Trauerfeier

S

Benutzer

Gast
Hallo Leute,

wer mein letztes Thema mit verfolgt hat der weiß ja das meine beste Freundin vor kurzem gestroben ist. Morgen ist die Trauerfeier und Beisetzung, nun frage ich mich schon die ganze Zeit was ich mitbringen soll? Blumen ist so.... naja fällt in die Kategorie "Gebührt dem Anstand" wenig emotional und irgendwie nichts sagend... Erste Gedanken war ein Bilderrahmen zu bauen mit einem schönen Foto, das finde ich persönlich aber noch zu früh. Der Schmerz sitzt ja noch tief und da will ich mit sowas nicht unnötig Salz streuen. Was würdet ihr tun? Ganz auf Mitbringsel verzichten?
 

Benutzer113006 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Off-Topic:
Mein Beileid


Ich denke mal am Grab wird es Blumen geben, die in das Grab gegeben werden können.

Vielleicht kannst du in ein paar Wochen noch einmal zu ihrem Grab gehen und dort noch einmal persönlich Abschied nehmen, dann in Form einer Blume oder einer Kerze.
 

Benutzer35148 

Beiträge füllen Bücher
Ja. Wenn Dir nicht danach ist, bringe nichts mit.
Du kannst immer noch später zum Grab und Blumen mitbringen.
Und auch mit den Angehörigen kannst Du später (nach einigem Abstand) reden oder etwas unternehmen.

Wenn Du allerdings ein schönes Foto von ihr hast, auf dem sie glücklich aussieht,
wäre das bestimmt ein Trost und eine Ablenkung für alle Trauernden.

Als meine Mutter gestorben war, habe ich ein Foto auf ca. A3 ausdrucken lassen und gerahmt, das 4 Wochen vorher entstanden war.
Sie stand vor dem Haus vor ihren Lieblingsblumen und strahlte mit ihnen bei Sonnenschein um die Wette. Damals sah es so aus als ob es ihr endlich langsam wieder besser gehen würde... doch es kam eben alles ganz anders.
Das Foto war der Hingucker auf der Beerdigung, es hatte vor dem Sarg gestanden.
Eine Weile lang danach konnten mein Bruder und mein Vater dieses Foto zwar nicht mehr sehen,
aber sie so glücklich zu sehen, so möchten wir alle sie in Erinnerung behalten.
Und nicht wie sie am Morgen nach ihrem Tod ausgesehen hatte... :cry:

Wie gesagt, niemand verlangt daß Du etwas mitbringst. Doch alles was Du tust, tue es für Dich, nicht unbedingt für die anderen. Sie war Deine Freundin, und Du kannst auf Deine Weise Anteilnahme zeigen.
Solange es nichts Ausgeflipptes ist natürlich :zwinker:
 

Benutzer119945  (25)

Benutzer gesperrt
Also als erstes mal mein herzliches Beileid

was ich dir empfelen würde ist etwas was eue freundschaft symbolisiert
und das kann entweder ihre lieblingsblume sein oder ein mit liebe gefertigter Bilderramen.

was es auch ist es ist etwas zwischen dir und deiner besten freundin.
was für dich wichtig ist und wo du weist dass sie sich darüber freuen würde ist völlig in ordnung.

natürlich soll es dich nicht zu sehr belasten. trauern ist in ordnung und menschlich. aber irgendwann kommt der punkt an dem das leben weiter gehen muss. aber vergiss niemals die menschen die dir wichtig waren und denen du wichtig warst.
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Wem willst Du etwas mitbringen? Deiner Freundin oder deren Familie/Partner?
Geht es darum, etwas für Alle zu "zeigen", so wie bei der Mutter von einsamerEngel oder möchtest Du ihr etwas ganz Persönliches mit ins Grab geben?
Bei Ersterem wird es weitaus schwerer, da man unbedingt darauf achten sollte, keinen der ihr nahestehenden Personen weh zu tun oder zu nahe zu treten.
Bei Zweiterem finde ich, hast Du das (moralische!) Recht, viel weiter gehen zu können. Das kann ein Foto sein, ein gemeinsames Erinnerungsstück oder sonst etwas (ich gehe bei Dir einfach mal davon aus, dass Du weißt, wo die Grenze des Anstandes ist), es ist, wie mein Vorposter schon sagt, Deine Trauer und Eure Freundschaft.
 
S

Benutzer

Gast
Wem willst Du etwas mitbringen? Deiner Freundin oder deren Familie/Partner?
Geht es darum, etwas für Alle zu "zeigen", so wie bei der Mutter von einsamerEngel oder möchtest Du ihr etwas ganz Persönliches mit ins Grab geben?
Bei Ersterem wird es weitaus schwerer, da man unbedingt darauf achten sollte, keinen der ihr nahestehenden Personen weh zu tun oder zu nahe zu treten.
Bei Zweiterem finde ich, hast Du das (moralische!) Recht, viel weiter gehen zu können. Das kann ein Foto sein, ein gemeinsames Erinnerungsstück oder sonst etwas (ich gehe bei Dir einfach mal davon aus, dass Du weißt, wo die Grenze des Anstandes ist), es ist, wie mein Vorposter schon sagt, Deine Trauer und Eure Freundschaft.

Naja ich frage mich gerade ob es richtig ist dem "Anstand halber" etwas zu überreichen oder ob es als Todsünde gilt dies nicht zu tun. Denn ehrlich gesagt sagt ein toter Strauß Blumen nichts aus und ist irgendwie nur "weil man es eben so macht". Vielleicht benötige ich auch einfach nur ein paar die mich in dem Gedanken bestärken nichts mitzunehmen. Würde ich einfach blind entscheiden würde es letzteres seien. Ehrlich möchte ich lieber im Nachhinein villeicht mal ein paar Blumen hinstellen und wenn etwas für die ganze Familie machen, etwas was eben einzigartig ist, so wie sie es eben war. Es gibt wenig Dinge in denen ich mir unsicher bin aber hier bin ich es...

Etwas dem Grab beilegen möchte ich nicht, beziehungsweise ich werde einen Brief irgendwann schreiben. Jedoch erst, wenn ich dafür klar genug bin. Den kann man ja trotzdem ans Graben legen und Wetter fest verschließen. Dafür fühle ich mich momentan aber noch nicht in der Lage zu, völlig klaren Verstandes meine Emotionen und das was ich ihr noch sagen wollte zu Papier zu bringen.
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Ein damals guter Freund, der an Krebs erkrankt war, hat über seine eigene Beerdigung gesagt: sieh es als letzte Party, die ich gebe und verhalte Dich auch so. (Hintergrund: er kam aus oberstem kölschen Geldadel und wusste genau, dass seine Eltern aus seiner bald zu erwartenden Beerdigung ein gesellschaftliches Ereignis machen würden).
Genau so kam es dann auch. Aber wir, seine Freunde, haben uns nicht als geduldete Gäste seiner Eltern gefühlt sondern als seine. Wir waren bei der Trauerfeier, dem Zug zum Grab und dem Begräbnis selbst. In den Klamotten, die wir für den Anlass als angemessen empfunden haben, mit einer Flasche Bier (im Rucksack!), seinem Geburtstagsgeschenk, das er eigentlich bald von uns bekommen sollte und einem Ghetto-Blaster. Wir haben nicht provoziert, denn auch andere hatten ein Recht auf ihre Trauer, egal, wieviel Show auch dabei war. Wir haben uns im Hintergrund gehalten.
Erst als die Bagage weg war, haben wir das Bier geöffnet (und ihn dabei nicht vergessen), seine Musik (leise!) laufen lassen, das Geschenk ins Grab gegeben und jeder von uns hat so getrauert, wie es ihm eben gerade war.
Dann noch bei den Friedhofsangestellten bedankt, die netterweise ihre Mittagspause vorgezogen hatten und das war's. Die Trauer blieb, aber es gab einen Abschied, der unserer Freundschaft gerecht wurde.

Und das rate ich Dir auch: finde Deinen eigenen Abschied. Du warst ihr guter Freund, Du bist kein Trauergast der Eltern. Also darfst Du Deine eigene Trauer, Deinen eigenen Abschied für Dich beanspruchen. Wie, das kannst nur Du wissen, aber ich denke nicht, dass Du den Eltern gegenüber eine gesellschaftskonforme Geste erbringen musst, Du trauerst auch.
 

Benutzer56469  (36)

Beiträge füllen Bücher
Und warst du dort? Ist jetzt vielleicht ne blöde Frage aber wie war es denn? Hast du dich dafür entschieden was mitzunehmen?
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren