Trennung mit Ankündigung oder „unverhofft“

Chrissy_s   (29)

Sorgt für Gesprächsstoff
Immer wieder liest man hier, dass die Beziehung perfekt war und die Trennung überraschend kam. Gerade habe ich auch so einen Fall in meinem Freundeskreis - nach 8 Jahren Beziehung hat er sich getrennt; sie empfand bis zur letzten Sekunde alles als super und hat überhaupt nicht damit gerechnet.

Daher folgende Frage: wie handhabt ihr das im Falle einer (bevorstehenden) Trennung? Kündigt ihr es vorher an (beispielsweise in Gesprächen, in denen ihr äußert, dass ihr die Trennung in Betracht zieht wenn sich x und y nicht ändert damit der gegenüber unter Umständen noch die Chance hat zu erkennen, dass es 5 vor 12 ist und gegensteuern kann wenn er die Beziehung weiterführen möchte) oder lasst ihr den anderen bis zur letzten Minute in dem Glauben, dass alles „wie immer“ ist und überrascht ihn oder sie damit?

Nun gibt es immer wieder Leute die meinen: das merkt man doch wenn es den Bach hinunter geht... naja, ich war selbst schon mal in der Situation, wo die Trennung für mich sehr überraschend kam während ich eigentlich täglich auf den Heiratsantrag gewartet habe :tongue:

liebst, C.
 

Spiralnudel   (35)

Planet-Liebe Berühmtheit
Vor jeder Trennung gab es über Wochen oder auch Monate hinweg Gespräche, Diskussionen. Aus heiterem Himmel war da nie Schluss.
 

Kokiri  

Planet-Liebe-Team
Moderator
Vielleicht ist das auch ne Wahrnehmungssache. Ich kenne das jetzt nur aus zweiter Hand.
Eine Freundin von mir war unglücklich in ihrer Beziehung, hat das ihrem Partner auch mehrfach kommuniziert. Es trat immer eine Besserung seines Verhaltens für kurze Zeit ein. Aber dann ging es weiter wie zuvor. Als das gleiche Muster sich nach dem. 3. oder 4. Gespräch sich wieder abzeichnete hat sie Schluss gemacht.

Er hat ihr hinterher vorgeworfen, es sei so plötzlich gewesen und er hätte das gar nicht kommen sehen, obwohl sie in mehr als einem der Gespräche auch das Wort Trennung fallen lassen hat.

Manchmal frage ich mich daher, ob die geschilderten Beziehungen wirklich noch so perfekt waren oder ob da irgendetwas verdrängt wurde.
 

Anila23123   (26)

Verbringt hier viel Zeit
Es ist nicht unbedingt so, dass beide Partner immer der selben Meinung sind.
Wirkliche Gespräche gab es zwar nicht immer, aber eine Überraschung war es eigentlich auch nie.

Mein erster Freund wollte es nur nicht wahr haben. Er war verzweifelt und tat als wäre es völlig überraschend. Wir hatten nicht wirklich über Trennung gesprochen, aber er wusste, dass ich nicht mehr glücklich war. Von einer guten Beziehung konnte man schon lange nicht mehr reden.

Meine Zweite Beziehung lief von Anfang an nicht gut. Weil ich füt ihn nur sein Betthäschen war. Es gab kein Gespräch, aber er schien auch nicht überrascht, als ich Schluss gemacht habe. Es war ihm glaube ich ziemlich egal.

Mit meinem dritten Freund gab es mehrere solcher Gespräche. Wir wussten, dass es kommen würde, wenn sich nichts ändert, weil wir uns ständig gestritten haben. Nach fast 3 Jahren war die Trennung traurig, aber einvernehmich und das einzig richtige.
 

Fine82   (38)

Verbringt hier viel Zeit
Ich hab grad eine Trennung hinter mir quasi ohne Vorankündigung. Allerdings auch Fernbeziehung. Soll heißen, ich habs ihm schon zwei Wochen vorher anhand seiner Nachrichten angemerkt, er hat ein bisschen was dazu erklärt, wollte aber natürlich nicht per Nachricht oder telefonisch Schluss machen bzw war sich dahingehend eh nicht sicher, ob es das ist, was er will.
Die Beziehung davor, zum Vater meines Kindes, hab ich beendet. Allerdings hatten wir vorher viele Gespräche, auch eine Paartherapie angedacht etc pp. Letztlich kam es für ihn wohl doch plötzlich, aber nicht total überraschend.
 

Souvereign  

Meistens hier zu finden
Menschen die einfach so Schluss machen, ohne etwas anzudeuten (mit der Möglichkeit etwas zu ändern) finde ich .... nein, ich sag es nicht (sonst bekomme ich nachher noch Ärger mit den Moderatoren).
 

Mrs_V  

Ist noch neu hier
Eine überraschende Trennung empfinde ich als respektlos dem Anderen gegenüber. Es sollten vorher zumindest einige Gespräche stattgefunden haben. Und zumindest sollte der Partner darüber Bescheid wissen, dass der andere nicht mehr glücklich ist....
 

Yurriko   (28)

Verbringt hier viel Zeit
Zuerst sag ich, was mich stört. Wenn dann nichts passiert, kommt es drauf an. In der ersten Beziehung hatte ich mich getrennt. Mehrfach.

In meiner jetztigen habe ich es angekündigt mit einem Ultimatum. Einfach weil mir die Person + die Beziehung wichtig sind, aber die Umstände momentan nicht mehr tragbar sind.

Einfach so aus heiterem Himmel trenne ich mich nicht. Und wenn mein Gegenüber das trotzdem so wahrnimmt, dann hat er mich schlichtweg nicht zugehört.
 

jule-x3108   (19)

Sorgt für Gesprächsstoff
finde auch dass das sehr vom persönlichen Empfinden und Wahrnehmung abhängig ist. Für den ein oder anderen ist auch jedes Jahr am 24.12. wieder überraschend Weihnachten.

manche setzen sich mit der Beziehung auseinander, reflektieren regelmäßig und spüren wie es läuft, sind bereit daran zu arbeiten. Andere tun das nicht so. bei wieder anderen hängt es Vlt. auch von der (unterbewussten) Intensität der Beziehung und Bindung ab.
 

Federeule   (30)

Klickt sich gerne rein
Meine Trennung ist noch nicht lange her und es lief schon lange nicht gut.
Er schien zufrieden. Ich redete über meine Probleme, wir gingen zur Therapie, ich kündigte mehrfach an. Dann redete ich mir selbst immer wieder ein es würde werden. Und dann war das Maß voll. Meine Worte kamen selbst für mich überraschend da ich ihm doch immer wieder Chancen gab.
Eins weis ich jetzt, vor sich her schieben macht keinen Sinn. Es wird nicht besser wenn auch das dritte Gespräch nichts bringt. Und man muss vor dem Schritt auch nicht wegen Kindern oder anderen Punkten zurück Schrecken. Es kann nur besser werden.
Für ihn kam der Schritt auch plötzlich, obwohl ich nur wenige Monate davor bereits angekündigt habe was passiert wenn er es nicht ändert. Seine Ausflüchte war ich leid.
 

Fahrgastschiff   (52)

Ist noch neu hier
Guten Morgen Chrissy
Ich habe mich 2006 von meinem Mann getrennt für mich war es eine logische Folge der Ereignisse in der Ehe. Für ihn kam es wie aus heiterem Himmel und er hasst mich bis heute noch dafür. Seid dem Tag reden wir nicht miteinander obwohl wir zwei Kinder miteinander haben.

In einigen psychologischen Sitzungen fand ich heraus das wir zwar miteinander geredet hatten aber ständig aneinander vorbei. Meine Art der Kommunikation kam bei ihm nicht an seine bei mir allerdings auch nicht. So hatten wir beide das Gefühl der andere versteht nichts.

Jetzt bin ich der Meinung das es extrem sinnvoll ist in einer Beziehung Redezeiten und Qualitätszeiten zu etablieren. Also Rituale die regelmäßig dazu einladen miteinander zu reden. Da gibt es einige Techniken die sehr hilfreich sind.
 
G

Gelöschtes Mitglied 181024

Gast
Jetzt bin ich der Meinung das es extrem sinnvoll ist in einer Beziehung Redezeiten und Qualitätszeiten zu etablieren. Also Rituale die regelmäßig dazu einladen miteinander zu reden. Da gibt es einige Techniken die sehr hilfreich sind.

Ich denke, es hat auch etwas mit dem Alter zu tun.

Mit 20 oder 25 trennt man sich schnell mal. Weil vielleicht der nächste Partner schon wartet und eigentlich bis auf ein paar gemeinsame Möbel keine Werte aufgeteilt werden müssen, keine Ehe besteht und es vielleicht auch keine Kinder oder Haustiere gibt. Außerdem: Man muß sich in dem Alter sowieso noch nicht wirklich festlegen.

Mit Ü40 oder Ü50 sieht das schon anders aus. Da geht es um mehr als die eigenen verletzten Gefühle. Da steht auch die Frage im raum: Was kommt danach?
 

montagfreitag  

Meistens hier zu finden
Ich hatte beide Male eine Ahnung, aber letztlich kam es dann doch unverhofft (wobei in dem Sinne keine Trennung, weil von ihr nicht als Beziehung gesehen).
 
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