Tochter wird von ehemals bester Freundin gemobbt

Benutzer117390 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo,
ich hoffe ihr habt mal ein paar Anregungen und Ratschläge für mich.

Meine Tochter geht in die 3. Klasse und seit einigen Monaten hat sie arge Probleme mit ihrer ehemals besten Freundin.
Besagte Freundin versucht mit allen Mitteln die Aufmerksamkeit meiner Tochter zu erhalten und wenn sie die nicht bekommt wird sie fies.

Da sie aus eher schwierigen Verhältnissen kommt habe ich immer versucht sie so gut wie möglich in unsere Familie zu integrieren. Wir haben sie zu Ausflügen mitgenommen, sie hat sehr oft bei uns gespielt und gegessen,wir haben immer ein offenes Ohr für sie gehabt.
Irgendwann fing sie an unserer Tochter Sachen zu klauen. Unsere Tochter hat alles mit ihr geklärt und ihr noch eine Chance gegeben.

Plötzlich wurde dieses Mädchen extrem eifersüchtig. Wenn meine Tochter sich mit anderen treffen wollte, versuchte sie sich in die Freundschaften einzumischen. Sie verabredete sich genau mit diesen Kindern und sagte zu ihnen, sie sollen nicht mehr mit meiner Tochter spielen.

Sie waren auch beide beim Tanzen und auf einmal wollte meine Tochter dort nicht mehr hin. Monate später fanden wir heraus, das besagtes Mädchen sie immer aufgezogen und gehänselt hatte während der Tanzstunde.

Meine Tochter versucht ihr seit geraumer Zeit aus dem Weg zu gehen, da beide in einer Klasse sind ist es etwas schwierig.
Ständig drängt sich das Mädchen zwischen meine Tochter und andere Kinder, wenn diese in der Pause zusammen spielen. Klassendienste mit meiner Tochter verweigert sie mit den Worten: "Das kannst du alleine machen" und wenn meine Tochter die Lehrerin informieren will, tut sie so als ob sie alles ganz alleine machen würde.

Heute hat meine Tochter endgültig die Nase voll gehabt, nachdem sie von dem Mädchen sogar geschubst wurde.
Sie hat ihr gesagt, sie will nicht mehr ihre Freundin sein.
Leider bin ich mit der Mutter des Mädchens gut bekannt, so das ich nach Schulschluß eine Nachricht von ihr bekam, was denn schon wieder vorgefallen wäre.
Ich habe ihr gesagt, das meine Tochter nicht mehr mit ihrer spielen möchte, da sie sie einmal zu oft geärgert hat.

Ihre Tochter könnte meine ja gar nicht verstehen und weiß nicht warum sie so abweisend ist. Sie hätte doch gar nichts gemacht. Wäre doch die Unschuldige und lügen tue sie auf gar keinen Fall (Es hat auch niemand behauptet das sie lügt).
Ich habe ihr versucht klar zumachen, dass sich meine Tochter ihre Freunde selbst aussucht und ihre Tochter sie nicht immer bedrängen soll.

Meine Tochter ist fertig mit den Nerven, heult und will nicht mehr in die Schule, weil diese Mädchen es perfekt schafft sich als Unschuldslamm hinzustellen.
Ich habe ihr schon geraten nicht mehr mit ihr alleine zu sein damit sie Zeugen für eventuelle Angriffe hat.
Ich habe keine Ahnung was ich machen soll, falls dieses Mädchen noch weiter so penetrant ist.

LG
 
R

Benutzer

Gast
Da es sich um Grundschüler handelt, fände ich es angebracht, die Klassenlehrerin zu informieren, dass diese beispielsweise im Falle der Arbeitsverweigerung bei Klassendiensten Bescheid weiß.
 

Benutzer71015 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich würde mir einen Rat bei einem Psychologen holen (oder vielleicht haben wir hier auch einen). Dieses Mädchen hat ein ganz großes Problem und ein enormes Aufmerksamkeitsbedürfnis. Es ist sicher sehr schwierig damit umzugehen, aber vielleicht kann dir jemand "vom Fach" einen Tipp geben, was bei eben solchen Kindern hilft und wie deine Tochter sie so gut es geht von sich fernhalten kann.
Wenn sie eine halbwegs vernünftige Lehrerin hat, such auch mit ihr das Gespräch und frage evtl. nach dem Schulpsychologen, den man für solche Fälle hinzuziehen kann.
 

Benutzer133315  (24)

Planet-Liebe-Team
Moderator
Dieses Mächen scheint ein großes Problem zu haben..
Also als ersten Tipp würe ich auch erst mal mit den Lehrern reden. Vllt können sie euch ja weiterhelfen, ggf. auch in einem Gespräch mit den Eltern und den Töchtern.
Ich würde auch mal überlegen deine Tochter mit einer Psychiologin reden zu lassen, die kann ihr sicher weiterhelfen :smile:
[DOUBLEPOST=1421265042,1421264864][/DOUBLEPOST]Versuch deine Tochter aufzubauen, ich denke du hast da auf jeden Fall schon mal den richtigen Ansatz gefunden. Sprich ihr Mut zu und sag, dass ihr das gemeinsam schafft etc..
Aber ich denke, dass brach man einer Mutter gar nicht sagen :smile:
 

Benutzer147358  (27)

Sehr bekannt hier
In der Grundschule hatte ich ein ähnliches Problem wie deine Tochter.
Bei mir zuhause wurde da nicht viel unternommen. Zum einen weil man da nicht viel machen kann (selbst wenn man zur Lehrerin geht steht da Aussage gegen Aussage) und zum anderen um das nicht noch mehr in den Fokus zu rücken.

Im Nachhinein ist das wohl nicht das Schlechteste gewesen, aber auch nicht das beste.
Es war gut das es nicht dramatisiert wurde. Das hat mir in dem Moment Sicherheit gegeben und ich habe gelernt nicht zuviel Wert auf die Meinung anderer zu legen. Dafür war ich in meiner Familie gut aufgehoben.
Andererseits hat mir dadurch der freundschaftliche Kontakt zu Gleichalterigen gefehlt und ich habe das Gefühl das mir das bis heute teilweise Probleme bereitet. Da solltest du also auf jeden Fall für Ausgleich sorgen, durch Vereine oder so (etwas wo keine Klassenkameraden sind).
 

Benutzer117390 

Sorgt für Gesprächsstoff
Vielen Dank schon mal für eure Antworten.

Zum Glück hat meine Tochter viele gleichaltrige Freunde, sie ist super in der Klasse integriert.
Es ist halt immer nur dieses Mädchen, mit dem sie Probleme hat.

Die Lehrerin ist eigentlich ganz nett und verständnisvoll, doch leider steht Aussage gegen Aussage und meine Tochter hat Angst als Lügnerin dazu stehen. Deswegen ja auch mein Rat mit den Zeugen.

Ich stärke ihr den Rücken wo ich nur kann und hoffe, dass sich alles bald beruhigt.
 

Benutzer137391  (46)

Beiträge füllen Bücher
ohje. so nen fall hatten wir auch.. meine kleine ist auch in der 3. klasse und auch sie hat sowas ähnliches grad durch..

bei uns kamen die weihnachtsferien zum glück dazwischen und seitdem ist es wohl (zumindest aktuell) vom tisch.

ich war auch drauf und dran die lehrerin zu informieren.
bei uns gibt es einen schul-sozialarbeiter, der sich in solchen fällen auch einschaltet und vermittelt. bei euch vielleicht auch?
(dafür haben wir keinen vertrauenslehrer, oder gibt es sowas gar nicht mehr??)

die kleine kröte *sorry* bei uns hatte auch solche sache drauf z.b.:
sie hat einem mitschüler ein schulheft weggenommen, IHREN (!) namen draufgeschrieben und in ihre (!) tasche gesteckt.. und behauptet dann rotzfrech, meine tochter wäre das gewesen.. hier war tagelang weltuntergang.. auch weil die lehrerin das natürlich nicht klären konnte und aussage gegen aussage stand.. und noch mehr so sachen, ähnlich wie bei euch..
ich wünsch dir starke nerven! ich leide als mama immer mehr als die kinder dann am ende, weil mich sowas erstens furchtbar aufregt und ich zweitens auch nie so genau weiß, was da jetzt die BESTE lösung des problems wäre..
(mein innerer instinkt im ersten moment ist immer nicht so förderlich für eine diplomatische, ruhige klärung ..:whistle::engel: )
 

Benutzer150315  (27)

Verbringt hier viel Zeit
Ich würde auch in jedem Fall die Klassenlehrerin einweihen, diese kann zwar im Moment nicht viel tun, aber dennoch kann sie die Kinder beobachten und dies auch fokusierter tun, weil sie dann weiß, dass es offenbar probleme gibt. Und wenn sie aufgeschlossen ist, also die Lehrerin, dann wird sie das auch tun und vilt mit guten Mitteln in einer direkten Situation regeln können.
 

Benutzer123649 

Planet-Liebe ist Startseite
Liebe TS,

das ist natürlich eine schlimme Situation für deine Tochter. Ich glaube auch, dass es hilfreich ist, die Klassenlehrerin zu bitten, Augen und Ohren offenzuhalten, bis sich die Situation beruhigt. Wichtig wäre auch, dass deine Tochter eine Ansprechpartnerin vor Ort hat und ihre Lehrerin auch direkt anspricht, wenn etwas vorgefallen ist.

Sonst bin ich der Meinung, dass es keine anderen Möglichkeiten für dich als Mutter gibt, als deine Tochter zu stärken und ihr zuzuhören. Das scheinst du ja auch zu tun und das ist auf jeden Fall sehr positiv für dein Kind, es stärkt das Vertrauen.

Es gibt in einer größeren Gruppe immer mal wieder Konflikte und manchmal ist das eigene Kind darin verwickelt. Ich glaube, es ist wichtig, dass deine Tochter lernt, auch mit so etwas umzugehen. Natürlich möchte man sie vor so etwas schützen, aber man kann es eben nicht immer verhindern. Dass sie nun weint und nicht zur Schule gehen möchte, ist völlig verständlich und das bedeutet für dich bestimmt auch großen emotionalen Stress, aber du musst sie immer wieder bestärken, hinzugehen, ihrer ehemals besten Freundin auch die Stirn zu zeigen und ihr aufzeigen, dass sie viele andere Freunde hat, an die sie sich halten soll. Ich halte es auch für sinnvoll, wenn sie dem Mädchen weitestgehend aus dem Weg geht, aber keinesfalls darf sie Scheuklappen haben und vor schwiergen Situationen fliehen.

Deine Tochter hat viele Freunde und die Unterstützung ihrer Eltern und wird das auch schaffen.

Ich hoffe sehr, dass sich die Situation bald klärt oder auflöst.
 

Benutzer146454 

Klickt sich gerne rein
Liebe TS,

informiere unbedingt die Klassenlehrerin und schildere ihr die Situation. Die Lehrerin sieht die Kinder ja jeden Tag und oft mehrere Stunden am Stück, da hat sie schon die Möglichkeit Dinge zu beobachten.
Auch wenn es erst einmal Aussage gegen Aussage stehen sollte, so hat der Lehrer doch einen sehr guten Einblick in die sozialen Interaktionen der Kinder und wird sich schon ein realistisches Bild davon machen können.
 
S

Benutzer

Gast
Die Lehrerin wird kaum Partei für irgendeine Seite ergreifen. Man kann sie in Kenntnis setzen, damit Zusammenhänge verbunden werden - n Lösung ist das irgendwie aber nicht.

Ich denke da wirst du wenig machen können. Zuhören, Trost spenden aber auch nicht nachgiebig werden, wenn das Kind versucht der Situation zu entfliehen. Nicht zur Schule gehen zu wollen. Wenn es traurig ist, ist Ablenkung denke ich nicht ganz verkehrt. Ich denke aber schon das ein Kind in dem Alter so einen Konflikt lösen kann und daran nicht "kaputt" geht.

Ohne Konfliktsituation wird man auch nicht lernen Konflikte lösen zu können. Für dich als Mutter wird das sicherlich schlimm sein, ich denke aber dein Tochter kann da am Ende mehr mitnehmen fürs Leben als es Schaden anrichtet.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Es wurde ja schon viel gutes gesagt. Ich bin ebenfalls dafür der Lehrerin Bescheid zu sagen und möchte mal genau begründen warum:
Natürlich kommt es in erster Linie darauf an, wie viel man der Lehrerin zutraut. Meiner eigenen hätte ich, damals wie heute, nicht sonderlich viel zugetraut, ich kenne aber eben auch das absolute Gegenteil. Wenn sie nicht blöd ist und Ahnung vom Fach hat, dann sollte ein Gespräch kein Problem sein.
Denn ihr seid doch nicht vor Gericht! Dieses "Aussage gegen Aussage" hat einfach keine Gültigkeit, da kein Urteil gesprochen wird. Wenn man wie 2 Erwachsene miteinander redet und die Situation erklärt und die Lehrerin bittet, da mal ein Auge drauf zu haben, dann wird sie das tun. Sie wird sicher keine Mauer zwischen den Kindern aufbauen, aber sie ist im Falle eines Falles schon etwas sensibilisiert und darauf vorbereitet. Wenn sie gut ist, wird sie sich so oder so eine eigene Meinung bilden und so "krötig" kleine Kinder auch sein können, meistens sind es keine Meisterlügner...
 

Benutzer123421  (30)

Sehr bekannt hier
Wenn man wie 2 Erwachsene miteinander redet und die Situation erklärt und die Lehrerin bittet, da mal ein Auge drauf zu haben, dann wird sie das tun. Sie wird sicher keine Mauer zwischen den Kindern aufbauen, aber sie ist im Falle eines Falles schon etwas sensibilisiert und darauf vorbereitet. Wenn sie gut ist, wird sie sich so oder so eine eigene Meinung bilden und so "krötig" kleine Kinder auch sein können, meistens sind es keine Meisterlügner...
Genau so sehe ich das auch. Die Lehrerin sollte wissen was los ist. So kann deine Tochter bei den nächsten Fällen direkt zu ihr gehen und die Sache klären. :smile:

Viel Erfolg und das wird schon! :knuddel:
 

Benutzer146454 

Klickt sich gerne rein
Die Lehrerin wird kaum Partei für irgendeine Seite ergreifen. Man kann sie in Kenntnis setzen, damit Zusammenhänge verbunden werden - n Lösung ist das irgendwie aber nicht.

Klar kann der Lehrer Partei ergreifen, besonders dann, wenn es um Mobbing geht.
 

Benutzer146454 

Klickt sich gerne rein
Und woher soll die Lehrerin wissen das nicht die Tochter der TS lügt? Das ist immer das Problem dabei...

Deswegen sagte ich ja, dass die Lehrerin die Situation ja auch erst einmal beobachten muss und ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Drittklässler über längeren Zeitraum verstellen können.
 

Benutzer147358  (27)

Sehr bekannt hier
Deswegen sagte ich ja, dass die Lehrerin die Situation ja auch erst einmal beobachten muss und ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Drittklässler über längeren Zeitraum verstellen können.
Wo ist das Problem wenn sie das ganze mehr beobachtet damit sie konkrete Situationen mit bekommt und dann Partei ergreifen kann?
Auch Drittklässler wissen wann sie beobachtet werden: der Lehrer an der Tafel, Hofpausen, Schulwege...
 
S

Benutzer

Gast
Klar kann der Lehrer Partei ergreifen, besonders dann, wenn es um Mobbing geht.

Und dann sagt der Lehrer "böses, böses Kind..."? Oder was? Oder setzt sich dann als Vermittler zwischen den zwei Müttern hin? Der Erfolg davon ist dann welcher? Beziehungsweise wo ist der Unterschied zwischen der schon geführten Unterhaltung beider?
 
R

Benutzer

Gast
Und dann sagt der Lehrer "böses, böses Kind..."? Oder was? Oder setzt sich dann als Vermittler zwischen den zwei Müttern hin? Der Erfolg davon ist dann welcher? Beziehungsweise wo ist der Unterschied zwischen der schon geführten Unterhaltung beider?
Sorry, aber Lehrer wissen schon, wie man professionell mit Mobbing umgeht. :zwinker:
 
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