Studium abbrechen?

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Kirby: Dir geht es einfach (noch) zu gut. Wenn du bis total versifft in der Gosse liegst wird dir schon klar werden was du angerichtet hast.

Ich nehme dir jedoch nicht ab ass du dies aus reiner Unfähigkeit tust, du weisst wie du dir helfen könntest oder wo du Hilfe findest. Die meisten Leute die (sozial) abrutschen wissen es nicht.

Ich bin auch faul und vor allem etwas fatalistisch angehaucht ... manchmal muss man auch die Grenzen nach unten hin, nicht nur nach oben, abtasten. Es ist ganz klar eine lehrreiche Erfahrung sich mal gehen zu lassen, ohne Kontrolle, abzudriften wie mit einem Floss auf offener See.

Kann es sein dass du diesen "Kick" brauchst? Dass du sehen willst was passiert wenn du das Ruder loslässt? Mir kommt es so vor, als würdest du dich sogar wohl fühlen in deiner Situation.
 

Benutzer43755 

Verbringt hier viel Zeit
schade, dass der Steuerzahler letztlich für solche Leute aufkommen wird. Zur Zeit hast du scheinbar noch nen Mini-Job. Aber werde mal älter. Aber vielleicht wirst du ja auch bis an dein Lebensende von deinen Eltern versorgt. Die laufenden Studiengebühren und die bestehende Wohnung am Studienort lassen darau schließen. Aber du hast klasse Eltern, die können stolz auf solch einen Sohn sein. Ich glaub meine Mutter hätte mich in der gleichen Situation mit einem kräftigen Fußtritt aus dem Haus befördert.

Hier werden dir so viele Tips gegeben. Schade, dass du nicht mal ansatzweise darauf eingehst. Ich wünsche dir, dass du dir diese Arroganz nicht mehr lange leisten kannst.
 

Benutzer2610 

Meistens hier zu finden
Ich kriege von meinen Eltern keine finanzielle Unterstützung falls du das meinst; dazu wären sie gar nicht in der Lage (Privatinsolvenz).
 

Benutzer43755 

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Hallo? Deine Eltern sind Pleite, du wohnst zu Hause und schmeißt das Geld zum offenen Fenster hinaus?

Ich finde keine Worte mehr...hast du kein bissl Ehrgefühl, deiner Familie in dieser Situation unter die Arme zu greifen, in dem du versuchst, dich mit einer Ausbildung auf eigene Beine zu stellen?

Wach endlich auf, gehe zum Psychologen...hör dir zumindest an, was er sagt. Er kann dich ja nicht in seiner Praxis gefangenhalten.
 

Benutzer50792 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo? Deine Eltern sind Pleite, du wohnst zu Hause und schmeißt das Geld zum offenen Fenster hinaus?

Ich finde keine Worte mehr...hast du kein bissl Ehrgefühl, deiner Familie in dieser Situation unter die Arme zu greifen, in dem du versuchst, dich mit einer Ausbildung auf eigene Beine zu stellen?

Wach endlich auf, gehe zum Psychologen...hör dir zumindest an, was er sagt. Er kann dich ja nicht in seiner Praxis gefangenhalten.

schalt mal zwei gänge zurück.
das sind n paar anschuldigungen zuviel, dafür das du ihn wahrscheinlich genauso schlecht kennst wie ich.

im grunde frag ich mich aber warum du, kirby, hier überhaupt nen thread aufmachst?
lust zu provozieren?
 

Benutzer43755 

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Mal ehrlich. Seine Eltern haben Privatinsolvenz angemeldet...das heißt mehrere Jahre Einkünfte pfänden um die Schulden zu bezahlen. Für das Leben bleibt nur das Notwendigste. Und der Herr Sohn bezahlt eine Wohnung am Studienort, die er nicht nutzt, bezahlt Semesterbeiträge für ein Studium, dem er mehere Jahre fern blieb. Wohnt zu Hause und läßt sich aushalten?

Ein Fachhochschulstudium ist ihm nicht gut genug, eine Berufsausbildung unterfordert ihn?

Und nun soll ich mal nen Gang zurückschalten, weil ich die Wahrheit sage? Das sind gut gemeinte Ratschläge....auf die sanfte Tour wird man bei Kirby nix mehr erreichen. Professionelle hilfe lehnt er kategorisch ab. Ich bezweifle, dass man überhaupt noch je etwas erreichen wird.
 

Benutzer50792 

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Im Grunde stimm ich Dir zu.
Diese komischen Foren haben nur immer den blöden Nachtteil das man schnell über Leute urteilt die man gar nicht wirklich kennt.

Und warum jmd gut oder schlecht, faul oder fleissig, dick dünn, schön hässlich usw. ist lässt sich somit uU. nicht wirklich einschätzen.
Da klang mir Dein vorletzter Post ein wenig zu entgültig.
Imho kann man dem Jungen hier eh nicht helfen, fraglich auch ob er das überhaupt will.
 

Benutzer43755 

Verbringt hier viel Zeit
Im Grunde stimm ich Dir zu.
Diese komischen Foren haben nur immer den blöden Nachtteil das man schnell über Leute urteilt die man gar nicht wirklich kennt.

Wenn sich Leute so umfangreich darstellen, wie es Kirby tut, dann sollte es auch möglich sein ihn in diesen Punkten zu kritisieren. Es hat ihn ja niemand gezwungen, sein Privatleben und seine Probleme in die Öffentlichkeit zu tragen. Wenn es dann mit den Kommentaren Probleme gibt, muss man die gemachten Darstellungen seiner Probleme eben präzisieren oder von vornherein völlig darauf verzichten.

Mich würde es ja auch freuen, wenn Kirby endlich mal den Absprung schafft....aber vermutlich möchte er das gar nicht, sondern nur das Forum polarisieren. Denn so viel Ignoranz hab ich selten erlebt. Tips wurden hier genug gegeben. Harte Worte, aber vielleicht hilft das ja:zwinker:
 

Benutzer40734  (37)

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Lasst ihn doch einfach. Er will sich ja wohl nicht helfen lassen! Da können wir gar nix tun. Wenn er meint irgendwann (oder doch schon früher) am Abgrund stehen zu müssen, bittesehr!
 

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
"Dass ich professionelle Hilfe bräuchte ist auch nichts neues
(Ebensowenig die Tatsache dass ich diese nicht annehmen/suchen werde)"

:cry: Was anderes kann man Dir aber nicht raten, wenn weder eine Psychotherapie noch eine medikamentöse Behandlung für Dich in Frage kommen, brauchst Du Dir über den Rest eigentlich kaum Gedanken machen. Du hast eine Krankheit die behandelbar wäre, aber es ist Deine Entscheidung.

Also spar ich mir die weiteren Worte.

Trotzdem alles gute

m
 

Benutzer43755 

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ich würde das ja nicht unbedingt als Krankheit bezeichnen, solange er nicht beim Experten war. Von einer medikamentösen Behandlung mal ganz zu schweigen.

Psychologen, die dort mehr in Erfahrung bringen könnten sind auch keine Psychiater, die einen in eine geschlossenen Klinik einweisen und mit Medikamenten ruhig stellen. Vielleicht hat man immer dieses Bild mit einer Zwangsjacke vor Augen:zwinker: ....ganz ehrlich, da hätte ich auch Schiss.

Psychologen sind keine Ärzte....die haben nicht Medizin sondern Psychologie studiert. Und wenn Kirby mal seinen Arsch zusammenkneifen würde und sich bei solch einem Psychologen vorstellt und sein Problem schildert, wird der sicher Tips haben. Gesprächsgruppen oder irgendweche Aufbauhilfen. Aber wenn man erstmal über Jahre in diesem Trott ist und ein "normales" geregeltes Leben verlernt, wirds schwer....auch weil man irgendwann seine ganzen sozialen Kontakte verliert...die sich ja immer weiterentwickeln, während man selbst auf der Stelle tritt.
 

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
ich würde das ja nicht unbedingt als Krankheit bezeichnen, solange er nicht beim Experten war. Von einer medikamentösen Behandlung mal ganz zu schweigen.

Wenn mich nicht alles täuscht, war Kirby bei einem Experten und hat auch eine Diagnose, von daher hab ich auch kein Problem damit, das ganze beim Namen zu nennen.

Pharmakotherapie oder Psychotherapie habe ich einfach mal wertfrei nebeneinandergestellt, die Wirksamkeit beider Therapiearten steht glaube ich ausser Frage. Ob er also zu einem psychologschen Psychotherapeuten oder zu einem Facharzt (ja, genau der mit der Zwangsjacke :zwinker: ) gehen würde, bliebe ja ihm überlassen.

Will er aber offenbar beides nicht.
 

Benutzer37350 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo Kirby,

habe jetzt irgendwie den mir selbst unerklärlichen Drang mich hier ebenfalls mal zu äußern:
Bin zwar noch nicht lange in diesem Forum unterwegs, habe aber auch schon mitgekriegt, dass du hier mittlerweile schon eine Art von trauriger Prominenz erreicht hast. Der Typ, der noch nie ne Freundin hatte, keine Perspektive auf die Zukunft, beruflich Möglichkeiten hätte, die er einfach nicht nutzt, den ganzen Tag vergammelt, usw....
Der typische Totalversager eben, der einem selbst ein bischen das Gefühl gibt: "Naja, mir gehts vielleicht grade auch nicht gut, aber so schlimm ist es bei mir ja noch lange nicht."
An dieser Stelle erstmal Danke fürs Aufpolieren meines eigenen Egos!
Nur gefällst du dir in dieser Rolle?
Offenbar schon, sonst würdest du hier nicht ständig solche Beiträge eröffnen, die sich ja wirklich alle ziemlich ähneln. Gibt es dir einen Kick bemitleidet zu werden oder ist das wirklich die letzte Möglichkeit Aufmerksamkeit zu erlangen?
Für diese Art von Aufmerksamkeit kannst du dir gar nix kaufen, das sei dir mal gleich gesagt. Ich werde hier bestimmt keine Ratschläge geben, denn das haben viele Leute schon die 9 Seiten vor mir getan, ich möchte es für dich auch ein bischen abwechslungsreicher gestalten, ist ja auch langweilig immer gesagt zu kriegen du solltest zum Psychologen gehen, kam ja schon oft genug und weißt du ja sowieso schon selbst.
Sei dir aber sicher: Mit dieser Tour, die du ja schon lange genug durchziehst, wirst du nie irgendwas erreichen. Wenn du dein Leben nicht irgendwann demnächst umkrempelst kannst du's gleich vergessen. Ich mein, Alter, hast du kein bischen Stolz? Du gehst stramm auf die 30 zu und was hast du vorzuweisen? Einen 400 Euro Job in einer Tankstelle, über den du ernsthaft nachdenkst ihn für den Rest deines Lebens auszuüben. Glaub mir so ein Leben kann unter Umständen ganz schön lang sein. Ich hab auch mal an einer Tanke gejobbt (nur kurz, fand's zum kotzen). Du kennst doch bestimmt auch diese abgerissenen Gestalten, die auf täglicher Basis in die Tanke geschlichen kommen, sich 1-2 Bier und vielleicht einen Weinbrand dazu kaufen und dann 1-5 Stunden da abgammeln, ständig begleitet von schlechtem Körpergeruch und markerschütternder Hoffnungslosigkeit.
Glückwunsch, das nächste mal wenn so einer vorbeikommt, kauf dir auch was Hochprozentiges und stell dich dazu, so sieht nämlich deine Zukunft aus. Fang am besten schon mal das Saufen an! Dann ist es nicht so schlimm.
Ich hoffe du riechst den beißenden Geruch der Ironie über meinen letzten Sätzen schweben, aber jetzt mal im Ernst:
Ich kenne die Schwierigkeiten sich selbst zu motivieren, einfach mal den Arsch hochkriegen zu müssen, Scheiße, ich habe im Moment selbst mehr als genug zu tun, müsste eigentlich Hausarbeiten schreiben wie Hölle, stattdessen schreib ich hier in irgendwelchen Foren. Manchmal muss man einfach machen, nicht groß nachdenken wie schwer und beschissen es ist. Einfach machen und 90 Prozent sind nicht halb so schlimm wie man es sich vorgestellt hat. Und wenn dir dein ganzes Leben unendlich unlebenswert erscheint, brich aus!!! Zieh in eine andere Stadt, fang eine neue Ausbildung an, scheiß auf die Tankstelle! Noch ist es nicht zu spät von neuem zu beginnen. Natürlich ist das schwer, aber im Leben kriegt man nunmal das Allerwenigste geschenkt, man muss selbst etwas tun.
Aber gut, wenn du weiter diese Imagepflege als kümmerlicher Jammerlappen betreiben willst und selbst im anonymen Internet als Totalversager dastehen willst, bitte schön! Mir solls recht sein. Mich baut es immer ein bischen auf, wenn ich weiß im Vergleich hab ich es doch nicht so schlecht. Vielleicht gefällts dir auch selber noch. Aber ob es dir in 5 Jahren immer noch Spaß macht, darauf würde ich nicht wetten.
 

Benutzer15369  (37)

Verbringt hier viel Zeit
also ich werde auch mal was dazu schreiben.

ich studiere an einer fh. und ich habe es mir bewußt ausgesucht, habe kurz angefangen medizin zu studieren aber festgestellt dass mir erstens das fach zweitens die uni-atmosphäre nicht wirklich gefällt. alles is so anonym, keiner weiß deinen namen, ständig wechseln die professoren, die hörsäale sind viel zu groß. jetzt bin ich an der fh und glücklich damit. das fh studium als kein richtiges studium zu bezeichnen finde ich eine frechheit.

wie kannst du in deiner situation noch vorm computer sitzen und anderen beschreiben wie armselig dein leben ist. ist das für dich alles nur spaß und du denkst dir es wird schon werden? das wird es von alleine aber nicht und irgendwann stehst du vor dem nichts.
echt traurig dass andere leute steuern zahlen um dann solche leute zu unterstützen (jetzt hast du vll noch arbeit aber irgendwann nicht mehr, und dann bist du ganz allein selbst verantwortlich dafür)

bin fassungslos darüber wie man sein leben einfachso wegwerfen kann.
 

Benutzer39497 

Sehr bekannt hier
Hallo da draussen

Lese desöfteren in diesem Forum mit und möchte mal, auch wenn es nach all den Beiträgen komisch klingt, Partei für Kirby ergreifen. Denn seinen Beiträgen nach liegt der Schluss nahe, dass ich selbst noch der grössere Total-Versager bin als er.

Eher gebührt ihm mein Respekt, da er neben dem wenn auch vernachlässtigten Studium, noch zusätzlich einem Nebenjob nachgeht, was meiner bescheidenen Meinung nach schon ein grosses Stück an Leistung abverlangt. Ansonsten finde ich mich in so vielen seiner Schilderungen wieder. Dass man in seiner Situation eine gewisse arrogante Haltung gegenüber der aufgebrachten Reaktionen seiner Mitmenschen aufbringt, dürfte vor allem für Menschen in ähnlichen Situationen nachvollziehbar und verständlich sein. Eigentlich finde ich sein Verhalten noch recht human und sozial und ich frage mich, warum er sich all dies doch mehr oder weniger kommentarlos gefallen lässt. Dass er dumm, faul und provokativ sein soll, weil er irgendwelche Problem-Threads eröffnet, ist selbst dann wenn es denn tatsächlich wahr sein sollte, nichts weiter als ein provokatives Vorurteil.

Wenn man im Missbrauchs-Bereich einer geschädigten Frau Dummheit und Faulheit zuspricht, nur weil sie sich immer und immer wieder selber die Schuld an den Geschehnissen gibt, sie aufgrund dieser Ereignisse arbeitsunfähig und motivationslos wird, dann wird er geächtet und aus dem Forum verbannt, weil die Missbrauch-Opfer hier eine grosse Lobby haben.

Sobald jemand Anzeichen einer ausgewachsenen Depression und Minderwertigkeitsgefühlen aufzeigt, glauben die Leute ohne die Hintergründe der betreffenden Person zu kennen, auf ihr rumhacken zu dürfen. Man vergleicht eben mal die eigenen Alltagsprobleme mit denjenigen einer chronisch depressiven Person und glaubt dass diese ebenso wie die eigenen gelegentlichen Motivationsprobleme mit einem kräftigen Arschtritt zu lösen sind.

Für Menschen mit dauerhaften schwachen Selbstwertgefühl und anhaltender Depression sind solche Arschtritte pures Gift. Wer dies nicht einzusehen vermag, der ist meines Erachtens nicht weniger ignorant als Kirby. Im Gegenteil.

Auch wenn ich die Kritik einiger seiner Ansichten durchaus verstehen kann, denn dass er jegliche Form von Therapie ablehnt, mag für seine Mitmenschen unverständlich sein. Ich kann selbst aus fast 10-jähriger erfolgloser Therapiebehandlung davon berichten, dass eine Therapie nur dann wirklich hilfreich ist, wenn man gewillt ist, sich voll und ganz darauf einzulassen, wenn man bereit ist seine Lebensgewohnheiten drastisch zu ändern und an den positiven Ausgang der Therapie glaubt. Dabei spielt auch der passende Therapeut eine wichtige Rolle. All dies setzt schon eine Menge voraus und es ist nicht selbstverständlich, dass jeder Betroffene all diese Eigenschaften für eine positive Therapieprognose schon von vornherein mit sich bringt.

Dass Traumapatienten, die schlimme Erlebnisse hinter sich hatten, oft besser therapierbar sind, als chronisch motivationslose Leute die auf der Stelle treten, dürfte einleuchtend sein, wenn man davon ausgeht, dass sie vor dem Ereignis vielleicht glückliche Menschen waren und nicht jahrelang traumatisiert wurden. Sie setzen dann alles daran, um wieder so (unbeschwert) zu werden, wie sie vorher waren.

Von chronisch Depressiven mit dem Stillstandproblem wird allerdings eine Veränderung der Persönlichkeit und der eigenen Haltung erwartet, die man möglicherweise schon ein ganzes Leben lang mit sich trägt, ohne dass es gravierende Einschnitte und Veränderungen im Leben gab. Und ich behaupte mal wer selbst von dem Problem nicht betroffen ist, kann sich kein Ausmaß davon machen. Die Tatsache wie stark die eigenen Persönlichkeits- und Verhaltensweisen festgefahren sein können, wird hier total unterschätzt!! So können diejenigen, die nicht mehr oder weniger ihr ganzes Leben lang schon im Sumpf stecken, nicht nachvollziehen, warum es Menschen gibt die es vorziehen im Sumpf zu leben und nicht Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um da wieder rauszukommen. Denn der im übertragenen Sinne "Sumpf" ist nun mal ihr zu Hause.

Ich möchte hier nicht für Kirby sprechen, weil ich ihn nicht kenne, aber ich könnte mir vorstellen, dass er zwar einerseits die Therapie aus Scham und Stolz ablehnt (da man sich damit offiziell eingestehen würde psychisch krank zu sein, obwohl man sich schon längst darüber klar ist, dass man es ist) und andererseits (und ich könnte mir vorstellen, dass dies der Hauptgrund ist) sich darüber im Klaren ist, dass ihm die Therapie nur helfen kann, wenn er daran glaubt, die Hilfe annehmen will und bereit ist sich zu ändern. Diese Bereitschaft scheint bei ihm leider nicht vorhanden zu sein. Für ihn mag das sogar sein zentrales Problem sein, unter dem er leidet. Und genau an dieser Stelle hauen die Leute auf ihn ein und machen ihm Vorwürfe. Nimmt man eine psychologische Behandlung in Anspruch, muss man dafür bezahlen und fühlt sich dementsprechend dazu gezwungen an sich zu arbeiten, weil man seine Zeit und die Zeit des Therapeuten beansprucht. Wenn man dazu nicht bereit ist, macht es aber keinen grossen Sinn überhaupt damit anzufangen.

Warum also hier über seine Probleme berichten? Man steckt in seinem Sumpf und erkennt, dass man anders tickt als die Normalität der Gesellschaft. Natürlich hat man auch Wünsche und Träume diesen Sumpf zu verlassen und ein "normaler" Mensch zu werden. Steckt man aber schon quasi sein ganzes Leben darin, so will man da auch nicht mehr wirklich raus, weil man seine Bestimmung und ein Teil Geborgenheit darin gefunden hat, das einem am Leben erhält. Wem es nicht so ergeht, der kann das auch schwer verstehen. Aber ich könnte mir vorstellen, dass es Kirby genauso ergeht. Man steckt in seinem Dilemma, das man ein leben lang mit sich trägt. Denn wenn man sich nicht ändert, gibt es dafür auch keine Lösung. Trotzdem ist es frech zu behaupten, man würde provozieren, wenn man darüber schreibt. Oder man schreibe aus Selbstmitleid und suche Trost oder Anerkennung. Viel weniger geht es auch um gut gemeinte Ratschläge, die sowieso nicht weiter helfen. Es kann nämlich auch einfach blosses Mitteilungsbedürfnis sein, weil sonst niemand da ist, der einem zuhört. Viele Betroffene schreiben Tagebuch, nur um sich ihre Probleme von der Seele zu schreiben. Oder versuchen ein Stück Aufklärungsarbeit zu leisten, wie ich mit meinem Beitrag hier.

Was mich persönlich zu einem Total-Versager macht oder zu dem was andere Menschen als Total-Versager bezeichnen, werde ich vielleicht ein anderes Mal ausführen, da mein Beitrag schon lang genug ist.:zwinker:
 

Benutzer26974 

Verbringt hier viel Zeit
Das Problem heute ist die Naivität der Leute. Man glaubt im grunde genommen heute, daß man einfach nur ne Pille nehmen muss damit die Probleme gelöst sind. Depression wird als Krankheit doch Gesellschaftlich, zumidnest in der Altersgruppe die hier im Forum vertreten ist, nicht als Krankheit annerkannt!

Mach mal ne Therapie is so der typische Medienvorgekaute Mist (aus Amerika publiziert) den man so vn allen Seiten bei sowas hört. Aber wer sich mit Problem viellecht näher auseinadner setzt der weiß, daß so Dinge nicht so einfach zu bewältigen sind. Bei manchen spielen körperliche Ursachen eine Rolle, bei anderen seelische.
Ich weiß aus persönlichen Gründen, daß es praktisch gar nicht mehr möglich ist solche Probleme aufzuarbeiten. i nsolchen therapien lernt man nur damit umzugehn bzw. kann man erlernen...

Aber bei solchen Dingen wie Depression oder allg. seelischen Krankheiten ist es sehr schwer sich auch anderen Menschen anzuvertrauen, daß ist ja die heimtücke solcher Krankheiten...

Ich möchte den sehn der jetzt sagt :"Hab Disziplin, arbeite an dir, mach ne Therapie etc." wenn die Person selbst mal ein richtiges Problem hat. dann sieht die Welt nämlich anderst aus :smile:

Wenn man selbst nich in der Situation ist, ist es immer sehr leicht objektiv zu beurteilen...
 

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
"Mach mal ne Therapie is so der typische Medienvorgekaute Mist (aus Amerika publiziert) den man so vn allen Seiten bei sowas hört"

Was das mit den Medien und insbesondere mit Amerika zu tun haben soll, weiß ich nicht.

"Aber wer sich mit Problem viellecht näher auseinadner setzt der weiß, daß so Dinge nicht so einfach zu bewältigen sind."

Wieso aber? Spricht nicht genau das für professionelle Hilfe.

"Depression wird als Krankheit doch Gesellschaftlich, zumidnest in der Altersgruppe die hier im Forum vertreten ist, nicht als Krankheit annerkannt!"

Wenn man es als Krankheit anerkennt, würde nicht genau auch das für einen Besuch beim Arzt sprechen?

Mir persönlich fällt da kein anderer Rat ein, als der Gang zum Facharzt oder psychologischen Psychotherapeuten. Was sind denn die Alternativen? Was würdest Du ihm raten?

Gruß

m
 

Benutzer29032 

Verbringt hier viel Zeit
Kirby schrieb:
Also entweder Uni, oder gar nichts.

Also Kirby ehrlich gesagt ich halte das für ziemlichen Käse.

Ich selbst studiere Elektrotechnik an einer dir wohl bekannten Uni und ich weiß das es da nicht leicht ist, es sei man studiert SozPäd oder so nen Kram.
Jetzt wo ich in der 3. Prüfungsphase bin und schon einiges schief gegangen ist habe ich mir auch schon überlegt an die FH zu gehen.

Es ist überhaupt keine Schande und bedeutet auch nicht, dass man blöd ist oder so. Ich kenne ein paar die nach dem 2. Semester gewechselt haben und sich jetzt um einiges wohler fühlen.

Was ich in drei Wochen nach meinen beiden letzten Klausuren dieses Semesters auf jeden Fall machen werde, ist die Studienberatung der FH aufsuchen und nachforschen was die alles an TU Prüfungsleistungen anerkennen. Könnte sich Studienzeit verkürzend auswirken.

Noch so eine Sache zum Thema Tu vs. FH:

FH Absolventen mögen ein niedrigeres Einstiegsgehalt bekommen doch sind sie im Schnitt 2 Jahre früher fertig und haben schon Berufserfahrung wenn der TU ler seine Diplomarbeit schreibt.

Ich persönlich hoffe das ich diesen Plan nicht ausführen muss, weil mir außer den Klausuren ziemlich viel an der TU Darmstadt gefällt. Doch wenn es sein muss muss es sein und nach dem 4. Semester abzuspringen ist noch nicht zu spät.

ala wolf
 
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