Trauma?

Benutzer139528 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo zusammen,

nach langer Zeit bin ich auch mal wieder hier. Mir geht es eigentlich supergut zur Zeit, habe den besten Freund, den man sich vorstellen kann, eine tolle Familie und beruflich sieht es auch nicht schlecht aus.
Allerdings kann ich immer noch nicht über meine (Hüft-)Operationen (Anfang und Ende 2009 waren die) und die Zeit davor und danach reden, ohne dass ich anfange zu heulen wie ein Schlosshund. Es war echt verdammt hart, weil ich über 2 Jahre wirklich nichts machen konnte, ohne bei jedem Schritt große Schmerzen zu haben. Deshalb bin ich nicht vor die Tür gegangen, habe mich von allen zurückgezogen - und das zu Anfang der Pubertät. Ich habe im Krankenhaus unvorstellbare Schmerzen gehabt (vor allem dank der verpfuschten PDA), da bin ich fast vor Schmerzen ohnmächtig geworden.
Alles in allem war ich depressiv, habe an Selbstmord gedacht und wäre fast in Selbstmitleid ertrunken. War halt echt ein traumatisches Erlebnis. Ich rede zudem nicht gerne über meine Geffühle, auch weil mir immer direkt die Tränen in die Augen schießen. Ein Anfang ist für mich schonmal, dass ich mir bald ein Tattoo stechen lasse, quasi als Zeichen für den Neuanfang.
Manchmal, auch nur bei Kleinigkeiten, kommen die depressiven Gedankengänge wieder. Ich muss also andere Denkmuster erlernen
.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen und weiß, wie man besser damit umgehen kann?

Liebe Grüße
Systemstoerung
 

Benutzer34612 

Planet-Liebe Berühmtheit
Redakteur
Ich finde, wenn Du selbst schon sagst, dass Du depressiv warst/bist und Du sogar Selbstmordgedanken hast/hattest, dann ist es mit Sellbsthilfe möglicherweise nicht getan.
Es ist ja auch nicht gerade einfach, neue Denkmuster zu lernen, wenn man gar nciht weiß, wie das gehen soll.
Hast Du mal über professionelle Hilfe nachgedacht?
 

Benutzer139528 

Sorgt für Gesprächsstoff
Habe ich, ja. Allerdings könnte ich einen Psychologen o.Ä. nicht aus eigener Tasche zahlen und meine Eltern haben momentan genug andere Sorgen. Im Gegensatz zu vor ein paar Jahren habe ich mMn auch schon Fortschritte gemacht, was das Denken angeht. Es gibt halt immer noch Rückschritte, aber ich denke, das ist normal ...
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Ein Psychologe zahlt die Krankenkasse, sofern du in Deutschland lebst. Aber auch beratungsstellen, wie die der evangelische Kirche, der Caritas, der Diakonie, der AWO, etc haben eigene Psychologen und Sozialarbeiter, die einem auch gut helfen können! Ganz anonym (also deine Daten werden nicht verfasst) und vor allem ganz umsonst. Google einfach ma nach deiner Stadt.
 

Benutzer153008  (47)

Ist noch neu hier
Tattoos und Dinge verarbeiten. Das kenne ich. :smile: Hoffe du triffst eine gute Motivwahl.

Psychologen bzw Psychiater zahlt die Krankenkasse. Eine Therapie normalerweise auch. Ich würde mir allerdings im Web schon mal Bewertungen dazu anschauen, denn nicht jeder taugt was.

Such dir aber auf jeden Fall professionelle Hilfe. Bei dem was du beschreibst, ist es mit guten Ratschlägen etc nicht getan. Du hast schon soviel mitgemacht, da soll doch dein weiteres Leben fröhlicher und besser verlaufen. :smile:
 
K

Benutzer

Gast
Wie schon gesagt wurde, wird eine Therapie von der Krankenkasse übernommen d.h. du musst dir keine Sorge wegen dem finanziellen machen. Meist hilft es sehr mit einem außenstehenden darüber zu reden, allein schon wegen der Objektivität. Wenn du öfter mal in alte Muster und Gedankengänge zurück fällst, wäre es am optimalsten jemanden zu finden mit dem du darüber reden kannst. Es kann oftmals lange dauern einen passenden Therapeuten zu finden mit dem man sich gut versteht (und auch erst mal einen Termin zu kriegen), doch meist lohnt sich das auf lange Sicht.
 

Benutzer135804 

Planet-Liebe Berühmtheit
beginne eine therapie.du bist psychisch krank,also brauchst du professionelle hilfe.
 
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