Tochter (14) abgehauen - was tun?

Benutzer8686 

Sehr bekannt hier
Ich hab grad echt gedacht, das kann nicht wahr sein.
Nicht die Sache an sich mit der Tür wär für mich das Schlimmste.

Diesen krampfhafte Willen-brechen gegenüber deiner Tochter. Meine Mutter hat sowas auch gemacht, zwar wesentlich schlimmer, aber ich weiß ganz genau, wie sich deine Tochter gefühlt hat, als du sie zum Duschen gezwungen hast und nebenbei die ganze Zeit geschimpft hast! das ist so eine Demütigung. Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll. Ich bin wirklich sprachlos.
Woher willst du eigentlich wissen, dass sie da masturbiert hat? Das scheint doch nur ne Vermutung zu sein.

Wie gesagt, ich bin fassungslos. Du glaubst gar nich, was du deiner Tochter damit antust. Nicht das erwischen an sich, sondern dieses Rummotzen, dieser Zwang, den du ihr gegenüber ausspielst - das ist schlimm!
 

Benutzer19015 

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Meine Meinung ist bekannt, würde doch mal die Threadstarterin bitten wollen mal Stellung zu beziehen. Es wurden hier sehr viele Vorschläge gemacht - und ich denke es waren viele konstrukive Dinge dabei. Gut wäre es, wenn Du nun mal etwas aus deiner Sichtweise sagst. Ich denke vieles hat Dir eine "Kloss" im Halse erzeugt - daher sprich mit uns, auch wenn einige Meinungen - meine eingeschlossen - hart aber im gewissen maße gerecht rüber gebracht worden sind.

Muss hier nochmals was ergänzend beifügen was mir aufgefallen ist.

Es ist nicht dein Badezimmer, sondern euer Badezimmer!

Das „meines“ und „deines“ innerhalb der Familie kann glaube ich unberücksichtigt bleiben. Es geht hier de fakto um einen Raum, und dieser wird mit den Bewohnern des Hauses geteilt. Mir würde es niemals in den Sinn kommen da Unterscheidungen zu machen. Bei persönlichen Dingen ist es etwas anderes – aber das Haus gehört mir, meiner Frau und meinen Kindern – und sonst niemanden! Ich hoffe inständig, dass die von Dir gewählte Formulierung nur im Eifer des Gefechtes von Dir hier so niedergeschrieben worden ist – wenn dieses nicht der Fall ist, dann hast Du wirklich nicht nur das „Problem mit deiner Tochter“ sondern noch ein ganz anderes. Hinterfrage das mal bei Dir offen und ehrlich.
 

Benutzer53751 

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Vielen Dank für die zahlreichen Antworten.

Es mag ja heute so sein, daß man seinen Kindern alles erlauben muß, aber letztlich ist es meine Wohnung und ich möchte diesen Schweinkram dadrin nicht haben. Wenn sie später mal eine eigene Wohnung hat, kann sie von mir aus da überall hinmachen, dann wird sie sehen, wie schwer sowas wieder sauber geht.

Ich weiß, daß man heute seine Finger nicht mehr auf die Bettdecke legen muß, so wie das früher bei mir noch war. Meine Eltern waren nicht so aufgeschlossen. Aber daß ich das nun überall tolerieren muß, sehe ich auch nicht ein. Genauso wie ich auch keinen Sex im Kinderzimmer dulden würde, das ist nämlich schon das nächste Problem, was ich auf uns zukommen sehe in ein paar Jahren. Aber das steht ja im Moment Gott sei Dank noch nicht zur Debatte.

Sie kann von mir aus gerne masturbieren, wenn sie das braucht oder ausprobieren will, aber dann eben diskret und nicht derart unanständig, irgendwo auf der Erde in einer Urinpfütze.

Ich habe diese Antworten erwartet. Ich weiß, daß die heutige Generation anders über alles denkt und sehr viel freizügiger mit allem umgeht. Darum müssen wir einen Kompromiß finden, das habe ich ihr so gesagt. Ich habe sie heute in der großen Pause kurz besucht und ihr gesagt, daß sie wieder nach Hause kommen soll und ich bereit bin, das alles zu vergessen und auch meinem Mann nichts zu erzählen. Das geht aber nur, wenn sie wiederkommt, bevor ihr Vater vom Dienst kommt. Sie hat es verstanden aber nichts gesagt.

Es gibt bei uns keine Schlüssel, aus der Zeit, aus der sie klein war, damit sie sich nicht einschließt und nicht wieder rauskommt. Die Schlösser sind alle übergestrichen, die funktionieren alle nicht mehr und die Schlüssel haben wir auch nicht mehr. Normalerweise ist das auch nicht nötig, weil man sieht, wann jemand im Bad ist und das Licht brennt. Normalerweise gehe ich auch nicht ins Bad, es war ja nur, weil ich gemerkt habe, daß da irgendwas nicht stimmt. Was genau da los war, hab ich vorher nicht gewußt, sonst wäre ich nicht reingekommen und die Ohrfeige ist mir auch so rausgerutscht. Das habe ich ihr auch so gesagt und mich entschuldigt.

Es wurde auch angesprochen: Ich finde es nicht verkehrt, sich von seinen Kindern die Hausaufgaben zeigen zu lassen und ab und zu mal die Hefte durchzugucken. Sonst bekomme ich nämlich nicht alles zu sehen, ich kenne meine Tochter. Sie hat schon versucht, Fünfen vor mir zu verheimlichen und sogar meine Unterschrift gefälscht! Daß ich sie in einigen Punkten etwas strenger rannehme, was der eine oder andere vielleicht nicht versteht, hat ja durchaus seine Ursache. Die Kinder sind heutzutage so vielen Dingen schutzlos ausgesetzt, ob das Alkohol oder andere Sachen sind, da ist manchmal etwas Sorge angebracht. Und da ich weiß, daß sie auch keine Hemmungen hat, mich anzulügen, gilt bei mir das Prinzip "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser."

Also, nur mal zum Abschluß: Sie hat eingesehen, daß es besser ist, wenn sie wieder nach Hause kommt und sie will auch nach der Schule wieder kommen und ich habe ihr versprochen, ihr ihr Leibgericht zu kochen, ich habe mich bei ihr entschuldigt und ihr angeboten, das zu vergessen und ihr auch gesagt, daß ich falsch reagiert habe, mehr kann ich nicht machen.
 

Benutzer50792 

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ich finde deine einstellung gut, gerade heute wo ja alles ach so normal ist,
das in der situation was schief gelaufen ist haben dir ja schon andere bestätigt.
viel glück!
 

Benutzer10736 

Benutzer gesperrt
Es mag ja heute so sein, daß man seinen Kindern alles erlauben muß, aber letztlich ist es meine Wohnung und ich möchte diesen Schweinkram dadrin nicht haben. Wenn sie später mal eine eigene Wohnung hat, kann sie von mir aus da überall hinmachen, dann wird sie sehen, wie schwer sowas wieder sauber geht.
Im Bad hat man doch im Regelfall Fliesen, oder? Wüßte nicht, wo da das Riesenproblem mit dem "sauberkriegen" sein sollte, ist ja kein Perserteppich.

Aber daß ich das nun überall tolerieren muß, sehe ich auch nicht ein. [..] Sie kann von mir aus gerne masturbieren, wenn sie das braucht oder ausprobieren will, aber dann eben diskret und nicht derart unanständig, irgendwo auf der Erde in einer Urinpfütze.
Was heißt "überall tolerieren"? Wenn du nicht reingeplatzt wärst, hättest du davon wahrscheinlich nie etwas erfahren. Sie war doch "diskret", sie dachte, es wäre niemand zu Hause, sie war im Bad (was dafür ja wohl der angebrachteste Ort gewesen sein dürfte) und hat die Tür geschlossen (VERschließen ging nicht, aber dafür kann sie ja nichts). Und "unanständig"... was ist schon "unanständig"? Sie hat was ausprobiert, es tat niemandem weh, war vielleicht einfach aufregend für sie, hat aber niemandem geschadet. Ist es "anständiger", wenn pubertierende Jungs sich die Porno-DVDs ihrer Eltern anschauen und dazu onanieren? Weil es "normaler" ist?

Genauso wie ich auch keinen Sex im Kinderzimmer dulden würde, das ist nämlich schon das nächste Problem, was ich auf uns zukommen sehe in ein paar Jahren. Aber das steht ja im Moment Gott sei Dank noch nicht zur Debatte.
Na ja... von meiner Freundin die kleine Schwester ist 14 und nimmt jetzt die Pille, hat auch schon seit einem halben Jahr einen Freund... also, nicht daß ich das so toll fände, aber du kannst bei einer 14-Jährigen nicht davon ausgehen, daß es noch fünf Jahre dauern wird, bis sie erste sexuelle Erfahrungen sammeln wird...
Im übrigen: "Keinen Sex im Kinderzimmer dulden"... finde ich ziemlich hart... Sie IST ja kein Kind mehr, und in ein paar Jahren schon gar nicht mehr. Was sie dann in IHREM Zimmer macht (Wohn-/Jugendzimmer, "Kinderzimmer" ist es dann ja nicht mehr wirklich unbedingt), gehört zu IHRER Privatsphäre. Solange es nichts ist, was gegen ein Gesetz verstoßen würde (Anbau von Cannabispflanzen oder sowas...) oder andere, die in der Wohnung leben, irgendwie "belästigen" würde (z.B. extrem laute Musik). Ob sie in dem Zimmer ihre Hausaufgaben macht, ob sie Musik hört, mit einer Freundin telefoniert oder - wenn es ihr Freude macht - sich fünfmal am Tag selbstbefriedigt, mit ihrem Freund frischverliebt knutschend im Bett liegt oder eben irgendwann auch mal "mehr" passieren läßt... das ist ab einem gewissen Alter einfach IHRE Sache.

Natürlich kannst du ihr das "verbieten", ihr sagen, daß das nicht in Frage kommt in deinem Haus, daß keinen "Sex im Kinderzimmer" gibt. Aber der Ärger ist damit vorprogrammiert. Und sie wird nicht mehr viel Zeit zu Hause verbringen, sondern dann eben nur noch bei ihrem Freund, wo sie keine Angst haben muß, daß die Mutter reinplatzt...

Ich habe diese Antworten erwartet. Ich weiß, daß die heutige Generation anders über alles denkt und sehr viel freizügiger mit allem umgeht.
Ja. vielleicht. Wobei ich der Meinung bin, daß es in diesem Thread nur sehr beschränkt wirklich um ein "sexuelles Problem" geht. In erster Linie geht es doch darum, wieviel "Recht auf Privatsphäre" Kinder und Jugendliche haben. Und das hat mit "Freizügigkeit" doch überhaupt nichts zu tun. Sondern eher mit Respekt und Menschenwürde. Ja, Kinder und Jugendliche haben bestimmte Pflichten zu Hause, und sie haben auch bestimmte Verbote zu befolgen und sind von ihren Eltern in vielerlei Hinsicht abhängig. Aber ein Recht auf Privatsphäre - das ist so ziemlich das elementarste, was auch Kindern schon zusteht. (natürlich nur soweit, wie man keine Angst haben muß, daß ihnen was passiert, man kann Dreijährige nicht sich im Zimmer einschließen lassen) Und wenn Kinder zu Jugendlichen udn irgendwann auch zu Erwachsenen werden, dann sollte man ihnen dieses Recht auch zugestehen, auch wenn sie noch im selben Haus wohnen. Sie sind vielleicht noch keine Erwachsenen und haben den Eltern zu gehorchen. Aber sie haben auch ein Recht auf ein eigenes Leben, auf kleine und große Geheimnisse, auf Abnabelung vor den Eltern, darauf, die Tür hinter sich schließen und sich darauf verlassen zu können, daß sie nicht ungewollt einfach aufgerissen wird.

Es gibt bei uns keine Schlüssel, aus der Zeit, aus der sie klein war, damit sie sich nicht einschließt und nicht wieder rauskommt. Die Schlösser sind alle übergestrichen, die funktionieren alle nicht mehr und die Schlüssel haben wir auch nicht mehr. Normalerweise ist das auch nicht nötig, weil man sieht, wann jemand im Bad ist und das Licht brennt. Normalerweise gehe ich auch nicht ins Bad, es war ja nur, weil ich gemerkt habe, daß da irgendwas nicht stimmt.
Man braucht nicht unbedingt Schlüssel, wenn für alle Beteiligten klar ist, daß eine geschlossene Tür bedeutet "draußen bleiben". Und wenn vor allem auch klar ist, daß ein "nein, bleib draußen" respektiert wird. Egal, wie "komisch" einem vielleicht gerade etwas vorkommt. Ich finde, es wäre extrem wichtig, daß du das in Zukunft respektierst. Daß du bei deiner Tochter auch bei ihrem Zimmer anklopfst, wenn die Tür zu ist, und auch auf ein "komm rein" wartest und nicht einfach reinstürmst, von wegen "was soll sie schon groß machen? Und außerdem hat sie in meinem Haus sowieso nichts vor mir zu verbergen". Denn das wäre der falsche Weg.

Es wurde auch angesprochen: Ich finde es nicht verkehrt, sich von seinen Kindern die Hausaufgaben zeigen zu lassen und ab und zu mal die Hefte durchzugucken. Sonst bekomme ich nämlich nicht alles zu sehen, ich kenne meine Tochter. Sie hat schon versucht, Fünfen vor mir zu verheimlichen und sogar meine Unterschrift gefälscht! Daß ich sie in einigen Punkten etwas strenger rannehme, was der eine oder andere vielleicht nicht versteht, hat ja durchaus seine Ursache. Die Kinder sind heutzutage so vielen Dingen schutzlos ausgesetzt, ob das Alkohol oder andere Sachen sind, da ist manchmal etwas Sorge angebracht. Und da ich weiß, daß sie auch keine Hemmungen hat, mich anzulügen, gilt bei mir das Prinzip "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser."
Hausaufgaben zeigen lassen, Hefte anschauen ist ja ok (obwohl meine Mutter das bei mir nichtmal in der 1. Klasse gemacht hat, als ich das nicht wollte). Aber es ist ein Unterschied, ob man sagt: "Zeig mir mal die Deutscharbeit von letzter Woche!", oder ob man einfach ins Zimmer und an den Schulrucksack geht und "kontrolliert". Auch hier wieder: Privatsphäre. In den Bereichen, in denen Eltern natürlich ein gewisses Mitspracherecht (und auch Mitverantwortung) haben, wie z.B. der Schule, ist es ja in Ordnung, sich zu erkundigen. Aber Sexualität ist etwas, wo den Eltern keine "Kontrolle" zusteht. Sexualität ist - auch wenn das Eltern vielleicht schwerfällt, weil sie ihr Kind gern "beschützen" würden - Privatsache bei Jugendlichen, etwas, das sie selbst entdecken und erleben müssen. Eltern können dafür sorgen, daß die Kinder aufgeklärt sind, daß sie Ahnung von Verhütung haben, daß sie das Vertrauen haben, zu ihrer Mutter zu sagen "ich will mir die Pille verschreiben lassen" - aber alles andere müssen sie selbst entdecken dürfen.

Also, nur mal zum Abschluß: Sie hat eingesehen, daß es besser ist, wenn sie wieder nach Hause kommt und sie will auch nach der Schule wieder kommen und ich habe ihr versprochen, ihr ihr Leibgericht zu kochen, ich habe mich bei ihr entschuldigt und ihr angeboten, das zu vergessen und ihr auch gesagt, daß ich falsch reagiert habe, mehr kann ich nicht machen.
Das ist ja immerhin schonmal gut.

Sternschnuppe
 

Benutzer29817 

Verbringt hier viel Zeit
Prinzipiell finde ich auch, dass man seinen Kindern nicht alles erlauben muss, nur weil es eben häufiger passiert. Das Kind ist 14, hat aber ein Anrecht auf seine Privatshäre. Dass das Badezimmer nicht abzusperren ist, finde ich nicht so gut, auch wenn man sieht, wenn grad wer drin ist. Einfach um solchen Dingen vorzubeugen, die eben passiert sind.
Deine Einstellung, dass deine Tochter später mal keinen Sex in ihrem Zimmer haben darf, finde ich aber nicht gut. Ist es dir lieber, dass dein Kind sich irgendwo herumtreibt, weil es daheim nicht sein kann? Solange sie und ihr Freund bei euch zuhause sind, hast du noch ein wenig Aufsicht. Solange du dafür sorgst, dass sie verantwortungsvoll mit der Verhütung umgeht, sehe ich da kein Problem.
Spätestens wenn sie von ihrem ersten Freund erzählt solltet ihr euch alle zusammen mal hinsetzen und Regeln erarbeiten, die sie dann einzuhalten hat. Aber lass sie die Entscheidung mittragen. Wenn sie Sex haben will, dann hat sie den auch. Ich fände es trotzdem besser, wenn meine Tochter erstens das Vertrauen zu mir hat, dass sie mit mir darüber reden kann, und zweitens zuhause in einer sauberen Umgebung und in Ruhe ihre ersten Erfahrungen sammeln kann, als dass sie das irgendwo anders tut.
 

Benutzer37503  (35)

Toto-Champ 2009
Es wurde auch angesprochen: Ich finde es nicht verkehrt, sich von seinen Kindern die Hausaufgaben zeigen zu lassen und ab und zu mal die Hefte durchzugucken. Sonst bekomme ich nämlich nicht alles zu sehen, ich kenne meine Tochter. Sie hat schon versucht, Fünfen vor mir zu verheimlichen und sogar meine Unterschrift gefälscht! Daß ich sie in einigen Punkten etwas strenger rannehme, was der eine oder andere vielleicht nicht versteht, hat ja durchaus seine Ursache. Die Kinder sind heutzutage so vielen Dingen schutzlos ausgesetzt, ob das Alkohol oder andere Sachen sind, da ist manchmal etwas Sorge angebracht. Und da ich weiß, daß sie auch keine Hemmungen hat, mich anzulügen, gilt bei mir das Prinzip "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser."

Das zeigt das bei euch noch viel mehr im argen liegt. Ich habe in hinsicht von sexuellen Dingen kein Verhältnis mit meinen Eltern. Das ist von meiner Seite aus Tabu und über diese Dinge rede ich mit meinen Freunden. ABer trotzdem habe ich meiner Mutter freiwillig meine Arbeiten und sogar später noch meine Klausuren gezeigt. Ich hab sie gebeten mir zu helfen und sie hat mich in der 11.Klasse noch Englisch-Vokabeln abgefragt. Das war alles kein MUSS. DAS war alles freiwillig. Ich wurde so erzogen das ich wusste was gut oder schlecht ist. Meine Eltern haben nie gesagt du darfst keine Drogen nehmen oder du darfst nicht rauchen etc. Sie haben mir erzählt was das Rauchen bewirkt und was aus Drogenkonsum resultiert. Ich habe bis jetzt noch keine Zigarette angerührt und auch keine Drogen genommen. Ich habe erst mit 16 angefangen Alkohol zu trinken, aber wirklich sturz besoffen war ich nich nie. Und ich habe auch nie regelmäßig getrunken. Meine Eltern haben mir eigentlich immer versucht alles zu ermöglichen. SIe wollten nur wissen wo ich bin und wollten wissen wie ich och Hause komme. Sie wollten nicht das ich Nachts alleine nach Hause fahre, aber sie haben mir nicht verboten dann dorthin zu gehen, sondern sie haben gesagt ruf mich an wenn du nach Hause willst wir holen dich ab. Das habe ich auch gemacht, wäre ich alleine nach Hause gekommen hätte es wahrscheinlich streß gegeben!

Ich wusste auch das ich von meinen ELtern kein ärger bekomme wenn ich mit einer schlechten Note nach Hause gekommen bin. Sie haben nie mit mir geschümpft, sonder immer gefragr woran das lag und versucht eine Lösung zu finden. SIe haben mir dann Nachhilfe angeboten oder sonstwas. Ich hab aber bis jetzt alles so in den Griff bekommen ohne Nachhilfe. Ich hab inzwischen mein ABi gemacht (ich meine es wäre kein schlechtes) und ein Studium angefangen. Ich musste keine Klasse wiederholen.

Meine Eltern haben mir alles ermöglicht und geschafft das ich genau das mache was sie wollen ohne mich zu zwingen. Und ich glaube das hat mir bis jetzt nicht geschadet.


Ich wünsche dir und deiner Tochter alles Gute.
 

Benutzer22818  (60)

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Ich lese hier die ganze Zeit mit und möchte jetzt auch mal ganz gern meinen Senf dazugeben :tongue: .
Also, Erziehung ist eine Sache. Vertrauen eine andere. Ich denke mal, dass Deine Tochter mit 14 schon erzogen ist. Du hast Dich 14 Jahre lang damit beschäftigt und hast ihr Deine Werte und auch Grenzen gezeigt. Jetzt ist sie in einem Alter, in dem sie selbst versucht ihre Grenzen auszutesten. Sie braucht Dich jetzt nicht nur noch als Mutter, sondern auch als Freundin, die ihr Ratschläge für ihr weiteres Leben gibt, jemanden den sie fragen kann, wenn es Probleme gibt. Aber mit dieser Einstellung die Du hast, wirst Du Deine Tochter aus dem Haus und somit auch immer weiter von Dir weg treiben und demnächst wirst Du gar nicht mehr wissen wo sie ist und mit wem sie zusammen ist. Du hast kein Vertrauen zu ihr und somit auch nicht in Deine Erziehung. Deine Tochter wird ihren Weg gehen, ob mit Dir oder ohne Dich. Sie wird sich automatisch von Dir lösen, ob du es willst oder nicht. Sie wird ihren ersten Sex auf der Parkbank oder in einem Gebüsch haben, weil sie so etwas schlimmes zuhause nicht tun darf. Sie wird es aber tun, ob Du es willst oder nicht. Ich finde so etwas echt traurig. Sind das die Werte, die Du ihr vermittelst, kein Vertrauen zu den Eltern zu haben???? Ich frage mich inzwischen sogar, ob Du nicht ein Problem mit Deiner Sexualität hast, weil Du dermassen, in meinen Augen unverständlich, reagierst und selbst wenn Du alles vergisst, sie wird es nicht tun.
Übrigens Unverständnis über Dein Verhalten ist nicht Sache der jüngeren Generation. Ich bin 44 und meine Tochter ist 15 und wir stecken auch mitten in der Pubertät mit all ihren Problemen. Aber meine Tochter kommt mit allem zu mir ohne dass sie Angst vor irgendwelchen Strafen oder Beschimpfungen haben zu müssen. Ich gebe ihr Ratschläge und habe trotzdem auch ein Auge auf ihr Tun, aber ihre Erfahrungen, auch wenn es schlechte sind, muss sie im endeffekt selber machen. Deiner Tochter wünsche ich jedenfalls alles erdenklich Gute.
 

Benutzer29817 

Verbringt hier viel Zeit
Ich verstehe nicht, wieso alle sagen, dass man nicht Mutter, sondern Freundin sein soll. Ich finde schon, dass man als Mutter eben Mutter sein soll. Freundinnen hat man selbst, da braucht man nicht noch jemanden, der es krampfhaft versucht. Und vor allem bei dem Altersunterschied scheint es nicht ratsam, wenn man als Mutter krampfhaft auf jugendlich macht um mit seiner Tochter über alles zu reden. Es ist gut, wenn Töchter mit ihren Müttern reden, aber es soll nicht erzwungen sein. Für vieles braucht es eben eine Freundin, die einen ähnlichen Erfahrungsschatz hat, damit man sich gemeinsam entwickeln kann.
In meiner Jugend war meine Mutter auch nur meine Mutter. Das freundschaftliche Verhältnis und das über vieles reden können ist erst viel später gekommen.
 

Benutzer16351 

Verbringt hier viel Zeit
Deine Tochter wird ihren Weg gehen, ob mit Dir oder ohne Dich. Sie wird sich automatisch von Dir lösen, ob du es willst oder nicht. Sie wird ihren ersten Sex auf der Parkbank oder in einem Gebüsch haben, weil sie so etwas schlimmes zuhause nicht tun darf. Sie wird es aber tun, ob Du es willst oder nicht.

Interessanter Punkt. Ich glaube, wenn mein -nichtvorhandenes- Kind sein erstes Mal in seinem Zimmer im Elternhaus hat, ohne Angst zu haben, "erwischt" [als sei es etwas Verbotenes!?] zu werden, hätte ich in meiner Erziehung verdammt viel richtig gemacht.
Ich würde gar nicht wissen wollen, wann und wie es geschieht - nur für die Eltern-Kind-Beziehung würde mich ein solcher Zustand freuen.
Das wäre nämlich der Beweis eines sehr erwachsenen und respekvollen Umgangs miteinander, so dass jeder seine Freiheit hat, ohne die des anderen zu beschränken.

Es gibt genug emotionale Krüppel, sexualgestörte Menschen, Menschen mit schlechten Beziehungen zu ihren Eltern.
Erzieht nicht noch mehr davon, sondern begegnet euren Kindern mit Vernunft und erzieht sie zur Vernunft.
 

Benutzer15917  (34)

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Durch dein Verhalten wird sich auf lange Sicht die Beziehung zu deiner Tochter weiter verschlechtern.
Ein Kind, das Vertrauen zu den Eltern hat, zeigt den Eltern auch ohne irgendwelche Zwänge oder Kontrollen schlechte Noten. Deine Tochter tut das nicht, d.h. die Angst vor einer möglichen Bestrafung ist stärker als das Vertrauen zu euch.
Sie hat nicht die Möglichkeit sich zurückzuziehen. Du öffnest einfach so die Badezimmertür, ohne ihren Ausruf zu beachten.

Du bist selbstgefällig und rühmst dich auch noch weniger konservativ als deine eigenen Eltern zu sein.
Du willst nicht, dass sie Sex im Kinderzimmer hat und zwingst sie damit dazu ihre Erfahrungen in einem weniger sicheren Umfeld zu machen. Du möchtest dir jetzt noch keine Gedanken dazu machen und schiebst es auf, aber weißt du, wieviele Mädchen heute schon mit 14 ihr Erstes Mal haben?

So wie du sie behandelst kann sie sich nicht zu einem eigenständigen Menschen entwickeln, es sei denn sie entzieht sich deinem Einflussgebiet.

Du sagst es sei deine Wohnung. Was ist dann deine Tochter diesbezüglich? Ein Gast für die nächsten paar Jahre? Wenn das so ist, wo ist dann ihr wirkliches zu Hause? Oder hat sie keins, weil du ihr keins geben willst?

Die Verantwortung scheint dir über den Kopf zu wachsen, dieser ungewöhnliche Versuch deiner Tochter ihren eigenen Körper zu entdecken wird von dir sofort verteufelt, du rastest aus und schlägst sie sogar. Du kannst mit den Problemen nicht umgehen.

Du bist einerseits nicht ausgelastet, da du erst seit kurzem nicht mehr arbeitest, andererseits bist du überfordert. Arbeite an dir selbst, suche psychologische Hilfe auf, such dir eine Ersatzbeschäftigung, damit du nicht so viel Zeit hast im Leben deiner Tochter herumzuwerkeln.
 

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
Ist im Prinzip schon alles gesagt worden.

"Genauso wie ich auch keinen Sex im Kinderzimmer dulden würde"

Das sehe ich genauso. Man sollte ab einem gewissen Alter das Kinderzimmer vergessen und ein Jugendzimmer einrichten :zwinker: Wenn sie älter wird ist es "ihr" Zimmer in dem sie auch ein Stück weit bestimmen muss, auch wenn die Miete die Eltern bezahlen.

Gruß

m
 

Benutzer29966 

Benutzer gesperrt
Guten Abend,



Ich habe heute den ganzen Tag im Internet gesucht, aber entweder bin ich mit meinem begrenzten Computerwissen nicht schlau genug vorgegangen oder es gibt nichts gescheites zu dem Thema.


Cora Sch., Hamburg

Ich konnte zwar nicht alles durchlesen, was die anderen geschrieben haben, aber ich denke sie haben genug Hilfe erhalten.
Jetzt Off-Topic:
Respekt, dass sie schon so weit gekommen sind sich zu registrieren und hier im Forum reinzuschreiben. Meine Großeltern sind in Ihrem Alter und haben absolut keinen Schimmer vom PC/Internet/Mäusen/Tastatur...
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Aber ich denke ja, jetzt ist alles gut und sie wird ja wahrscheinlich nach Hause kommen, wie Sie es hier beschrieben haben
 

Benutzer19015 

Verbringt hier viel Zeit
Finde ich gut, dass Du deiner Tochter entgegenkommst. Es zeigt, dass die Situationen nicht statisch sind, sonder auch Du Dich bewegen kannst. Es ist klar, dass es zu einem Generationskonflikt zwischen Dir und deiner Tochter kommt – und auch zukünftig kommen wird. Es ist halt so - Du kannst die Freizügigkeit (welche keine ist) von vielen hier nur schwer nachvollziehen – es ist für Dich halt ungewohnt. Aber – und da liegt der Hase im Pfeffer – Du reagierst über, wenn ungewohnte Situationen auf Dich einwirken. Deine Tochter entwickelt sich langsam aber sicher zu einer Jugendlichen – das Wort Kind wird hier von Dir falsch definiert. Früher hast Du entschieden was „gut“ und was „schlecht“ für dein Kind ist, nun ist es kein Kind mehr, sondern eine heranwachsende Person, die ihr eigenes Ego aufbauen soll. Um diesen zu können braucht sie Freiheiten, muss ihre Grenzen neu ausloten – das ist absolut normal. Für Eltern gibt es doch in gro drei prägende Lebensabschnitte: Erster Abschnitt: Das Kind wird geboren. Alles ändert sich – keiner kann mehr richtig schlafen, ständig verlangt das Kind Aufmerksamkeit.... Und die Eltern lernen mit dieser neuen Belastung umzugehen. Dann wird das Kind älter und wird zum Jugendlichen heranwachsenden Menschen. Es kommt die geschlechtliche Entwicklung des Kindes, Kinder machen auf einmal „Terror“ ... und die Eltern lernen mit dieser neunen Situation umzugehen. Hier ist eines wichtig – deine Aufgaben innerhalb deines „Erziehungsauftrages“ ändern sich komplett. Wenn es Dich interessiert was im Kopf passiert – also auf Neurologischer Basis – dann empfehle ich Dir die Novemberausgabe von „Bild der Wissenschaft“ (ich glaube die Ausgabe war es – sonst gucke ich gerne für Dich da noch mal nach). Es wird erklärt was in den Köpfen der Kinder/Jugendlichen abgeht. Wer diesen Artikel ließt, wird das Handeln unsere Kinder besser verstehen – davon bin ich überzeugt....
Lerne mit der neuen Situation umzugehen – und lass deiner Tochter passende Freiräume. Es ist deine Tochter und keine Gefangene – nicht vergessen.
In der dritten Phase werden sich die Kinder von den Eltern „abwenden“. Sie werden das Elternhaus verlassen und ihre eigene Wege gehen. Eine komplett neue Situation – und auch da bist Du machtlos. Die letzte Phase habe ich meine Eltern vor kurzem offenbart – meine Verlobte und ich werden selbst bauen und uns verwirklichen. Meiner Mutter ist es sehr sehr schwer gefallen, sie hat mit übertrieben Hass, Wut und Traurigkeit reagiert. Ich kann das verstehen, mit mir geht der letzte Sohn aus dem Haus und die Schwiegertochter samt unserer Tiere nehmen wir mit in unser neues Heim – Wir ziehen aus, weil wir in manchen Bereichen einfach unterschiedlicher Meinung sind. Meine Eltern sagten auch immer „mein Haus“ oder „mein Hof“ oder „meine Garage“. Aber trotzdem wollten sie, das wir bleiben und das Haus übernehmen. .. Merkst Du die parallelen ? Wenn Du eine dauerhafte und gute Beziehung zu deinem Kind haben möchtest, dann nimm Abstand von dem Wort „mein“.

Du kannst deinem Kind nicht deine Wertvorstellung dieser Welt aufprägen – lass es sich frei entwickeln. Pass auf das ihr nichts passiert – aber lass ihr die Freiheit die sich braucht! Du bist doch damals auch nur eine zeitlang hinter ihrem Fahrrad hinter gelaufen, als sie Fahrradfahren gelernt hat – oder passt Du heute noch auf *Ironie* ?!
Gestehe ihr den Schweinkram wie Du es nennst zu, aber mit der Auflage, es bitte so zu gestalten, dass Du es nicht mitbekommst. Es ist wie das Rauchen – Du kannst Dir den Mund fusselig reden, wenn die Lütten dampfen wollen, dann tun sie es auch. Nichts kann sie davon abhalten – es sei denn, eine Zigarette hat eine durchschlagende Wirkung auf den „Margen- Darm Trakt“ des Konsumenten ... ich vertiefe das jetzt nicht weiter.

Alles im allen bewegt IHR euch in die richtige Richtung – arbeite weiter an Dir und versuche die Welt auch mal aus den Augen deiner Tochter zu sehen. Es hat sich vieles Geändert, und so wie deine Mutter dich erzogen hat war es für damalige Zeiten sicherlich goldrichtig. Aber Du bist doch auch ein eigenständiger Mensch – auch Du hast Dich weiterentwickelt und übernimmst nicht blindlinks die Worte deiner Mutter – oder ? Sehe die Entwicklung und setze sie so gut wie es geht für Dich um – bedenke, das heute mit einem anderen Maßstab gemessen wird. Ich denke, Du möchtest ein offenes Kind haben, welches sich ohne Probleme in der heutigen Gesellschaft zurecht findet – also versuche dein bestes und stelle Dich diesen neunen Maßstäben und wende sie auch bei deiner Tochter an. Ich will hier ausdrücklich nochmals herausheben, dass nicht alles von „damals“ nun schlecht oder überholt ist !!! Aber vieles ist veraltet.

Bleibt also nur noch die Aufforderung an Dich und deiner Tochter, arbeitet gemeinsam an diesem Generationskonflikt, denn bedenke: Zum Streit gehören grundsätzlich zwei Leute. Beide Seiten tragen prinzipiell eine Grundschuld – nur wenn sich jeder seiner „Schuld“ bewusst ist, kommt man weiter.

Viel Erfolg bei dem Gespräch mit deiner Tochter!
 
Q

Benutzer

Gast
Als ich noch gefangen war
in Deinem Herzen,
wollte ich nur noch fliehen.

Nun, da die Türe offen steht,
bleibe ich.


Liebe Corasch,

dieser Spruch wiederholt im wesentlichen nur nochmal das, was ich gestern bereits auszudrücken versuchte: Die Erziehungsphase, in die Du Dich und Deine Tochter stellst, ist schon lange vorbei. Du bist nicht mehr diejenige, die Entscheidungen für sie trifft. Das kann sie mittlerweile ganz alleine. Sie braucht aber noch Hilfe. Und es ist nunmehr Deine Aufgabe, ihr diese Hilfe anzubieten, damit sie da ist, wenn sie nach ihr greift.

Deine Tochter entwickelt sich zu einer eigenständigen Frau. Je mehr Du sie dabei einengst, um so mehr wird sie dagegen kämpfen.

Es tut mir sehr weh, zu lesen, dass Deine Tochter sich nicht traut, mit einer Fünf zu Dir zu kommen. Und es tut noch mehr weh, zu lesen, dass sie es auf sich nimmt, Deine Unterschrift zu fälschen.

Deine Einstellung, in der Du Kontrolle über Vertrauen stellst, kann ich im Bezug auf Partner, Kinder und Freunde nicht teilen. Bei unbekannten Personen mag es sinnvoll sein, mit dem Gedanken zu spielen, dass sie auch die Unwahrheit sagen könnten, aber mir lieb gewordene Menschen kontrolliere ich nicht. Ich möchte behaupten, dass meine Kinder mich nicht anlügen. Vielleicht solltest Du mit Deiner Tochter auch daran arbeiten; zumal Du als Begründung für diese Einstellung das "Prinzip" angeführt hast, das ja bekanntlich nur dann zur Anwendung kommt, wenn einem die Argumente ausgehen.

Ich lese aus Deinem letzten Beitrag eine ziemlich derbe Polemik. Offenbar ist das Deine Art, mit Kritik und Problemen umzugehen. Du redest teilweise derart arg überzogen von Dingen, die Dir nicht gefallen, dass ich Dich an einigen Stellen kaum ernst nehmen kann. Einiges geht völlig an der Sache vorbei.

Es war nie die Rede davon, dass Du Deinem Kind alles erlauben sollst. Sie pinkelt auch nicht überall hin und Urin ist auch nicht schwer von Fliesen zu entfernen. Soviel nur zum ersten Absatz.

Wenn Du aus der Tatsache, dass Du für die Miete aufkommst (sofern es nicht zumindest anteilig auch Dein Mann tut), ableitest, dass es, rechtlich gesehen, Deine Wohnung ist, solltest Du Dir auch Gedanken über Deine Unterhaltspflichten Deiner Tochter gegenüber machen. In denen enthalten ist nämlich unter anderem ein Dach über ihrem Kopf. Frage Dich mal, wo sie es hat, wenn Deine Wohnung ganz alleine Dir gehört...

Freunde Dich besser früh genug mit dem Gedanken an, dass Deine Tochter nicht nur im Bett, sondern auch an anderen Orten, wie zum Beispiel der Badewanne, Dusche, Schreibtisch, ... mal ihre Hand im Schritt haben könnte. Und ebenso wird sie irgendwann mit irgendwem in die Kiste steigen. Wenn das zu Hause nicht geht, dann macht sie es woanders.

Und ich glaube schon, dass sie dabei sehr diskret vorgehen wird. Genauso diskret, wie sie es auch gemacht hat, als Du sie erwischt hast. Nur ein kleiner Tipp am Rande: Wenn Dein Mann ein klein wenig handwerklich begabt ist, bekommt man auch ein überlackiertes Schloss wieder gangbar, ansonsten kostet ein einfaches Zimmertürenschloss keine 20 Euro.

Ich wünsche Euch alles Gute.
Quaktasche
 

Benutzer9234 

Verbringt hier viel Zeit
(Habe nur einen Teil gelesen)

Sorry, mir gibt hier keiner, aber wirklich gar keiner an, dass er/sie in derselben Situation nicht ähnlich reagiert hätte. Als würde jemand von euch ins Badezimmer watscheln und euer minderjähriges Kind im eigenen Urin liegend masturbierend auffinden und dann mit "ach sorry" wieder aus dem Badezimmer raus und tun, als wär das älltäglich.

Klar hat sie überragiert, aber nein, ich finde das auch nicht "normal" und es geht nicht darum, welche Vorlieben sie hat oder nicht, sondern um den absoluten Schockmoment und in solche reagiert man nunmal falsch oder zumindest über.

Ausserdem: Natürlich hat man kein Mitspracherecht im eigentlichen Sinne, aber als Kind ist man auch ganz schön doof, wenn man so was veranstaltet in nem unabgeschlossenen Familienbadezimmer. Da muss man doch irgendwo damit rechnen, dass jemand reinkommen könnte. Und ich glaube nicht, dass es darum geht, Sex als Generelles zu verbieten (auch wenn ich es nicht ganz unberechtigt finde, dass man noch gewisse Werte - nicht Verbote! - mitgibt, muss ja nicht jeder mit 14 durch die Gegend vögeln). Aber diese "Praktik", wenn man denn so will, ist nun mal alles andere als "alltäglich" und natürlich ist man über so was schockiert.

Wie auch immer. Ich würde ein, zwei Tage Abstand halten und dann auf sie zugehen und das ganze versuchen zu vergessen. Dass das nicht ganz einfach ist, ist klar, aber sich da gegenseitig weiterhin ewige Vorwürfe zu machen, wird imho wenig bringen.
 
G

Benutzer

Gast
@Dawn13

Ganz schön doof von ner 14-jährigen, das in einem uneingeschlossenen Familienbadezimmer zu tun.
Es gibt keine Schlüssel.

Die Schockreaktion ist verständlich, aber dem Kind gleich eine zu kleben und auch noch demütigen, ist überreagiert. Ich bin im selben Alter und wenn meine Eltern das tun würden, würde ich auch weglaufen, und ich würde es nicht drauf anlegen, wieder zurückzukommen.

Es ist auch so, dass Kindern eine Privatsphäre zugestanden werden muss. Ich bekommen beispielsweise sehr wenig Privatsphäre (ich muss diesen Beitrag in Rekordtempo schreiben) und fühle mich eingeengt und verliere das Vertrauen zu meinen Eltern.

Sich um das Kind sorgen, ist gut, aber überreagieren, weil das Kind unanständig ist, ist übertrieben. Ich konnte früher nie zu Freunden, weil meine Eltern Angst hatten, dass ich was Schlimmes mache
oder mir was passieren könnte.
Die Folge: Mir fällt es sehr schwer, soziale Kontakte zu knüpfen.


Mit 14 Jahren weiß ein Kind, falls die Erziehung richtig war, was gut oder schlecht ist. Und nicht, weil ihr das von den Eltern so eingetrichtert wurde, sondern weil es durch die Wertevorstellung, die es durch die Erziehung hat, logisch entscheiden kann, was falsch ist. Es soll schließlich zu einem selbstständig denkendem Menschen werden.

Und zum Abschluss noch etwas, wass alle Eltern lesen sollten:

Es sind nicht die Kinder für die Eltern da, sondern umgekehrt!

Nach einer gewissen Zeit muss sich das Kind von den Eltern trennen, und diese müssen das einsehen!

Erziehung sollte so ausgerichtet sein, dass das Kind nicht unbedingt die Meinung der Eltern hat, sondern seine eigene Meinung, die durch eine gute Erziehung weder Gewalt, Drogen oder sonstige illegale Sachen verherrlicht.

Und: Das Kind sollte sich der Gesellschaft, sofern sie eine legale, friedliche und ethnisch sowie moralisch korrekte sein, anpassen und die Eltern sollten dazu auch ein Vorbild sein und nicht in veralteten Wertevorstellungen verharren.
 

Benutzer22818  (60)

Verbringt hier viel Zeit
@Golem, du bist 14??? Ganz schön weise und vernünftige Worte für Dein Alter. Alle Achtung??? Aber ich stimme Dir da vollkommen zu.

@Dawn13, ich glaube, Du hast die Problematik nicht verstanden. Es geht ganz einfach darum, dass die Mutter die Privatsphäre ihrer tochter missachtet hat und unaufgefordert ins Badezimmer gestürzt ist, obwohl sie wußte, dass sich ihre Tochter dort aufhält. Und sie dann dermaßen noch zu beschimpfen und zu ohrfeigen. Ich hätte definitiv nicht so reagiert, sondern wäre erst gar nicht ins Badezimmer gegangen, dann wäre mir dieser Anblick auch erspart geblieben. Außerdem war die Mutter nicht zuhause und ihre Tochter hat wahrscheinlich auch nicht damit gerechnet, dass sie so schnell wieder zurück kommt. Wie gesagt, es tut mir nur für dieses Mädchen leid.
 
G

Benutzer

Gast
@wassernixe41: Na ja, um ehrlich zu sein, bin ich erst 13, aber ich werde bald 14 (wirklich).
Sonst ist nur zu sagen, dass das Problem nicht hauptsächlich die Überreaktion ist, sondern die Verletzung bzw. das Nichtvorhandensein der Privatsphäre.
Das kann ich nur unterschreiben.

Außerdem würde mit interessieren, was Corasch dazu meint.
 
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