Suchend oder angekommen?

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Gast
Wenn ihr Euer Leben oder vielleicht besser Euren Lebensweg betrachtet, fühlt Ihr Euch eher als Suchende, als Fragende, Rastlose, egal ob im wahrsten Sinne des Wortes oder im übertragenen Sinne? Oder aber fühlt Ihr Euch angekommen, habt Ihr gefunden, was Ihr gesucht habt oder habt Ihr vielleicht nie etwas gesucht?
Oder fühlt Ihr Euch angekommen, aber es gibt doch eine Frage, die offen ist, eine Sache, die Ihr sucht.

Nicht viel Text bei diesem Thread, aber irgendwie erklärt es sich doch von selbst, hoffe ich.
 

Benutzer96776 

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Ich bin definitiv noch auf der Suche nach dem Sinn in meinem Leben, und wandere mehr oder weniger rastlos durch diese Welt.

Selbst wenn ich all das, was ich mir erträumt habe, eines Tages mein Eigen nennen dürfte, bleiben doch immer noch Fragen, auf die man niemals eine Antwort bekommen wird, egal wie sehr man sich danach sehnt oder wie fest man sich anstrengt. Damit könnte ich allerdings gut leben, denn ich wäre dann so dankbar und erfüllt, dass ich diese Fragen niemals als so wichtig einordnen würde, als dass sie mich an meinen vollkommenen Glücksgefühlen dauerhaft behindern könnten.
Denn schließlich wären somit auch viele Fragen, nämlich ob ich überhaupt das wundervolle Leben, welches ich mir in meinen Träumen so bunt ausmale, führen darf, beantwortet :zwinker:

Nur den jetzigen Schwebezustand würde ich mir nicht bis ans Ende meines Lebens wünschen, ganz im Gegenteil. Irgendwann will ich "angekommen" sein und tiefe Gewissheit erlangen, dass ich nicht umsonst gelebt habe.
 

Benutzer160853  (34)

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Ein schönes Thema, für das ich mich zunächst bedanken will.
Ich war gerade nach der direkten Krankheitsphase ein rastlos suchender, weil ich ein neues Leben aufbauen musste. Ich hatte quasi ein paar zerfallene Grundmauern auf einem brüchigen Fundament. Inzwischen bin ich in vielen Dingen angekommen, dennoch bleibe ich im gewissen Sinne suchend, weil ich zwar recht zufrieden bin, aber für mich noch nicht am Ziel.
 

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
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Du eröffnest interessante Threads. :smile: Makealongstoryshort

Definitiv Suchende. :smile:

Hängt aber wohl auch mit meinem noch jüngeren Alter zusammen. Ich befinde mich am Ende meines Studiums und, um ehrlich zu sein, habe ich keine Ahnung, wie mein Leben nächstes Jahr im Herbst aussieht. Danach habe ich hoffentlich meine Masterarbeit geschrieben und muss mir einen Job suchen. Ob, wie schnell und wo ich einen finde, steht in den Sternen.
Zumal ich auch noch partnerlos bin. Da gibt es also auch noch so eine "Leere" neben mir, bei der ich zumindest momentan das Gefühl habe, das nur ein Mann, der mich liebt und den ich liebe, sie füllen kann.
So viele Fragezeichen schweben über mir... Dazu kommen auch noch so ein paar "Dinge", mit denen ich sehr unzufrieden bin und an denen ich etwas ändern möchte. Seien es charakterliche Eigenschaften, Beziehungen, etc.
Ich wünsche mir aber schon, dass ich mal ein solches Gefühl verspüre. Eine innere Zufriedenheit. Ein "Angekommensein". Dass alles gut ist, wie es ist. Wobei natürlich auch die Frage ist, wie lange so ein Gefühl anhält? Das Leben ist ja nicht statisch. Kann man bis an sein Lebensende "angekommen" sein?
 

Benutzer2610 

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Eigentlich weder das eine noch das andere.
Bis zum Tod meiner Frau war ich eigentlich "angekommen", hatte bis auf den Wunsch Kinder und ggf. mal ein Eigenheim zu haben alles erreicht was ich erreichen wollte.
Dieses Gefühl habe ich nicht mehr, ich bin aber auch nicht auf der Suche nach ... was auch immer.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer165903  (20)

Öfters im Forum
Definitiv suchend.
Egal ob die große Liebe, den Sinn des Lebens oder meine Brille.

Naja, ich bin ja auch nicht mal 2 Jahrzehnte auf diesem Planeten. Da kann also (hoffentlich) noch was werden... :rolleyes:
Off-Topic:
Gutes Thema, aber ich habe bei Makealongstoryshort auch nichts anderes erwartet:jaa:
 
M

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Gast
Off-Topic:
Eigentlich weder das eine noch das andere.
Bis zum Tod meiner Frau war ich eigentlich "angekommen", hatte bis auf den Wunsch Kinder und ggf. mal ein Eigenheim zu haben, alles erreicht was ich erreichen wollte.
Dieses Gefühl habe ich nicht mehr, ich bin aber auch nicht auf der Suche nach ... was auch immer.
Entschuldigung, Mr. Poldi Mr. Poldi (falls Du es gesehen hast), nix witzig, nix heiß, auf dem Handy klickse ich immer erst mal das Falsche an :rolleyes: liegt so nah nebeneinander und blödes Carpaltunnelsyndrom = kein Gefühl in den Händen!

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Kann man bis an sein Lebensende "angekommen" sein?
Vielleicht nicht. Gute Überlegung. Aber vielleicht gibt es Stationen im Leben, in denen man über einen gewissen Zeitraum angekommen sein kann und auch will.
Nur den jetzigen Schwebezustand würde ich mir nicht bis ans Ende meines Lebens wünschen, ganz im Gegenteil.
DAS fühle ich nämlich ebenso. Vielleicht zumindest zeitweise würde ich mich gerne angekommen fühlen, sicher, gefestigt.
Gerade weil ich nicht mehr in
meinem noch jüngeren Alter
bin.
Da stellt sich mir die Frage, ob ich mein Leben lang suchend und fragend sein werde.

Off-Topic:
Ein schönes Thema, für das ich mich zunächst bedanken will.
Bitte.
Du eröffnest interessante Threads. :smile: Makealongstoryshort
:anbeten:
Ich geb mir Mühe.
Gutes Thema, aber ich habe bei Makealongstoryshort auch nichts anderes erwartet:jaa:
:ashamed: :love:
 

Benutzer142764  (25)

Benutzer gesperrt
Eine wunderschöne Nacht-Frage.

Ohne angeben zu wollen, ich fühl mich größtenteils angekommen. Ich fühl mich wohl in meiner Haut, weiß wer ich bin und sein möchte und habe nur noch die Menschen in meiner Nähe, die da auch hingehören. Meine Berufliche Bestimmung habe ich nur leider noch nicht gefunden, aber die wird sich auch noch finden. :smile:
 

Benutzer96053 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich fühle mich im Großen und Ganzen angekommen. Klar, ich muss noch ein bisschen was beruflich reißen, die nächsten 1 1/2 Jahre werden vermutlich sehr anstrengend - aber ich bin die, die ich sein will und befinde mich auf einem Weg, den ich gerne gehe... er führt ziemlich gradlinig an Stationen vorbei, die mir sehr wichtig sind und den Partner an meiner Seite habe ich auch.

Trotzdem glaube ich, dass ich schon vor ihm das Gefühl hatte, endlich da zu sein, wo ich sein wollte. Mein Weg war bis dahin nicht besonders leicht, vor allem die 180°-Wende in meinem Leben habe ich sehr lange verarbeiten müssen.

Vielleicht ist das der Grund, warum ich auf keinen Fall mein Leben nochmal leben wollen würde (obwohl es im Grunde kein schlechtes Leben war, sondern viel Schönes passiert ist): JETZT bin ich ICH, vorher habe ich sehr lange gesucht und war rastlos, weil ich mich eigentlich nicht wohl gefühlt habe.

Danke, dieser Thread hat mir einen wichtigen Gedankenanstoß gegeben. :smile:
 

Benutzer166117 

Öfters im Forum
Suchend
Bei mir gibt's im momment viele Hürden und Probleme, wo ich auch echt oft schon die Mitleid Schiene abbekommen habe.
Aber da in Angst zu verfallen eh nur Sinnlos ist, nehme ich das eher gelassen :grin:
 

Benutzer121182  (35)

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Das ist wirklich ein tolles Thema! Denn ehrlich gesagt, frage ich mich oft solche Dinge. Und manchmal gibt es auch sehr verregnete Tage, wo ich denke, dass ich nie ankommen werde, aber ich konnte mich bisher zum Glück immer selbst wieder aufrappeln.

Also, wie man schon sehen kann, bin ich noch nicht angekommen. Ich bin auf der Suche, damit ich meine Ziele noch erreichen kann. Der einzige Sinn in meinem Leben, ist im Augenblick oder seit 2 Jahren, meine Tochter.
Bis vor knapp drei Jahren dachte ich, ich sei angekommen, jedenfalls fast. Gerade frisch umgezogen, verlobt und am Anfang der Familienplanung. Aber so schnell können sich Dinge ändern.

Es fällt auch schwer daran zu glauben, dass man noch ankommen bzw. seine Ziele erreichen wird, wenn man von Menschen verletzt wird, weil man dachte, dass sie ein Teil des eigenen Lebens werden möchten, aber einfach nur ein Spiel gespielt haben. Man wird vorsichtiger und verpasst im schlimmsten Fall jemanden, der es tatsächlich ernst meint.
 

Benutzer27300  (44)

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Sehr interessante Fragestellung :cool:

Wobei ich aber die Meinung vertete, dass letztendlich (fast) jeder immer irgendwo auf der Suche nach irgendwas ist, etwas das seine Person bzw. sein Leben weiter bereichert. Im Grunde das ständige Streben nach Glück, Gesundheit, Reichtum, Wissen/Weisheit oder was auch immer. Denn mal ganz ehrlich, wann ist ein Mensch schonmal wirklich zufrieden, mit dem was er jetzt gerade hat?

Ich selbst war in meinem Leben einmal an einem Punkt, wo ich gesagt hätte, ich fühle mich angekommen. Mir wurde dann allerdings ein ziemlich dicker Knüppel zwischen die Bein geworfen, sodass ich erstmal wieder ordentlich gestolpert bin.

Das hat mich gelehrt, dass es das dauerhafte Ankommen im Leben letztlich wahrscheinlich nicht gibt. Dieser Zustand bzw. diese Befindlichkeit kann nur temporär bestehen, da das Leben für uns immer wieder irgendwelche ungeplanten (in diesem Zusammenhang leider auch meist traurige oder schlimme) Ereignise bereithält und diese aus dem Hut zaubert, wenn man gerade denkt, wie toll doch alles ist...
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Ich habe ein bisschen Angst vor dem Ankommen. Für mich ist das fast eine Form von Stillstand oder eine Form der Freiheitseinschränkung. Dennoch wünsche ich mir sehr, irgendwann anzukommen. Ich bin momentan suchend, tendiere aber wohl zu Rastlosigkeit. Vielleicht ändert sich das mit anderen Lebensumständen.
 
M

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Gast
Off-Topic:

Das ist wirklich ein tolles Thema!
Sehr interessante Fragestellung :cool:
Leute, Vorsicht, Makealongstoryshort wird sonst eingebildet. :cool:


Das hat mich gelehrt, dass es das dauerhafte Ankommen im Leben letztlich wahrscheinlich nicht gibt.
vry en gelukkig vry en gelukkig hatte ja auch angeführt
Das Leben ist ja nicht statisch. Kann man bis an sein Lebensende "angekommen" sein?
Das ist wahrscheinlich, vielleicht so.
Aber vielleicht so zeitweise, so ein Stück möchte man doch mal ankommen?!
Vielleicht nicht. Gute Überlegung. Aber vielleicht gibt es Stationen im Leben, in denen man über einen gewissen Zeitraum angekommen sein kann und auch will.
Ob die Tatsache, dass man vielleicht von dort wieder "wegziehen" muss, reicht, dass man nie mehr ankommen möchte? Ich glaube, für mich nicht.
 

Benutzer133456  (49)

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Man sucht in gewisser Weise immer, finde ich, aber die Frage ist, wie weit ab vom Schuss man ist. Wer sich gut zurechtgesetzt hat, kommt mit geringfuegigen Korrekturen zu gegebenem Anlass durch; und manche sind eben leider doch weit draussen im Sauwetter am Rudern.

In letzterer Position befand ich mich schrecklich lange. Ich wuerde sagen, mein Ankunftsprozentsatz ueber meine Lebenszeit hinweg war wie folgt:
  • 0-20 Jahre: 5% (in Deutschland; ich fuehlte mich voellig fehl am Platz)
  • 20-30 Jahre: 50% (Nordamerika, Frankreich, Indien; mental erheblich besser, aber doch unabgesichert)
  • 30-40 Jahre: 70% (England, Neuseeland; abgesichert, aber nicht voellig im Einklang)
  • 40-45 Jahre: 90% (China, England; abgesichert und im Einklang, aber unzufrieden mit dem Lebensstil)
  • Ab 45: 100% (Schweden).
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich weiß schon lange, was ich in meinem Leben erreichen will.

Aber auf dem Weg dahin bin ich nach wie vor der ratlose Suchende, der immer mehr Angst bekommt, weil ihm die Zeit davon läuft. In den nächsten Jahren wird sich zeigen, ob ich überhaupt noch die Chance habe, jemals anzukommen, ob ich diese Ziele noch erreichen kann, oder ob ich mir überlegen muss, ob und wenn ja, wie das Leben auch ohne dieses "angekommen sein" irgendwie lebenswert sein kann.

Das ist wirklich ein tolles Thema! Denn ehrlich gesagt, frage ich mich oft solche Dinge. Und manchmal gibt es auch sehr verregnete Tage, wo ich denke, dass ich nie ankommen werde, aber ich konnte mich bisher zum Glück immer selbst wieder aufrappeln.

Also, wie man schon sehen kann, bin ich noch nicht angekommen. Ich bin auf der Suche, damit ich meine Ziele noch erreichen kann. Der einzige Sinn in meinem Leben, ist im Augenblick oder seit 2 Jahren, meine Tochter.
Bis vor knapp drei Jahren dachte ich, ich sei angekommen, jedenfalls fast. Gerade frisch umgezogen, verlobt und am Anfang der Familienplanung. Aber so schnell können sich Dinge ändern.

Es fällt auch schwer daran zu glauben, dass man noch ankommen bzw. seine Ziele erreichen wird, wenn man von Menschen verletzt wird, weil man dachte, dass sie ein Teil des eigenen Lebens werden möchten, aber einfach nur ein Spiel gespielt haben. Man wird vorsichtiger und verpasst im schlimmsten Fall jemanden, der es tatsächlich ernst meint.
:knuddel:
 

Benutzer77547 

Planet-Liebe Berühmtheit
Eigentlich angekommen. Aber irgendwie auch nicht. Vielleicht brauchts nochmal einen Aufbruch? Nur wohin?
 
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