The shit of Life - SSV <- Way out?

Benutzer25801 

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Ich würde am Liebsten mit meiner Freundin in ne eigene Wohnung ziehen, sie wohnt 170 km weg, somit könnte ich allen scheiß hinter mir lassen. Vorallem will ich net 1 Jahr warten bis die AUsbildung vorbei ist!

Dann könnte ich dort mit meinem Unterhalt von meinem Dad, den ich wieder bekomm wenn ich die Ausbildung abbrech, die Miete zahlen und sie müsste dann (so leid es mir tut) den Rest zahlen bis ich eine neue Ausbildung oder sowas habe.

Dann hätte ich net mehrden scheiß Job, kann neu anfangen und bin endlich bei meinem Schatz. Aber solche Ideen darf ich net wirklich äußern, da ich mir dann in stundenlangen Gesprächen vorgerechent bekomm, wie teuer das Leben ist und wie dumm meine Ideen sind.

oder ich bekomm den Comment - "Geh zum Psychologen damit der klärt was bei dir net stimmt" ... hallo ?`ICh weiß was da net stimmt, alleine wenn ich den Job los bin gehts mir besser. Zur Zeit geht es zwar weil wir in der Ausbildung in verschiedene Abteilungen kommen, aber hauptsächlich kommen wir in 1 Abteilung und in genau die will ich nie wieder! In meinem ganzen Leben gings mir noch nie täglich so bad wie in der Zeit wo ich da war!
 

Benutzer24318 

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Ich habe mich auch geritzt... Hatte dabei aber keine Depressionen oder so, sondern einfach nur den Drang danach, wenns mir schlecht ging oder ich mich alleine fühlte. Ich brauchte es, wollte das Blut sehen, wie es über den Arm lief, so frei, die Schmerzen fühlen und dann gibg es mir besser. Ich bin davon abgekommen mit eigener Kraft. Jetzt weiß ich, dass das Verlangen danach einfach nur sinnlos ist und es eine Sucht ist, eine Krankheit, die man nicht zulassen darf. Ich verstehe nicht mehr, wie man sich diesen Schmerz wünschen kann und wie es einem danach besser gehen kann - und ich wünsche dir von Herzen, dass du das auch mal so sehen kannst. Helfen kann dir dabei keiner, nur du selber, deine Kraft, dein Verstand, dein Mut, dein Wille. Du musst dir immer wieder vor Augen stellen, dass das keine Lösung der Probleme ist, denn es bringt ja wirklich nichts. Du musst wissen, dass das Leben so schön sein kann und das du den ScheiZ nicht brauchst. Bitte, tu es für dich, es ist besser für dich.
 

Benutzer25801 

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Woher soll ich den wissen das dass Leben so schön sein kann? Wenn es zu 90 % aus shit besteht. Außerdem kann 1 schöner Moment es wert sein wenn auf ihn 10 schlechte folgen?
 

Benutzer10541 

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Hallo hiT mYselF!.

Also zu deinen Gedanken bzgl. der therapeutischen Arbeit:
Bei mir war es so, dass Autoaggression ausschließlich als ein Symptom behandelt wurde. Ich sagte meiner Therapeutin, dass ich das dann und dann getan hätte und dann wurde erörtert, was davor passiert war und wie meine Gefühle/Gedanken waren, bis die Sucht für meinen Willen zu stark wurde.
Ich habe die ganze Zeit über nicht rausfinden können, was mich davon immer mehr weggebracht hat, aber es funktionierte soweit, dass ich einmal wirklich sagen konnte, dass der Gedanke an meine Rasierklingen mich angewidert hat. Es ist nicht kontinuierlich so geblieben und Rückschläge gibt es immer wieder.

Belange, die die Psyche betreffen sind nicht wie eine Erkältung irgendwann vorbei/verheilt. Diese Belange sind immer da, nur hat man gelernt, mit ihnen umzugehen.
Also wenn man merkt, dass die Sucht wieder hochkommt, versucht soweit wie möglich ganz rational darüber nachzudenken, warum das jetzt so ist und schaut, ob man nicht eher auf was anderes sauer ist.
Wenn nötig kann man auch irgendetwas vor sich hinreden, dass einem vor Augen hält, warum man es nicht tun sollte.

Was deine Ausbildung und Umzugspläne angeht:
Ich nehme an, dass du noch keine abgeschlossene Berufsausbildung hast. Dann wär es möglich, dass du dich wieder Ausbildungs-suchend beim zuständigen BIZ von der Bundesagentur f. Arbeit meldest. Während deiner laufenden Ausbildung jetzt nach einer neuen Stelle suchst und wenn du sie gefunden hast, mit finanzieller Unterstützung der Agentur durchkommst. Die bezahlen Umzugskosten inkl. Benzin (am besten mit Mietwagen) und sogar auch das Mietdeponat, wenn du nicht zu deiner Freundin, sondern in eine eigene Wohnung ziehen solltest. Sicherlich wäre es dann besser, ein möbliertes Zimmer zu bekommen, als eine leere Bude.

Da ich nicht weiß, wie hoch die Unterstützung durch den Unterhalt wäre - bei mir hätte der allein nicht ausgereicht, wenn ich ihn bekommen hätte - habe ich das jetzt nur von der einen Seite betrachtet. Aber da ich mich da auch nicht genau auskenne, ist es besser, wenn du mal selbst nachfragen gehst und es dir nicht von deinen Eltern vorrechnen lässt. Sie dringen eh nicht ganz zu dir durch, da sie dich wohl nicht verstehen.

Zu den Menschen, die diese dummen Sprüche ablassen, wenn sie deine Wunden/Narben sehen:
Ich habe festgestellt, dass viele einfach unwissend sind. Ihnen ist der Begriff Selbstverletzendes Verhalten/SVV o. Autoaggressivität ein Fremdwort und dann können sie auch nicht verstehen, was es bedeutet, wenn du solche Überbleibsel hast.
Natürlich gibt es auch Menschen mit der Einstellung, dass Leute mit psychischen Problemen sich doch bloß zusammenzureißen brauchen. Das waren bei mir bisher meistens die, die alles in sich reingefressen haben und meinten, so ihre ideale Problembewältigungsstrategie gefunden zu haben. Die sind's aber dann auch, die eigentlich nicht mit dir reden, sondern mit deinen Narben - sie akzeptieren diese Art der Problembewältigung nicht. Es geht dabei dann nicht um dich.
Und manche Leute können etwas mit SVV anfangen, sind aber trotzdem unsicher im Umgang mit einem Betroffenen. Unsicherheit bringt in sovielen zwischenmenschlichen Dingen große Klüfte mit sich. Manchmal ist das mit ein bisschen Feingefühl zu überbrücken, indem du dich ein wenig öffnest den Menschen gegenüber wo du den Anflug von eventuellem Vertrauen spüren kannst.
Dann hat dein Gegenüber einen Ansatzpunkt sich langsam heranzutasten.
Das schließt deine Eltern mit ein. Sie lieben dich. Und das Zusammenleben wird leichter werden, wenn sie dich verstehen können. Sie sehen z.B. zur Zeit deine Pläne umzuziehen. Was dich WIRKLICH dazu bewegt, können sie nicht nachvollziehen und stempeln es als eine Laune ab, gegen die man nur lang genug konsequent anreden muss. Und wenn du ihnen hilfst, dich zu verstehen, dann liegen dir mehr Möglichkeiten offen. Schon aus dem Grund, weil du nicht allein dastehst. Deine Freundin kann dir auf die Distanz nicht bei allem helfen und da ist es gut Angelpunkte in deiner Nähe zu haben.

Viel Kraft wünsch ich dir.
Tres
 

Benutzer25801 

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erstmal thx das du dir soviel Zeit zum Schreiben genommen hast :smile:


Ich weiß gerade net wirklich was ich will im Leben, von daher kann ich au keine neue Stelle suchen oder sagen genau DAS will ich. Wegen meiner Freundin, ich will sie net mit jedem shit belasten da sie selber genug Probleme hat (unter anderem das sie Krank ist und net weiß wielange sie noch lebt ... 1 Jahr, 5 Jahre ... 10? :-( )

Und ein wirkliches Hobby hab ich zum Beispiel auch nicht, den im Augenblick begeistert mic hwas total, das kann in 3 Tagen oder 1 Monat wieder ganz anderst aussehen. Das total schlimm. ODer im einen Augenblick lacht man und im anderen hat man kein Bock mehr aufs Leben und fragt sich wofür man überhaupt morgens aufsteht
 

Benutzer10541 

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Hallo hiT mYselF!.

Ich kenne deine Gefühle sehr gut. Aber es ist jetzt an dir, sie zu ändern. Wenn du dich eben für etwas begeisterst, dann nutze das und gehe raus. Bei mir war es vor kurzem so, dass ich unbedingt mal wieder Lust drauf hatte, ins Schwimmbad zu gehen. Also hab ich's gemacht.

Ich weiß, dass es schwer ist, aus seinem Trott mal rauszukommen, aber wenn du es wirklich willst, dann tu auch was dafür und nutze jeden kleinen Strohhalm dafür.

Gruß
Tres
 
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