Therapie gegen Homosexualität

Benutzer109533 

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Ich kenne mich da auch nicht aus, aber ich finde es von vielen Kommentatoren auch ziemlich unsensibel und unverschämt, wie empört ihr darüber seid.
Es ist doch keine Frage, ob es gesellschaftlich akzeptabel ist oder dergleichen. James B. möchte nicht schwul sein, das ist überhaupt nicht verwerflich.
Einfach zusagen, "finde dich damit ab", ist alles andere als zweckdienlich und ihm zugewandt überhaupt.
Weder er noch ich verurteilen Homosexualität, aber jeder muss auch das Leben leben dürfen, was er selbst WILL.

Würde jemand zu einem transsexuellen Menschen sagen, dass er sich damit abfinden soll, dass er eben als Mann und nicht Frau geboren wurde. Und gerade nicht sein Geschlecht ändern solle, wäre man intolerant und unsensibel.
Aber jemanden, der homosexuelle Neigungen verspürt, der sein Leben aber heterosexuell gestalten will, der muss sich das anhören. Das finde ich nicht gut.

Ich hoffe, James B., dass Du Deinen Weg findest, den Du gehen willst.
Ich selbst habe für mich auch immer klar gewusst, dass ich eine Frau und auch Kinder will. Ich habe auch immer mal wieder in der Vergangenheit verspürt, dass mich "Sex und Spielchen" mit meinen Freunden anmacht, aber ich wollte nie, dass das mein Lebensstil wird. Deshalb habe ich auch immer aktive Grenzen gesetzt und gewisse Dinge nicht gewollt.
Inzwischen bin ich verheiratet und meine vorhergehenden Beziehungen waren alle zu Frauen.

Wenn Du Dich mal austauschen willst ... melde Dich ruhig per PM.
Alles Gute und viel Erfolg.
Nathanael
 

Benutzer72912  (34)

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Ich glaube der Therapeut wird dir helfen, wie du dich und deine Sexualität akzeptiest.
Aber einfach deine sexuelle Orientierung dir wegnehmen währe ethisch gar nicht vertretbar.

Es gibt aber auch viele, die halten Homosexualität für etwas neurotisches, also unnatürliches. Es wird aber nichte mehr als Krankheit betrachtet. Pathologisch ist nur, wenn es dich selbst und die Umwelt schädigt.Dies tust du gerade eher damit, dass du deine Sexualität nicht akzeptierst.
 

Benutzer6874  (35)

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Verstehe ich dich richtig? Du möchtest eine Familie gründen und Kinder haben, und fühlst dich zwar emotional auch zu Frauen hingezogen, sexuell aber nur zu Männern? Suchst du einen Weg wie du diese Widersprüche auflösen kannst? Wie du Vater werden kannst und Ehemann, ohne deine angeborene Sexualität zu verbiegen?
Wenn ich in dieser Situation wäre, dann würde ich es versuchen!

Als ich 15 war, glaubte ich zu wissen dass ich schwul bin. Gleichzeitig war mein Lebensziel eine Familie zu haben mit Kindern, wenn möglich mit eigenen. Sogar die Idee die Kinder zu stillen ging in meinem Kopf herum....
Mich in eine Frau verwandeln, das wäre die ideale Lösung gewesen, aber die fiel natürlich weg. Also stellte ich mir vor, eine lesbische Frau zu heiraten, die auch Kinder wollte. (Das Ganze fiel dann weg, weil meine "schwule Phase" wirklich nur eine Phase war, die sich ziemlich genau erklären lässt)

Warum ich das schreibe? Du fällst nicht aus für eine Partnerschaft mit einer Frau. Zuneigung und Fürsorge, sie sind auch eine Form von Liebe, kannst du für Frau und Kinder genau so gut aufbringen, auch ohne Sex (ich sag jetzt nicht, sogar besser.... :zwinker: ). Aber das geht nicht ohne deine künftige Partnerin. Von ihr würde sehr viel abhangen. Ich kenne Frauen, die sind grossartige Mütter, aber sie wollen eigentlich gar keinen Sex. Nur Aufrichtigkeit, emotionale Zuwendung und Fürsorge für die Kinder.
 

Benutzer130414 

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Also ich kann nur sagen: Viel Glück bei deinem Vorhaben!
Und ich hoffe es kommt zu einem guten Ende für dich. Egal wie das nun aussehen mag.

Und an alle die Leute die meinen es wäre verkehrt das wegzutherapieren.
Wie hier manchmal gepostet wird find ich schrecklich. (Ohh mein Gott wie kannst du es wagen nicht schwul sein zu wollen)
Wenn er sich unwohl fühlt dann ist der Weg in Ordnung.
Man kann heutzutage alles Therapieren. Und wenn es ein Wesenszug ist, der in an sich massiv stört dann ist das absolut Therapiewürdig.

Bei nem Pädophilen würdet ihr doch auch net rufen: Das is ne Neigung. die kann man nicht Therapieren. Damit muss man leben.
Zugegeben das ist ein bisschen hart jetzt formuliert. Weil das natürlich absolut außerhalb jedes Rahmen steht.
Aber nichts desto trotz ist auch dies ne Sexuelle Neigung die man Therapieren kann. Genauso wie Fußfetisch, sich gegenseitig anpinkeln etc.

Meine Güte. vor 20 Jahren wurden die Leute fertig gemacht, weil sie Schwul sein wollten, heute weil sies nicht sein wollen.
 

Benutzer70315  (32)

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Also ich kann nur sagen: Viel Glück bei deinem Vorhaben!
Und ich hoffe es kommt zu einem guten Ende für dich. Egal wie das nun aussehen mag.

Und an alle die Leute die meinen es wäre verkehrt das wegzutherapieren.
Wie hier manchmal gepostet wird find ich schrecklich. (Ohh mein Gott wie kannst du es wagen nicht schwul sein zu wollen)
Wenn er sich unwohl fühlt dann ist der Weg in Ordnung.
Man kann heutzutage alles Therapieren. Und wenn es ein Wesenszug ist, der in an sich massiv stört dann ist das absolut Therapiewürdig.

Bei nem Pädophilen würdet ihr doch auch net rufen: Das is ne Neigung. die kann man nicht Therapieren. Damit muss man leben.
Zugegeben das ist ein bisschen hart jetzt formuliert. Weil das natürlich absolut außerhalb jedes Rahmen steht.
Aber nichts desto trotz ist auch dies ne Sexuelle Neigung die man Therapieren kann. Genauso wie Fußfetisch, sich gegenseitig anpinkeln etc.

Meine Güte. vor 20 Jahren wurden die Leute fertig gemacht, weil sie Schwul sein wollten, heute weil sies nicht sein wollen.

Sorry, aber ich würde mal ein wenig vom Gas gehen, weil du hier einige Dinge (aus Unkenntnis oder warum auch immer) durcheinander wirfst.
Zunächst mal: Hier wird niemand "fertig gemacht", weil er nicht schwul sein will. Es ist doch aber bei vielen, mir bekannten, Homo- und Bisexuellen so gewesen, dass sie sich erst selbst dafür verurteilt haben, bevor sie es akzeptieren konnten. Ich selbst hatte anfangs große Schwierigkeiten.

Es geht hier nicht darum, den TS von seiner Homosexualität zu "überzeugen", aber ich zweifel doch stark an dem Nutzen einer Therapie. Man kann alles wegtherapieren? Müsste ja deiner Meinung nach dann auch bei Heterosexualität funktionieren. therapieangebote in dieser Hinsicht gibt es aber (m.E.) nicht. Könnte man nun die Frage stellen warum? Am Ende würde man wahrscheinlich auf die Idee kommen, dass in diesem Lande gesellschaftlich noch längst nicht alles so "offen" und "tolerant" ist, besonders nicht aus kirchlicher Sicht (und besonders bei den Therapieangeboten gegen Homosexualität spielt die Kirche eine große Rolle - auch hier kann man leicht beantworten, warum)

Und im Gegensatz zu Pädophilie ist Homosexualität keine (krankhafte) Neigung, sondern eine sexuelle Orientierung. Du vergleichst also Äpfel mit Birnen, solltest du wohl noch mal nachlesen.

Dass Jungen (und Mädchen) in der Pubertät Phasen haben, die sexuelle Gedanken mit dem eigenen Geschlecht beinhalten, ist ganz normal und kann sich in der Tat später noch ändern. Genauso wie es nicht nur Schwarz- und Weiß, sondern auch bisexuelle Menschen gibt.

Das war lediglich meine Meinung. Wenn der Ts glaubt, eine Therapie werde ihm helfen, dann soll er doch diesen Schritt gehen.
 

Benutzer62841  (34)

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Sorry, DaMax, man kann Homosexualität nicht wegtherapieren - wir dir jeder ernstzunehmende Psychologe gern bestätigen wird und wie es übrigens neben allen großen Fachverbänden auch die WHO feststellt. Alle Versuche führen höchstens zu einer zeitweisen Unterdrückung, siehe die vielen Ex-Ex-Gays. Im Gegenteil, die Conversion Therapy wird mittlerweile nicht nur als wirkungslos sondern sogar als schädlich und gefährlich angesehen. Und zwar nicht nur für den unmittelbar Betroffenen - stell dir auch mal Frau und Kinder eines solchermaßen "temporär auf Hetero therapierten" Mann vor, wenn die dann nach ein paar Jahren damit konfrontiert werden, dass sich die sexuelle Orientierung eben NICHT ändern sondern höchstens unterdrücken lässt.

Der Vergleich zur Pädophilie ist übrigems gar nicht so schlecht, und zwar in der Beziehung, dass auch diese NICHT heilbar ist. Die Therapie zielt primär darauf, die Betroffenen zur Selbstkontrolle zu befähigen und von der realen Umsetzung ihrer sexuellen Präferenz abzuhalten. Was im Unterschied zur Homosexualität auch erforderlich ist, da es sich hier tatsächlich um Verhalten handelt, welches anderen Schaden zufügt.
 

Benutzer130414 

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ohh. ok. ich dachte das es da einige ernstzunehmende Therapieansätze gibt bei Pädophilie.
Gut. Dann mein Fehler.

Dennoch kann ich nicht verstehen wie hier gleich losgegangen wird gegen den Wunsch des Jungen Mannes nicht Schwul zu sein. (und ja. vor allem auf den ersten 2 Seiten sind da einige Posts nicht so schöner Natur)
Und deswegen hab ich ihm viel Erfolg gewünscht egal wie es Ausgeht.
Ob er nun damit leben lernt, Seine Neigung sich wieder ändert oder er das vielleicht als Spätpubertäre Phase dann wieder Ablegt.
Vielleicht stellt sich auch raus, das er ne Frau sein möchte. Das ist alles Egal.
Aber sehr oft klang hier an, das man ihn diese Therapie die er haben möchte nicht machen soll weil: ist halt so!.
Und das kann nicht richtig sein. Entschuldigung. Wenn es ihm damit schlecht geht hat er das Anrecht das zu bearbeiten. Und wenn er sich vor sich selbst Ekelt, sich Emotional eher zu Frauen hingezogen fühlt und "nur" Sexuell zu Männern Dann ist er wohl auch nicht so ganz Homosexuell.

Und doch ich kann Pädophilie mit Homosexualität vergleichen. Beides Sind Sexuelle Neigungen. Nur das die eine heute (zu recht) wesentlich aktzeptierter ist wie die andere. Aber den alten Griechen hätteste sowas nicht erzählen brauchen.

Und weiter: Ja man kann alles Therapieren. Und im Regelfall wird das sogar getan. Wenn Kinder etwas Unruhig sind. Zack Therapie. Wenn jmd weinerlich ist: Zack Therapie.
Ich bin da absolut kein Freund von. Und ich denke auch nicht das es Immer hilft. Manchmal aber schon.
Und wenn er es freiwillig machen möchte weil er sich mit sich nicht gut fühlt. Dann Bitte. Soll er seine Homosexualität Therapieren lassen.
So wackelig wie das bei ihm zu sein scheint kann es so oder auch so ausgehen.
Vielleicht stellt er in der Therapie auch fest, das er sich auch Emotional zu Männern hingezogen fühlt und ihm wird die Heterosexualität "wegtherapiert"? Wer weiß das schon. Ich würde es aber nix ausschließen wollen so wie ihr es tut.

Im übrigen denke ich auch nicht, das Homosexualität eine Krankheit ist. Und wenn man damit leben kann und will ist alles Super. Wenn nicht dann kann er ne Therapie machen.

So. Das erstmal von mir. Es tut mir leid wenn ich euer Weltbild nicht teile und das etwas anders sehe.
Ich würd sagen die Diskussion ist jetzt von meiner Seite aus abgeschlossen, da es sonst anfängt politisch zu werden und dem TS damit gar nicht geholfenist.


Also noch mal von mir viel Glück beim finden deines Selbst auf dem Weg der Dir richtig erscheint.
Wie auch immer dein Selbst und dein Weg auch beschaffen sein mögen.

Drüße
DaMax
 

Benutzer123446 

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Ich möchte eine Sache zu Simons Posting ergänzen: falls du das so leben möchtest, kommuniziere gegenüber der Frau bitte ganz klar, dass du dich NICHT zu ihr hingezogen fühlst.
Es ist deine Sache, wenn du deine Sexualität nicht ausleben willst.
Es ist deine Sache, dich gegen eine entsprechende Beziehung zu entscheiden.

Sobald du eine Beziehung eingehst oder gar eine Familie gründest, ist das ganze NICHT mehr nur deine Sache. Also musst du verdammt gut in dich gehen und dir das alles überlegen und erst wenn du zu der absoluten Überzeugung gelangt bist, dass du damit niemanden ins Verderben ziehst, dann geh deinen Weg.
Ich kenne mehrere Frauen, die verflucht drunter gelitten haben, als ihr Freund "plötzlich" schwul war - beziehungsweise: plötzlich seine Sexualität eben nicht mehr unterdrücken konnte.

Du wirst eventuell lernen können, deine Sexualtrieb zu unterdrücken, du wirst aber NICHT lernen können ihn wirklich umzulenken, auch nicht mit 50 Therapien.
 

Benutzer131620  (25)

Ist noch neu hier
dass du von deiner homosexuellen neigung überhaupt als "problem" sprichst, schockiert mich bereits. dass homosexualität keine krankheit ist und sich auch nicht therapieren lässt, wurde nun ja einige male gesagt. auch, dass das einzige was hilft ist, dich selbst so anzunehmen wie du bist.
nur was ich gern wüsste, jetzt abgesehen von dir, wie denkst du gegenüber anderen homos? tolerierst du sie, oder findest du das eher abstoßend oder sonstiges? worauf ich hinaus will ist, hat man dir deine anti-homo-einstellung nur anerzogen oder schreckt es dich wirklich ab? letzteres kann ich mir nicht wirklich vorstellen, da ich denke, dass du sonst keine neigung dazu hättest. manchmal ist es auch nur eine barriere im kopf, die uns davon abhält, dinge zu nehmen, wie sie nunmal sind, weil sie
allgemein eben als "falsch" gelten. denk darüber doch mal nach.
und noch etwas, bist du nun homo- oder bisexuell? bist du dir darüber überhaupt im klaren?
 

Benutzer131577  (28)

Ist noch neu hier
Was ich mich beim lesen des Themas gefragt habe:
Hattest du denn schonmal im wahren leben und nicht in der Fantasie Erfahrungen mit Männern Und Frauen gemacht?
Oder beschränkt ich das aufs onanieren und fantasieren?
Weil ich denke, dass das auch wichtig ist. Hast du schonmal einen Mann eine Frau geküsst oder anderweitig sexuell aktiv gewesen?
Du schreibst du begehrst Frauen fühlst dich ihnen aber nicht sexuell angezogen.

Therapieren kann man da nichts: aber du solltest anfangen zu wissen und herauszufinden was du im wirklichem leben willst und magst und welche Neigungen du hast. Da gibt es ja mehrere Möglichkeiten.

Bis dann
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Nutze die Therapiestunden lieber, um deine Sexualität akzeptieren zu lernen.
 

Benutzer127523 

Öfters im Forum
ich denke dass du dich nie gut fühlen wirst wenn du etwas unterdrückst. weil es ist ja deine persönlichkeit und nur weil du kinder willst, solltest du dich nicht dein leben lang verstellen
 

Benutzer39498 

Planet-Liebe ist Startseite
Und wenn man damit leben kann und will ist alles Super. Wenn nicht dann kann er ne Therapie machen.
Homosexualität ist keine Krankheit. Sie kann weder ausgemerzt noch therapiert noch weggeschnitten werden, noch kann man sie sich einfangen. Wie andere essentielle Persönlichkeitsmerkmale ist sie im Kern angeboren und nicht erlernt. Natürlich sollte er eine Therapie machen - aber nicht mit dem Ziel, seine (angeborene) sexuelle Orientierung zu unterdrücken, sondern mit sich selber klar zu kommen und die psychischen und sozialen Hürden zu nehmen, die ihm für ein glückliches Leben im Weg stehen.
 

Benutzer126929  (25)

Verbringt hier viel Zeit
Ich glaube ja, dass Homosexuelle in ihrer Jugend dazu tendieren, den homosexuellen Trieb in sich nicht zu mögen, weil sie es so gewohnt sind. Unbewusst nimmt man, je jünger man ist, immer die Meinung der Eltern bzw. der Gesellschaft auf und die ist leider noch nicht so weit, wie sie es sein sollte!
Therapiestunden würden sich also lohnen, um zu lernen, dich selbst besser kennen zu lernen. Du findest das ornanieren bei schwulen Fantasien eklig, weil die Gesellschaft so etwas verpönt. Aber mit der Zeit, hoffe ich, lernst du, stolz auf dich zu sein!
 

Benutzer130414 

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ok. Nur für mich und ein bisschen OT.
Das wird jetzt sicher etwas anstachelnd klingen oder so. Ist es aber wirklich nicht gemeint. Ich versteh es wirklich nicht.
Deshalb werd ich jetzt mal meine Sicht der Dinge erläutern und Bitte euch inständig mir das Sachlich/Wissenschaftlich zu zerlegen damit ichs verstehe.

Es ist nämlich so.
Allgemeiner Tenor ist, dass Homosexualität nicht therapierbar ist.
OK. Soweit so gut.
Doch Warum?
Antwort hier. Es ist angeboren!
Also: Es ist also genetisch vorherbestimmt, das man z.B. Schwul wird.
OK. Kann ja sein.
Aber wie bitte konnte sich eine solche Genetische Disposition so lange durchsetzen?
Klar. Man könnte sagen, die Gesellschaft hat sie gezwungen Kinder zu machen. Das klappt sicher über einige Jahrhunderte. Wir reden aber eher von Jahrtausenden. Wie kann sich bitte ein Gen/ eine Genkombination, das der Fortpflanzung entgegenwirkt, über Jahrtausende durchsetzen? Irgendwann nimmt der Genpool, der zu dieser Verhaltensweise führt rapide ab und es wird eine Randerscheinung. Ist ja aber so nie geschehen! Und es wird ja nicht so sein, das früher jeder 2. Homosexuell war und deshalb soviele noch da sind. Dann gäbe es ein Problem mit unserer Existenz!

Ich persönlich hab das immer so verstanden, das der Sexuelle Trieb allgemein und ungebunden da ist, und durch Prägung, auch frühkindlich, durchaus aber auch später, gelenkt werden kann. (um mal wieder auf das Bsp. von Pädophilie zurück zu kommen, auch wenn es warhaftig unschön ist, ist es dort so, das die Vorliebe auf Kinder auch durch Frühkindliche Ereignisse geprägt wurde. Und es ist, wenn auch schwer, Therapierbar. ich hab mich kundig gemacht).
Wenn es aber eine Prägung ist, die durchaus ja noch durch eine Gewisse Genetische Disposition gestärkt sein kann, ist es doch auch Therapierbar. Natürlich sicher nicht einfach und der Sinn einer Therapie ist vom Moralischen Standpunkt sicher Fragwürdig, Aber Therapierbar!

Diese Möglichkeit wird aber vollständig abgelehnt. Daher meine Bitte! Warum?

Ich hoffe ihr versteht das nicht falsch und könnt mein unverständnis auflösen.

Grüße
DaMax
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Informier dich über Homosexualität im Tierreich. Das kommt durchaus nicht nur beim Menschen vor. Man geht davon aus, dass es evolutionäre Vorteile bietet, wenn ein geringer Teil der Population homosexuell veranlagt ist.

Zudem, Gene pflanzen sich nicht nur fort, wenn sie ausgeprägt sind. Schau dir die Vererbungslehre an. Es gibt auch erbliche Krankheiten, die vor der Pubertät töten und trotzdem weiter vererbt werden. Stichworte dominant und rezessiv.
 

Benutzer130414 

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OK. Hab mir die Mühe gemacht und die Datenbaken gewälzt.
Hmm. Man ist sich augenscheinlich einig, nicht einig zu sein. Vermutet, stellt Theorien auf und diskutiert das ganze mehr auf Politischer und rec htlichr Bühne denn auf Wissenschaftlicher.

OK. Dann zieh ich meine Frage zurück, da es keine Antwort, sondern nur Meinungen gibt.[DOUBLEPOST=1368689574,1368689186][/DOUBLEPOST]Asso. und ich weiß, dass es auch im Tierreich vorkommt. Ich habe mich auch vorher mit diesem Thema beschäftigt. Aber gerade der Punkt, das es genetisch ist war mir unbekannt. Zumindest, das es eine, hmm naja, teilweise aktzeptierte Idee ist. Denn gerade bei der Bonobo-Forschung ist es ja doch so, das fast alle Individuen eine Bisexuelle Neigung aufweisen. Ähnlich bei diversen Nagern und Kanarienvögeln.
Oder zu deutsch. Da gehört Sex zu einer allgemeinen Sozialisation zwischen Individuen und ist kein ausschließliches Verhalten.
Daher ging ich für mich davon aus, das es beim Menschen recht analog dazu ist, und nur die Prägung es schafft, das man seine Sexualität auf ein Geschlecht fixiert. Was übrigens zumindest bisher auch bestätigt wurde, da viele aus meinem Bekanntenkreis Bisexuell sind. Mehr als die, die sich auf ein Geschlecht beschränken. Zumindest im Kopf.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Das Homosexualität im klassischen Sinne erblich ist, glaube ich auch nicht (bzw. ich denke gewisse Anlagen werden vererbt, das ganze ist von mehreren Genen abhängig, epigenetisch gesteuert usw,), tut aber hier auch nichts zur Sache, da:

Das Homosexualität "therapierbar" wäre, wird wissenschaftlich sehr deutlich abgelehnt (genauso wie auch Pädophilie nicht als im klassischen Sinne therapierbar gilt), derartige Therapien gelten als "unwissenschaftlich", was, wenn man sich ein bißchen auskennt nichts anderes heisst als "totaler Blödsinn".

Es gibt einfach keinerlei Hinweise darauf, dass es eine funktionierende Therapie von homosexuell nach heterosexuell gäbe.
Und vieles weist sogar direkt darauf hin, dass es diese Therapien eben nicht gibt.
 

Benutzer65590 

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OK. Hab mir die Mühe gemacht und die Datenbaken gewälzt.
Hmm. Man ist sich augenscheinlich einig, nicht einig zu sein. Vermutet, stellt Theorien auf und diskutiert das ganze mehr auf Politischer und rec htlichr Bühne denn auf Wissenschaftlicher.

OK. Dann zieh ich meine Frage zurück, da es keine Antwort, sondern nur Meinungen gibt.[DOUBLEPOST=1368689574,1368689186][/DOUBLEPOST]Asso. und ich weiß, dass es auch im Tierreich vorkommt. Ich habe mich auch vorher mit diesem Thema beschäftigt. Aber gerade der Punkt, das es genetisch ist war mir unbekannt. Zumindest, das es eine, hmm naja, teilweise aktzeptierte Idee ist. Denn gerade bei der Bonobo-Forschung ist es ja doch so, das fast alle Individuen eine Bisexuelle Neigung aufweisen. Ähnlich bei diversen Nagern und Kanarienvögeln.
Oder zu deutsch. Da gehört Sex zu einer allgemeinen Sozialisation zwischen Individuen und ist kein ausschließliches Verhalten.
Daher ging ich für mich davon aus, das es beim Menschen recht analog dazu ist, und nur die Prägung es schafft, das man seine Sexualität auf ein Geschlecht fixiert. Was übrigens zumindest bisher auch bestätigt wurde, da viele aus meinem Bekanntenkreis Bisexuell sind. Mehr als die, die sich auf ein Geschlecht beschränken. Zumindest im Kopf.

Einigkeit über Uneinigkeit nennt man auch "Wissenschaft". Vermuten und Theorien aufstellen nennt man "Wissenschaft betreiben". Insofern, keine Ausrede :zwinker:

Zum Thema: in der Natur sind a) Spezies zu beobachten, in denen große Teile der Population regelmäßig sexualisiertes Verhalten über Geschlechtsgrenzen hinweg betreiben; und b) Populationen, in denen Einzelindividuen sich aus dem Fortpflanzungswettbewerb verabschieden und stattdessen die entsprechenden Bewegungen und Rituale mit gleichgeschlechtlichen Partnern ausführen. - Beides ist evolutionsbiologisch erklärbar, ersteres mit Sozialverhalten in der Gruppe, letzteres mit Populationsdruck, der offenbar dafür sorgt, dass Einzelindividuen sich aus dem Genpool nehmen, was die Chance anderer (evtl Verwandter) erhöht, Nachwuchs (evtl mit verwandten Gensätzen) durchzubringen.

Das ist letztendlich aber nur blabla, denn: Homosexualität ist ein spezifisch auf den Menschen geprägter Begriff, den wir nicht analog ins Tierreich übernehmen dürfen. - Genauer: es handelt sich um einen spezifisch auf den Menschen des westlichen Kulturkreises geprägten Begriff. Denn tatsächlich kann man nicht einmal alle Formen menschlicher gleichgeschlechtlicher Interaktion mit diesem Begriff schlüssig fassen; in anderen Zeiten und anderen (teils auch kontemporären!) Kulturen ist gleichgeschlechtliches Begehren ganz anders ausgelebt worden.

Wichtig aber ist: gleichgeschlechtliches Sexualverhalten egal welcher Prägung ist grundsätzlich nicht schädlich. Weder für den Einzelnen, noch für die Gesellschaft. Es gibt daher keinen medizinischen Grund, eine entsprechende Veranlagung zu "therapieren" - auch wenn es sicherlich möglich wäre, einen Menschen über physiologischen, psychologischen oder medikamentösen Input entsprechend zu beeinflussen (menschliches Verhalten ist ja kapital manipulierbar, siehe zB das Milgram-Experiment).

Als einziges Argument für eine Therapiewürdigkeit gleichgeschlechtlichen Begehren bleibt die Tatsache, dass manche Menschen aufgrund gesellschaftlichen Drucks unglücklich mit ihrer eigenen Fixierung sind. Es ist allerdings m.E. höchst fragwürdig, ob ein solches Unglücksgefühl den gewaltigen physilogisch-psychologischen Druck einer "Homo-Therapie" rechtfertigen kann, denn wir reden hier ja wie gesagt nicht von ein paar Bibelseminaren bei der christlichen Organisation des eigenen Vertrauens. Vergleichbar wäre eine solche Veränderung eher mit dem, was Michael Jackson aus sich hat machen lassen, weil er nicht mehr schwarz sein wollte. Folgen bekannt.

Ich wüsste nicht, was ich dem TS sinnvolles raten wollte. Außer diesem: Finger weg von irgendwelchen frommen Entschwulungsseminaren. Da kann man auch direkt zum Exorzisten gehen. - Aber der reine Aufruf "Nimm dich, wie du bist" ist halt auch etwas naiv.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Naja, es gibt aber doch keine wirkliche Therapie in dem Sinne, dass ein Homosexueller (oder Pädophiler oder sonstige heftige Paraphillien) zu einem ganz normalem Hetero wird, auch nicht mit viel Aufwand, Zeit und Medikamenten. Wäre mir zumindest nicht bekannt. Man kann wohl die Sexualität medikamentös und psychotherapeutisch unterdrücken, aber das ist ja letztlich nicht das Ziel.

Alles was man so unter "Homotherapie" findet, kommt doch irgendwie aus der religiös-motivierten Ecke.
 
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