Trennung nach Tod des Hundes

Chrissy_s   (29)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo zusammen,

ich stecke gerade in einer etwas unglücklichen Situation. Am Wochenende mussten wir unsere Hündin über die Regenbogenbrücke gehen lassen... für uns ist die Welt zusammen gebrochen.

Was die Situation nicht besser macht, ist, dass mein Partner mir seit dem aus dem Weg geht. Ich habe ihn gebeten, einfach bei mir zu sein, auch wenn ich gerade sicher nicht die beste Gesellschaft bin. Aber es tut mir gut, wenn diese Leere und Stille durch seine Anwesenheit verschwindet. Dieser Bitte ist er nicht nachgekommen. Gleich am nächsten Morgen verschwand er, meldete sich nicht mehr. Kam dann spät in der Nacht nach Hause, schlief und ging zur Arbeit. Die letzten zwei Tage kam er nach der Arbeit nicht nach Hause, erst wieder nachts als er sicher war, dass ich schlafe. Auf Kontakt meinerseits reagierte er zweimal sporadisch und teilte mit, dass er mich so nicht sehen mag und daher lieber woanders ist. Mag sein dass jeder anders trauert, aber als Partner ist man doch auch in schweren Zeiten für den anderen da?! Geschlafen hat er die letzten vier Nächte auf der Couch, er erträgt meine Nähe nicht.

Nun stelle ich mir zwei Fragen...

1. wäre es für euch ein Trennungsgrund, wenn euer Partner in schweren Zeiten nicht für euch da sein kann? Man wird im Leben leider noch öfter an diesen Punkt geraten und zu wissen, dass man auch dann völlig allein da stehen wird, ist sehr unschön.

2. kann es vorkommen, dass ein Haustier quasi das Bindeglied zwischen zwei Menschen war und nun, wo dieses nicht mehr existiert auch die Beziehung scheitert? Ich habe das Gefühl, er wollte uns als „Familie“ vielleicht nicht verlieren, aber jetzt, wo er „nur“ noch mich gibt, ist die Beziehung für ihn vielleicht gescheitert. Hat jemand vielleicht etwas Ähnliches erlebt?

herzlichst :herz:
 

wild_rose  

Sehr bekannt hier
aber als Partner ist man doch auch in schweren Zeiten für den anderen da?!
Das was er von dir bräuchte ist anscheinend, dass du ihn in Ruhe lässt und er alleine trauern kann. Dem kommst du doch genauso wenig nach wie er deinem Nähebedürfnis?
Er hat halt den Vorteil, dass er sich gut entziehen kann. Du kannst keine Nähe erzwingen, er das alleine sein aber schon.
Kannst du dir vorstellen, dich erstmal bei Freunden und Familie auszuheulen und dein Nähebedürfnis wo anders zu stillen?

Für mich wäre das an sich kein Trennungsgrund. Er lässt dich ja nicht alleine weil ihm egal ist wie es dir geht, er lässt dich alleine weil es ihm mit zu viel Nähe genauso schlecht gehen würde wie dir ohne. Ob das auf Dauer funktioniert wenn man auf Stress so unterschiedlich reagiert weiß ich nicht, ich denke da musst du oder müsst ihr wenn sich alles beruhigt hat mal nachdenken und überlegen, ob ihr Lösungen finden wollt.
 

Moewmoew   (35)

Beiträge füllen Bücher
Erst einmal mein Beileid wegen eures Hundes. :rose:

Du redest nur von deiner Trauer. Wie sieht es denn mit seiner aus?
Vielleicht trauert er lieber alleine?

Sollte er jedoch nur fernbleiben, weil er dir nicht beistehen will, dann dann wäre es für mich ein Zeichen, dass es nicht passt.

Weiß er vielleicht selber nicht, wie er damit umgehen soll? Wie er mit dir umgehen soll?
Vielleicht möchte er auch seine Schwäche nicht zeigen.

Aber da hilft nur reden.
Jeder trauert anders.
 

MissBukowski  

Planet-Liebe ist Startseite
wäre es für euch ein Trennungsgrund, wenn euer Partner in schweren Zeiten nicht für euch da sein kann?
definitiv ja! sorry, aber ich finde es mehr als asozial, was er da abzieht. derjenige wäre für mich gestorben.
kann es vorkommen, dass ein Haustier quasi das Bindeglied zwischen zwei Menschen war und nun, wo dieses nicht mehr existiert auch die Beziehung scheitert
kann ich mir eigentlich eher weniger vorstellen (nen tier ist halt kein kind), aber wer weiß..

für mich klingt das schon danach, dass davor schon einiges im argen gewesen sein muss. ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand sich so verhält, wenn die beziehung eigentlich gut war. finde es aber trotzdem nochmal besonders arschig, wie er dich da jetzt im regen stehen lässt.
für mich persönlich wären die konsequenzen klar.

mein herzliches beileid für deinen verlust!
 

Mark11  

Team-Alumni
Naja, das Nähe-Distanz-Problem besteht bei Euch ja quasi schon von Anfang an. Ein dickes Kommunikationsproblem habt Ihr ebenfalls und im Übrigen scheint Dein Freund eh wenig Rücksicht darauf zu nehmen, was Du möchtest und macht einfach sein Ding.
Von daher würde ich also gar nicht mal sagen, dass unbedingt der tote Hund das Problem oder der Auslöser für irgendwelche Probleme ist.
 

MissBukowski  

Planet-Liebe ist Startseite
Off-Topic:
Naja, das Nähe-Distanz-Problem besteht bei Euch ja quasi schon von Anfang an. Ein dickes Kommunikationsproblem habt Ihr ebenfalls und im Übrigen scheint Dein Freund eh wenig Rücksicht darauf zu nehmen, was Du möchtest und macht einfach sein Ding.
Von daher würde ich also gar nicht mal sagen, dass unbedingt der tote Hund das Problem oder der Auslöser für irgendwelche Probleme ist.
oh man, man sollte wirklich jedes mal vorher die thread-historie des ts lesen...

C Chrissy_s nachdem ich deinen thread aus august nun angeschaut habe, frage ich mich allerdings auch, warum du dich nicht schon längst getrennt hast. der typ ist ja vieles, aber ganz sicher kein beziehungsmaterial :schuettel:
 

Yurriko   (28)

Verbringt hier viel Zeit
Ich kenne dein anderen Thread nicht, aber allein von dem Thread hier und ausgehend, dass ihm der Verlust auch weh tut:
Nein, ich würde mich nicht trennen bzw. eher gesagt, mein Partner würde sich nicht trennen.

Ich trauer alleine. Um jedes Haustier musste ich allein trauern. Ich hätte seine Nähe nicht ausgehalten. Erst wenn ich mich halbwegs beruhigt habe, dann kann ich seine Nähe und seine Trauer aushalten.

Das weiß er aber auch und ansonsten bin ich auch immer für ihn da. Das unsere Beziehung am Verlust eines Haustieres zerbricht, ist bis jetzt nicht passiert und wird auch nie passieren. Wenn dann müsste im Vorfeld noch viel mehr kaputt gegangen sein. Dann wäre so ein Tod einfach nur der letzte Messerstich.
 

unitylejean  

Sorgt für Gesprächsstoff
Das Problem der "Flucht" ist ja nicht neu.
Hat sich seit August etwas getan? Ist er in Therapie? Wie hat er die Zeit genutzt?
 

Souvereign  

Meistens hier zu finden
Das was er von dir bräuchte ist anscheinend, dass du ihn in Ruhe lässt und er alleine trauern kann.

Erm ... Nein? Denn wir sind uns hoffentlich einig, dass

Auf Kontakt meinerseits reagierte er zweimal sporadisch und teilte mit, dass er mich so nicht sehen mag und daher lieber woanders ist.

etwas anderes bedeutet, als "er will alleine trauern". Also ohne weitere Infos, sollten wir das mit dem Blick in die Glaskugel doch lieber lassen.
 
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