Substitol- und plötzlich wirst du nur noch schief angeguckt

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Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Von daher bringe ich Drogensüchtigen ein großes Misstrauen entgegen. Die These, dass Abhängige irgendwann kriminell und hinterlistig werden, hat sich doch bestätigt.

Ich hatte auch einige Bekanntschaften mit Drogenabhängigen gemacht. Diese Leute waren eigentlich recht unterschiedlich, die meisten aber unter ihnen hatten aber eines gemeinsam: sie machten einen auf guten Freund, aber in Wirklichkeit ging es ihnen darum, Freunde zu hintergehen, zu betrügen und sogar zu bestehlen. Hatte einige solcher Erfahrungen gemacht, weshalb ich von Drogenabhängigen gezielt Abstand halte. Das hat nix damit zu tun, dass ich diese Menschen verachte. Das bleibt aber immer mit der Frage verbunden. wie kommt es, dass man eigentlich so tief in den Sumpf abrutschen kann? Welche Faktoren spielen da eine wesentliche Rolle?
Ich kenn bisher nur einen, der es wirklich geschafft hatte, vom Heroinsumpf wieder ins normale Leben zu schaffen. Er ist völlig clean, hat nen geregelten Job sowie Frau und Kinder. Da kann ich nur sagen: Hut ab

Wenn man wie die TS selbst erkannt hat, dass man aufhören soll, ist das ein wichtiger Punkt, um das nötige Durchhaltevermögen zu haben.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich hatte noch keinen Kontakt mit Drogensüchtigen und versuche auch, mich vor solchen Leuten, bzw. der gesamten Drogenszene fernzuhalten, was mir bisher immer gelungen ist.

Allerdings kenne ich jemanden, der Drogenabhängig war und nach mehreren Entziehungskuren und nachfolgenden Rückfällen, Gefängnisaufenthalten, etc. wieder clean ist. Ich behandle ihn ganz normal, wie jeden anderen Menschen auch und hoffe, dass er nicht mehr rückfällig wird.
 

Benutzer79232 

Verbringt hier viel Zeit
Ich bin der Meinung, wenn man das nicht an die große Glocke geht und damit "hausieren" geht, dann kann man da normal mit Leben! Aber es muss jedem der sowas braucht, bewusst sein, das er in der Gesellschaft nunmal nicht angesehen wird!
 

Benutzer32811  (34)

...!
Ich würde gerne wissen was ihr über Leute mit einem starken Drogenproblem hält? Wie verhält ihr euch ihnen gegenüber? Was sind eure Meinungen zu diesem Thema?
Ich hätte glaub ich nicht mit der Tatsache ein Problem. Ich hatte nie auch nur das geringste Interesse Drogen selbst auszuprobieren und würde mein Leben wie es ist genug lieben um mich nirgends reinziehen zu lassen.
Meine Sorge wäre vielmehr mich mit jemandem anzufreunden, ders dann doch nicht schafft. Ich möchte mir das ehrlich gesagt nicht mit anschauen müssen, das würde ich nicht vertragen.
 

Benutzer79847 

Verbringt hier viel Zeit
Guten Abend,


Im letzten Jahr hatte ich wieder einmal einen Rückfall bzw man kann es nicht einmal bloß einen Rückfall nennen, ich bin echt wieder in das ganze Drogen Milieu reingeschlittert.
Von August bis Anfang Jänner hatte ich wieder stark mit den Drogen zu kämpfen, eigentlich mehr denn je( habe mit 14 angefangen).
Vor meinem Rückfall war ich auf Subutex eingestellt, ein eher schwächeres Medikament, bzw kein Opiat.
Nun ist mir das Subutex zu schwach geworden, und ich habe auf Morphium-Substitol zurückgegriffen.

Es macht mir Angst das ich mich so an das Morphium gewöhnt habe, es kein Tabu mehr für mich ist. Noch im Sommer fand ich Morphium absolut inakzeptabel und hätte es nie genommen.
Jetzt brauche ich es, und das macht mir Angst. Von Subutex kommt man los, von Morphium nur schwer.
Ich gehe in eine ambulante Drogentherapie, die mir jedoch wenig bei diesem Problem hilft.

Es geht mir primär darum, dass die Leute einen von Oben herab betrachten wenn sie erfahren das du "abhängig" bist, dass man wie ein Mensch ohne Würde behandelt wird. Man sieht es mir fast nicht an, ich bin gepflegt, gebildet, und benehme mich gut. Trotzdem meine Augen sprechen Bände. Ich weiß nicht ob ihr wisst was ich meine, es sind die kleinen Pupillen und die glasklaren Augen, so leblos irgendwie.

Ich würde gerne wissen was ihr über Leute mit einem starken Drogenproblem hält? Wie verhält ihr euch ihnen gegenüber? Was sind eure Meinungen zu diesem Thema?

Ich möchte einfach nur wissen, ob ich mir das alles einbilde oder ob die meisten Menschen "Ex- Junkies" oder Leute die im Drogenersatzprogramm sind verachten bzw keinen Respekt vor Ihnen haben.


Baba

Hallo Kokosflocke

ich glaube das jeder Mensch einen gewissen mindestrespekt vor einem anderen Mensch hat bzw. haben sollte.
Ich persönlich meide auch den Kontakt zu Menschen die mit härteren Drogen zu tun haben. Die Drogen die du gerade genannt hattest kenne ich noch nicht einmal.
Ich glaube das hat damit etwas zu tun weil Drogenabhängige oft aus der Abhängigkeit kriminell werden und anderen Menschen dadurch Leid zufügen. Deshalb werden sie oft gemieden. Auch ist es hier in der Gesellschaft so vertreten das DROGEN ABSCHAUM sind. Und das ist natürlich auch ein wesentlicher Bestandteil.Hinzu kommt aber auch das "Wir" uns in der Regel dafüber auch nicht allzu sehr informieren.
Für mich ist es noch was anderes wenn jemand "nur" Gras raucht als wenn er irgendwelche Pillen einwirft.
Obwohl beide Gruppen wie du selber erkannt hast von der Gesellschaft irgendwie doch gemieden werden.

ICh kann mir das nur aus den o.g. Gründen erklären und ich wünsche dir alles Gute und Liebe das du es schaffst von solchen u.a Chemischen Mitteln runter zu kommen und es schaffst dein Leben komplett aufzuräumen. Du bist jung, du kannst noch viel erreichen. Nach ganz oben

Lg
 

Benutzer79502  (33)

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Guten Abend,

Ich würde gerne wissen was ihr über Leute mit einem starken Drogenproblem hält? Wie verhält ihr euch ihnen gegenüber? Was sind eure Meinungen zu diesem Thema?

Baba


Ich hatte damals Bekannte(einer war sogar davor mein bester Freund), welche gekifft(Gibt es hier eigentlich einn Fachausdruck von?) und getrunken haben und auch mal irgendwelche, mir nicht namentlich bekannte, Tabletten genommen haben. Fakt war eben, dass diese Leute es zu keinen Schulabschluss gebracht haben. Einer hat immerhin den Hauptschulabschluss geschafft. Diese Erfahrung lässt für mich darauf schliessen, dass diese Leute geistig und intellektuell nicht wirklich stark sein können. Und wenn ich mir die ganzen "Bahnhofspenner" ansehe, was die für einen Dreck labern. Deshalb bezeichnen ich und meine Kollegen diese Leute heutzutage nur noch als "Pack". Meiner Meinung nach kann jeder aufhören, wenn er es nur wirklich will! Ich kenne Leute, die shon seit Jahren nicht mehr rauchen.
 

Benutzer73266 

Meistens hier zu finden
Ich weiss nicht ob es ein Fehler ist, aber gerade Jugendliche mit (ob ehemaligen oder aktuellen) Drogenerfahrungen/problemen ziehen mich an.........weil ich mehr über sie als Mensch erfahren will.......denn ich glaube, dass sie meist sehr intessante/liebenswerte Menschen sind die einfach nur irgendwann den nötigen Halt verloren haben, weiter nichts!

Ich hatte damals Bekannte(einer war sogar davor mein bester Freund), welche gekifft(Gibt es hier eigentlich einn Fachausdruck von?) und getrunken haben und auch mal irgendwelche, mir nicht namentlich bekannte, Tabletten genommen haben. Fakt war eben, dass diese Leute es zu keinen Schulabschluss gebracht haben. Einer hat immerhin den Hauptschulabschluss geschafft. Diese Erfahrung lässt für mich darauf schliessen, dass diese Leute geistig und intellektuell nicht wirklich stark sein können.
Also eine meiner ehemaligen Klassenkameradinnen aus meiner Abschlussklasse ist Ex Punkerin, sie ist intelligent und ich mag sie auch als Menschen sehr! Es sind nicht alle gleich und man sollte nicht anhand eines ,,Merkmals" über jemanden urteilen...........so einfach ist es nunmal nicht!
 

Benutzer44677  (35)

Verbringt hier viel Zeit
Ja supa wie du sagtst, es liegt am System, die falsche Behandlung! Was bringen die Ersatzdrogen? Krampf freie Nächte, Ja und toll! Das Problem der Sucht wird damit fast nie behandelt. Die Psyche denn die ist der Grund warum man dort picken bleibt, die Angst vorm Nüchternen, Depressionen und und und. Ich muss sagen, meiner Erfahrung ist es sehr schwer weg zu kommen ohne das Psychische Problem zu Lösen. Nur redet man sich ja soviel ein darum wird man so schnell unglaubwürdig.
 

Benutzer8686 

Sehr bekannt hier
Ja supa wie du sagtst, es liegt am System, die falsche Behandlung! Was bringen die Ersatzdrogen? Krampf freie Nächte, Ja und toll!
Damit soll den Betroffenen geholfen werden, dass sie nicht in diese Beschaffungskriminalität geraten und sich überhaupt Menschen anvertrauen, die sich mit dem Problem beschäftigen und ihnen helfen wollen.
Nicht zuletzt soll ein langsamer Ausstieg und die Boykottierung der Dealer erreicht werden. Dass das in der Realität nicht so einfach ist,sehen wir hier. Grundsätzlich ist der Gedanke doch aber nicht verkehrt.


Und wie du sagst: Die psychischen Probleme sollen in einer Therapie doch bewerkstelligt werden - es gibt aber eben wenige Therapieplätze.
 
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