im sexuellen Bereich zu haben...
Du hast offenbar auch psychologische Unterstützung nötig... Wieso kannst du dann nicht nachvollziehen, dass deine Freundin diese auch braucht und mal Phasen hat, wo ihre Probleme sie einschränken?

Wieso besprichst du nicht mit deinem Psychologen dein Vorhaben, aufgrund von unbegründeten Verdachtsmomenten Schluss zu machen?
 

Benutzer177912  (48)

Ist noch neu hier
Ich bin sehr glücklich war noch nie so glücklich. Sie ist aber sehr labil, leicht lenkbar. Hatten schon öfters Diskussionen nach ihren psychischen Sitzungen. Leider bestätigt mir jeder das die trennungsquote nach solchen Rehas extrem hoch ist.
Ich habe nur Angst. Es ist ein Selbstschutz. Ich verkrafte keine Trennung mehr.

Du willst Schluss machen wegen Dingen, von denen du glaubst, dass sie eventuell vielleicht eintreten könnten? Oder sind das vorgeschoben Gründe, weil du in der Beziehung nicht mehr glücklich bist.

Wenn du nicht mehr glücklich bist und sich das nicht ändern lässt, dann sei ehrlich zu dir und ihr und mach deswegen Schluss.

Schluss achten aus den anderen Gründen (weil etwas sein könnte, was nie so eintreten muss) fände ich ziemlich albern.
 

Benutzer164664 

Verbringt hier viel Zeit
Du erlebst gerade eine Art Kontrollverlust (Freundin ist weit weg, Unsicherheit...). Es ist ein gutes, gesundes Gefühl, dass du nun handlungsfähig bleiben willst und überlegst, wie du wieder mehr Kontrolle bekommen kannst. Da würde ich aber erstmal bei dir selbst bleiben.

Was kannst du für dich tun, damit es dir gut geht? Was sind deine Bedürfnisse? Wie sieht dein Alltag aus? Kümmerst du dich gut genug um dich selbst? Für mich klingt es so, als würdest du dein Glück zu sehr im Außen suchen.

Niemand wird gerne betrogen, belogen, enttäuscht... etc. Aber je besser du dich um dich selbst kümmerst, desto besser würdest du es auch überstehen bzw. loslassen können von dieser negativen Erwartungshaltung. Es ist doch noch gar nichts passiert.
 

Benutzer157013 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich habe nur Angst. Es ist ein Selbstschutz. Ich verkrafte keine Trennung mehr.
Angst ist in solchen Sachen aber oft ein schlechter Ratgeber. Was ist, wenn ihr nach ihrer Therapie eure Beziehung unbeschwerter fortsetzen könnt und alles gut wird? Wäre doch super. Wenn du die Beziehung jetzt wegen ungelegter Eier beendest, bekommt ihr aber nie die Chance darauf. Und warum sollte eine Trennung jetzt weniger weh tun als dann? Weil du sie aussprichst und nicht sie? Es wird trotzdem weh tun und du müsstest dann jetzt eine Trennung durchstehen. Was ist, wenn du dir hinterher vorwirfst, dass du es nicht wenigstens versucht hast? Das tut auch weh.
 

Benutzer174233  (33)

Öfters im Forum
Was deine Angst mit dem Kurschatten angeht, kann ich dich vielleicht ein wenig beruhigen. Das gibt es zwar schon, aber in einer psychosomatischen Einrichtung haben die Patienten doch meist ganz andere Probleme und sind wirklich rund um die Uhr gefordert sich mit sich selbst und ihren Problemen auseinanderzusetzen, dass man da kaum den Kopf für irgendwelche Liebeleien hat. Innige Freundschaften entstehen dabei viel häufiger, aber die sind für die Beziehung ja keine direkte Bedrohung.

In einer stationären Therapie hat man zwar die Möglichkeit viel über sich selbst zu lernen, aber man wird keineswegs dazu angehalten alles alte wegzuwerfen. Man lernt vielmehr die negativen Belastungen im Leben zu erkennen und diese zu verändern oder auszusortieren. Dazu gehören oft eben auch Beziehungen die einen toxischen Beigeschmack haben.
Du sagst aber eure Beziehung ist soweit glücklich und ich nehme mal an, dass du deine Freundin nicht manipulierst und ihre auf der Depression basierenden Schwächen nicht ausnutzst. Du bist auch nicht, der der sie vergewaltigt hat und bist nicht der Auslöser für ihr schlechtes Befinden. Daher denke ich kann dieser Schritt für euch nur von Vorteil sein. Vor allem, dass euer Sexleben auch wieder besser werden kann.

Wie es danach sein wird, kann man nie vorhersagen. Aber vorsorglich Schluss machen halte ich für einen großen Fehler.
Du könntest ihr statt dessen zeigen, dass du hinter ihr stehst. Den Klinikaufenthalt befürwortest und dir Gedanken machen was du nach ihrer Rückkehr tun kannst um sie etwas zu unterstützen. Ihr die Wiedereingliederung in den Alltag zu erleichtern.
Für die Betroffenen ist so eine Klinikaufenthalt nämlich auch nicht einfach. Das ist ein großer Schritt, bedarf viel Durchhaltevermögen und hinterher ist es oft erst mal noch etwas schwerer. In der Klinik bist du, wie in einer Blase - weg vom Alltag, umgeben von Ärzten, Therapeuten und vor allem Menschen die dich wirklich verstehen.
Zurück im Alltag bist du dann wieder auf dich allein gestellt und musst versuchen das Erlernte umzusetzen. Dabei ist liebevolle Unterstützung sehr viel Wert.
 

Benutzer177912  (48)

Ist noch neu hier
Sie ist depressiv und wurde mal vergewaltigt...Das finde ich Gründe genug, Probleme im sexuellen Bereich zu haben...
Du hast offenbar auch psychologische Unterstützung nötig... Wieso kannst du dann nicht nachvollziehen, dass deine Freundin diese auch braucht und mal Phasen hat, wo ihre Probleme sie einschränken?

Wieso besprichst du nicht mit deinem Psychologen dein Vorhaben, aufgrund von unbegründeten Verdachtsmomenten Schluss zu machen?
Ich habe mit ihm gesprochen und er hat nur gesagt. Ja viele Beziehungen gehen nach solch einer Reha auseinander und das mit dem Kurschatten kennt er zu gut. Er sagte trennen kannst dich immer noch. Und ich sagte ja wenn ich aber vorher gehe erspare ich mir den Schmerz. Ich habe die letzen Jahre viele Schmerzen ertragen müssen. Habe zweimal dem Tor in die augengeschaut. Meine Ex Frau hat mich verlassen und mein Kind mitgenommen. Ich kann noch einen Schmerz verkraften.
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Du erlebst gerade eine Art Kontrollverlust (Freundin ist weit weg, Unsicherheit...). Es ist ein gutes, gesundes Gefühl, dass du nun handlungsfähig bleiben willst und überlegst, wie du wieder mehr Kontrolle bekommen kannst. Da würde ich aber erstmal bei dir selbst bleiben.

Was kannst du für dich tun, damit es dir gut geht? Was sind deine Bedürfnisse? Wie sieht dein Alltag aus? Kümmerst du dich gut genug um dich selbst? Für mich klingt es so, als würdest du dein Glück zu sehr im Außen suchen.

Niemand wird gerne betrogen, belogen, enttäuscht... etc. Aber je besser du dich um dich selbst kümmerst, desto besser würdest du es auch überstehen bzw. loslassen können von dieser negativen Erwartungshaltung. Es ist doch noch gar nichts passiert.
Danke für deine Worte der beste Kommentar hier. Ja ich bin noch keine 50, Rentner, Krebs, schwerer Verkehrsunfall. Bin Risikopatient, Corona macht mich fertig. Habe gesundheitliche Handicaps. Du hast recht es ist der kontrollverlust.
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Was deine Angst mit dem Kurschatten angeht, kann ich dich vielleicht ein wenig beruhigen. Das gibt es zwar schon, aber in einer psychosomatischen Einrichtung haben die Patienten doch meist ganz andere Probleme und sind wirklich rund um die Uhr gefordert sich mit sich selbst und ihren Problemen auseinanderzusetzen, dass man da kaum den Kopf für irgendwelche Liebeleien hat. Innige Freundschaften entstehen dabei viel häufiger, aber die sind für die Beziehung ja keine direkte Bedrohung.

In einer stationären Therapie hat man zwar die Möglichkeit viel über sich selbst zu lernen, aber man wird keineswegs dazu angehalten alles alte wegzuwerfen. Man lernt vielmehr die negativen Belastungen im Leben zu erkennen und diese zu verändern oder auszusortieren. Dazu gehören oft eben auch Beziehungen die einen toxischen Beigeschmack haben.
Du sagst aber eure Beziehung ist soweit glücklich und ich nehme mal an, dass du deine Freundin nicht manipulierst und ihre auf der Depression basierenden Schwächen nicht ausnutzst. Du bist auch nicht, der der sie vergewaltigt hat und bist nicht der Auslöser für ihr schlechtes Befinden. Daher denke ich kann dieser Schritt für euch nur von Vorteil sein. Vor allem, dass euer Sexleben auch wieder besser werden kann.

Wie es danach sein wird, kann man nie vorhersagen. Aber vorsorglich Schluss machen halte ich für einen großen Fehler.
Du könntest ihr statt dessen zeigen, dass du hinter ihr stehst. Den Klinikaufenthalt befürwortest und dir Gedanken machen was du nach ihrer Rückkehr tun kannst um sie etwas zu unterstützen. Ihr die Wiedereingliederung in den Alltag zu erleichtern.
Für die Betroffenen ist so eine Klinikaufenthalt nämlich auch nicht einfach. Das ist ein großer Schritt, bedarf viel Durchhaltevermögen und hinterher ist es oft erst mal noch etwas schwerer. In der Klinik bist du, wie in einer Blase - weg vom Alltag, umgeben von Ärzten, Therapeuten und vor allem Menschen die dich wirklich verstehen.
Zurück im Alltag bist du dann wieder auf dich allein gestellt und musst versuchen das Erlernte umzusetzen. Dabei ist liebevolle Unterstützung sehr viel Wert.
Vielen Dank für deine Zeilen.
 

Benutzer167118  (27)

Verbringt hier viel Zeit
Erstens habe ich riesig Angst das sie dort mich mit einem Kurschatten betrügt

Wow. Du hast ja echt Vertrauen.

Zweitens habe ich Angst das Sie zurück kommt und sich von mir trennt

Also überlegst du dich von ihr zu trennen, damit sie es nicht tut? Verstehe ich nicht.

Ich weiß es am ende meine Entscheidung aber was würdet Ihr tun oder handeln?

Ich würde nicht gleich davon ausgehen, dass sie mich betrügt. Überleg dir ob du eine Beziehung mit ihr führen möchtest und handle danach.
 
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