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Benutzer218241 (43)
Sorgt für Gesprächsstoff
- #1
Hallo Zusammen, ich möchte meine Erfahrung und mein Problem schildern und hoffe auf freie Meinungen und Rat zu meinem Thema. Es geht um meine Ehe und deren scheitern, es geht um die 2 Menschen, deren innere Kinder, Glaubenssätze, Traumatas, und Depressionen und vielleicht auch etwas Schicksal. Die Inhalte sind so spezifisch und selten, dass meine Freunde und Arbeitskollegen wenn sie zufällig drüber stolpern mich durchaus erkennen könnten, aber das Risiko muss ich jetzt eingehen, aus deren Kreis kennt bisher kaum einer das Ausmaß meiner Geschichte.
"Basis"facts vorab:
Seit 4,5 Jahren eine Beziehung mit meiner jetzigen Frau, seit knapp über 2 Jahren sind wir verheiratet, seit 2 Jahren haben wir einen Sohn. Beide schon mal verheiratet, beide schon mal geschieden aus eigenem Antrieb. Ich selbst hatte eine lange Schlammschlacht ums Haus was leider bis in unsere Beziehung rein wirkte. Ich selbst war damals daher teilweise aus den Situationen mit der Ex heraus nervlich angestrengt, mein Ruhepol waren die harmonische Situation mit meiner jetzigen Frau, ich nenne sie jetzt mal Karla, unsere Gespräche, unsere Wanderungen, unsere Spaziergänge mit ihrem Pferd, das romantische Kochen und Essen, die früher durchaus leidenschaftlichen Abende und dann auch wieder die lockere ungespannte Offenheit über alles Mögliche (eventuell zu viel) und actionreiche lustige Erlebnisse. Ich selbst bin ein sommeraktiver/wochenendaktiver Kerl, Ingenieur, hab oder mittlerweile hatte Fliegerei und den Motorsport zum Hobby, im Winter bzw. ganzjährig unter der Woche bin ich viel mit Technik, Heimkino, PC (Flug- und Rennsimulationen) zugange (gerne eigentlich mal mit Freunden treffen und was essen/trinken), bin eher pragmatisch mit hinreichendem Detailierungsgrad gehobener Ansprüche, bin ironisch, flapsig, bohre aber gerne auch mal in der tiefe der Seele, vom Typ "früher oft gefriendzoned", weil ich zwar viel mache und eventuell auch kann, aber keine große Klappe habe, kein Aufreißer und Dummschwätzer bin sondern gerne bei Bedarf aus der 2. Reihe raus agiere. Bescheidenheit ist eine Tugend, Dankbarkeit eine Haltung, ich habe Bereitschaft meine Fähigkeiten auch für andere einzusetzen. Lieber Lagerfeuer als Disko. Mit meinem Job habe ich ein statistisch deutlich gehobenes Einkommen, tariflich geht nicht mehr viel mehr, das wird leider später noch wichtig. Ich bin selbstbewusst, früher wie heute, hatte früher aber einen geschwächten Selbstwert in Beziehungen.
Meine Karla ist intelligent, in der Regel lebensklug, humorvoll, tiefsinnig, kreativ, zielstrebig, eher 1000prozentig als pragmatisch, für mich die schönste Frau der Welt von ihren Augen bis zu den Zehenspitzen, ich liebe ihren Geruch, ich liebe alles körperliche an ihr, ich liebe es ihre Stimme zu hören, sie lächeln und lachen zu sehen, ich liebe es mit ihr zusammen zu, ich liebe es mit ihr zu Ruhe zu kommen, ich liebe die Bubble die wir früher um uns hatten wenn wir intim waren, die Welt hätte untergehen können, ich hätte es nicht gemerkt. Ich liebe sie heute noch wie damals, eigentlich noch mehr, auch ihre "Fehler" oder aufwendigen Eigenschaften (die wir alle haben)….wenn mir diese nicht am laufenden Band Steine ins Getriebe oder Messer in Herz treiben würden. Karla hat eine etwas längere Vorgeschichte von Depressionen, war zum Zeitpunkt unseres Zusammenkommens aber in guter Verfassung. Sie hat ein hohes Autonomiebedürfnis / Bedürfnis alleine zu sein, so tankt sie Energie bzw. verbraucht keine, sie ist auch eine HSP mit sämtlichen Sensibilitäten und üblichen Verhaltensmustern eher stark ausgeprägt. Auch sie hatte bis zur Elternzeit einen guten Organsisations- und Verwaltungsjob, eine Stelle im Projektmanagement. Sie ging früher wegen dem untergestellten Pferd 2-3 mal die Woche nachmittags/abends aus dem Haus, macht gerne mehrfach pro Jahr im Urlaub, ist hier aber durch den Reichtum ihres Exmannes auch etwas verwöhnt, sie meinte zumindest früher auf all das verzichten zu können "wenn der Rest stimmt". Sie ist interessiert an Kultur und Bildung,, hat die bestimmenden Glaubenssätze Zufriedenheit ist Stillstand, Stillstand ist erdrückend, Weiterentwicklung gibt Selbstwert. Sie hat einen harten Weg hinter sich, kommt aus der Ukraine (bitte keine politischen oder volksverhetzenden Diskussionen hierüber), hat vor 15 Jahren sich alleine nach Deutschland aufgemacht, hier (erneut) studiert, ihre Karriere begonnen, steht auf eigenen Beinen ursprünglich, braucht niemanden.
Die Geschichte (mit hoffentlich hinreichenden Informationen, aber geringstmöglich ausgeweitet 😊 )
Wir waren 4 Monate Zusammen, hatten bis dahin getrennt gelebt noch. Mein altes Haus war ein Kriegsschauplatz, ich musste raus, es war nicht mehr auszuhalten mit geteiltem Haushalt. Karla hatte sich selbst beim Joggen lahmgelegt, 2 kaputte Gelenke, so dachten wir, wir machen aus 2 Miseren eine Win-Win-Situation. Ich bin in ihre kleine Wohnung eingezogen, es war Corona, ich hatte viel Homeoffice aber mäßige Auslastung, ich hatte ein safehouse, sie einen der sich um sie kümmert. Meine Hobbies mussten anteilig auch viel pausieren wegen Corona, bzw. am Wochenende gab es den Konflikt meine Hobbys vs gemeinsame Aktivitäten.
Wegen einer leider unglücklichen Mischung aus ihrem extrem hohen Autonomiebedarf und meiner Suche nach (und Freunde an) geistiger und lokaler Nähe, gab es erste Konflikte denen wir hoffen mit der größeren Wohnung aus dem Weg gehen zu können. Sie wollte mehr den Mann den man hat wenn man ihn braucht, ansonsten kann er weg von der Bildfläche bleiben. Ich brauchte sie als Ruhepol, hab mich sehr untergeordnet, jede Ablehnung oder durchaus auch unnötig giftige Abwertung (über Beruf, Karriere, Gehalt, Hobbies, mein Aussehen) in meinen geringen Selbstwert in der Beziehung übernommen und die Aussagen eine Weile lang einfach geschluckt/ausgehalten. Natürlich gab es aber Streitigkeiten und auch reaktionäres Fehlverhalten meinerseits deswegen. In der größeren Wohnung angekommen kam der Krieg, ihre Mutter holten wir gemeinsam mit einer aufwendigen Aktion ab, war plötzlich da, zwar perfekt integriert (ich würde mir keine andere Schwiegermutter wünschen als diese), aber wieder alles zu eng. Durch ihre eigene Berufsunzufriedenheit + frustrierenden Stress und Projektstand, durch ihr nebenberufliches Studium (sie muss sich immer fordern und sich was beweisen), Pferd ständig krank, meine stressige Scheidung verfiel sie immer wieder in depressive Phasen wobei sie mich darin noch mehr als eh schon von sich wegschob. Um ihr Entlastung zu schaffen habe ich mir die Pflege und die Bewegung ihres Pferdes angeeignet, hab mich drum gekümmert, wenn sie studieren oder krank war, hab mich auch im Haushalt stark engagiert, war ein leidenschaftlicher Massierer ihrer Beine und des Rückens, weils ihr gut tut und mir eigentlich auch. Irgendwann wurde es frustrierend, ich habe mich an der Stelle des unverhältnismäßig starken Gebers gesehen (Eine Differenz ist im Grunde auch ok, jeder nach seinen Möglichkeiten und Stimmung, aber über längere Zeit sollte doch Bedürfnisse aller Beteiligten hinreichend bedacht sein) und wenn ich dann vermittelt habe, dass ich nicht nur Pferde pflegen und Füße massieren sondern auch Mal was zurück haben will, gab es kein Verständnis. Im Gegenteil, die depressiven Phasen wurden mir angelastet, nicht allen anderen äußeren Einflüssen, spätestens dann, wenn ich mal so vereinsamt war, dass ich traurig wurde. Gespräche hatten zur Besserung ja nicht beigetragen, also blieb mir nur da aus heutiger Sicht dämliche Schmollen. Ich sehnte mich nach emotionaler und auch physischer Nähe, sie hat mich von sich gestoßen, saß lieber bis nachts um 12 noch chattend am Handy als sich zu mir zu legen, was von meiner Seite auch mal mit Eifersucht "bestraft" wurde, die eigentlich völlig unnötig war. Auf dem Pferdehof war ich für viele Mädels ein kleiner Held, wurde oft bewundernd angesprochen und gelobt, Zuhause wurde nicht wirklich erwähnt, was ich hier durchaus Besonderes geleistet hatte schon. Urlaube waren nie wieder so schön wie unser erster. Irgendwelche Wünsche meinerseits, was Männer sich halt so wünschen, führten zu dauerhaften Embargos/Sanktionen, ich durfte jeden Kartoffelsack bestaunen, die sexy Klamotten gabs wenn sie mit ihren Freundinnen unterwegs war. Zumindest früher hatte sie da ein gewisses Aufmerksamkeitsbedürfnis, was aber nicht von mir gefüllt werden durfte, das war ja dann nichts Besonderes mehr. Irgendwann gingen wir kaum noch gleichzeitig ins Bett, morgens sollte ich am besten schon wach und weg sein, wenn sie aufwacht. Körperlich gabs angeblich keine Bedarfe, ich wurde dann halt Fahrrad fahren und schwimmen geschickt, den Rest könnt ihr euch denken. Es hat mich natürlich frustriert, der Mangel an "Teilhabe".
Also... dachten wir bzw. ich, das wird besser wenn sie endlich Mal ihren Lebenstraum erreicht, den Pferdehof, wir genug Platz haben so dass sich jeder selbst entfalten kann (sie Viecher, ich Fahrzeuge, Platz war da ohne ende), wir nicht mehr aufeinander hocken müssen und doch alle beieinander sein können, wenn wir es haben wollen...dann kam allerdings auf dem Weg zum Kind eine Fehlgeburt, dann unserem Sohn eine sehr schwere Schwangerschaft, ohne kaum Erholung, pränatale Depression, postnatale Depression und nebendran ich immer fleißig dabei mir den Arsch auf zu reißen fürs Haus, den Hof, die Pferde und alsbald sie es mir auch endlich mal abgab auch das Kind. Für meine Hobbies gab es weder Zeit noch Geld, sie wiederrum konnte mit den Tieren auch nichts machen, weil sie weder Energie noch Zeit hatte, weil auch nach der Geburt war unser Sohn 1,2 Jahre lang sehr aufwendig/anstrengend…(entschuldigt nun die kurzgefassten Plakatierungen) Schreikind, Tragekind, ohne Trage nicht eingeschlafen, ohne daneben zu liegen nicht weitergeschlafen,…,…. Das hat sich ab einem gewissen Entwicklungsstadium total umgekehrt, er ist ein absoluter Sonnenschein (davor natürlich auch, er konnte ja nichts dafür), ist aktiv, klug, lustig, schläft, spricht, spielt bei allem mit, muss geistig ausgelastet werden zwar aber das macht mega spaß, ich würde kein anderes Kind haben wollen, wir lieben ihn über alles, jede Minute ohne ihn ist eigentlich Zeitverschwendung.
Ich musste bis vor kurzem eigentlich immer da sein um das alles zu managen rund um den Hof (Arbeit ohne Ende) und um so viel es ging auch im Homeoffice und kurzfristig vorhandener Freizeit das Kind zu übernehmen. Ich bekam dafür jetzt nicht wirklich viel Credits, bekam aber Gleicherweise viel auf den Sack weil ich (wie früher) "zu viel da war" und ihr die Ruhe vor mir gefehlt hat. Die viele Arbeit liebte ich eigentlich, das hat alles Spaß gemacht, ich konnte tolle Erlebnisse haben, Menschen kennen lernen, Fähigkeiten entwickeln.
In dieser Gereiztheit musste ich mir aber auch viel anhören in die Richtung "übernimm doch mal Verantwortung, denk doch mal mit, du machst dies nicht, du machst das nicht, du verdienst zu wenig Geld, du machst zu wenig Karriere,…,…,…", an vielem vielleicht vereinzelt was dran, aber in Betrachtung der Umstände doch irgendwie unangemessen, sogar undankbar. Wie sollte ich auch weg sein, sie war mit allen überfordert, ich musste da sein für Frau, Tiere und Kind, nicht mal die Hilfe der Mutter hat sie hinreichend entlastet. Ihr hat allerdings die Ruhe von allem gefehlt, selbst ihren mal wieder selbst gewählten Weiterbildungen und Studien, ich war natürlich wieder die Projektionsfläche für alles was sie runtergezogen hat, "eigentlich hab nur ich sie runtergezogen". Wie? Da ich wieder eine massive Schieflage zwischen Invest und dem sah was ich emotional und zeitlich/physisch zurückbekam, was reichlich wenig war, wurde ich selbst schon fast depressiv, auf jeden Fall schmollend über Monate und für wenige Wochen auch mal frustriert/grimmig und das ging meiner hochsensiblen und depressive Frau natürlich mächtig gegen den Strich und hat mich dafür natürlich auch kritisiert, angegriffen. Empathie und Verständnis gab es für mich auf jeden Fall nie (ungelogen), das Abschmettern meiner Worte und Wünsche war die übliche Lösung.
In all der Zeit habe ich immer wieder diskutiert um das Thema, dass sie alle Probleme auf mich projiziert, ich alles Menschliche mache, aber halt auch Mal jemanden brauche der für mich da ist. Das hat sie bis heute nicht akzeptiert und weil ich im mechanischen/holzköpfischem Unverständnis über offensichtliche Sachverhalten mich um Kopf und Kragen diskutieren kann, ist so ziemlich jeder Streit darum eskaliert, wobei sie als "einfacher Patient" durchaus auch mal irgendwas in der Gegend rumgeworfen hatte, während ich in den Diskussionen eher ruhig bleibe, was mir als passive Aggression vorgeworfen wird, aber irgendwann kommt bei mir argumentativ in der Ungeduld auch mal Mist raus, ich werde selbst un-emphatisch, verliere meine Schutzhaltung für die empfindliche Seele der Frau die ich eigentlich liebe.
Als sie das erste mal die Scheidung wollte gingen wir zur Paartherapie wobei die Therapeutin auch direkt in der ersten Sitzung schon konfrontativ gegen meine Frau wurde und positionsergreifend für mich (so geht's auch nicht Karla, man kann schon verstehen, dass ihr Mann sich wünscht dass dies, dass das, dass man so nicht mit einem Partner umgeht und so weiter). Da ging meiner Frau am nächsten Tag dann doch der Gaul durch und das wars erst mal mit Therapie, "zu der geh ich nicht mehr". Ich selbst hab durch die Therapie und durch Lesen/hören von Frau Dr. Stahl einiges über mich gelernt und mein Schmollen weitestgehend abgestellt. Meine Frau ist einerseits unheimlich fähig zur Selbstreflektion hat auch einiges erkannt und in den Griff bekommen, ging aber andererseits über in die "jetzt erst recht, ab Richtung Autonomie" Stimmung. Ab dem Zeitpunkt wurde sie für meine Interpretation manisch. Am laufenden Band neue Ideen, überstürzt und völlig übermotiviert (und selbstauslaugend) von einem Thema ins andere (das meiste auch ohne Erfolg), HSP hier, Migration hier, alles im Blog Stil auf Instagram und irgendwann werde ich mich Coaching mal reich, völlig abgehobene Einkommens- und Lebensstilansprüche die sie sich jetzt selbst erarbeiten will, wenn ich schon nichts tauge usw. Um Ihre Pferde kümmerte sie sich kaum noch, das mach alles ich und ihr Bruder, den ich zwischenzeitig in einer durchaus risikoreichen Nacht- und Nebelaktion aus dem Kriegsdienst geholt hatte (auch hier bitte keine Diskussionen in die Richtung). Der Mann ist super, aber wäre ohne mich, das darf ich unverhohlen sagen, definitiv schon tot. Am Tag der Ankunft hat sie wenigstens einmal gesagt, dass ich ein Held bin, die Begeisterung und anhaltende Dankbarkeit für die Aktion gab es aber nie, es war selbstverständlich. War es auch natürlich auch in meinem Empfinden, nichts geht über das Leben, da gab es für mich nie Fragen oder Zweifel, ich hab gemacht was ich machen konnte, aber wenn man wegen einem Kleinscheiß zusammengeschissen wird denkt man sich ab und zu schon…"für was, bei dem was ich alles leiste und geleistet habe". (Wie aufwendig es war einen Bauerhof kernzusanieren und zum Pferdehof umzubauen kann man sich ja vorstellen, das Alltags- und Wochenendgeschäft ist immer noch erdrückend). Zwischenzeitlich war sie natürlich mal wieder mit Klamotten aus, welche ich noch nie sehen durfte, was mich sehr verletzt, aber nicht eifersüchtig macht, da sie eh sozial eher abweisend ist gegenüber fremden (in der Regel), zwischenzeitlich freute sie sich nicht mal mehr über die Aufmerksamkeit anderer, das nehme ich ihr sogar ab. Darüber gabs wieder Streit, weil ich aber auch eine dämliche Art und Weise hatte ihr zu zeigen, dass ich unzufrieden bin, ihre Kritik mir gegenüber war da angebracht, mein Frust aber denke ich nachvollziehbar. Sie soll ja anziehen was sie will, ich bin stolz auf so eine schöne Frau….aber ich würde sie halt auch mal gerne drinnen sehen. Es gab allerlei Einschränkungen…wir haben ein wunderschönes und großes Bad entworfen, ich würde das zb ja auch mal gerne mit meiner Frau zusammen benutzen. Kaum dies ausgesprochen gibt es seitdem absolutes "Betreten verboten" sobald sie drinnen ist, es wird sogar abgeschlossen ???WTF??? wenn keiner da ist. Es gibt kein zufälliges oder übliches gemeinsames Zähneputzen oder Morgengespräch im Bad, geschweige denn gemeinsam Baden oder duschen. Ich kümmere mich morgens sowieso immer ums Kind (seit der Schwangerschaft DARF ich nicht mehr im Bett sein wenn sie aufwacht) und die Pferde, sie schläft aus, so gibt's kein kuscheln am Morgen. Abends gehe ich immer so spät ins Bett, dass sogar ich schon fast drauf verzichten kann sie nochmal in den Arm zu nehmen, ich dürfte es aber auch nicht. Über den Tag hinweg durfte ich sie nicht mehr wie 2-3 mal am Tag umarmen und küssen. Im Rahmen ihres HSPtums und Alleinsein Bedürfnisses habe ich für vieles Verständnis (Alleinsein, Ruhe, Schlaf), auch nach einem Buch dazu, aber bei all den Beispielen in diesem Buch gab es kein einziges mit so harten Regeln wie bei uns. Euch ist klar, auch mir fällt auf, dass ich nur noch ein nützlicher Idiot und kaum geschätzter Ehemann war.
Ich schiebe aber vieles aus ihrer wirklich zerrütten Kindheitserlebnisse in der Familie, auf ihre Umstände, auf Ihre Depression, auf ihre verzerrten Glaubenssätze, ich verzeihe ihr vieles, gebe ihr (von mir gedachte) Ausreden und aus irgendeiner unverständlichen Art liebe ich diese Frau immer noch, trotz der eher seltenen zweisamen schönen Momente, aber definitiv auch wegen der schönen Familienmomente die wir vor und mit Kind definitiv haben. Ich konnte sie anstatt zu einer Scheidung zu einer erneuten Paartherapie bewegen, wo "oh Wunder" es zwar gefühlvoller aber auch wieder gleich in ihre Richtung ging, sie solle sich mal überlegen ob sie nicht vielleicht doch depressiv oder sonst was wäre" und "dass es halt so auch nicht geht in einer Partnerschaft". Das hat sie sich angehört und auch endlich in kleinen Schritten etwas an ihrem Verhalten zu mir geändert, mir abends etwas mehr Nähe gelegentlich gegeben. Ich sah diese Zeichen und wäre bereit für einen weiten Weg, der es aber wert wäre zu gehen meiner Meinung nach. Für mich, weil ich sie sehr liebe, für unseren Sohn auch, weil wir bis vor kurzem wirklich toll als Familie leben und wirken konnten.
Naja, trotz dessen, dass unsere Beziehung bis vor wenige Wochen wieder etwas zweisamer wurde gab es 2 "Liebeskiller" für sie. Zum einen, dass ich vor einiger Zeit schon gesagt hatte, dass wir einen Finanzplanung mit ihrem und meinem Gehalt machen müssen (sie ist erst seit kurzem aus Elternzeit raus), da meine Ersparnisse sich dem Ende neigen und mein Monatliches Gehalt nicht für einen Bauernhof und eine Familie ausreicht, zum anderen dass ich nicht vor Freude aus dem Fenster gesprungen bin als sie sagt, sie würde gerne 2 Jahre im Ausland arbeiten, sie findet Leute so toll die das machen und mich wiederrum so langweilig weil ich das nicht als großes Ziel vor mir hab, weil ich einen mega Arbeitgeber habe und dumm wäre ohne echte Perspektive von dem Weg zu gehen.
Nicht nur deswegen hat es immer den Anschein, dass sie sich gedanklich eigentlich schon mega auf die Autonomie, auf das tolle 2026 sexy single mom jahr freut, auch schon am Wohnung suchen ist, kommt mir auch hier extrem manisch euphorisch vor, weil eigentlich weiß ich jetzt schon, dass wenn sie auszieht, dass sie mit allem, vor allem dem Kind komplett überfordert sein wird, ist sie ja jetzt schon trotz dreier erwachsener im Haushalt die ihr helfen…aber gut, vielleicht muss sie die Erfahrung machen. Nichts desto trotz macht sie schon jetzt die ersten Bloggervideos über ihre "neue Freiheit".
Einen Grund Eifersuchtig zu sein gab es eigentlich nie, auch wenn ich es mal zwischendurch kurz war. Sie mag Aufmerksamkeit, ok, aber nix anderes. Ich habe aber Sorge das ändert sich bald. Ich glaube irgendwie sie legt es drauf an bei ihrem nächsten Mädelswochenende Single zu sein um entsprechende Freiheiten zu haben. Ich glaube in ihr juckt und reizt es etwas, sie will Herausforderung, Bestätigung und Schmetterlinge. Sie steht auf eher sportliche, selbstbewusste, tendenziell narzistische und Karrieregeile (und erfolgeiche) Typen. Nicht auf den Hobbylandwirt der eigentliche Ingenieur ist und voller Liebe und Hingebung für sie ist. Ein Fakt, der mir durchaus das Herz bricht, denn ich bin wahrlich nicht unsportlich, aber halt verfügbar und nach ihrer Logik daher langweilig. Sie muss nicht um mich kämpfen und kriegt auch so alles was sie braucht, daher bemüht sie sich auch nicht darum mir was Gutes zu tun…so ungefähr ihr O-Ton. Klar hat sie mir an Weihnachten was geschenkt, ein gemeinsamer Konzertbesuch was wir schon seit Kind nicht mehr gemacht haben, das ist toll.
Am 2. Weihnachtsfeiertag hat sie nach einem normalen eher tiefen und von mir ausgelösten Gespräch mir vorgeworfen, bei Ankunft an dem Thema vergangener Depressionen und meine Traurigkeit, dass es ja mir lag dass für sie so alles schlimm war, was ich in dem Moment und auch nicht zum ersten Mal so verstanden hatte wie "du bist schuld an meiner Depression" worauf ich dann raus gepoltert hatte, dass sie die Depression und ihre psychische Instabilitäten schon lange vor mir hatte. Eine Aussage die bei so einem verletzenden und heiklem Thema ich mir wirklich hätte sparen können, es gab kein Bedarf da weiter zu machen, ich hätte das Gespräch einfach beenden oder das Thema abfedern können. Aufgeheizt und getriggert war ich allerdings schon zuvor, weil sie mir zuvor gesagt hat, dass sie mir für den Pferdehof nie wirklich dankbar sein konnte, weil er so unpassend, so hässlich ist, durch ihre HSP Sinne sie das Aussehen und den Geruch und die Geräusche des benachbarten Industriegebiets nicht aushält und ich ihr angeblich auch noch all meine Arbeit in Rechnung gestellt habe und "irgendwas ständig dafür wollte". Das ist ein anderes langes Thema….ihr Kampf damit wie viel ich hier arbeite und ihr Vorwurf an mich, nur weil ich mal eine Massage oder mehr Aktion haben will, dass das eine Forderung / Bezahlung für den Hof ist…nein, ich bin einfach ein Mensch und erst recht einfach ein Mann, mehr nicht, Hof hin oder her. Ich war durch die Aussage, dass sie nicht stolz auf mich oder nicht begeistert von mir sein kann, weil ich ihr den Hof gebaut habe, auf jeden Fall in meinem Gerechtigkeitssinn und Stolz gekränkt und war ab dem Zeitpunkt stumpfsinnig in der Argumentation.
Auf jeden Fall habe ich in der Situation wie hirnverbrannt darauf bestanden, dass ich nicht schuld bin an ihrem "schlechten Leben" und als sie dann sagte ich soll den Raum verlassen habe ich drauf bestanden dass sie endlich zugibt dass sie depressiv ist und ich nicht der Grund bin,... naja, dann ist sie komplett durchgedreht (aber von mir getriggert, was mir sehr leid tut, was ich sehr bedauere, weil ich weiß wie sehr sie darunter leidet wenn sie so ist, danach sich schämt auch wenn sie sich nicht entschuldigt….was sie bisher sowieso noch keine 5 mal gemacht hat) und seitdem sagt sie es ist vorbei. Sie zieht aus. Wir sind getrennte Menschen, sie will die Scheidung.
Mich macht das komplett fertig. Seit Jahren kämpfe ich dagegen an wie hoch sie Kleinigkeiten und auch größere Dämlichkeiten gegen mich bewertet, es aber völlig außen vor lässt wie sehr ich mir für ihren (ehemaligen) Lebenstraum den Arsch aufreiße, ihre Familie beherberge. Sie sagt sogar ich sei "auf dem Papier" ein wundervoller Ehemann und vor allem ein wundervoller Vater, aber das reicht ihr nicht. Es macht sie nicht an.
Ja, es war ein Haufen unnötiger Scheis schon vor dem Kind, wo ich schon längst die Reißleine hätte ziehen sollen, wenn es nicht so wäre, dass ich die Frau einfach so sehr Liebe, weil wir eigentlich so vieles seelischse haben das uns verbindet, weil wir stundenlang reden konnten früher, wandern, Pferdezeug machen, sie ist klug, sie ist hübsch, sie ist neugierig, sie ist sexy....so viele Dinge die mich an ihr faszinieren, aber sie wurde halt leider irgendwie mehr und mehr Beziehungsunfähig.... und jetzt bin ich wieder nicht gut genug weil ich ihr gesagt habe sie muss mir helfen unseren Alltag zu finanzieren wenn sie wieder Geld verdient, oder weil ich bei ihrem Vorschlag im Ausland zu leben nicht gleich Luftsprünge gemacht habe, weil dies weil das...
Im Januar hat sie ein Mädelswochenden in Wien, sie trägt ein wunderschönes Kleid das ich offiziell nicht Mal kenne und irgendwie ich weiß jetzt schon dass sie mich dort diese mal wirklich potentiell betrügen wird, weil sie es drauf anlegt, ich merke es richtig wie sie sich aufs tanzen und flirten und ich wette auch weiteres freut ohne dabei an mich "denken zu müssen"....ich hasse es. Ich habe das nicht verdient, aber ich darf während dessen natürlich unseren Junior und ihre Pferde hüten. Was für eine Ehre…
Für ihren manischen Traum des tollen "Single 2026" opfert sie die Familie, die seelische Gesundheit unseres Sohnes (die bisher wirklich gut ist, da das Familienleben mit und vor ihm wirklich gut war) und opfert einen Mann, der alles Geld, alle Energie und alle Liebe die er besitzt investiert hatte, um ihr ihre Wünsche die erfüllen, einen Mann den sie sogar den perfekten Vater und eigentlich auch wundervollen Ehemann nennt….wer soll das verstehen?
Bin ich krank, weil ich nicht fähig bin diese Frau nicht zu lieben? Erwarte ich zu viel von einer Ehe oder Frau, schütze ich mich zu wenig? Sollte ich mich in Behandlung geben?
Ich bin seit Tagen immer wieder heftig am heulen und total verzweifelt…wenn ich in der Familiensituation irgendwas schönes mit dem Kind und ihr erlebe (was immer noch passiert) oder mitbekomme und weiß, dass ich das alles verlieren werde. Wenn ich sie selbst oder Bilder von ihr sehe, wenn ich ihre Stimme höre…es zerreist mich, ich verrotte innerlich. Ich vermisse sogar die Karla, die ich noch vor wenigen Monate hatte, ganz zu schweigen von der Karla die ich kennen gelernt habe und erst recht zu schweigen von der Karla die sie sein könnte, wenn ihr unser Hof und unsere Familie mehr wert wäre wir ihr feuchter Autonomietraum. Sie ist eigentlich ein derart sanftmütiger und emphatischer Mensch, nur mich hat sie auf der Abschussliste.
Wir haben seit vor dem Streit einen Kurzurlaub zum Schlittenfahren bereits gebucht in einer Woche. Die Frage ist jetzt ob ich den mit ihr antrete, wenn ja wie oder ob sie den Urlaub nicht doch mit ihrer Mutter machen sollte und ich eine Woche Ruhe mal von ihr habe. Danach ist das Mädels Wochenende. Wie soll ich das aushalten ohne durchzudrehen in meinem Kopfkino? Was wären eure Entscheidungen? Ich kann mich nicht lösen von dem Wunschbild dieser Familie in einer intakten Version? Auch wenn wir den Hof verkaufen wollen, das macht nichts, manche Träume gehen halt nicht auf, aber für mich geht nichts über diese Familie und die Frau die ich aus irgendeinem Grund immer noch tief vom Herzen liebe.
Wie denkt ihr über mich, wie denkt ihr über sie? Was ist euer Rat? Was soll ich tun? Ich leide. Ich vermisse sie, der Gedanke, dass sich unsere Familie auflöst zerreist mich in tausend Stücke, der Gedanke, dass mein Sohn eine Scheidung erleben muss zerfrisst mich, der Gedanke meinen Sohn nicht jeden Morgen das Müsli machen zu können bringt mich um. Ich liebe die beiden einfach so sehr und sehe keinen Sinn ohne das alles. Ich wünsche mir so sehr, dass sie mich einfach in den Arm nimmt, wir uns unsere vergangenen Fehler verzeihen, unsere Bedürfnisse respektieren, gemeinsam unsere Wege gehen und endlich durchstarten mit all dem was wir mittlerweile noch besser können als wir es in der Hochphase unserer Liebe je konnten. Ich wünsche mir so sehr, dass sie endlich zur Therapie geht und ihre Themen versucht mit mir, nicht gegen mich, zu arrangieren. Ich würde durch jedes Tal mit ihr gehen, wenn sie denn endlich daran arbeiten würde.
Danke für eure Zeit, Gruß "Ludwig"
"Basis"facts vorab:
Seit 4,5 Jahren eine Beziehung mit meiner jetzigen Frau, seit knapp über 2 Jahren sind wir verheiratet, seit 2 Jahren haben wir einen Sohn. Beide schon mal verheiratet, beide schon mal geschieden aus eigenem Antrieb. Ich selbst hatte eine lange Schlammschlacht ums Haus was leider bis in unsere Beziehung rein wirkte. Ich selbst war damals daher teilweise aus den Situationen mit der Ex heraus nervlich angestrengt, mein Ruhepol waren die harmonische Situation mit meiner jetzigen Frau, ich nenne sie jetzt mal Karla, unsere Gespräche, unsere Wanderungen, unsere Spaziergänge mit ihrem Pferd, das romantische Kochen und Essen, die früher durchaus leidenschaftlichen Abende und dann auch wieder die lockere ungespannte Offenheit über alles Mögliche (eventuell zu viel) und actionreiche lustige Erlebnisse. Ich selbst bin ein sommeraktiver/wochenendaktiver Kerl, Ingenieur, hab oder mittlerweile hatte Fliegerei und den Motorsport zum Hobby, im Winter bzw. ganzjährig unter der Woche bin ich viel mit Technik, Heimkino, PC (Flug- und Rennsimulationen) zugange (gerne eigentlich mal mit Freunden treffen und was essen/trinken), bin eher pragmatisch mit hinreichendem Detailierungsgrad gehobener Ansprüche, bin ironisch, flapsig, bohre aber gerne auch mal in der tiefe der Seele, vom Typ "früher oft gefriendzoned", weil ich zwar viel mache und eventuell auch kann, aber keine große Klappe habe, kein Aufreißer und Dummschwätzer bin sondern gerne bei Bedarf aus der 2. Reihe raus agiere. Bescheidenheit ist eine Tugend, Dankbarkeit eine Haltung, ich habe Bereitschaft meine Fähigkeiten auch für andere einzusetzen. Lieber Lagerfeuer als Disko. Mit meinem Job habe ich ein statistisch deutlich gehobenes Einkommen, tariflich geht nicht mehr viel mehr, das wird leider später noch wichtig. Ich bin selbstbewusst, früher wie heute, hatte früher aber einen geschwächten Selbstwert in Beziehungen.
Meine Karla ist intelligent, in der Regel lebensklug, humorvoll, tiefsinnig, kreativ, zielstrebig, eher 1000prozentig als pragmatisch, für mich die schönste Frau der Welt von ihren Augen bis zu den Zehenspitzen, ich liebe ihren Geruch, ich liebe alles körperliche an ihr, ich liebe es ihre Stimme zu hören, sie lächeln und lachen zu sehen, ich liebe es mit ihr zusammen zu, ich liebe es mit ihr zu Ruhe zu kommen, ich liebe die Bubble die wir früher um uns hatten wenn wir intim waren, die Welt hätte untergehen können, ich hätte es nicht gemerkt. Ich liebe sie heute noch wie damals, eigentlich noch mehr, auch ihre "Fehler" oder aufwendigen Eigenschaften (die wir alle haben)….wenn mir diese nicht am laufenden Band Steine ins Getriebe oder Messer in Herz treiben würden. Karla hat eine etwas längere Vorgeschichte von Depressionen, war zum Zeitpunkt unseres Zusammenkommens aber in guter Verfassung. Sie hat ein hohes Autonomiebedürfnis / Bedürfnis alleine zu sein, so tankt sie Energie bzw. verbraucht keine, sie ist auch eine HSP mit sämtlichen Sensibilitäten und üblichen Verhaltensmustern eher stark ausgeprägt. Auch sie hatte bis zur Elternzeit einen guten Organsisations- und Verwaltungsjob, eine Stelle im Projektmanagement. Sie ging früher wegen dem untergestellten Pferd 2-3 mal die Woche nachmittags/abends aus dem Haus, macht gerne mehrfach pro Jahr im Urlaub, ist hier aber durch den Reichtum ihres Exmannes auch etwas verwöhnt, sie meinte zumindest früher auf all das verzichten zu können "wenn der Rest stimmt". Sie ist interessiert an Kultur und Bildung,, hat die bestimmenden Glaubenssätze Zufriedenheit ist Stillstand, Stillstand ist erdrückend, Weiterentwicklung gibt Selbstwert. Sie hat einen harten Weg hinter sich, kommt aus der Ukraine (bitte keine politischen oder volksverhetzenden Diskussionen hierüber), hat vor 15 Jahren sich alleine nach Deutschland aufgemacht, hier (erneut) studiert, ihre Karriere begonnen, steht auf eigenen Beinen ursprünglich, braucht niemanden.
Die Geschichte (mit hoffentlich hinreichenden Informationen, aber geringstmöglich ausgeweitet 😊 )
Wir waren 4 Monate Zusammen, hatten bis dahin getrennt gelebt noch. Mein altes Haus war ein Kriegsschauplatz, ich musste raus, es war nicht mehr auszuhalten mit geteiltem Haushalt. Karla hatte sich selbst beim Joggen lahmgelegt, 2 kaputte Gelenke, so dachten wir, wir machen aus 2 Miseren eine Win-Win-Situation. Ich bin in ihre kleine Wohnung eingezogen, es war Corona, ich hatte viel Homeoffice aber mäßige Auslastung, ich hatte ein safehouse, sie einen der sich um sie kümmert. Meine Hobbies mussten anteilig auch viel pausieren wegen Corona, bzw. am Wochenende gab es den Konflikt meine Hobbys vs gemeinsame Aktivitäten.
Wegen einer leider unglücklichen Mischung aus ihrem extrem hohen Autonomiebedarf und meiner Suche nach (und Freunde an) geistiger und lokaler Nähe, gab es erste Konflikte denen wir hoffen mit der größeren Wohnung aus dem Weg gehen zu können. Sie wollte mehr den Mann den man hat wenn man ihn braucht, ansonsten kann er weg von der Bildfläche bleiben. Ich brauchte sie als Ruhepol, hab mich sehr untergeordnet, jede Ablehnung oder durchaus auch unnötig giftige Abwertung (über Beruf, Karriere, Gehalt, Hobbies, mein Aussehen) in meinen geringen Selbstwert in der Beziehung übernommen und die Aussagen eine Weile lang einfach geschluckt/ausgehalten. Natürlich gab es aber Streitigkeiten und auch reaktionäres Fehlverhalten meinerseits deswegen. In der größeren Wohnung angekommen kam der Krieg, ihre Mutter holten wir gemeinsam mit einer aufwendigen Aktion ab, war plötzlich da, zwar perfekt integriert (ich würde mir keine andere Schwiegermutter wünschen als diese), aber wieder alles zu eng. Durch ihre eigene Berufsunzufriedenheit + frustrierenden Stress und Projektstand, durch ihr nebenberufliches Studium (sie muss sich immer fordern und sich was beweisen), Pferd ständig krank, meine stressige Scheidung verfiel sie immer wieder in depressive Phasen wobei sie mich darin noch mehr als eh schon von sich wegschob. Um ihr Entlastung zu schaffen habe ich mir die Pflege und die Bewegung ihres Pferdes angeeignet, hab mich drum gekümmert, wenn sie studieren oder krank war, hab mich auch im Haushalt stark engagiert, war ein leidenschaftlicher Massierer ihrer Beine und des Rückens, weils ihr gut tut und mir eigentlich auch. Irgendwann wurde es frustrierend, ich habe mich an der Stelle des unverhältnismäßig starken Gebers gesehen (Eine Differenz ist im Grunde auch ok, jeder nach seinen Möglichkeiten und Stimmung, aber über längere Zeit sollte doch Bedürfnisse aller Beteiligten hinreichend bedacht sein) und wenn ich dann vermittelt habe, dass ich nicht nur Pferde pflegen und Füße massieren sondern auch Mal was zurück haben will, gab es kein Verständnis. Im Gegenteil, die depressiven Phasen wurden mir angelastet, nicht allen anderen äußeren Einflüssen, spätestens dann, wenn ich mal so vereinsamt war, dass ich traurig wurde. Gespräche hatten zur Besserung ja nicht beigetragen, also blieb mir nur da aus heutiger Sicht dämliche Schmollen. Ich sehnte mich nach emotionaler und auch physischer Nähe, sie hat mich von sich gestoßen, saß lieber bis nachts um 12 noch chattend am Handy als sich zu mir zu legen, was von meiner Seite auch mal mit Eifersucht "bestraft" wurde, die eigentlich völlig unnötig war. Auf dem Pferdehof war ich für viele Mädels ein kleiner Held, wurde oft bewundernd angesprochen und gelobt, Zuhause wurde nicht wirklich erwähnt, was ich hier durchaus Besonderes geleistet hatte schon. Urlaube waren nie wieder so schön wie unser erster. Irgendwelche Wünsche meinerseits, was Männer sich halt so wünschen, führten zu dauerhaften Embargos/Sanktionen, ich durfte jeden Kartoffelsack bestaunen, die sexy Klamotten gabs wenn sie mit ihren Freundinnen unterwegs war. Zumindest früher hatte sie da ein gewisses Aufmerksamkeitsbedürfnis, was aber nicht von mir gefüllt werden durfte, das war ja dann nichts Besonderes mehr. Irgendwann gingen wir kaum noch gleichzeitig ins Bett, morgens sollte ich am besten schon wach und weg sein, wenn sie aufwacht. Körperlich gabs angeblich keine Bedarfe, ich wurde dann halt Fahrrad fahren und schwimmen geschickt, den Rest könnt ihr euch denken. Es hat mich natürlich frustriert, der Mangel an "Teilhabe".
Also... dachten wir bzw. ich, das wird besser wenn sie endlich Mal ihren Lebenstraum erreicht, den Pferdehof, wir genug Platz haben so dass sich jeder selbst entfalten kann (sie Viecher, ich Fahrzeuge, Platz war da ohne ende), wir nicht mehr aufeinander hocken müssen und doch alle beieinander sein können, wenn wir es haben wollen...dann kam allerdings auf dem Weg zum Kind eine Fehlgeburt, dann unserem Sohn eine sehr schwere Schwangerschaft, ohne kaum Erholung, pränatale Depression, postnatale Depression und nebendran ich immer fleißig dabei mir den Arsch auf zu reißen fürs Haus, den Hof, die Pferde und alsbald sie es mir auch endlich mal abgab auch das Kind. Für meine Hobbies gab es weder Zeit noch Geld, sie wiederrum konnte mit den Tieren auch nichts machen, weil sie weder Energie noch Zeit hatte, weil auch nach der Geburt war unser Sohn 1,2 Jahre lang sehr aufwendig/anstrengend…(entschuldigt nun die kurzgefassten Plakatierungen) Schreikind, Tragekind, ohne Trage nicht eingeschlafen, ohne daneben zu liegen nicht weitergeschlafen,…,…. Das hat sich ab einem gewissen Entwicklungsstadium total umgekehrt, er ist ein absoluter Sonnenschein (davor natürlich auch, er konnte ja nichts dafür), ist aktiv, klug, lustig, schläft, spricht, spielt bei allem mit, muss geistig ausgelastet werden zwar aber das macht mega spaß, ich würde kein anderes Kind haben wollen, wir lieben ihn über alles, jede Minute ohne ihn ist eigentlich Zeitverschwendung.
Ich musste bis vor kurzem eigentlich immer da sein um das alles zu managen rund um den Hof (Arbeit ohne Ende) und um so viel es ging auch im Homeoffice und kurzfristig vorhandener Freizeit das Kind zu übernehmen. Ich bekam dafür jetzt nicht wirklich viel Credits, bekam aber Gleicherweise viel auf den Sack weil ich (wie früher) "zu viel da war" und ihr die Ruhe vor mir gefehlt hat. Die viele Arbeit liebte ich eigentlich, das hat alles Spaß gemacht, ich konnte tolle Erlebnisse haben, Menschen kennen lernen, Fähigkeiten entwickeln.
In dieser Gereiztheit musste ich mir aber auch viel anhören in die Richtung "übernimm doch mal Verantwortung, denk doch mal mit, du machst dies nicht, du machst das nicht, du verdienst zu wenig Geld, du machst zu wenig Karriere,…,…,…", an vielem vielleicht vereinzelt was dran, aber in Betrachtung der Umstände doch irgendwie unangemessen, sogar undankbar. Wie sollte ich auch weg sein, sie war mit allen überfordert, ich musste da sein für Frau, Tiere und Kind, nicht mal die Hilfe der Mutter hat sie hinreichend entlastet. Ihr hat allerdings die Ruhe von allem gefehlt, selbst ihren mal wieder selbst gewählten Weiterbildungen und Studien, ich war natürlich wieder die Projektionsfläche für alles was sie runtergezogen hat, "eigentlich hab nur ich sie runtergezogen". Wie? Da ich wieder eine massive Schieflage zwischen Invest und dem sah was ich emotional und zeitlich/physisch zurückbekam, was reichlich wenig war, wurde ich selbst schon fast depressiv, auf jeden Fall schmollend über Monate und für wenige Wochen auch mal frustriert/grimmig und das ging meiner hochsensiblen und depressive Frau natürlich mächtig gegen den Strich und hat mich dafür natürlich auch kritisiert, angegriffen. Empathie und Verständnis gab es für mich auf jeden Fall nie (ungelogen), das Abschmettern meiner Worte und Wünsche war die übliche Lösung.
In all der Zeit habe ich immer wieder diskutiert um das Thema, dass sie alle Probleme auf mich projiziert, ich alles Menschliche mache, aber halt auch Mal jemanden brauche der für mich da ist. Das hat sie bis heute nicht akzeptiert und weil ich im mechanischen/holzköpfischem Unverständnis über offensichtliche Sachverhalten mich um Kopf und Kragen diskutieren kann, ist so ziemlich jeder Streit darum eskaliert, wobei sie als "einfacher Patient" durchaus auch mal irgendwas in der Gegend rumgeworfen hatte, während ich in den Diskussionen eher ruhig bleibe, was mir als passive Aggression vorgeworfen wird, aber irgendwann kommt bei mir argumentativ in der Ungeduld auch mal Mist raus, ich werde selbst un-emphatisch, verliere meine Schutzhaltung für die empfindliche Seele der Frau die ich eigentlich liebe.
Als sie das erste mal die Scheidung wollte gingen wir zur Paartherapie wobei die Therapeutin auch direkt in der ersten Sitzung schon konfrontativ gegen meine Frau wurde und positionsergreifend für mich (so geht's auch nicht Karla, man kann schon verstehen, dass ihr Mann sich wünscht dass dies, dass das, dass man so nicht mit einem Partner umgeht und so weiter). Da ging meiner Frau am nächsten Tag dann doch der Gaul durch und das wars erst mal mit Therapie, "zu der geh ich nicht mehr". Ich selbst hab durch die Therapie und durch Lesen/hören von Frau Dr. Stahl einiges über mich gelernt und mein Schmollen weitestgehend abgestellt. Meine Frau ist einerseits unheimlich fähig zur Selbstreflektion hat auch einiges erkannt und in den Griff bekommen, ging aber andererseits über in die "jetzt erst recht, ab Richtung Autonomie" Stimmung. Ab dem Zeitpunkt wurde sie für meine Interpretation manisch. Am laufenden Band neue Ideen, überstürzt und völlig übermotiviert (und selbstauslaugend) von einem Thema ins andere (das meiste auch ohne Erfolg), HSP hier, Migration hier, alles im Blog Stil auf Instagram und irgendwann werde ich mich Coaching mal reich, völlig abgehobene Einkommens- und Lebensstilansprüche die sie sich jetzt selbst erarbeiten will, wenn ich schon nichts tauge usw. Um Ihre Pferde kümmerte sie sich kaum noch, das mach alles ich und ihr Bruder, den ich zwischenzeitig in einer durchaus risikoreichen Nacht- und Nebelaktion aus dem Kriegsdienst geholt hatte (auch hier bitte keine Diskussionen in die Richtung). Der Mann ist super, aber wäre ohne mich, das darf ich unverhohlen sagen, definitiv schon tot. Am Tag der Ankunft hat sie wenigstens einmal gesagt, dass ich ein Held bin, die Begeisterung und anhaltende Dankbarkeit für die Aktion gab es aber nie, es war selbstverständlich. War es auch natürlich auch in meinem Empfinden, nichts geht über das Leben, da gab es für mich nie Fragen oder Zweifel, ich hab gemacht was ich machen konnte, aber wenn man wegen einem Kleinscheiß zusammengeschissen wird denkt man sich ab und zu schon…"für was, bei dem was ich alles leiste und geleistet habe". (Wie aufwendig es war einen Bauerhof kernzusanieren und zum Pferdehof umzubauen kann man sich ja vorstellen, das Alltags- und Wochenendgeschäft ist immer noch erdrückend). Zwischenzeitlich war sie natürlich mal wieder mit Klamotten aus, welche ich noch nie sehen durfte, was mich sehr verletzt, aber nicht eifersüchtig macht, da sie eh sozial eher abweisend ist gegenüber fremden (in der Regel), zwischenzeitlich freute sie sich nicht mal mehr über die Aufmerksamkeit anderer, das nehme ich ihr sogar ab. Darüber gabs wieder Streit, weil ich aber auch eine dämliche Art und Weise hatte ihr zu zeigen, dass ich unzufrieden bin, ihre Kritik mir gegenüber war da angebracht, mein Frust aber denke ich nachvollziehbar. Sie soll ja anziehen was sie will, ich bin stolz auf so eine schöne Frau….aber ich würde sie halt auch mal gerne drinnen sehen. Es gab allerlei Einschränkungen…wir haben ein wunderschönes und großes Bad entworfen, ich würde das zb ja auch mal gerne mit meiner Frau zusammen benutzen. Kaum dies ausgesprochen gibt es seitdem absolutes "Betreten verboten" sobald sie drinnen ist, es wird sogar abgeschlossen ???WTF??? wenn keiner da ist. Es gibt kein zufälliges oder übliches gemeinsames Zähneputzen oder Morgengespräch im Bad, geschweige denn gemeinsam Baden oder duschen. Ich kümmere mich morgens sowieso immer ums Kind (seit der Schwangerschaft DARF ich nicht mehr im Bett sein wenn sie aufwacht) und die Pferde, sie schläft aus, so gibt's kein kuscheln am Morgen. Abends gehe ich immer so spät ins Bett, dass sogar ich schon fast drauf verzichten kann sie nochmal in den Arm zu nehmen, ich dürfte es aber auch nicht. Über den Tag hinweg durfte ich sie nicht mehr wie 2-3 mal am Tag umarmen und küssen. Im Rahmen ihres HSPtums und Alleinsein Bedürfnisses habe ich für vieles Verständnis (Alleinsein, Ruhe, Schlaf), auch nach einem Buch dazu, aber bei all den Beispielen in diesem Buch gab es kein einziges mit so harten Regeln wie bei uns. Euch ist klar, auch mir fällt auf, dass ich nur noch ein nützlicher Idiot und kaum geschätzter Ehemann war.
Ich schiebe aber vieles aus ihrer wirklich zerrütten Kindheitserlebnisse in der Familie, auf ihre Umstände, auf Ihre Depression, auf ihre verzerrten Glaubenssätze, ich verzeihe ihr vieles, gebe ihr (von mir gedachte) Ausreden und aus irgendeiner unverständlichen Art liebe ich diese Frau immer noch, trotz der eher seltenen zweisamen schönen Momente, aber definitiv auch wegen der schönen Familienmomente die wir vor und mit Kind definitiv haben. Ich konnte sie anstatt zu einer Scheidung zu einer erneuten Paartherapie bewegen, wo "oh Wunder" es zwar gefühlvoller aber auch wieder gleich in ihre Richtung ging, sie solle sich mal überlegen ob sie nicht vielleicht doch depressiv oder sonst was wäre" und "dass es halt so auch nicht geht in einer Partnerschaft". Das hat sie sich angehört und auch endlich in kleinen Schritten etwas an ihrem Verhalten zu mir geändert, mir abends etwas mehr Nähe gelegentlich gegeben. Ich sah diese Zeichen und wäre bereit für einen weiten Weg, der es aber wert wäre zu gehen meiner Meinung nach. Für mich, weil ich sie sehr liebe, für unseren Sohn auch, weil wir bis vor kurzem wirklich toll als Familie leben und wirken konnten.
Naja, trotz dessen, dass unsere Beziehung bis vor wenige Wochen wieder etwas zweisamer wurde gab es 2 "Liebeskiller" für sie. Zum einen, dass ich vor einiger Zeit schon gesagt hatte, dass wir einen Finanzplanung mit ihrem und meinem Gehalt machen müssen (sie ist erst seit kurzem aus Elternzeit raus), da meine Ersparnisse sich dem Ende neigen und mein Monatliches Gehalt nicht für einen Bauernhof und eine Familie ausreicht, zum anderen dass ich nicht vor Freude aus dem Fenster gesprungen bin als sie sagt, sie würde gerne 2 Jahre im Ausland arbeiten, sie findet Leute so toll die das machen und mich wiederrum so langweilig weil ich das nicht als großes Ziel vor mir hab, weil ich einen mega Arbeitgeber habe und dumm wäre ohne echte Perspektive von dem Weg zu gehen.
Nicht nur deswegen hat es immer den Anschein, dass sie sich gedanklich eigentlich schon mega auf die Autonomie, auf das tolle 2026 sexy single mom jahr freut, auch schon am Wohnung suchen ist, kommt mir auch hier extrem manisch euphorisch vor, weil eigentlich weiß ich jetzt schon, dass wenn sie auszieht, dass sie mit allem, vor allem dem Kind komplett überfordert sein wird, ist sie ja jetzt schon trotz dreier erwachsener im Haushalt die ihr helfen…aber gut, vielleicht muss sie die Erfahrung machen. Nichts desto trotz macht sie schon jetzt die ersten Bloggervideos über ihre "neue Freiheit".
Einen Grund Eifersuchtig zu sein gab es eigentlich nie, auch wenn ich es mal zwischendurch kurz war. Sie mag Aufmerksamkeit, ok, aber nix anderes. Ich habe aber Sorge das ändert sich bald. Ich glaube irgendwie sie legt es drauf an bei ihrem nächsten Mädelswochenende Single zu sein um entsprechende Freiheiten zu haben. Ich glaube in ihr juckt und reizt es etwas, sie will Herausforderung, Bestätigung und Schmetterlinge. Sie steht auf eher sportliche, selbstbewusste, tendenziell narzistische und Karrieregeile (und erfolgeiche) Typen. Nicht auf den Hobbylandwirt der eigentliche Ingenieur ist und voller Liebe und Hingebung für sie ist. Ein Fakt, der mir durchaus das Herz bricht, denn ich bin wahrlich nicht unsportlich, aber halt verfügbar und nach ihrer Logik daher langweilig. Sie muss nicht um mich kämpfen und kriegt auch so alles was sie braucht, daher bemüht sie sich auch nicht darum mir was Gutes zu tun…so ungefähr ihr O-Ton. Klar hat sie mir an Weihnachten was geschenkt, ein gemeinsamer Konzertbesuch was wir schon seit Kind nicht mehr gemacht haben, das ist toll.
Am 2. Weihnachtsfeiertag hat sie nach einem normalen eher tiefen und von mir ausgelösten Gespräch mir vorgeworfen, bei Ankunft an dem Thema vergangener Depressionen und meine Traurigkeit, dass es ja mir lag dass für sie so alles schlimm war, was ich in dem Moment und auch nicht zum ersten Mal so verstanden hatte wie "du bist schuld an meiner Depression" worauf ich dann raus gepoltert hatte, dass sie die Depression und ihre psychische Instabilitäten schon lange vor mir hatte. Eine Aussage die bei so einem verletzenden und heiklem Thema ich mir wirklich hätte sparen können, es gab kein Bedarf da weiter zu machen, ich hätte das Gespräch einfach beenden oder das Thema abfedern können. Aufgeheizt und getriggert war ich allerdings schon zuvor, weil sie mir zuvor gesagt hat, dass sie mir für den Pferdehof nie wirklich dankbar sein konnte, weil er so unpassend, so hässlich ist, durch ihre HSP Sinne sie das Aussehen und den Geruch und die Geräusche des benachbarten Industriegebiets nicht aushält und ich ihr angeblich auch noch all meine Arbeit in Rechnung gestellt habe und "irgendwas ständig dafür wollte". Das ist ein anderes langes Thema….ihr Kampf damit wie viel ich hier arbeite und ihr Vorwurf an mich, nur weil ich mal eine Massage oder mehr Aktion haben will, dass das eine Forderung / Bezahlung für den Hof ist…nein, ich bin einfach ein Mensch und erst recht einfach ein Mann, mehr nicht, Hof hin oder her. Ich war durch die Aussage, dass sie nicht stolz auf mich oder nicht begeistert von mir sein kann, weil ich ihr den Hof gebaut habe, auf jeden Fall in meinem Gerechtigkeitssinn und Stolz gekränkt und war ab dem Zeitpunkt stumpfsinnig in der Argumentation.
Auf jeden Fall habe ich in der Situation wie hirnverbrannt darauf bestanden, dass ich nicht schuld bin an ihrem "schlechten Leben" und als sie dann sagte ich soll den Raum verlassen habe ich drauf bestanden dass sie endlich zugibt dass sie depressiv ist und ich nicht der Grund bin,... naja, dann ist sie komplett durchgedreht (aber von mir getriggert, was mir sehr leid tut, was ich sehr bedauere, weil ich weiß wie sehr sie darunter leidet wenn sie so ist, danach sich schämt auch wenn sie sich nicht entschuldigt….was sie bisher sowieso noch keine 5 mal gemacht hat) und seitdem sagt sie es ist vorbei. Sie zieht aus. Wir sind getrennte Menschen, sie will die Scheidung.
Mich macht das komplett fertig. Seit Jahren kämpfe ich dagegen an wie hoch sie Kleinigkeiten und auch größere Dämlichkeiten gegen mich bewertet, es aber völlig außen vor lässt wie sehr ich mir für ihren (ehemaligen) Lebenstraum den Arsch aufreiße, ihre Familie beherberge. Sie sagt sogar ich sei "auf dem Papier" ein wundervoller Ehemann und vor allem ein wundervoller Vater, aber das reicht ihr nicht. Es macht sie nicht an.
Ja, es war ein Haufen unnötiger Scheis schon vor dem Kind, wo ich schon längst die Reißleine hätte ziehen sollen, wenn es nicht so wäre, dass ich die Frau einfach so sehr Liebe, weil wir eigentlich so vieles seelischse haben das uns verbindet, weil wir stundenlang reden konnten früher, wandern, Pferdezeug machen, sie ist klug, sie ist hübsch, sie ist neugierig, sie ist sexy....so viele Dinge die mich an ihr faszinieren, aber sie wurde halt leider irgendwie mehr und mehr Beziehungsunfähig.... und jetzt bin ich wieder nicht gut genug weil ich ihr gesagt habe sie muss mir helfen unseren Alltag zu finanzieren wenn sie wieder Geld verdient, oder weil ich bei ihrem Vorschlag im Ausland zu leben nicht gleich Luftsprünge gemacht habe, weil dies weil das...
Im Januar hat sie ein Mädelswochenden in Wien, sie trägt ein wunderschönes Kleid das ich offiziell nicht Mal kenne und irgendwie ich weiß jetzt schon dass sie mich dort diese mal wirklich potentiell betrügen wird, weil sie es drauf anlegt, ich merke es richtig wie sie sich aufs tanzen und flirten und ich wette auch weiteres freut ohne dabei an mich "denken zu müssen"....ich hasse es. Ich habe das nicht verdient, aber ich darf während dessen natürlich unseren Junior und ihre Pferde hüten. Was für eine Ehre…
Für ihren manischen Traum des tollen "Single 2026" opfert sie die Familie, die seelische Gesundheit unseres Sohnes (die bisher wirklich gut ist, da das Familienleben mit und vor ihm wirklich gut war) und opfert einen Mann, der alles Geld, alle Energie und alle Liebe die er besitzt investiert hatte, um ihr ihre Wünsche die erfüllen, einen Mann den sie sogar den perfekten Vater und eigentlich auch wundervollen Ehemann nennt….wer soll das verstehen?
Bin ich krank, weil ich nicht fähig bin diese Frau nicht zu lieben? Erwarte ich zu viel von einer Ehe oder Frau, schütze ich mich zu wenig? Sollte ich mich in Behandlung geben?
Ich bin seit Tagen immer wieder heftig am heulen und total verzweifelt…wenn ich in der Familiensituation irgendwas schönes mit dem Kind und ihr erlebe (was immer noch passiert) oder mitbekomme und weiß, dass ich das alles verlieren werde. Wenn ich sie selbst oder Bilder von ihr sehe, wenn ich ihre Stimme höre…es zerreist mich, ich verrotte innerlich. Ich vermisse sogar die Karla, die ich noch vor wenigen Monate hatte, ganz zu schweigen von der Karla die ich kennen gelernt habe und erst recht zu schweigen von der Karla die sie sein könnte, wenn ihr unser Hof und unsere Familie mehr wert wäre wir ihr feuchter Autonomietraum. Sie ist eigentlich ein derart sanftmütiger und emphatischer Mensch, nur mich hat sie auf der Abschussliste.
Wir haben seit vor dem Streit einen Kurzurlaub zum Schlittenfahren bereits gebucht in einer Woche. Die Frage ist jetzt ob ich den mit ihr antrete, wenn ja wie oder ob sie den Urlaub nicht doch mit ihrer Mutter machen sollte und ich eine Woche Ruhe mal von ihr habe. Danach ist das Mädels Wochenende. Wie soll ich das aushalten ohne durchzudrehen in meinem Kopfkino? Was wären eure Entscheidungen? Ich kann mich nicht lösen von dem Wunschbild dieser Familie in einer intakten Version? Auch wenn wir den Hof verkaufen wollen, das macht nichts, manche Träume gehen halt nicht auf, aber für mich geht nichts über diese Familie und die Frau die ich aus irgendeinem Grund immer noch tief vom Herzen liebe.
Wie denkt ihr über mich, wie denkt ihr über sie? Was ist euer Rat? Was soll ich tun? Ich leide. Ich vermisse sie, der Gedanke, dass sich unsere Familie auflöst zerreist mich in tausend Stücke, der Gedanke, dass mein Sohn eine Scheidung erleben muss zerfrisst mich, der Gedanke meinen Sohn nicht jeden Morgen das Müsli machen zu können bringt mich um. Ich liebe die beiden einfach so sehr und sehe keinen Sinn ohne das alles. Ich wünsche mir so sehr, dass sie mich einfach in den Arm nimmt, wir uns unsere vergangenen Fehler verzeihen, unsere Bedürfnisse respektieren, gemeinsam unsere Wege gehen und endlich durchstarten mit all dem was wir mittlerweile noch besser können als wir es in der Hochphase unserer Liebe je konnten. Ich wünsche mir so sehr, dass sie endlich zur Therapie geht und ihre Themen versucht mit mir, nicht gegen mich, zu arrangieren. Ich würde durch jedes Tal mit ihr gehen, wenn sie denn endlich daran arbeiten würde.
Danke für eure Zeit, Gruß "Ludwig"