Schule Studium abbrechen?

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Die entscheidende Frage ist doch vor Allem, ob du als Lehrerin arbeiten willst oder nicht.

1,5 Jahre unschönes Studium kannst du sicherlich noch irgendwie überstehen, wenn du Lust auf den Job hast (zumindest solange dich das Studium nicht total überfordert) - und gerade der Lehrerberuf ist doch in Sachen Familienkompatibilität genial:
Du hast zur gleichen Zeit Ferien wie deine Kinder und du hast all die Vorteile des öffentlichen Dienstes bezüglich Babypause, Teilzeit-Einstieg nach der Babypause, usw. - und du musst auch keine Angst habe, irgendwie in der Babypause abgehängt zu werden, weil sich der Schulstoff nun auch nicht so radikal verändert.
Für all diese Vorteile könnte sich das Studium und die damit verbundene Wartezeit bis zum Kinderkriegen durchaus lohnen, wenn du glaubst, auch wirklich Spaß am Job als Lehrerin zu haben.
 
D

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Gast
Dem kann ich mich nur anschließen. Du musst wissen, wie sehr du später mal Lehrerin sein möchtest. Wenn das nur so ein "Joa, wäre schon ganz nett" ist, dann lass es. Ganz ehrlich. Die Aussichten für Lehrer sind nicht besonders toll momentan und um eine Stelle zu bekommen, muss man entweder eine extrem gute Examensnote haben (was man kaum schafft, wenn man sich für seine Fächer nicht besonders interessiert) oder aber sehr flexibel sein, was den Arbeitsort angeht (und damit meine ich durchaus die Bereitschaft zu einem Umzug innerhalb ganz Deutschlands).
Ich will Lehrerin werden und ich bin dazu bereit, eben eine größtmögliche Flexibilität aufzubringen, um in diesem Beruf arbeiten zu können.
Du hörst dich aber eher so an, als wäre es dir wichtiger, eine Familie zu gründen und relativ gesicherte Verhältnisse zu haben. Da würde ich mir an deiner Stelle gut überlegen, ob ich nicht vielleicht doch abbreche, oder zumindest nach dem 1. Staatsexamen (bzw. eben vor dem Ref, falls du modularisiert studierst) aufhöre.
Die Vorstellung, nach dem Ref sofort eine Planstelle zu bekommen und damit bis ans Lebenende finanziell abgesichert zu sein, musst du dir jedenfalls aus dem Kopf schlagen (falls das bei deinen Überlegungen auch eine Rolle spielen sollte, wovon ich ausgehe).

Da bist da aber bekanntermaßen Pessimist. :grin:
Und das hängt auch alles vom Bundesland ab. In Berlin setzt bekanntermaßen noch die Verjüngung der Lehrerschaft ein und auch generell ist der Altersdurchschnitt der Lehrer extrem hoch. Da bekommt man schon einen Job. Vielleicht nicht sofort, aber zur Not trägt man sich ein-zwei Jahre in den Vertretungslehrerpool ein und arbeitet eben als Vertretungslehrer. Völlig unproblematisch und man muss unflexibler sein als in vielen anderen Berufen. Und für das Referendariat muss man ja zum Beispiel einen Platz nach (ich glaube) 3 Semestern bekommen.
Also deswegen würde ich mir jetzt echt nicht zu viele Gedanken machen, das ist glaube ich in keinem Job wirklich besser.
 

Benutzer102673 

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1. Studium abbrechen
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Das ist doch im Grunde das was Du willst. (ab Punkt 4 natürlich nicht...). Aber so "Mami sein", "Versorgen lassen"... sich mal schön aus allem rausziehen.

Wieder eine auf der List! You're welcome! :smile:

Wahrscheinlich ein absichtlich selten dämlicher Beitrag. Aber in Deine Falle tappt hier hoffentlich keine und keiner. Schon mal was von beruflichem Wiedereinstieg gehört? Nein? Tja - da fehlt dann wohl der entsprechende Dunstkreis.

Immerhin lässt Du Dir von den potentiellen Kindern Dein Altersdasein finanzieren, wenn Du Dich "schön aus allem rausziehst" und Dich versorgen lässt. Vielleicht werden sie Dir sogar den Hintern abwischen, wer weiß.
 

Benutzer74554 

Verbringt hier viel Zeit
Ich will jetzt gar nicht mehr darauf eingehen, was du machen solltest. Das musst du selbst entscheiden. ;-)
Aber ich hätte noch einen Tipp für dich.
Eine Freundin von mir studiert Lehramt für Hauptschulen und sie macht jetzt den Bachelor in Pädagogik. Könnte ihn auch in ihrem Hauptfach machen, aber davon haben sie ihr ziemlich abgeraten.
Soweit ich das jetzt mitbekommen habe, schreibt sie zusätzlich noch eine Bachelorarbeit und hat dann den Bachelor in Pädagogik. Weiß jetzt nicht ob das bei dir überhaupt möglich ist oder ob dich das überhaupt interssiert, aber ich vielleicht wirklich mal zur Studienberatung gehen. Wenn möglich auch zu mehreren bzw. Fachstudienberatern. Die allgemeinen Studienberatern haben, wenns in die Tiefe geht, meist keine Ahnung und erzählen dann Blödsinn bevor sie zugeben, dass sie eigentlich nichts wissen.
Wenn dich das interessiert, dann kannst mir auch gerne noch eine Nachricht mit deinen Fragen schicken. Ich werd dann meine Freundin gerne für dich ausfragen.
LG
 

Benutzer90972 

Team-Alumni
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Und für das Referendariat muss man ja zum Beispiel einen Platz nach (ich glaube) 3 Semestern bekommen.

Da bist du nicht richtig informiert. In Berlin beträgt die maximale Wartezeit 30 Monate. Die Wartezeit beginnt mit dem Einreichen deines MA Zeugnisses. Wenn du also Pech hast werden mal eben 3 Jahre draus, weil dein Zeugnis erst später kommt, weil noch eine Note fehlt...
Und wir beide mit unseren Fächern...Wenn du nicht gerade den MA mit 1,25 machst wirst du momentan sicher mind. 1 Jahr warten müssen. Es sei denn du wechselst das Bundesland.
 

Benutzer98383 

Verbringt hier viel Zeit
Du sagtest doch, dass du jetzt noch ein Praktikum vor dir hast, richtig? Ich würde dir raten dieses Praktikum durchzuführen und dabei wirklich mal ganz bewusst zu schauen, was dir an diesem Beruf gefällt. Beobachte auch die Lehrer und frage dich dann, ob das was für dich ist. Beobachte dich selbst. Man kann ein Praktikum auch ein wenig nebenbei laufen lassen, deswegen rate ich dir, alles wirklich bewusst zu erleben. Erst danach würde ich entscheiden. Meiner Meinung nach gibt es kaum einen Beruf in dem es schlimmer ist keinen Spaß und keine Lust dran zu haben als bei Lehrern. Man ist es den Kindern nämlich schuldig mit vollem Einsatz dabei zu sein. Halbherzige Lehrer sind unglücklich, weil sie selber keine Lust haben und bringen den Kindern nicht das was sie brauchen.
Wenn du dann merkst, dass es genau das Richtige für dich ist, dann kneif den Hintern zusammen :zwinker: und mach dein Studium zu Ende. Was sind schon 1 1/2 Jahre auf dein ganzes Leben gesehen?
Das Lehramtsstudium spiegelt meiner Meinung nach kaum wieder, was man in der Schule später machen muss, danach kann man also überhaupt nicht gehen.
Kinder kannst du auch etwas später noch kriegen finde ich - mir geht es da leider genauso, ich muss mit Kindern auch noch warten.[DOUBLEPOST=1346430262,1346430086][/DOUBLEPOST]WO willst du dein Ref eigentlich machen? In Niedersachsen hat nämlich in den letzten beiden Durchgängen JEDER einen Platz bekommen, sogar im Nachrückverfahren war das relativ unproblematisch. (Grundschullehramt)
 
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Da bist du nicht richtig informiert. In Berlin beträgt die maximale Wartezeit 30 Monate. Die Wartezeit beginnt mit dem Einreichen deines MA Zeugnisses. Wenn du also Pech hast werden mal eben 3 Jahre draus, weil dein Zeugnis erst später kommt, weil noch eine Note fehlt...
Und wir beide mit unseren Fächern...Wenn du nicht gerade den MA mit 1,25 machst wirst du momentan sicher mind. 1 Jahr warten müssen. Es sei denn du wechselst das Bundesland.


Off-Topic:
Ah, na etwas mit einer drei war es aber doch. :grin: Aber ich seh das dennoch nicht so eng, ein Jahr warten stört doch nicht. Wir sind sooo jung, da wartet man mal etwas, arbeitet eben als Vertretungslehrer, sammelt wichtige Erfahrungen. Finde, da ist nix schlimmes dabei. Ich bewerb mich aber auch noch in Brandenburg (obwohl ich da auch nur begrenzt flexibel bin). Hab gerade einen interessanten Artikel gelesen. Was die Leute bei der Arbeit am meisten krank macht, wird von den Meisten am häufigsten gefordert, die Flexibilität.
Diese Deviese, dass wir uns immer nach dem Markt richten müssen ist doch nur entstanden, weil wir immer mehr Angst haben, keinen Job zu haben, arbeitslos zu sein usw. und das schaukelt sich total hoch und jeder schiebt Panik und alle stressen sich und konkurrieren noch mehr miteinander. Wenn sich da alle mal mehr entspannen würden, hätten wir es einfacher. Daher fang ich damit mal an. :grin:



Off-Topic:
By the way: Schaut euch mal den Film (und die Extras) "Jonas" mit Christian Ulmen an. Da lernt man mehr über Schüler und Lehrer als in jedem blöden Seminar an der Uni. :grin: Der Direktor der Schule vertritt komplett meine Meinung über Unterricht und auch Christian Ulmen sagt aus der Schülerperspektive viele interessante Sachen. Ich mache ja gerade mein Praktikum am Gymnasium (sehr hohes Niveau, hätte ich nicht gedacht, aber die Schüler sind echt klug) und ich hab keinen Lehrer erlebt, der fachlich schlecht war, aber empathisch und sozial (und teilweise methodisch, obwohl das oft der fehlenden Zeit zukommt) ist das teilweise echt nicht schön anzusehen. Und auch darüber wird in dem Film was gesagt. Echt spannend, kann ich nur empfehlen.
 

Benutzer90972 

Team-Alumni
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Off-Topic:
. Ich bewerb mich aber auch noch in Brandenburg (obwohl ich da auch nur begrenzt flexibel bin).

Kannst du auch vergessen. Für unsere Kombis gibt es in BRB ein Ausbildungsverbot. Steht zumindest auf einer Seite des Bildungsservers BRB. Da werde ich mich aber auch nochmal genauer informieren.


So genug drumherum. Back to Topic! :zwinker:
 

Benutzer29410 

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Ich habe ein Problem mit dem Wort "Spaß".

Das hört man ja heutzutage recht oft, besonders von Leuten, die eine Ausbildung/Studium nacheinander abbrechen. "Es hat mir keinen Spaß mehr gemacht." oder "Mein Beruf muss mir Spaß" machen, und leider macht irgendwann jede Ausbildung keinen "Spaß" mehr.

Spaßgesellschaft hin und her, in jedem Beruf hat man alles andere als "spaßige" Phasen. Eigentlich ist Geldverdienen immer anstrengend. Selbst ein Zirkusclown wird Abende haben, die er nicht als "Spüaß" empfindet, und trotzdem auftreten muss.

Vom "Spaßgefühl" würde ich meine Berufswahl nicht abhängig machen.
 

Benutzer18889 

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Ich habe ein Problem mit dem Wort "Spaß".

Das hört man ja heutzutage recht oft, besonders von Leuten, die eine Ausbildung/Studium nacheinander abbrechen. "Es hat mir keinen Spaß mehr gemacht." oder "Mein Beruf muss mir Spaß" machen, und leider macht irgendwann jede Ausbildung keinen "Spaß" mehr.

Spaßgesellschaft hin und her, in jedem Beruf hat man alles andere als "spaßige" Phasen. Eigentlich ist Geldverdienen immer anstrengend. Selbst ein Zirkusclown wird Abende haben, die er nicht als "Spüaß" empfindet, und trotzdem auftreten muss.

Vom "Spaßgefühl" würde ich meine Berufswahl nicht abhängig machen.

Grundsätzlich gebe ich dir da recht. Ich habe aber auch mal eine Schule abgebrochen, weil es mich weder interessierte noch "Spaß" machte. Es ging um Wirtschaft und ich habe BWL, Rechungswesen und Mathe gehasst. :sick:

Mein jetziges Studium macht mir wirklich Spaß. Ich gehe gern in jede Vorlesung oder jedes Seminar meiner beiden Fächer. Man kann immer was wichtiges mitnehmen. Der Lehramtskram wiederum ist doof für mich, aber nun ja. Alles kann eben keinen Spaß machen. :tongue: Die Dinge, die einem gefallen, sollten aber bitte überwiegen.
 
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Kannst du auch vergessen. Für unsere Kombis gibt es in BRB ein Ausbildungsverbot. Steht zumindest auf einer Seite des Bildungsservers BRB. Da werde ich mich aber auch nochmal genauer informieren.


So genug drumherum. Back to Topic! :zwinker:

Echt, hmm, hab ich mich noch gar nicht wirklich mit befasst, mache ich, wenns soweit ist. Aber da schau ich gleich auch mal eben nach.
 

Benutzer98383 

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Ich habe ein Problem mit dem Wort "Spaß".

Das hört man ja heutzutage recht oft, besonders von Leuten, die eine Ausbildung/Studium nacheinander abbrechen. "Es hat mir keinen Spaß mehr gemacht." oder "Mein Beruf muss mir Spaß" machen, und leider macht irgendwann jede Ausbildung keinen "Spaß" mehr.

Spaßgesellschaft hin und her, in jedem Beruf hat man alles andere als "spaßige" Phasen. Eigentlich ist Geldverdienen immer anstrengend. Selbst ein Zirkusclown wird Abende haben, die er nicht als "Spüaß" empfindet, und trotzdem auftreten muss.

Vom "Spaßgefühl" würde ich meine Berufswahl nicht abhängig machen.

Ich möchte keinen Lehrer haben, der nicht ein gewisses Maß an Spaß an seinem Beruf hat. Da können einem die Kinder wirklich leid tun.
Und so lange man nicht sagt "Ich habe keinen Spaß an der Arbeit, ich bleibe zu Hause und lebe vom Staat", weiß ich nicht, warum man sich nicht etwas suchen sollte, was einem wenigstens nicht ständig Kopfschmerzen bereitet.
Ich meine jetzt nicht, dass man nicht mal ein paar Jahre Studium oder Überbrückungszeit aushalten soll, sondern das man nicht sein Leben lang eine Arbeit ausüben sollte, die man hasst. Dafür muss man viel zu lange und zu viel arbeiten. Die Arbeit macht den Hauptteil des Lebens aus - da möchte ich nicht ständig nur denken "so eine Scheiße".
 

Benutzer12784  (39)

Sehr bekannt hier
Ich möchte keinen Lehrer haben, der nicht ein gewisses Maß an Spaß an seinem Beruf hat. Da können einem die Kinder wirklich leid tun.

Absolut, und der Lehrer genauso, denn nicht um sonst leiden die bald nen Burnout, oder suchen ihr Heil im Alkohol.
Ich finde man sollte das Studium machen, dass einem Freude im Leben bereitet, und gerade als Lehrer wird man nie so weit finanziell aufsteigen und sich reich nennen können, also sollte man wenigstens glücklich sein.

@TS
Ich glaube, für dich wäre es nicht schlecht dein Studium zu beenden. Es sind nur 1,5 Jahre, und mit 26 kannst du immer noch Kinder in die Welt setzen.
Aber du hast eine Ausbildung hinter dir, und schon ein wenig gearbeitet, du kannst also viel mehr vermitteln als es jemand kann der gleich nach der Schule auf die Uni gegangen ist und nie aus diesem System raus musste.
Wenns dir nun aber so gar keine Freude macht, dann mach was anderes. Es ist dein Leben, und es ist zu kurz als dass du dich mit Dingen herumplagen musst, wenns auch anders geht.
 

Benutzer65700 

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Ich hab das jetzt leider nicht so ganz verstanden. Was heißt das, wenn ich vor dem Referendariat aufhöre? Was hab ich dann für nen Abschluss bzw. hab ich dann überhaupt einen? Geht das "so einfach"?

Das, was das Lehrersein ausmacht, macht mir schon Spaß, also unterrichten, Kindern Stoff vermitteln, anderen Wissen weitergeben. Dass das mit den Planstellen nicht rosig aussieht, weiß ich. Vorallem, weil ich sowieso nicht die besten Noten habe :-/ Deutsch mache ich mit Links, aber Französisch..was für ein Fach, ich hab das Gefühl, ich komme da nie auf einen grünen Zweig, bin total überfordert damit. Und dabei wäre es eigentlich so eine schöne Sprache..

Dass ich als MFA nicht ein Mördergehalt haben werde, ist Realität, damit müsste ich mich abfinden. Aber auch in diesem Beruf kann man "nach höherem Streben", d.h. sie weiterbilden usw. Wichtig ist mir in erster Linie, dass es Spaß macht.

Ob die Planung, was meinen Freund anbelangt, klappt, weiß ich natürlich nicht sicher. Aber was ist im Leben schon sicher? Wir lieben und vertrauen uns und können uns eine gemeinsame Zukunft vorstellen, das ist zumindest eine gute Grundlage denke ich.

Bis dahin auf jeden Fall schon mal VIELEN DANK für die zahlreichen, hilfreichen Antworten!

Wenn du damit überhaupt nicht klarkommst, warum ziehst du es dann auf Gedeih und Verderb druch? Gibts keine Alternativen in deinem Interessensbereich?
 

Benutzer29410 

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Ich meine jetzt nicht, dass man nicht mal ein paar Jahre Studium oder Überbrückungszeit aushalten soll, sondern das man nicht sein Leben lang eine Arbeit ausüben sollte, die man hasst.

Ich finde zwischen "eine Arbeit die man hasst" und einer, die einem ständig und immerzu Spaßgefühle verursacht, gibt es noch jede Menge Zwischentöne.

Selobst unserem Kinderarzt macht seine Arbeit nicht immer "Spaß", zum Beispiel wenn die Kinder weinen beim Impfen.

Ich für meinen Teil übe meinen Beruf sehr gern aus. Aber das Studium hat mir weiss G0tt nicht immer "Spaß" gemacht. Es gab Phasen, da hätte ich den ganzen Kram von Herzen gern an die Wand gedonnert. Für Prüfungen lernen, Wissenslücken aufzufüllen, Examen zu bestehen und Anstrengungen machen nunmal nicht immer "Spaß".
 
D

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Ich finde zwischen "eine Arbeit die man hasst" und einer, die einem ständig und immerzu Spaßgefühle verursacht, gibt es noch jede Menge Zwischentöne.

Selobst unserem Kinderarzt macht seine Arbeit nicht immer "Spaß", zum Beispiel wenn die Kinder weinen beim Impfen.

Ich für meinen Teil übe meinen Beruf sehr gern aus. Aber das Studium hat mir weiss G0tt nicht immer "Spaß" gemacht. Es gab Phasen, da hätte ich den ganzen Kram von Herzen gern an die Wand gedonnert. Für Prüfungen lernen, Wissenslücken aufzufüllen, Examen zu bestehen und Anstrengungen machen nunmal nicht immer "Spaß".

Das Wissen wir ja auch alle, dein erster Beitrag klang nur etwas anders. Dass es Phasen gibt, die man durchstehen muss, sind doch völlig normal und dass man Dinge tun muss, die keinen Spaß machen. Aber im Beruf sollte es dann schon so sein, wie du geschrieben hast, grundsätzlich sollte man Spaß daran haben.
 

Benutzer79205 

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Schon mal was von beruflichem Wiedereinstieg gehört?

Beruflicher Wiedereinstieg....schönes Wort....nur für die Klientel nahezu unerreichbar...und auch nicht mehr gewollt wenn man sich einmal in die soziale Hängematte gelegt hat und ein dekadentes Hartzer Leben geniesst!

Immerhin lässt Du Dir von den potentiellen Kindern Dein Altersdasein finanzieren

Bla Bla....wie Du vielleicht weisst ist der Weg von Hartz IV Kindern ziemlich determiniert... soziale Reproduktion des Unterschichten-Milieus.... So weit ist es mit der Openerin noch nicht.... aber wenn Du hier ein bisschen mitliest dann ist dieser Werdegang nicht unwahrscheinlich!
 

Benutzer116075 

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Beruflicher Wiedereinstieg....schönes Wort....nur für die Klientel nahezu unerreichbar...und auch nicht mehr gewollt wenn man sich einmal in die soziale Hängematte gelegt hat und ein dekadentes Hartzer Leben geniesst!

Off-Topic:
Da es eigentlich nicht zum Thema der TS passt, mal als OT ... So wie du schreibst, dürften Frauen, die einen beruf gelernt haben, keine kinder bekommen, da sie eh nie wieder lust auf ihren beruf haben und nicht mehr ins berufsleben zurückfinden... aber hast dich schonmal umgeschaut so in der Welt?? *grinz* s
 

Benutzer86779  (36)

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Die entscheidende Frage ist doch vor Allem, ob du als Lehrerin arbeiten willst oder nicht.

1,5 Jahre unschönes Studium kannst du sicherlich noch irgendwie überstehen, wenn du Lust auf den Job hast (zumindest solange dich das Studium nicht total überfordert) - und gerade der Lehrerberuf ist doch in Sachen Familienkompatibilität genial:
Du hast zur gleichen Zeit Ferien wie deine Kinder und du hast all die Vorteile des öffentlichen Dienstes bezüglich Babypause, Teilzeit-Einstieg nach der Babypause, usw. - und du musst auch keine Angst habe, irgendwie in der Babypause abgehängt zu werden, weil sich der Schulstoff nun auch nicht so radikal verändert.
Für all diese Vorteile könnte sich das Studium und die damit verbundene Wartezeit bis zum Kinderkriegen durchaus lohnen, wenn du glaubst, auch wirklich Spaß am Job als Lehrerin zu haben.

guter post. es kommt ganz darauf an, ob ihr der beruf spaß macht. wenn sie nur das studium quält würde ich sagen kämpf dich durch. aber wenn sie der beruf dann genauso ankotzt würde ich es lassen, wobei sie das nat. schlecht beurteilen kann ohne dort gearbeitet zu haben.[DOUBLEPOST=1346501414,1346501299][/DOUBLEPOST]
Beruflicher Wiedereinstieg....schönes Wort....nur für die Klientel nahezu unerreichbar...und auch nicht mehr gewollt wenn man sich einmal in die soziale Hängematte gelegt hat und ein dekadentes Hartzer Leben geniesst!



Bla Bla....wie Du vielleicht weisst ist der Weg von Hartz IV Kindern ziemlich determiniert... soziale Reproduktion des Unterschichten-Milieus.... So weit ist es mit der Openerin noch nicht.... aber wenn Du hier ein bisschen mitliest dann ist dieser Werdegang nicht unwahrscheinlich!

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na ja, inhaltlich hast du nat. recht, dass kinder von hartzern sozial sehr schlechte chancen haben und oft auch ohne schulabschluss und ausbildung enden.

allerdings hat die dame ja schon eine ausbildung und auch abitur. das klassische mehr generationen hartz klientel ist sie also sicher nicht. sie könnte locker wieder als arzthelferin anfangen.
 
T

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Hm okay..also ich hab ne 3-jährige Ausbildung gemacht, danach noch mal 2 Jahre die Schulbank gedrückt, um meine allgemeine Hochschulreife zu erwerben, und dann bin ich auf dem besten Weg zu Hartz 4, weil ich in Erwägung ziehe, mein Studium abzubrechen? Wusst ich noch gar nicht, aber danke für die Info, BlackyBoy ;-)

Das Praktikum werde ich auf jeden Fall mal machen. Die Frage, ob mir das Lehrerinnensein "Spaß" macht (um das Wort einfach noch mal aufzugreifen..), stell ich mir auch gar nicht, in den letzten beiden Praktika habe ich gemerkt, dass ich es gerne mache.
Ich hab nur Angst davor, mein Studium nicht zu schaffen, weil ich mit der Menge an Stoff überfordert bin und meine Noten einfach nicht die besten sind. Im Moment beschäftigt mich die Frage, ob ich mit dieser Ausgangslage das Examen schaffe. Die nächsten 3 Semester noch "irgendwie so" zu überstehen, müsste schon gehen, aber mit grausigen Noten irgendwie nicht so toll..

Ach, und ich studiere übrigens in Bayern, was die Frage mit dem Bundesland beantwortet :smile:

Was die Alternativen anbelangt, da werde ich mich wohl mal beraten lassen, schließlich möchte ich auch nicht, dass die 3 Jahre "umsonst" waren.

Aber auf jeden Fall nochmal ein großes Danke an die vielen (meist) hilfreichen Beiträge!
 
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