Tochter (14) abgehauen - was tun?

Benutzer22949 

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"Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser"
Dieser Satz führt in einen Teufelskreis.


Ich glaube das Problem ist, dass die Tochter hier noch als "das kleine Töchterchen" gesehen wird.
Auch der Satz, dass sie "in ein paar Jahren vielleicht" Sex haben wird ist ziemlich blauäugig. Das durchschnittsalter liegt ja angeblich bei 15 :zwinker:
Auch dass ihr Zimmer als Kinderzimmer bezeichnet wird bestätigt mir das oben genannte.
 

Benutzer9234 

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@Dawn13, ich glaube, Du hast die Problematik nicht verstanden. Es geht ganz einfach darum, dass die Mutter die Privatsphäre ihrer tochter missachtet hat und unaufgefordert ins Badezimmer gestürzt ist, obwohl sie wußte, dass sich ihre Tochter dort aufhält. Und sie dann dermaßen noch zu beschimpfen und zu ohrfeigen. Ich hätte definitiv nicht so reagiert, sondern wäre erst gar nicht ins Badezimmer gegangen, dann wäre mir dieser Anblick auch erspart geblieben. Außerdem war die Mutter nicht zuhause und ihre Tochter hat wahrscheinlich auch nicht damit gerechnet, dass sie so schnell wieder zurück kommt. Wie gesagt, es tut mir nur für dieses Mädchen leid.

Ich hab die Problematik durchaus verstanden :smile: Aber imho geht es "nicht einfach nur darum", dass die Privatsphäre verletzt wurde.

Natürlich war das dumm und nicht okay, aber ich sage nicht, dass die Reaktion abnormal war. Natürlich gibt ihr das nicht das Recht, ihrer Tochter zu beschimpfen und ihr eine zu kleben (@Golem), aber wie gesagt, aus so einem Schock heraus hätte ICH wahrscheinlich gleich reagiert und ich glaube nicht, dass jemand anders reagiert hätte.

Mir tut es auch leid für das Mädel, aber ich kann die Mutter hier durchaus in gewissem Rahme verstehen.

Privatsphäre hin oder her, natürlich soll diese jedem gewährt werden, aber meine Güte, JEDER verletzt mal die Privatsphäre einer anderen Person, egal in welchem Alter und wenn man dann "so was" dabei erblickt, kann ich in sämtlicher Hinsicht verstehen, das man da nicht einen auf locker flockig macht und auf dem Absatz umkehr.

Ich finde, dass hier zu sehr auf diesem "das arme Mädel mit verletzter Privatsphäre" rumgehackt wird. Sich daran aufzuhängen und ihr deswegen die übelsten Vorwürfe zu machen, halte ich für übertrieben und lächerlich, weil wie gesagt, jeder macht das mal.

Im Übrigen hat sie ja angeklopft, wie ich das verstanden habe, und hat was rumwühlen hören - vielleicht hat sie ja gedacht, es sei was nicht in Ordnung oder es sei ihr was passiert?

Ich glaube das Problem ist, dass die Tochter hier noch als "das kleine Töchterchen" gesehen wird.
Auch der Satz, dass sie "in ein paar Jahren vielleicht" Sex haben wird ist ziemlich blauäugig. Das durchschnittsalter liegt ja angeblich bei 15 :zwinker:
Auch dass ihr Zimmer als Kinderzimmer bezeichnet wird bestätigt mir das oben genannte.

Ehrlich gesagt: Was ist so falsch daran?

Ist sie denn nicht in der Tat noch ein Kind? Und sehen Eltern ihre Kinder nicht IMMER als das, was sie eben sind, eben ihre Kinder? Das ist auch mit 30, 40, 50 noch so. Natürlich spricht man dann nicht mehr von "einem kleinen Kind", aber es bleibt trotzdem "das Kind" und man hofft und will, das diesem nur Gutes passiert und wenn man glaubt, es verhalte sich falsch, seltsam, aussergewöhnlich, was auch immer, dann reagiert man nunmal irritiert.
 

Benutzer22949 

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Ich meinte damit nicht dass sie ihre tochter als ihre Tochter sieht.
Sondern mehr dass sie in einer heranwachsenden jungen Frau wahrscheinlich noch ein kleines mädchen sieht.
 

Benutzer28635 

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Kann sein dass mir beim lesen, was nicht aufgefallen ist, aber kann das nicht sein, dass die Urinpfütze gar keine Absicht war?
Wer weiß, ob das nicht ihre erste sexuelle Erfahrung war und ihr ne Freundin gesagt hat, dass sich ein Orgasmus fast so anfühlt, als müsste man auf Toilette und das man sich dann entspannen muss, wenn man das Gefühl hat?
Is halt nur so eine Idee, um mal ein anderes Licht auf die natursektspieleliebende Nymphomanin zu werfen...
 
Q

Benutzer

Gast
Aus so einem Schock heraus hätte ICH wahrscheinlich gleich reagiert und ich glaube nicht, dass jemand anders reagiert hätte.

Hallo Dawn13,

bitte werte das nicht als persönlichen Angriff, aber ob Du es glaubst oder nicht: Ich hätte anders reagiert.

Erstmal: Sie hat angeklopft, richtig. Für mich bedeutet Anklopfen aber nicht das Stillen eines Juckreizes an den Fingergelenken, sondern eine höfliche Anfrage, ob ich einen verschlossenen Raum betreten darf. Wenn man dann die Antwort auf diese Frage nicht abwartet, kann man sich m. E. auch das Anklopfen sparen.

Die Antwort war eindeutig "Nein" und, nach deren Missachtung, "Raus!". Beides hat sie ignoriert. "Raus!" hört sich für mich nicht nach einem Hilferuf an.

Ich gebe Dir Recht, dass es immer mal passieren kann, dass man die Intimsphäre eines anderen verletzt, gerade wenn man in einer Wohnung zusammen lebt. Und ich gebe Dir auch völlig Recht, sollte es dazu kommen, dass ich meine 14jährige Tochter in einer Urinpfütze sitzen und masturbieren sehe, würde ich bestimmt nicht schlecht staunen. Aber dann stürme ich da nicht rein und klinke völlig aus. Sondern ich würde vermutlich ein "Äh... ja - tschuldigung" stammeln und rückwärts wieder rausgehen, mich sammeln und hinterher mit ihr drüber reden - es totzuschweigen und damit ständig irgendwas zwischen uns im Raum stehen zu haben, halte ich für falsch. Ihr ist ja dann klar, dass ich das gesehen habe.

Warum sie nun gepinkelt hat, ob vor dem Orgasmus oder hinterher oder dabei oder ob es vielleicht doch nur Wasser war, sie gar nicht masturbiert hat... ist das nicht alles völlig egal?
 

Benutzer19015 

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Da gebe ich doch mal der Quarktasche voll und ganz recht.

Natürlich sind die Reaktionen der Mutter zu verstehen – voll und ganz, aber sie sind zum teil nicht zu entschuldigen – oder zumindest sehr schwer. Es ist und bleibt so, sie war mit der Situation vollkommen überfordert und hat deshalb so reagiert. Auf gut Deutsch – sie hatte wohl die Frage „Warum mach mein Tochter nur so ein Schweinkram – oh Gott oh Gott“ im Kopf – weil diese brennende Frage nicht beantwortet werden konnte und die Mutter der Meinung ist und war, dass die Praktiken ihrer Tochter „nicht normal“ sind, deshalb hat sie so reagiert. Vollkommen nachvollziehbar – ABER ich habe als Elternteil nicht das Recht meine offnen Fragen durch körperliche Sanktionen an meinem Kind zu klären. Einfacher ausgedrückt – was sollte die Ohrfeige – wofür ? Sie war weder frech zur Mutter, noch hat sie die Mutter beleidigt, noch hat sie unhöflich reagiert. Das Fehlverhalten war auf Seiten der Mutter – da beißt die Maus keinen Faden ab! Ob das nun verständlich war, oder nicht spielt keine Rolle. Ein Beispiel: Wenn jemand aus Affekt tötet, dann muss man die Handlung erst verstehen können, um bewerten zu können, ob es nun wirklich „eine Affekthandlung“ war oder nicht. Mit dem Auseinandersetzen der geschehenen Tat erlange ich das Verständnis, und bekomme die Frage „warum“ geklärt – ABER, das Resultat ist und bleibt gleich – ein Mensch ist gestorben / wurde getötet. Zwischen diesen beiden Sachverhalten muss mal ganz klar differenziert werden !

Es ist nicht einfach sich den Generationenkonflikt zu stellen, aber mit Gewalt drauf zu reagieren ist und bleibt nicht richtig. Ich will nicht damit sagen, dass ein Klaps auf den Po ein Kind schadet – aber es muss angebracht sein. Ich habe auch mehr als einmal einen auf den Arsch bekommen – geschadet hat es mir nicht (glaube ich zumindest). Daher sollten körperliche Sanktionen – wenn sie als unbedingt wichtig erachtet werden – unbedingt auch eine Berechtigung haben – und es stellt in meinen Augen eines der höchsten Strafen dar, die die Eltern gegen ihre Kinder ergreifen können.

Ich glaube, sofern die Threadstarterin hier noch mit liest, hat ihre Fehler in ihrem Handeln erkannt. Natürlich soll sie hier auch nicht die gesamte Schuld auf sich nehmen und sagen „ich bin die schlechteste Mutter der Welt ....“ das wäre mit Sicherheit falsch. Aber ihr muss bewusst sein – oder werden – dass sie alte Werte wohl für ihr junges Kind nicht so anwenden kann, und sie muss freier werden. Nicht einfach – aber die Gesellschaft verlangt es von ihr, dass sie ihr Kind offen erzieht – sonst wird es in meinen Augen auch stets Probleme haben.

Ich glaube auch die Mutter wird hier sehr viel gelernt haben. Auch wenn sie uns im Alter mehr als doppelt überlegen ist – sie könnte meine Mutter sein – kann sie etwas von der jüngeren Generation lernen. Stellt sich nur die Frage in wie weit sie unseren Vorschlägen, Anregungen und Kritiken gehör schenkt. Wie sagt mein Vater doch neulich zu mir: "als „Vater“ oder „Mutter“ wirst Du ja nicht geboren, sondern versuchst so gut wie es geht mit der neunen Situation zu recht zu kommen. Die Weisheit haben wir alle nicht gepachtet, und so kann man bei jedem Kind immer wieder etwas besser machen."

Ich denke, die Mutter wusste schon, wie sie ihre Tochter „fangen“ konnte – nämlich mit ihrem Leibgericht. Das ist in meinen Augen ein so deutliches Zeichen für ein „Freidensangebot“, da könnte ich meiner Mutter niemals mehr böse sein – im Gegenteil – das würde mir doch zeigen, wie sehr sie mich mag, weil sie sich die Zeit nimmt, mir etwas besonderes zuzubereiten.

Besprecht beide das was geschehen ist, seit beide nicht mehr böse aufeinander – weil die Situation war ja nun nicht so, dass sie was angestellt hat. Sie erkundet ihren Körper – wie sie das macht, ist ihr Bier. Sie soll sich nicht genieren, weil die Mutter nun was gesehen hat, was ihr sicherlich furchtbar peinlich ist und war – immerhin kennen die Mütter ihre Tochter auch nackt – und auch in gewissen Maßen „vollgepullert“ oder noch besser „vollgekackert“ – da war die Tochter aber noch ziemlich klein – quasi Baby J Daher sollte man nun nicht aus einer Mücke einen Elefanten machen – man soll aus dem was war lernen.

So – ich brauche jetzt eine Kaffee .... viel zu früh ....
 
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