Trennung nach Vertrauensbruch noch vermeidbar?

P
Benutzer238087  (46) Ist noch neu hier
  • #1
Hallo zusammen,

ich hätte gerne eure ehrliche Meinung. Ich bin 46 Jahre alt, seit 5 Jahren verheiratet und unsere Beziehung war bzw. ist nicht immer einfach.

Ich empfinde die Beziehung zunehmend als belastend. Bei Konflikten habe ich oft das Gefühl, dass die Schuld fast immer bei mir gesucht wird, während sich meine Frau selten entschuldigt. Für mich ist das ein wiederkehrendes Muster: Ich werde für Dinge verantwortlich gemacht, die ich nicht verursacht oder kontrollieren kann. Meine Leistungen und mein Beruf werden häufig abgewertet, und durch herablassende Bemerkungen oder Gesten fühle ich mich klein gemacht.

Ich habe den Eindruck, dass Fehler aus ihrer Sicht überwiegend bei mir liegen, während eigene Fehler kaum eingestanden werden. Gleichzeitig erlebe ich sie oft als wenig einfühlsam gegenüber meinen Gefühlen und Bedürfnissen und als sehr empfindlich gegenüber Kritik.

In den letzten fünf Jahren habe ich insgesamt 12 Arbeitstage frei genommen, ohne meiner Frau davon zu erzählen. Sie dachte, ich sei arbeiten. Ich war an diesen Tagen allein unterwegs, habe mich bewusst etwas lockerer und jünger gekleidet und einfach Zeit für mich gebraucht, um aufzutanken. Es gab dabei nie eine andere Frau oder irgendeine Form von Untreue.

Vor Kurzem hat meine Frau Fotos dieser Ausflüge auf meinem Handy entdeckt, darunter auch Selfies. Sie war schockiert und sehr verletzt, vor allem wegen der Heimlichkeit. Ich weiß, dass ich damit ihr Vertrauen verletzt habe, und das tut mir ehrlich leid. Ich liebe meine Frau und unsere beiden kleinen Kinder sehr. Ich hatte nur Angst, dass mein Wunsch nach Zeit für mich auf Ablehnung stoßen würde, und habe deshalb den falschen Weg gewählt.

Nun möchte sich meine Frau trennen. Trotz begonnener Paartherapie sagt sie, sie könne mir nie wieder vertrauen. Für sie ist mein Verhalten mit Fremdgehen vergleichbar oder sogar schlimmer. Das fällt mir schwer nachzuvollziehen, da Untreue für mich nie infrage gekommen wäre.

Wie seht ihr das? Ist dieser Vertrauensbruch wirklich so schwerwiegend? Habt ihr Erfahrungen oder Tipps, wie ich ihr Vertrauen zurückgewinnen kann? Wir haben es mit der Paartherapie versucht, wir hatten diverse Gespräche alleine und ich habe ihr einen langen Brief auf Pergamentpapier von Hand geschrieben und meine Sichtweise erklärt und mich entschuldigt. Was könnte vielleicht noch weiterhelfen?

Ich möchte meine Familie nicht verlieren. Trotz aller Schwierigkeiten ist eine Versöhnung momentan mein größter Wunsch, und ich hoffe, dass wir noch einen gemeinsamen Weg finden.

Vielen herzlichen Dank für eure Rückmeldungen.
 
C
Benutzer238086  (55) Ist noch neu hier
  • #2
Du schaffst das, sei einfach ehrlich zu ihr und mach ihr keine Vorwürfe
 
Blauäugige21
Benutzer66223  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #3
Oje, tut mir sehr leid dass du dich in so einer scheiss Situation befindest :knuddel:

Ich werde für Dinge verantwortlich gemacht, die ich nicht verursacht oder kontrollieren kann. Meine Leistungen und mein Beruf werden häufig abgewertet, und durch herablassende Bemerkungen oder Gesten fühle ich mich klein gemacht.
Kannst du ein paar Beispiele nennen? Inwiefern wertet sie dich mit Bemerkungen und Gesten ab?

Nun möchte sich meine Frau trennen. Trotz begonnener Paartherapie sagt sie, sie könne mir nie wieder vertrauen. Für sie ist mein Verhalten mit Fremdgehen vergleichbar oder sogar schlimmer. Das fällt mir schwer nachzuvollziehen,
Das finde ich ehrlich gesagt, ziemlich übertrieben. Warum? Wenn ich mir vorstelle dass mein Mann, sich hinter meinem Rücken freie Tage nimmt, ohne Bescheid zu geben, muss ich mich fragen warum er das macht. Was verleitet ihn dazu? Warum hat er Angst mir zu Vertrauen. Mich würde eher verletzen dass ich meinen Mann dazu gebracht habe, sowas heimlich zu machen.

Wie seht ihr das? Ist dieser Vertrauensbruch wirklich so schwerwiegend? Habt ihr Erfahrungen oder Tipps, wie ich ihr Vertrauen zurückgewinnen kann? Wir haben es mit der Paartherapie versucht, wir hatten diverse Gespräche alleine und ich habe ihr einen langen Brief auf Pergamentpapier von Hand geschrieben und meine Sichtweise erklärt und mich entschuldigt. Was könnte vielleicht noch weiterhelfen?

Wie gesagt, für mich: Nein. Aber ich glaube dass da bei ihr viel mehr dahinter steckt dass sie sofort eine Trennung in Erwägung zieht.
Wie lief die Paartherapie denn ab?
Kann sie definieren warum sie dir da überhaupt keine Chance mehr geben will und das als so massiven Vertrauensbruch ansieht?
 
R
Benutzer193222  (42) Verbringt hier viel Zeit
  • #4
Was genau lässt dich denn an der Ehe festhalten? Was du beschrieben hast, wäre für mich alleine schon ein Trennungsgrund. Deine Heimlichkeiten nur die Folge von dem. Du kannst offensichtlich nicht du selbst sein oder wirst geschätzt wie du bist. Ist das deine Vorstellung von Ehe?
 
Atomic_57
Benutzer184702  (61) Verbringt hier viel Zeit
  • #5
Es sieht so aus, wie wenn du euren Ehewagen sozusagen an die Wand gefahren hast. Vermutlich ist eine Paartherapie tatsächlich das beste. So könnt ihr euer Sichtweisen einer neutralen Person erklären und diese wird hoffentlich durch geschicktes Verhalten eure Verbindung erneuern.

Das deine Frau den Bettel gleich hinschmeissen will verstehe ich nicht -es sei denn, auch sie fühlt sich schon länger von dir nicht richtig verstanden.

Ich finde es süss das du ihr einen Erklärungsbrief auf Pergament geschrieben hast -richtig altmodisch. Ich würde einen Mann mit deiner Phantasie nicht wegen einer solchen Lappalie aufgeben. Es muss doch noch ein paar andere Dinge in eurer Beziehung geben für die es sich zu Kämpfen lohnt.
 
Buenosaurus
Benutzer186761  (53) Verbringt hier viel Zeit
  • #6
Ich verstehe vieles noch nicht genau, P Palme10 , und kann daher noch nicht den Punkt für einen Lösungsansatz finden. 🤔
... und unsere Beziehung war bzw. ist nicht immer einfach.
Ihr seid seit fünf Jahren verheiratet. Wie lange kanntet ihr euch schon vorher, und: war die Beziehung vor der Hochzeit auch schon "nicht immer einfach?"

Was hat euch dazu gebracht, dass ihr euch für eine Heirat entschieden habt?
Vor Kurzem hat meine Frau Fotos dieser Ausflüge auf meinem Handy entdeckt, darunter auch Selfies. Sie war schockiert und sehr verletzt, vor allem wegen der Heimlichkeit. Ich weiß, dass ich damit ihr Vertrauen verletzt habe, und das tut mir ehrlich leid.
Warte, warte...! Ich habe jetzt schon verstanden, dass ihr beide im Streit und im Konflikt nicht allzu verständnisvoll füreinander seid. Aber hier will ich doch nochmal kurz einhaken: wie ist es möglich, dass deine Frau etwas auf deinem Handy "entdeckt"?
Nun möchte sich meine Frau trennen. Trotz begonnener Paartherapie sagt sie, sie könne mir nie wieder vertrauen.
Fünf Jahre verheiratet, zwei Kinder - und Paartherapie. Ist ja nichts Schlimmes, sondern etwas Gutes.

Aber genau so, wie ich eben gefragt habe, weshalb ihr euch für eine Heirat entschieden habt, muss ich jetzt nochmal fragen, was der Auslöser war, weswegen ihr gemeinsam in Paartherapie gegangen seid.
Habt ihr Erfahrungen oder Tipps, wie ich ihr Vertrauen zurückgewinnen kann? Wir haben es mit der Paartherapie versucht, wir hatten diverse Gespräche alleine und ich habe ihr einen langen Brief auf Pergamentpapier von Hand geschrieben und meine Sichtweise erklärt und mich entschuldigt. Was könnte vielleicht noch weiterhelfen?
Wie gesagt: um Tipps geben zu können, müsste ich eine bessere Vorstellung haben, wie deine Frau sonst so tickt. - Wie war's denn bisher so in der Paartherapie?
Ich möchte meine Familie nicht verlieren.
Dein Wunsch. Was aber ist der äquivalente Wunsch deiner Frau?

Du musst uns schon mehr erzählen...
 
W
Benutzer180521  Sehr bekannt hier
  • #7
Nun möchte sich meine Frau trennen. Trotz begonnener Paartherapie sagt sie, sie könne mir nie wieder vertrauen. Für sie ist mein Verhalten mit Fremdgehen vergleichbar oder sogar schlimmer.
Kann sie erklären, warum? Hat sie verstanden, warum du so gehandelt hast? Wie ausführlich habt ihr darüber gesprochen (inner- und außerhalb der Paartherapie)?

Wenn sie nicht begründen möchte, weshalb für sie der Vertrauensbruch so massiv ist, könnte einen der Verdacht beschleichen, dass das nicht der einzige Grund ist. Sondern dass sie eigentlich schon länger eine Trennung möchte, jetzt aber einen willkommenen Grund gefunden hat, für den auch noch du verantwortlich bist (Schuld scheint ja ohnehin ein Thema bei dir/euch zu sein).
 
I
Benutzer228593  (33) Öfter im Forum
  • #8
Wenn sie nicht begründen möchte, weshalb für sie der Vertrauensbruch so massiv ist, könnte einen der Verdacht beschleichen, dass das nicht der einzige Grund ist. Sondern dass sie eigentlich schon länger eine Trennung möchte, jetzt aber einen willkommenen Grund gefunden hat, für den auch noch du verantwortlich bist (Schuld scheint ja ohnehin ein Thema bei dir/euch zu sein).
Ganz genau so kommt es mir auch vor.
 
Katzenauge123
Benutzer202690  (41) Verbringt hier viel Zeit
  • #9
Wie alt sind eure Kinder?

Ganz viel klingt sehr ungesund.

Nicht nur ihr Verhalten, sondern auch deines.

Die Frage ist, ob ihr da wirklich rauskommt und ob sie überhaupt noch will.
Gerade Letzteres klingt ja nicht so.

Ja, wenn ich herausfinden würde, dass mein Partner sich für sich alleine frei gemacht hat und mich quasi jedesmal belogen hat, wäre ich auch zutiefst verletzt.

Hat sie denn auch 12 Tage für sich alleine gehabt?
Oder hast nur du dir das rausgenommen?
 
A
Benutzer218895  (44) Öfter im Forum
  • #10
Hallo zusammen,

ich hätte gerne eure ehrliche Meinung. Ich bin 46 Jahre alt, seit 5 Jahren verheiratet und unsere Beziehung war bzw. ist nicht immer einfach.

Ich empfinde die Beziehung zunehmend als belastend. Bei Konflikten habe ich oft das Gefühl, dass die Schuld fast immer bei mir gesucht wird, während sich meine Frau selten entschuldigt. Für mich ist das ein wiederkehrendes Muster: Ich werde für Dinge verantwortlich gemacht, die ich nicht verursacht oder kontrollieren kann. Meine Leistungen und mein Beruf werden häufig abgewertet, und durch herablassende Bemerkungen oder Gesten fühle ich mich klein gemacht.
Hast du ihr das mal gesagt?
In den letzten fünf Jahren habe ich insgesamt 12 Arbeitstage frei genommen…
Kriegt sie sowas nicht mit?
Vor Kurzem hat meine Frau Fotos dieser Ausflüge auf meinem Handy entdeckt, darunter auch Selfies. Sie war schockiert und sehr verletzt, vor allem wegen der Heimlichkeit. Ich weiß, dass ich damit ihr Vertrauen verletzt habe, und das tut mir ehrlich leid. Ich liebe meine Frau und unsere beiden kleinen Kinder sehr. Ich hatte nur Angst, dass mein Wunsch nach Zeit für mich auf Ablehnung stoßen würde, und habe deshalb den falschen Weg gewählt.
Naja, was heißt schon Vertrauensbruch? Ich glaube, sie meint damit was anderes.
Könnte es sein, dass du deine Probleme, die du in der Partnerschaft mit ihr hast, ihr gar nicht zur Kenntnis bringst, zumindest nicht in der dir gebührenden Ernsthaftigkeit, so dass dadurch eben solche Heimlichkeiten entstehen (heimlich freinehmen, aus Angst, seine Bedürfnisse zu äußern)?
Sowas würde mir tatsache auch ziemlich auf den Keks gehen und diese Heimlichkeiten währen für mich auch ein Vertrauensbruch. Sie lebt ihren Alltag, denkt, es ist alles in Ordnung, und dann merkt sie, dass du sie von vorne bis hinten bescheißt. Da käme ich mir auch total verarscht vor, wäre ich sie.
Wieso hat du nicht direkt gesagt, dass du mal Zeit für dich brauchst? Kannst du Gegenwind von ihr nicht aushalten, kommst du damit nicht zurecht?
Ich weiß natürlich nicht, ob du so ein klassischer Konfliktvermeider bist, aber wenn ja, dann wär das für mich auch ein Trennungsgrund.

Und mit Vertrauensbruch im Sinne von Fremdgehen hat das doch gar nichts zu tun?
 
Zuletzt bearbeitet:
Bembelschorsch
Benutzer186758  (53) Öfter im Forum
  • #11
Ich glaube nicht das es nur das mit deinem freien Tagen ist.
Sie hat klar kommuniziert was sie möchte.
Das muss und kann man nicht begründen.
( wäre wünschenswert klar, aber da gibts kein Anrecht drauf)
Du zählst ja selbst vieles auf und deiner Frau pauschal die falsche Wahrnehmung zu unterstellen ist zwar einfach aber nicht hilfreich. Ganz im Gegenteil.

Ich erkenne mich in deinen Zeilen ein Stück weit wieder, mit Jahren des Abstandes hab ich verstanden das ich die falsche Wahrnehmung hatte.
Ich würde eine Paartherapie anstreben völlig offen ob Neuanfang oder Trennung. Das ist für beides hilfreich.

Für mich persönlich wäre dein Verhalten ein übler Vertrauensbruch , die Tat mag nicht schwer wiegen das Verschweigen schon.
 
reed
Benutzer116134  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #12
Deine Schilderung klingt nachvollziehbar und die Trennung übertrieben, ist aber natürlich nur eine Seite der Medaille. Denn:
Hat sie denn auch 12 Tage für sich alleine gehabt?
Oder hast nur du dir das rausgenommen?
Könnte es sein, dass sie sich überlastet und alleine gelassen fühlt und dann auch noch herausfindet, dass du dir heimlich alleine schöne Freizeit gönnst, während sie mit der Arbeit zurückbleibt?
In diesem Licht wäre das für mich unter Umständen auch ein Trennungsgrund.
 
Anna1309
Benutzer166007  Sehr bekannt hier
  • #13
Warum willst du die Beziehung retten bzw. aufrechterhalten?
 
Theoderich
Benutzer107327  (41) Planet-Liebe Berühmtheit
  • #14
Warum willst du die Beziehung retten bzw. aufrechterhalten?
FInde ich eine berechtigte Frage, so wie du die Ehe empfindest: Warum sollte man darum kämpfen, dieses untragbare Trauerspiel zu erhalten?

Neigst du in der Ehe generell dazu, Konflikte zu vermeiden und zur Heimlichkeit? Warum konntest du ihr nicht einfach sagen, dass du mal ein paar STunden für dich brauchst? Hatte sie auch diese Möglichkeit?

Es ist ja für euch kaum relevant, ob user in einem Forum - die nur deine Sicht kennen - das jetzt einen ausreichenden Grund für einen Trennungswunsch finden, oder ob wir finden, deswegen sollte sie nicht gleich hinschmeißen. Auch wenn ihr in einer Paartherapie seid (was ja eine gute Idee ist): Für eine Trennung reicht eine PErson, die das will.

Wann und auf wessen Initiative hin wurde die Paartherapie denn begonnen?
 
P
Benutzer238087  (46) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #15
Ich empfinde die Beziehung zunehmend als belastend. Bei Konflikten habe ich oft das Gefühl, dass die Schuld fast immer bei mir gesucht wird, während sich meine Frau selten entschuldigt. Für mich ist das ein wiederkehrendes Muster: Ich werde für Dinge verantwortlich gemacht, die ich nicht verursacht oder kontrollieren kann. Meine Leistungen und mein Beruf werden häufig abgewertet, und durch herablassende Bemerkungen oder Gesten fühle ich mich klein gemacht.

Ich habe den Eindruck, dass Fehler aus ihrer Sicht überwiegend bei mir liegen, währen

Du schaffst das, sei einfach ehrlich zu ihr und mach ihr keine Vorwürfe
Danke 🙏🏼
 
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R
Benutzer193222  (42) Verbringt hier viel Zeit
  • #19
Du schützt deine Kinder aber nicht, wenn du an einer schlechten Ehe festhältst. Sie merken ja, was zwischen euch passiert. Da scheint ja wenig liebevolles Miteinander zu sein. Manchmal schützt man seine Kinder mehr, wenn Eltern getrennt voneinander glücklich sind.
 
P
Benutzer238087  (46) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #20
Ich verstehe vieles noch nicht genau, P Palme10 , und kann daher noch nicht den Punkt für einen Lösungsansatz finden. 🤔

Ihr seid seit fünf Jahren verheiratet. Wie lange kanntet ihr euch schon vorher, und: war die Beziehung vor der Hochzeit auch schon "nicht immer einfach?"

Was hat euch dazu gebracht, dass ihr euch für eine Heirat entschieden habt?

Warte, warte...! Ich habe jetzt schon verstanden, dass ihr beide im Streit und im Konflikt nicht allzu verständnisvoll füreinander seid. Aber hier will ich doch nochmal kurz einhaken: wie ist es möglich, dass deine Frau etwas auf deinem Handy "entdeckt"?

Fünf Jahre verheiratet, zwei Kinder - und Paartherapie. Ist ja nichts Schlimmes, sondern etwas Gutes.

Aber genau so, wie ich eben gefragt habe, weshalb ihr euch für eine Heirat entschieden habt, muss ich jetzt nochmal fragen, was der Auslöser war, weswegen ihr gemeinsam in Paartherapie gegangen seid.

Wie gesagt: um Tipps geben zu können, müsste ich eine bessere Vorstellung haben, wie deine Frau sonst so tickt. - Wie war's denn bisher so in der Paartherapie?

Dein Wunsch. Was aber ist der äquivalente Wunsch deiner Frau?

Du musst uns schon mehr erzählen...
Danke dir für deine Fragen. Wir kennen uns nun seit 10 Jahren, ja die Beziehung war schon vor der Hochzeit nicht immer ganz einfach, zu Beginn war alles super toll, nach dem ersten kleinen Streit bemerkte ich bei ihr diese abwertenden Verhaltensweisen oder Bestrafungen, wenn etwas nicht nach ihren Vorstellungen lief...
Meine Frau war schwanger mit dem 1. Kind und Liebe war sicher schon auch ein Grund für die Hochzeit.
Ich hatte meiner Frau als ihr Handy den Geist aufgab mein Handy zwischenzeitlich zum Gebrauch überlassen so hat sie irgendwie diese Fotos, die aber länger her waren gefunden, das dies auch nicht OK ist weiss ich, aber sie sieht dies ganz anders...
Wir starteten mit der Paartherapie, weil meine Frau das wünschte und sie sagte, dass wir wegen meinem Fehlverhalten externe Hilfe benötigen. Wir kommen immer wieder zum gleichen Punkt, sie sagt sie könne mir nicht mehr vertrauen, obwohl ich verspreche, es nicht mehr zu tun, falls ich Zeit für mich brauche es ihr ankünden würde etc. Sie will mich nun tracken, das habe ich aber vorerst abgelehnt, auch wenn ich nichts mehr verheimlichen will, finde ich das keine Basis für Vertrauen...
 
P
Benutzer238087  (46) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #21
Kann sie erklären, warum? Hat sie verstanden, warum du so gehandelt hast? Wie ausführlich habt ihr darüber gesprochen (inner- und außerhalb der Paartherapie)?

Wenn sie nicht begründen möchte, weshalb für sie der Vertrauensbruch so massiv ist, könnte einen der Verdacht beschleichen, dass das nicht der einzige Grund ist. Sondern dass sie eigentlich schon länger eine Trennung möchte, jetzt aber einen willkommenen Grund gefunden hat, für den auch noch du verantwortlich bist (Schuld scheint ja ohnehin ein Thema bei dir/euch zu sein).
Danke für deine Antwort, das ist sicher ein guter Punkt, wir sprechen immer wieder sehr ausführlich darüber, aber kommen halt nicht voran. Glaube nicht, dass sie sich schon vorher trennen wollte, aber es machte sie schon immer rasend, wenn sie etwas von jemandem nicht mitbekommen hat, nicht nur bei mir ganz allgemein und jetzt sowas bei mir, ist halt ganz schwer für sie, was ich ja auch verstehe, aber versuchen möchte zu erklären und in Zukunft anders zu handeln...
 
P
Benutzer238087  (46) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #22
Hast du ihr das mal gesagt?

Kriegt sie sowas nicht mit?

Naja, was heißt schon Vertrauensbruch? Ich glaube, sie meint damit was anderes.
Könnte es sein, dass du deine Probleme, die du in der Partnerschaft mit ihr hast, ihr gar nicht zur Kenntnis bringst, zumindest nicht in der dir gebührenden Ernsthaftigkeit, so dass dadurch eben solche Heimlichkeiten entstehen (heimlich freinehmen, aus Angst, seine Bedürfnisse zu äußern)?
Sowas würde mir tatsache auch ziemlich auf den Keks gehen und diese Heimlichkeiten währen für mich auch ein Vertrauensbruch. Sie lebt ihren Alltag, denkt, es ist alles in Ordnung, und dann merkt sie, dass du sie von vorne bis hinten bescheißt. Da käme ich mir auch total verarscht vor, wäre ich sie.
Wieso hat du nicht direkt gesagt, dass du mal Zeit für dich brauchst? Kannst du Gegenwind von ihr nicht aushalten, kommst du damit nicht zurecht?
Ich weiß natürlich nicht, ob du so ein klassischer Konfliktvermeider bist, aber wenn ja, dann wär das für mich auch ein Trennungsgrund.

Und mit Vertrauensbruch im Sinne von Fremdgehen hat das doch gar nichts zu tun?
Ich bin eigentlich kein Konfliktvermeider. Im Gegenteil – ich spreche Dinge an, wenn mich etwas belastet. Das Problem ist nur, dass diese Gespräche bei uns oft nicht so enden, dass ich mich verstanden fühle. Häufig werden meine Bedürfnisse oder Gefühle gegen mich verwendet oder so verdreht, dass ich am Ende derjenige bin, der sich rechtfertigen muss. Irgendwann habe ich aufgehört zu glauben, dass es überhaupt etwas bringt, das Thema noch einmal anzusprechen.

Das macht mein Verhalten nicht richtig. Ich weiß, dass die Heimlichkeit ein großer Fehler war und dass ich damit das Vertrauen meiner Frau verletzt habe. Das bereue ich wirklich.

Aber diese Tage waren für mich nie ein Doppelleben oder der Versuch, sie zu hintergehen. Es waren Momente, in denen ich einfach einmal durchatmen wollte, weil ich mich mit meinen Bedürfnissen oft nicht mehr gesehen gefühlt habe. Rückblickend hätte ich trotzdem einen anderen Weg finden müssen.

Mich macht das alles eher traurig als wütend, weil ich meine Frau liebe und nie wollte, dass sie sich hintergangen fühlt. Gleichzeitig wünsche ich mir, dass irgendwann auch verstanden wird, warum ich überhaupt an diesen Punkt gekommen bin.
 
P
Benutzer238087  (46) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #23
Deine Schilderung klingt nachvollziehbar und die Trennung übertrieben, ist aber natürlich nur eine Seite der Medaille. Denn:

Könnte es sein, dass sie sich überlastet und alleine gelassen fühlt und dann auch noch herausfindet, dass du dir heimlich alleine schöne Freizeit gönnst, während sie mit der Arbeit zurückbleibt?
In diesem Licht wäre das für mich unter Umständen auch ein Trennungsgrund.
Nein, überlastet war sie nicht. Ich habe ihr mehrfach angeboten freizunehmen, damit ich mich in der Zeit um die Kinder kümmern kann. Dieses Angebot wollte sie jedoch nur ganz selten annehmen.

Außerdem beteilige ich mich mindestens gleichwertig, wenn nicht sogar mehr, am Haushalt. Deshalb sehe ich die Situation nicht so, dass ich mir auf ihre Kosten Freizeit genommen hätte, während sie alles alleine tragen musste.
 
P
Benutzer238087  (46) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #24
Warum willst du die Beziehung retten bzw. aufrechterhalten?
Was mich im Moment an der Ehe festhalten lässt, sind unsere Kinder. Sie sind erst 2 und 5 Jahre alt. Ich habe große Sorge, dass eine Trennung für sie sehr belastend wäre. Ich befürchte, dass sich dann bestimmte Verhaltensmuster meiner Frau ihnen gegenüber fortsetzen könnten, dass sie von ihr für vieles verantwortlich gemacht werden oder von ihr ein negatives Bild von mir vermittelt bekommen.

Deshalb versuche ich im Moment, einen Weg zu finden, der sie möglichst gut schützt. Ich liebe meine Kinder über alles und möchte für sie da sein. Das bedeutet nicht, dass ich alles einfach hinnehme oder dass ich den aktuellen Zustand gut finde. Aber im Moment versuche ich abzuwägen, was langfristig das Beste ist.
 
P
Benutzer238087  (46) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #25
FInde ich eine berechtigte Frage, so wie du die Ehe empfindest: Warum sollte man darum kämpfen, dieses untragbare Trauerspiel zu erhalten?

Neigst du in der Ehe generell dazu, Konflikte zu vermeiden und zur Heimlichkeit? Warum konntest du ihr nicht einfach sagen, dass du mal ein paar STunden für dich brauchst? Hatte sie auch diese Möglichkeit?

Es ist ja für euch kaum relevant, ob user in einem Forum - die nur deine Sicht kennen - das jetzt einen ausreichenden Grund für einen Trennungswunsch finden, oder ob wir finden, deswegen sollte sie nicht gleich hinschmeißen. Auch wenn ihr in einer Paartherapie seid (was ja eine gute Idee ist): Für eine Trennung reicht eine PErson, die das will.

Wann und auf wessen Initiative hin wurde die Paartherapie denn begonnen?
 
P
Benutzer238087  (46) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #26
FInde ich eine berechtigte Frage, so wie du die Ehe empfindest: Warum sollte man darum kämpfen, dieses untragbare Trauerspiel zu erhalten?

Neigst du in der Ehe generell dazu, Konflikte zu vermeiden und zur Heimlichkeit? Warum konntest du ihr nicht einfach sagen, dass du mal ein paar STunden für dich brauchst? Hatte sie auch diese Möglichkeit?

Es ist ja für euch kaum relevant, ob user in einem Forum - die nur deine Sicht kennen - das jetzt einen ausreichenden Grund für einen Trennungswunsch finden, oder ob wir finden, deswegen sollte sie nicht gleich hinschmeißen. Auch wenn ihr in einer Paartherapie seid (was ja eine gute Idee ist): Für eine Trennung reicht eine PErson, die das will.

Wann und auf wessen Initiative hin wurde die Paartherapie denn begonnen?

Vor allem wegen unserer Kinder und ich nicht will, dass sie ihre Verhaltensmuster dann statt auch mich auf sie überwälzt!

Nein. Ich spreche Probleme normalerweise direkt an und vermeide Konflikte nicht. Das Schwierige ist für mich eher, dass Gespräche oft so verlaufen, dass am Ende ich mich rechtfertigen muss und das ursprüngliche Thema gar nicht mehr im Mittelpunkt steht. Deshalb empfinde ich viele Diskussionen als sehr belastend.

Die Initiative zur Paartherapie kam von meiner Frau, nachdem es zu meinem Vertrauensbruch gekommen war. Ich fand die Idee grundsätzlich gut und mache mit, weil ich unserer Beziehung eine Chance geben möchte.

Mir ist auch klar, dass die Meinungen hier im Forum unsere Ehe weder retten noch beenden werden. Für eine Trennung reicht es, wenn einer sie möchte. Trotzdem helfen mir die unterschiedlichen Sichtweisen und Erfahrungen hier sehr, weil sie mir neue Perspektiven geben und mich dazu bringen, mein eigenes Verhalten, dass Verhalten meiner Frau und die ganze Situation besser zu reflektieren.
 
I
Benutzer228593  (33) Öfter im Forum
  • #27
ich hätte gerne eure ehrliche Meinung.
Sorry für die vielen Zitate. Aber mich schaudert es im ehrlich zu sein.
dass die Schuld fast immer bei mir gesucht wird
Du wirst immer der Verlierer der Diskussionen sein, wenn ich diese Situationen richtig deute. Weil sie nicht den Anschein erweckt, als würde sie das ernsthaft auf Augenhöhe tun. So wirkt es auf mich, auch wenn man hier nur deine Seite kennt.
ein wiederkehrendes Muster: Ich werde für Dinge verantwortlich gemacht, die ich nicht verursacht oder kontrollieren kann.
Das ist Psychoscheiße.
fühle ich mich klein gemacht.
Das gehört mit dazu.
wenig einfühlsam
sehr empfindlich gegenüber Kritik.
Kein Mensch mit dem man überhaupt jemals Diskussionen führen kann, du verlierst.
In den letzten fünf Jahren habe ich insgesamt 12 Arbeitstage frei genommen, ohne meiner Frau davon zu erzählen.
Und warum solltest du deiner Frau überhaupt davon erzählen? War das eine Vereinbarung zwischen euch, dass ihr immer wisst was der andere tut? Also welche Absprache, welche Grenze wurde gebrochen oder überschritten?
Ich weiß, dass ich damit ihr Vertrauen verletzt habe
Hast du? Und was ist mit deinem Vertrauen? Du gibst ihr dein Handy und sie kontrolliert dich, aber du bist dann der Grund warum eine Paartherapie machen soll?
Ich hatte nur Angst, dass mein Wunsch nach Zeit für mich auf Ablehnung stoßen würde, und habe deshalb den falschen Weg gewählt.
Und das ist völlig verständlich, dass man Zeit für sich möchte. Ich kapiere ehrlich gesagt nicht, wo der Vertrauensbruch liegt? Nur wird sie das nicht verstehen, weil sie es nicht verstehen will. So kommt es mir vor.
und trotzdem blieb meine Frau bei ihrer Haltung, dass sie das Vertrauen verloren hat und sich nicht vorstellen kann, es wieder aufzubauen.
Klar, du kriechst ja auch zu Kreuze und sie kann dich voll und ganz kontrollieren und das von dir fordern was sie möchte.
Deshalb vergleicht sie es mit Fremdgehen –
Psycho, Psycho, Psycho. Nicht im Sinne von Psychopath, sondern im Sinne von Macht- und Augenhöhenspielchen.
Was mich im Moment an der Ehe festhalten lässt, sind unsere Kinder
sicher? Du scheinst schon auch an ihr und euerer Liebe zu hängen? Was ja völlig legitim wäre :smile:
oder Bestrafungen
Was zum Beispiel?
Ich hatte meiner Frau als ihr Handy den Geist aufgab mein Handy zwischenzeitlich zum Gebrauch überlassen so hat sie irgendwie diese Fotos, die aber länger her waren gefunden
Mhm, und dass sie da dein Vertrauen missbraucht hat, das fällt mal kurz unter den Tisch während ihren ganzen Drama wegen deiner Zeit für dich? Oder habt ihr eine Vereinbarung, dass sie alles durchforsten darf was deine Privatsphäre angeht?
Wir kommen immer wieder zum gleichen Punkt, sie sagt sie könne mir nicht mehr vertrauen, obwohl ich verspreche, es nicht mehr zu tun, falls ich Zeit für mich brauche es ihr ankünden würde etc. Sie will mich nun tracken
Dann gibt es da auch keinen Ausweg, wenn sie das ausschließt. Ich glaube wenn du dich auf dieses tracken-Spielchen einlässt, dann wird das nicht besser. Deinerseits verstehe ich es auch nicht so ganz, wenn sie das so klar sagt, dass das jetzt so ist, dann gibt's dich nicht mehr viel zu rütteln, das ist ihre Entscheidung.
Häufig werden meine Bedürfnisse oder Gefühle gegen mich verwendet oder so verdreht, dass ich am Ende derjenige bin, der sich rechtfertigen muss.
Das ist furchtbar und mir tut das leid, weil ich finde, dass sie manipuliert.
Mich macht das alles eher traurig als wütend, weil ich meine Frau liebe und nie wollte, dass sie sich hintergangen fühlt. Gleichzeitig wünsche ich mir, dass irgendwann auch verstanden wird, warum ich überhaupt an diesen Punkt gekommen bin.
Deine Frau hat keinen Willen dich zu verstehen, so sieht das für mich aus. Ich bin der Meinung, dass sie ziemlich ungut eingestellt ist und dass sie versucht dich klein zu halten, bzw. zu bekommen.
Sie betriebt Schuldumkehr. Sie macht so ein Theater und Drama, dass du gar nicht auf die Idee kommst für dich einzustehen, sie weiß welche Knöpfe sie bei dir drückt. So sehe ich das, so meine Wahrnehmung der Sache.

Also, du hast nach ehrlichen Meinungen gefragt, und ich finde, dass du froh sein kannst, wenn du sie los bist, so böse das auch klingt. Wenn du ihr Verhaöten schon als so ungesund einstufst, dass du die Kinder nicht mit ihr alleine lassen willst, dann ist doch alles klar oder? Mir ist schon klar, dass ich mich da täuschen kann, aber ich bin ziemlich fest davon überzeugt, dass sie nicht "in Ordnung" ist. Und deshalb halte ich jeden Versuch auf Augenhöhe noch was zu reisen, für umsonst. Tut mir leid für dich.
 
WomanInTheMirror
Benutzer123832  (31) Beiträge füllen Bücher
  • #28
Ich verstehe immer noch nicht, warum du ihr die freien Tage verheimlicht hast. Kannst du das mal in Worte fassen?
 
JohnnyDarko
Benutzer197603  (37) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #29
Hallo zusammen,

ich hätte gerne eure ehrliche Meinung. Ich bin 46 Jahre alt, seit 5 Jahren verheiratet und unsere Beziehung war bzw. ist nicht immer einfach.

Ich empfinde die Beziehung zunehmend als belastend. Bei Konflikten habe ich oft das Gefühl, dass die Schuld fast immer bei mir gesucht wird, während sich meine Frau selten entschuldigt. Für mich ist das ein wiederkehrendes Muster: Ich werde für Dinge verantwortlich gemacht, die ich nicht verursacht oder kontrollieren kann. Meine Leistungen und mein Beruf werden häufig abgewertet, und durch herablassende Bemerkungen oder Gesten fühle ich mich klein gemacht.

Ich habe den Eindruck, dass Fehler aus ihrer Sicht überwiegend bei mir liegen, während eigene Fehler kaum eingestanden werden. Gleichzeitig erlebe ich sie oft als wenig einfühlsam gegenüber meinen Gefühlen und Bedürfnissen und als sehr empfindlich gegenüber Kritik.

In den letzten fünf Jahren habe ich insgesamt 12 Arbeitstage frei genommen, ohne meiner Frau davon zu erzählen. Sie dachte, ich sei arbeiten. Ich war an diesen Tagen allein unterwegs, habe mich bewusst etwas lockerer und jünger gekleidet und einfach Zeit für mich gebraucht, um aufzutanken. Es gab dabei nie eine andere Frau oder irgendeine Form von Untreue.

Vor Kurzem hat meine Frau Fotos dieser Ausflüge auf meinem Handy entdeckt, darunter auch Selfies. Sie war schockiert und sehr verletzt, vor allem wegen der Heimlichkeit. Ich weiß, dass ich damit ihr Vertrauen verletzt habe, und das tut mir ehrlich leid. Ich liebe meine Frau und unsere beiden kleinen Kinder sehr. Ich hatte nur Angst, dass mein Wunsch nach Zeit für mich auf Ablehnung stoßen würde, und habe deshalb den falschen Weg gewählt.

Nun möchte sich meine Frau trennen. Trotz begonnener Paartherapie sagt sie, sie könne mir nie wieder vertrauen. Für sie ist mein Verhalten mit Fremdgehen vergleichbar oder sogar schlimmer. Das fällt mir schwer nachzuvollziehen, da Untreue für mich nie infrage gekommen wäre.
Wenn es kein Fremdgehen oder so etwas gab, zeigt die Reaktion deiner Frau Ihre eigene Unsicherheit, ggf zu wenig Vertrauen und wenig Selbstvertrauen.

Dennoch hat sie ein Recht darüber wütend zu sein ohne, dass es Beziehungskriese geben muss.
Wie seht ihr das? Ist dieser Vertrauensbruch wirklich so schwerwiegend? Habt ihr Erfahrungen oder Tipps, wie ich ihr Vertrauen zurückgewinnen kann? Wir haben es mit der Paartherapie versucht, wir hatten diverse Gespräche alleine und ich habe ihr einen langen Brief auf Pergamentpapier von Hand geschrieben und meine Sichtweise erklärt und mich entschuldigt. Was könnte vielleicht noch weiterhelfen?
Ich kenne eine ähnliche Situation und wir haben herausgefunden, dass es hinter diesen Anschuldigungen Bedürfnisse gibt, die deine Frau an dich hat. Doch in emotional angespannten Situation, besonders bei sich liebenden Personen äußerst sich das in Wut, Angst oder eben Trennungsgedanken. Genauso fällt es dann schwerer Kritik im Hinblick auf Weiterentwicklung der Beziehung zu formulieren oder zu sagen, ok vielleicht bringt mein Partner*in gerade unsere Beziehung voran und will seine Bedürfnisse äußern. Vielleicht kann euch der Paartherapeut in dieser Richtung weiterhelfen.

Alles Liebe und Gute für euch😊
 
A
Benutzer218895  (44) Öfter im Forum
  • #30
nach dem ersten kleinen Streit bemerkte ich bei ihr diese abwertenden Verhaltensweisen oder Bestrafungen,
Mich tät mal interessieren, wie diese Bestrafungen genau aussehen.
wenn etwas nicht nach ihren Vorstellungen lief…
An dieser Stelle tät ich wirklich gerne mal ihren Standpunkt hören. Ich glaube, das mit der Paartherapie ist gar nicht so schlecht.
Ich hatte meiner Frau als ihr Handy den Geist aufgab mein Handy zwischenzeitlich zum Gebrauch überlassen so hat sie irgendwie diese Fotos, die aber länger her waren gefunden, das dies auch nicht OK ist weiss ich, aber sie sieht dies ganz anders...
Naja, war das ein altes Handy? Wir lang ging die Phase des Gebrauchs? Wenn man mir bspw. mehrere Tage oder Wochen ein Handy zur freien Verfügung in die Hand gibt, dann gugg ich mir das aus Interesse auch mal an. Das halt ich nich für ungewöhnlich. Könnte ja zum Beispiel sein, dass ich selbst damit Fotos mache, und mir diese dann in der Galerie anschaue und dabei auf die anderen Bilder stoße.
Wenn der Gebrauch allerdings nur 10 min war, dann ist es eindeutig schnüffeln.
Wir starteten mit der Paartherapie, weil meine Frau das wünschte und sie sagte, dass wir wegen meinem Fehlverhalten externe Hilfe benötigen. Wir kommen immer wieder zum gleichen Punkt, sie sagt sie könne mir nicht mehr vertrauen, obwohl ich verspreche, es nicht mehr zu tun, falls ich Zeit für mich brauche es ihr ankünden würde etc.
Naja, das kannst du doch aber alles aussprechen, wenn ihr dann dort seid? Dass du eben viele Punkte hast, die dich stören und dass du dich vor allem in dem akuten Fall unfair behandelt fühlst.
Sie will mich nun tracken, das habe ich aber vorerst abgelehnt, auch wenn ich nichts mehr verheimlichen will, finde ich das keine Basis für Vertrauen...
Was heißt denn hier "vorerst abgelehnt"? Dieses Ansinnen ist doch krank! Welcher erwachsene Mensch lässt sich denn tracken? Es ist ja wohl klar, dass du das ablehnst. Das kannste dann auch gleich in der Paartherapie ansprechen, dass du in Zukunft für solche Hirngespinste nicht mehr zur Verfügung stehst.
Was mich im Moment an der Ehe festhalten lässt, sind unsere Kinder.
Es sind immer die gleichen Argumente, wieso Menschen in unwürdigen Zuständen verharren.
Sie sind erst 2 und 5 Jahre alt. Ich habe große Sorge, dass eine Trennung für sie sehr belastend wäre.
Ich denke sogar, dass, je jünger die Kinder bei der Trennung sind, desto weniger belastend ist diese. Belastend wird es immer irgendwie sein, je nachdem , wie die Eltern sich nach der Trennung verhalten. Aber ist das ein Grund?
Ich befürchte, dass sich dann bestimmte Verhaltensmuster meiner Frau ihnen gegenüber fortsetzen könnten, dass sie von ihr für vieles verantwortlich gemacht werden
Dann nimm die Kinder halt mit! Wo steht denn geschrieben, dass Kinder nach der Trennung bei ihrer Mutter bleiben müssen?
oder von ihr ein negatives Bild von mir vermittelt bekommen.
Das wirst du so oder so nicht verhindern können. Ich finde, ihr vermittelt denen ja jetzt schon ein mMn. negatives Bild von dir: ein Vater der sich nicht durchsetzt, ein Vater der unterwürfig ist, ein Vater der ängstlich und dauertraurig ist und sich zu viel gefallen lässt. 🤷‍♀️ Weiß nicht, ob es das ist, wie du gesehen werden möchtest?
 
Zuletzt bearbeitet:
G
Benutzer218344  (56) Öfter im Forum
  • #31
So P Palme10 , vieles wurde bereits gesagt oder geschrieben.
Die 12 unerlaubten Urlaubstage vor deiner Frau sind also der Aufhänger, die Du dir gegönnt hast um Dich mal zu sortieren.
Da bist Du aber richtig heftig in Unordnung. Ich kann verstehen warum Du das heimlich gemacht hast, weil ansonsten viel Ärger und Missverständnis gekommen wären und Du das dann um den Frieden willen, hättest sein lassen.
Schockiert und sehr verletzt ist also die gute, soso 🤔
Ein Vertrauensbruch war es niemals, denn es existiert gar kein Vertrauen von ihrer Seite
Man kann ihre Denkweise schon ein wenig entschlüsseln. Du warst da um die Kinder zu zeugen, jetzt bist Du nur noch das lästige Anhängsel. Das erklärt die geringe Wertschätzung Dir gegenüber und auch deinem handeln.
Die Paartherapie ist für sie nur ein Alibi, denn es wird der Spruch kommen:" ich habe alles versucht, auch die Paartherapie aber ich kann das nicht vergessen". Übersetzt endlich hast du mir den Grund geliefert dich abzuservieren.
Sie kennt genau deine Schwachstellen besonders die "Kinder" und es wird die nächste Zeit nicht angenehm für dich.
Wie es hier schon erwähnt wurde es ist "Psycho" im spiel, ich würde fragen was bei ihr im Kopf nicht so ganz glatt läuft.
Nicht jeder ist so direkt, aber es kann beim Nachdenken helfen
 
S
Benutzer190912  (50) Verbringt hier viel Zeit
  • #32
Eine Vertändnisfrage vorweg, habt Ihr die Paartherapie wegen der "Freien Tage" begonnen oder auch schon davor? Wenn davor, gab es denn da Fortschritt oder eher verhärtete Fronten.
Wie fast immer im Forum kennen wir nur Deine Position und Deine Wahrnehmung. Andererseits wäre die Paartherapie ja eine Chance gewesen, dass Du ihr Sichtweise besser kennenlernen könntest was aber jetzt anscheinend nicht mehr möglich ist.
Ich sehe dass Ihr nicht auf Augenhöhe zu agieren scheint, dass es keinen echten Austausch, keine jeweilige Selbstverantwortung und auch kaum Versöhnung zu geben scheint. Dazu riecht es für mich danach, dass sie eventuell ein Problem mit dem "Gönnen Können" haben könnte. Ihr fällt es schwer Dir Freiraum und eigene Qualitätszeit zuzugestehen. Dazu kommt dass sie es für sich selbst nicht umsetzen kann oder will sich für sich Zeit zu nehmen.
Was mich etwas stutzig macht sind die Zeitangaben, wie lange seid Ihr denn wirklich zusammen wenn Heirat und Geburt des ersten Kindes so nah zusammen sind? Es gab da keine Verhütungspanne damals?
Wie ist es denn im Familienleben, seid Ihr gleichberechtigte Eltern oder sieht sie sich als Lenkerin und Du als Zuarbeiter? Gibt es denn neben der Familie auch Paarleben und (ja bei kleinen Kindern oft sehr eingeschränkt) eine körperliche Ebene/Begegnung zwischen Euch?

Du sagst Du liebst Deine Frau, aber wenn Deine Schilderungen wahr sind macht sie es Dir doch nicht leicht und ich neben der Sorge um die Kinder ist es nicht mehr ein Bild Deiner Frau wie sie vielleicht mal war oder wie sie sein könnte?
 
Buenosaurus
Benutzer186761  (53) Verbringt hier viel Zeit
  • #33
Hier dann jetzt meine Antwort, lieber P Palme10 : Es ist zu spät. Die Trennung ist bereits erfolgt - im Geiste, wenngleich auch sonst noch nicht - und sie wird sich weder rückgängig machen noch sonstwie überspielen lassen.

Wie ich zu diesem Schluss komme?

Ihr wart etwa vier, fünf Jahre zusammen. Es war damals schon nicht immer leicht für dich (für sie vielleicht auch nicht? - das weiß ich nicht), und dann ist sie schwanger geworden. Also habt ihr schnell geheiratet.

Ich muss jetzt gar nicht wissen, ob das wegen einer Verhütungspanne geschehen ist, oder ob es eine Liebesheirat war: aber es war schon spät im Leben. - Kommt vor.

Aber dann: Paartherapie! Und dann diese Erkenntnis: deine Frau versteift sich in (!) der Paartherapie (!) darauf, dass sie dir nie wieder (!) vertrauen will.

Das ist nicht "Therapie." Das ist: den hilflosen Paartherapeuten als Geisel und Zeugen der Anklage nehmen. Weil: sie macht keinen Schritt auf dich zu, schlägt aber einen Tracker vor.

Was du jetzt noch machen kannst: such' dir eine*n gute*n Anwalt/Anwältin. Schau zu, dass du die Kinder möglichst oft bei dir hast.

Mit deiner Frau wird das nichts mehr, selbst wenn ich versuche, im Kopf ihre Perspektive durchzuspielen. Da ist keine Kooperationsbereitschaft mehr zu erkennen.
 
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